Anhang & Literaturverzeichnis

1, Übersetzung der dem Vizekönig von Ägypten übergebenen Adresse 1). 

Möge es Ew. Hoheit gefallen usw. Nachdem wir in Europa von den gegen einige zu Ew. Hoheit Untertanen 
gehörigen Juden in Damaskus ergangenen Beschuldigungen gehört, sowie von den ihnen angetanen Martern 
und Qualen, um Geständnisse von ihnen zu erzwingen, und da wir wissen, daß unsere Religion das 
Verbrechen, dessen man sie beschuldigt, nicht nur nicht sanktioniert, sondern uns auch lehrt, den Gebrauch 
des Blutes aufs äußerste zu verabscheuen, sind wir von unseren Glaubensgenossen in Europa abgesandt 
worden, um bei Ew. Hoheit um Gerechtigkeit zu bitten... 

Wir kommen daher mit der sichersten Überzeugung, daß Ew. Hoheit, so hoch berühmt in Europa wegen Ihrer 
Tapferkeit im Felde, Ihrer Weisheit im Rate und Ihrer Duldsamkeit gegen alle guten Untertanen ohne 
Unterschied, mit Ihrer gewohnten Güte unser Gesuch gewähren werden. Wir kommen ohne Haß, ohne 
Leidenschaft, lediglich mit dem aufrichtigen Begehren, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dennoch ergeht 
unsere Bitte an Ew. Hoheit, uns die Befugnis zu erteilen, nach Damaskus zu gehen, dort solche 
Untersuchungen anzustellen, die zur Erlangung hinlänglicher Evidenz in betreff derjenigen 
Anschuldigungen, welche die gesamte jüdische Bevölkerung jener Stadt in bisher unerhörte Leiden gebracht 
haben, leiten können, und,daß das Ergebnis solcher Untersuchung amtlich von dem Gouverneur von 
Damaskus bestätigt und Ew. Hoheit vorgelegt werde. Daß Ew. Hoheit uns außerdem die Mittel, diese 
Auskunft zu erlangen, erleichtern möge, sowie freies Geleit gewähren, für die zu unserer Mission gehörigen 
Personen, völlige Sicherheit für alle Parteien, die Nachweisungen erteilen, die Erlaubnis, die Gefangenen so 
oft wie nötig zu spreclien und zu befragen, und daß Ew. Hoheit Autorität und Erlaubnis durch einen 
besonderen, in hiesigen Archiven eingetragenen amtlich dem Gouverneur von Damaskus zuzusendenden 
und dort öffentlich in den Straßen auszurufenden Firman in Anwendung gebracht werde. Es sei uns erlaubt, 
hinzuzufügen, daß die Augen von ganz Europa auf Ew. Hoheit gerichtet sind, und daß die Gewährung 
unseres Gesuches der gesamten zivilisierten Welt erfreulich sein wird. Es ist bekannt, daß der Fürst, der so 
vielen Ruhm erlanut hat, die Gerechtigkeit noch höher schätzt. Es ist eine Huldigung Ihres Genies, Ihrer 
Wahrheitsliebe, Ihrer Gerechtigkeitsliebe, die diese Deputation von allen Israeliten der Erde veranlaßt hat, 
mit Vertrauen an Ew. Hoheit zu appellieren, im Bewußtsein, daß diese Appellation nicht vergeblich ge, 
Wesen sein kann. 

Alexandrien, 4. August 1840. 

Moses Montefiore. 



2. Herr Cremieux in Wien 2). 

Wien (Anfang Dezember 1840). 

Herr Cremieux ist nach Paris abgereist, mit Ehrenbezeugungen und natürlich insbesondere mit Beweisen 
der Teilnahme von selten der hiesigen israelitischen Bevölkerung überhäuft. Fürst Metternich hat den 
Verteidiger der gekränkten, mißhandelten Menschheit, die in der Humanität unserer Regierungsprinzipien, 
unter welcher Zone und von welcher Religion es sei, immer Schutz und die wärmste Teilnahme findet, mit 
Auszeichnung empfangen, wie dies auch bei mehreren hohen Staatsmännern der Fall war. Die Gemeinde der 
Juden hat ihm zum Dank für den Schutz ihrer Brüder in Beirut ein Bankett veranstaltet, wie man hier nicht 
viele von gleicher Pracht gesehen. Dasselbe fand im Hotel zum Römischen Kaiser statt, umfaßte über 80 
Gedecke, und das Arrangement war von den Frauen getroffen, die sich jedoch selbst dabei zu erscheinen 
versagt hatten. 

Vor Beginn der Tafel wurde von dem hiesigen Religionslehrer Dr. Manheimer dem Herrn Cremieux eine 
Dankadresse der Gemeinde, auf Pergament geschrieben und von ihm vorgelesen, überreicht, welche die 
Gefühle der geretteten Menschenehre ihrer Glaubensgenossen ausspricht. Dieselbe war in ein goldenes 
Futteral eingeschlossen und dies so reich mit Brillanten besetzt, daß man den Wert auf 14 000 fl. rechnet. Die 
Adresse lautet: 

"Die Gemeinde der Israeliten zu Wien, beseelt von der regsten Teilnahme für die heili--en Interessen und 
Rechte ihres Volkes und Glaubens, durchdrungen vou der innigsten Hochachtung und Bewunderung für die 
edlen Männer des Wortes und der Tat, die sich für diese Interessen und Rechte herausgestellt und im heiligen 
glorreichen Kampfe bewährt haben, ergreift mit aller Bereitwilligkeit die Gelegenheit, die sich ihr bietet, 
Ihnen, hochzuverehrender Herr, der sich in diesem Kampfe in die vorderen Reihen hat gestellt und siegreich 
den Lorbeer hat errungen, ihre innigste Hochachtung und Bewunderung zu bezeugen. Wenn wir die Gabe des 
Wortes und die Kraft und Gewalt der Rede, die Ihnen Gott in Fülle verliehen hat, um so mehr bewundern, je 
umfassender und eindringlicher ihr Einfluß und Erfolg ist, und darin die Gnadenwaltung Gottes erkennt, daß 
er in einer Zeit, wo Geist und Talent sich zur herrschenden Macht erheben, auch in unseren Reihen hat 
Männer auferstehen lassen, die des göttlichen Geistes voB sind und das Wort in Wahrheit und Klarheit mit 
Freimut und siegender Kraft zu führen wissen, wenn wir, mit einem Worte, das Talent bewundern, das Ihren 
Ruf begründet, Sie als Redner und Anwalt den Gefeiertsten Ihres Standes gleichgestellt hat, so achten und 
ehren wir doch mehr die edle Gesinnung, den heiligen Eifer für das Recht, der Sie in der Erfüllung und 
Ausübung Ihres göttlichen Berufes und in der Verwendung dieser unschätzbaren Geistesgaben bisher so 
glücklich hat geleitet. Sie haben das Recht vertreten, wo und wann es gefährdet war. Sie haben dem 
Mächtigen Ihren Schutz angedeihen lassen, als ihn das Glück verlassen, und der gefallenen Größe sich 
ritterlich angenommen. Sie sind für Ihre Glaubensgenossen in die Schranken getreten, als man ihren Eid und 
Schwur, und somit Reue und Glauben in Israel verdächtigen wollte, und haben die Schmach von ihnen 
abgewälzt, den letzten Schimpf getilgt, der ihnen noch anhängt in dem Lande, wo man ihnen alle Schranken 
geöffnet, aber nicht das Vorurteil besiegt, dem Juden Besitz und Recht, Amt und Würde hatte vergönnt und 
eingeräumt, und dennoch den Zweifel und Verdacht in seine Rechtlichkeit und Treue nicht hatte beseitigen 
und überwinden können. Sie haben seine Ehre gerettet und gezeigt, daß von Abraham und seinem Stamme, 
der zuerst hat die Hand emporgehoben zu dem allmächtigen Gott, der Himmel und Erde hat geschaffen, der 
Glaube ist ausgegangen, der die Welten füllet und sie auf die Grundsäulen des Gesetzes, des Rechtes und der 
Sitte fest und sicher stellt. Diese edlen Bestrebungen haben Sie nun, hochverehrter Herr, gekrönt und Ihren 
Namen in die Jahrbücher der Geschichte unseres Volkes, die so alt ist als die Geschichte der Welt, 
unvergänglich eingetragen, indem Sie für die unglücklichen Schiachtopf er der Tyrannei und der 
Glaubenswut, deren furchtbarstes Geschick nicht nur alle Stämme Israels, sondern auch alle Edlen und 
Wohldenkenden in der Welt mit Grausen und Entsetzen füllte, ritterlich und brüderlich sind in die Schranken 
getreten. Sie haben Haus und Heimat verlassen, wie einst die Propheten der alten Zeit, sind übers Meer 
gezogen hin in das alte Ägypterland, wo Seuchen wüten, Krieg und Zerwürfnis das Leben bedrohen, Sie 
haben vor dem Gewaltigen das Wort geführt für Ihr Volk und Ihren Glauben, und wie Moses einst zu den 
Pharaonen gesprochen: 'Gib heraus die gefesselten Söhne meines Volkes, daß sie mir dienen!' Sie haben die 
Fessel gebrochen an der Hand der Gefesselten, die Eingekerkerten erlöst aus ihrer Haft - wie es der Prophet 
als einen göttlichen Beruf bezeichnet. Sie haben die bereits Geächteten frei und ungebunden dem Leben 
wiedergegeben, das Schwert in seinem Fall aufgehalten, das bereits an einem Haar über ihrem Haupte 
geschwebt, und haben die, welche Sie nicht retten konnten, die bereits unter Martern sind aus der Welt 
gegangen, und in einer höheren Welt und vor einem höheren Richterstuhle und Thron, als den ein Mensch 
errichten kann, ihre Unschuldserklärung und Rechtfertigung gefunden... Gottes Segen über Sie! Sie haben ein 
göttlich Gebot erf üllt, das das heiligste ist in Israel; Sie haben das Gebot der Liebe erfüllt... Wenn der Name 
Damaskus, der sich auf den ersten und ältesten Blättern unserer Geschichte verzeichnet findet, in neuester 
Zeit wieder eine trübselige Berühmtheit er - langt hat und Erinnerungen zurückläßt, die für uns so 
unvergeßlich als schmerzlich sind, so werden die Namen der edlen Kämpfer, die den Kampf zu Ende 
gebracht und den Gemarterten den Frieden, den Gefesselten die Freiheit errungen haben, mit ihm 
unvergänglich und unvergeßlich sein. Das wiedergewonnene Selbstgefühl und das freudige Bewußtsein, daß, 
wo Israel in Not und Bedrängnis ist, und sein Name geschändet und sein Glaube geächtet, Gott ihm aus 
seiner eigenen Mitte seine Helden und Kämpfer erweckt - das tröstet uns für die schmerzliche Erfahrung, die 
wir neuerdings gemacht, und deren wir in unserem Jahrhundert nimmermehr gewärtig waren. Mit diesen 
Gesinnungen begrüßen wir Sie als einen der Vorkämpfer in dem heiligen Kampfe. Und wenn unsere Stimme 
nicht so weit reicht, daß sie auch Ihren edlen Mitkämpfer, den hochherzigen Sir Moses Montefiore, erreiche, 
gegen den wir dieselbe Verehrung hegen, so möge Ihnen wenigstens dieses Bekenntnis, das das erste ist, das 
Sie auf deutschem Grund und Boden empfängt, ein Zeugnis sein der Würdigung und Anerkennung, die Ihr 
Streben und Ihr Bemühen unter Ihren deutschen Glaubensgenossen gefunden. Rufen wir Ihnen zu mit den 
Worten der Schrift: Schreiten Sie rüstig und mutig fort auf der betretenen Bahn - es wird das Ihr Ruhm sein 
und Ihre Ehre!" 

