Die Slavenlüge

Gert Meier 1999

Die deutsche Frühzeit war ganz anders


Die Slavenlüge

Eine der größten Geschichtslügen der letzten 150 Jahre, die viel Unheil über Europa gebracht hat und die europäischen Völker bis heute spaltet, ist die Slawenlüge, welche die Slawen als eine eigenständige ethnische Gruppe darstellt, die von den Germanen stets unterdrückt wurde. Wenn die Achse Paris-Berlin-Moskau nach dem Ende des Dritten Weltkriegs – dessen brisante Phase nun bald bevorsteht – Wirklichkeit werden und der Frieden in Europa nachhaltig gesichert werden soll, dann muß es uns gelingen, der Wahrheit über das schicksalhafte, für die zukünftige europäische Entwicklung so bedeutsame Slawen-Thema endlich auf breiter Front zum Durchbruch zu verhelfen.

Das bedeutendste Geschichtswerk über die Vor- und Frühgeschichte von der Ethnogenese der Urslawen, das die Slawenlüge völlig entlarvt und eindeutig beweist, daß die sogenannten “Ur-Slawen“ germanischer Abstammung sind, ist das Buch Indogermanen – Germanen – Slawen, Prof. Dr. Helmut Schröcke 2003, Orion-Heimreiter-Verlag.

Um die Fülle der Argumente linguistischer, archäologischer und anthropologischer Art, die Prof. Schröcke in diesem Buch anführt, darzustellen, ist in dieser Schrift kein Platz, wir empfehlen jedoch allen, denen die Wahrheit um die europäische Vorgeschichte und auch die zukünftige Entwicklung in Europa am Herzen liegt, dieses Buch zu lesen.


Professor Schröcke

Um einen kleinen Einblick in die ses wichtige Thema zu geben, möchten wir nachfolgend jedoch einige Auszüge aus diesem Buch zitieren – hier einige Auszüge aus der Einleitung:

“Für die Geschichte der im Osten und Südosten angrenzenden Slawen liegen heute noch weithin unbewältigte Fehlanschauungen auf den verschiedensten Gebiet en vor. Ihre Vor- und Frühgeschichte von der Ethnogenese der Urslawen an bis um 1000 a. D. ist ein Schwerpunkt dieses Buches. Die allgemeine Lehrmeinung ist hier, daß die ab Karl dem Großen betriebene Christianisierung der Bevölkerung östlich und südöstlich der Reichsgrenzen vor allem “Slawen” betroffen hätte und daß es sich bei diesen “Slawen” um ein dem deutschen Volk fremdes Volk aus der sog. Satemgruppe der Indogermanen gehandelt habe, das in jene Gebiete von Osten her eingewandert sei, nachdem diese von den Germanen bis zum Ende der Völkerwanderung geräumt worden seien.

Überdies hätten die Ostgermanen, die den “Slawen” ihre Gebiete überließen, nie Anteil am deutschen Volkskörper gehabt. Die nachfolgende Ostkolonisation hätte nun diese “Slawen” entweder vertrieben oder unterjocht und dann integriert, weshalb die deutsche Bevölkerung Mittel- und Ostdeutschlands das Ergebnis der Vermischung mit “Slawen” sei.

Die Christianisierung wurde tatsächlich durch Eroberung mit Feuer und Schwert (,Tod oder Taufe‘) und nur zum kleinen Teil friedlich durchgeführt: “Sie zerstörte eine große Kultur”, meint der Stockholmer Prof. Dr. Lamm.

Die obige Darstellung enthält in ihrem Bezug auf “Slawen” einen entscheidenden Fehler, der in jüngster geschichtlicher Vergangenheit verhängnisvolle politische Folgen gezeitigt hat. Ursache war ein bis heute weitgehend unaufgeklärt gebliebener Irrtum, der zuerst dem an sich sehr verdienstvollen[1] Johann Gottfried Herder, dann Bandtke, August Ludwig Schlözer und anderen unterlief und von Herders Buch “Slawische Völker” aus dem Jahre 1791 ausging, für das Herder keine der alten Chroniken zitierte.

Dieses Buch wurde der Ausgangspunkt des Panslawismus, der im Imperialismus des Zarenreichs und der Sowjetunion so überaus tragische Entwicklungen zur Folge hatte. Erst heute gibt es in Rußland eine Rückbesinnung auf die wahre Entstehungsgeschichte der Urslawen und des russischen Reiches.

Die Ursache dieser Fehlentwicklung läßt sich letztlich mit Sprachschlampereien der Kopisten alter lateinischer Chroniken, vor allem von Helmold von Bosaus verschollener Urschrift, erklären. In den lateinischen Abschriften war aus dem ursprünglich verwendeten Wort Sclavi oder auch Sclaveni , das heidnische Ostgermanen bezeichnete, das Wort Slavi geworden, das dann auch von späteren Chronisten so gebraucht wurde.

Dabei war ihnen, die nach deutscher Mundart das c in Sclavi allmählich ausließen, die ursprüngliche Bedeutung offensichtlich noch geläufig. Erst Herder setzte Sclavi mit “Slawen“ gleich, und damit wird etwa ab 1800 die Falschübersetzung der Worte Sclavi und Sclaveni mit ,Slawen‘ im heutigen ethnischen Verständnis üblich.

Dabei betonen herausragende Vertreter der Slawistik aus slawischen Ländern immer wieder, daß die Herkunft des Wortes “Slawen” und die Herkunft der slawischen Völker völlig unklar seien. Die Bedeutung der Falschübersetzung sclavi = “Slawen” im heutigen Sinne kann überhaupt nicht überschätzt werden, sie ist eine der Hauptursachen für den Verlust des deutschen Volksbodens bis zur Oder-Neiße-Linie, des Sudetenlandes und der Vertreibung der dort lebenden deutschen Einwohner.“


Friedrich der Große

Noch Friedrich der Große schrieb in seinem Werk Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Hauses Brandenburg:

“Jede Gegend besaß ihren eigenen Gott. Die Vandalen einen, der Triglaw hieß. Man findet eine Darstellung von ihm auf dem Harlungerberg bei Brandenburg[2]. Er hatte drei Köpfe.“


„Und die Chronisten verwandten bis dahin für den Raum östlich und südöstlich der Reichsgrenzen zumeist die Identität sclavi = ,heidnische Ostgermanen‘ und besonders sclavi = ,Vandalen‘ und Vandalen = ,Wenden‘ und auch z.T. sclavi = slavi .”[3]

Und hier einige Auszüge aus der Zusammenfassung am Schluß von Prof. Schröckes Geschichtswerk:

“Der große Raum Osteuropas östlich und südöstlich des Siedlungsgebiet es des deutschen Volkes wird heute größtenteils von den slawischen Völkern bewohnt. Die Untersuchung der Vor- und Frühgeschichte dieses Raumes und der Ethnogenese der slawischen Völker mit allen Methoden: der Chronistik, Linguistik, den archäologischen Zweigwissenschaften und der Anthropologie ergab, daß die heutigen slawischen Völker bis zur Jahrtausendwende und noch danach Germanen waren und sich als solche verstanden.
“Die dann folgenden Vorgänge, die zur Ausbildung von ethnischen und größeren sprachlichen Unterschieden wie zwischen dalmatinischen Kroaten und Weißrussen führten, werden hier nicht untersucht. Nach dem Diktat des Panslawismus über die Vor- und Frühgeschichte der heutigen Slawen hat in den letzten beiden Jahrzehnten eine Objektivierung der betroffenen Wissenschaften in den slawischen Staaten bedeutende Ergebnisse gezeitigt, die im wesentlichen zur Anerkennung vor bereits mehr als 70 Jahren in Deutschland gemachten Erkenntnissen führten und darüberhinaus außerordentlich interessante neue Ergebnisse erbrachte. Die Entwicklung ist heute in vollem Fluß.
Im einzelnen führte die Anerkennung der Przeworsk-Kultur als den Wandalen und der Cernjachov-Kultur als den Goten zugehörig und die Ermittlung der Ausbreitung und Wanderung beider Germanenstämme zu einem völlig neuen Ausgang der slawischen Ethnogenese.

Der Schlüssel dazu ist die Zarubintsy-Kultur, die bereits vor dem 2. Jh. v. Chr. beginnt und deren Träger mit den Bastarnen in Verbindung gebracht werden. Sie war nach ihren archäologischen Hinterlassenschaften wohl eine kleine, aber sehr weit durch die Goten nach Osten abgedrängte Gruppe der Vandalen.

Sie wird als dem Kreis der Nachfolgekulturen der germanischen Jastorfkultur zugehörig bezeichnet und verschmilzt um 200 v. Chr. mit dem östlichen Teil des von Schlesien bis zum Bug reichenden Gebietes der Przeworsk-Kultur nach der Abdrängung ihrer Träger nach Osten durch die nach Süden drängenden Goten.

In der von der Linguistik geforderten Urheimat der Slawen, in welcher das Gebiet der Zarubintsy-Kultur liegt, entsteht durch Sprachumwandlung eine slawische Ursprache. Diese kann nicht der indogermanischen Satemgruppe zugerechnet werden. Noch von Einhard wird die lingua sclavinia als seiner Sprache sehr ähnlich bezeichnet.“


Slawische Fremdworte keine Fremdworte

„Die vielen angeblich germanischen Fremdworte besonders für Begriffe von Grundsozialisationen sind keine Fremdworte, sondern wurden bei der Ethnogenese der „Urslawen“ und der Sprachumwandlung zur gleichen Zeit aus dem Germanischen mitgebracht.

Ähnlich wie die vor der Ausbreitung und Individualisierung der „slawischen“ Stämme vollendete Sprachumwandlung ergaben anthropologische Untersuchungen slawischer und deutscher Wissenschaftler, sowie hier zum ersten Mal veröffentlichter Ergebnisse, daß es keine anthropologischen Unterschiede zwischen West-, Ost- und Südslawen bis zum Beginn der Ausbreitung gab, daß keine Unterschiede zu West- und Nordgermanen bestanden und daß Unterschiede erst durch Assimlation von Vorbevölkerungen entstanden.

Die dann später entstandenen anthropologischen Unterschiede bleiben hier außer Betracht. Kurz vor der Ausbreitung der „slawischen“ Stämme aus der „Urheimat“ nach Ende des Hunnenreiches beginnt ihre Eigenständigkeit mit der Kiewer Kultur im Bereich der gotischen Cernjachov-Kultur in Erscheinung zu treten. Hier setzt die Chronistik ein. Von Jordanes und Prokop werden die Träger der Kiewer Kultur Veneder und Sklavenen genannt und im gesamten Bereich der lateinisch schreibenden Chronisten dann Sclavi.

Vom sagenhaften Stammvater Antezirto der Sclavi, Vandali, Winidi, der am Don wohnte, berichten so gewichtige Chronisten wie N. Marschalk (gest. 1525) und S. Münster (gest. 1588). Davon, daß die Wohngebiete der Germanen bis zum Don reichten, berichten Paulus Diaconus (gest. 799), Alfred der Große (gest. 870), Cosmas von Prag (gest. 1125), Sebastian Münster (gest. 1588) und Albertus Krantzius (gest. 1517).

Letzterer schrieb:” … dieses alles wird groß Teutschland geheißen.” Die Identität der Sclavi der lateinischen Chronisten seit Jordanes mit Vandalen wurde am kürzesten und treffendsten von A. Krantzius definiert zu: ,Sclavi sunt Vandali‘ [Die Sclaven sind Wandalen].”[4]

Aus den vielfältigen ethnischen Veränderungen bei und nach ihren Wanderungen entstand die große Familie der slawischen Völker. Diese Veränderungen sind erst in großen Zügen überschaubar und wurden hier nur gestreift.

