Der Polenfeldzug

Vorab ein Zitat zum besseren Verständnis…

„… ich befragte Joe Kennedy, (US-Botschafter in London), über seine Unterredungen mit Roosevelt und N. Chamberlain von 1939. Er sagte, Chamberlains Überzeugung 1939 sei gewesen, daß Großbritannien nichts in der Hand habe, um zu fechten, und daß es deshalb nicht wagen könne, gegen Hitler in den Krieg zu gehen … Weder Franzosen noch Engländer würden Polen zum Kriegsgrund gemacht haben, wenn sie nicht unablässig von Washington angestachelt worden wären … Amerika und das Weltjudentum hätten England in den Krieg getrieben….“

  • Quelle: US-Verteidigungsminister J. Forrestal am 27.12.1945 in seinem Tagebuch, (The Forrestal Diaries, New York, 1951, S. 121 ff) (Zit. nach G. Franz-Willing „Kriegsschuldfrage“, Rosenheim 1992, S. 112)

Der Polenfeldzug

Um die im folgenden Artikel enthaltenen Information in den richtigen politisch-historischen Kontext einordnen zu können ist es erforderlich die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Reiches und Europas von 1918 bis 1939 zu reflektieren. Dies geschah in der wohl umfassensten Art und Weise durch den Führer selbst in seiner zweistündigen Antwortrede auf das sog. Roosevelt-Telgram am 28. Arpril 1939. In dieser per Radio in die ganze Welt übertragene Reichstagsrede wurde unter anderem auch auf die deutsch-polnische Spannung und den deutschen Vorschschlag der Akzeptierung der polnischen Westgrenze, ebenso wie auf die polnische Reaktion darauf, eingegangen.


Auch diverse Zitate sind nötig um die im Artikel beleuchteten politischen Hintergründe des Krieges besser skizzieren zu können. Darum werden im ganzen Artikel immer wieder Zitate mit eingebunden.

„…Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen, so daß er nicht mehr auf friedlichem Wege ein Stück des Versailler Vertrages nach dem anderen aufheben kann…“

  • Quelle: Lord Halifax, englischer Botschafter in Washington, 1939, (vgl. „Nation Europa“, Jahrg. 1954, Heft 1, S. 46)

„…Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht vermeiden können, selbst wenn es das wollte….“

  • Quelle: Rydz-Smigly, Generalinspekteur der polnischen Armee in einem öffentlichen Vortrag vor polnischen Offizieren, Sommer 1939, (vgl. Dr. rer. nat. Heinz Splittgerber, „Unkenntnis oder Infamie?“, Verlag „Der Schlesier“, Recklinghausen, S. 7)

„…Es wird die polnische Armee sein, die in Deutschland am ersten Tage des Krieges einfallen wird….“

  • Quelle: Erklärung des polnischen Botschafters in Paris am 15.8.1939, (vgl. Freund, M. „Weltgeschichte“, Bd. III, S. 90)

Der Polenfeldzug war die deutsche Notwehr als begrenzter Konflikt gegen die zahlreichen vorhergegangenen militanten und später auch militärischen Überfälle Polens auf Deutschland, welches sich insbesondere durch die englisch-französische Garantieerklärung gestärkt gegenüber Deutschland sah. Wenige Tage zuvor war der 16-Punkte-Vorschlag des Führers an die polnische Regierung von Polen mit einer Generalmobilmachung und der Verhängung des Kriegsrechts in den von Deutschen bewohnten Gebieten Polens, was die Deutschen in Polen Vogelfrei für polnische Übergriffe machte, beantwortet worden. Dieses Verhalten Polens kam einer Kriegserklärung gleich da Polen Deutschland damit signalisierte die bestehenden Probleme nicht auf friedlichen Wege lösen zu wollen insbesondere da Polen sich auch weigerte der deutschen Bitte nachzukommen einen polnischen Verhandlungsbevollmächtigten nach Berlin zu entsenden auf den man in Berlin dann trotz Ultimatum vergeblich zwei Tage gewartet hatte während es zu weiteren Grenzüberfällen Polens gegen Deutschland kam.