Hierauf erhob sich Herr Cremieux dankgerührt und hielt in französischer Sprache eine improvisierte Rede, 
die schon wegen der schönen Motive, die ihrem Inhalte zugrunde liegen, und der Anerkennung, welche der 
Redner den humanen Prinzipien zollte, allgemeiner bekannt zu werden verdient: 

"Meine Herren, meine Rührung ist groß, Sie begreifen es und werden sich nicht wundern, wenn es mir an 
Worten gebricht, meine Gedanken auszusprechen. Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten beini Anblick 
dieser köstlichen Teilnahme meiner Glaubensgenossen, der unermeßlichen Belohnung einer so einfachen, so 
natürlichen Handlung. Ich bin Advokat und sah. Unglückliche zu retten; ich bin Jude und sah, religiöse 
Verfolgung zu bekämpfen; ich bin ein Mensch und sah, barbarische Tortur zu zerbrechen; durfte ich ohne 
Verbrechen zaudern? Ich tat meine Pflicht und solcher Lohn! Die Israeliten umgeben mich auf meiner Reise 
wie in einem endlosen Triumphzuge. In Korfu wurde ich von Akklamationen, von Glückwünschen 
empfangen; in Triest war ich von der süßesten, der rührendsten Teilnahme umgeben; in Venedig 
vervielfältigten sich die herzlichsten Feste um meinetwillen; hier endlich erliegt mein Herz den Gefühlen, mit 
denen Sie es berauschen. Ich habe, sagen Sie, vor den Gerichtshöfen und in der Presse die heilige Sache der 
Judenemanzipation geführt, ich verteidigte ja aber den eigenen Herd und das Prinzip der Freiheit des 
Kultus, das große, edle Prinzip, das den Himmel an die Erde knüpft, indem es jeden Menschen Gott nach 
seinem Glauben die Huldigung seiner Liebe darbringen läßt. Ich ergriff die Feder, als die Verleumder ihr Gift 
gegen die jüdische Religion verbreiteten, ich rief alle Sympathien edler Menschen zu Hilfe; aber ich fühlte 
die Stärke des guten Rechtes und der Energie der Seele; wäre mein Schweigen nicht eine unwürdige Feigheit 
gewesen? Ich habe den persönlichen Gefahren getrotzt, mit denen fanatischer Haß und ein mörderisches 
Klima mir drohen mochten. Aufrichtig gestanden, ich habe an diese Gefahren nicht gedacht; ich würde dem, 
der mich hätte schrecken wollen, geantwortet haben: Der Tod ist überall, aber glücklich der, der einen großen 
Tod suchtl Unsere Aufgabe ist mit Erfolg gekrönt worden; die Ketten sind gefallen, die Gefängnisse haben 
sich den Gefolterten geöffnet, den Flüchtigen ist ihre Familie wiedergegeben worden. Aber unsere Sache war 
eine so gerechte und unser Recht.ein so großes! Ich habe auch im Orient Schulen für die armen, bis jetzt 
verlassenen Kinder gegründet. Aber ich habe dabei nur das Verdienst, Ihren Gedanken verstanden und zu mir 
gesagt zu haben: es ist gut, daß die Juden des Abendlandes sich mit den Juden des Morgenlandes durch die 
Bande eines heiligen Schutzes verbinden, dessen Folgen für die Sache der Zivilisation und die Fortschritte in 
den Ländern des Fanatismus und der Unwissenheit unermeßlich sein können. 

Was wollen die, welche uns mit ihrem bitteren Hasse verfolgen, mit ihren albernen Vorurteilen? Warum 
wecken sie in unserem Jahrhundert der Philosophie und der Aufklärung jene armseligen Verleumdungen des 
Mittelalters und den lächerlichen Aberglauben roher Zeiten wieder? Besitzen die, welche noch in so vielen 
Ländern außerhalb des Gesetzes der Völker stehen, unter denen sie leben, nicht alle Tugenden freier 
Menschen, wenn sie für den, welcher das gemeinschaftliche Recht und die soziale Freiheit für sie fordert, 
eine so ausdrucksvolle, so rührende, so einmütige Dankbarkeit zu erkennen geben? Und ist nicht die 
Teilnahme, welche mit, einem Male, wie durch einen elektrischen Schlag auf allen Punkten der Erde für 
die gehässig verfolgten Brüder geweckt wurde, eine große Tugend? Verdient nicht diese jüdische 
Bevölkerung, deren Herz so voll ist von den schönen Gefühlen der Verwandtenliebe, unter anderen 
Menschen zu leben und ihnen gleichzustehen? Welche Tugend fehlt uns... Die Vaterlandsliebe? 

