Von der christlichen Moral zur biologisch begründeten Ethik


Vollständige Aufnahme des Vortrages von Jürgen Rieger: Von der christlichen Moral zur biologisch begründeten Ethik (1h 4min)


Kompletter Vortrag in Textform:

Houston Stewart Chamberlain: über die Treue: „Es ist eine der großartigsten Züge spezifisch germanischer Lebensauffassung, welcher in der Bildung dieser Gefolge mitspricht: Der Zug der Treue. Unverstanden dem Römer, unerlässlich dem Germanen, bestimmte es schon damals jenes ewig wiederkehrende deutsche Bedürfnis engster persönlicher Aneinander Kettung, vollen Aufgehens ineinander, gänzlichen Austausches aller Strebungen und Schicksale. Das Bedürfnis der Treue.

Die Treue war unseren Altvorderen nie eine besondere Tugend; sie war der Lebensdom alles Guten und Großen. Auf ihr beruhte der Lebensstaat der Früheren, auf ihr das Genossenschaftswesen des späteren Mittelalters, und wer wollte sich die militärische Monarchie der Gegenwart denken ohne Treue? Und wer den großen Schicksalskampf unseres Volkes in diesem Jahrhundert ohne Treue? Man sang nicht bloß von der Treue, man lebte in ihr.“

Einleitung: Gründe für die Freimachung vom Christentum – Hauptübel christliche Moral, die unsere Gesellschaft und Politik bestimmt – vermutlich hat Christus gar nicht gelebt – vieles von dem, was Jesus – angeblich – erzählt hat, lässt sich auf einen “Lehrer der Gerechtigkeit”  zurück führen, der 63 v.Chr. lebte und vom jüdischen Rat zum Tode verurteilt und gesteinigt worden  ist – unabhängig davon, wird das, was in der Bibel steht, von den Menschen geglaubt, als Gottes Wort, es wirkt, es hat Einfluss.

Text: „Eines der Hauptkennzeichen des Christentums ist die Endzeiterwartung, er hat geglaubt, dass zu seinen Zeiten das Reich Gottes kommen werde, die Welt unter gehen werde, das Reich Gottes errichtet werde, er hat gesagt, es sind etliche unter euch, die das Reich Gottes noch sehen werden. A. Schweitzer nannte deshalb diese Ethik eine “Interimsethik”, eben eine Ethik für eine ganz kurze Zeit, bis das Reich Gottes kommen würde.

Diese Ethik hat keinen Sinn für Dauer. Sie lehnt Familie, Beruf, Staat und Gesellschaft, von Kunst und Wissenschaft ab. Was ja auch Sinn macht, denn wenn das Reich Gottes kurz bevor stand, machten alle diese Dinge keinen Sinn, man musste sich stattdessen eben auf dieses Reich Gottes vorbereiten. Diese Lehre hatte hat dieselben Folgen wie neuzeitliche Hiobsbotschaften, die verbreitete Angst vor Umweltzerstörung, Waldsterben, Überbevölkerung und viele mehr hervor rufen; viele Menschen sind nicht mehr bereit in “so einer Welt” überhaupt noch Kinder zu bekommen. Wenn sowieso bald alles vorbei ist, wozu dann noch Kinder? Dazu kommt, dass das Zeugen von Kindern mit Lust verbunden ist, und, ich komme noch darauf, Freuden auf Erden sind geradezu hinderlich für einen Eintritt ins Reich Gottes.

Zur Fortpflanzung Jesus in Matthäus 19/10: “Und es sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben, um des Himmelreichs willen” – Selbstkastration, um in den Himmel zu kommen, eine Auffassung, wie sie lebenswidriger überhaupt nicht gedacht werden kann….

Eine biologische Ethik dagegen muss den Willen zum Nachkommen wecken, den Mut zum Leben, sie muss den Menschen Kraft geben, das Leben zu bestehen. Alles das kann eine Endzeitethik nicht leisten. Hier hinein spielt die Meinung, dass der, der das Leben zu sehr liebt, hier zu sehr gebunden ist, und nicht so leicht in Gottes Reich eingehen könnte. Deshalb finden wir bei Jesus die Verteufelung der Lust, des Leibes, der Freude, ja des Lebens selbst und schließlich der ganzen Welt.

Zitate: Johannes 12/25: Wer sein Leben lieb hat, der wird es verlieren, und wer sein auf dieser Welt Leben hasset, der wird es erhalten zum ewigen Leben.

Lukas 14/26: Wer nicht hasset sein eigen Leben, kann mein Jünger nicht sein. Lukas 6/25: Wehe euch, die ihr lachet, denn ihr werdet weinen und heulen.

Leibfeindschaft des Christentums: Hieraus ergab sich die Leibfeindschaft. Sie führt zur Askese, Geißelung, Unsauberkeit, das Waschen des Leibes galt als eine Pflege des Leibes und wurde abgelehnt. Die erste Maßnahme nach Eroberung Spaniens von den Mauren war die Schließung aller öffentlichen Bäder!

Die Germanen hingegen bezeichneten  und pflegten den Sonnabend als Badetag. Die Antike hatte Thermen, Bäder, sie hat den Leib gepflegt. Auch die Olympiade ist durch Christen verboten worden.