„…Wir sind bereit, mit dem Teufel einen Pakt abzuschließen, wenn er uns im Kampf gegen Hitler hilft. Hört ihr: Gegen Deutschland, nicht nur gegen Hitler. Das deutsche Blut wird in einem kommenden Krieg in solchen Strömen vergossen werden, wie dies seit Entstehung der Welt noch nicht gesehen worden ist….“

  • Quelle: Die Warschauer Zeitung „Depesza“ vom 20. August 1939

[Dokument polnischen Großenwahns: Eine in Warschau verbreitete Propaganda-Landkarte Polens aus dem Jahr 1938 die die „zukünftige Grenze“ Polens midestens nahe Berlin und im Idealfall weit hinter der Elbe sieht.]


 

„…Wir sind uns bewusst, daß der Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten. Die heutige Generation wird sehen, daß ein neuer Sieg bei Grunwald in die Seiten der Geschichte eingeschrieben wird. Aber wir werden dieses Grunwald in den Vorstädten von Berlin schlagen. Unser Ideal ist, Polen mit Grenzen an der Oder im Westen und der Neiße in der Lausitz abzurunden und Preußen vom Pregel bis zur Spree einzuverleiben. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen, es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein….“

  • Quelle:   Das zensierte und der polnischen Militärdiktatur nahestehende Blatt Mosarstwowiecz im Jahr 1930, also noch drei Jahre vor Hitlers Machtergreifung!

Im Zuge der offiziellen Geschichtsschreibung wird heute nichts unversucht gelassen zu behaupten, dass am 1. September 1939 ein Zweiter Weltkrieg ausgebrochen sei. Dies ist allerdings mitnichten der Fall. Es handelte sich vielmehr um einen begrenzten Konflikt, der nach 18 Tagen beendet war. Ein Konflikt an den Deutschland keine Schuld trägt da es nachweißlich auf dem Verhandlungswege alles versucht hatte um ihn zu verhindern. Leider waren all diese Versuche vergebens da es auf polnischer Seite keinen Willen gab zu verhandeln. Man wollte den Krieg gegen Deutschland um jeden Preis da man sich durch das britisch-französische Beistandsversprächen bestärkt sah in einen Krieg weitere deutsche Gebiete annektieren zu können. Tatsächlich war aber auch Polen nur eine Schachfigur im Kriegstreiberspiel Englands und Frankreichs die durch ihre Garantieerklärungen an Polen planmäßig Öl ins Feuer gossen in der Hoffnung sich in einen Krieg zwischen Deutschland und Polen als „Interventionsmächte“ gegen Deutschland in den Krieg einschalten zu können ohne als Agressoren zu gelten. Diese Rolle des Agressors überließen sie in ihrer Propaganda durch Verdrehung der Tatsachen natürlich Deutschland und die ganze Welt hat es ihnen geglaubt da man die deutsche Berichterstattung in den „demokratisachen“ Ländern unterdrückte.

Ungewohnt wahrheitsgetreu und loyal zu Deutschland verhielt sich in diesen Tagen jedoch die sowjetische Presse:

„…England und Frankreich haben den Krieg erklärt. Nicht Deutschland, sondern England und Frankreich haben die Friedensvorschläge (zb. den 3. September oder vom 6. Oktober 1939) zurückgewiesen und nicht nur auf Fortsetzung des Krieges, sondern auch auf seine Ausweitung bestanden! Die englischen und französischen Imperialisten wollen diesen Krieg in einen Weltkrieg verwandeln!…“

  • Quelle: Prawda, 26. Januar 1940

Die „Prawda“ ( zu deutsch: „Wahrheit“) ist hier ihren Namen ausnahmsweise mal gerecht geworden!


„…Die Furcht, ihre Vorherrschaft zu verlieren, diktierte der britischen und französischen Regierung ihre Politik der Aufhetzung zum Krieg gegen Deutschland. Die britische Regierung proklamiert, daß der Krieg gegen Deutschland nicht mehr und nicht weniger als die Vernichtung des Hitlerismus‘ zum Ziele habe. Ein solcher Krieg kann aber auf keine Weise gerechtfertigt werden….“

  • Quelle: Der sowjetische Außenminister Molotow in einer Rede am 31.10.1939


Es war kein Überfall!