Wir französischen Israeliten, wir Bürger eines freien Landes, das uns ein Vaterland gegeben hat, wir steigern 
bis zur Begeisterung jenes Gefühl, das Völker gründet und groß macht, und Sie, meine Herren, die Sie das 
Vaterland nur ahnend kennen, denn das Vaterland ist die Gleichheit der Rechte und Pflichten, sind Sie nicht 
alle bereit, Ihr reinstes Blut für das Glück des Bodens zu vergießen, auf dem Sie das Licht erblickten? Ach, 
Sie werden es erlangen, meine Herren, Sie werden einst dieses teure Vaterland, dieses Leben im Leben 
erhalten! Und die, welche Sie dann Ihre Mitbürger werden nennen können, werden sehen, ob Ihre Herzen 
sich nicht mit ihren Herzen verbinden. Ja, Sie werden das Vaterland erhalten, Juden von Österreich, denn 
Österreich hat in jener denkwürdigen Angelegenheit von Damaskus gezeigt, daß es keinen Unterschied des 
Glaubens kennt, wenn die Menschlichkeit spricht. Österreich reichte zuerst den Unterdrückten eine helfende 
Hand, Ach, seine Macht reichte nicht so weit, sie dem Leben wiedergeben zu können, welche die Folter 
gemordet hatte, aber es trat zwischen die Henker und die noch für den Tod bestimmten Opfer; es protestierte 
edelsinnig gegen das Blutverfahren. Mit Freuden rufe ich, ich, ein Franzose, in dieser Hauptstadt des 
österreichischen Kaiserstaates: Ehre sei Österreich! Ehre sei Ihnen, Fürst Metternich dessen ebenso tätige als 
großmütige Macht diejenigen Wie mit einem Schilde deckte, welche jenseits des Meeres schmachteten; Ehre 
sei Ihnen, die Sie bei diesem letzten Kampfe der Vorurteile gegen die Vernunft einen erhabenen Geist, eine 
hohe Philosophie bewiesen, und ohne Rücksicht auf die Politik, die immer der Gerechtigkeit so fremd ist, vor 
den Augen der Welt die Fahne der -Menschlichkeit entfalteten! Würdig hat sich Ihrer auch der Generalkonsul 
Laurin gezeigt, der im eigenen Herzen den Abscheu vor der Ungerechtigkeit fand und zuerst in jenes blutige 
Drama das Licht seines hellen Verstandes, die Hingebung seines edlen Herzens brachte... Ehre sei auch 
Merlato, der auf dem Schauplatze der schrecklichen Hinrichtungen 3) selbst bis zum letzten Tage kämpfte, 
sich nicht scheute, alle Geheimnisse dieses Werkes der Finsternis zu en thüUen, und sich mit unermüdlichem 
Eifer den Gedanken seines Generalkonsuls aufschloß. Sein Name sei für uns ein verehrter Name! 

Meine Herren, auch die Presse hat uns mächtig unterstützt, die deutsche, die französische, die englische 
Presse; sie versetzte der religiösen Intoleranz die kräftigsten Schläge. Die Presse hat ihre Fakkel: das Licht 
erschreckt den Fanatismus und die Verfolgung ... die Märtyrer von Damaskus werden unsere letzten Märtyrer 
sein. Das Abendland dringt mit seiner Zivüisation in das Morgenland ein, nicht bloß bei politischen Fragen, 
sondern auch bei sozialen Fragen, als Garantie der Zukunft der Völker. Dank, meine Herren, tausend Dank 
für dieses kostbare Pfand Ihrer Achtung, Ihrer Freundschaft! Ich werde es als kostbaren Schatz aufbewahren, 
als Erbe für meinen geliebten Sohn..." 

Der Jubel der Anwesenden war grenzenlos, und mit großer Begeisterung wurden Toaste auf den Kaiser und 
das gesamte Kaiserhaus, auf den Fürsten Staatskanzler, die in der Sache der Gerechtigkeit und 
Menschlichkeit beistandleistenden Konsuln der hohen Mächte usw. ausgebracht, und das Fest so durch viele 
bedeutungsvolle Züge unauslöschlich in das Gemüt der israelitischen Bevölkerung eingeschrieben. 

Fürth, 4. Dezember 1840 4). 

Bei der Ankunft des Herrn Cremieux am 2. Dezember in Nürnberg ging eine Deputation der hiesigen 
Israeliten dahin ab, um ihm deren Verehrung zu bezeugen, und ihn zu einem Festmahl einzuladen. Die 
Repräsentanten hiesiger Gemeinde empfingen ihn feierlich. Beim Festmahl sprach der Rabbiner, Dr. Löwi, 
eine Dankadresse, welche er ihm nebst dem Buch Esther in schönem Manuskript, in einer antiken Kapsel 
überreichte... 

Frankfurt a. M. 

Auch an hiesigem Orte wurden dem gefeierten Verfechter der Unschuld und Beförderer der Zivilisation 

vielseitige Beweise der Achtung und Verehrung gebracht... Am 7. Dezember versammelte Herr C. Kann 
einen engeren Kreis von Freunden und Verehrern des Gefeierten zu einem Diner, nach dessen Beendigung 
Herr Cremieux die Loge zum Frankfurter Adler 5) besuchte und bis spät in die Nacht dem in Eile 
arrangierten Souper beiwohnte. Die Gesellschaft zum Frankfurter Adler überreichte ihm 1000 Fr. als 
freiwillige Beistener zur Schule Cremieux in Cahira... Herr Cremieux beehrte am 7. und 8. Dezember auch 
unsere Bürger- und Realschulen mit seiner Gegenwart und wohnte einigen Unterrichtsstunden bei. Endlich 
ist noch ein schönes Festmahl hervorzuheben, das die Gesellschaft zur aufgehenden Morgenröte zur Feier 
des edlen Kämpfers veranstaltete und zu welchem sich gegen 100 Gäste einfanden. In dem glänzend 
dekorierten Saal waren Gedenktaf ein aufgestellt, welche die Hauptstationen seines tatenreichen Lebens 
bezeirhneten... Mit wahrer Herzlichkeit begleiteten viele den Gefeierten nach seiner Wohnung, vor welcher 
ihm zu Ehren von den Mitgliedern der Gesellschaft zum Frankfurter Adler noch eine glänzende Nachtmusik 
bereitet war. 



3. Protokoll II vom 22. Mai 1882, nachts 1 1/4 Uhr in Nagyfalu. 

Vernehmung durch den Untersuchungsrichter Bary. 

"Kannten Sie die Tochter Esther der Frau Johann Solymosi? Wenn ja, wie sah sie aus?" 

"Ich kannte Esther Solymosi vom Sehen, doch nur, daß ich wußte, daß sie die Tochter der Solymosi sei. Die 
ältere Tochter Sophie kannte ich gut. Die jüngere Schwester kannte ich nur vom Sehen, sie sah fast so aus, 
wie ihre ältere Schwester, nur war sie kleiner. 

"Wie war Esther damals bekleidet und hatte sie etwas in der Hand, als sie eintrat?" 

"Sie hatte auf dem Kopfe ein abgetragenes weißes Tuch, am Halse ein rötliches Tuch und trug eine helle 
Jacke und einen bläulichen Rock. In der Hand hielt sie ein altes gelbes Tuch; mein Vater fragte sie, wo sie 
gewesen sei und was sie im Tuche trage, und da sagte Sie, sie sei im Kohlmaierschen Gewölbe gewesen, 
wohin sie Frau Andreas Huri, bei der sie diente, um Farbe geschickt habe. 

"Kannten Ihre Eltern die Esther?"



"sie kannten sie, denn sie sprachen sie damals mit Namen an, und daher wußte ich auch, daß sie Esther 
heiße; bis dahin wußte ich nur, daß sie die Tochter der Solymosi und Sophies Schwester sei und daß sie bei 
der Huri diene." 

"Was geschah mit Esther an dem Samstag, an dem sie in die Wohnung Ihres Vaters kam?" 

"Auf die Bitte meines Vaters nahm sie die Leuchter vorn Tisch und stellte sie, nachdem sie sich auf einen 
Stuhl gestellt, auf den Kasten." 

"Wer war damals im Zimmer?" 

"Mein Vater, meine Mutter, meine kleinen Geschwister Samu und Böszi und ich." 

"Was geschah mit Esther weiter?" 

"Nachdem sie die fünf Leuchter auf den Kasten gestellt hatte, kam ein jüdischer Bettler herein, der schon 
tags zuvor mit zwei Bettlerinnen und einem zwei- bis dreijährigen Knaben zu uns gekommen war, und alle 
blieben bei uns bis Sonntag früh. Wie der Bettler geheißen, weiß ich nicht, ich weiß nur, daß er aus Lök 
gekommen und von hoher Gestalt war, einen schwarzen Bart trug und braun war: dieser sagte zu Esther, sie 
solle mit ihm in die Synagoge gehen, und als sie sich weigerte, faßte er sie an der Hand und führte sie aus 
unserer Wohnung." 

"Gingen Sie und Ihre Eltern dem Bettler nach?" 