Nietzsche sagte dazu: “Wenn man das Schwergewicht des Lebens nicht ins Leben, sondern ins Jenseits verlegt, ins Nichts, so hat man dem Leben überhaupt das Schwergewicht genommen. Die große Lüge einer Personalunsterblichkeit zerstört jede Vernunft, jede Natur und Instinkte, alles, was wohltätig, was zukunftsverbürgend, was lebensfördernd in den Instinkten ist, erwägt nun mehr Misstrauen. So zu leben, dass es keinen Sinn mehr hat, zu leben, das wird jetzt zum  Sinn des Lebens. Wozu Gemeinsinn, wozu Dankbarkeit noch vor Herkunft und Vorfahren, wozu Mitarbeit und Zutrauen, irgendein Gesamtwohl im Auge haben.“

Heute würde man sagen: Wozu Umweltschutz, Kampf gegen Baumsterben, wozu Kampf für gesundes Wasser und Luft, vielleicht sind das ja alles Vorboten der Endzeit, vielleicht ist das ja alles Gottgeschickt, um uns zu strafen, warum sich also dagegen aufwenden.

Das Christentum ist also nicht geeignet, die Probleme zu lösen, die heute vor uns stehen.

„Du sollst den Nächsten lieben wie dich selbst“.

Die Juden des Alten Testaments haben noch unter ihrem „Nächsten“ nur den eigenen Volksgenossen verstanden – es findet sich in zahlreichen Stellen, dass der Nächste bezeichnet wird als der Mit–Jude. Aus der Geschichte mit dem barmherzigen Samariter wird nun geschlossen, dass Jesus auch über das eigene Volk hinaus den „Nächsten“ gesehen hätte. Das aber ist falsch. Er sagt: Derjenige, der mir hilft, ist nach Jesus mein Nächster, nicht derjenige, dem geholfen werden muss. Die offizielle Meinung sieht das Christentum als eine Religion der Nächstenliebe, wobei Nächstenliebe als „Fernstenliebe“ aufgefasst wird, je weiter weg, desto größer die Verdienste, wenn man den Menschen dort hilft.

Die Natur hingegen will die Erhaltung der eigenen Gene. Deshalb hat sich eine Gruppenmoral herausgebildet, keine Art-Moral, und schon gar keine Moral, die auf die gesamte Menschheit anwendbar wäre, sondern eben eine Moral der kleinen Gruppe, die in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen, sich selbst zu erhalten.

Hilfsbereitschaft findet dort ihre Grenzen. Es gibt im Tierreich keine Beispiele für eine allgemeine artliche Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Bei dem einzigen Fall, beziehungsweise Fälle, wo Delphine ertrinkende Menschen gerettet haben, handelt es sich um eine artübergreifende Ethik.

Nächstenliebe wird, so ist es von der Natur gegeben, laut Wickler in der „Biologie der 10 Gebote“ nur in der eigenen Gruppe geübt. Die Liebe zu Außenstehenden oder gar Feinden könne nur über eine „intellektuelle Komponente“ erreicht werden. Es gebe eine Moral für die eigene Gruppe und eine andere für die fremde Gruppe. Seine Auffassung, diese „intellektuelle Komponente“ dürfe nicht vernachlässigt werden, weil unser naturgegebenes Gewissen für die Befolgung der 10 Gebote nicht ausreiche, wird nicht begründet. Es wird dagegen wieder unwissenschaftlich gefordert, die Natur den Normvorstellungen irgendeines Religionsstifters anzupassen und nicht umgekehrt. Warum darf alles wissenschaftlich untersucht werden, nur nicht die Bibel.

Die weltweite Hilfsbereitschaft ist nun nicht nur nicht nützlich, sie ist geradezu schädlich. Sie ist anti-evolutiv. Christlich motivierte Entwicklungshilfe kostet 8 Milliarden Mark; das ist genau der Betrag, der ausreichen würde, alle bundesdeutschen Kraftwerke zu entschwefeln und das Waldsterben zu beenden. Christlich ist es, Asylanten aufzunehmen. Es werden sich immer wieder kirchliche Würdenträger finden, die sagen, es darf keinen Zuzugsstopp für Asylanten geben, selbst Scheinasylanten dürfen hier bleiben, es haben Asylanten, die rechtskräftig abgewiesen wurden, in Kirchen Unterschlupf gefunden, es gibt immer wieder diese christlich motivierten Initiativen, die aber sicherlich lebensfeindlich sind. Durch Rassenmischung, das wissen wir heute, entstehen zahlreiche Krankheiten, an Rassenmischungen sind zahlreiche Kulturen zugrunde gegangen. Wenn wir diese Menschen alle nach Deutschland hinein lassen, führt das unweigerlich zur Rassenmischung, und zum Niedergang unserer Kultur und Gesellschaft. Die Rassenmischung ist jedoch nicht das einzige Problem. Ich verweise auf das Buch „Das Heerlager der Heiligen“, das in erschütternder Art und Weise zeigt, wie diese Invasion möglicherweise auch gewaltsam hier in unsere Zivilisation einbrechen kann.

Unabhängig davon, die Bevölkerungsexplosion, die heute durch die christliche Nächstenliebe in den entsprechenden Ländern stattfindet, führt dort zum Abholzen der Wälder, und damit zu großräumigen Klimaänderungen. D.h. diese Entwicklungshilfe ist für die ganze Welt lebensfeindlich.

Dass unser Volk durch diese Nächstenliebe gefährdet wird, erschüttert keinen Christen. Ihr Herr und Meister hatte für volkliche Belange keinerlei Verständnis.

Johannes 10/16: „Und es wird sein eine Herde und ein Hirte“.

Das christliche Ideal besteht also aus einer Herde Gleichförmiger, und einem Hirten, böse Zungen behaupten, damit man sie besser scheren kann. Besonders pervers ist, dass weltweit der Nächste geliebt werden soll, aber die eigene Gemeinschaft nicht.

