Die Slawenlegende – eine historische Lüge

Danke an @Frank für den Hinweis hierauf!


Von Dr. Heinrich Klug

Ein Bericht aus der Zeitschrift „Der Schlesier“ v. 19.Nov. 2010

 

Die polnische Geschichte und die zu ihr gehörende seit 200 Jahren bekannte Slawentheorie sind umwoben von Mythen, Legenden, Religion, Lügen, Halbwahrheiten und Propaganda. Sie wurde bisher erfolgreich für den polnischen Imperalismus, vor allem für den polnischen Westdrang mißbraucht. Sie ist damit auch Bestandteil einer jahrhundertelangen antigermanischen, d.h. antideutschen Politik. Daß ungebildete, einfache Menschen daran glauben, ist verständlich. Aber nicht nur Ungebildete, Unwissende halten diese Legende am Leben, es sind vielmehr die Halbgebildeten und die sich einbilden, gebildet zu sein. Besonders die an die politische Realität angepaßten Historiker, Politiker und ignorante Intellektuelle, die zumindest meinen es zu sein, tragen die größte Verantwortung für den tragischen Verlauf der deutsch-polnischen Geschichte im 20. Jahrhundert.

Den Preis für die Slawentheorie mußte Deutschland, vor allem aber die Ostdeutschen zahlen. Ein Drittel des deutschen Reichsgebietes ging verloren. Millionen wurden unter grausamen Umständen ermordet und noch mehr Millionen – es waren 15 Millionen – wurden aus ihrer jahrhunderten alten Heimat vertrieben.

Das war die Folge einer politischen und historischen Lüge über die Slawen.Leider gibt es auch heute noch genügend Heimatvertriebene, die die Slawentheorie vertreten, ohne zu wissen, wie sie sich selber schaden. Das gleiche gilt auch bei einigen Vertriebenen für die angebliche deutsche Schuld an beiden Weltkriegen und für die angeblichen Grausamkeiten, die die Deutschen in ganz Europa zu verantworten haben.

Unsere Freunde von der Art eines Kaczynski könnten sich unter den Vertriebenen keine besseren wünschen.

 

Die Sclaven

Die Slawenlegende begann mit dem Sclavenhandel  im frühen Mittelalter. Besonders in den orientalischen Ländern war der Sclavenhandel weit verbreitet und gehörte zum täglichen Leben.

Aber auch in den abendländischen Ländern wie bei den Römern, im Frankenreich und bei den Wikingern war der Sclavenhandel ein Teil der Wirtschaft, des Handels, der Kultur, der Gesellschaftsform und – der Wahrheit wegen – muß auch die christliche Kirche genannt werden.

Erst nach 500 nach der Zeitenwende finden sich in historischen Unterlagen von Jordanes, Prokopios u. a. Historikern Berichte über „Sklabeenoi“. Die Mauren nannten alle Kaufsclaven „Siklap, plural Sakalibah“. Die mönch – lateinische Schriftsprache übernahm die arabischen Wörter für den Menschenhandel und formte – lateinisierte – sie zu „Sclabvi“ um.

Das Wort Sclavi wurde dann von der römischen und byzantinischen Kirche benutzt, um Volksstämme, unabhängig von ihrer Herkunft, zu benennen, die nicht den beiden Kirchen angehörten. Für die christlichen Kirchen waren es gottlose „Sclaven der Götzen und des Teufels“, so Adam von Bremen im 11. Jahrhundert. Alle waren noch im Irrwahn des heidnischen Götzendienstes befangen.

 

Diese Ungläubigen wurden nicht nur Scalven genannt, sondern waren auch als Sclaven eine Handelsware.

Diese nicht-christlichen Volksstämme waren durchaus nicht Unmenschen, wie man annehmen konnte, auch sie hatten einen Glauben, Sitten und Moral. Leider bringt die Schulgeschichtsschreibung von Adam von Bremen über die Sclavi, die da besagt: ….“im übrigen aber dürfte man kein Volk finden, das in bezug auf Sittlichkeit und Gastfreundschaft ehrenwerter und gutherziger wäre.“ Dennoch wurden sie aus religiösen Gründen mit Feuer und Schwert bekämpft, d. h. zum „richtigen“ Glauben missioniert.

