Damaskus 1840

Es ist ein historisches Verdienst unseres Reichsleiters Alfred Rosenberg, und es gehörte im Jahre 1920, als 
sich Deutschland auf dem Wege zur Rätediktatur befand, ein unerhörter Mut dazu, diese Verbrechen Judas 
im Rahmen der Übersetzung und Veröffentlichung eines französischen Werkes aus dem Jahre 1869 der 
Vergessenheit entrissen zu haben. 

Die Zeitumstände im damaligen Deutschland waren denkbar ungünstig, tatsächlich scharte sich nur ein 
kleiner Kreis um diese Veröffentlichungen, die aber um so nachhaltiger auf jene wirken mußten, die den 
Kampf gegen das Judentum als Gewissenssache ansahen, wenn dieses Unterfangen auch hoffnungslos 
erscheinen mußte. 

Der Verfasser des von unserem Reichsleiter übersetzten Werkes war ein Chevalier Gougenot des 
Mousseaux, aus altem französischem Adelsgeschlecht stammend. Der Titel lautete: "Le Juif, le judaisme et 
la judaisation des peuples ehretiens," übersetzt: "Der Jude, das Judentum und die Verjudung der christlichen 
Völker", entstanden 1869, erschienen in deutscher Sprache 1920/21. Den Verfasser des Buches, des 
Mousseaux, ereilte das ihm vom Juden zugedachte Schicksal, dem mehr als ein Tapferer bisher zum Opfer 
fiel.- er wurde vergiftet. "An einem Tage erhielt er sein Todesurteil zugesandt, am anderen starb er" (A. 
Rosenberg, Vorwort). 

Sein Werk verschwand, von Juden auf gekauft, vom Büchermarkt, ebenso erging es allen übrigen Arbeiten 
anderer Verfasser, die sich eingehend mit dem Prozeß in Form von Aktenveröffentlichungen oder 
Darstellungen befaßt hatten. 



Pater Thomas - Ibrahim Amara. 

Diese Ritualmorde ereigneten sich zu Damaskus im Februar des Jahres 1840, diesmal nicht an Kindern, 
sondern an dem greisen Kapuzinerpater Thomas, der 1807 nach Damaskus gekommen war und daselbst 33 
Jahre als Wohltäter des Volkes gewirkt hatte 1), sowie an seinem Diener Ibrahim Amara. Das authentische 
Material des Prozesses wurde im Ministerium des Auswärtigen zu Paris niedergelegt. Diese Originalakten 
verschwanden aber spurlos i87o, als der Jude und Hochgradfreimaurer Cremieux - mit dem wir uns noch 
näher zu befassen haben werden - Justizminister wurde! Die wenige Jahre nach dem Prozeß erschienenen 
Werke des Mitgliedes der Orientgesellschaft, Achille Laurent, die den Gesamtprozeß gegen die Juden in 
Damaskus an Hand der Gerichtsakten behandelten, verschwanden ebenfalls bis auf ein Exemplar, das sich 
noch in der Nationalbibliothek in Paris befand. Es handelt sich um die beiden Bände Achille Laurents: 
"Relation historique des affaires de Syrie depuis 1840 jusqu'en 1842." Der zweite Band enthielt die 
authentischen Prozeßaktent Die Zeitschrift "L'Univers et l'union catholique" hatte jedoch 1843 auszugsweise 
das arabische Aktenmaterial veröffentlicht, das sich noch in demselben Jahre in eine dann allerdings 
ebenfalls sehr selten gewordene deutsche Übertragung retten konnte 2). 


An Hand dieses authentischen Materials konnte, wie Jahrhunderte früher anläßlich des großen Tridentiner 
Prozesses, ein genaues Bild der Mordtat entworfen werden. Auch gaben die Angeklagten übereinstimmende 
Erklärungen über die Verwendung des Blutes ihrer Schächtopfer ab 3). 

Zunächst in Kürze die Geschehnisse, die zur Ermittlung der Täter führten: Am 15. Februar 1840 nachmittags, 
am Tage des jüdischen Purimfestes, begibt sich der Pater Thomas in das Judenviertel zu Damaskus, um 
einen Anschlag, eine Versteigerung im Hause eines verstorbenen Einwohners betreffend, auch an die 
Synagogentür zu heften. Da der betagte Pater gegen seine Gewohnheit mehrere Stunden ausbleibt, begibt 
sich gegen Sonnenuntergang sein Diener Ibrahim Amara auf die Suche nach seinem Herren in der Sorge, 
daß ihm ein Unfall zugestoßen sei. Beide wurden letztmalig von zahlreichen Zeugen im Judenviertel gesehen 
und blieben seitdem wie vom Erdboden verschwunden. Dies war um so auff allender, als der Pater seit einem 
Menschenalter in Damaskus ansässig war und auch als Impfarzt jedermann bekannt sein mußte. Der 
Polizeikommissar nahm daraufhin verschiedene Haussuchungen vor, die ohne jeden Erfolg verliefen. 

Zwei Tage später leuchtete an der Bude des jüdischen Barbiers Soliman ein Anschlagzettel, wie ihn der Pater 
auch an der Synagogentüre zuletzt noch angeheftet hatte. Dies erregte Verdacht. Der Barbier wird ins Verhör 
genommen, wie er in den Besitz dieses amtlichen Formulars gekommen sei. Seine Ausführungen erschienen 
derart unglaubwürdig und gekünstelt, daß die verhörenden Personen den Eindruck gewannen, daß er etwas 
von der Sache wissen müßte. Der in Damaskus residierende, durchaus nicht judenfeindlich gesinnte Sherif- 
Pascha ließ den jüdischen Barbier in Haft behalten und erteilte, da der vermißte Pater Europäer war, dem 
französischen Konsul für Damaskus, Graf de Ratti-Menton, Vollmacht, die Voruntersuchung zu leiten. 

Der Barbier leugnete mehrere Tage; als ihm schließlich völlige Straffreiheit und Schutz vor Verfolgungen 
zugesichert wurden, beantragte er, aus dem jüdischen Viertel folgende Juden herbeizuholen, in deren 
Gegenwart er dann ein Geständnis ablegen würde: Die Rabbinen Moses Saloniki und Moses Abu-el-Afieh, 
die drei Brüder David, Isaak und Aaron Harari, deren Onkel Joseph Harari und den Joseph Laniado. 

Die vorgeführten Juden sagten zunächst aus, den Pater Thomas seit vielen Monaten nicht gesehen zu haben; 
der Rabbiner Moses Abu-el-Afieh 'wollte die mit ihm vorgeladenen Juden überhaupt nicht näher kennen: 
Jene Gesellschaft ist nicht die meine; wir sind seit sechs Monaten nicht zusammengekommen; wir waren 
auch diesmal nicht beisammen. Den Pater Thomas habe ich seit anderthalb Monaten nicht gesehen..." Auf 
Vorhaltungen des Barbiers beruft er sich auf das berühmte schlechte Gedächtnis: "Der Mensch ist indessen 
vergeßlich; es wäre möglich, daß wir doch zusammengekommen wären, da der Barbier versichert, uns 
gesehen zu haben; nachher wird aber jeder nach seinem Hause gegangen sein." Aaron Harari. "Ich komme 
nur selten zu meinen Brüdern... Wir sind ruhige Leute und von geregelter Lebensweise, verlassen den 
Bazar erst gegen Sonnenuntergang; wie hätten wir uns alle sieben in solcher Gesellschaft finden können!" 

Da diese Verhöre die Sache nicht weiterbrachten, wurden die vernommenen Juden in Einzelhaft behalten, in 
der Hoffnung, hierdurch dem Verbrechen und seinen Motiven auf den Grund zu kommen. Der Barbier wurde 
nochmals ins Verhör genommen und nachdrücklichst ermahnt, die Wahrheit endlich zu gestehen. Nach den 
Gerichtsprotokollen lautete sein Teilgeständnis wörtlich wie folgt: 

"Die bezeichneten sieben Personen brachten den Pater in das Haus des David Harari und ließen mich aus 
meiner Bude holen, eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang. Sie sagten zu mir: Schächte diesen Priester.' 
Derselbe war im Zimmer, an beiden Armen gebunden. Da ich mich indessen weigerte, versprachen sie mir 
Geld. Ich antwortete: 'Das kann ich nicht.' Nun übergaben sie mir den kleinen Anschlagzettel und sagten, ich 
solle ihn an. meine Bude kleben. Es war Aaron Harari, der ihn mir zustellte, und als ich verhaftet und nach 
dem Serail abgeführt wurde, sagte mir David Harari: 'Hüte dich wohl, etwas zu gestehen; wir werden dir 
Geld geben.' Der Mann, der mich aus meiner Bude holte, hieß Murad-el-Fattal und ist David Hararis 
Diener." Die Protokolle vermerken weiter die an den. Barbier gerichteten Worte des Konsuls Ratti-Menton: 
"Ihr habt gestern wichtige Erklärungen abgegeben und sie heute wiederholt. Wenn es aus Furcht vor der 
Prügelstrafe geschehen ist, daß Ihr so gesprochen habt, dann sagt es offen heraus. Besorget nichts; es ist 
nicht unsere Absicht, daß Ihr irgendwen durch Lügen bloßstellen sollt." 

Antwort Solimans: "Was ich gesagt habe, ist Wahrheit; ich habe es in deren Gegenwart ausgesprochen." - Es 
ist wichtig, für das Folgende diese Stelle festzuhalten, da gerade der Konsul in seiner Eigenschaft als 
Untersuchungsrichter jüdischerseits den unglaublichsten Verdächtigungen ausgesetzt worden ist! 