Ausgehend von ihren Sprachen begann sich mit der Entwicklung ihrer Schriftsprachen vor etwa 200 Jahren das Selbstverständnis der heutigen slawischen Völker zu entwickeln, gefolgt von der Entstehung des Panslawismus.

Aus der Falschübersetzung des Begriffs “Sclavi” der mittelalterlichen Quellen mit Slawen bezog der Panslawismus für seine Gebietsforderungen eine vermeintliche historische Begründung, die sowohl vom Imperialismus des Zarenreichs als auch von dem ihm folgenden Bolschewismus, dem 1916 wiedererstandenen polnischen Staat und der Tschechoslowakei aufgegriffen wurde und bis heute zur Rechtfertigung der Vertreibung nach den Weltkriegen herangezogen wird.

Diese imperialistischen, für viele Völker Europas unheilvollen Bewegungen beruhen sogesehen auf falschen historischen Grundlagen. Trostreich ist, daß sich nun die Möglichkeit bildet zur segensreichen Auswirkung der Erkenntnis historischer Wahrheit: der Erkenntnis von einer gemeinsamen Vorgeschichte und der engen Verwandtschaft vieler slawischer Völker mit dem deutschen Volk, einer Verwandtschaft, die z.T. größer ist als die des deutschen Volkes mit südeuropäischen und romanischen Völkern.“[5]

Die Slawenlegende und der aus ihr geborene Revanchismus gegenüber den Deutschen haben allein durch die Vertreibung der Deutschen östlich der Oder und Neiße seit dem Jahre 1945 – einer Grenze, die eine politische Forderung der Vertreter der eine slawische Sprache Sprechenden seit dem Ersten Panslawistischen Kongreß in Prag (2. – 12. Juni 1848) war – 3,5 Millionen Menschen auf deutscher Seite das Leben gekostet.

Mit dem Auftreten von Johan Huss kam die ,slawische Reaktion‘ gegen die Deutschen an die Oberfläche. Sie endete mit dem Verlust der deutschen Ostgebiete und des Sudetenlandes. Andererseits: Auch der Mythos vom ,slawischen Untermenschen‘ hat in der Slawenlegende ihren Ursprung.

Viel Lärm um Nichts? Schröcke und andere beweisen: Es gab nie ein slawisches Urvolk. Ethnisch sind die “Slawen” Germanen. Ostgermanen, deren Sprache sich als Ergebnis insbesondere einer Kirchensprache ursprünglich zum Zweck der Missionierung zu eigenen Sprachen, den slawischen, weiterentwickelt hat.

Die Slawen sind eine Erfindung des deutschen Professors in Diensten des russischen Zaren, August Ludwig Schlözer. Die Deutschen haben also nicht nur, wie man in Rußland meint, den Affen erfunden, sondern auch den Slawen.

Und es ist ein Treppenwitz der Weltgeschichte, daß die Slawenlegende insbesondere von einem aus dem ostpreußischen Masuren stammenden Schwarmgeist, Theologen und Denker der Romantik, Johann Gottfried Herder, in der Welt verbreitet worden ist. Die Heimatvertriebenen haben keinen Anlaß, Herder Kränze des Nachruhms zu winden.


Einzelnachweise

1 Das ist zu bestreiten
2 d. i. der Marienberg
3 Schröcke, S. 7f
4 Schröcke, 407f
5 Schröcke, S. 409 f


Quelle: http://www.monarchieliga.de/index.php?title=Die_Entlarvung_der_Slawenl%C3%BCge


Danke an @Waffenstudent für den Hinweis hierauf!

18 Gedanken zu “Die Slavenlüge

    • „Die These eines “slawischen Kernvolkes”, dem alle heutigen slawischsprechenden Völker entstammen, erscheint mir aus folgenden Gründen abwegig:

      * Die heute als Slawen bezeichneten Völker sehen sich gar nicht alle ähnlich. Russen, Ukrainer, Tschechen, Polen sehen nordisch aus und sind den Deutschen ähnlicher als den Bulgaren oder Jugoslawen. (Natürlich gibt es überall viel Durchmischung, aber im großen und ganzen lassen sich diese phänotypischen Unterschiede nicht bestreiten, im Zweifel einfach mal Bilder der Fußballnationalmannschaften der Länder anschauen.)
      => Der linguistische Zusammenhang ist nicht deckungsgleich mit dem ethnischen Zusammenhang.
      * Der postulierte Ursprung der “Slawen” in Millionenstärke aus dem Gebiet der Pripjet-Sümpfe ist eine biologische und logistische Unmöglichkeit, eine vollkommene Absurdität.
      => Es gibt keine plausible Herkunftsgeschichte für ein “slawisches” Volk.
      * Die komplette Abwanderung germanischer Völker aus mittel- und osteuropäischen Gebieten erscheint mir ebenso absurd. Warum alles aufgeben? Wie unterwegs alle ernähren? Das klappt nicht. Die Jungen und Starken sind abgewandert, so wie sie in späteren Jahrhunderten nach Amerika ausgewandert sind.
      => Die ansässige germanische (oder was auch immer für eine) Bevölkerung ist dort geblieben, nur überschüssiges Jungvolk ist abgezogen. Ergo sind auch keine “Slawen” eingesickert. Eingesickert ist vielmehr eine neue Religion und als ihr Träger eine neue Sprache.“

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  1. Quelle: Das inzwischen geschleifte Polskaweb

    Polnisch – Tschechisch – eine Kunstsprache

    1. Bis dato ging ich davon aus, dass man mich auf dieser Seite eher weniger mit Artikeln zu IHM beglückt. Solche Artikel haben immer einen fadenscheinigen Beigeschmack und erinnern mich zu sehr an Bild und Spiegel.

    Hier mal ein „Spiegel“ für unsere Nachbarn:

    „In Polen wurde noch unter König Jagel (Jagiello) weder im amtlichen Verkehr noch in der Literatur die polnische Sprache gebraucht; 1501 bei Johann von Ostrorog heißt es: “Wer in Polen leben will, soll polnisch lernen!” Im 16. Jh. wird die Bevölkerung mit allen Mitteln der Gewalt, mit Enteignung des Besitzes, Vertreibung und Mord gezwungen, die polnisch-glagolitische Sprache anzunehmen.“
    … Kopernikus (Copernicus)., Begründer neuzeitlicher Himmelskunde, geb. 1473 in Thorn, gestorben 1543 in Frauenburg. Im Schloß Heilsberg arbeitete er seine neuen astronomischen Erkenntnisse aus. Kopernikus sprach und schrieb nur deutsch und lateinisch. Veit Stoß, 1450 bis 1533, arbeitete in Nürnberg und Krakau. Überlieferte Briefe an seine Mutter gibt es nur in deutscher Sprache. … Aus Nikolaus Kopernikus, der kein Wort polnisch sprach, machte Polen Mikolaj Kopernik, aus Veit Stoß wurde der Pole Wit Stowsz.“

    Bevor man über einen winzigen Geschichtszeitraum eines anderen lästert, sollte man zuerst über sich selbst reden. Es empfiehlt sich für unsere Nachbarn vielleicht mal die eigenen Depeschen aus der Zeit zwischen London und seinem eigenen Diktator zu lesen. Oder vergleichen Sie doch einfach mal Zeitungen aus Deutschland mit Zeitungen aus Polen (zw. 1938 und 1939).

    Der 2. Weltkrieg begann im Oktober 1938 mit dem Einfall Polens in die damalige Tschecheslowakei. Genauer gesagt hat Polen von 1919 bis 1939 nur 3 Monate Frieden mit seinen Nachbarn halten können. Wie sagt man so schön: „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen !“

    2. Hallo,
    daß tschechisch eine Kunstsprache ist, geschaffen von der Kirche, wußte ich, mit polnisch, das ist mir neu. Aber letzlich dient es der deutschen Spaltung und der Gestaltung von Kriegen. Polskaweb kommt mal auf den Grund der Dinge.

    Quelle: http://polskaweb.eu/kommentare/viewallreplies-289.html

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  2. ERSTER BEITRAG – TSCHECHISCH, EINE KUNSTSPRACHE DER KATHOLISCHEN KIRCHE

    Ungeachtet seiner exzessiven Klitterungen wird Palacky von der offiziellen Geschichtsschreibung nach wie vor als „großer tschechischer Historiker“ von unantastbarer Autorität eingestuft. Fest steht allerdings nur, daß er die anregenden Ideen des Weimarer Theologen Johann Gottfried von Herder (1744-1803) aufgriff und im Sinne politischer Auftragserfüllung sein national-ideologisch konstruiertes Geschichtsbild auf einem völkisch motivierten Hussitentum aufbaute.

    Da sich aber trotz eifrigster Quellenforschung kein historischer Beleg für die Untermauerung der angeblich nationalen Eigenständigkeit des „Tschechentums“ erbringen ließ, fälschte der Philologe Wenzel Hanka eine „cechische Handschrift aus dem 13. Jahrhundert“, deren „Findung“ man am 16. September 1817 unter theatralischen Begleitumständen im Kirchturm von Königinhof in Szene setzte. Hanka gehörte übrigens jenen sieben Männern an, die am Prager Wenzelsplatz geschworen hatten, „die cechische Sprache aus den Resten versinkender sarmatischer Bauerndialekte zu retten“.

    Obwohl sich sogar der spätere erste tschechische Staatspräsident Prof. Thomas G. Masaryk genötigt sah, nach gründlicher wissenschaftlicher Untersuchung die sogenannte „Königinhofer Handschrift“ ebenso wie die „Grünberger Handschrift“ – ein anderes Machwerk Hankas – als Falsifikate zu verwerfen, hält man hartnäckig an der Aufzählung dieser „ältesten tschechischen Kulturdokumente“ fest. Gleiches gilt für die „Entdeckung“ „slawischer Runendenkmäler“, „tschechischer Sagenlieder“ usw. Ausgehend von der Fiktion einer „tschechischen Sprachnation’* weckte die slawophile Fälscherschule ein kollektives Geschichts-bewußtsein, dessen Suggestivkraft ausreichte, um die Halbgebildeten in den Reihen der städtischen Bürgerschaft für die Idee einer böhmischen Separatentwicklung aufzuschließen und die Gemüter der revolutionär gesteuerten Jugend an den Mittel -und Hochschulen radikalisierend zu erhitzen. Palackys grund-legende Thesen blieben unangefochten, wurden als wahr unterstellt und fanden Aufnahme in die allgemeine Geschichtsvorstellung des In- und Auslandes; demnach waren die Deutschen Böhmens, Mährens, Schlesiens und der Slowakei ausschließlich landfremde Eindringlinge und Kolonisatoren, denen die Ver-antwortung für die Verdrängung oder Germanisierung einer „urslawischen“ Bevölkerung zufiel, – die Tschechen hingegen ein alteingesessenes, seiner Herrschaftsrechte jedoch jahrhun-dertelang beraubtes Volk, das bereits in den Hussitenkriegen und zu Beginn des 17. Jahrhunderts vergeblich um seine natio-nale Freiheit gekämpft hatte.