Das Wort Sclavi und seine ursprüngliche geschichtliche Bedeutung hatte Bestand bis Ende des 18. Jahrhunderts. Danach erfand der Historiker Schmeidler das Wort „Slawen“, dem dann auch eine andere geschichtliche Bedeutung zugewiesen wurde.

In der ganzen Geschichtsschreibung, auch im Altertum nicht, gab es bis zu Schmeidler keine Slawen.

In der heutigen Geschichtsschreibung versteht man unter den Slawen  ein Volk, das nach der Völkerwanderung in den Weichsel-Wartheraum bis zur Elbe hin „eingesickert“ ist. Auch die Slawisten können heute noch nicht sagen, woher sie kamen. Gelegentlich werden die Pripjet-Sümpfe als ihre Heimat angegeben.

 

Die Völkerwanderung

Die Völkerwanderung als fester Bestandteil in der heutigen Geschichtsschreibung ist ein weiteres fragwürdiges Thema in der deutsch-polnischen Geschichte.

 Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Lehre von der Völkerwanderung vom polonisierten Deutschen Brandke und dem husitischen Fanatiker Safarik in die Welt gesetzt..

Sie behaupteten, daß der Raum zwischen Weichsel und Elbe von den germanischen Stämmen verlassen wurde und durch die Slawen eingenommen wurde.

Vor dem 19. Jahrhundert erwähnt die Geschichtsschreibung nichts dergleichen. Natürlich sind schon immer in der Geschichte Völker gewandert, sei es wegen Übervölkerung, Kriege oder Hungersnöten. Meistens aber waren es nur die Jüngeren des Volksstammes, die ihre Heimat verließen. Nach  Brandke löste der Hunnensturm anfangs des 5. Jahrhunderts die Völkerwanderung aus. Die Hunnen gelangten bis auf die Katalaunischen Felder, das ist in Frankreich in der Champagne, wo sie von den Westgoten und Römern besiegt wurden.

Hat sich noch nie jemals ein Historiker gefragt, warum gerade das Gebiet zwischen Weichsel und Elbe von den Ostgermanen verlassen wurde? Warum wurden die Volksstämme zwischen Elbe und Rhein nicht vertrieben wie z. B. die Burgunder am Rhein, die Chatten oder die Cherusker?

Der Hunnenkönig Etzel wurde von den Germanen „Attila“ genannt. Das ist gotisch und heißt Väterchen. Warum ein Kosename für einen blutrünstigen Barbaren aus den Steppen Asiens? Wer je das mittelalterliche Epos „Die Nibelungen“ gelesen hat, wird daraus erfahren, daß Attila freundschaftliche Beziehungen zu den Germanen unterhielt. Bekannt ist auch die Hochzeit von Attila mit Krimhild, die Schwester des Burgunderkönigs Gunther,der in Worms in der Königsburg mit seinen beiden Brüdern Gernot und Giselher herrschte.

In der Nibelungensage ist auch die Rede vom Markgraf Rüdiger von Bechelaren, der sowohl mitEtzel/Attila als auch mit dem Königshaus in Worms befreundet war. Auch wenn das Nibelungenlied „nur“ ein Epos ist, entbehrt es sicherlich nicht einiger geschichtlicher Tatsachen, die im Volksmund weitergegeben wurden.

Soweit bekannt, soll Attila die besiegten Volksstämme zur Heeresfolge gezwungen haben und verlangte Tribute von den unterlegenen Stämmen. Bekannt ist auch, daß auf den Katalaunischen Feldern ein Großteil der Kämpfer auf der Seite der Hunnen Germanen waren. Hier kämpften Germanen gegen Westgermanen und Römer.

 

Ganz anders sah es beim Mongolensturm im Jahre 1241 in Mitteleuropaa aus.