Lukas 14/26: „So jemand zu mir kommt und hasset nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern und auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.“

Matthäus10/34: „Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde, ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen, wider seinen Vater, und die Tochter wider ihre Mutter, und die Schwiegertochter wider ihre Schwiegermutter, und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.“

Lukas12/51: „Meinet ihr, dass ich hergekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage nein, sondern Zwietracht. Denn von nun an werden Fünf in einem Hause uneins sein, Drei wider Zwei und Zwei wider Drei.“

Diese Aussagen sind vermeintlich widersprüchlich zu dem, was wir vorhin über die Nächstenliebe gehört haben, aber sie sind nur konsequent. Das Christentum konnte als eine neue Religion sich überhaupt nur durchsetzen, wenn die Menschen aus ihren alten Bindungen heraus gelöst wurden, wenn die alten Sippenbindungen zerschlagen wurden. Wenn sie sich also tatsächlich abkehrten von ihrer Familie. Und deswegen sind das hier nicht irgendwelche Ausrutscher, sondern es entspricht durchaus der Philosophie von Jesus, die Menschen mit ihrem bisherigen Leben unzufrieden zu machen, sie dort heraus zu nehmen, um sie zu sich zu führen.

Das Christentum ist egozentrisch. Es geht um das Wohlergehen der Einzelseele im Jenseits. Die Gruppe, Familie, Freunde, Volk, spielt keine Rolle. Jesus hat die Nächstenliebe dann erweitert bis hin zum Pazifismus, bis hin zur Feindesliebe.

Matthäus 5/38: „Ihr habt gehört, dass da gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstehen sollt dem Übel, sondern wenn dir jemand einen Streich gibt auf die rechte Backe, dann biete die andere auch dar. Und wenn jemand deinen Rock nehme, dann lass auch den Mantel.“

Matthäus 5/43: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Das ist altjüdische Auffassung. 3. Moses, 19/18. Ich aber sage euch, liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen.“

Der Pazifismus wird deutlich in folgenden Zitaten:

„Denn wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen.“

Lukas 3/14 berichtet, dass Jesus zu den Kriegsleuten gesagt habe: „Tut niemand Gewalt noch Unrecht, und lasset euch genügen an eurem Sold.“

Konsequenter weise müssten die Christen also die Polizei abschaffen, die Gefängnisse, das Heer, und den Wehrdienst.

Ebenso ist Totengedenken nicht christlich. „Lass die Toten ihre Toten begraben“, hat Jesus einem Jünger gesagt, der seinen Vater begraben wollte, für Totengedenken bestand nicht mal für die eigene Familie Veranlassung, und jeglicher Wehrdienst war Jesus ein Gräuel, so dass in der Tat christliche Totenehrung für Gefallene in Kriegen widersinnig ist. Ostermärsche werden heute von Pastoren angeleitet, es werden Deserteure in Kirchen verherrlicht, am Totensonntag gedenkt man der Widerständler. Widersinnig ist daran nichts, sondern nur eines, dass es noch eine Militärseelsorge gibt, aber die besteht natürlich aus einer anderen Sorge heraus, dass man sich gerade in einem Bereich, nämlich dem militärischen, wo das männliche dominiert, wo männliche Tugenden und damit antichristliche Tugenden dominieren, dass in einem solchen Bereich die Schafe weglaufen könnten, dass dort ein Sonderleben sich entwickeln könne, man möchte sie dort auch ganz gerne unter Kontrolle haben, so dass man auf diese Militärseelsorge glaubt, nicht verzichten zu können.

Eine biologische Ethik fordert, mit allen Mitteln zum Überleben der eigenen Gene beizutragen, in einem selbst und/oder bis hin zu seinen Verwandten, und zu den Großgruppen Volk und Rasse. Allerdings sollte man auch nicht in das Extrem verfallen; solch ein Extrem sind beispielsweise die Wikinger der Jomsburg, die dort männerbündisch zusammengelebt haben, und von Raub und Krieg gelebt haben und sich deshalb auch kaum fortgepflanzt haben. Auch wenn Nietzsche den Menschen im Ideal als „weitschweifendes herrliches Raubtier“ sieht, dann ist das ein Ausschlagen des Pendels nach der anderen Seite, auch das ist nicht mit einer biologischen Moral vereinbar.

Die christliche Moral sagt: Je weniger Nächstenliebe, desto böser. Je weniger Lust der Mensch anstrebt, desto besser. Es wäre nun verkehrt, umgekehrt Cesare Borgia als Vorbild zu verherrlichen. Die meisten biologischen Vorgänge ordnen sich um einen adaptiven Mittelwert, von dem das Abweichen nach beiden Seiten biologisch nicht vorteilhaft ist. Genauso ist es mit der Nächstenliebe, sie darf nicht weltweit geübt werden, sie darf nicht zur Selbstaufgabe führen, aber es wäre falsch, sie als Wert total abzulehnen.

Die christliche Moral ist gegen eine Rangordnung.

Lukas 16/15: „Wenn was Hoch ist unter den Menschen, das ist ein Gräuel vor Gott.“

Matthäus 23/12: „Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.“

Die Herde soll gleich sein, und Nietzsche hat schon erkannt, dass diese Gleichheit der Seelen vor Gott ein Sprengstoff geworden ist, der Revolution, moderne Idee und Niedergangs-Prinzip der ganzen Gesellschaftsordnung geworden ist. …

Und schließlich ist es die Rangordnung, die notwendig ist, um den biologischen Nachwuchs bestens zu erzeugen. Es kommen nämlich nur die höchsten Männchen innerhalb einer Gruppe, Pavianhorde beispielsweise, zur Fortpflanzung, die übrigen Männchen müssen sich ihren Rang erst erobern, wenn sie einen hohen Rang haben, haben sie auch das Recht, ein Weibchen zu haben. Das wiederum führt dazu, dass insgesamt die Gruppe auf einem hohen Züchtungsstand bleibt, dass es Degeneration nicht geben kann.