    Die Ungeheuerlichkeit dieser meisterhaft durchgesetzten und dem Völkerbetrug dienstbar gemachten Lüge, der innerhalb kurzer Frist nicht nur Deutsche, Slowaken, Kroaten und Ungarn, sondern auch die zu „Tschechen“ gestempelten Böhmen und Mährer in verhängnisvoller Weise zum Opfer fielen, wird offen-bar, wenn man der Tschechenlegende die unleugbaren und urkundlich einwandfrei belegten Tatbestände, Vorgänge und Zu-sammenhänge aus der Geschichte Böhmens gegenüberstellt:
    * Böhmen und Mähren waren von 929 bis 1866 ununterbrochen Bestandteile des Reiches der Deutschen; nach dem Aus-scheiden Österreichs aus dem Deutschen Bund zählten sie bis 1918 zu den deutschen Ländern der Doppelmonarchie.
    * im Gegenzug zur Inthronisierung polnischer Könige durch päpstliche Beauftragte, die den jeweiligen Herrscher des germanischen Mesiko-Reiches der kirchlichen Oberhoheit unterwarf, verlieh der deutsche König Heinrich IV. kraft seines kaiserlichen Amtes dem böhmischen Herzog Wartislaw („Wratislaw II.“) die Königswürde;
    * die Behauptung, im 11. Jahrhundert habe eine Kolonisation böhmischer Gebietsstreifen durch Zuwanderer aus anderen deutschen Reichslanden eingesetzt, ist falsch. Es fand hingegen tatsächlich eine Innenkolonisation statt, die von den ständig an Zahl zunehmenden reichsunmittelbaren Landesbewohnern („Teutonici“) in noch unbesiedelte Gegenden vorgetragen wurde;
    * ohne Zustimmung des deutschen Königs konnte auch ein gewählter Fürst das Amt eines Herzogs von Böhmen nicht übernehmen;
    * auf dem Reichstag zu Würzburg (1157) vor allen Reichsfürsten ausgezeichnet, erhielt Herzog Waldislaw (= Waldlieb, fälschlich „Wladislaw“), ein Enkel Wartislaws, die Königs-krone aus der Hand Kaiser Friedrichs I. Barbarossa;
    * da sich die böhmische Seniorats-Erbfolge-Ordnung als Quelle endloser Thronstreitigkeiten und verheerender Fehden erwies, durfte Herzog Ottokar I., vermählt mit der Tochter des Markgrafen von Meissen, im Jahr 1212 das von Kaiser Friedrich II. verbriefte Privileg eines Erbkönigtums für sein Geschlecht entgegennehmen;
    * bereits im 11. Jahrhundert, insbesondere aber dann unter Ottokar I. wurden die Höfe der Landesfürsten und die Sitze der Adeligen in Böhmen und Mähren zu Mittelpunkten und Pflegestätten deutscher Kultur;
    * die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Wenzel I. und Herzog Friedrich von Österreich waren nicht Kämpfe völkisch verschiedenartiger Gegner, sondern innerdeutsche Streitigkeiten, wie sie auch anderswo das Reichsgefüge am Vorabend des Interregnums erschütterten. König Wenzel I. war übrigens mit Kunigunde, der Tochter des deutschen Königs Philipp verheiratet;
    * im Jahr 1213 verbriefte Markgraf Heinrich von Mähren dem Johanniter-Orden, der in Mähren ausgedehnte Besitztümer besaß und die Urbarmachung vorantrieb, daß „die Berufenen das Recht der Deutschen ruhig und ohne Plackerei gebrauchen mögen.“ Diese Regelung betraf hauptsächlich das ein-gesetzte heimische Laienvolk des Ordens;
    * nach dem Tode Markgraf Hermanns von Baden, des letzten Herzogs von Österreich und Steier, erkoren die österreichischen und steirischen Stände zu Beginn der „kaiserlosen, schrecklichen Zeit“ den Markgrafen Ottokar von Mähren zu ihrem Landesherrn und huldigten ihm 1252. Wäre Ottokar ein Fremdvölkischer gewesen, so hätten sich die bayrischen Stände dieser Reichsmarken niemals entschlossen, ihm die Herzogswürde zu übertragen;
    * Markgraf Ottokar, nach dem Tode seines Vaters Wenzel als Ottokar II. von Böhmen gekrönt, war der Enkel des deutschen Königs Philipp und Urenkel Kaiser Friedrich Barbarossas; seine Ehe mit Margarethe von Babenberg blieb kinderlos, dagegen schenkte ihm seine Lebensgefährtin, die Hofdame Agnes aus dem niedersächsischen Kuenringergeschlecht, mehrere Söhne und Töchter;
    * nachdem er einen ungarischen Einfall in Österreich und Mähren abgewehrt und mit Bela IV. einen Stillhaltefrieden geschlossen hatte, unternahm er in Begleitung seines wichtigsten Ratgebers, des Bischofs Bruno von Olmütz aus dem holsteinischen Grafengeschlecht der Schauenburger, einen Kreuzzug gegen die „Sclavi“ im Norden (1254-1255). An diese Feldzüge, die der Missionierung der germanischen Prussen und Litauer den Weg ebnen sollten, erinnern noch heute die Städtegründungen Ottokars und Brunos in Ostpreußen, Königsberg (nach dem König) und Braunsberg (nach dem Bischof). Das Heer des Böhmenkönigs bestand aus bayrischen, böhmischen, fränkischen und sächsischen Kriegern;
    * als König Wilhelm starb, wurde Ottokar die deutsche Königskrone angeboten, eine Erhebung scheiterte jedoch am Zwiespalt der eigennützig handelnden Wahlfürsten (Ottokar selbst stimmte für Richard von Cornvallis!). Böhmen war Reichsland, der Böhmenkönig deutscher Reichs- und Wahl-fürst, – nichts unterschied Land und Herrscher von den übrigen Herzogtümern des Reiches;
    * die Empörung der Steiermark gegen die seit 1254 bestehende Fremdherrschaft der Ungarn im Jahre 1259 gelang im geheimen Bündnis mit dem Böhmenkönig, den die Steirer nach ihrem Sieg zum Herzog erkoren. Ein Jahr später schlug ein deutscher Heerbann unter Ottokars Führung die einfallende Streitmacht des Ungarnkönigs vor Kroissenbrunn (Niederösterreich) vernichtend;
    * durch Erbvertrag mit dem Sponheimer Ulrich III., Herzog von Kärnten und Krain, erweiterte sich der Einflußbereich des Königs bis zur Adria;
    * zum mächtigsten deutschen Fürsten geworden, stützte sich Ottokar in Böhmen, Mähren, Österreich und Steiermark auf die Zuneigung der deutschen Bürger und Bauern, um den Hochadel dieser Länder in Zaum zu halten. Insbesondere in Böhmen sicherten ihm die reichsunmittelbaren – deutschen – Stände den erforderlichen Rückhalt gegenüber dem will-kürgewohnten Adel, der ihn wegen seiner Maßnahmen ge-gen das Faustrecht anfeindete; der österreichische und steirische Adel dagegen verargte ihm seine Scheidung von der Babenbergerin;
    Auf dem Gipfel seiner Macht strebte Ottokar die deutsche Königs- und Kaiserkrone an. Er stieß dabei auf den Wider-stand eines Teils der Reichsfürsten, die eine starke Ordnungshand fürchteten, sowie auf die ablehnende Haltung der römischen Kurie. Als er anläßlich der Königswahl keine Be-achtung fand, verweigerte er im Bündnis mit Herzog Heinrich von Bayern die Zustimmung zur Kür Rudolfs von Habsburg, des „armen Grafen“, der ihm vorgezogen worden war. Eine fortgesetzte Mißachtung königlicher Ladungen löste dann den Reichskrieg aus. Infolge des kaiserlichen Bannspruches ihres Gehorsams entbunden, sagten sich die steirischen Herren von ihrem rebellierenden Landesoberhaupt los; der Bayernherzog trat angesichts des aufmarschierenden Reichsheeres von sei-nem Bündnis zurück und entzog Ottokar die Deckung; Rudolf gelangte kampflos nach Österreich, überrumpelte Kloster-neuburg und belagerte Wien; im Rücken des „Goldenen Königs“ aber erhob sich unter Führung der Witigonen der mächtigste Teil der innerböhmischen Adelsgeschlechter und schlug sich auf die Seite des Kaisers. Bischof Bruno riet zum Frieden. Solcherart in die Enge getrieben, beugte sich Ottokar: er huldigte dem deutschen König zu Wien, verzichtete auf Schlesien, Österreich, Steiermark, Kärnten und Krain, und nahm Böhmen und Mähren aus Rudolfs Hand zu Lehen. Der tief Gedemütigte dachte allerdings nicht daran, sich mit seiner Niederlage abzufinden. Er brach sein Königswort, wandte sich an den „Polen“-König um Beistand und rüstete zum Krieg. Unter seinem Banner sammelten sich Adelige und Kriegs-völker aus Böhmen, Mähren, Schlesien, Meißen, Thüringen und Brandenburg. Auf dem Marchfeld bei Dürnkrut entbrannte die Entscheidungsschlacht. Von den Mährern im Stich gelassen, fiel Ottokar nach heldenmütigem Kampf.

    Rudolf ließ das böhmische Thronrecht unangetastet und beanspruchte lediglich die Markgrafschaft Mähren; in Iglau wurde Ottokars Sohn Wenzel mit Jutta, der Tochter König Rudolfs, verlobt. Bis 1283 übte Wenzels Vormund, Otto von Brandenburg, die Regentschaft in Böhmen aus;
    * auch unter Ottokar II., der sich bis zu seinem Tode als Reichsfürst fühlte, hat es keine „Kolonisation“ Böhmens durch deutsche Zuwanderung von außen her gegeben; im Gegen-teil: die alteingesessenen Deutschböhmen verfügten sowohl im 12. und 13., als auch später im 14. Jahrhundert über einen derartigen Überschuß an tatkräftigen Menschen, daß sie – von den Siedlungszentren im Landesinneren ausgreifend – nicht nur ihre fruchtbare Kolonisation bis an die Peripherie des Sudetenraumes vorschieben, sondern auch noch beträchtliche Siedlerkontingente nach Schlesien abgeben konnten.

    Ein Zuzug hochqualifizierter Fachleute aus Westdeutschland, Frankreich, Ungarn und Italien entsprach dem wechselwirkenden Bedarf innerhalb des gesamten Reiches, fiel aber zahlenmäßig der bodenständigen Bevölkerung gegenüber nicht ins Gewicht. Da es zu jener Zeit keine abgeschirmten oder kontrollierten Landesgrenzen gab, eine vereinzelte Abwanderung in die ver-schiedenen Reichsteile dem Beherzten nicht schwierig gemacht wurde und obendrein das Hin und Her kriegerischer Unternehmungen laufend menschliches Strandgut hinterließ, vollzog sich die Niederlassung begehrter Künstler, fähiger Prediger, entlohnter Söldner, tüchtiger Handwerksburschen nebst fahrendem Volk und Troßleuten, wie dies in allen deutschen Ländern ohne nennenswerte Störung der in ihren Rechten gesicherten Alt-siedler der Fall war. Andererseits setzte sich ein ähnlich minimaler Prozentanteil böhmischer Herkunft in Österreich ob und unter der Enns, in der Steiermark und im Herzogtum Bayern fest. Böhmische Handwerksburschen und Händler gelangten bis nach Tirol, in den Schwarzwald und an den Rhein und heirateten dort nicht selten in Meisterbetriebe ein; böhmische Söldner – von allen Kriegführenden hochgeschätzt – fanden als Ausgediente, zerstreut in ganz Deutschland neue Heimstätten. Ungebetene Zuzüge von Fremden in geschlossene Siedlungsgebiete konnten weder in Böhmen noch anderswo auf Reichsboden erfolgen, weil die mittelalterliche Städte- und Gemeindeordnung nur in Sonderfällen eine Aufnahme von Einzelpersonen oder Familien zuließ.