Gnadenlos wurde gemordet, geplündert und gebrandschatzt, und ganze Landstriche wurden entvölkert. Zu einer Völkerwanderung im großen Ausmaß wie Brandke und Safarik zur Zeit der Hunneneinfälle sie beschrieben hat, kam es dieses Mal nicht. Wahrscheinlich wohnten im 13. Jahrhundert für die Slawisten bereits Slawen in diesem Gebiet, so daß der Raum zwischen Elbe und Weichsel nicht mehr von den Germanen frei gemacht werden mußte.

Seit 200 Jahren wird die Lehre von  Brandke von Generation zu Generation gedanken- und  kritiklos hingenommen. JedochEinhard (770 bis 840) berichtete über die Bewohner von

West- und Ostelbien, sie seien „an Sprache zwar wenig verschieden, an Sitten und Trachten aber unähnlich“.

Und in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts beschreibt Adam von Bremen den ostelbischen Raum als „reichste Provinz Germaniens“ , reich an Männern, Feldfrüchten und Waffen, die von den Vinulern beherrscht wird, die man früherWandalen nannte.“ Im 13. Jahrhundert schrieb Bischof Bogufal II. von Posen, „daß kein Volk so viel Gemeinsames habe und so vertraut wäre, als die Sclavi mit den Deutschen“. Einwandfrei berichteten diese Historiker über Ostelbien von deutschen Volksstämmen. Ginge es nach den Slawisten, so müßten in Ostelbien bereits seit dem 6. Jahrhundert nach der Zeitenwende Slawen gelebt haben. Karten, die im 15. Jahrhundert entstanden sind, benannten das Land zwischen Elbe und Weichsel „Vandalia“.

Auch wenn heute Teile der Bevölkerung zwischen Elbe und Weichsel slawisch sprechen, besiedelten ostgermanische Stämme dieses Gebiet. Es waren Polaben, Pomeranen, Wislanen, Circipani, Heveller, Lusizen (Lugier) Kasuben als Teil der wandalischen Pomoranen, Polanen, Gepiden, Goten, Warnen, Rugier, Skiren und Burgunder.

 

Die slawische Sprache

Viele Leser werden sich jetzt fragen, wie es kam, daß die ostgermanischen Stämme heute slawisch sprechen. Dazu müssen wir zurück in die Geschichte gehen. Es begann mit dem römischen Reich und mit dem Sieg über Mazedonien im Jahre 147 vor der Zeitenwende. Rom gewann dadurch Macht und Einfluß auf den ganzen Balkan. Bis zum Untergang des Oströmischen Reiches im Jahre 1453 nach der Zeitenwende durch die Osmanen war das Byzantinische Reich, wie das  Oströmische Reich  auch genannt wurde, der politische, kulturelle und religiöse Mittelpunkt Südost- und Osteuropas. Macht, Reichtum und Glanz der Großmacht Byzanz beeinflußte auch die benachbarten Länder.

Am besten ist das an Rußland aber auch an Serbien, Bulgarien und Polen zu erkennen, wo das Zarentum, der Adel und die orthdoxe Kirche Glanz, Kultur, Gesellschaftsform und die Sprache weitgehend nachahmten oder in abgeänderter Form übernahmen. Aber auch die Schattenseiten des Glanzes zeigten sich in den benachbarten Ländern. Und davon war der größte Teil des Volkes betroffen.

Vor allem die Landbevölkerung wurde zu rechtlosen, leibeigenen Sclaven; dagegen gewann der Adel und die Kirche an Macht und Einfluß. Vieles erinnert uns an den heutigen Amerikanismus in der Welt und besonders in Deutschland: Die Reichen werden reicher und die Armen ärmer.

Das byzantinische Staatsgebiet reichte von Spanien über Nordafrika, Vorderasien und Kleinasien bis zum Schwarzen Meer. In diesem Staatsgebiet waren verschiedene Völker und Rassen unterschiedlicher Kulturen und Sprachen zusammengefaßt.

