Der Afrikafeldzug

Der Afrikafeldzug war eine militärische Operation der Achsenmächte gegen die Alliierten in Libyen, Ägypten und Tunesien während des Zweiten Weltkrieges im Zeitraum vom 9. September 1940 bis zum 13. Mai 1943. Wegen der verheerenden Niederlagen des Bündnispartners Italien war Deutschland gezwungen einzugreifen und das Deutsche Afrikakorps zu gründen.


DOKUMENTE BITISCH-FRANZÖSISCH-POLNISCHER KREIGSSCHULD:


Vorgeschichte und Verlauf des Feldzuges

Ähnlich wie auf dem europäischen Kriegsschauplatz hatten die Italiener in Nordafrika schwere Rückschläge gegen die Briten hinnehmen müssen. Eine italienische Offensive zum Ende des Jahres 1940 scheiterte fatal war zur Vernichtung der italienischen Verbände in Libyen führte.

Der deutsche General Erwin Rommel bekam im Februar 1941 den Befehl, mit schwachen Verbänden des Deutschen Afrikakorps den erfolglosen Bündnispartner bei seiner Verteidigung zu unterstützen. Rommel hielt eine defensive Haltung für unangebracht und für taktisch unklug, deswegen beschloß er, die Verbände offensiv auszurichten.

  • 1941

Erste Truppenverbände des Deutschen Afrikakorps landeten im Februar 1941 in Libyen. Sie waren ursprünglich als Sperrverband gegen britische Offensivabsichten geplant, wurden jedoch unter dem Befehl Erwin Rommels für zahlreiche Offensivoperationen eingesetzt.

Am 31. März begann Rommel den Vormarsch. Sein Hauptvorstoß richtete sich auf Mersa Brega, um damit das Tor zur Cyrenaika aufzustoßen. Die Offensive führte zum Erfolg, so daß bald auch Bengasi besetzt werden konnte. Am 10. April standen deutsche Panzer vor der ostlibyschen Hafenstadt und Festung Tobruk, die kurz zuvor noch von den Italienern ausgebaut und dann beinahe kampflos geräumt worden war. Bis zum 13. April unternahm Rommel drei Angriffe auf die Festung, die jedoch alle fehlschlugen. Rommel mußte vorerst die Eroberung Tobruks zurückstellen. Auch weitere Vorstöße konnten aufgrund von Versorgungsengpässen nicht durchgeführt werden, so daß beide Seiten in einen Stellungskrieg übergingen.

Letzte Ruhestätte der deutschen Gefallenen des Deutschen Afrika-Korps während des Afrikafeldzuges; im Vordergrund die von italienischen Waffenkameraden errichtete Steinpyramide über die Grabstelle von Hans-Joachim Marseille auf dem Kriegerfriedhof in Derna, einer Hafenstadt im Nordosten Libyens

Im November griffen die Briten dann erneut an. Am 26. November erfolgte ein zweiter Angriff, wobei der Besatzung von Tobruk nun endlich der Ausbruch aus dem Belagerungsring gelang. Am 7. Dezember zog sich das Afrikakorps zur Gazala-Linie zurück.

  • 1942

Nachdem Tobruk augenscheinlich vor einer Eroberung des Afrikakorps gefeit war, griff Rommel im Januar 1942 wieder an.

Am 26. Mai 1942 begann Rommel das Unternehmen „Theseus“ mit dem Ziel, Tobruk endgültig zu erobern. Nach schweren Panzergefechten gelang es den Achsenmächten, Bir Hacheim am 10. Juni einzunehmen, um dann den Vormarsch auf Tobruk einzuleiten. Am 20. Juni wurden Stadt und Festung besetzt, daraufhin wurde Rommel zum Generalfeldmarschall befördert.

Der weitere Vormarsch sollte nun durch Ägypten erfolgen. Die Stadt Alexandria sollte eingenommen und der Suezkanal besetzt werden. Kurz vor El Alamein hatten die Briten einen 65 Kilometer langen Verteidigungsgürtel aufgebaut. Die deutsche Offensive blieb stecken. Der neue britische Befehlshaber Bernard Montgomery startete am 23. Oktober zum Gegenangriff. Das Afrikakorps war zahlenmäßig unterlegen und mußte den Rückzug antreten.

Die Lage wurde vollends hoffnungslos, als am 8. November im Zuge der Operation Torch us-amerikanische Truppen in Casablanca und Algier landeten und somit den Zwei-Fronten-Krieg in Nordafrika einleiteten. Am 13. November fiel Tobruk wieder in britische Hand.

  • 1943

1943 blieb Rommel nur noch der Rückzug. Am 23. Januar besetzten die Briten Tripolis. Im März und April wurden die Achsenmächte durch den Tunesienfeldzug schließlich eingeschlossen. Lediglich an der Mareth-Linie wurde noch erbitterter Widerstand geleistet. Am 13. Mai 1943 mußtendie Achsenmächte in Nordafrika kapitulieren.

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