    Zweifellos förderte auch das Klosterwesen die Innenkolonisation Böhmens in hohem Maße. Mönche und Priester jedoch stellten kein „Kolonisationsvolk“ dar. Die Rekrutierung notwendiger Laienkräfte und erforderlicher Kriegsleute wurde – von wenigen Ausnahmen abgesehen – in der unmittelbaren Landesumgebung vorgenommen.
    Daß König Ottokar II. zum Mißvergnügen heimischer Geschlechter im Jahr 1276 die Verwaltung ausgedehnter Bezirke Inner-böhmens bevorzugten schlesischen, thüringischen, bayrischen und Meißner Adeligen übertrug, ist nicht etwa auf eine „Germanisierungs“-Absicht zurückzuführen, sondern ausschließlich auf wirtschaftliche sowie politisch-taktische Erwägungen. Der Begriff „Germanisierung“ – oder was immer man darunter auch verstehen mag – war Adel und Volk vor dem 19. Jahrhundert völlig unbekannt.
    Durch die Leistungen der Deutschen (= freie, reichsunmittelbare Germanen christlich-abendländischer Kultur- und Geistesprä-gung, wozu auch der Uradel Böhmens und Mährens gehörte) wurde „im Herzen Europas ein Kulturland erster Ordnung und ein Wirtschaftsgefüge von hoher Intensität“ geschaffen (vgl. Prof. Dr. Starkbaum).
    * Anläßlich seiner Trauung mit Jutta von Habsburg in Graz (1295) und seines Krönungsfestes (1297) wurde König Wenzel II. von Riesenaufgeboten der deutschen Ritterschaft als Reichsfürst geehrt. Als solcher führte er auch seinen siegreichen Feldzug gegen die Ungarn, nachdem er die Krone von „Klein- und Großpolen“ erworben hatte. Sein Sohn und Nachfolger Wenzel III., der die Krone Ungarns an Herzog Otto von Bayern veräußerte, fiel in Olmütz einem unbekannten Mörder zum Opfer; mit ihm starb 1306 das Premyslidengeschlecht aus; alle folgenden Landesfürsten Böhmens entstammten außerböhmischen deutschen Geschlechtern und übten ihr Amt als Wahlkönige aus:

    Den Herzogen Rudolf III. von Habsburg und Heinrich von Görz folgten von 1310 an die Herzoge von Lützelburg (Luxemburg), die den Thron bis 1437 hielten, dann Ladislaus von Habsburg („Posthumus“), Georg von Kunstadt („Podiebrad“) und Kaiser Matthias, unter dessen Nachfolgern das Reichsland Böhmen Teil der habsburgischen Hausmacht blieb.
    * Karl IV. von Luxemburg, deutscher Kaiser und König von Böhmen, der 1348 in Prag die erste deutsche Universität gründete, erließ 1356 die sogenannte „Goldene Bulle“, ein Reichsgrundgesetz, das auch die deutsche Königswahl regelte. Um künftig die schädliche Erscheinung von Doppelwahlen und damit verbundene verheerende Machtkämpfe zu verhindern, wurde das Wahlrecht ausschließlich sieben Kurfürsten – unter ihnen der jeweilige Landesherr Böhmens als Träger des deutschen Erzschenkenamtes – zuerkannt, die nach dem Mehrheitsprinzip zu entscheiden hatten. Dieses Gesetz verankerte gleichzeitig die Unteilbarkeit und Unveräußerlichkeit der Kurfürstentümer;
    * unter Karl IV., der auch „Vater Böhmens“ genannt wurde, erlebte der Sudetenraum eine Zeit der Hochblüte. Nicht zu Unrecht heißt es darüber in einer urkundlich erhaltenen Überlieferung: „Karl hinterließ das Königreich Böhmen, welches er von seinem Vater Johann als ein eisernes über-nommen hatte, als ein güldenes. Und in der Tat gab es zu jener Zeit nicht allein güldene Sitten, güldene Menschen, güldene Einfachheit, sondern man hatte auch güldene Berge.“ Karl selbst, der nichts unterließ, was den Wohlstand des Landes zu heben vermochte, nannte Prag den „Garten der Genüsse“.

    Da der König alle Kunst und Wissenschaft als „Leuchte und Zierde des Lebens“ schätzte, unterstützte er jede Maßnahme, die einer weiten Verbreitung und Anwendung der Schreibweise einer wohlgesetzten mittelhochdeutschen Sprache in allen Landesteilen dienlich sein konnte; gleichzeitig aber legte er auch – ohne Arg und Absicht – den Keim für eine reichsfeindliche Gegenbewegung: sein vom Klerus nachhaltig beeinflußtes Streben, eine Vereinigung der nicht unierten Serben mit der römischen Kirche zu bewirken, führte zur Berufung glagolitischer Mönche aus Dalmatien, Kroatien und Bosnien, die 1347 in der Geborgenheit des für sie gegründeten Klosters Emaus zu Prag ihre hintergründige Tätigkeit aufnahmen. Nachdem diesen Landfremden die Anwendung der von Cyrill und Method im 9. Jahrhundert erfundenen und seither verfeinert ausgebauten glagolitischen Kirchensprache einmal bewilligt war, gingen sie mit viel Eifer und Geschick daran, lateinische und deutsche Texte in ihr Idiom zu übersetzen und in Anlehnung an deutsche epische, didaktische und dramatische Vorlagen eine glagolitische Kunstliteratur zu schaffen. Ihre Legenden- und Fabelgeschichten würzten sie bewußt mit Ausfällen gegen die Reichsdeutschen. Solcherart entstand die „erste tschechische“ oder „slawische Literatur“, die man heute so gern bemüht, um eine „alte tschechische Sprachnation“ nachzuweisen.

    Um die Glagolitenmönche von Prag, die dort nach den Regeln Benedikts lebten, sammelten sich alsbald gelehrige Brüder, – ausgewählte Söhne Besitzloser oder Verarmter. Das Kloster bot ihnen Sicherheit, Ausbildung und Gleichberechtigung, nicht selten auch Ansehen und Respekt in einer ungebildeten Umwelt. Dafür dankbar, waren sie ihren Oberen blindlings ergeben. Aber auch außerhalb der Klostermauern zog der Glagolismus zahlreiche Kleriker in seinen Bann. Zumeist handelte es sich um intelligente Eiferer, die in ihrer Jugend den bitteren Haß der „Armen“ gegen die „reichen Vettern“ in sich aufgenommen hatten und sich nun berufen fühlten, der ausgleichenden Gerechtigkeit zu dienen. Kirchlicher Schutz, Ausnahmestatus und eine Sondersprache, die von Uneingeweihten nicht verstanden wurde, erzeugten eine Verschwöreratmosphäre, die das Phänomen der Geheimgesellschaft ZECTECH (i) NA hervorbrachte. Da die Mitglieder „im Dunkel“ (mlt. „caeco“) arbeiteten, wandelten die glagolitischen Sprachkünstler sinnbezogene mittellateinische Begriffe ab und mischten ZECTECH (i) NA, TESKA (aus „caeco“) und CESKA (aus mlt. „cessi“) zu dem Deutungswort „CZECHNA“.

    Wie in ganz Deutschland war mittlerweile auch in Böhmen der Boden für Reformbestrebungen reif geworden. Bereits unter Karl IV. hatte die Zuchtlosigkeit und Verweltlichung der Geistlichkeit derart überhand genommen, daß sowohl der König als auch der Erzbischof von Olmütz ernsthaft mit dem Gedanken spielten, eine Säkularisierung einzuleiten und Teile des Kirchenbesitzes zu konfiszieren. Ausbeutung und Korruption, Pfründenmißbrauch, das päpstliche Schisma und verwirrende theologische Streitigkeiten – augenfällige Merkmale der innerkirchlichen Mißstände – forderten nicht nur die großen Konzile von Pisa und Konstanz heraus, sondern auch Sektenbewegungen. Die sittenstrengen Prediger Konrad Waldhauser und Militsch, die sogenannten „Waldenser“ und vor allem die Lehren des Oxforder Universitätsprofessors John Wiclef trugen Unruhe in die Masse der geknechteten, geschröpften oder auf andere Weise geschädigten „Böhmen zweiter Ordnung“. Unter dem unfähigen Sohn Karls, dem mit allen verfeindeten Wenzel IV., verschärften sich die religiösen Konflikte. Johannes Hus, Priester, Magister der Prager Universität und überzeugter Prediger der Lehre Wiclefs, und sein adeliger Mitstreiter Hieronymus von Prag sprachen auf ihren ausgedehnten Reisen die Unzufriedenen im Lande an. Ihren Predigten über die Nichtanerkennung einer weltlichen Autorität, über evangelische Armut, Gleichheit und Brüderlichkeit schenkte man hoffnungsvoll Gehör. Eine fanatische Glaubensgenossenschaft entstand.

    Nach Pariser Vorbild gliederte sich die Prager Universität in vier Besucherkategorien, die den universellen Reichscharakter widerspiegelten: die bayrische (Bayern, Franken, Schwaben, Österreich, Schweiz und Rheinlande), die sächsische (Ober- und Niedersachsen, Brandenburg, Holstein, Mecklenburg, Pom-mern, Dänemark, Schweden, Finnland und Livland), die polnische (Polen, Schlesien, Lausitz, das preußische Ordensland, Litauen und Rußland) und die böhmische (Böhmen, Mähren und ungarische Länder); jede dieser Gruppen oder „Nationen“ hatte ihren Protektor und eine Stimme.

    Hus war ein kluger Beobachter zeitgenössischer Verhältnisse. Er wußte sehr wohl, daß die Macht der moralisch schwer angeschlagenen und religiös unglaubwürdig gewordenen Rom-kirche nur dann zu brechen war, wenn ihr und ihren konser-vativen Verbündeten einerseits die Bildungsstätten der geistig schöpferischen Kräfte entzogen und andererseits starke sozialrevolutionäre Elemente Im Verein mit fanatisierten Glaubenskämpfern entgegengestellt wurden.
    Der erste Schlag gelang innerhalb der Universität. Hus, der die böhmischen Magister als Rektor anführte, versicherte sich der Hilfe König Wenzels IV., der allen Reichstreuen zürnte, weil ihn die Kurfürsten im Jahr 1400 auf dem Reichstag zu Rense als „versäumlichen, entbehrlichen Entgliederer des Reiches“ um die deutsche Königskrone gebracht hatten. Gegen den Widerstand der streng orthodoxen übrigen Gruppen erhielt die böhmische das Übergewicht von allein drei Stimmen zugestanden (1409), was die bayrische, sächsische und polnische sofort mit dem Exodus und einer Universitätsgründung in Leipzig beantworteten.
    Wegen unablässiger Verdammung des päpstlichen Ablaßhandels vom großen Kirchenbann betroffen und aus Prag gewiesen, hielt sich Hus fortan auf dem Lande auf, verfaßte dort in Ruhe seine Streitschriften und putschte mit seinen Helfern die unfreien Bauern auf. Mächtige deutsche Adelsgeschlechter, die mit der Kirche in Konflikt geraten waren, gewährten ihm und seinen Anhängern Schutz und Hilfe.

    Als gelehriger und sprachenkundiger Theologe hatte der böhmische Reformator längst die Bedeutung einer eigenständig -isolierenden Kirchensprache erkannt. Er knüpfte deshalb an die glagolitische Vorarbeit an, bediente sich der Metathesen (= Buchstabenumstellungen) und führte in seinen religiösen Schriften die diakritischen Zeichen ein (c, r, s, z). Das Ergebnis dieses Schaffens wurde jedoch wenig beachtet und blieb in Anfängen stecken. Hus starb 1415 den Flammentod; ein Jahr darauf folgte ihm sein Freund Hieronymus von Prag auf den Scheiterhaufen.

    Die grausame Hinrichtung der „Ketzer“ ließ die hussitische Flamme erst recht auflodern; sie erfaßte die unterdrückten Volksteile ebenso wie Bürger und Adel, Freie und Unfreie, die dem „reinen Glauben“ zuneigten. Während Dynastiehader und Ständekriege die Reichsordnung zerrütteten, König und Gegenkönige, Papst und Gegenpäpste um die Macht stritten, wurde das Konstanzer Konzil die Veranlassung zur Explosion der aufgespeicherten Empörung in Böhmen.