"Meine Eltern blieben in der Stube, doch ging ich dem Bettler nach und sah, wie er mit Esther in die 
Synagoge ging. Nach einer Weile hörte ich in der Synagoge schreien, ich hörte drei bis vier Hilferufe, so, als 
ob jemand gerufen hätte: 'Zu Hilfe, ihr Leute!' Da lief ich zur Synapgentür, doch war diese geschlossen; nun 
blickte ich durch das Schlüsselloch, und da der Schlüssel nicht steckte, sah ich, daß Esther im Hemd auf der 
Erde lag, während ihre Kleider sich auf dem Tisch befanden. Die fremden Schächter aus Tegläs und 
Tarczal und der Bettler hielten das Mädchen an den Boden gedrückt und unser gegenwärtiger Schächter 
Salomon Schwarz schnitt sie in den Hals mit einem Messer, das etwas länger und viel breiter war als ein 
gewöhnliches Tischmesser 6). Er tat am Halse einen Schnitt, dann hoben die beiden fremden Schächter und 
der Bettler das Mädchen auf, Salomon Schwarz aber hielt nacheinander zwei blutige Teller unter ihren Kopf, 
darin floß das Blut, das sie später in einen großen Topf schütteten. Dann kleideten sie das Mädchen wieder 
an. Während sie das Mädchen ankleideten, kamen aus der inneren Synagoge noch vier Juden: Samuel 
Lustig, Abraham Braun, Lazar Weißstein und Adolf Junger und stellten sich rings um den Körper des 
Mädchens. Nun ging ich in die Stube zurück und erzählte meinen Eltern, was ich gesehen. Dieselben hatten 
sich eben zu Tisch gesetzt und hatten zu essen angefangen; als ich zu erzählen begann, sagte mir meine 
Mutter, ich solle schweigen." 

"Gingen Sie dann noch in die Synagoge zurück?" 

"Nein, ich aß mit meinen Eltern zu Mittag, bis ungefähr nach einer Stunde der jüdische Bettler aus der 
Synagoge kam und mir sagte, ich solle die Tür zusperren. Ich ging hinaus und sah, wie sich die Schächter aus 
Tegläs und Tarczal und Salomon Schwarz mit den vier anderen Juden entfernten. Ich fand den Schlüssel im 
Fenster der Vorhalle, und ohne daß ich in die innere Synagoge geblickt, kam ich wieder heraus und 
versperrte die äußere Tür. In der Vorhalle sah ich nicht mehr den Körper der Esther, auch sah ich da keine 
Blutspuren mehr." 

"Wohin trugen Sie darin den Schlüssel?" 

"In die Stube und hängte ihn an einen Nagel." 

"Wie lange hing dort der Schlüssel?" 

"Bis fünf Uhr nachmittags, dann öffnete ich wieder die Tür; zunächst kamen die drei Schächter und der 
gewesene Schächter Emanuel Taub, Hermann Rosenberg und Jakob Süßmann. Später kamen noch 
mehrere, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere." 

"Wo ist die Leiche Esthers verborgen worden?" 

"Das weiß ich nicht." 

"Warum haben Sie alles dies nicht bei Ihrer ersten Vernehmun, ausgesagt?" 

"Ich fürchtete, mein Vater werde mich dann aus dem Hause jagen." 

"Was bewog Sie gestern, als Sie mit dem Sicherheitskommissar und einem andern Herrn nach Nag falu 
kamen, ein Geständnis abzulegen? Hat Sie jemand bedroht oder Sie dazu gezwungen?" 

"Es hat mir niemand gedroht, es hat mich niemand gezwungen und sagte aus freien Stücken die Wahrheit, 
wie ich sie auch jetzt erzählt habe." 

Wird verlesen, bestätigt und unterfertigt. 

Moritz Scharf m. p. 

Joseph Bary m. p. 
Untersuchungsrichter. 



4. Aus der Rede des Abgeordneten Rickert im Preußischen Abgeordnetenhaus vom 8. Februar 1892 7). 

"Meine Herren, es ist meine Absicht, die Aufmerksamkeit des Hohen Hauses und des Herrn Justizministers 
auf eine Angelegenheit zu lenken, welche seit Monaten einen Teil der Bevölkerung in hohem Grade erregt. 
Ich meine den Fall Buschhoff, den Xantener Knabenmord. 

Am 29. Juni, abends sechs Uhr, wurde in Xanten der fünfjährige Knabe liegmann im Kuhstalle des 
Stadtverordneten Küppers ermordet; man fand die Leiche des kleinen Knaben, und zwar, wie es heißt, in 
einem Zustande, der den Verdacht hervorgerufen haben soll, es müßte jemand, der mit dem 
Schächtergewerbe vertraut sei, diesen Mord verübt haben, da der Schnitt, wie man sagte, kunstgerecht und 
gewerbegerecht gemacht worden. Der Knabe war verblutet. Sofort entstand in dem Städtchen Xanten, 
welches wohl zwischen 3000 und 4000 Einwohner hat, eine lebhafte Erregung, und ein Teil der Bevölkerung 
wies auf einen, den man schuldig hielt, auf den in der Nähe jenes Kuhstalles wohnenden jüdischen Schächter 
Buschhoff. 

Meine Herren, seit jenen Tagen haben die jüdischen Mitglieder dieser Gemeinde eine schwere Zeit erdulden 
müssen; es wurde mit allen Mitteln gegen sie in Xanten gehetzt. Man war sogar bereit, diesen Mord als einen 
Ritualmord zu charakterisieren, und wenn ich recht berichtet bin, sind auch in Xanten wieder dieselben 
Dinge vorgebracht worden, um die Bevölkerung zu erregen, welche früher in Korfu benutzt worden waren. 

Die antisemitische Presse hat nun nicht nur den Staatsanwalt und den Untersuchungsrichter, sondern auch 
den Herrn Justizminister und den Minister des Innern in einer schnöden Weise verdächtigt. Ich glaube nicht, 
daß es zweckmäßig ist, darauf einzugehen, wenigstens vorläufig nicht. Sollte vielleicht von anderer Seite die 
Sache aufgenommen werden, so bin ich bereit, mit einer Reihe von diesen Dingen zu dienen, die mich 
empört haben. Es werden da zum Beispiel verwandtschaftliche Beziehungen zwischen dem Verteidiger des 
Hauptbeschuldigten und dem Untersuchungsrichter als Grund dafür angegeben, daß die Sache langsam und 
lässig behandelt wird. Das sind beispiellose Verdächtigungen gegen diese Männer, die doch sicherlich nur in 
Erfüllung ihrer Amtspflicht gehandelt haben. 

Wie weit die Sache geht, dafür will ich Ihnen nur zwei Belege bringen. Man verlangte nach der Freilassung 
des Buschhoff die nochmalige Verhaftung desselben. In welchem Sinne diese Leute Recht geübt wissen 
wollen in Preußen, das geht aus folgender Stelle der Neuen Deutschen Zeitung' hervor. Dort ist überhaupt der 
Hauptherd des Antisemitismus und auch der Hauptherd dieser Verdächtigungen. In dieser Zeitschrift steht 
unter anderem folgender Satz: 

'Ist er {Buschhoff) aber schuldig, - warum läßt man ihn frei? Sind dahinter vielleicht Beziehungen, die noch 
dunkler sind als der Mord an einem unschuldigen Kinde? Was kommt denn darauf an, ob Buschhoff und 
Familie noch vier oder fünf Wochen länger in Untersuchungshaft sitzen, wenn ihnen nachher von den 
Geschworenen das erlösende, schuldverneinende Wort zugestanden wird, während sie so zeitlebens mit dem 
Verdachte behaftet bleiben?' 

Was meinen Sie, meine Herren? - Das nennt man Rechtspflege! Ja, wenn das im Ausland gelesen wird, daß 
ein Blatt es wagt, solche Dinge zu sagen, - was soll man von unserer Rechtspflege denken?" ... Rickert 
beklagt sich darüber, daß auch der Kaiser "belästigt" werde. "Meine Herren, ich glaube, die Unverfrorenheit, 
mit der man die Allerhöchste Person in diese schwebende Untersuchung hineinzieht ohne irgendwelchen 
Grund, sucht ihresgleichen. Die Herren werden von Tag zu Tag kühner - um nicht einen anderen Ausdruck 
zu gebrauchen! 