Der vorgeführte Diener Murad-el-Fattal kann außerordentlich wichtige Aussagen abgeben; als er aber dem 
Haupt der jüdischen Gemeinde in Damaskus, Raphael Farahi, gegenübergestellt wird, widerruft er plötzlich 
alle seine Wahrnehmungen. Darüber vom Pascha selbst zur Rede gestellt und nach den Gründen des 
Widerrufs befragt, gibt er folgende vielsagende Erklärung zu Protokoll: "Ihr habt mich in Anwesenheit des 
Raphael Farahi verhört; ich habe mich gefärchtet und deshalb widerrufen, um so mehr, da mir derselbe einen 
Blick zugeworfen hat." Der Pascha: "Wie? Ihr fürchtet den Raphael mehr als mich?" Der Diener: "So ist es! 
Ich fürchte, daß er mich umbringen werde. Ich hege mehr Furcht vor Raphael als vor E. Exz., denn E. Exz. 
werden mich auspeitschen lassen und dann fortschicken, während jener mich in unserem Quartier ums 
Leben bringen wird, wenn ich die Wahrheit sage." 

Da es immer wahrscheinlicher wurde, daß der jüdische Barbier bei der Schächtung zugegen gewesen sein 
muß, wird er wiederuin in Haft genommen und einem scharfen Verhör unterzogen. Nach verzweifelten 
Ausflüchten legt er endlich in Gegenwart einiger hoher Offiziere und Konsulatsbeamten sowie eines 
Stabsarztes, die sämtlich das Protokoll unterschriftlich bestätigten, ein umfassendes Geständnis ab. Soliman 
berichtet das bestialische Verbrechen in allen Einzelheiten: 

"Eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang ließ mich David Harari durch seinen Diener aus meiner Bude 
holen. Ich ging zu ihm und fand dort Aaron Harari, Isaak Harari, Joseph Harari, Joseph Laniado, den 
Hausherren David Harari, die Rabbiner Moses Abu-el-Afieh und Moses Saloniki und den Pater Thomas, 
welcher gefesselt war. David Harari und sein Bruder Aaron sagten zu mir: 'Schlachte diesen Priester!' Ich 
antwortete: 'Ich kann es nicht.' Da sagten sie: 'Warte...' Sie brachten ein Messer herbei, ich warf den Pater zu 
Boden, hielt ihn mit Hilfe der anderen über einem großen Becken fest, und David Harari nahm das Messer 
und schnitt ihm die Kelhe ab; sein Bruder Aaron aber gab ihm den Rest, das Blut wurde in dem Becken 
aufgefangen, ohne daß nur ein Tropfen verloren ging. Hierauf schleppte man den Leichnam aus dem 
Zimmer, in welchem der Mord begangen worden, in die Holzkammer; dort zog man ihn aus und verbrannte 
die Kleider. Nun kam der Diener Murad-el-Fattal herzu, der den Leichnam in besagter Kammer fand; zu 
diesem und zu mir sagten die genannten sieben Personen: 'Zerstückelt ihn schnell!' Wir zerstückelten ihn, 
schoben die Überreste in einen Kaffeesack und warfen sie jedesmal in den Abzugskanal; dieser findet sich 
am Eingang des Judenviertels, neben dem Hause des Rabbiners Abu-el-Afieh. Dann gingen wir zu David 
Harari zurück, und wie die Operation vollendet war, sagten Sie, sie würden den Bedienten auf ihre Kosten 
verheiraten und mir Geld geben. Falls ich plaudern sollte, würde man sagen, ich hätte ihn getötet..." - 

Soliman schilderte dann weiter, wie die Knochen und der Schädel des Opfers mit einem Stößel auf dem 
Fußboden zerschlagen wurden. Beim Zerstückeln der Leiche gaben die umstehenden Juden Anweisungen. 
"Wir hatten nur ein Messer; bald schnitt ich, bald der Bediente. Wenn der eine müde wurde, löste ihn der 
andere ab. Das Messer war wie jene der jüdischen Schächter sind, es war dasselbe, welches zum Morde 
gedient hatte." 

Nach diesem Verhör wurde der Judendiener vorgeführt. Seine Aussagen stimmten bis in alle Einzelheiten mit 
denen des Barbiers überein. "Nach Weggang des Barbiers blieb ich noch etwa einundeinhalb Stunden; ich 
mußte den Anwesenden die Wasserpfeife stopfen." - Ein NichtJude war in die Falle gelockt und geschachtet 
worden - nun konnte man in Ruhe sein Pfeifchen rauchen! 

In Anbetracht der Übereinstimmung beider Zeugenaussagen beantragte der Oberst Hasez Beik eine in 
Gegenwart des französischen Konsuls, eines hohen Konsulatsbeamten und des Arztes Dr. Massari im Hause 
des David Harari sofort vorzunehmende Lokalinspektion. 

In dem unausgebauten Zimmer, in dem die Leiche zerstückelt wurde, befanden sich Blutspritzer an der 
Wand; der Fußboden war an den Stellen, wo die Knochen zerstoßen worden waren, stark eingeschlagen. 
Auch die Mörserkenle wurde noch vorgefunden, das Schächtmesser jedoch blieb verschwunden... 

Sodann untersuchte man den Kanal näher. Es wurden Arbeiter herbeigerufen, die hinuntersteigen mußten, 
und sie förderten zutage. Bruchstücke von Knochen, Reste von Fleisch, ein Stück vom Herzen, Trümmer 
vom Schädel und Stücke vorn Käppchen des Paters. Alles wurde sorgfältig gesammelt und zur 
Einsichtnahme dem Pascha und den Ärzten übersandt. Eine Eingabe des französischen Konsuls wurde mit 
folgenden Aktenstücken belegt: i. Erklärung des österreichischen Konsuls, Merlato, daß er das 
schwarztuchene Käppchen des Paters sofort wiedererkannt habe, denn er sei der einzige gewesen, der ein 
solches trug. 2. Erklärung der vier europäischen Ärzte Massari, Delgrasso, Raynaldi und Salina, daß sie die 
Überreste als die eines menschlichen Körpers erkannt haben. 3. Dieselbe Erklärung von sieben eingeborenen 
(syrischen) Ärzten. 4. Erklärung des Barbiers, welcher den Pater Thomas zu bedienen pflegte. 

Da es keinem Zweif el mehr unterliegen konnte, daß man die verstümmelten Überreste des Paters 
aufgefunden hatte, wurden die sieben Angeklagten vorgeführt und ohne irgendwelche Drohungen abermals 
um den Hergang des entsetzlichen Verbrechens befragt. Nachdem sie mit den gravierenden Umständen 
bekanntgemacht worden waren, welche den Tatbestand und die Urheberschaft außer Zweifel setzen mußten, 
und auch seitens der Beschuldigten kein Versuch unternommen wurde, diese abzuleugnen, gaben die 
verhafteten Juden, getrennt vernommen, ihre Erklärungen zu Protokoll. 


Wir erfahren in mehr als einer Hinsicht aufschlußreiche Einzelheiten. Isaak Harari führt aus: "Wir ließen 
den Pater in das Haus David Hararis, meines Bruders, kommen; es war eine unter uns abgemaclite Saclie. 
Wir haben ihn geschachtet, um sein Blut zu bekommen, welches in eine Flasche ge gössen und dem 
Rabbiner Moses Abu-el-Afieli übergeben wurde, und zwar aus einem Religionsgrunde, da wir des Blutes 
zur Erfüllung einer religiösen Pflicht bedurften. 

Der Rabbiner Moses Abu-el-Afieh darum befragt, antwortete: "Der erste Rabbiner von Damaskus, Jakob 
Antabli, hatte sich mit den Brüdern Harari und den übrigen Angeklagten besprochen, um eine Flasche 
Menschenblut zu erhalten, und mich hiervon auch in Kenntnis gesetzt. Die Hararis versprachen, eine 
solche zu lief ern, und sollte sie 100 Beutel (12 500 franz. Fr.) kosten! Als ich zu David Harari kam, 
meldete man mir, daß man einen Mann hergebracht hatte, um ihn zu töten und sein Blut zu nehmen. Ich trat 
herein, derMord wurde vollzogen; man nahm das Blut und sagte zu mir: 'ihr seid ein verständiger Mann, 
nehmet dieses Blut und übergebt es dem Rabbiner Jakob Antabli.' Ich antwortete: 'Lasset den Moses 
Saloniki es nehmen.' Sie versetzten: 'Es ist besser, daß Ihr es selbst nehmt, Ihr seid ein verständiger Mann.' - 
Der Mord ist bei David Harari begangen worden." 

Rabbiner Moses Abu-el-Afieh gab im Anschluß hieran noch die wichtige Erklärung zu Protokoll, daß. ein 
Teil des Blutes, unter Mehl vermischt, nach Bagdad versandt Wurde 4). 

David Harari nun bezeichnet den Oberrabbiner Antabli als den geistigen Urheber des Verbrechens: In der 
Synagoge von Damaskus habe er allen sieben Angeklagten den genauen Plan zur Ermordung des Paters 

kurz vorher mitgeteilt. Das Blut sei in einer großen weißen Flasche, einer sooenannten Alepine, durch 
Rabbiner Saloniki dem Rabbiner Moses übergeben worden und von diesem wieder an den Oberrabbiner 
Jakob Antabli abgeliefert worden. 

Isaak Harari entwickelte den infamen Anschlag auf den Pater wie folgt: "Um den Pater herbeizuschaffen, 
bedienten sich Moses Abu-el-Afieh und Moses Saloniki des Vorwandes, ihn ein Kind impf en zu lassen; 

die Sache war im Hause des Moses Abu-el-Afieh angeordnet worden, nachher luden wir ihn gemeinsam in 
das Haus meines Bruders David ein und schachteten ihn daselbst." 