Der polnische Historiker Pawel Wieczorkiewicz bestätigte in der renommierten polnischen Zeitung Rzeczpospolita, das der Führer mit Polen keinen Krieg wollte, sondern den Nachbarstaat bis März 1939 als potentiellen Verbündeten ansah; dies wurde erst durch Polens Allianz mit Großbritannien untergraben. Briten und Franzosen hätten Polen mutwillig ins offene Messer laufen lassen. (Quelle: Die Welt, 20. September 2005, S. 32)

Die militärische Operation begann am 1. September 1939 mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in das nach dem sogenannten Versailler Vertrag Polen zugeschlagene deutsche Reichsgebiet sowie mit Aktionen zum Schutze der Bevölkerung in der freien und Reichsstadt Danzig mit dem Ziel der Wiedervereinigung Danzigs mit dem Reich, nachdem zwei Tage zuvor, am 30. August 1939, (offiziell) die polnische Generalmobilmachung befohlen worden war. Er endete de facto am 6. Oktober mit der Kapitulation der letzten polnischen Feldtruppen; zwischenzeitlich hatte sich die polnische Regierung ins englische Exil abgesetzt.

Frankreich und das Vereinigtes Königreich nahmen dies unter Verweis auf ihre Beistandsverträge mit Polen vom Frühjahr 1939 zum willkommenen Anlaß, dem Deutschen Reich am 3. September den Krieg zu erklären und entfesselten somit den Zweiten Weltkrieg.

In Folge der im geheimen Zusatzprotokoll zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt vom 24. August 1939 gemachten Aufteilung der Interessengebiete marschierte am 17. September auch die Rote Armee der Sowjetunion in ihren zuvor von Polen geraubten Gebieten, fälschlicherweise „Ostpolen” genannt, ein. Dieser Einmarsch in Revision des Polnisch-Sowjetischen Krieges von 1920 wird dem Begriff Polenfeldzug zugeordnet.

Der deutsche Außenminister von Ribbentrop am 27. August 1939 in einer letzten scharfen Warnung an Polen IN DEUTSCH UND ENGLISCH:

Am 24. September 1939 hielt Der deutsche Außenminister von Ribbentrop eine Rede über die Kriegsschuldfrage:

DOKUMENTE POLNISCH-BRITSCH-FRANZÖSISCHER KRIEGSSCHULD:

Der Führer sagte zur polnischen Kriegsschuld in seinem Aufruf vom 1. September 1939 an die Wehrmacht:

„Der polnische Staat hat die von mir erstrebte friedliche Regelung nachbarlicher Beziehungen verweigert, er hat stattdessen an die Waffen appelliert. Die Deutschen in Polen werden mit blutigem Terror verfolgt, von Haus und Hof vertrieben. Eine Reihe von für eine Großmacht unerträglichen Grenzverletzungen beweist, daß die Polen nicht mehr gewillt sind, die deutsche Reichsgrenze zu achten. Um diesem wahnwitzigen Treiben ein Ende zu bereiten, bleibt mir kein anderes Mittel, als von jetzt ab Gewalt gegen Gewalt zu setzen. Die deutsche Wehrmacht wird den Kampf um die Ehre und die Lebensrechte des wiederauferstandenen deutschen Volkes mit harter Entschlossenheit führen. Ich erwarte, daß jeder Soldat, eingedenk der großen Tradition des ewigen deutschen Soldatentums, seine Pflicht bis zum letzten erfüllen wird. Bleibt Euch stets und in allen Lagen bewußt, daß Ihr die Repräsentanten des nationalsozialistischen Großdeutschlands seid! Es lebe unser Volk und unser Reich!”

Der Führer ging in seiner Reichstagsrede vom 1. September 1939 eingehend auf die Ursachen und Gründe dieser Notwehrmaßnahme des deutschen Staates ein:

Anläßlich des Vollzugs der Wiedervereinigung Danzigs mit dem Deutschen Reich hielt der Führer in Danzig am 19. September 1939 eine Rede, in der er nochmals auf die Ursachen des begrenzten Feldzuges gegen Polen einging:

Nach dem erfolgreichen Polenfeldzug richtete er in seiner Reichstagsrede vom 6. Oktober 1939 einen eindringlichen Friedensappell an diejenigen Staaten, die Deutschland den Krieg erklärt hatten und schlug die sofortige Wiederherstellung des polnischen Staates in seinen rechtmäßigen Grenzen vor:

TEIL 1

TEIL 2


Kriegsausbruch

Letzte deutsche Friedensoffensive am Vorabend des Polenfeldzuges:

Am 30. August übermittelte die deutsche Reichsregierung einen letzten Maßnahmenkatalog zur Abwendung des Krieges. Dies war Adolf Hitlers 16-Punkte-Vorschlag an die polnische Regierung. Polen beantwortete den deutschen Friedensvorschlag mit einer umgehenden Mobilmachung, was nach den damaligen Kriegsgepflogenheiten einer Kriegserklärung glich. Der Daily Telegraph berichtete in seiner Abendausgabe vom 30. August über diesen Umstand. Da die Meldung nicht im Sinne der anglo-amerikanischen Kriegstreiber war, wurde diese Abendausgabe umgehend beschlagnahmt und eine veränderte, gegen Deutschland gerichtete politisch korrekte Fassung herausgegeben.