Meine Herren, nun zum. Schluß noch eine Hauptsache, nämlich die Frage des Ritualmordes! Dieses alberne 
Märchen von dem Ritualmord, welches hineinreicht in die Zeiten des finsteren Mittelalters, wo die 

Aufklärung allerdings noch nicht soweit war, noch weiter darüber hinaus Jahrhunderte zurück, das wird hier 
von dem vornehmsten Organ der konservativen Partei in dieser Weise aufgefrischt! Hat denn dieses Organ 
("Kreuzzeitung") gar keine Empfindung dafür, daß dieses alberne Märchen in die heutige Zeit nicht mehr 
hineinpaßt? 

Nicht nur hat de, Bischof Kopp den Ritaalmord im Jahre 1882 (Tisza-Eszlär!) für freventliche Unwahrheit 
erklärt, es sind auch hervorragende Päpste, welche in früheren Jahrhunderten, wo die Volksaufklärung noch 
lange nicht soweit war und man gegen derartige Märchen noch nicht so gewappnet war wie heute, die 
obersten Hirten der katholischen Kirche dagegen aufgetreten in Schrift und Wort. Ich habe hier vor mir jene 
denkwürdige Schrift von dem Kardinal Ganganelli, der im Jahre 1759, als die polnischen Juden des 
Ritualmordes beschuldigt waren (Lachen rechts) -ich weiß nicht, was den Herren dabei lächerlich ist -, als die 
polnischen Juden beschuldigt waren, ausdrücklich dagegen Verwahrung einlegte und mit den Waffen seiner 
Gelehrsamkeit, die weite Gebiete umfaßte, bewies, daß das lediglich ein Märchen sei, welches man 
zurückweisen müsse..." 

Rickert beschwert sich dann über einen Artikel der "Kreuzzeitung": "Nein, meine Herren, solche Waffen 
passen nicht in das 19. Jahrhundert, dessen Schluß wir entgegengehen; das sind nicht die Waffen der 
christlichen Liebe, der Toleranz; das sind auch nicht die Waffen der Verfassung und des Gesetzes. Nicht 
Gäste, wie die 'Kreuzzeitung' sagt, sondern gleichberechtigte Mitbürger sind die Juden in unserem Staat, 
und wehe dem, der an diese Rechte in frevelhafter Weise die Hand legt!" (Lebhaftes Bravo! links.) 



5. Schreiben Rohlings an das Gericht zu Kleve. 

An das Königliche Strafgericht 
zu Kleve. 

Hoher Gerichtshof! 

Der bekannte Straßburger Professor Dr. Nöldeke hat unter Einbeziehung meiner Person vor Ihrem Forum ein 
Gutachten über den Ritualmord der Juden abgegeben. 

Gewissen und Ehre nötigen mich, gegen dieses Gutachten zu protestieren. Professor Nöldeke nennt es frivol, 
wenn immer und immer wieder wiederholt werde, die Juden brauchten zu rituellen Zwecken Christenblut. Er 
behauptet, "mit ziemlicher Sicherheit" sagen zu können, daß im Talmud nichts dafür enthalten sei; auch 
deutet nach seiner Meinung im Sefer halkutim und im Zohar nichts darauf hin. Delitzsch soll nach Herrn 
Nöldeke die Blutbeschuldigung auf das Bestimmteste widerlegt und mein alter Freund Bickell sie für 
Schwinde] erklärt haben. 

Ich finde es eigentümlich, daß Professor Nöldeke Andersdenkende der Frivolität beschuldigt, während er 
selbst nur eine "ziemliche" Sicherheit für sich in Anspruch nimmt. Was Delitzsch angeht, so wurde er wie 
Nöldeke selbst durch die in zwei Auflagen bei Fritsch. in Leipzig 1887 erschienene Victorsche Schrift über 
den Prozeß Rohling/Bloch widerlegt, ohne daß eine Rechtfertigung seitens der Beteiligten erfolgte. Was 
Professor Bickell betrifft, so hat er die Blutbeschuldigung nie für Schwindel erklärt, sondern war einig mit 
mir, daß die Geschichte diese Anklage völlig begründe, weil sie zahlreiche Morde dieser Art berichtet, 
welche kriminalistisch festgestellt wurden. 



Auch Eisenmenger deutet auf diese Tatsache hin, obgleich ihm rabbinische Beweistexte und Textbeweise 
entgangen waren. Ober einige Texte dieser Art war auch Professor Bickell anderer Ansicht als ich, obgleich 
er eine frühere Äußerung über die Unmöglichkeit meiner Auffassung später zurücknahm, Professor Nöldeke 
hätte dies alles aus Victors Schrift, die es seit 1887 öffentlich mitteilte, wissen können. 

Wenn die Tatsachen der Geschichte nicht geleugnet werden können, so ist wohl begreiflich, daß sich trotz 
der Kastrierung gewisser rabbinischer Werlie doch noch da und dort Texte finden, welche auf den 

Gegenstand hindeuten, und Anspielungen enthalten, welche trotz aller Vorsicht der Redalition im Lichte 
der geschichtlichen Begebenheiten sehr laut reden. So entbehrlich äerlei Texte aber auch angesichts der 
historischen Zeugnisse sind und demnach, wenn man will, den Schulübungen der Philologen überlassen 
werden können, so finde ich meinerseits, was immer andere sagen, daß der Talmud auch in den kastrierten 
Ausgaben die Sache andeutet, während Sefer halkutim und Zohar bestimmter reden, wie es in meiner 
Schrift "Polemik und Menschenopfer des Rabbinismus" (Paderborn bei Schröder, 1883) dargelegt ist. Diese 
Darlegung ist heute noch völlig überzeugend für mich, und wenn ich auf private Publikationen der Zeitungen 
und Broschüren, wie Stracks "Blutaberglaube", nicht reagierte, so geschah es, weil die weltliche Obrigkeit, 
der ich Untertan bin, die Sistierung des Judenstreits begehrte. 

Nachdem aber amtlich vor Gericht meine heilige Überzeugung als eine Frivolität gebrandmarkt wurde, hielt 
ich es für meine Pflicht, das Vorstehende Ihnen bekanntzugeben: im Angesicht des Todes und meines ewigen 
Richters kann ich nicht anders reden und muß bekennen 

daß die Blutbeschuldigung Wahrheit ist! 

Hochachtungsvoll 

gez. Kanonikus Dr. theol. et phil. A. Rohling, o. ö. Prof. der hebr. Altertümer an der K. K. Deutschen 
Universität in Prag. 

Prag, 10. Juli 1892. 



6. Aus der Rede des tschechischen Anwaltes Dr. Baxa vor dem Schwurgericht in Kuttenberg September 1899). 

Dr. Baxa führte zunächst - aus, daß der Ersatz der Kosten für die arme Mutter der Ermordeten nebensächlich 
sei. Die Mutter habe aber ein Recht zu verlangen, daß sie erfahre, warum man ihre Tochter mordete, warum 
sie auf diese furchtbare Weise umgebracht wurde! 

"Gehen wir einmal alle Momente durch, die hier in Betracht kommen könnten; sie hatte keinen Feind, sie war 
fromm und gut und brav. Ein —Mord aus Rache konnte es also nicht sein. Der ärztliche Befund ergab, daß 
das Mädchen unberührt war und geblieben ist. Ein Lustmord hat also auch nicht stattgefunden. Ein 
Raubmord vielleicht? Die Ermordete besaß nichts, und was sie besaß, hat man bei ihr gefunden. Was also 
war das Motiv dieser furchtbaren Tat? So fragt sich die Mutter immer wieder von neuem, warum mußte ihre 
Tochter am belebten Wege, bei hellichtem Tage eines so furchtbaren Todes sterben? 

Nun, meine Herren Geschworenen! Die Täter haben auch diesmal, wie in einer ganzen Reihe 
vorhergegangener Fälle, darauf gerechnet, daß es ihnen gelingen werde, unentdeckt zu bleiben. Aber, schon 
in der Bibel steht, daß bei Verübung der ersten Mordtat das Blut des Opfers zum Himmel schrie. (Große 
Bewegung.) Hier konnte allerdings das Blut nicht zum Himmel schreien, denn es war verschwunden! Aber 
der Körper redete zum Himmel eine furchtbare geheimnisvolle Sprache, aber wir verstanden diese Sprache, 
und es gelang endlich, das Dunkel, das darüber gebreitet werden sollte, zu lüften. 