    Aufgehetzt von den Predigern Johann Jesenitz und Johann von Seelau versammelten sich am 22. Juli 1419 auf einer An-höhe bei Austi, dem späteren „Tabor“ in Südwestböhmen (Tabor = Berg der evangelischen Verklärung), rund 40.000 Anhänger des neuen Glaubens, um schwärmerisch ihrer Märtyrer Hus und Hieronymus zu gedenken und als „auserwähltes Volk“ den „Feinden Gottes“, nämlich allen Katholiken, Tod und Vernichtung zu schwören. Die Prediger versprachen den „Brüdern“ und „Schwestern“ eine Abschaffung der Standesunterschiede, Aufteilung des Kirchenbesitzes, Enteignung der Grundherren und allgemeine Gütergemeinschaft. Unter der Führung des Ritters Ziska von Torgau, der gleich anderen Hussitenführern 1410 als Söldner gegen den Deutschen Orden in Preußen gekämpft hatte, nahm das Hussitentum endgültig die Züge einer anarcho-kommunistischen Zerstörungsbewegung an.

    Der Sturm auf das Neustädter Rathaus in Prag, dem der Bürger-meister, sechs Ratsherren und ein Richter am 30. Juli 1419 zum Opfer fielen, eröffnete die wilden Mord- und Verwüstungskriege, die erst 1434 nach der Vernichtung des Hauptheeres der „Tabo-riten“ zu Ende gingen.
    Das Kriegslied „Die ihr Gottes Streiter seid“ mit dem Refrain „hur auf sie!“ auf den Lippen – man sang es natürlich in deutscher Sprache! -, entvölkerten die Hussiten ganze Landstriche, verwüsteten die Fluren, legten Städte, Burgen, Klöster und herrliche alte Bauwerke in Schutt und Asche, lebten von Raub und Erpressung und mordeten willkürlich Mann, Weib, Kind und Tier. Adel und Bürgertum hatten sich längst von den organisierten Raubscharen zurückgezogen. Landwirtschaft, Bergbau, Handel und Wandel kamen zum Erliegen; das Volk verwilderte in den langen Jahren eines ununterbrochenen Bürgerkrieges.
    Was immer auch damals geschah, war nicht von „nationalen“ Empfindungen geleitet. Wer heute das Gegenteil behauptet, kennt entweder die Geschichte nur aus der falschen Sicht fehlbeeinflußter Darstellungen oder er will die Wahrheit bewußt verschleiern.

    Wenn das reichsdeutsche Element Böhmens und Mährens während der Hussitenkriege beträchtliche Verluste erlitt, so nur deshalb, weil es überwiegend dem katholischen Glauben treu blieb, seinen Besitz verteidigte und an seinen alten Rechten festhielt. Es ist erwiesen, daß die Hussiten alle freien deutschen Bauern und Bürger schonten, sofern diese ihrem Glauben abschworen und sich nicht feindlich zeigten. Andererseits kämpften zahlreiche Reichsdeutsche in den Reihen der Taboriten. Völkische Gegensätze gab es nicht.
    Den entscheidenden Sieg über die Taboriten in der Schlacht bei Lipan (1434) erfocht übrigens der deutsche Ritter Mainhard von Neuhaus an der Spitze eines gemischten Heeres, das aus Adeligen, katholischen deutschen Bürgern, gemäßigten hussitischen „Utraquisten“ und freien Bauern – alles in allem Söhne Böhmens – bestand. An der Seite Mainhards ritt der jugendliche Georg von Kunstadt, der seine besonderen Fähigkeiten im reifen Mannesalter als böhmischer Wahlkönig unter Beweis stellte.

    Die oft zitierten „Böhmischen Brüder“ – später auch „Mährische Brüder“ genannt – hatten ebenfalls keine „nationalen“ Vorstellungen. Als streng religiöse Sekte von böhmi-schen „Utraquisten“ (= abgeleitet von „sub utraque“; die U. nahmen das Abendmahl in beiderlei Gestalt entgegen und hießen wegen ihres Kelchsymbols auch „Kalixtiner“!) gegründet, suchten sie das Leben nach Art altapostolischer Gemeinschaften zu verchristlichen. Bald von Hussiten und Katholiken verfolgt, wanderten viele von ihnen nach Brandenburg, Schlesien und Mähren aus. Nach ihrer endgültigen Landesverweisung zerstreuten sie sich bis nach Amerika. Aus einer ihrer Abspaltungen ging 1722 in der Lausitz die „Herrnhuter Brüdergemeinde“ hervor, die sich in die vier Zweige: den böhmisch-mährischen, mitteldeutschen, englischen und amerikanischen aufteilte. Außerhalb Böhmens und Mährens wurden die Brüdergemeinden überall als deutsch angesprochen und behandelt. Ihr gesamtes geistiges und literarisches Streben verlief in ausnahmslos religiösen Bahnen.

    * Gleich den glagolitisch beeinflußten Angehörigen des mittleren und niederen Klerus bemühten sich auch hussitische Orthodoxe weiterhin, eine spalterische Kirchensprache durchzusetzen. Ihre ersten Versuche, eine Angleichung an die Volkssprache zu erreichen, nahmen im Jahr 1483 ihren Anfang. Nach dem Trienter Konzil (1545-63) gerieten diese Bestrebungen unter russischen Einfluß. Die breite Masse des Volkes allerdings blieb von derartigen Experimenten intellektueller Sektierer weitestgehend unberührt. Adel und Bürgertum zeigten ebenfalls wenig Verständnis und kümmerten sich nicht um „hussitische Hirngespinste“; auch dann nicht, wenn sie selbst Utraquisten waren. Schriften, wie etwa die Kralitzer Bibelübersetzung, wurden als Kuriosum zur Kenntnis genommen; ihr Inhalt interessierte höchstens Gelehrte. Bauern und Knechte waren des Lesens und Schreibens in keiner Sprache kundig; Gutsherren, Handelsleute und Gewerbetreibende beherrschten bestenfalls die deutschsprachige Schrift; gebildete Aristokraten pflegten ihre Deutsch- und Latein-Kenntnisse; und die wenigen, starr hussitisch gesinnten Magister und Studenten befanden sich einschließlich der glagolitischen Kleriker in verschwindender Minderzahl.
    * Das Hussitentum bekämpfte Kirche und Deutschtum, weil beide weltanschaulich dieselben christlichen, kulturellen und zivilisatorischen Ziele verfolgten und sich gemeinsam auf den Boden des von den Hussiten negierten römischen Rechts, der Kultur und der Zivilisation stellten (Vgl. Msgr. Dr. Emanuel Reichenberger!).

    * örtliche Bevölkerungsverschiebungen in Böhmen – übrigens zum Schaden des ganzen Landes – stellten sich als unmittelbare Begleiterscheinungen der taboritischen Schreckenszeit ein. In die ausgemordeten und verödeten Bezirke, die vorher von ordnungsliebenden und fleißigen katholischen Deutschböhmen bewohnt waren, rückten hussitisch gesinnte Besitzlose und verwildertes Volk ein. Nicht wenig trug aber auch der Hochadel zu Umschichtungen bei; er bereicherte sich auf Kosten des Landesherrn, der Städte, des niederen Ritterstandes und der Bauern. Eine Vielzahl ehedem freier deutscher Bauern verstärkte das Heer der Fronenden und Leibeigenen.

    Die große Not der Bauernschaft wurde erst 1781 merklich gelindert. Das Volksbefreiungspatent Kaiser Josefs II., des Deutschen, hob Leibeigenschaft und gutsherrliche Gerichtsbarkeit auf, schränkte die Robot ein und ermöglichte den Bauernsöhnen eine schulische Ausbildung sowie den Besuch der Universitäten. Josefs Maßnahme betraf nicht nur Böhmen, sondern alle deutschen Länder der habsburgischen Hausmacht.

    * Wie wenig auch eingefleischte tschechophile Wortführer der Vergangenheit an den deutschen Kultur- und Wirtschafts-leistungen vorbeigehen konnten, beweisen zwei Beispiele: Prof. Tomas Masaryk schrieb 1894 in seinem Buch „Die tschechische Frage“: „Trotz allem Enthusiasmus für die Russen und Slawen und trotz allem Widerstreit mit den Deutschen sind doch die Deutschen unsere tatsächlichen Lehrmeister.“

    Prof. J. Pekar, ein heißer Verfechter des neotschechischen Standpunktes, machte in seinem Buch „Vom Sinn der tschechischen Geschichte“ das Zugeständnis: „Die Aufzählung dessen, was die Deutschen auf unserem Boden geleistet haben, ist sehr umfangreich. Der Städtebau und damit im Zusammenhang die geistige und wirtschaftliche Machtentfaltung sowie der Reichtum des Landes waren wesentlich das Werk der Deutschen. Wenn die Tschechen wirtschaftlich, in der Administrative und in der Arbeitsleistung fähiger als die anderen östlichen Völker sind, so verdanken wir das vor allem der deutschen Erziehung.“

    * Während in weiten Gebieten Böhmens und Mährens die hochdeutsche Sprache den gleichen Formwandlungen unterworfen war, die aus dem gesamten süd- und mitteldeutschen Raum bekannt sind, hielt sich daneben seit der 2. Lautver-schiebung noch ein Dialektgemengsel aus gotischen und suebischen Elementen, das sich von den geschlossenen mittelbayrischen (Südböhmen und Südmähren), nordbayrischen (nördl. Böhmerwald und Egerland bis Joachimstal-Duppau), ostfränkischen (anschl. Nordwestböhmen bis Brüx), obersächsischen (anschl. Nordböhmen bis Leipa) und schlesischen (restl. Nordböhmen einschl. Sudetenostteil) Mundartgruppen abhob und regional ein verschiedenartiges Eigenleben führte. Vereinzelte sarmatische Idiome, die von Karpa-tenbewohnern noch lange bewahrt worden waren, verschwanden gegen Ende des 18. Jahrhunderts aus dem Gebrauch.

    * Adel und Bürgertum fühlten und sprachen um 1800 nach wie vor deutsch. Die Landbevölkerung Innerböhmens, seit den Hussitenwirren in zwei Lager gespalten, betonte teils ein konservativ christlich-deutsches Bewußtsein, teils aber auch utraquistische Neigungen, die nach erfolgter Gegenreformation von der glagolitisch bestimmten Priesterschaft geschickt aufgefangen und in einen wechselweisen Gegensatz verwandelt wurden. Welche Spannungen derartige religiös ausgerichtete Gruppenbildungen innerhalb ganzer Reichsprovinzen auszulösen vermochten, bekunden nicht nur die Schreckensereignisse anläßlich der deutschen Bauernrebellionen und während des 30jährigen Krieges, sondern auch die bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hineinwirkenden Erscheinungsformen eines unduldsamen Neben- und Gegeneinanders von Katholiken und Protestanten im Westen Deutschlands zur Genüge.

    Im Jahr 1800 standen sich deutschbewußte und übrige Böhmen mit einem Bevölkerungsanteil von 50:50, nach Einsetzen der panslawistischen Bestrebungen 1847 – gefördert durch separatistische, opportunistische und schwärmerische Parteigänger – 42 :58 und 1863 bereits 38 :62 gegenüber.

    * Die zeitgenössischen, äußerst korrekt und genau geführten Handbücher und Nachweise über die „Kaiserlich-Königlichen Kriegsvölker“ und der k. k. österreichischen Armee (bis 1804 bzw. 1813) weisen die böhmischen Truppenteile ausnahmslos als d e u t s c h e Regimenter aus.

    * Im offiziellen und inoffiziellen Sprachgebrauch gab es für Land und Menschen im Sudetenraum bis zur Jahrhundertwende nur den einzigen feststehenden Begriff „Böhmen“. Gleiches traf für Mähren zu.