Polnische Maßnahmen in den letzten Stunden vor dem deutschen Gegenschlag:

30. August 1939: Einstellung des Zugverkehrs von und nach Ostpreußen durch Polen, 31. August 1939: Ermordung des deutschen Konsuls in Krakau, Generalmobilmachung Polens, Sprengung der Eisenbahnbrücke bei Dirschau durch Polen, Einfall polnischer Truppen im Freistaat Danzig.

Die Generalmobilmachung in Polen erfolgte bereits am 24. August 1939, wurde aber erst am 29. August 1939 öffentlich zugestellt.


Der Kampf


Dokumentarfilm über den Feldzug in Polen aus dem Jahr 1940:

Der Feldzug in Polen


Dokumentarfilm über den 2. Weltkrieg und seine Ursachen

produziert von „Polar-Film“ aus den Jahr 2013 als Wiederlegung von Guido Knopp´s Dokumentarfilm „Hitlers Krieg“.

Hitlers Krieg? Was Guido Knopp verschwiegt!


Am 1. September 1939 um 4.45 Uhr (Der Führer sprach in seiner Rede vom 1. September 1939 allerdings von 5.45 Uhr) begann dann als Gegenwehr der Beschuß der Westerplatte bei Danzig mit dem Ziel der Wiedervereinigung Danzigs mit dem Deutschen Reich. Die Westerplatte war deutsches Territorium, das nach dem sogenannten Versailler Vertrag der Kontrolle des Völkerbundes unterstellt und somit dem neu geschaffenen Freistaat Danzig unterstellt wurde. Im Jahre 1920 besaß dieser – aus deutschem Reichsgebiet herausgelöste und künstlich gebildete sogenannte Freistaat – etwa 380.000 Einwohner, davon waren ca. 368.000 (96,8 %) Deutsche. Die ständigen polnischen Provokationen und verübten Greueltaten an der deutschen Bevölkerung führten schließlich am 1. September 1939 zu der durch den Führer befohlenen Verteidigungsmaßnahme, die bis heute fälschlich als Ausbruch des Zweiten Weltkrieges postuliert wird. Bereits am Tage zuvor war jedoch schon durch Polen die Dirschauer Brücke gesprengt worden, um Danzig und Ostpreußen endgültig vom Reich abzuschnüren. Militärhistoriker sehen die ersten Kampfhandlungen des Polenfeldzuges daher auch an den Dirschauer Brücken und nicht an der Westerplatte vor Danzig. Der Zweite Weltkrieg begann jedoch tatsächlich erst am 3. September 1939 mit den einseitigen Kriegserklärungen Frankreichs und Englands gegen Deutschland.

Das Linienschiff „Schleswig-Holstein“ erhielt zum Schutz der deutschen Bevölkerung in und um Danzig den Auftrag, die Westerplatte bei Danzig zu beschießen, auf der sich völkerrechtswidrig ein polnisches Munitionsdepot befand und polnisches Militär stationiert war. Vom Völkerbund war lediglich eine kleine polnische Wachmannschaft erlaubt. Die Erlaubnis war auf zwei polnische Offiziere, 20 Unteroffiziere und ein kleineres Mannschaftskontingent beschränkt. Die Westerplatte war darüber hinaus kein polnisches Staatsgebiet.