Wir waren in der Lage, die Leiche rechtzeitig aufzufinden, und aus allem konnten wir nunmehr der Mutter 
sagen, wie ihre Tochter umgebracht wurde. (Große Bewegung.) Sie wissen, meine Herren Geschworenen, 
was gestern die Ärzte ausgesagt haben. Sie haben gehört, wie das unglückliche Mädchen stranguliert wurde, 
wie man sie mit Steinschlägen betäubte, und wie man ihr den tödlichen Schnitt beibrachte. Das, meine 
Herren, sagt alles. Wenn es den Mördern nur darum zu tun war, das Mädchen zu töten, so hätten sie ja nur 
den Strick einen Moment länger anzuziehen brauchen. Und bedenken Sie, wie viele Schuldbeweise hätten sie 
damit nicht geliefert. Sie hätten kein Blut vergossen, sie wären um sehr viel früher fertig geworden. Allein 
nicht das Leben dieses Mädchens wollten sie, so wollten etwas anderes. Denken wir einmal an die letzte 
Stunde dieses unglücklichen Opfers. 

Denken wir daran, wie man ihr die Schlinge um den Kopf wirft, wie sich plötzlich drei Männer über sie 
beugen, wie man sie auf den Kopf schlägt, ihr mit furchtbarer Gewalt die Kleider vom Leibe reißt, wie sie 
vielleicht anfangs ein Attentat auf ihre jungfräuliche Ehre glaubend, plötzlich sehen muß, wie das Messer, 
das furchtbare Instrument in der Hand des einen blitzt, wie man alles herrichtet zu der f urchtbaren 
Abschlachtung, wie man ihr den Kopf zur Seite neigt, wie sie jetzt erst sieht, was man mit ihr vorhat, wie ihr 
die ganze furchtbare Wahrheit dessen, wozu sie ausersehen wird, klar wird - und, meine Herren 
Geschworenen, Sie werden mir zustimmen, daß dieses Mädchen eine Märtyrerin ist. Meine Herren 
Geschworenent Wir sahen noch Die einen solchen Fall. Sie haben gestern das Gutachten der Arzte gehört. 
Braucht es noch eines Beweises, daß die Mörder nicht das Leben dieses Mädchens, sondern ihr Blut allein 
wollten? (Gewaltige Aufregung.) Das ist nicht mehr abzustreiten! Aus dem Saale des Kuttenberger 
Kreisgerichtes gellt es heute hinaus in alle Gaue, daß unter der menschlichen Gesellschaft Menschen 
wohnen, welche nach dem Blute ihrer Mitmenschen verlangen! Wir schrecken davor zurück. Wir wehren uns 
gegen diesen furchtbaren Gedanken, unser Gefühl sträubt sich dagegen, gegen dieses furchtbare, durch 
Jahrhunderte gehütete Geheimnis. 

Aber hier liegt das Faktum vor! Das tatsächliche, unabstreitbare Faktum, und dagegen, was hier konstatiert 
worden ist, kommt kein Mensch der Welt auf! 

Nun drängt sich uns eine zweite Frage auf. Wozu braucht man das Blut? Und da, meine Herren, sage ich 
Ihnen jetzt: Es ist die Schuldigkeit der ganzen christlichen Menschheit, dieses Geheimnis aufzubüllen. Es ist 
Pflicht, oberste Pflicht der Behörden, daß sie klarstellen, warum unter uns Leute sind, welche das Blut ihrer 
Nebenmenschen für dunkle Zwecke gebrauchen. Wir haben das Recht, uns zu wehren, ja, wir müsseh uns 
wehren gegen diese Leute, die unser Blut brauchen. Es soll endlich dieses schreckliche Geheimnis gelüftet 
werden, es soll endlich klargestellt werden, wer diese Menschen sind, ob es nur eine religiöse Sekte, oder ob 
es eine Rasse ist, wir müssen uns wehren und verlangen, daß der Staat gegen sie einschreitet. Wir warnen die 
Welt, daß sie dieses Geheimnis noch länger zu wahren sucht. 

Sehen Sie sich den Angeklagten und die Gesellschaft, in der er lebt, an. Warum lügt Hilsner so hartnäckig, 
warum wird er von seiner ganzen Gesellschaft unterstützt? Ililsner weiß sehr gut, daß, wenn er gesteht, das 
ganze Geheimnis herauskäme, da käme alles heraus, ob es nun ein Schächter oder ein anderer gewesen, der 
diesen Schnitt gemacht. 

Also, warum sollten wir nicht mithelfen, daß man diese Mitschuldigen ausfindig macht! Ich sage Ihnen, die 
heutige Verhandlung ist nicht das Ende der Polnaer Mordaffäre. Es ist nur der Anfang einer neuen 
Untersuchung, wir sind noch lange nicht am Ende. Wir werden suchen, unaufhaltsam suchen, wer die 
anderen Täter waren, wir werden sie finden, und dann wird die ganze christliche Welt aufatmen, wie von 
einem ungeheuren Alpdrucke befreit." 

Dr. Baxa führte dann alle Umstände an, welche die Schuld Hilsners zweifellos machten und sagte, die Art 
der Ausführung des Mordes, die grenzenlose Kühnheit, mit welcher er ausgeführt wurde, lasse förmlich 
darauf schließen, daß die Täter mit wahrhaft fanatischer Kühnheit an das Werk gegangen sein müßten, als ob 
sie glaubten, daß in alle Ewigkeit ihr Verbrechen nicht an den Tag kommen würde. Dr. Baxa führte 
schließlich aus, daß seine Überzeugung von der Schuld des Angeklagten felsenfest stehe. 

'Tm Namen der Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit haben Sie das bejahende Urteil zu fällen und mit voller 
Überzeugung können Sie es fällen, und wir werden einen großen Schritt weiter fortgeschritten sein auf der 
Bahn, die wir zu durchlaufen entschlossen sind..." 



7. Eine Vereinigung zur Aufklärung des Konitzer Mordes 

hat sich in der Stadt Konitz gebildet. Am 11. März 1900 ist der in blühendem Jünglingsalter stehende 
Gymnasiast Ernst Winter von verruchten Mörderhänden in Konitz zu Tode gemartert worden, und noch 
immer harrt die entsetzliche Tat der irdischen Sühne. 


Die in den Tagen vom 26. Oktober bis 10. November zu Konitz stattgehabte öffentliche 
Schwurgerichtsverhandlung gegen die wegen Meineides angeklagte Familie Masloff hat ein grelles 
Streiflicht in die dunkle Angelegenheit geworfen, indem dieser Prozeß weit über den Rahmen eines 
einfachen Meineidsprozesses hinausgegangen und sich zu einer Art von Ermittlungsverfahren in der 
Winterschen Mordsache gestaltet hat. Noch erscheint es möglich, daß der geheimnisvolle Mord Aufklärung 
und Sühne findet. 

Diese Möglichkeit ist der selbstlosen und unermüdlichen Tätigkeit einiger weniger Männer zu verdanken, die 
ohne ausreichende Geldmittel, aber mit Aufbietung aller ihrer Kräfte den Spuren des Mordes nachgegangen 
sind. Die ungeheuren Schwierigkeiten und Hindernisse, die sich jedem Schritte zur Entdeckung des Mörders 
entgegenstellen, können aber schließlich nicht durch den Eifer und die Tatkraft einzelner überwunden 
werden. 

Das ganze deutsche Volk ohne Unterschied der Parteiricbtung hat ein dringendes Interesse daran, das 
eigentümliche Dunkel gelichtet zu sehen, das gerade diesen grausigen Mord umhüllt. Dem Vater des 
Ermordeten, dem Bauunternehmer Winter zu Prechlau, stehen nicht die Mittel zu Gebote, um seinerseits die 
vorhandenen Spuren so weit zu verfolgen, daß es gelingt, die Justiz zur Ergreifung der Mörder zu 
veranlassen. 

In der Stadt Konitz, in deren Mauern der Mord verübt worden ist, hat sich daher eine Vereinigung aus 
angesehenen Bürgern in Stadt und Land gebildet, die sich das Ziel gesteckt hat, mit allen Kräften zu der 
Aufklärung des Mordes beizutragen und jede Spur rückhaltlos zu verfolgen. Diese Vereinigung wendet sich 
an alle Deutschen jeder Parteirichtung. Ein jeder soll nach seinen Kräften zur Ansammlung eines 
ausreichenden Fonds beitragen, der unter Verantwortung der Unterzeichneten für eine sachgemäße 
Verfolgung der Spuren des Mordes verwendet werden sollte. 

Wir bitten die Zeitungen aller Parteirichtungen, unser Unternehmen durch wiederholten Abdruck dieses 
Aufrufes zu fördern, und wir bitten jeden deutschen Bürger, für den guten Zweck sein Scherflein beizutragen. 

Konitz, den 24. November 1900. 

Bönig, kath. Pfarrer 

Hammer, ev. Pfarrer 

Gebauer, Stadtrat u. Mitgl. d. Westpr. Prov.-Landt. 