 

Das Oströmische Reich bestand 1600 Jahre lang

 

In dieser Zeit bildete sich eine einheitliche Verwaltung, Gerichtsbarkeit, Kirche und durch Legionveteranen ein allgemeines Sprachengemisch mit räumlich begrenzten mundartlichen Abweichungen.

Die Wurzeln dieser Sprache sind vielseitig und reichen bis in den Vorder- und Kleinasiatischen Raum. Eine deutliche Wortwurzel-Verwandschaft besteht auch mit germanischen, baltischen und gotischen Sprachen. Aber auch Sprachanteile aus dem Lateinischen und Griechischen sind auffällig.

Als der christliche Glaube im Byzantinischen Reich als Staatsreligion im Jahre 380 nach der Zeitenwende eingeführt wurde, war zur heiligen Messe nur die lateinische Sprache zugelassen. Später auch die griechische Sprache. Eine barbarische Mundart, d. h. in den jeweiligen volkstümlichen Mundarten und Sprachen, hat der Papst in der heiligen Messe verboten.

Daher führten die Griechen Kyrill (Konstantinos) und Methodios im 9. Jahrhundert eine allgemeine Kirchensprache ein, genannt Glagoliza. Im Grund war sie nichts anderes als eine Fortsetzung des auf dem Balkan herausgebildeten Sprachgemisches, das mit der Zeit byzantisiert wurde.

Der Glagoliza liegt die griechische Minuskel (Alphabet) zugrunde, erweitert durch armenische, hebräische und koptische Buchstaben. Die byzantinische Sprache als Ausdruck und Zeichen eines Vielvölkerstaates und die mit ihr verwandte Kirchensprache, die Glagoliza, ist der Ursprung aller heute „Slawisch“ genannten sprachen.

Fast alle osteuropäischen Länder im ehemaligen Einflußgebiet des Byzantinischen Reiches sprechen, wenn auch regional in abgeänderten Dialekten, die slawische Sprache. Davon wurden auch die ostgermanischen Volksstämme betroffen.

Somit ist ein Großteil der Polen und Tschechen, um es mit dem bekannten Historiker für Osteuropäische Geschichte,Helmut Schröcke, zu sagen, nichts anderes als  polonisierte und tschechisierte Germanen.

Auch das erinnert uns an die Zeit, wo z. B. in Oberschlesien Deutsche polonisiert wurden. Ein Teil von ihnen sind bereits echte Polen geworden. Sie sprechen nicht mehr Deutsch, weil sie es nicht können und fühlen sich auch nicht mehr als Deutsche.

Solange die Slawenlegende bewußt als politische Mauer zwischen Deutschen und Polen von beiden Seiten aufrechterhalten wird, nutzen keine Milliarden Tribute an Polen und auch kein diplomatisches Getue, in welcher Art und Weise auch immer, um normale und friedliche  Verhältnisse zwischen beiden Völkern herzustellen.

Zusammenfassung des Artikels:

Zwei Begriffe – Sclavi und Slawen – die in ihrer Begriffsbestimmung (Definition) gar nichts mieinander zu tun haben, werden wahllos miteinander vertauscht bzw. ausgetauscht, – auch von den Leuten, die es besser wissen müßten. Politisch bewußt, trennt so die Slawenlegende Deutsche und Polen, die  anfangs einen gemeinsamen völkischen Ursprung hatten.

 

Zeugnisse der Geschichte des mittelosteuropäischen Raumes

von Siegbert John

 

erschienen in der Zeitschrift „Der Schlesier“ v. 17. Dez. 2010

 

Bezug: „Die Slawenlegende –eine historische Lüge“

von Dr. Heinrich Klug

 

Die Legende von der Existenz von Slawen wird immer wieder in die Geschichte des mittelosteuropäischen Raumes eingefügt und besonders von Polen und Tschechen als „Beweismittel“ für die Berechtigung des Landraubes (Wiedergewinnung slawischer Gebiete!) am Leben erhalten und leider auch von deutschen „Historikern“ und sogar in unseren Schulen als historische Tatsache dargestellt. Wenn wir in der Geschichte des mittelosteuropäisches Raumes Rückschau halten, werden wir kein Volk der Slawen, ja gar keine Slawen finden.