In seiner bekannten Rede vom 1. September 1939 vor dem Reichstag sagte der Führer demzufolge auch:

„[…] Polen hat heute Nacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen. Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten. […]“

Die persönliche Weisung des Führers (Geheime Kommandosache Nr. 170/39) vom 31. August 1939 enthielt folgende Passagen:

„Der Angriff gegen Polen ist nach den für Fall Weiß getroffenen Vorbereitungen am 1.9.39 um 4 Uhr 45 zu führen. […] Im Westen kommt es darauf an, die Verantwortung für die Eröffnung von Feindseligkeiten eindeutig England und Frankreich zu überlassen. […] Eröffnet England und Frankreich die Feindseligkeiten gegen Deutschland, so ist es Aufgabe der im Westen operierenden Teile der Wehrmacht unter möglichster Schonung der Kräfte die Voraussetzung für den siegreichen Abschluß der Operation gegen Polen zu erhalten. […] Auf die uns von Holland, Belgien, Luxemburg und der Schweiz zugesicherte Neutralität ist peinlich zu achten. […] Die Ostsee ist gegen feindlichen Einbruch zu sichern. Die Entscheidung, ob zu diesem Zweck die Ostsee-Eingänge mit Minen gesperrt werden dürfen, trifft Ob.d.M. […] Die Kriegsmarine führt Handelskrieg mit dem Schwerpunkt gegen England. […] Die Angriffe gegen das englische Mutterland sind unter dem Gesichtspunkt vorzubereiten, daß unzureichender Erfolg mit Teilkräften unter allen Umständen zu vermeiden ist.“

Kämpfe bis zum 6.September 1939

Am 1. September um 4.45 Uhr griff die deutsche Luftwaffe mit 87 Sturzkampfbombern Wielun an. Zugleich beschoß das Linienschiff „Schleswig-Holstein“ die durch polnisches Militär besetzte deutsche Westerplatte in Danzig und hob polnische Widerstandsnester im Postamt der deutschen Stadt aus.

Der Führer vermied in seiner Rede vor dem Reichstag im Rundfunk absichtlich das Wort Krieg, da es sich um eine deutsche Verteidigungsmaßnahme gegen die ständigen polnischen Übergriffe handelte. Frankreich und Großbritannien forderten ultimativ den sofortigen Rückzug aller deutschen Truppen aus Polen. Als der Führer dies ablehnte, erklärten beide Staaten dem Deutschen Reich am 3. September den Krieg. Eine große Offensive der Westmächte blieb aber – trotz der Zusagen gegenüber Polen – aus; an der deutschen Westgrenze kam es zum „Sitzkrieg” (Drôle de guerre bzw. Phoney War). Zu erwähnen ist, daß alle deutschen Lösungsvorschläge im Vorfeld durch England und Polen abgelehnt worden waren o auch der italienische Friedensvorschlag der von Deutschland & Frankreich angenommen wurde aber von England abgelehnt wurde. England schaffte es daraufhin Frankreich vom italienischen Friedensvorschlag abzubringen.

Der schnelle Vorstoß der deutschen Verbände überholte die polnische Strategie, so daß das polnische Oberkommando schon nach fünf Tagen den Rückzug hinter die geplante Verteidigungslinie an den Flüssen befahl. Die polnische Regierung setzte sich nach Brest-Litowsk ab. Der Rückzugsbefehl erfolgte für die polnischen Infanterieverbände aber zu spät, um die Flüsse noch vor den Wehrmachtspanzern erreichen zu können. Das deutsche OKH wiederum glaubte, die Masse des polnischen Heeres nicht mehr westlich der Weichsel zerschlagen zu können. Es befahl deshalb der 3. Armee und 14. Armee, ihre Kräfte östlich der Weichsel für eine Umfassungsschlacht zu konzentrieren.

Das mit Polen verbündete Rumänien erklärte sich angesichts des raschen deutschen Vorrückens und ausbleibender Angriffe der Westmächte am 6. September für neutral, so daß Polen militärisch vollständig isoliert blieb.

Kämpfe vom 7. bis zum 17. September 1939

Von Kriegsbeginn an besaß die deutsche Luftwaffe völlige Luftüberlegenheit. Die deutschen Flugzeuge nutzten dabei den sowjetischen Sender Minsk als Funknavigationspunkt, der auf eine Bitte Hermann Görings hin seine Sendedauer verlängerte. Die Heeresgruppe Süd nutzte ihren Durchbruch, um ein Panzerkorps auf die polnische Hauptstadt anzusetzen. Dieses erreichte schon am 8. September die Vorstädte von Warschau. Dort stießen sie auf starken Widerstand der polnischen Verteidiger. Um einen verlustreichen Häuserkampf zu vermeiden, stoppten die Panzer ihren Vormarsch.