Der Pater folgte um so ahnungsloser der Einladung, als er schon seit vielen Jahren mit den Brüdern Harari in 
engen gesellschaftlichen Beziehungen stand. Beim Entkleiden der Leiche eignete sich Moses Saloniki die 
goldene Uhr des Paters an; vor dem Pascha spielt sich während des daraufbezüglichen Verhörs folgende 
Szene ab. Die Brüder Harari, befragt, was aus der wertvollen Uhr geworden sei, antworten: "Sie ist im 
Besitze von Moses Saloniki geblieben." Frage; "Wie ist sie in dessen Besitz gekommen?" Antwort: "Er hat 
die Hand danach ausgestreckt und sie genommen." Frage: "Wann hat er das getan?" Antwort: "Nachdem der 
Pater entkleidet war, hat er die Hand ausgestreckt und sie aus den Kleidern genommen." - Der Rabbiner wird 
vorgeführt. "Wo ist die Uhr?" - "Ich habe sie nicht gesehen!" Der Pascha greift ein"Hier sind die Hararis, 
welche bezeugen, daß Ihr die Uhr genommen habt!" Der Rabbiner. "Sie lügen!" Der Pascha: "Sie zeugen 
gegen Euch auf ihre Religion." Antwort des Rabbiners: "Sie stehen außer der Religion!" - Der Pascha läßt 
zur Bekräftigung die Hararis auf die Bibel und auf Moses schwören, und beide legen einen Eid dahin ab, daß 
die Uhr im Besitze des Rabbiners geblieben sei. Dieser schreit: "Zeugen, tyrannisiert mich nicht!" 

Moses Saloniki war übrigens der einzige, der nichts gestand. Seine immer wiederkehrenden Antworten 
waren: "Ich habe nichts gesehen, durchaus nichts, ich war zu Hause, ich weiß nichts." 

Sein Kollege Abu-el-Afieh benahm sich wesentlich schlauer; er wußte, daß, gleich wie der Prozeß für ihn 
auslaufen würde, sein Leben so oder so verwirkt wäre, denn, würde er nicht durch Gerichtsurteil geköpft, 
dann würden ihn seine Glaubensgenossen zu Tode hetzen. Andererseits war er seitens der 
mohammedanischen Behörden durchaus nicht so schlecht behandelt worden, wie es später seine 
europäischen Amtsbrüder auf Grund von "Augenzeugenberichten" gewisser "Christlicher" Missionare wissen 
wollten, bekam er doch selbst in seiner Zelle koschere Speise vorgesetzt und konnte in den Gärten einen 
Verdauungsspaziergang unternehmen - was lag also näher, die Synagoge mit der Moschee zu vertausühen 
und - Mohammedaner zu werden. Dann genoß man wenigstens den Schutz des Paschas. Der Rabbiner wußte, 
daß er noch manches zu sagen hatte und beeilte sich plötzlich: noch in der Untersuchungshaft, noch während 
der Verhöre trat er zum Islam über, nahm gleich den Namen des Propheten in seinen eigenen auf und nannte 
sich fortan Mohammed Eifendi und hatte es geschafft. Doch lassen wir den neugebackenen Mohammedaner 
in seinem Brief an den Sherif-Pascha, den Generalstatthalter von Syrien, selbst sprechen. Abu-el-Afieh, 
Mohammed Effendi, schreibt 6): "Euer Exzellenz Befehlen zu gehorchen, habe ich die Ehre, Ihnen die 
näheren Umstände der Ermordung des Paters Thomas zu berichten. Da ich nunmehr, kraft meines Glaubens 
an den allmächtigen Gott und an Mohammed, seinen Propheten, den ich hiermit dringlichst anrufe 
und begrüße, nicht weiter für mein Leben zu fürchten habe: so bezeuge ich die Wahrheit, wie folgt: zehn 
oder vierzehn Tage vor jenem Ereignisse (Blutmord) hatte mir der Rabbiner Jakob Antabli eröffnet, daß er 
zur ErfüUlung, der Gebote unserer Religion Menschenblut bedürfe, daß er hiervon auch zu den Hararis 
gesprochen und die Sache bei diesen vor sich gehen würde, daß letztere schon ihr Wort darauf gegeben 
hätten, und daß ich auch dabei sein sollte... Am Mittwoch, bei den Juden der erste März, ging ich am 
Nachmittag aus, um mich in die Synagoge zu begeben. Ich begegnete dem David Harari, der mir sagte: 
'Kommt, wir bedürfen Eurer.' Er meldete mir, daß der Pater Thomas in seinem Hause sei, und daß man ihn 
bei Nacht ermorden würde. Ich ging nach dem Gebete zu Harari und fand ihn im möblierten Zimmer sitzen; 
den P. Thomas sah ich auch daselbst, wie er gebunden lag. Nach Sonnenuntergang wurde er dann 
geschachtet und in das unausgebaute Zimmer gebracht. Das Blut wurde in einem Schwankkessel aufgefangen 
und in eine weiße Glasilasche abgefüllt. Diese gaben sie mir und sagten: 'Bringet es sogleich dem Rabbiner 
Jakob Antabli.' Ich fand letzteren schon im Vorliofe wartend; wie er mich sah, trat er in den 
Bibliotheksraum. 'Es ist zu spät', sagte ich ihm, 'empfangt hier, was Ihr wollt'; er nahm die Flasche und 
stellte sie hinter die Bücher. Ich verließ ilm. und begab mich nach Hause. 

Als ich später David und seine Brüder wiedersah, sagte ich ihnen, daß diese Geschichte uns 
Unannehmlichkeiten zuziehen würde, da man Nachforschungen anstellen würde, und daß wir Unrecht getan 
hätten, einen so bekannten Mann zu nehmen. Sie beruhigten mich und sagten: Man könne nichts entdecken, 
die Kleider worden verbrannt, daß keine Spur übrigbliebe, und das Fleisch werde durch den Diener nach und 
nach in den Kanal geworfen werden, bis nichts mehr da sei. 

Was nun den Diener des Paters betrifft, so weiß ich nichts davon, außer, daß ich am folgenden Vormittage, 
Donnerstags, die drei Brüder Harari beieinander antraf und hörte" wie Isaak zu David sagte: 'Wie ist es mit 
dieser Saclie gegangen?', und daß David antwortete: 'Denke nicht weiter daran, er liat aucli seinen Teil 
bekommen'; worauf sie miteinander zu flüstern begannen. 

Was das Blut betrifft wozu könnte es dienen, als zur Einweihung des Fatirs (Fest der ungesäuerten Brote = 
jüdisches Ostern). 

Wie oft Ilaben nicht die Juden das schon getan, und wie oft die Behörden sie dabei ertappt? Es ist dies aus 
einem ihrer Bücher, Sader Adurut genannt, zu ersehen, worin mehrere derartige Fälle vorkommen. 

Das ist alles, was mir über die Angelegenheit des Paters Thomas zu Wissen steht. 
Mohammed Eifendi." 

Stellen wir aus diesem Dokument diesen einen Satz heraus: "Wie oft haben nicht die Juden das schon getan", 
- und wir können vermuten, daß der Schreiber des Briefes erheblich mehr weiß, als er zur Rettung seines 
Seelenheiles zuzugeben gerade für ausreichend befindet. 

Zehn Tage nach diesem Brief, in der Sitzung vom 13. Moharram, wurde der Exrabbi Mohammed dem 
Oberrabbiner Antabli gegenübergestellt. Aus den Berichten geht nicht mehr hervor, ob sie sich in den 
Haaren lagen oder mit einem Augurenlächeln begegneten. Auf jeden Fall hielt es das in seiner 
Zusammenstellung immerhin nicht alltägliche und mit allen Wassern gewaschene Paar zunächst für ratsam, 
sich auf der spiegelglatten Ebene der wissenschaftlichen Talmudinterpretation zu ergehen. Es ist hier nicht 
der Platz, auf die Auslegungen der beiden "Schriftgelehrten" einzugehen; diese sollen in einem eigenen 
Kapitel nach Abschluß des historischen Tatsachenmaterials dann in besonderem Zusammenhang beleuchtet 
werden. 

Am Schluß der Diskussion kann sich aber der Pascha mit einem Seitenhieb auf Mohammed den Abtrünnigen 
eine Frage nicht verkneifen: "Wenn ein Jude gegen einen anderen Juden oder gegen das jüdische Volk etwas 
Nachteiliges aussagt, was verdient er?" Mohammed Effendi pariert kaltschnäuzig mit folgender 
bezeichnenden Antwort: "Wenn ein Jude etwas sagt, das dem jüdischen Volke schaden kann, so soll er ohne 
Gnade umgebracht werden; denn ein solches Individuum gereicht zur Schande; der Talmud läßt ihn nicht 
am Leben. Diese Relig,on ist auf diesem Grundsatz aufgebaut; deshalb bin ich zum Islam Übergetreten, 
um sprechen zu können..." 

Der Oberrabbiner Jakob Antabli wurde nunmehr aufgefordert, zu dieser Antwort Stellung zu nehmen. Er 
bestätigte dieselbe und fügte wörtlich hinzu: "Man würde es danach anstellen, ein solches Individuum von 
selten der Regierung umbringen zu lassen, oder wir würden es bei Gelegenheit selbst töten." Darauf der 
Pascha: "Mohammed Effendi hat also richtig gesprochen. Wenn es aber nun eine Sache wäre, in der die 
Regierung, von entgegengesützten Interessen ausgehend, in den Tod dieses Menschen nicht einwilligen 
Würde, was würdet Ihr da tun?" Jakob Antabli: "Wir würden nach den Umständen unser Möglichstes tun, 
um ihm das Leben zu nehmen, jedes Mittel würde uns recht sein. So lehrt unser Glaube." 



Mohammed Effendi konnte sich nach diesem abschließenden Frage- und Antwortspiel allerhand 
philosophische Gedanken machen. Tatsache ist, um dies vorwegzunehmen, daß er nicht mehr viel Zeit hatte, 
sich mit seinem neuen Glauben auseinanderzusetzen oder sich vorsichtshalber noch in einen anderen zu 
flüchten: kurz nach Abschluß der Verhandlungen versammelte er sich zu seinen Vätern, wie europäische 
Judenzeitungen wissen wollten, angeblich infolge der im Gefängnis "erlittenen Folterqualen" - statt dessen 
dürfte der Herr Oberrabbiner von Damaskus nur "sein Möglichstes" getan haben... 