 

Spätgermanische Staatsgründung

Von den zahlreichen frühen Zeugnissen der Geschichte dieses Raumes betrachtet, ist Polen eine spätgermanische Staatsgründung. Die Ostsee war ein germanisches Binnenmeer, und seit dem Jahr 1000 v. Chr. wurde in neun germanischen Einzelvorstößen Mitteleuropa germanisches Siedlungsland.

Die Schwester des polnischen Königs Misesko I. hieß Adelheit. Seine drei Töchter Geira, Astrid und Gunhild heirateten bedeutsame nordische Männer. Bei Miseskos Sohn, Boleslaw I (nordisch Burislaf) sind  bei drei seiner vier Frauen nordische Namen nachzuweisen: Thyra, Emnilda und Oda. Boleslaws Tochter hieß Reglindis.

Auch den polnischen Wissenschaftlern ist keineswegs neu, daß das alte polnische Reich sein Entstehen germanischen Volksstämmen verdankt.

 

Bis ins 14. Jahrhundert hinein hieß die Weichsel „Wandalischer Fluß

 

Als Boleslaw II.  sein Reich aufteilte, erhielt Ladislaus II. (Wladislaw) Schlesien und als Senior zusätzlich das westliche Kleinpolen und Krakau. Nach seiner Vertreibung und seinem Tod wurde seinen Söhnen 1163, auf EingreifenBarbarossas hin, Schlesien übertragen. So entstand neben dem polnischen der schlesische Piastenstamm.

Kasimir II. hob 1177 das Senioratsprinzip auf, und dies bedeutete die Verwaltung Polens in eine Vielfalt selbständiger Fürstentümer. Papst Alexander III. bestätigte dies 1181. Nach dem Tod Miseskos III. gehörte Schlesien nicht mehr zum polnischen Staatsverband, und als Herzog Heinrich II. von Liegnitz sich 1241 bei Wahlstatt den Mongolen entgegenstellte, tat er dies als unabhängiger Herzog von Schlesien.

Die heilige Hedwig war eine bayerische Prinzessin. Der letzte Hochmeister des Ritterordens war Schwiegervater des polnischen Königs.

Auf die zahlreichen, nach deutschem Recht gegründeten und hauptsächlich von deutschen Bürgern bewohnten Städte und Gebrauch der deutschen Sprache möchte ich hier ebenfalls hinweisen.

 

Die zwischen Elbe und Weichsel gegründeten Orte führten von Anfang an deutsche Ortsnamen.

Die Ortsgründer, sofern sie nicht Nachkommen der zwischen Elbe und Weichsel ansässig gewesenen germanischen Stämme waren, kamen aus niederdeutschen und hochdeutschen Sprachgebieten des westelbischen Raumes. Mit den  „Potemkinschen (Slawendörfern“ versuchten  (und versuchen) Slawenforscher, das Vordringen slawischer Stämme nachzuweisen.

 

Und nun die notwendigen Anmerkungen zur Slawentheorie

 

Der im frühmittelalterlichen Schrifttum gebrauchte Ausdruck „Sclavinia“ hat mit dem  erst im 19. Jahrhundert bei Schlözer und Herder  aufgenommenen Begriff „Slaven“ nichts zu tun. Der Schwabe  Schlözer schrieb für viel Geld dem russischen Zaren die russische Geschichte auf, damit ihm alle „Sclavenis“ gehören, obwohl dies in ganz Europa nur ein Begriff für  Unfreie war. (Lewer tot as Slaw!“)

Nirgends findet man die Heimat der Slawen. Kein Geschichtsschreiber hat jemals Slawen erwähnt. (Die Existenz der Slawen war „Gotteswort“, als sie von der Kanzel gepredigt wurde!)

 

Kant warnte vor diesen „wahnwitzigen Vorstellungen“ des Theologen Herder

 

Sogar Karl Marx lehnte diese Lehre ab. Im Mönchslatein bedeutet der Begriff „Sclavi“ = „Heiden“.