UFA-Tonwoche Nr. 470 vom 7 September 1939

Am 9. September gelang dem rechten Flügel der 10. Armee das Überholen und Einkesseln starker polnischer Kräfte, die sich über die Weichsel zurückzuziehen versuchten. Hieraus entwickelte sich die Schlacht bei Radom. Zeitgleich griff die polnische Armee Posen, die unbemerkt von der deutschen Aufklärung herangerückt war, nördlich von Kutno überraschend den linken Flügel der 8. deutschen Armee an (Schlacht an der Bzura). Dieser einzige polnische Gegenstoß zwang die Heeresgruppe Süd, bei Radom, vor Warschau und an der Bzura gleichzeitig zu kämpfen. Sie wehrte den Flankenangriff unter schweren Verlusten ab.

Die Heeresgruppe Nord stand schon östlich der Weichsel am Narew und am Bug und mußte nun gemäß dem Umfassungsbefehl des OKH große Teile der 4. Armee durch Ostpreußen an ihren linken Flügel verlegen, was einige Tage dauerte. Danach schloß sie am 9. September die Festung Modlin und Warschau von Norden her ein.

Am 12. September kapitulierten die polnischen Truppen im Kessel bei Radom (60.000 Gefangene). Danach befahl die polnische Armeeführung allen verbliebenen Truppen, sich eigenständig nach Südosten zurückzuziehen. Man hoffte, sich dort in unwegsamem Gelände noch länger halten zu können, bis Nachschub der Westalliierten über Rumänien geliefert würde.

UFA-Tonwoche Nr. 471 vom 14. September 1939

Im Südosten kämpfte bis dahin nur die deutsche 14. Armee. Diese schwenkte nun aber nach Nordosten, um sich hinter dem Fluß Bug mit der Heeresgruppe Nord zu vereinen. Mit den freigewordenen Verbänden konnte die Heeresgruppe Süd nun auch die Armee Posen einschließen und bis zum 17. September aufreiben (170.000 Gefangene). Das zerschlug die polnische Hoffnung, wenigstens den Südosten des Landes verteidigen zu können. Östlich des Bug stießen starke Panzerkräfte nach Süden vor und vereinigten sich südlich von Brest-Litowsk am 18. September mit den Truppen der 14. Armee. Damit war die Masse der polnischen Kräfte umfaßt worden.


Dokumentarfilm über den Einsatz der Luftwaffe im Polenfeldzug aus dem Jahr 1940:

Der Film vom Einsatz unserer Luftwaffe in Polen


Kämpfe vom 18. bis zum 6. Oktober 1939

Nach Frankreichs und Großbritanniens Kriegserklärung marschierte die Sowjetunion wie vereinbart ihrerseits in Polen ein. Die Regierung in Moskau wollte jedoch erst nach einem vollständigen Zusammenbruch des polnischen Staates eingreifen, da sie befürchtete, in einen Krieg mit den beiden Westmächten hineingezogen zu werden, die ja die Unabhängigkeit Polens angeblich garantierten. Erst am 17. September eroberte die Rote Armee ihr Territorium im fälschlich „Ostpolen” genannten Gebiet zurück, das bis auf das Grenzschutz-Korps militärisch entblößt war. Die Regierung in Warschau, die gerade ihre Flucht nach Rumänien organisierte, war auf den sowjetischen Einmarsch nicht vorbereitet und konnte dem Grenzschutz-Korps keine Instruktionen geben, wie es sich zu verhalten hatte. In Tarnopol, Stanislau, Luzk und Rowno wurde die Rote Armee von den kommunalen Behörden freundlich begrüßt.

UFA-Tonwoche Nr. 472 vom 20. September 1939

Die Kämpfe zwischen Wehrmacht und polnischer Armee konzentrierten sich nun auf das Gebiet zwischen Weichsel und Bug, wo die Reste des polnischen Heeres eingeschlossen waren. Südöstliche polnische Truppen, die sich nach Rumänien zurückziehen wollten, wurden in den Schlachten um Lemberg und Rawa Ruska aufgerieben. Mit der Niederlage des größten Teils der übrigen polnischen Streitkräfte in der Schlacht bei Lublin am 23. September endete der organisierte Widerstand der polnischen Armee.

UFA-Tonwoche Nr. 473 vom 27. September 1939

Das seit dem 9. September eingeschlossene und von polnischen Truppen verteidigte Warschau wurde, da es jedes Kapitulationsangebot ablehnte, belagert, heftig beschossen und bombardiert. Durch dieses Verschulden der polnischen Stadtkommandanten einen sinnlosen Kampf führen zu wollen kam eine Vielzahl polnischer Zivilisten ums Leben.