Kurz vor seinem Tode übersetzte aber der Exrabbiner unter anderein noch eine Stelle aus dem 
"Religionsbuche" Kethim, deren Richtigkeit durch Antabli bestätigt worden ist. Sie lautet: "Wer durch 
Angaben, die er zugunsten eines Fremden macht, einen Glaubensgenossen benachteiligt und bei der 
Landesregierung gegen diesen etwas aussagt, das eine Geldbuße oder körperliche Züchtigung oder den Tod 
nach sich ziehen kann, ist selbst des Todes wardig. Ein solcher Verräter hat keine Hoffnung auf eine andere 
Welt... Und wenn er auch nur die Absicht kundgetan hätte, eine solche Angabe zu machen, mit Rücksicht auf 
den Ort oder auf den geringsten Umstand, so ist er augenblicklich des Todes schuldig, und die Anwesenden 
sind gehalten, ihn totzuschlagen oder alles zu tun, was in ihrer Macht steht, damit er umkomme, ehe er seine 
Absicht ausführt. Alle die so glücklich waren, zu seinem Tode mitzuwirken, erhalten ewigen Ablaß. Wenn er 
zum dritten Male etwas angibt, ohne daß es bisher möglich war, ihn umzubringen, so soll man sich 
versammeln und gemeinschaftlich beraten, wie er aus dem Wege zu räumen sei, gleichviel, auf welche Art. 
AUe diesfalls erforderlichen Ausgaben sollen von den Juden des betreffenden Ortes getragen werden..." 7) - 
Wenn wir nicht irren, hatte Mohammed Effendi ausgiebig aus der Schule des Talmud geplaudert! 

Die Nachforschungen des Dieners des Paters, Ibrahim Amara, die dieser beunruhigt über das 
außergewöhnlich lange Ausbleiben seines Herrn angestellt hatte, versetzten die Insassen der jüdischen 
Yiertels in Aufregung. Auch der Diener wurde letztmalig am Eingang des Judenquartiers beobachtet, dann 
blieb er wie vom Boden verschwunden. 

In dem Schreiben des Mohammed Effendi an Sherif-Pascha ist ein einziger, allerdings sehr eindeutiger 
Hinweis enthalten. David Harari sagte da in bezug auf den Diener zu Mohammed Effendi: "...er hat auch 
seinen Teil bekommen! " 

In einem Brief des österreichischen Konsuls zu Damaskus, Merlato, an seinen Kollegen Laurin in 
Alexandrien, heißt es unter dem 28. Februar 1840: "Man hat noch keine Spur von der Ermordung des 
Dieners, man vermutet aber, daß er in einem anderen Hause dieser Spitzbuben dasselbe Ende genommen hat. 
Inzwischen haben Murad Farahi, Aaron Stambuli und mehrere andere sich versteckt und sind geflohen, 
was annehmen läßt, daß sie dieses Attentat gebilligt haben. Sherif-Pascha, welcher bei dieser Gelegenheit 
seine Scharfsicht und Ausdauer bewiesen hat, gebührt das Hauptverdienst an diesen Erhebungen..." -Merlato 
änderte allerdings zufolge bestimmter und unzweideutiger Weisungen bald seine Ansichten! 

Ein völlig klares Bild über diesen Mordfall ergeben auch hier erst die Verhörsprotokolle, die sich den 
vorhergegangenen Aussagen anschließen. 

Nach anfänglichem Leugnen erklärte schließlich der Diener Murad-el-Fattal, daß er am Mordtage von 
seinem Herrn, David Harari, den Auftrag erhalten habe, sofort zu Meir Farahi, Murad Fahari und Aaron 

Stambuli zu gehen und sie anzuweisen, "genau aufzupassen, ob der Bediente des Paters Thomas ins Quartier 
käme, seinen Herrn zu suchen, damit sie ihm den Garaus machten, ehe er Lärm schlagen könnte". Der Diener 
schildert nun ausführlich, wie er seinen Auftrag den einzelnen Juden mitgeteilt habe, die sich daraufhin 
aufgeregt untereinander verständigten. David Harari, der mit dem Pater persönlich befreundet gewesen sei, 
habe auch dessen Gewohnheit gekannt, dem Diener Ibrahirn genau zu hinterlassen, wohin er gehe, da er sich 
infolge seines hohen Alters etwas unsicher gefühlt habe und es gern sah, wenn ihm der Diener entgegenkam. 
Der Diener sei nun in die Judenstraße eingebogen und habe die aus ihren Häusern tretenden Juden Aaron 
Stambuli, Meir Farahi, Aslan Farahi und Isaak Piccioto nach dem Ausbleiben seines Herrn befragt. Meir 
Farahi habe auf sein Haus gewiesen und geantwortet: "Dein Herr hat sich bei uns verspätet; er impft 
drinnen, ein Kind, wenn du warten willst, so gehe hinein und suche ihn." Murad-el-Fattal ging nach 
Erledigung seines Auftrages zu David Harari zurük. Als dieser nun erfuhr, daß der Diener des Paters sich 
bereits in dem Hause des Meir Farahi befand, mußte Murad-el-Fattal sofort wie,der umkehren und 
nachsehen, "was mit Ibrahim geschehen sei". Murad-el-Fattal sagt hierüber vor Gericht aus: "...Ich ging 
wieder zu Meir Farahi und fand die Tür verriegelt, ich klopfte an: Meir Farahi öffnete, und ich fragte ihn im 
Namen meines Herrn, ob man sich des Die-ners bemächtigt habe. Er antwortete: 'Wir haben ihn; willst du 
hineintreten, oder willst du wieder geben?' Ich trat ein und fand da Isaak Piccioto und Aaron Stainbuli. 
Man war eben beschäftigt, ihm die Hände hinter dem Rücken mit seinem eigenen Taschentuche zu binden; 
den Mund hatte man mit einem weißen Tuche verstopft. Dies geschah in dem kleinen Divan, der im äußeren 
kleinen Hofe sich befindet, wo die Aborte sind, in die man nachher das Fleisch und die Knochen warf; die 
Türe hatte man mit einem Balken verrammelt, der im Hofe lag. Nachdem Isaak Picciotto und 
Aaron Stambuli ihm die Hände hinter dem Rück-en gebunden, wurde er zu Boden geworfen durch Meir Farahi, 
Murad Parahi, Aaron Stambuli, Isaak Piccioto, Aslan Farahi, Abu-el-Afieh 8) und Joseph Farahi, die 

sieben Juden, die bei der Schächtung zugegen waren. Es waren aber auch solche darunter, die nur zusahen. 
Man brachte eine Schüssel von verzinntem Kupfer herbei, legte ihm den Hals darauf und Murad Farahi 
stach ihn ab mit eigenen Händen. Meir Farahi und ich hielten ihm den Kopf, Aslan Farahi und Isaak 
Piccioto hielten die Beine und setzten sich darauf, Aaron Stambuli und die übrigen hielten ihn am Leibe 
fest, damit er sich nicht bewege, bis das Blut aufgehört habe zu fließen. Ich blieb noch eine Viertelstunde, um 
abzuwarten, bis er ganz tot sei. 

Aaron Stambuli goß das Blut in eine große weiße Flasche durch einen neuen Trichter von Weißblech, wie 
sie die ölhändler brauchen; als die Flasche gefüllt war, wurde sie dem Moses Abu-el-Afieh übergeben. Dann 
ging ich zu meinem Herrn, um Bericht abzustatten von allem, was ich gesehen habe." 

Der junge Aslan Farahi bestätigte in vollem Umfange diesen Bericht. Der Pascha konnte später feststellen, 
daß die Geständnisse in ihren Hauptpunkten völlig übereinstimmten. - 

Nach Schächtung beider Opfer wurde ein ausgelassenes Trinkgelage abgehalten, das bis zum Morgen 
dauerte. Anschließend versammelte sich das Mordgesindel im Hause des David Harari und besprach, nach 
den Angaben desselben Dieners, der den "vornehmen und reichen Juden" auch die Pfeifen zu stopfen hatte, 
noch einmal eingehend beide Schächtungen und tauschte seine Erfahrungen aus, insbesondere, wieviel Zeit 
dazu benötigt wurde. Es konnte von Wert sein, wenn man für künftige Fälle darum Bescheid wußte! 

Nach dem Verhör begibt sich Sherif-Pascha in Begleitung hoher Offiziere und des französischen Konsuls 
zum Lokaltermin ins Ju denviertel. Alle Aussagen wurden an Ort und Stelle überprüft, man ließ einen in der 
Nähe befindlichen Wasserabiluß öffnen und entdeckte dort Knochen, eine unförmige Fleischmasse, die als 
eine Leber erkannt wurde, und eine Leibbinde. Der Leibarzt des Paschas, Dr. Massari, und der Arzt Dr. 
Rinaldo erklärten die aufgefundenen Knochen- und Fleischteile als menschliche Überreste. Der einzige, der 
noch leugnete, war Meir Farahi. Als man auch sein Haus einer eingehenden Besichtigung unterzog, wurde 
er dem Diener Murad-el-Fattal und dem jungen Farahi gegenüber gestellt, die nun den Hergang des 
furchtbaren Verbrechens in allen Einzelheiten wiederholten. Meir Farahi schreit: "Sie sind verrückt, sie sind 
nicht bei Verstände" und versucht sich auf sie zu stürzen - in ohnmächtiger Wut entschlüpft ihm aber doch 
ein fatales Geständnis, er tobt: "Wie? Gehören diese denn zu den Eingeweihten, welche die Geheimnisse 
kennen, daß man sie hätte an allem teilnehmen lassen?" Es gelang ihm nicht, sich ein Alibi zu verschaffen 
und wurde in Haft behalten. 

Ende April 1840, also zweiundeinhalb Monate nach den bestialischen Verbrechen, konnte der Prozeß als 
abgeschlossen gelten. Dieser Termin ist, als für die folgenden Ereignisse wichtig, festzuhalten. Sechzehn 
Juden waren an dem Doppelmord beteiligt gewesen, vier wurden begnadigt, zehn sollten zum Tode verurteilt 
werden. In Damaskus erwartete die Bevölkerung die Hinrichtung der Blutmörder. 