Ohne Rangordnung ist überhaupt keine Gruppe überlebensfähig, und die Kirche selbst ist ja das beste Beispiel dafür mit ihren ganzen Abstufungen vom Papst über Bischöfe, Kardinäle, Prälaten bis hin zu Priestern und Küstern, wir finden dort ja eine klare Rangordnung. Es geht also nicht ohne. Nur wenn man einerseits etwas anderes lebt, als der Meister gepredigt hat, dann führt das zur Heuchelei. Einerseits zur Unehrlichkeit, und es führt andererseits immer wieder zu christlich motivierten Anarchie-Bestrebungen. Nietzsche: „Man darf zwischen Christen und Anarchisten eine vollkommene Gleichung aufstellen. Ihr Zweck, ihr Instinkt geht nur auf Zerstörung. Den Beweis für diesen Satz hat man aus der Geschichte nur abzulesen. Sie erhält ihn in entsetzlicher Deutlichkeit.“

Aus dieser Ablehnung der Rangordnung folgt natürlich auch die Ablehnung des Staates.

Matthäus 20/25. „Wisset: Die Fürsten halten ihre Völker nieder, und die Mächtigen tun ihnen Gewalt. So soll es nicht sein unter euch.“

Zum Wesen des Staatlichen gehört die Macht, nach innen und nach außen, Befehl und Gehorsam, nach K. Schmidt auch das Freund-Feind-Verhältnis. Politisches Denken setzt voraus, dass man seine Freunde kennt und seine Feinde und dass man sie unterschiedlich behandelt.

Dies alles ist nicht christlich. Der christliche Pazifismus im Verein mit einem christlichen Hass auf eine Rangordnung zersetzt jeden Staat. Es lässt sich im gesamten Neuen Testament kein Wort von Jesus finden, dass etwa den Gewalteinsatz rechtfertigen würde, selbst nicht den Gewalteinsatz für eine gerechte Sache.

Das Verbot des Widerstandes gegen das Böse genügt schon zur Lösung der Frage, wie Jesus über Staatsmacht, Anwendung von Gewalt und Waffengebrauch gedacht hat. Mit Nietzsches Worten: „Wen verneint denn das Christentum? Was heißt es, Welt, dass man Soldat, dass man Richter, dass man Patriot ist? Dass man sich wehrt, dass man auf seine Ehre hält, dass man seinen Vorteil will, dass man stolz ist.“

Um nun eine Rangordnung zu zerstören, gibt es die Erbsünde. Die Erbsünde ist nämlich geeignet, auch diejenigen, die sich hoch dünken, zu ducken. In der Bibel heißt es bereits im Alten Testament, 1. Mose 6/5: „Dass alles Dichten und Trachten des Menschen von Herzen, böse aus und immerdar sei. Der Mensch sei böse von Jugend auf.“

Hiob 14/5: „Kann wohl ein Reiner kommen von den Unreinen? Auch nicht einer.“

Psalm 14/3: „Keiner ist, der Gutes tut, auch nicht einer.“

Nun, wer das Alte Testament liest, wird mit dem Mord, Betrug, Blutschande, finden, dass diese Worte durchaus zutreffend sind. Wogegen ich mich aber wäre, ist, dass die Verfasser des Alten Testamentes von Ihresgleichen auf uns schließen..) Das, was die damals in Palästina vorgefunden haben, mag alles so gewesen sein, und wir können das durchaus unterstellen. Aber man kann daraus keine Sittenlehre für die gesamte Welt ableiten.

Zitate, die auf die Lehre Jesu bezüglich Erbsünde hinweisen:

Matthäus.7/11: „Die ihr doch arg seid.“

Matthäus 15/18: „Was aber zum Munde heraus geht, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken.“

Markus.7/20: „Was aus dem Menschen heraus kommt, das macht ihn unrein.“

Deshalb ist es meines Erachtens konsequent, die Auffassung zu haben, dass der Mensch von Grund auf verderbt sei. Es gibt kaum christliche Gemeinschaften, die eine andere Auffassung haben. Selbst Kant hat sich hiervon nicht frei machen können, was die Kritik Goethes hervor rief, der am 07.07.1993 an Herder schrieb: „Kant habe seinen philosophischen Mantel frevlerisch mit dem Schandfleck des radikal Bösen beschlabbert, damit auch Christen herbei gelockt werden, den Saum zu küssen.“

Die Erbsünde ist Mittel zum Zweck. Selbst die, die sich bei gewissenhafter Prüfung nichts vorwerfen können, sind danach gleichwohl sündig. Man erinnere sich: Weil unsere angeblichen Vorfahren vom Baume der Erkenntnis gegessen haben, sind sie aus dem Paradies vertrieben worden. Das war die Erbsünde. Nietzsche hierzu: „Die Wissenschaft macht gottgleich. Es ist mit Priestern und Göttern zu Ende, wenn der Mensch wissenschaftlich wird. Moral? Die Wissenschaft ist das Verbotene an sich, sie allein ist verboten. Die Wissenschaft ist die erste Sünde, der Keim aller Sünde, die Erbsünde. Du sollst nicht  erkennen. Der Rest folgt daraus. Eine Religion wie das Christentum, die sich an keinem Punkt mit der Wirklichkeit berührt, die sofort dahin fällt, sobald die Wirklichkeit auch nur in einem Punkte zu Rechte kommt, muss billigerweise der Weisheit der Welt, will sagen: Der Wissenschaft, Todfeind sein.“

Wenn wir wissen, was die Christen vernichtet haben, in der Antike, an Wissen, dann ist das schauderös. Sie haben Philosophen gesteinigt, sie haben die größte Bibliothek des Altertums in Brand gesteckt, unersetzliche Schätze des Altertums sind verloren gegangen, man wusste ja schon alles, man wusste, dass die Erde rund war, das Mittelalter nahm an, die Erde sei eine Scheibe, man hatte mathematische und naturwissenschaftliche Kenntnisse, Kenntnisse der Mechanik; alles vorbei, alles zerstört durch den christlichen Pöbel….