Heise, Stadtrat 

Klotz, Stadtrat 

Schultze, Stadtrat 

Schar, Stadtrat 

Stockebrand, Stadtrat 

Hilgendorff, Landtags-Abg. und Reichstagsabg. 

V. Parpatt, Mitgl. d. Westpreuß. Prov.-Landt. 

Oslander, Landt.-Abgeordn. 

V. Gordon-Laskowitz, Mitgl. des Preuß. Herrenhauses 

V. Nitykowski-Grellen, desgl. 

Frh. V. Eckardstein, Rittergutsbes. 



8. Aus der Rede des Abgeordneten Liebermann von Sonnenberg in der 43. Sitzung des Deutschen Reichstages vom 7. Februar 1901. 

Präsident Graf v. Ballestrem erteilt dem Reichstagsabgeordneten Liebermann von Sonnenberg das Wort: 

"...Es handelt sich beim Falle Konitz nicht allein um das rein menschliche Gerechtigkeitsgefühl, das für jeden 
Freyel eine Sühne wünscht, sondern um eine Sache von sehr weittragender Bedeutung... Rein objektir will 
ich feststellen, daß große Kreise in unserem Volke, zu denen sehr gebildete und in guter Lebenslage 
befindliche Leute in Menge gehören, tatsächlich zu der Ansicht gekommen sind: es soll nichts 
herauskommen ! 


Man glaubt eben im Lande, daß die Judenfurcht auch bei uns sclion so groß ist, daß selbst die 
Staatsbehörden nichts gepn das Judentum unternehmen dürfen... Der Wunsch, auch die deutsche Regierung 
in ein Abhängigkeitsverhältnis zu bringen, liegt sicher vor. Man braucht ja nur den Sturm zu beobachten, 
der sich gegenwärtig gegen den preußischen Herrn Justizminister erhebt, weil er den geradezu wahnwitzigen 
Ansprüchen der Juden entgegengetreten ist und bestritten hat, daß die Tatsache des bestandenen Examens 
den Minister zwingen solle, jeden beliebigen Juden als Richter anzustellen oder zum Notar zu ernennen. In 
der ganzen jüdisch-liberaleD Presse wird der Minister jetzt rerfolgt und beschimpft; man bläst gegen ihn zum 
Sturm an allen Enden. 

Die Judenschaft arbeijet auch hier nach altbewährten Rezepten. Herr Rickert 9) braucht nur nachzulesen in 
Mommsens römischer Geschichte über die Juden in Rom, wie sie es machten, wenn irgendein Statthalter in 
den Provinzen sie geärgert hatte, vielleicht unbestechlich gewesen war. Wenn ein solcher Mann nach 
Ablösung von seinem Posten nach Rom kam, dann wurde Lärm geschlagen, der Pöbel gegen ihn aufgehetzt, 
und alles versucht, ihn zu schädigen und für ein neues Amt unmöglich zu machen. Ich weiß nicht, wie die 
jetzt im Gange befindliche jüdische fletze gegen den Herrn Justizminister enden wird; vielleicht ist auch 
schon für ihn als Ersatzmann jemand vorhanden, der noch nicht an der richtigen Stelle steht (sehr gut!). 

Die im Sommer vorigen Jahres (in Konitz) vorgekommenen Tumulte sind durch jüdische Lock- und 
Reizspitzel angestiftet oder durch maßlose jüdische Frechheit gegenüber der Bevölkerung hervorgerufen 
worden (sehr richtig!). Das beweist z. B. für Konitz der Fall des Juden Zander, der einen Stein durch die 
Scheiben seines eigenen Fensters auf die Straße geworfen hat. Meine Herren, vor solchen Aufreizungen muß 
die Bevölkerung bewahrt werden! 

Die Juden aber spielen sich bei solchen Tumulten als unschuldig Verfolgte auf, schreien Gewalt und wissen 
ihrem Geschrei an sehr hohen Stellen Gehör zu verschaffen. Dann rücken sofort Truppen, die früher 
vielleicht zur Absperrung der Stadt sehr am Platze gewesen wären, auf Allerhöchsten Befehl ein, und 
dann kommt, auch ohne Erklärung des Belagerungszustandes und Standrechtes der Spruch zur Geltung: 
'Unter Waffen schweigen die Gesetze.' Bestürzung bemächtigt sich der gesamten Beyölkerung; die Zeugen 
wagen nicht mehr frei auszusagen und halten mit wichtigen Beobachtungen zurück. So meint man zu 
erreichen, daß die Mordgeschichte endlich zur Ruhe kommt... Die Konitzer Angelegenheit darf aber nach 
meiner Auffassung nicht die Sache einer einzigen Partei, der antisemitischen Partei, sein, sondern sie muß 
vielmehr die Sache aller anständigen Leute im ganzen deutschen Vaterlande werden. Die Konitzer 
Vereinigung zur Aufklärung des Mordes an dem Gymnasiasten Winter 10) besteht aus Leuten, die durch 
ihre ganze Lebensstellung und ihre ganze Lebensführung jeden Verdacht weit von sich halten können, als ob 
sie sich lediglich aus hetzerischen Gelüsten zusammerigetan hätten. 

Meine Herren, (las deutsche Volk blieb ruhig, als der ganz gleichartige Mord in Skurz keine Sühne fand. Der 
Kriminalkommissar Hoeft, der das vorbildliche Beispiel gewesen ist für die diesmaligen Ermittlungen der 
Berliner Kriminalkommissare in Konitz, hatte die zuerst beschuldigten und gefänglich eingezogenen Juden 
befreit und einen christlichen Schlächtermeister - es wiederholt sich alles! - vor das Schwurgericht 
gebracht. Der Mann mußte als gänzlich unschuldig freigesprochen werden. Und,daan war die Sache für die 
Behörden erledigt. Die antisemitische Bewegung war damals in Deutschland noch nicht stark genug, um das 
ganze deutsche Volk für die Sache warm zu machen, wie es jetzt Gott sei Dank der Fall ist. Der Blutmord in 
Skurz ist bis zum heutigen Tage unaufgeklärt und ungesühnt geblieben. Man hat auch nie etwas davon 
gehört, daß weitere Nachforschungen dort stattgefunden hätten. Als dann zehn Jahre später ein gleichartiger 
Blutmord in Xanten die Welt erregte, wurde ein ganz raffiniertes Mittel angewendet, die Sache zu 
verfahren. Ein berüchtigtes Individuum, das sich an die antisemitische Partei herangedrängt hatte, ging im 
Auftrage einer antisemitischen Zeitung nach Xanten, schrieb eine verlogene Broschüre, die in gutem 
Glauben nachgedruckt und den verantwortlichen Redakteuren harte Gefängnisstrafen eingetragen hat. So 
kam es, daß die antisemitische Presse nicht nachhaltig eingreifen konnte, und daß auch dieser Mord 
unbestraft blieb. 

Der der Tat beschuldigte Schächter Buschhoff wurde vom Schwurgericht in Kleve freigesprochen, nicht 
etwa, weil man von seiner Unschuld überzeugt war, sondern, was sehr wenigen bekannt ist, weil eine 
Unterfrage wegen Mitschuld nicht gestellt worden war, und die Geschworenen die Beweise nicht für 
ausreichend hielten, ihn als Täter schuldig zu sprechen. 

Die Konitzer Bluttat aber, die dritte gleichartige in Preußen in einem Zeitraum von sechzehn Jahren, wird 
das Schicksal von Skurz und Xanten nicht teilen. Die Prozesse, die noch im Gange sind, der Prozeß gegen 
den Juden Moritz Lewy wegen Meineides, der in wenigen Tagen in Konitz sich abspielen wird, der Prozeß 
gegen die 'Staatsbürgerzeitung', in dem 114 Zeugen vernommen werden, werden dafür sorgen, daß die 
Volkserregung über den Mord an dem Gymnasiasten Winter nicht zur Ruhe kommt... Ich habe aber die 
Vorsicht geübt, mich in Konitz nie 24 Stunden lang hintereinander aufzuhalten. Es wimmelt dort von 
jüdischen Spionen, und ich wollte nicht ohne Not mich in Klatschereien verwickeln, deren Abwehr mir 
Arbeit gemacht und Zeit gekostet hätte. Also nicht der 'antisemitische Generalstab', wohl aber ist in Konitz 
nach dem Morde ein jüdisches Verwirrungs- und Vertuschungskomitee etabliert worden und ist dort noch 
bei der Arbeit. Alle die Tatarennachrichten, die durch die jüdischen Zeitungen gegangen sind, die vollständig 
aus den Fingern gesogenen Behauptungen, die in die Welt gestreut worden sind, um die Polizei abzulenken 
und das Publikum zu verwirren, gingen von diesem Verwirrungs- und Vertuschungskomitee aus. 