Kesseltreiben. 

Noch während des Gerichtsverfahrens hatte sich Ratti-Menton veranlaßt gesehen, dem Pascha über 
sonderbare Vorgänge Mitteilung zukommen zu lassen. Er schrieb, daß die Juden mit Intervenierung des 
österreichischen Konsuls Merlato bei ihm ein Bittgesuch eingereicht hätten, worin sie um Unterlassung der 
beabsichtigten Übersetzung des Talmud und ihrer sonstigen Bücher petitionierten, da dieses Vorhaben 
identisch wäre mit einer "Herabwürdigung und Schändung" der jüdischen Religion. Gleichzeitig meldete der 
Graf, daß die Juden einem Beamten seines Konsulates, Herrn v. Beaudin, 150 000 Piaster geboten und auch 
die Erhöhung dieser Summe in Aussicht gestellt hätten, wenn es ihm gelänge, die Juden von dem Verdachte 
ritueller Morde freizusprechen 9). 

Nachdem dieser Bestechungsversuch mißlungen war, versuchten jüdische Unterhändler auf dem Wege über 
ein anderes Konsulat den Grafen Ratti Menton zu attackieren: diesmal wurden 500 000 Piaster "geboten". 
Auf die Frage, woher denn diese Summen flössen, wurde geantwortet, daß diese niemand zu persönlichen 
Lasten übernähme, selbige fänden sich bereits in der Synagogenkasse unter der Bezeichnung "Armenkasse" 
vor. Wenn die weiteren Ermittlungen dann ergaben, daß diese vorgebliche "Armenkasse" eine der Synagoge 
zur Aufbewahrung übergebene nationale nichtjüdische Sammlung war, die nunmehr zur Vertuschung der 
an NichtJuden verübten Ritualverbrechen verwendet werden sollte, dann muß schon festgestellt werden, daß 
der Zynismus einen absoluten Punkt erreicht hatte! 

Die "Allgemeine Zeitung" schrieb in ihrer Nr. 152 vom Jahre 1840 im Hinblick auf diese Umtriebe 
folgendes: "Der Prozeß gegen die Juden ist noch nicht beendet, auch sind die Verbrecher noch nicht bestraft; 
daß aber der Pater Thomas von den Juden des religiösen Zweckes wegen ermordet wurde, ist ganz evident 
bewiesen. Die Einsicht, die uns hierüber in mehrere Aktenstücke erlaubt wurde, läßt durchaus keinen Zweifel 
mehr. Der französische Konsul für Damaskus, Graf Ratti-Menton, hat die höchstmögliche Tätigkeit zur 
Erforschung der Wahrheit in dieser Sache bewiesen ... Die dortigen Juden sollen an Fanatismus alle anderen 
weit übertreffen, und da sie früher wegen ihres Reichtumes von den daselbst kommandierenden Paschas 
beständig als deren Geschäftsmänner 10 gebraucht wurden, so besaßen sie einen bedeutenden Einfluß, der sie 
den dortigen Christen furchtbar machte. Obgleich in Damaskus alljährlich Christenkinder plötzlich ohne 
eine Spur verschwanden, obgleich man immer die Juden in Verdacht hatte, wagte niemand sie 
anzuklagen, ja, niemand wagte die Spur eines begründeten Verdachtes zu verfolgen, so groß war ihr 
Einfluß, den ihr Geld ihnen bei den bestechlichen türkischen Behörden verschaffte. Auch jetzt hat es an 
großen Geldanerbietungen nicht gefehlt; dem Sekretär des französischen Konsuls wurde eine sehr hohe 
Summe angetragen, würde er sich die Mühe geben, dem Konsul eine andere Meinung über diese Sache 
beizubringen..." 

Der französische Konsul und seine Beamten waren unbestechlich geblieben - die Anerkennung ihres 
korrekten Verhaltens wurde ihnen durch die jüdische Internationale selbst erteilt, indem nun ein wahrer 
Kreuzzug gegen diese Männer, insonderheit gegen den Grafen Ratti-Menton, einsetzte. Nach 
Bekanntwerden der ersten Untersuchungsergebnisse in Europa steigerten sich diese jüdischen Umtriebe und 
Gehässigkeiten zum Orkan. Was haben damals die Pressejuden in aller Herren Länder in den sogenannten 
"Weltblättern" nicht alles zusammengelogen, um das Konsulat und dessen energische Erhebungen in aller 
Welt zu diffamieren! 

Zunächst wurden die entsetzlichsten Foltergeschichten, ähnlich wie Jahrhunderte vorher nach dem Trienter 
Prozeß, in Umlauf gesetzt; sadistische Zügellosigkeiten, wie sie nur jüdischen Hirnen entspringen können, 
wurden den Untersuchungsbehörden vorgeworfen: so habe man - um nur eine kleine Blütenlese aus dein 
"offiziellen Bericht" des Juden Pieritz aus Damaskus vom 13. Mai 1840 11) zu geben - die "unglücklichen 
Gefangenen" samt ihren Kindern in eiskaltes Wasser gesetzt (was ja an und für sich schon für die Juden eine 
"Tortur" wäre) und dann wieder langsam rösten lassen; "mittels einer Maschine" seien die Augen aus den 
Höhlen gepreßt und glühende Eisen in den Leib gestoßen worden. Die Tag und Nacht gezwickten "Opfer" 
hätten dann drei volle Tage lang aufrecht stehen müssen, mit brennenden Lichtern wurden sogar ihre 
krummen Nasen empfindlich gekitzelt. Hunderte von jüdischen Kindern seien ins Gefängnis geworfen 
worden und daselbst wie die Fliegen gestorben. - Wenn man diesen Blödsinn liest, so muß man sich fragen, 
wer denn nun eigentlich hierauf reagierte. Der Sinn dieser Greuelberichte war klar: die Aussagen der 
verhafteten Juden sollten durch diese Manöver als "gequälten Menschen abgerungen" entwertet werden; 
peinlich war nur, daß die in Einzelhaft befindlichen Verbrecher in getrennten Verhören übereinstimmende 
Aussagen machten, von den Ergebnissen der an Ort und Stelle vorgenommenen Untersuchungen einmal ganz 
zu schweigen. 

Trotzdem beauftragte die französische Regierung ihren Konsul von Beirut, Desmeloizes, nach Damaskus zu 
gehen, um den Prozeß von neuem zu beginnen. Seine Protokolle über diesen zweiten Prozeß konnten nur die 
durch Ratti-Menton aufgenommenen Tatsachen in vollem Umfange bestätigen 12). 

Nunmehr sind nicht die Mörder, sondern die Opfer selbst an ihrem furchtbaren Ende schuld: der Pater 
Thomas, den kein Geringerer als der französische Ministerpräsident Thiers als "ein Muster von Frömmigkeit 
und Wohltätigkeit", als "bei allen Konf essionen beliebt und hochgeachtet", als "Wohltäter und 
Menschenfreund" bezeichnet hatte 13), wurde in der Judenpresse zum durchaus nicht unvermögenden 
Lebegreis, der "ein weit beträchtlicheres Vermögen zusammengebracht hatte, als seine Ordensregeln ihm 
gestatteten; er gab nichf gern, sprach viel und mit jedem, war zuweilen unmäßig, von leichtem Charakter 
und geringen Kenntnissen". 14) Später, am Ende dieses glorreichen Jahrhunderts, wurden dann von 
derselben Presse, die sich unterdes zur "Mittlerin von Kultur und Zivilisation" unter einer "aufgeklärten 
Menschheit" aufgeschwungen hatte, ein vierzehnjähriges Bauernmädchen, das in der Synagoge von Tisza- 
Eszlär unter dem Schächtmesser einer internationalen Judenbande verblutete, als "Hure und 
Freudenmädchen" und der in einem Konitzer Fleischerkefler von galizischem Mordgesindel gleichfalls 
geschächtete Obertertianer Ernst Winter als homosexueller Lustlümmel bezeichnet. Dies alles nannte man 
aber: "Befreiung des jüdischen Geistes aus den unwürdigen Fesseln des finsteren Mittelalters" oder kurz: 
Emanzipation! 

Am 23. Mai 1840, nachdem also der Prozeß in Damaskus definitiv abgeschlossen und der Urteilsspruch der 
Behörden an sich rechtskräftig geworden wäre, schrieb ein jüdisches, von dem "Lehrer an der Universität zu 
Leipzig", Julius Fürst, in ebendemselben Jahre ins Leben gerufenes Wochenblatt, der "Orient", 15) unter 
dem Stichwort "Damaskus" einleitend folgende bezeichnenden Sätze: "Ein blutroter Stern ist im Orient 
aufgegangen, der den Aberglauben des Mittelalters und seine grauenhaften Folgen heraufzubeschwören 
scheint; ein schauerliches Märchen, das in früheren Jahrhunderten Europa träumend erzählte, gedenket 
jetzt der Orient bei seinem Erwachen. Diese Mär ergreifet mit Adlerschnelle die Gemüter der Völker, wie 
die Schauer der Hölle, die Bosheit und der religiöse Fanatismus erhalten das nun erwachte Andenken an 
dieselbe lebendig, und das Schweigen der jüdisclien Organe wäre niclit an der Zeit, wie es aucli die 
einflußreiclien Männer, die sicli bei den Regierungen dafür verwendet Iiaben, einge seilen." - Wer sich 
angewöhnt hat, beim Studium jüdischer Quellen das Wichtigste zwischen den Zeilen zu lesen, der weiß 
nunmehr, besonders bei der Analyse des letzten Satzteils, wohin der "Fall" Damaskus gesteuert werden 
sollte: "zu den schauerlichen Märchen aus früheren Jahrhunderten! 