Nach dem Ratzeburger Zehntregister aus dem Jahr 1230 bedeutet „Sclavi sunt, nullum beneficium est“, daß die der kirchlichen Autorität noch nicht unterworfenen Ortschaften keinen „Zehnten“ zu zahlen hatten. Die Päpste nannten die glagolitische Schriftsprache (nach Wolff in Ostgermanien S. 182“ Glagolita-Sprache) Sclavina lingual oder sclavia lingua.

In Thietmar von Merseburgs Chronik 37 erscheint sie als  sclavonica verba, Sclavina oder sclavia oder Sclavonica sind heidnisch und haben keine slawische Bedeutung. Das erkennen wir z.B. auch aus dem Aufruf   des Papstes Eugen III. vor dem Wendenfeldzug 1147, wo er von „contra sclavos cetrosque paganos“, d.h. „gegen die sclavi und die anderen Heiden“ spricht.

 

Entstehungsgeschichte des „Vaterunser“

 

Auch aus der Entstehungsgeschichte des „Vaterunser“ in den slawischen Sprachen läßt sich ablesen, zu welchem frühesten Zeitpunkt die slawische Sprache entstanden ist. Das erste „Vaterunser“, das in kyrillischer Schrift geschrieben wurde, stammt aus dem 11. Jahrhundert. (Ein Wortwandel aus dem Heliand, Vers 1600: „Nosse wader…tia rik komma, tia willia schinyot“ ist eher der gotischen Sprache entlehnt, entstanden 825/830).

Auch die heute als „altpolnisch“ bezeichnete Sprache war noch sehr mit deutschen Wurzeln erkennbar. Von der polnischen Sprache selbst schreibt der polnische  Emigrant Czeslaw Milosz (Geschichte der polnischen Literatur, Köln 1981, S. 10/15, daß der älteste polnische Satz „eine Notiz“ sei, die sich im 13. Jahrhundert in das Inventarbuch eines Klosters verirrte und daß bis zur Renaissance Latein und Deutsch die polnischen Schriftsprachen waren.“

 

Der jüdische Khasare Hans Kohn  verwendete (1956) den „Kunstbegriff Slawen“ für alle heidnischen, ostelbischen, ostsaalischen, germanischen und damit meist wandalischen (wie auch keltischen und illyrischen) Frühdeutschen und alle unter die von der „Glagolica/Kyrilla“ erfaßten Völkerschaften.

Wohlgemerkt: Der den Urkunden und der Geschichte widersprechende Begriff „Slawen“ kam erst nach Schlözer, Herder und Brandtke auf (Hans Kohn, „Die Slawen und der Westen“, Seite 7.)

 

Nachbetrachtung

 

Kopernikus (Copernicus)., Begründer neuzeitlicher Himmelskunde, geb. 1473 in Thorn, gestorben 1543 in Frauenburg. Im Schloß Heilsberg arbeitete er seine neuen astronomischen Erkenntnisse aus. Kopernikus sprach und schrieb nur deutsch und lateinisch. Veit Stoß, 1450 bis 1533, arbeitete in Nürnberg und Krakau. Überlieferte Briefe an seine Mutter gibt es nur in deutscher Sprache.

Aus Nikolaus Kopernikus, der kein Wort polnisch sprach, machte Polen Mikolaj Kopernik, aus Veit Stoß wurde der Pole Wit Stowsz.

Soll (sogar unter Mithilfe der Heimatvertriebenen !?) nach einem erzwungenen völkerrechtswidrigen territorialen „Verzicht“ nun auch jahrhundertealtes deutsches Kulturschaffen verleugnet oder gar ausgelöscht werden?

Dies würde nicht ausschließen, daß die aus den deutschen Ostgebieten stammenden Dichter, Denker, Erfinder usw. (einschließlichGerhart Hauptmann und Andreas Gryphius usw.) dereinst auch als  „Große Polen“ vorgeführt werden. Letztlich ließe sich dann auch glaubhaft machen, daß die deutschen Ortsnamen ebenfalls „slawisch-polnischen Ursprungs“ sind“

 

„Nur Gerechtigkeit schafft Frieden!“   Wahlspruch des  Papstes Pius XIII.