Das Schamloseste aber ist erreicht in den letzten Verdächtigungen hochangesehener christlicher Männer in 
Konitz, des Kreisschulinspektors Rohde und des Lehrers Weichel, die man in Berliner Zeitungen als die 
Mörder bezeichnet, auf die einfache Tatsache hin, daß bei ihnen neuerdings auch Haussuchungen abgehalten 
worden waren! Die beiden Herren wohnen nämlich in einer Straße, wo man jedes Haus und jede Wohnung 
absuchte; da konnte man selbstverständlicherweise keine Ausnahme machen. Ohne daß irgend etwas anderes 
als diese einfache Tatsache vorlag, brachten Berliner Zeitungen kürzlich die Nachricht, der Lehrer Weichel 
habe den Mord bereits eingestanden. Das sei telegraphisch von Konitz berichtet worden. Diese scheußliche 
Verdächtigung ist dann durch einen großen Teil der Presse gegangen! Ebenso sind Beschuldigungen gegen 
den Kreisschulinspektor Rohde in der schamlosesten Weise von den Berliner und anderen Judenzeitungen 
verbreitet worden. Ich meine denn doch, daß die Behörden, das Kultusministerium und auch das 
Kriegsministerium - denn Herr Rohde ist Hauptmann d. L., beide Herren sind im Vorstand des 
Krieg er Vereins -, daß die vorgesetzten Ministerien ihre Beamten schützen und ex officio gegen alle in Frage 
kommenden Zeitungen klagen lassen sollten, damit die schwer beleidigten Männer nicht noch unnütze 
Kosten und Mühen davon haben. Es dürfte bei diesem Prozesse auch mancherlei Wichtiges sich noch 
nebenbei ergeben. 

Aus Mitgefühl mit dem Hohen Hause unterlasse ich es heute, in so später Stunde ein Verzeichnis der 
Tatarennachrichten, die im jüdischen Interesse aus Konitz in die Weit gegangen sind, zu entrollen. Ich habe 
ein dickes Manuskript darüber auf meinem Platze liegen... Ich werde alle Verwirrungsreden, die hier über 
den Fall Konitz gehalten werden, sofort beantworten. Das ganze deutsche Volk und wohl auch der Reichstag 
dürften darin mit mir einverstanden sein, daß man in Konitz nun endlich einmal die Spuren verfolgen sollte, 
die bisher noch nicht verfolgt worden sind, nachdem alle anderen Spuren sich als irrig erwiesen haben... Es 
kann uns ganz außerordentlich gleichgültig sein (?), zu welchem Zwecke das Blut der Opf er in Skurz, 
Xanten und Konitz bestimmt war. Die Tatsache läßt sich aber nicht ableugnen, daß die Leichen oder deren 
Teile in allen drei Fällen völlig blutleer aufgef unden worden sind, und in allen drei Fällen kann der gesunde 
Menschenverstand schlechterdings kein anderes Mordmotiv als das der Blutgewinnung auffinden. Ich habe 
auch den Leiter des Schlachthauses von Konitz, den Herrn Tierarzt Wendt, um seine Meinung befragt. Er 
gab mir folgende Auskunft: er leite seit zehn Jahren das Schlachthaus, es würden dort im Durchschnitt 
jährlich 10 000 Tiere getötet, teils geschlachtet, teils geschachtet, er habe also an 100 000 Tierkörpern die 
Wirkung des Schlachtens und des Schächtens beobachten können, und er könne versichern, daß er noch 
niemals ein so ausgeblutetes Stück Fleisch gesehen habe wie die Winterschen Leichenteile... 
(Bewegung). Es sind nämlich wunderbarerweise gleich nach dem Morde fünf Schächter aus der Gegend 
verzogen, zuerst der Kantor Hamburger aus Schlochau und dann der Schächter Heymann aus Konitz, von 
denen der eine eine Millionenerbschaft in Amerika gemacht haben soll und der andere nach Russisch-Polen 
gezogen ist. Der Judenschächter Fuchs, der aus Rußland stammt, ist nach Rußland zurückgegarigen... Die 
Tatsache, daß russische Juden sich in Konitz befunden haben, ist gerichtlich festgestellt... 

Der Herr Abgeordnete Stadthagen 11} hat die Bevölkerung Westpreußens als auf ganz außerordentlich 
niedriger Kulturstufe stehend geschildert. Daher sei es nicht alliusehr zu verwundern, daß solche Leute an 
Ritualmorde glaubten... Aber auch die Landbevölkerung in Westpreußen steht turmhoch an Bildung über 
einer Kategorie von Leuten, die auch bei dem Konitzer Mord wieder in Betracht kommen. Ich meine die 
jüdische Bevölkerung, die aus Russisch-Polen, aus Galizien, Rumänien usw. bei uns einströmt und auf 
Grund unserer Gesetzgebung leider daran nicht verhindert werden kann." 12) 
 



9. Tafel der Ritualmorde. 


[Die Tafel lässt sich in WordPress schnlecht übertragen. Sehen Sie in der PDF ab Seite 202 nach um sie zu sehen!]

https://ia801409.us.archive.org/6/items/DerJuedischeRitualmord-EineHistorischeUntersuchung/SchrammHellmut-DerJuedischeRitualmord-EineHistorischeUntersuchung1943-2007211S..pdf

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1) "Der Orient" Nr. 41, S. 315/16. 

2) Der Orient", Nr. 52 (26. Dezember 1840. - Wörtlicher Bericht). 

3) "Hingerichtet" wurde bekanntlich nicht ein einziger Jude! 

4) "Israelitische Annalen" Nr. 51 (18. Dezember 1840). 

5) Diese 1832 in Frankfurt a. M. gegründete Judenloge "Zum Frankfurter Adler" kann man ebenso wie die 
weiter unten genannte Loge "Zur aufgehenden Morgenröte" (1808 eingerichtet) mit F. A. Six ("Freitnaurerei 
und Judenemanzipation, Hamburg, 1938) als "Plattform der politischen Emanzipation und Sammlungsort 
der jüdisch-freimaurerischen Intelligenz" bezeichnen. Von da aus wurden jene verhängnisvollen jüdisch- 
freimaurerischen Fäden über ganz Deutschland gesponnen. - Cremieux wußte, warum er diese beiden, dein 

"Grand Orient de France" unterstellten Logen besuchte! Sie verkörperten "die Quintessenz der geistigen 
und sittlichen Notabilitäten der israelitischen Einwohner Frankfurts". Diese Juden "gingen ihren 
Glaubensgenüssen im Fache der Erziehung und des öffentlichen Unterrichtes mit Riesenschritten aus dem 
Nebel der Vorurteile in das Gebiet höheren Lichts voran". (Vgl. Dieter Schwarz: "Die Freimaurerei", 
Berlin, 1938, S. 29.) 

6) Schächtmesser! 

7) "Stenographische Berichte über die Verhandlungen des Hauses der Abgeordneten. " - Berlin, 1892. 

8) Entnommen der Schrift Hanns Arnold Schwers aus dem Jahre 1900 (Wien, Selbstverlag). 

9) "Der verdiente General der Judenschutztruppe", Vorsitzender des "Vereins zur Abwehr des 
Antisemitismus ", politischer Gegner Liebermanns. 

10) siehe Anhang 7. 

11) Jude! "Rechtsanwalt" und sozialdemokratisches Reichstagsmitglied. (Vgl. J. Braatz: "Der Deutsche 
Reichstag ", S. 46 und Tafel XV!) 

12) Das Parteiprogramm der Deutsch-Sozialen aus dieser Zeit forderte (nach W. Buch): Reinhaltung des 
Blutes! 

13) Die genauen Akten- bzw. Urkundenhinweise finden sich an den betreffenden Stellen verzeichnet. Die 
zahlreichen geplanten bzw, in allgemeinen Wendungen unter ungenauer Orts- und Zeitangabe, überlieferten 
Ritualverbrechen finden hier keine Berücksichtigung! 

14) Kürzere Hinweise auf Zeitungsberichte, Aktenauszüge u. dgl. sind in dieser Aufstellung nicht mit 
berücksichtigt worden; diese finden sich jeweils an den betreffenden Stellen der Abhandlung, genau 
verzeichnet! 



ENDE

2 Gedanken zu “Anhang & Literaturverzeichnis

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