Die Zeichen standen auf Sturm. In allen Ländern, fast zu gleicher Zeit, "traten wie ein Mann der Sprecher 
viele auf..." 16). Das Weltjudenturn wird mobilisiert! In den Synagogen heulen oder drohen die Rabbinen, je 
nach Bedarf. "Der Oberrabbiner zu Marseille trat mit einer heftigen Gegenerklärung hervor; in Smyrna 
erhoben sich verteidigende Stimmen (Oberrabbiner Pineas), Ullmann, Rabbiner in Krefeld, trat auf, Aub in 
München rührte sich und kämpfte mit den bayrischen Blättern. Philippson in Magdeburg wies in der 
dortigen vielverbreiteten Zeitung nicht allein auf das Widersinnige einer solchen Anschuldigung hin, sondern 
bemühte sich zugleich, das besonnene und lichtvolle Deutschland durch klare und leidenschaf tslose Worte 
bei seiner Leidenschaftslosigkeit zu erhalten." 17) 

Einige dieser Ergüsse liegen uns heute noch als bibliophile Seltenheiten vor; sie sind inhaltlich alle auf den 
Nenner zu bringen, den uns eine jüdische "Fachzeitung" selbst angibt: "Die Haltlosigkeit der 
Beschuldigungen von vornherein zu beweisen, noch bevor der Tatbestand der Ermordung vorliegt." Nur 
einige dieser Kuriosa wollen wir als besonders beredte Kinder ihrer Zeit auszugsweise einschalten. 

Der Rabbiner Isaac Levin Auerbach hielt die Tage der Leipziger Messe für besonders geeignet, um "am 
Sonnabend, dem 19. Mai 184o bei dem in Leipzig während der Messen stattfindenden deutsch-israelitischen 
Gottesdienste" in der Synagoge zu Leipzig vor den Messejuden aus aller Herren Ländern eine sogenannte 
Predigt über "Israels jüngste Heimsuchung im Morgenlande" 18) zu hatten, die so gut gefiel, daß sie auf 
"Verlangen in Druck gegeben" wurde. Schon der Titel sagt eigentlich alles. Der Rabbiner versicherte 
eingangs, daß er a) um Zions willen nicht schweigen, b) um Jerusalem willen nicht ruhen könne und c) zur 
Ehre seiner Religion reden werde. Nach zahlreichen Zitaten aus dem Alten Testament kommt er tränenden 
Auges zu der höchst bemerkenswerten Feststellung, daß "die Sittlichkeit unseres Zeitalters noch lange nicht 
gleichen Schritt mit der geistigen Bildung desselben hält". - Vorderhand begnügen wir uns mit der Levin 
Auerbachschen Erkenntnis, daß "die Nationen noch lange nicht auf der Stufe der Vollkommenheit stehen, 
zu denen die Gottheit sie berufen hat und durch die Offenbarung ihres heiligen Wortes erziehen will". - Mit 
dürren Worten: die nichtjüdischen Völker erdreisten sich immer noch, Einspruch gegen die Schächtung ihrer 
Angehörigen zu erheben - sie sind also noch lange nicht "vollkommen", d. h. reif! Am Ende seines Geseires 
aber wittert der Rabbiner doch Morgenluft; er predigt da wörtlich - und wir verstehen jedes einzelne Wort 
aus seinem geweihten Munde voll und ganz nicht nur als Dokument seiner Zeit zu würdigen: "Ja, meine 
frommen Zuhörer, wir gehen einer schöneren Zeit entgegen, wo die Ungerechtigkeit, die die Menschen 
in allem, was ihre natürliche Gleichheit fordert, in allem, was Wesen und Bedingung eines glücklichen 
Lebens ist, voneinander trennt und scheidet, wo die lächerliche Sucht, die Menschen in der äußeren Form, in 
der sie nach Bestimmung der Natur in aller Ewigkeit getrennt sein sollen, in eins miteinander zu verbinden, 
von Erden verschwinden wird; wir gehen einer Zeit der Duldung, der wahren Bruderliebe entgegen, wie 
sie unsere heilige Religion verheißt. Jene unglückliche Begebenheit (Damaskus), um die wir weinen, wird 
diese Zeit beschleunigen... und so lautet das Wort der Schrift: wie die Erde ihr Gewächs hervorbringt und 
der Garten seine Saaten hervorsprießen läßt, also läßt der Ewige hervorsprießen Tugend und Heil zum Segen 
aller Nationen. Amen." - Dieses "Amen" wäre allerdings dann im go. Jahrhundert über die nichtjüdische 
Menschheit fast gesprochen worden! 

Um dieselbe Zeit, am Himmelfahrtstage 1840, sprach der "berühmte Domherr und Domprediger an der 
Metropolitankirche zu St. Stef an in Wien, Dr. Emanuel Veith, gefeierter Kanzelredner" und - getaufter Jude 
"vor den Tausenden andächtiger Christen folgende denkwürdigen Worte am Schlüsse seiner Rede: 'Ihr wißt 
es alle, meine andächtigen Zuhörer, und die es etwa noch nicht wissen, mögen es hören: daß ich als Jude 
geboren und... Christ geworden bin - christlichen Bekennern in meinem pastoralen Berufe Trost und 
Hoffnung spendete'... Und nun erhob der treffliche Mann das Pazifikale und fuhr mit gerührter Stimme fort: 
'Und so schwöre ich es hier im Namen des Dreieinigen Gottes, daß die durch arge List verbreitete Lüge, als 
gebrauchten die Juden bei der Feier ihres Osterfestes (Pessach) das Blut eines Christen, eine hämische, 
gotteslästerliche Verleumdung ist, und weder in den Büchern des alten Bundes, noch auch in den Schriften 
des Talmud, die ich genau kenne 19) und eifrig durchforscht habe, enthalten ist. So wahr mir Gott helfe'..." 
20) 

Am 18. August 1840 hielt dann auch, um das in diesem Zusammenhang vorwegzunehmen, anläßlich des 
Stiftungsfestes der evangelisch-lutherischen Missionsgesellschaft in der Waisenhauskirche zu Dresden ein 
anderer "christlicher" Kollege des Herrn Rabbiners Auerbach, Franz Delitzsch, seine "Missionsrede mit 
Bezugnahme auf die Judenverfolgungen zu Damaskus und Rhodus" 21). Nachdem der Schriftgelehrte - 
übrigens derselbe, der 40 Jahre später als Professor einer theologischen Fakultät sein "Gutachten" über einen 
anderen Ritualmord abgab 22} - die "herzzerschneidende" Feststellung hat treffen müssen, daß Israel noch 
nicht die mindeste Lust verspürt, sich "bekehren" zu lassen, obwohl dies die hohen Beträge der mit den 
Groschen der deutschen Kirchgänger bestrittenen Judenkollekten 23) auch nach der finanziellen Seite hin 
schmackhafter zu machen suchten, fand Delitzsch schließlich die drei Haupthindernisse seiner 
Bekehrungsversuche in dem "veränderten Zustande der Christen". Eins dieser "Haupthindernisse" ist nach 
seinen eigenen Worten "der gemeine Judenhaß, der bei all der Humanität und all dem Weltbürgersinn, deren 
man sich heutzutage rühmt, doch nicht ausgewurzelt ist... Dieser gemeine Judenhaß hat allerlei ungerechte 
Beschuldigungen gegen die Juden geltend gemacht, welche diese dem Christentum immer mehr 
entfremdeten und an der Liebe irre machten". Dahinein gehöre nun auch die Beschuldigung der rituellen 
Blutmorde, eine Beschuldigung, "deren Lügenhaftigkeit rechtgläubige Lehrer unserer Kirche behauptet und 
bewiesen haben, die aber' wie durch eine finstere Macht aus dem Abendlande in die Levante verpflanzt, in 
Damaskus und Rhodos neue, blutige Verfolgungen über das dort ohnedem bedrückte Volk (der Juden) 
gebracht hat". Die Vorkommnisse in Damaskus müßten alle "zu heiligem Zorne und Schmerze umstimmen". 
Es sei unverantwortlich, Aaß man unter den Juden des Erdkreises dem christlichen Namen so bösen 
Leumund gemacht hat". Dieser Missionsrede, die ohne Zweifel die andächtig lauschende Gemeinde zu 
reichlicheren Spenden 24} für die verlorenen Schäflein ermunterte und mit derselben Bibelstelle schloß, 
"welche zur Inschrift der neuerbauten Dresdener Synagoge gewählt worden ist", noch nähere Erläuterungen 
geben, hieße, ihre Wirkung nachträglich abschwächen; besprochen wurde sie auch in der jüdischen 
"Kulturzeitung", dem "Orient". Die Bemerkungen des jüdischen Rezensenten, daß "diese Rede ganz und gar 
in dem Sinne der Missionsgesellschaft, nämlich erfüllt von der Sehnsucht, Israel zum Christentume bekehrt 
zu sehen, abgefaßt ist, also hierher nicht gehöre..." hätten eigentlich Delitzsch, dem Mitarbeiter dieses 
Blattes, zu denken geben müssen! 

Wer sind nun die "einflußreichen Männer, die sich bei den Regierungen verwendet haben", wie der "Orient" - 
184o schrieb, wer sind die "Mächtigen dieser Welt'" von denen in demselben Jahre ein L. H. Loewenstein in 
seiner Kampfschrift "Damascia" oder "Die Judenverfolgung zu Damaskus und ihre Wirkung auf die 
öffentliche Meinung" 25} zu berichten wußte - man beachte: schon 1840! -, "daß ein Wink ihres Auges 
Könige von ihren Thronen nieder in die Einsamkeit der Kerkernaeht stürze", "daß ein Wort ihres Mundes 
eiserne Pforten auftue und die Gefangenen an das goldene Licht fiihre", wer sind sie, die "Bande und 
Fessel sprengen"? Oh, wir lernen sie alle kennen, sie und ihre allerhöchsten und allerehristlichsten 
Schutzherrschaften und Helfershelfer! Nur wollen wir uns bemühen, die Fülle der vorliegenden Briefe, 
Berichte, Interpellationen, Reden und Darstellungen möglichst chronologisch zu ordnen! 