Sie müssen die Häupter beugen, die Stolzen brechen, denn nur, wer gebeugten Hauptes ist, tritt durch eine Kirchentür. Sie müssen uns eine Schuld einreden, damit wir den Erlöser nötig haben. Deshalb ist es nicht zufällig, dass 1945 die evangelische Kirche die Barmer Erklärung heraus gegeben hat, das Schuldbekenntnis, wo die Kollektivschuld unseres Volkes erstmals festgelegt wurde.

Die Aktion Sühnezeichen arbeitet im selben Sinne, um uns Schuld einzureden. … Das Lamentieren über die Fremdenfeindlichkeit ist also auch des Öfteren von Pastoren zu hören, christlich-jüdische Gesellschaften üben sich in Bußfertigkeiten und das Alles ist Absicht. Denn wer selbstbewusst und stolz ist, braucht keinen Erlöser. Wovon sollte er denn erlöst werden.

Das bedeutet also, aus Eigennutz reden sie uns Schuld ein. Bis hin zu pathologischem Selbsthass auf sich und ihr Volk. Sie machen die Menschen psychisch krank, um ihnen dann hier ihre Hilfe anbieten zu können. Und dass sie damit schon weitgehend Erfolg haben, zeigt, dass in keinem anderen Volk der Erde es so viel Selbstzweifel gibt. Es hat Umfragen gegeben, danach war es so, dass zeitweilig die deutsche Jugend, das war in den 60er Jahren, die Amerikaner als vorbildlicher ansah als das eigene Volk. Aber auch heute ist es noch so, dass es in keinem Volk der Welt so wenige Jugendliche gibt, die sagen, ich bin stolz auf mein Volk, wie in Deutschland.

Das ist die Folge dieses christlichen Sünden-Einredens, das ist die Folge dieser Priestermacht, die da glaubt, nur herrschen zu können, wenn sie die Starken und Selbstbewussten unterdrückt. Die verhängnisvollsten politischen Auswirkungen hat dies gehabt. 1961 schrieb die SPD noch in einem Grußwort, unterschrieben von Wehner und Brandt, an ein Schlesiertreffen: „Verzicht ist Verrat, wer wollte das bestreiten, Breslau, Oppeln, Königsberg, das sind alles deutsche Städte.“ … Eine neue Denkschrift der evangelischen Kirche ist in Vorbereitung, wo dann auch die Teilung Deutschlands als „gottgewollt, weil wir so viel Schuld auf uns geladen haben“, hingestellt wird, als „endgültig, als unverrückbar, als das Los, was uns Gott auferlegt hat, gegen das wir uns nicht zu wehren hätten, weil wir eben so sündenbeladen sind.“

Wir sehen also, der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch.

Weil wir die Juden schlecht behandelt haben, müssen wir jetzt die Türken gut behandeln, die Zigeuner müssen wir gut behandeln; jeder Pastor führt das auf der Kanzel in seinen Reden. Die ganze Wiedergutmachung begründet sich darauf. Es zeigt sich also, wie verhängnisvoll dieser Glaube ist.

Nun, was sagt die Biologie zu alledem?

Die Zwillingsforschung hat festgestellt, dass auch die Neigung zum Verbrechen weitgehend ererbt wird. Eineiige Zwillinge begehen häufig dieselben Verbrechen, obwohl diese Zwillinge unterschiedlich aufgewachsen sind, in unterschiedlichem Milieu leben. … Das hat bereits Lange 1929 festgestellt und ausländische Forscher wie Nielsen in Dänemark haben das bestätigt. Es gibt also den geborenen Verbrecher und es gibt genauso den geborenen Heiligen. Und es gibt viele Labile, die sich durch Beispiele positiv beeinflussen lassen. Der Mensch ist von Natur aus gut, ist genauso falsch wie die Aussage, der Mensch ist von Natur aus böse. Die meisten allerdings sind von Natur aus gut, weil sie in einem vernünftigen Verhältnis ihr Eigeninteresse mit dem Gemeinschaftsinteresse in Einklang bringen.

Auch die Auffassung des Leides wird in den Dienst des Beugens der Starken durch Christus gestellt. Die Menschen sollen demütig werden. Nicht der germanische Höchstwert Mut zählt, sondern Demut. In der Bergpredigt sagt Jesus: Selig sind die, die da Leid tragen.

Krankheit als Strafe für Versündigung ist so schon vom Spätjudentum aufgefasst worden, in Psalm 10/2 steht es, in Psalm 73, in die Weisheit Salomons, im Hebräerbrief; im Titusbrief heißt es dann, dass das Leiden des Menschen eine Züchtigung durch Gott sei, damit der Mensch lerne, ohne weltliche Gelüste gerecht und gottselig zu leben. Nietzsche sagte hierzu noch spöttelnd: „Der getretene Wurm krümmt sich, so ist es klug. Er verringert damit die Wahrscheinlichkeit, von neuem getreten zu werden.“

In der Sprache der Moral: Demut. Im Antichrist wird er dann schon bissiger: „Was ist jüdische, was ist christliche Moral? Der Zufall, um seine Unschuld gebracht, das Unglück mit dem Begriff Sünde beschmutzt, das Wohlbefinden als Gefahr, als Versuchung.“