    Die vorstehend herausgehobenen Tatsachenbeispiele – sie ließen sich übrigens beliebig ergänzen und in allen Einzelheiten belegen – reichen aus, um die Unhaltbarkeit der Legende von den Tschechen erkennen zu lassen. Vom Ausland angeregt und begünstigt, verschrieben sich erst die sogenannten „Wiedererwecker“ dem Ziel, das Streben intellektueller Kreise nach politischer Sonderstellung der Länder des ehemals unteilbaren Kurfürstentums (Böhmen, Mähren, Österreichisch-Schlesien) innerhalb der habsburgischen Donau-monarchie geschichtsphilosophisch und sprachlich zu untermauern. Das geistige Zentrum der Verschwörergruppe bildeten J. Dobrovsky (1753-1829), Josef Jungmann (1773-1847), Johann Kollar (1793-1852, Dichter), Franz Palacky (1798-1876, Landeshistoriograph) und Paul Josef Safarik (1793-1861, Altertumsforscher). Sie — die eigentlichen Begründer des Panslawismus – weckten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts den „Sinn für tschechisches Volkstum“.

    Während Paladcy ein „historisch gewachsenes Tschechentum“ erfand und den Grund für die Theorie von der Sonderstellung eines „Slawentums“ gegenüber Westeuropa legte, bedienten sich Jungmann (Schöpfer des ersten „Böhmisch-Deutschen Wörterbuches“), Kollar und Safarik (Verfasser der „Geschichte der slawischen Sprache und Literatur“) jener Vorarbeit, die einerseits von Glagolitenmönchen und andererseits fragmentarisch von hussitischen Orthodoxen geleistet worden war. Im Bewußtsein, den ZCECH – N -, nämlich einer „Vereinigung“ anzugehören, „die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine List methodisch zur Anwendung zu bringen“, widmeten sie sich fanatisch und mit großem Geschick der „Erweckung“ einer „Volkssprache“ als wesentliche Mitvoraussetzung für die Stimulierung „nationaler“ Gefühle. Daß auch dieses Experiment in verhältnismäßig kurzer Zeit gelang, ist der beste Beweis dafür, was der unbeirrbare Wille einiger weniger entschlossener Männer im Leben eines Volkes vermag. Bereits 1818 war die Einführung der „tschechischen“ Kunstsprache in den Unterricht der Gymnasien Innerböhmens erreicht.
    Wenngleich man noch auf dem ersten Panslawistenkongreß zu Prag im Jahr 1848 in deutscher Sprache verhandeln und diskutieren mußte, weil jede andere Verständigungsmöglichkeit fehlte, setzten die „Tschechen“ ihr neusprachliches Unternehmen mit Hilfe eines Teils der gewonnenen Lehrerschaft sowie des niederen und mittleren Klerus erfolgreich durch.
    Sprachfundament und injiziertes Geschichtsbewußtsein als emotional einigende Kraftfelder allein hätten dennoch niemals ausgereicht, um in Böhmen einen „geschlossenen nationalpolitischen Sozialkörper“ mit klar abgesteckter deutschfeindlicher Tendenz entstehen zu lassen, wie dies zwischen 1867 und 1914 unbestritten der Fall war.
    Von Rußland und Frankreich in ihren Handlungen beeinflußt und materiell unterstützt, wurde die kleine intellektuelle Führungsschicht der böhmischen Separatisten von zeit- und entwicklungsbedingten Umständen begünstigt:
    Die jahrhundertelang leistungsbezogen gewachsene Wirtschaftsmacht des deutschen Bürgertums, das infolge der zwiespältigen Haltung der Zentralregierung in Wien längst keinen ausreichenden politischen Schutz mehr genoß, andererseits aber durch das Zensurwahlrecht bevorzugt erschien, ließ sich angesichts des Konkurrenz- und Besitzneides der keineswegs unvermögenden übrigen Stadtbürger Böhmens leicht in einen ungerechtfertigten Auswuchs „nationaler Unterdrückung“ umdeuten. Während sich der österreichische Parlamentarismus in der Auseinandersetzung mit gruppen-politischen und partikularistischen Ansprüchen erschöpfte und darüber die dringend erforderliche Lösung der akut gewordenen sozialen und wirtschaftlichen Probleme vergaß, verschärfte der ungezügelte moderne Industriekapitalismus die Gegensätze zwischen den Deutschböhmen – sie kon-trollierten die Eisen-, Textil- und chemische Industrie – und dem böhmischen Besitzbürgertum, das überwiegend die Zweige der Güterversorgung und der Lebensmittelproduktion beherrschte. Darüber hinaus verpflichteten die deutschböhmischen Betriebe eine nicht unansehnliche Masse besitzloser und billiger Arbeitskräfte aus Innerböhmen, die sich den subversiven Agitatoren hussitischer Provenienz als aufnahmebereites Element für klassenkämpferisch-deutschfeindliche Parolen anboten.
    * Angeregt durch ausländische Kapitalträger und von intellektuellen Separatisten organisatorisch betreut, schuf jener Teil des böhmischen Bürgertums, der sich von den kaisertreuen Deutschen absonderte, ein weitverzweigtes System ineinander verflochtener wirtschaftlicher Verbände, Genossenschaften und Banken.
    * Von Petersburg inspiriert und finanziert, erfolgte 1863 in Belgrad die Gründung der radikalen panslawistischen, deutschfeindlichen und antisemitischen Turnerbewegung „Sokol“, die bis 1938 nicht unwesentlich zur planmäßigen Verhetzung der Jugend – vor allem der böhmischen Studentenschaft – gegen alles Deutsche beitrug.
    * Der Ausgleich mit Ungarn im Jahr 1867 goß Wasser auf die Mühlen der „Slawophilen“. Palacky hatte triumphiert, als sich die Entscheidung abzuzeichnen begann: „Der Tag, an dem der Dualismus – Österreich-Ungarn – proklamiert wird, ist der Geburtstag des Panslawismus.“
    * Rußland und Frankreich bedienten sich der „Tschechenbewegung“, um die österreichische Vormachtstellung im Südosten zu erschüttern und das böhmisch-mährische Festungs- und Schlüsselland von innen heraus zu zernieren. In diesem Zusammenhang ist auch das erfolgreiche Bemühen des Begründers des „Tschechoslowakismus“, Masaryk, um die Integrierung des sogenannten „slowakischen Volkes“ zu verstehen.

    Aus den Resten der von den Magyaren in den Nordkarpaten, entlang dem linken uter aer mittleren Donau und ostwärts der March überrannten Quaden, Rugier und Marsingen, die im Verlauf ihrer beinahe eintausendjährigen Unterdrückung einem ständigen Verschmelzungsprozeß mit ungarischen und anderen osteuropäischen Elementen ausgesetzt waren, hatte sich ein neues, widerstandsfähiges europäisches Volkstum herausgebildet, dessen Kern, später von Deutschen verstärkt, uralte völkische Eigenarten zu bewahren verstand und allen Härten der Magyarisierungsversuche zum Trotz eine Assimilation weitestgehend verhinderte.
    Über die Einbeziehung dieser Slowaken, deren Ahnen seit den Tagen des großen Magmarenfürsten Zuentibald mit dem Reich der Deutschen sympathisiert und die nie die Hoffnung aufgegeben hatten, einmal des ungarischen Joches ledig zu werden, in eine „tschechisch“ beherrschte Staatskonstruktion schrieb der ernstzunehmende Sachkenner Hans Komar:
    „Auf dem Höhepunkt der Entnationalisierung der Slowaken durch die Magyaren in den letzten Jahrzehnten vor der Jahrhundertwende gelingt es Masaryk, als Lehrer an der Prager Universität die wenigen protestantischen slowakischen Studenten zu sammeln und zu formen. Dem Herrschaftsanspruch dieser kleinen intellektuellen Schicht – 1901 war in einer politischen Broschüre nachgewiesen‘ worden, daß die Slowaken tschechischen Blutes sind – gelingt es, die Slowakei aus Ungarn herauszulösen. Ein völkisch-nationaler Gemeinschaftswille der Slowaken zu einem Zusammenschluß mit den Tschechen bestand nicht – wohl aber wird verständlich, warum es nötig wurde, mitmdem Vorhandensein einer tschechoslowakischen Nation zu argumentieren. T. G. Masaryk, der seine Ausbildung an deutschen Universitäten erhalten hat, befaßte sich natürlich auch mit dem Problem der Sudetendeutschen. 1907 äußert er sich zum ersten Male über eine mögliche staatliche Selbständigkeit der böhmischen Länder – vorher propagiert er nur eine Autonomie im Rahmen der Gesamtmonarchie: Wenn Böhmen und Mähren staatlich selbständig würden, könnte das nur unter Zustimmung der deutschen Nation geschehen. Ein kleiner Staat, in welchem einige Millionen bewußter und in jeder Hinsicht tüchtiger Landesverräter wären, ist unmöglich.‘
    Ähnliche Auffassungen vertritt zunächst sein engster Mitarbeiter und späterer Nachfolger im Amt des Präsidenten, Dr. Eduard Benes.

    Erst während des ersten Weltkrieges arbeiten beide bei den Alliierten und in Rußland auf die Zerschlagung Österreichs hin. Mit dem Einsatz der tschechischen Legionäre in Frankreich im Mai 1918 wird der tschechoslowakische Nationalrat‘ als kriegführende Macht anerkannt. Weiters anerkennt und unterstützt die französische Regierung die politischen Propaganda-Thesen des Nationalrats:
    1. Die Tschechoslowaken waren viele Jahrhunderte selbständig (!). Habsburger und Deutsche haben sie mit Gewalt um diese Selbständigkeit gebracht (!).
    Frankreich anerkennt die historischen Rechte der Tschechen und Slowaken …
    2. Der tschechoslowakische Staat wird aus vier Provinzen bestehen: Böhmen, Mähren, Österreichisch-Schlesien und der Slowakei.

    So wurde mit französischer Anerkennung die Slowakei zu einer „historischen Provinz“.
    Ein weiterer Erfolg der tschechischen Auslandsorganisation ist die Zustimmung des Präsidenten Wilson zu den tschechischen Plänen, die sich in der amerikanischen Note an die Regierung in Wien niederschlägt, worin es heißt:
    „….hat die Regierung der Vereinigten Staaten anerkannt … daß der Tschechoslowakische Nationalrat eine de-facto-krieg-führende Regierung ist … Der Präsident sieht sich daher nicht mehr in der Lage, die bloße Autonomie dieser Völker als Frie-densgrundlage anzuerkennen.“‚
    Solcherart entstand innerhalb der kurzen Zeitspanne von knapp einhundert Jahren ein synthetisch geformter Volksverband, der dazu verurteilt worden war, seine Isolierung von den übrigen Reichslanden mit einer Geschichtslüge zu begründen, das Phänomen einer oktroyierten Kunstsprache zu kultivieren und bei gleichzeitig aufgezwungener geheimgesellschaftlicher Namensführung eine eigenständige Bewußtheit zu entfalten. Unterschwellige Schuld- und Minderwertigkeitskomplexe, Ehrgeiz, regionaler Machthunger, fremdgesteuerte Agitation und die latente Aufnahmebereitschaft des Pöbels für Raubversprechungen verstrickten einen Teil der zu „Tschechen“ gewordenen Böhmen heillos in unsinnige Feind- und Haßgefühle gegen das Deutschtum.
    Welcher Tricks es sogar noch 1918 bedurfte, um einen „tschechischen“ Führungsanspruch in Böhmen, Mähren und in der Slowakei glaubhaft zu machen, verdeutlichen die nachstehenden Zitate:

    Am 28. November 1918 unterrichtete Dr. Benes seinen Mitver-schworenen Dr. Kramar im Hinblick auf die beabsichtigte Okkupation reichsdeutscher und slowakischer Siedlungsgebiete: „Trachten Sie, daß diese Gegenden ohne Lärm via facti` besetzt werden … Hier entscheidet ein fait accompli, das ohne Aufsehen, ohne Kämpfe und bei voller Beherrschung der Lage herbeigeführt wird. . . .
    … Es ist wahrscheinlich – dies ist höchst vertraulich -, daß die Magyaren und die österreichischen Deutschen zur Friedenskonferenz offiziell überhaupt nicht zugelassen werden. Daran arbeite ich hier kräftig … Von den Deutschen in Böhmen wird überhaupt nicht gesprochen, weder jetzt noch später. Darüber könnt Ihr völlig beruhigt sein.“

    In einer tschechischen Note an die Alliierten und Assoziierten Mächte vom 20. Dezember 1918 hieß es:
    .. Der Regierung in Prag, welche die einzige Regierung Mitteleuropas ist, die als verbündete Regierung anerkannt wird, muß gestattet werden, auf ihrem eigenen Staatsgebiet Ordnung zu machen …
    … Die Alliierten täten gut daran, eine Erklärung folgenden Inhalts abzugeben: Der tschechoslowakische Staat soll die innerhalb der geschichtlichen Grenzen Böhmens, Mährens, Österreichisch-Schlesiens lebenden Völker organisieren und regieren. Diese vorläufige Entscheidung ist von der Friedenskonferenz, welche die Frage endgültig zu regeln berufen ist, später nachzuprüfen. Für den gegenwärtigen Zeitpunkt aber haben sich die deutschen Bewohner und die angrenzenden Regierungen der oben genannten Regelung zu fügen.“

    Anläßlich der „Friedenskonferenz“ in Paris äußerte sich der „tschechische“ Politiker Rasin gegenüber dem sudetendeutschen Rechtswahrer Seliger:
    „Das Selbstbestimmungsrecht ist eine schöne Phrase, jetzt aber, da die Entente gesiegt hat, entscheidet die Gewalt.“
    Rasin offenbarte damals brutal die Wahrheit; ohne Gewalt und Hilfe der alliierten Siegermächte wäre es nämlich dem intellektuellen Verschwörerhaufen um Masaryk niemals gelungen, die Bevölkerung Böhmens, Mährens und der Slowakei einer frisch aus der Taufe gehobenen „tschechischen Staatsnation“ zu unterwerfen.
    Die Kraft reichsfeindlichen Willens zu „Tschechen“ gemodelten Böhmen haben mittlerweile unter bolschewistischer Herrschaft die Akte des Verrats und Brudermords an Deutschen, Mährern und Slowaken bitter gebüßt. Sie zählen nun selbst im Verein mit allen anderen geschädigten Mitteleuropäern zu den Opfern eines dämonisch durchgesetzten Völkerbetrugs. Ihre Mehrheit würde heute viel darum geben, wenn sie die grausame Vertreibung der Sudetendeutschen, Egerländer, Deutschböhmen, Deutschmährer und Slowakeideutschen ungeschehen machen könnte und wieder in die Geborgenheit des alten Reichsverbandes zurückkehren dürfte.

    ZWEITER BEITRAG – TSCHECHISCH, EINE KUNSTSPRACHE DER KATHOLISCHEN KIRCHE

    Siehe unter Habsburger – Einführung von Tschechich 1897 in Böhmen

    Quelle:

    http://www.iglauer-sprachinsel.de/

    UNTER HABSBURGER FINDET MAN:

    5.4.1897 erließ Badeni die berüchtigten Sprachenverordnungen für Böhmen und Mähren, wonach das Tschechische zur Amtssprache erhoben wurde, und zwar auch in den rein deutschen Gebieten.In Böhmen gehörten 63% dem tschechischen und 36% dem deutschen Volk an, wobei aber beide Völker in geschlossenen Siedlungsgebieten beheimatet waren, mit Ausnahme einiger Orte, die als deutsche Sprachinseln im tschechischen Gebiet lagen (Iglau, Brünn ).Das bedeutete nun, dass in jedem kleinen Ort in den geschlossenen deutschen Gebieten alle Beamte, vom Bürgermeister über den Postbeamten bis zum Hilfsdiener die tschechische Sprachein Wort und Schrift zu beherrschen gehabt hätten. Da dies praktisch kaum erreicht hätte werden können, drohten Entlassungenund Zwangspensionierungen. Und die neuen Beamten wären Tschechen gewesen! Diese Regelung empörte die deutsche Bevölkerung der gesamten Monarchie, war doch das Deutschtum in diesem Gebiet, das so groß wie das heutige Tirol war,in seinen Wurzeln bedroht. Ein Sturm der Entrüstung brauste über unser Land, der auch die Sozialdemokraten undetwas später auch die Christlichsozialen mit einschloß. Die Arbeit im Parlament wurde durch die “Obstruktion”, das ist pausenloses Lärmen, unmöglich gemacht. Am 18.5. schloß sich auch die sozialdemokratische Partei den Obstruktionengegen die Verordnungen an. In der christlichsozialen Reichspostvom
    14.7.1897 sagte der christlichsoziale Abgeordnete Dr. Scheicher: “Es ist vollkommen am Platze, wenn sich die Deutschen gegen die Sprachenverordnungen wehren.” Es kam zu Kundgebungen in vielen Städten und in Eger auch zu blutigen Gewaltmaßnahmen gegen die deutsche Bevölkerung.Der 10.11.1897 brachte die erste Studentendemonstration: 2000 Studenten zogen in einem Schweigemarsch über den Ring. Im Parlament kam es zu immer schärferen Auseinandersetzungen und auch Handgreiflichkeiten.
    Dann der 26.11: Sozialistische Abgeordnetewurden im Reichsrat von den Tschechen verprügelt.Schließlich rief Badeni die Polizei, der Führer der Sozialdemokraten protestiert erfolglos, sozialdemokratische, deutschnationale und christlichsoziale Abgeordnete wurden abgeführt. Die tschechische Gewalt ihres Führers Dr. Kramarsch hat gesiegt! Wieder gab es Studentendemostrationen. In der Aula der Universität erinnerte ein Redner an das Jahr 1848, als die Studenten ihr Leben für Volk und Freiheit einsetzten.Gemeinsam sangen dann die deutschnationalen und sozialdemokratischen Studenten das Lied “Wenn alle untreu werden”.Es formierte sich der Zug Richtung Parlament, wurde aber von der Polizei in einer regelrechten Schlacht gewaltsam aufgelöst. Am 27.11.1897 kam es noch ärger: wieder Demonstrationen, von Studenten und bald der ganzen Wiener Bevölkerung. Die Menge drohte das Gefangenenhaus zu stürmen. In anderen Städten gab es ebenfalls nationalen Aufruhr. Überall waren die Straßen voll Studenten und sozialdemokratischer Arbeiter, die gegen die Sprachenverordnungen protestierten. Erstmals wurde Militär eingesetzt, das Husarenregiment Nr. 15 fegte den Wiener Ring vor dem Burgtor leer. Badeni gab auf: Er erbat vom Kaiser seine Entlassung und erhielt sie. Österreich atmete auf.
    Der neue Ministerpräsident Freiherr Gautsch von Frankenthurm milderte die Sprachenverordnungen am 5.März 1898 (Teilung in tschechische, deutsche und gemischte Bezirke, Sprachkenntnisse nicht generell, sondern nur nach Erfordernis). Die Tschechen verursachten daraufhin in Prag gewalttätige Ausschreitungen, besonders die deutschen farbentragenden Studenten wurden überfallen und deutsche Geschäfte gestürmt und zerstört: Tschechischer Kristalltag 1897. Doch statt die Gewalttäter zu verhaften, wurde ein ungesetzliches Farbenverbot verhängt. Worauf die Studenten auf allen deutschen Hochschulen Zisleithaniens in den Ausstand traten.
    Erst am 14.10.1899 wurden die Sprachenverordnungen gänzlich aufgehoben.In diese Zeit fällt auch die Gründung der Los von Rom Bewegung durch Schönerer , in der sich militanter Antiklerikalismus mit radikalem Nationalismus verband. Diese Bewegung sollte uns allen noch zu schaffen machen denn durch sie und Ihre Ableger wie zum Bsp. der “Orden der neuen Templer” ( ONT) mit Lanz v. Liebenfels und Theodor Czepl wurden Adolf Hitler und seine Kreise richtungsgebend beeinflußt. Im Jahre 1899 ist Lanz von Liebenfels aus dem von Templern geführten Stift Heiligenkreuz ausgetreten und machte sich die “Los von Rom” Parole zu eigen. Damals gab es schon die ersten Ansätze der Rassenkunde, ein Zweig der Anthropologie, und man begann sich im Zuge eines selbstbewußten Nationalismus und Pangermanismus sich für die Rolle der Rasse, insbesondere der nordischen Rasse zu interesssieren. Der Gedanke, dass die nordische Rasse eine höhere Form von Mensch sei, gefiel dem Östereicher Lanz von Liebenfels und er machte sie zum Mittelpunkt seiner “ariosophischen Lehre”. Er gründete den Orden der Neuen Templer und den Lumen Club, welcher in Östereich im Jahre 1932 als illegal verboten wurde.
    Im Jahre 1908 schenkte er Hitler der gerne alle bis dahin aufgelegten 33 Hefte besitzen wollte und damals nicht gut bei Kasse war die von Ihm aufgelegten Ostara Hefte.(Wilhelm Daim)
    1903 wurde der Deutsche Volksrat ins Leben gerufen, der bis 1918 bestehen blieb und die deutschen Parteien zusammenzuführen vesuchte. 1895 gründete der Literaturhistoriker August Sauer die wertvolle Zeitschrift “Deutsche Arbeit”.

    Unter ruhigeren Verhältnissen bemühte sich der Ministerpräsident des Reiches um den böhmischen Ausgleich, aber nur in Mähren gelang 1905 der nationale Ausgleich. Dort wurde alles, was bisher zu Reibereien geführt hatte, beseitigt .In Böhmen kam kein Ausgleich zustande. Die Tschechen waren durch den raschen wirschaftlichen und sozialen Aufstieg in Böhmen und Mähren ein Volk von europäischer Bedeutung geworden.. Zahlreiche junge Tschechen studierten im westlichen Ausland. Ein Politiker wie Thomas Masaryk hatte als Gelehrter und Publizist einen internationalen Ruf. Seine Bücher über die “Böhmische Frage”, die “Soziale Frage”, “Rußland und Europa” fanden starke Beachtung. Der Großteil der tschechischen Parteien erklärte sich zu einer Verständigung bereit, steigerte seine Forderungen aber in dem Maße, in dem sich die internationale Lage des deutschen Volkes verschlechterte und die Bedeutung der österreichischen Slawen wuchs

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  3. DIE WESTSLAWISCHEN KUNSSTSPRACHEN POLNISCH, TSCHECHISCH UND SLOWENISCH:

    1. Hier mal ein „Spiegel“ für unsere Nachbarn:

    „In Polen wurde noch unter König Jagel (Jagiello) weder im amtlichen Verkehr noch in der Literatur die polnische Sprache gebraucht; 1501 bei Johann von Ostrorog heißt es: “Wer in Polen leben will, soll polnisch lernen!” Im 16. Jh. wird die Bevölkerung mit allen Mitteln der Gewalt, mit Enteignung des Besitzes, Vertreibung und Mord gezwungen, die polnisch-glagolitische Sprache anzunehmen.“
    … Kopernikus (Copernicus)., Begründer neuzeitlicher Himmelskunde, geb. 1473 in Thorn, gestorben 1543 in Frauenburg. Im Schloß Heilsberg arbeitete er seine neuen astronomischen Erkenntnisse aus. Kopernikus sprach und schrieb nur deutsch und lateinisch. Veit Stoß, 1450 bis 1533, arbeitete in Nürnberg und Krakau. Überlieferte Briefe an seine Mutter gibt es nur in deutscher Sprache. … Aus Nikolaus Kopernikus, der kein Wort polnisch sprach, machte Polen Mikolaj Kopernik, aus Veit Stoß wurde der Pole Wit Stowsz.“

    Bevor man über einen winzigen Geschichtszeitraum eines anderen lästert, sollte man zuerst über sich selbst reden. Es empfiehlt sich für unsere Nachbarn vielleicht mal die eigenen Depeschen aus der Zeit zwischen London und seinem eigenen Diktator zu lesen. Oder vergleichen Sie doch einfach mal Zeitungen aus Deutschland mit Zeitungen aus Polen (zw. 1938 und 1939).