Da ist zunächst der Oberjude Isaac Adolphe Cremieux - stoßen wir uns nicht an dem wohlklingenden 
Namen -, auch er hieß einmal anders! Er stammt aus der alten Amsterdamer jüdischen Ga unerfamilie 
Smeerkopp 26}, war seines Zeichens "Advokat", der "echte und rechte Anwalt Israels, der große Anwalt für 
das Recht und die Ehre des Judentums, Verfechter der Unschuld und Beförderer der Zivilisation"- Von 
seinen Lippen troff die Rede süßer denn Honig, "mit flammenden Worten, mit zauberischer Beredsamkeit 
deckte er das Gewebe der Lügen, die Leichtgläubigkeit des unwissenden Pöbels (gemeint sind die 
nichtjüdischen Staatsbürger!) auf" 27}. 

In der Julirevolution von 1830 half er die Bourbonen als überzeugter Republikaner davonjagen; unter dem 
"Bürgerkönig" von Judas Gnaden, Louis Philippe, spielte dann dieser verschlagene Jude seine 
republikanische Rolle weiter und propagierte die völlige Emanzipation seiner Rassegenossen. Zur Zeit des 
Prozesses von Damaskus, 1840, ist er bereits zum Vize-Präsidenten des Zentralkonsistoriums der 
französischen Israeliten" aufgestiegen und spielte eine große Rolle im politischen Leben, so daß er bereits 
1842 in die Deputiertenkammer einziehen konnte. In der Pariser Februarrevolution 1848 wurde er kurze Zeit 
Justizminister der provisorischen Regierung, zog sich dann aber aus irgendwelchen Gründen wieder zurück, 
um hinter den Kulissen seine Fäden zu spinnen; seine große Zeit kam dann noch einmal nach dein Sturze des 
Kaisertums im September 1870, nachdem er in die Regierung der "Nationalverteidigung" eingetreten war 
und zum zweitenmal das Justizministerium übernahm. Gemeinsam mit seinem Rassegenossen Gambetta ließ 
er durch ein sinnloses Weiterhetzen zum Kriege und durch den Pariser Kommuneaufstand die Franzosen 
verbluten. Als Großmeister des "Grand Orient" und der verjudeten französischen Logen setzte er auf den 
deutschen Logenbruder König Wilhelm I. sowie auf Bismarck und Moltke einen Millionenbetrag als Kopf 
preis aus! In der von ihm mitbegründeten "AUiance Isrelite Universelle" (AIU.), "dieser Laichgrube des 
imperialistischen Judentums" 28}, lieferte er dem Judentum die gefährlichste und skrupelloseste Waffe. Als 
Zweigstellen der AIU. entstanden in London die "Anglo-Jewish Association", in Wien die "Israelitische 
AUiance", in Holland die "Nederlandsche Afdeeling" der AIU. 

Ihr aller Wahlspruch war: "Ganz Israel bürgt füreinander." - Artikel I des Programmes der AIU. aber lautete. 
"Die AIU. hat zum Ziel. 1 . überall für die Gleichstellung und den moralischen Fortschritt der Juden zu 
arbeiten, .2. denjenigen, die in ihrer Eigenschaftals Juden leiden, eine wirksame Stütze zu sein..." (Jüdisches 
Lexikon, 1927, Sp. 224). 

Zur Verwirklichung dieses "Programmes" half nach besten Kräften der in Londen "residierende" italienisch- 
englische Jude "Sir" Moses Montefiore - wir können heute nicht mehr feststellen, wie er früher geheißen 
haben mag; nach dem Ausweis des jüdischen Lexikons war er "die repräsentativste Figur der jüdischen 
Politik des 19. Jahrhunderts", "führendes Mitglied der jüdischen Gemeinde in London, Schwager von 
Nathan Mayer Rothschild" - also ein durchaus ebenbürtiger Kollege des Herrn Smeerkopp-Cremieux in 
Paris! Begann dieser seine politische Laufbahn als "Advokat", so fing Montefiore - und das ist bezeichnend - 
als Fondsmakler des Londoner Hauses Rothschild an - sein Großvater, geschäftiger livornischer Jude, war als 
Strohhuthändler in London eingezogen -, heiratete die Schwester des Nathan und ist somit gesellschaftsfähig 
genug, um energisch für die Gleichberechtigung der Juden eintreten zu können. 1837 wurde er zum 
"Sheriff" (obersten Richter) der Londoner City gewählt, später von der Königin Viktoria geadelt und 1846 
"für seine großen Verdienste um das jüdische Volk" zum Ritter (Baronet) geschlagen. Von 1835 bis 1874 
war er Präsident des "Board of Deputies of the British Jews" und als solcher in der Lage, "in dieser offiziellen 
Eigenschaft bei seinen auswärtigen Missionen besonders wirksam im Dienste der Juden auftreten zu 
können". Die erste internationale "Mission", die er durchführte, war die gemeinsam mit Cremieux 
unternommene Reise nach Damaskus vom Jahre 1840. "Um den Juden in Rußland zu helfen", reiste er 1846 
und 1872 nach Petersburg; 1859 machte er Rom unsicher, 1864 Marokko und 1867 Rumänien. In Palästina 
tauchte er nicht weniger als siebenmal auf: "Seine Pläne für die jüdische Kolonisation Palästinas waren nicht 
nur philanthropischer Art, sondern den später von Theodor Herzl vertretenen politischen Gedankengängen 
verwandt" - schreibt das jüdische Lexikon über den wahren Grund dieser "Missionen" ganz offen! "Sir" 
Moses Montefiore "genoß den unschätzbaren Vorteil, bei seinen Aktionen die Unterstützung der britischen 
Regierung und der britischen öffentlichen Meinung zu besitzen". Nach seinem Tode "übertrug Königin 
Viktoria, die ihn persönlich sehr schätzte, die Baronetswürde auf seinen Großneffen Francis Abraham 
Montefiore". 

Selbstverständlich ist der Einfluß der Rothschilds auch auf den weiteren Ablauf der Dinge in Damaskus von 
entscheidender Bedeutung gewesen. Ein Blick auf die von Peter Deeg seinem Meisterwerke "Hofjuden" 29) 
beigegebenen Stammtafeln dieser in London, Frankfurt a. Main, Wien, Neapel, Paris und selbst in 
Konstantinopel sitzenden Bankhyänen genügt, um die verlorene Position des französischen Grafen Ratti- 
Menton in diesem ungleichen Kampfe mit dem jüdischen Polypen von vornherein zu erkennen. 

Wie schrieb doch Athanasius Fern 30), hoher kirchlicher Würdenträger in Mailand: "Wie riesige 
Kreuzspinnen haben sich die Geldfürsten von Juda, die Könige der Juden, in den Hauptstädten des 
Kontinents fest-esetzt, und von hier aus gehen die schmutzigen Fäden ihres Gewebes bis zur äußersten Thule. 
Sie halten den Zeiger der Weltpolitik in der Rechten, sie sind die Geier der Börse und die Hyänen der 
Spekulation; vor dem Klange ihrer Stimme wackeln Thron und Thrönchen, Kronen und Krönchen; vor 
dem Glanz ihres Namens verblaßt der Purpur." 

"Montefiores Ideen, Rothschilds Gold und Isaac d'Israelis revolutionärer Geist - welche Stoßkraft einer 
harmonisch aufeinander abgestimmten, koscheren Dreifaltigkeit!" 31) 

Damit haben wir in gedrängter Kürze jene Hauptakteure vorgestellt, die "nicht rasten, den Namen Israels von 
der Schande reinzuwaschen, womit sie Fanatismus und Intrigue zu bewerfen suchten", die "die 
Verherrlichung aller Glaubensgenossen verdienen, deren Name in der Geschichte leben wird..." 32). 

Die übrigen Figuren dieser Tragödie, die zum Nutzen Judas auftraten, waren durchweg abhängige Kreaturen, 
aber gerade deswegen nicht minder gefährlich - ganz gleich, ob es sich um ein Staatsoberhaupt oder dessen 
letzten Polizeibüttel handelte! In einem Brief vom 5. März 1840, als die Verhöre in Damaskus noch nicht 
einmal abgeschlossen waren, weiß der "Advokat" Cremieux, obwohl ihm keinerlei Aktenauszüge vorliegen 
konnten, bereits zu berichten, daß 1. "die des schrecklichen Mordes zu Damaskus Angeklagten die 
Verbrecher nicht sind" und daß 2. Aie durch die Folter anfangs erzwungenen, dann aber bei Bewußtsein 
wieder zurückgenommenen Geständnisse die Anklage nicht rechtf ertigen können". 

Am 7. April 1840, also noch während des Prozesses, veröffentlichte derselbe im "Journal des Debats" 
einen of fenen Brief, der zunächst den Tatbestand verfälscht wiedergab und dann zu den Greuelberichten 
über angebliche Judenverfolgungen überging. Uns interessiert aber nur der Schluß der acht Druckseiten 
langen Epistel. Er lautet: "Französische Christen, wir sind Euere Mitbürger, Euere Brüder! Ihr habt der 
Welt das Beispiel der mildesten, der reinsten Toleranz gegeben. Dienet uns zum Schilde, sowie Ihr uns zur 
Stütze gedient! Vor allem aber möge die französische Presse mit jenem edlen Eifer, welcher ihren Ruhm 
ausmacht, sich der heiligen Sache der Zivilisation und der Wahrheit annehmen. Ces ist eine schöne Rolle, 
welche ihr so wohl ansteht, und die sie so edelmütig erfüllt!" In diesen Schlußsätzen spricht Cremieux 
ausnahmsweise drei große Wahrheiten aus: I., daß die Franzosen in ihrer Revolution von 1789 der Welt ein 
wahrhaft einmaliges Beispiel gaben, wie man vor lauter "Brüderlichkeif' und "Gleichheit alles dessen, was 
Menschenantlitz trägt", einen völkischen Selbstmord begehen karm, den der Jude Cohen in seinem 1868 
erschienenen aufsehenerregenden Buche: "La question juive" mit folgendem höhnischen Satze quittierte. Jür 
die Juden ist der Messias am 28. Februar 1790 mit den Menschenrechten gekommen," 2., daß Frankreich 
dem Judentum zum "Schild" dienen möge - daran hatte sich bis in die jüngste Zeit eigentlich nichts geändert 
-, und 3., daß die Presse bereits die jüdischen Wünsche in jeder Hinsicht "edelmütig" erfüllt! 