Nun, auch hier widerlegen die biologischen Erkenntnisse das Christentum. Schmerz und Leid haben Warnfunktion. Wenn wir nach einem gebrochenen Fuß nicht Schmerz empfinden würden, würden wir das Bein nicht schonen und es würde nicht gelingen, dass der Knochen wieder anwachsen kann. – Weiteres Beispiel: Heiße Herdplatte – Genauso ist es mit seelischem Schmerz, auch der soll uns warnen, auch der soll uns anstoßen, Dinge nicht mehr zu tun, die wir vielleicht vorher getan haben. Leid, Schmerz, ist keine Strafe; Leid, Schmerz sind naturgegeben und haben in einer natürlichen Welt ihre Berechtigung. Wenn jemand, der jeden Sonntag in die Kirche geht, zu fett ist und raucht, wird er eher einen Herzinfarkt bekommen als ein Gotteslästerer und Heide, der mäßig ist und dem Tabak abhold ist. Gegen die christliche Leidauffassung spricht weiter, dass für viele Krankheiten eine genetische Komponente nachgewiesen ist. Und diese genetische Komponente hat der Heide wie der Christ, sie ist mit der Zeugung unabänderlich festgelegt. Ob er nun ein gottgefälliges Leben führt oder nicht.

Christus will zu Gott durch Wunder bekehren, er hat angeblich Tote auferweckt, er ist übers Wasser gegangen, er hat aus 5 Broten 5000 gemacht.

Schon Hume zeigte, was es bedeutet, dass man den Glauben, Gott wohne der Welt als deren ordnendes und ausgleichendes Prinzip zwischen Gut und Böse inne, und der Mensch sei dabei zu seinem Mitstreiter aufgerufen, durch den Glauben an einen Gott ersetzt hat, dessen Wille undurchschaubar war, und der jederzeit auch die Naturgesetze durchbrechen konnte. Dadurch wurde die Natur etwas Unheimliches und Unverständliches. Bei Hume wird der Mensch zu einem Verlassenen, zu einem aus Natur und Geschichte vertriebenen Wesen.

Nietzsche dazu: „Der Priester entwertet, entheiligt die Natur. Um diesen Preis besteht er überhaupt.“

Ohne eine Weihe, ohne eine priesterliche Weihe, ist heute eine Flurbegehung nicht möglich, selbst die Freuden der Natur kann man heute nur gesegnet genießen, nur dadurch bekommen sie ihre Bedeutung.

Die Natur war demgegenüber den Germanen göttlich, beseelt, sie verehrten Haine, Bäume, Quellen, Berge, und eine der ersten Maßnahmen war auch da die Fällung der Donar-Eiche durch Bonifatius. Wenn man heute Jesus und das Christentum als erste Naturschützer darstellen will, dann ist das eine Lüge, die sich im Übrigen aus seiner eigenen Lebensgeschichte darlegen lässt. Wie gleichgültig er über Natur dachte, sagt die bezeichnende Geschichte vom Feigenbaum: Jesus hatte Hunger, er ging zu einem Feigenbaum, es war aber noch nicht Erntezeit. Er meinte aber, dort Feigen vorzufinden, erstaunlicherweise waren aber keine Feigen an diesem Baum, wie sollten sie auch. Daraufhin verflucht er diesen Feigenbaum, und der Feigenbaum verdorrt. Da frage ich mich: Was hat dieser arme Feigenbaum damit zu tun, dass nun keine Erntezeit war, was konnte er dafür, und wie steht es mit der Intellektualität eines Mannes, der annimmt, im Frühling ernten zu können.

Wenn also Christen sich heute gegen das Waldsterben wenden, dann mag man nur sagen, wie hat denn ihr Herr und Meister die Bäume behandelt.

Sein Ärger war verständlich. Denn dieser Feigenbaum hat seine eigenen Worte zuschanden gemacht.

Matthäus 6/25: „Darum sag ich euch: Sorget nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet. Auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Seht die Vögel unter dem Himmel an, sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.“

Lukas12/27 verweist er auf die Lilien, die nicht spinnen und weben, und meint, für Kleidung werde schon Gott sorgen, und für essen und trinken, denn er wisse ja, dass sie, seine Jünger, dessen bedürften.

Nun, da wo es Nahrung im Überfluss gibt, und da, wo man wegen gemäßigter Temperatur auch keine Kleidung braucht, da mag diese Anweisung noch hingehen. Ansonsten können wir auch aus dem Tierreich Beispiele beibringen, wo es anders ist; der Hamster sammelt sehr wohl für den Winter. Und genauso macht es der Dachs und das Eichhörnchen. Also selbst Tiere, Säugetiere, sorgen schon für die Zukunft vor, sie sind also auf einem höheren evolutionären Niveau, als es die erste Christengemeinde war.

Der Intellekt ist dort raus gezüchtet worden, wo es wegen besonders harter Winter es notwendig war, Vorsorge zu treiben, durch Kleidung, warme Kleidung, durch Hausbau gegen die Kälte, und durch das Sammeln von Nahrung, weil eben im Winter keine Nahrung zu finden war. Es wird hier von Jesus eine Regression auf eine primitivere Stufe gefordert, er sagt ja wortwörtlich: Sorget nicht für den anderen Morgen.

Keiner unserer Vorfahren hat diese Auffassung gehabt, denn diejenigen, die in der Eiszeit nicht für den kommenden Morgen gesorgt haben, die sind ausgerottet worden und die sind nachkommenlos verstorben… Da aus der Endzeiterwartung heraus keine Vorsorge von ihm getrieben werden sollte, sagt Jesus in diesem Zusammenhang: „Verkauft, was ihr habt, und gebt Almosen.“ Lukas 12/33. Und vor der eben erwähnten Matthäus-Stelle heißt es: „Ihr könnt Gott nicht dienen und dem Mammon.“

Matthäus 10/9: „Ihr sollt nicht Gold, noch Silber, noch Erz in euren Gürteln haben, noch eine Tasche zur Wegfahrt, auch nicht zwei Röcke, keine Schuhe, auch keinen Stecken.“

Ich frage Christen unter uns: Wer lebt so? Haben Sie mehr als einen Rock, haben Sie Schuhe an? Haben Sie eine Tasche, haben Sie möglicherweise sogar Geld? Alles das, wie gesagt, absolut unchristliche Dinge.