Auszug aus dem Film DER FELDZUG IN POLEN über die Kapitulationsunwilligkeit Warschaus:

Am 28. September kapitulierten die Verteidiger der Hauptstadt. Am 29. September kapitulierte auch die Festung Modlin und am 1. Oktober die Besatzung der Halbinsel Hel.

Polens letzte Feldtruppen kapitulierten am 6. Oktober nach der Schlacht bei Kock. Dies gilt seither als Ende des Polenfeldzugs. Nur Bruchteile der polnischen Armee und die polnische Regierung entkamen der deutsch-russischen Umklammerung nach Ungarn und Rumänien. Eine offizielle Kapitulation des polnischen Oberkommandos, Staates oder der Regierung blieb aber aus.

Seekrieg

Das polnische Marineoberkommando unter Konteradmiral Józef Unrug erkannte im Gegensatz zur Fürhrung des polnischen Heeres die militärische Überlegenheit Deutschlands und die Tatsache einer drohenden Niederlage Polens an und evakuierte im Rahmen der Operation Peking schon Ende August drei Zerstörer nach Großbritannien. Bei Beginn der Kampfhandlungen standen zwei deutschen Linienschiffen, drei leichten Kreuzern, zehn Zerstörern, vier Tendern, 30 Minensuchbooten, zehn U-Booten und diversen U-Jägern auf polnischer Seite lediglich ein Zerstörer, ein schwerer Minenleger, fünf U-Boote und mehrere kleinere Einheiten wie Kanonenboote und Minensucher entgegen.

Zu ersten Kampfhandlungen kam es am 1. September, als deutsche Stuka die verbliebenen beiden großen polnischen Einheiten ORP Gryf und ORP Wicher in der deutschen (!) Danziger Bucht angriffen. Das erste Seegefecht fand am 3. September vor Hel statt. Die Kriegsmarine mußte dabei die beiden eingesetzten Zerstörer Z 1 Leberecht Maass und Z 9 Wolfgang Zenker zurückziehen, nachdem Z 1 durch einen Artillerietreffer einer Landbatterie beschädigt worden war. Am selben Tag wurden die Reste der polnischen Überwasserstreitkräfte im Hafen von Hel mehrfach bombardiert und vernichtet.

Alle fünf polnischen U-Boote sollten ursprünglich die polnische Ostseeküste verteidigen ( Operation Worek) und konnten später entkommen, erzielten aber, wenn man von einer erfolgreich verlegten Seemine des U-Bootes ORP Żbik, auf die am 1. Oktober der deutsche Minensucher M 85 lief, absieht, keine Kampferfolge gegen feindliche Schiffe. Die zwei U-Boote ORP Wilk und ORP Orzeł konnten sich nach Großbritannien absetzen. Die restlichen drei U-Boote ließen sich in Schweden internieren. Die Marinebasis auf der Halbinsel Hel verteidigte sich noch bis zum 1. Oktober und fiel als eine der letzten polnischen Stellungen.

Sonstige Aspekte des Polenfeldzuges

Am 5. September 1939 wurde im Reich eine scharfe Strafverordnung gegen „vorsätzliche Ausnutzung der durch den Kriegsverlauf verursachten außergewöhnlichen Verhältnisse” erlassen, um die polnische Zivilbevölkerung zu schonen. Darüber hinaus wurde eine Hungersnot abgewendet, indem man Polen mit Lebensmitteln versorgte.

Nach Erkenntnissen des US-amerikanischen Historikers Alfred de Zayas erschossen Polen deutsche Kriegsgefangene. Er stützte sich auf Akten der Wehrmacht-Untersuchungsstelle. (Quelle: Alfred M. De Zayas: Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle – deutsche Ermittlungen über alliierte Völkerrechtsverletzungen im 2. Weltkrieg, Frankfurt am Main/ Berlin 1987 (4. Auflage))

Polen ermordeten nach Kriegsbeginn mindestens 5.437 Angehörige der deutschen Minderheit. (Quelle: Jürgen Runtzheimer: Bromberger Blutsonntag, in: Wolfgang Benz: Legenden Lügen Vorurteile, dtv 1992, ISBN 3-423-03295-2, S. 47 ff)

Viele Kriegstagebücher deutscher Soldaten berichteten über Aktivitäten von Banden und Freischärlern, die deutsche Troßabteilungen überfallen hätten. Dies waren oft versprengte reguläre Einheiten der polnischen Armee, die schnell vorrückende Wehrmachtseinheiten von ihren Verbänden abgeschnitten hatten. (Quelle: Jochen Böhler: „Tragische Verstrickung” oder Auftakt zum Vernichtungskrieg? – Die Wehrmacht in Polen 1939, in: Mallman/Musial: Genesis des Genozids Polen 1939–1941, S. 48 f.)