 

Die jüngste Periode der Eisenzeit, die sogenannte La-Têne-Zeit, leitet bereits hinüber zur ältesten geschichtlichen Periode der schlesischen Geschichte. Den Römern verdanken wir die ersten  geschichtlichen Nachrichten über Schlesien. Gräber- und Münzfunde, Waffen, Tongefäße, Geräte und Schmuck verschiedener Art ergaben den Nachweis über die Vergangenheit der schlesischen Urbevölkerung und zwar der  suevischen Lugier, der Lyger. Zu ihnen gehörten wohl auch die von Ptolemäusaufgeführten Silinger, von deren Stammbezeichnung sicher der Name Schlesien abgeleitet ist.


(Quelle: https://sites.google.com/site/horsthelmersaaz/die-slawenlegende )

6 Gedanken zu “Die Slawenlegende – eine historische Lüge

  1. Die Steine und Schienen sprechen Deutsch

    Wenn man lange zu Fuß den Eisenbahnlinien im fernen Ostpreußen folgt, stellt man irgendwann fest, daß dort auf den Schienen der Name ihres Herstellers eingeprägt wurde: Krupp steht dort deutlich zu lesen. Auch auf den Kanaldeckeln in Schlesien findet man durchweg die Namen deutscher Hersteller: Krupp, Borsig, Hösch, Mannesmann, Siemens, AEG und viele andere sind die Bezeichnungen der in Metall gegossenen Namen von Produkten, denen man im östlichen Oderland auch zukünftig noch lange begegnen wird. Auch die Steine der Region sprechen mehrheitlich deutsch. Das heißt aber noch lange nicht, daß an dem hervorstechenden ostdeutschen Kulturwerk nur fleißige deutsche Hände gewirkt haben. Nein, das kann man wirklich nicht sagen, denn ebenso viele fleißige polnische Hände packten in Essen bei Krupp und Berlin bei Borsig tüchtig mit an, um die Eisenbahnschienen und Kanaldeckel zu produzieren, denen man heute im polnisch verwalteten Ostdeutschland begegnet. Wie fruchtbar und befruchtend hätten die Kornkammern und Kartoffeläcker an der Ostsee zusammen mit den Schloten und Maschinenfabriken in Schlesien ohne den blutigen dreißigjährigen Krieg 1914/45 für alle Bewohner dort sein können. Gut, irgend einer finsteren Macht war diese, sich 1912 abzeichnende wirtschaftliche Entwicklung hin zu menschlichem Wohlstand östlich der Oder ein schmerzender Dorn im Auge. Diese geheime satanische Macht verführte in London die Intrigeninsel zur Eröffnung des langen Krieges, der keine Sieger hervorbrachte, wenn man die politischen Machtverhältnisse von 1914 und 2009 mit einander vergleicht. Insofern sollte man sich nicht so sehr mit den eitlen und gefallsüchtigen Staaten beschäftigen, sondern mit den darin lebenden Menschen und ihren verworrenen vielfältigen Schicksalen. Lasset also verbaute Steine und Eisen zu Wort kommen und ihre Wahrheit in ihrer eigenen historischen Sprache verkünden, die weder deutsch noch polnisch oder kaschubisch ist. Wie lächerlich war der Affenzirkus, den man in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts in Warschau veranstaltete, als die junge Republik Österreich beabsichtigte, in Warschau einen Diplomatenkindergarten zu einzurichten, in dem man plante mit den Kindern Deutsch zu sprechen. Damals war das ein ganz wichtiges Thema für die Wichtigtuer an der Weichsel und am Rhein. Aber vierzig Jahre, das heißt zwei Generationen später interessiert sich kein Mensch zwischen Aachen und Brest mehr über derartiges Nebensächliche. Wer ist eigentlich Pole und wer ist Deutscher? In Danzig sehe ich heute viel mehr Deutsche als in Hamburg, sofern ich nicht auf die Sprache achte

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