Dem reichen Jüngling, der aber das ewige Leben erreichen will, sagt er: „Willst du vollkommen sein, so gebe hin. Verkaufe, was du hast, und gib es den Armen. So wirst du einen Schatz im Himmel haben. So komme und folge mir nach.“ Und bei Lukas 14/33 heißt es: „Also auch ein jeglicher unter euch, der nicht allem absagt, was er hat, kann mein Jünger nicht sein.“ – Bekannt ist auch sein Wort, das eher ein Kamel durch das Nadelöhr geht, als ein reicher Mann in den Himmel.

Jesus und seine Jünger muss man sich wie folgt vorstellen: Barfuß, zerlumpt, mit einer gemeinsamen Kasse, die Judas verwaltete, da kann man noch sagen, da haben sie den richtigen Kassenwart gehabt, herum bettelnd und auf Kosten anderer lebend. Die Frau von Rudi Dutschke, dem Studentenführer der APO-Generation in den 60´er Jahren, hat eine religiöse Doktorarbeit geschrieben über Kommunismus und Urchristentum, und in der Tat, da gibt es Verwandtschaft, zwar nicht mit dem Kommunismus, wie er sich heute darstellt, denn der kommt an den biologischen Tatsachen auch nicht vorbei, sondern mit dem Kommunismus, wie er in der Theorie, bei Marx, vorhanden ist.

Nun, Reichtum ist vom Prinzip her nichts Böses, nichts schlechtes, es bedeutet die Ansammlung von Vorsorgegütern, um im Lebenskampf in Notzeiten besser bestehen zu können. Besitz, der von Jesus abgelehnt wird, finden wir bereits im Tierreich, Tiere kämpfen um ihr Territorium, das ihr persönlicher Besitz ist, das ihr Lebensraum ist, den sie für sich beanspruchen. Bei Pavianen hat man bemerkt, und ebenso bei Schimpansen, dass ihnen Jagdbeute, die sie gefunden haben, selbst von einem Höherrangigen nicht weggenommen wird, sondern respektiert wird, dass lediglich gebeten wird, etwas abzugeben, dass es aber demjenigen, der das erbeutet hat, obliegt, ob er nun etwas abgibt oder nicht. Das heißt, wir finden den Besitz und die Respektierung des Besitzes bereits bei Säugetieren, und unter diese Stufe, wie gesagt, soll also die christliche Moral uns führen.

Diese Moral ist auch anti-evolutiv. Wenn der Tüchtige nämlich alles weg gibt, und dem Untüchtigen gibt, dann wird der Untüchtige dadurch am Leben erhalten, er wird sich fortpflanzen, und dadurch wird die Evolution um Jahrzehntausende zurück geworfen.

Brot für die Welt bedeutet Asylanten für Deutschland. Die, die sonst infolge ihrer eigenen Unfähigkeit zur Daseinsvorsorge verhungert wären, die setzen jetzt ein halbes Dutzend Kinder in die Welt und weil die natürlich dort auch nicht überleben können, setzen die sich als Asylanten in Bewegung, um dann hierher, zu uns, zu kommen. Jede Wanderung aber führt zur Vermischung, so dass die Leistungsfähigkeit der Mischbevölkerung sinken muss. Wenn sie so stark gesunken ist, dass die Sozialparasiten nicht mehr erhalten werden können, findet wieder die Auslese statt, der Untergang der Staaten, der Auflösung in Sippen und Horden, die sich gegenseitig bekämpfen.

Das Christentum hat 2000 Jahre Geistes- und Kulturgeschichte der Antike verschüttet, kaputt gemacht; es droht, 50000 Jahre Evolution zu vernichten. Die Umverteilung des Reichtums von uns in die Dritte Welt, das Nord-Süd-Gefälle, sind einige der Schlagworte, die christlich motiviert sind, und mit denen heute Politik gemacht wird.

Kann das alles Zufall sein?

Ich meine, nein. H. Heine hat es, meines Wissens nach, als erster ausgesprochen, er hat sich über den christlichen Antisemitismus lustig gemacht und hat auch gesagt: Wieso denn? Ihr Christen seid doch vom Paulus eingesetzt worden zu jüdischen Zwecken.

Saulus war ein Verfolger der Christen. Er war überzeugter Jude, Nationaljude, und er hat die Christen wegen ihrer zersetzenden Moral als eine Gefahr des Judentums gesehen. Und dann kam Damaskus, dann kam seine Erleuchtung, dann wurde er zum Paulus, und laut H. Heine, den ich hier zitiere: „Dann wurde er zu Paulus, weil er erkannt hatte, dass die einzige Möglichkeit, das starke römische Weltreich zu stürzen, eine psychologische Kriegsführung ist. Von außen, mit Waffen, war dieses Weltreich nicht zu vernichten, der Makkabäer-Aufstand hat es gezeigt, verschiedene andere auch; die Juden konnten nicht frei werden gegen dieses Weltreich Rom, es sei denn, sie zersetzten es von innen heraus, sie machten es von Innen kaputt, indem sie die Moral der Römer untergruben.

Dazu sollte das Christentum dienen, und Paulus hat ja bezeichnenderweise eben bei den Heiden missioniert, bei den Nichtjuden missioniert, um dort ins Zentrum hinein zu tragen; Petrus ist angeblich sogar in Rom gestorben. Das heißt, man ist gleich ins Zentrum gegangen, man wollte diesen römischen Staat vernichten.