Weiteres Vorgehen mit Polen

Am 8. Oktober teilten das Deutsche Reich und die Sowjetunion im Abkommen von Brest-Litowsk das polnische Gebiet durch eine Demarkationslinie unter sich auf. Die bis zu dieser Linie eroberten Gebiete Ost- und Südpolens wurden deutsches Generalgouvernement, die in Versailles 1919 geraubten deutschen Ostgebiete und große Teile Mittelpolens wurden im Sinne der von Hitler angestrebten „Arrondierung” dem Reiche wieder zugeschlagen. Damit war die sowjetische Seite einverstanden. Molotow sagte am 31. Oktober 1939 nach einem Moskauer Zeitungsbericht:

„Ein einziger Schlag gegen Polen, erst seitens der deutschen, dann seitens der Roten Armee, und nichts blieb übrig von dieser Mißgeburt des Versailler Vertrags, die ihre Existenz der Unterdrückung nichtpolnischer Nationalitäten verdankt hatte.“ (Quelle: Isvestija, 1. November 1939)

Zum Ende des Polenfeldzuges reiste der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop erneut nach Moskau, um über Polens Zukunft zu verhandeln. Des Führers Vorstellung und Ziel zu diesem Zeitpunkt war, das rein polnisch besiedelte Territorium zwischen Deutschlands Osten und Rußlands Westen als selbständiges Rumpfpolen etwa in der Größe Kongreßpolens von 1815 entstehen zu lassen. Von Ribbentrop bot der Sowjetunion dazu das der deutschen Interessensphäre zugehörende Litauen im Tausch gegen die sowjetisch besetzten, polnisch besiedelten Gebiete östlich von Warschau an. So konnte Der Führer den Westmächten die Gründung eines selbständigen Restpolens und den Rückzug der Wehrmacht von dort als Preis für einen Friedensschluß anbieten. Deutschland sollte bei dieser Neugestaltung Polens die Freie Stadt Danzig und den deutsch besiedelten Teil Westpreußens, die Sowjetunion ihre ehemaligen Gebiete in Weißruthenien und in der Ukraine zurückbekommen. Der Führer machte dieses Angebot auch in seiner Rede am 6. Oktober 1939. Der Preis, den Hitler dafür nannte, war der Abschluß eines Friedensvertrages zwischen Frankreich, Großbritannien und dem Deutschen Reich. Es gab keine Antworten aus London und Paris.

9 Gedanken zu “Der Polenfeldzug

      • Danke Dir Deutscher Volksgenossen für die netten Worte.
        Bin kein großer Schreiber eher der stille Leser.
        Habe des öfteren in die Seite reingeschaut um zu sehen was es neues gibt.
        Die Seite ist sehr einladend.
        Einiges kannte ich schon ,den Rest werden ich nun gründlich lesen.

        Besten Dank und Gruß aus der
        Rheinprovinz

        Gefällt 1 Person

        • Hab den Artiekl über den Polenfeldzug neu überarbeitet. Jetzt sind auch mehrere Wochenschauen und eine weitere Rede von Ribbentrop eingebaut.

          Die anderen Feldzugsartikel werde ich auch überarbeiten und natürlich werden artikel über den Balkan-, Afrika- und Russlandfeldzug hinzukommen. Selbstverständlich werde ich das selbe für den 1. Weltkrieg machen

          OHHHHHHHHHHHHHH SO WENIG ZEIT, SO VIEL ZU TUN😦

          Gruß aus Thüringen

          Gefällt 1 Person

  1. Englands und Frankreichs die durch ihre Garantieerklärungen an Polen planmäßig Öl ins Feuer gossen in der Hoffnung sich in einen Krieg zwischen Deutschland und Polen als „Interventionsmächte“ gegen Deutschland in den Krieg einschalten zu können ohne als Agressoren zu gelten. Jaaaa…

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