    Der 2. Weltkrieg begann im Oktober 1938 mit dem Einfall Polens in die damalige Tschecheslowakei. Genauer gesagt hat Polen von 1919 bis 1939 nur 3 Monate Frieden mit seinen Nachbarn halten können. Wie sagt man so schön: „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen !“

    2. hallo, daß tschechisch eine Kunstsprache ist,geschaffen von der Kirche, wußte ich,mit polnisch,daß ist mir neu.Aber letzlich dient es der deutschen Spaltung und der Gestaltung von Kriegen. Polskaweb kommt mal auf den Grund der Dinge.

    Quelle: http://polskaweb.eu/kommentare/viewallreplies-289.html

    3. Der nachfolgende Beitrag befindet sich bereits an anderer Stelle im Forum und wird bewußt hier doppelt platziert:

    VON WEGEN PANSLAWISMUS – BIS ZUM 10. JAHRHUNDERT SPRACH MAN AM DON GERMANISCH:

    Die Medien berichten über ein Dialogforum, in denen weitere Forderungen der Ktn. Slowenen behandelt werden sollen. Amtssprache (im Verkehr mit Verwaltungsbehörden, Gerichten u. öffentl. Leben), topographische Aufschriften, Flurnamen usw. sind anscheinend (nach Ortstafeln) nun das Hauptproblem der „Nationalslowenen“. Wo bleiben die Vertreter der Windischen Bevölkerung? Nämlich jener Nachfahren, die 1920 für ein ungeteiltes Kärnten gekämpft und gestimmt haben. Sie sind seit vielen Generationen in Kärnten beheimatet und werden von Politikern, Historikern, Sprachforschern u. dgl. einfach ignoriert.

    Franz Jeza, übrigens ein GEBÜRTIGER Slowene, schreibt in seinem Buch „Der skandinavische Ursprung der Slowenen“ folgendes: „ Slowenisch ist so verunstaltet worden, dass man es heute als eine unnatürliche, künstliche Sprache bezeichnen muss. Somit haben die Slowenen heute zwei Sprachen. Eine, die man in den Schulen als Rechtschreibung lernt, sie gilt für Schrifttum. Die Andere aber spricht man zu Hause in den Familien und untereinander. Wir dürfen unseren Sprachforschern mit Recht vorwerfen, dass sie sich nicht genügend mit der Vergangenheit der Slowenen befasst und die echte slowenische Sprache verunstaltet haben. Die uralten Wörter, vor allem die, die ihnen fremdartig oder als von anderen Völkern ausgeliehen vorkamen, wurden aus der slow. Sprache ausgemerzt und durch neue ersetzt“. (Zitat)

    Der große Sprachforscher Sigismund Popovic, geboren 1705 in Arclin bei Celje (Slowenien), konnte deswegen schon gut den „Gleichklang“ der wirklich wahren Sprachverwandtschaft unterscheiden, zumal er auch perfekt Schwedisch beherrschte. (Beispiel: der Berg Triglav, hat seinen Namen behalten u. wird jetzt als „slawisch“ ausgegeben, obwohl er eindeutig an die dreiköpfige Gottheit der GERMANEN erinnert) Um auch den Ursprung der Windischen etwas näher zu beleuchten, haben namhafte Historiker, Sprachforscher, Anthropologen etc. Bücher u. Werke hinterlassen, die aber „gewissen“ Gelehrten nicht passen. Gegen jene durch KEINE historischen Tatsachen begründeten Ansprüche der Slowenen in Kärnten kann nur mit wahren Fakten entgegengewirkt werden. Das Wort „Slawen“ im heute allgemein gebrauchten Sinne ist eine rein politische Schöpfung der Neuzeit mit der Absicht, die Ostvölker gesammelt zu erfassen. Petersburger Kreise missbrauchten den Namen des germanischen Volkes der „SCLAVI“ für ihre aggressiven Absichten und haben sich aus demselben Grunde bemüht, mit dem erst geschaffenen Begriff „Panslawismus“ (übrigens musste am ersten Panslawisten-Kongress DEUTSCH als Verhandlungssprache gewählt werden) alle diese Völker zusammenzufassen. Unterlagen aus dem 10. Jahrhundert bestätigen noch ausdrücklich, dass bis zum Don germanisch gesprochen wurde. Die Behauptung, Mitteleuropa sei der Stammsitz der „Slawen“ gewesen, wurde bereits vor Jahrzehnten widerlegt, und viele „Slawisten“ haben ihren Irrtum eingesehen und zugegeben. Leider wird seit über einem Jahrhundert eine geschichtsfalsche Auffassung der Quellenforschung betrieben, diese ungehindert an den Universitäten u. Schulen gelehrt, so unter die deutsche u. windische Bevölkerung verbreitet u. schließlich zum allgemein anerkannten u. deshalb zäh verteidigten „Wissenschaftsgut“ erhoben. Der Weg zu einem friedlichen Miteinander in einem freien Europa kommt letztendlich an einer notwendigen Richtigstellung falscher eingeschleuster historischer Hypothesen nicht vorbei. Geschichte duldet keine Verdrängungen. (Zitat)

    Dr. Dieter Pohl sagt (erschienen in „Zur Zeit“ Nr. 50/03): „Das Windische gehört auf jeden Fall zum historischen Erbe der Region. Die Windischen bekennen sich aber NICHT ausdrücklich zum slow. Volkstum, v.a. politisch nicht. Hier ist im Falle Kärnten für „Windisch“ als eigene Sprache, auch als „Mischsprache“, KEIN Platz. (Zitat)

    Ich jedenfalls, bin eine stolze Kärntnerin Windischen Ursprungs, verstehe diesen Dialekt bzw. kann ihn auch sprechen. Als Slowenin möchte ich aber in keiner Weise bezeichnet werden. Auch brauche ich keine zweisprachigen Ortstafeln, um mich wohl zu fühlen, wenn ich in den Heimatort fahre, geschweige denn um zu wissen, welche Geschwindigkeitsbeschränkung es im Ortsgebiet gibt. Außerdem lasse ich mich nicht von Herren, wie Inzko, Sadovnik, Sturm etc. „vertreten“, nur weil man uns Windisch sprechenden automatisch zu den Slowenen zählt. Meiner Meinung nach ist Windisch NICHT Slowenisch und dazu bekenne ich mich auch.

    Quelle: http://www.woche.at/voelkermarkt/leute/ … 62126.html

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  4. Der Beitrag gefällt mir sehr und deckt sich mit eigenen Erkenntnissen in 50 Jahren . Unglaublich ,die Slawenlegende ist ein ständiges Ärgernis in Ostholstein und könnte nicht dummer sein. Die Polen versuchen seit 1850 aus Koprnikus einen Polen zu machen. Bitte weitermachen . Dieser Slawenblödsin muß blogestellt werden .

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  5. Ich bin noch schlimmer. Nicht nur wegen Fomenko, welcher rund 1800 Jahre aus dem Kalender streicht. Er sagt auch, daß es vor etwa +900 bis +1000 KEINERLEI schriftliche Überlieferungen gibt. Ich will ja nicht behaupten, daß die Erde erst vor 1200 Jahren überhaupt entstanden ist. Aber ungefähr um diese Zeit, vielleicht noch 600 Jahre früher, war die Steinzeit! Dessen bin ich mir absolut sicher, bis auf die „genaue“ Datierung.

    Heute bin ich zufällig auf den Großbrand in London um 1666 gestoßen („City“) und habe mir die Beschreibung genau angeguckt. Was ich dort las, war für mich unstimmig. Ich weiß nun noch nicht, wer sich dieses Märchen für welchen Zweck ausgedacht hat, aber das stinkt bis zum Himmel.

    Wie üblich guckte ich mir die Bevölkerungsentwicklung dieser Stadt an und zwar im echt überlieferten gezählten Bereich 1801 bis 1911. Anhand dieser 110 Jahre kann man schon ganz gut rückrechnen und dies mit den für frühere Zeiten erlogenen („geschätzten“) Zahlen vergleichen. Demnach spuckten dann im Jahr 1125 zehn Londoner in die Hand und sprachen: Laßt uns die Stadt London bauen!

    Dies entspricht etwa 3,33 überlebenden Kinder je Frau.

    Der Zeitpunkt entspricht auch dem, wo die Deutschen in die Hande spuckten und eine Stadt nach der anderen anfingen zu bauen.

    Die zehn Moskauer spuckten um 1193 in die Hände und ihre Frauen schafften 3,28 Kinder, wie ich soeben nachgeprüft habe (1811 bis 1912).

    Die Kinderanzahl ist hierbei absolut glaubwürdig und völlig normal! Und in Anbetracht der damaligen Natürlichkeit ohne Pillenvergifter und noch kaum Judenärzten leicht erreichbar.

    Es gab damals auch keine Hungersnöte, da Land für Jeden im Überfluß vorhanden war und man wahrscheinlich nur die wilden Beeren und Nüsse einsammeln mußte. Ab und zu gabs vielleicht auch mal einen Bärenbraten🙂

    All dies bedeutet, es muß vor der Katastrophe, welche vielleicht 99,999% der damaligen Bevölkerung ausgelöscht hat, eine Urbevölkerung gegeben haben. Und die war eben ähnlich der keltischen. Und daher rührt dann die genetische Verwandtschaft und vielleicht auch der Sprachendrift.

    Ebenfalls muß mit dieser Katastrophe oder einer weiteren Katastrophe „kurz“ vorher, ich vermute hierfür die Sintflut, überhaupt erst das Herrschertum erfunden worden sein.

    Mein Standardargument hierfür ist die Geschwindigkeit der wissenschaftlichen Entwicklung von Newton bis zur Atombombe samt Handy in nur 300 Jahren.

    Es ist nämlich undenkbar, daß eine Menschheit in 4000 Jahren nicht mehr als Pfeil, Speer und Schwert geschafft hat! Und die Menschen waren damals noch nicht so verblödet wie wir heute!

    Fomenko setzt die Geburt von Jesus Christus um das Jahr +1152 auf der Krim an. J.C. soll ein Freiheitskämpfer gewesen sein, wobei dies bei der damaligen Zeit mit den wenigen Menschen kaum denkbar ist. Das Neue Testament muß nach seinem Tod geschrieben sein und man könnte hierfür vielleicht das Jahr +1300 ansetzen. Und das Alte Testament soll noch Jahrhunderte später geschrieben sein!

    All dies bedeutet, irgendwelche Bezugnahmen auf vor +1000 sind Fallen, welche das Weiterdenken blockieren müssen.

    Die Zivilisation davor ist unter hundert Meter Sedimenten oder mehr verschüttet. Nur an besonders günstigen geografischen Gebieten tritt das „davor“ etwas in Erscheinung. Das sind dann die Ausgrabungen. Auch in Ägypten steckte Abu Simbel um 1830 wie auch andere Tempel noch bis zum Hals im Sand. Und vorher war dort Alles noch grün.

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