Manche von Ihnen kennen vielleicht die Aufsätze von Eli Ravage im Century-Magazine Anfang dieses Jahrhunderts, der genau dasselbe ausgesprochen hat; auch er Jude, wie H. Heine. Und auch Nietzsche, ein Geist, der wirklich Überragendes geleistet hat, hat sich hierzu geäußert: „Ich habe in meiner Genealogie der Moral zum ersten Mal den Gegensatzbegriff einer vornehmen Moral und einer Ressentiment-Moral psychologisch vorgeführt; Letztere aus dem Nein gegen die Erstere entsprungen. Aber dies ist die jüdisch-christliche Moral ganz und gar. Um Nein sagen zu können, zu allem, was die aufsteigende Bewegung des Lebens, die Wohlgeratenheit, die Macht, die Schönheit, die Selbstbejahung auf Erden darstellt, muss sie sich, der geniegewordene Instinkt des Ressentiments, eine andere Welt erfinden, von wo aus jede Lebensbejahung als das Böse, als das Verwerfliche, an sich erschien. Psychologisch nachgerechnet, ist das jüdische Volk ein Volk der zähesten Lebenskraft, welches sich unter unmöglichsten Bedingungen versetzt, freiwillig aus der tiefsten Klugheit der Selbsterhaltung die Partei aller Dekadence-Instinkte nennt. Nicht, als von ihnen beherrscht, sondern weil es in ihnen eine Macht geriert, mit der man sich gegen die Welt durchsetzen kann.

Die Juden sind das Gegenstück aller Dekadence. Sie haben sie darstellen müssen bis zur Illusion, sie haben sich mit einem Nonplusultra des schauspielerischen Genies an die Spitze aller Dekadenz-Bewegungen zu stellen gewusst. Als Christentum des Paulus, um aus ihnen etwas zu erschaffen, das stärker ist als jede Ja-Sagende Partei des Lebens. Die Dekadenz ist für die im Juden- und Christentum zur Macht verlangende Art von Mensch, eine priesterliche Art, nur Mittel. Diese Art von Mensch hat ein Lebensinteresse daran, die Menschheit krank zu machen und die Begriffe Gut und Böse, wahr und falsch, in einem lebensgefährlichen und weltverleumderischen Sinn umzudrehen.

Der Christ und der Anarchist, beide Dekadenz, beide unfähig, anders als auflösend, vergiftend, verkümmernd, Blut aussaugend zu wirken. Beide der Instinkt des Todhasses gegen alles, was steht, groß dar steht, was dauerhaft da steht, was dem Leben Zukunft verspricht.

Das Christentum war der Vampir des Imperium Romanum, es hat die ungeheure Tat der Römer, den Boden für eine große Kultur zu gewinnen, die Zeit hat, über Nacht ungetan gemacht.“

Und weiter: „Paulus, der fleisch-, der geniegewordene Tschandala-Hass gegen Rom, gegen die Welt, der Jude, der ewige Jude par excellence, was er erriet, das war, wie man mit Hilfe der kleinen sektiererischen Christenbewegung abseits des Judentums einen Weltbrand entzünden könne, wie man mit dem Symbol Gott am Kreuz alles unten Liegende, alles heimlich Aufrührerische, ganze erbschaftsanarchistische Umtriebe im Reich zu einer ungeheuren Macht ausbauen könne.

Das Heil kommt von den Juden. Dies war sein Augenblick von Damaskus; er begriff, dass er den Unsterblichkeitsglauben nötig hatte, um die Welt zu entwerten, dass der Begriff Hölle über Rom noch Herr wird, dass man mit dem Jenseits das Leben tötet.“

So weit Nietzsche.

Christentum als Mittel zum Zweck, das verhasste Rom zu zerstören, Judäa damit frei zu machen, die erste psychologische Kriegsführung der Geschichte. Die Christen durften in Rom nicht Kriegsdienst leisten, sie durften keine Staatsämter übernehmen, deswegen haben die römischen Herrscher, die Cäsaren, die Christen verfolgt. Sie waren sonst tolerant, jede Religion konnte in Rom gepredigt werden, aber das Christentum war staatsfeindlich, und deswegen wurden die Christen verfolgt.

Doch die Sklavenmoral siegte und segnete anschließend die Waffen und setzte die Staatsmacht zur Zwangsmissionierung ein. Und fälschte in der Bibel das Wort: Seid Untertanen der Obrigkeit.

Wenn das Christentum von einem anderen Volk als Zersetzungsreligion eingesetzt wird, dann ist es unsere Aufgabe, wenn wir unser Volk erhalten wollen, uns dieser Zersetzungsreligion zu widersetzen.

Ich meine, Ihnen hier einige Beispiele gegeben zu haben, das Thema Christentum ist unerschöpflich, ich könnte noch zahlreiche andere Argumente gegen das Christentum bringen, aber ich habe die heraus gegriffen, die am krassesten gegen unseren Lebenswillen als Volk, als Nation, stehen, die am Krassesten diesen Lebenswillen bedrohen. Und ich glaube, es wird jetzt verständlicher, mit welcher Erbitterung die Großen unseres Volkes das Christentum gesehen haben. Hebbel sprach vom Christentum als dem Blatterngift der Menschheit. Und Nietzsche sagte, das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit. Die christliche Moral ist ein Krebsschaden an unserem Volke, und solange es nicht gelingt, hier, bei uns, diesen Krebsschaden auszumerzen, werden wir keine nationale Widergeburt erleben.

Unsere Aufgabe muss es sein, die christliche Moral in uns und in anderen zu bekämpfen, damit unser Volk wieder Möglichkeiten zum Aufstieg hat.”

Ein Gedanke zu “Von der christlichen Moral zur biologisch begründeten Ethik

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