Nach Verkündung des Urteils wurden Gutachten "christlicher Kapazitäten" angefordert, um die Haltlosigkeit 
der Anklage zu unterstreichen - in einem späteren großen Ritualmordprozeß erhielt das Judentum in Ungarn 
diese "christlichen Zeugnisse" zu Dutzenden zugestellt! 33) Das "Gutachten" eines Herrn Hofrats Prof. Dr. 
G. H. von Schubert veröffentlichte die "Allgemeine Zeitung" in der Nr. 121 vom 30. April 1840 unter der 
Überschrift: "Die angebliche Mordtat der Juden in Damaskus. " Der Herr Hofrat findet es "unbegreif lieh, 
daß der Nachhall eines barbarischen, unsinnigen Märchens des Mittelalters über die Art, wie jener Pater 
verschwunden und dann durch die Juden ermordet sein soll, zu uns Christen des lg. Jahrhunderts übergehen 
und unter uns ohne weiteres nachgesprochen werden konnte". Als christlicher Reisender habe er die Juden 
des Orients genau kennengelernt und könne demzufolge mit "vollster Überzeugung sagen, daß jenes 
wunderlich grauenhafte Märchen mit den Gesinnungen und unverbrüchlich streng gehaltenen religiösen 
Gebräuchen der Juden in einem so gänzlichen Widerspruch stehe", daß die Juden keinesfalls als die Täter 
angesehen werden könnten! 

Auch der Herr Hof rat hat in einem Punkte recht, wenn er zuverlässig festgestellt hat, daß die "religiösen 
Gebräuche der Juden unverbrüchlich streng gehalten werden"; diese wurden eben so erbarmungslos 
konsequent durchgeführt daß schon in jenen Jahren, als der Professor als christlicher Reisender die Gestade 
des Orients durchstreifte, beispielsweise in einigen Ortschaften und auf einigen Inseln des nahen Orients ein 
ungeschriebenes Gesetz bestand, demzufolge zu ganz bestimmten Zeiten, in denen nach altüberlieferter 
furchtbarer Erfahrung regelmäßig Kinder, und zwar des nichtjüdischen Bevölkerungsteiles, spurlos 
verschwanden, den Juden das Verlassen ihrer Wohnungen bzw. der Durchzug von Juden bei Verlust des 
Lebens untersagt worden war! Es ist nicht uninteressant festzustellen, daß beispielsweise auch in Nürnberg 
und Böhmen in früheren Jahrhunderten ähnliche Verbote bestanden. Für Nürnberg hatte Kaiser Maximilian I. 
1498 ein Nächtigungsverbot für Juden erlassen (Tentzel, "Mon. Unt.", 1697, S. 228) 

Aber "dem Herzen tat die Teilnahme wohl, welche erleuchtete Christen den Gebrandmarkten erwiesen, und 
nimmer wird es die Geschichte denen vergessen, welche hier keine Zeit verstreichen ließen, den Menschen 
und dessen moralisches Sein gegen die Angriffe der bornierten Dummheit ins rechte Licht zu stellen. Unter 
diesen edlen war der Bischof Dr. Dräseke der erste, indem er durch ein Schreiben an den Rabbiner 
Philippson die Erklärung abgab, daß er mit den Auseinandersetzungen des letzteren in der Magdeburger 
Zeitung vollkommen einverstanden sei und ihm dafür danken müsse. Ja sogar milde Gaben gingen von 
selten der Christen ein für hungrige Israeliten, gleichsam als ein Sühnopfer auf dem Altare der 
beleidigten Menschheit" 34). Nicht umsonst hatte Jud Loewenstein seinen zynischen Appell "an die 
freisinnigen Rationalisten, die für das Prinzip der theologischen Aufklärung kämpfen" gerichtet: An Euch, 
ihr Lichter auf dem Gebiete der Theologie, wäre es nun zu zeigen, daß das Studium nicht bloß auf 
Vokabularweisheit hinausläuft, sondern daß auch ein süßerj markiger Kern in jenen vielen trockenen und 
ungenießbaren Schalen enthalten, daß Humanität die schöne Belohnung für iahrelanges Forschen isti Ihr 
großen Theologen und Philologen eutschlands, hier ist ein praktisches Feld für Euer in langen Jahren 
erworbenes Wissen! Ihr habt viel, viel geackert, gepflügt und gesät; hier stehen Halme in voller Reife, die 
Zeit der Ernte ist gekommen, verschlaft sie nicht!" - Man beachte das Jahr: 1840! 

Im "Journal de Smyrne" erschienen seit dem 14. Mai 1840 fortlaufende Berichte aus Alexandrien, die als 
Verfasser den Christlich-getarnten "Missionar" G. W. Pieritz hatten. Diese "Berichterstattung" über die 
Vorgänge in Damaskus kann als der durchaus gelungene und auch erfolgreiche Vorläufer der modernen 
jüdischen Greuelpropaganda bezeichnet werden. In einer schamlosen Weise wurden die Tatsachen 
durcheinander gebracht - selbst der Vertreter einer europäischen Großmacht, der französische Konsul Ratti- 
Menton, wurde "einer strafbaren Nachlässigkeit" bezichtigt -, so daß es angebracht ist, sich mit der Person 
und der rassischen Zugehörigkeit des Verfassers etwas näher zu befassen. Der "protestantische Missionar" G. 
W. Pieritz war Mitglied der "Londoner Gesellschaft zur Verbreitung des Christentums unter den Juden, die 
zuerst unter den Christen als Korporation das Panier zum Schutze des Judentums ergriff" 35). - Wenn wir 
dann erfahren, daß die Gesellschaft diesen Bericht ihres "Missionars" auf eigene Kosten unter dem Titel - 
"Statement of Mr. G. W. Pieritz, a Jewish Couvert, and assistant missionary at Jerusalem, respecting the 
persecution of the Jews at Damascus: the result of Personal inquiry on the spot" abdrucken und verbreiten 
ließ, und weiterhin durch den Juden L. H. Loewenstein - er mußte es ja schließlich wissen - über diese 
intimen jüdisch-"christlichen" Beziehungen dahingehend aufgeklärt werden 36), daß ein anderer Vertreter 
dieses hochpolitischen Londoner Unternehmens, der "Prediger" W. Ayerst in einer "freundlichen und seines 
Standes würdigen Weise" bei Abfassung der jüdischen Kampfschrift "Damascia" im Jahre 1840 assistierte, 
wobei auch, auf dessen spezielle Empfehlung hin, ein anderer getaufter Jude 37), der "Herr Konsistorialrat 
Prof. Dr. A. Neander in Berlin bei der Aufsuchung von Beweismitteln zur Reclitfertigung der Israeliten 

sehr wichtige Dienste geleistet hat", dann wissen wir über den jüdischen Konvertiten Pieritz schon so gut 
Bescheid, daß wir eigentlich sein an anderer Stelle vorgebrachtes Selbstbekenntnis, er sei "als Jude geboren, 
zum Rabbiner erzogen und dann zum Christentum übergegangen", nicht mehr benötigt hätten. Dieser 
Rabbiner Pieritz begab sich "in Erwägung der christlichen Mission, die ihm obliegt, von Jerusalein nach 
Damaskus, um die Menschenrechte auf der Stätte des Despotismus zu verteidigen" 38). Da Pieritz mit 
seinem Gemauschle bei dem energischen Sherif-Pascha durchaus nicht "reüssierte", reiste er, nachdem seine 
"christliche Mission" in Damaskus gescheitert war, nach Alexandrien, von wo ja auch seine Schreiben 
aufgegeben wurden, um sich daselbst "dem Vizekönig von Ägypten vorstellen zu lassen". Was bei dieser 
Vorstellung herauskam, erfahren wir ebenfalls 39): "... und hat von diesem das Versprechen der Revision 
des fraglichen Prozesses erhalten." Dies war die eigentliche Mission dieses Gauner s, die er zur 
Zufriedenheit seiner Londoner Auftraggeber gelöst hatte: Pieritz hatte das Gelände erst einmal zu 
"sondieren". Nach der Abreise dieses als Missionar getarnten Rabbiners traten am 21. April 1840 in London 
die führenden Juden zusammen. Sie beschlossen, die Regierungen von England, Frankreich und Osterreich 
anzugehen, damit diese alles anwendeten, um die verhafteten Juden in Freiheit zu setzen. "Der Versammlung 
wohnte auch Cremieux bei; eine Deputation, aus dem Baron v. Bothschild, Sir Moses Montefiore und 
einigen anderen bestehend, wurde ernannt, um mündlich mit dem Minister des Auswärtigen sich ins 
Einvernehmen zu setzen." Das Resultat dieser vorsichtshalber mündlich geführten Verhandlungen waren 
energische Interventionen bei der englischen, französischen, österreich9chen und russischen Regierung. "Die 
Bemühungen bei den Kabinetten dieser Länder sind nach dem Beispiel Deutschlands von Erfolg gewesen. 
Die Vertreter der Staaten Deutschlands unternahmen, dem unmittelbaren Drucke vieler jüdischer 
Bankhäuser nachgebend. Schritte, die Tatsachen dieser bedauernswerten Angelegenheit zu entstellen und so 
die Meinung über die wahre Ursache des Mordes irrezuleiten." 40) Auch "die niederländische Regierung 
erteilte ihren Gesandten und Konsulen zu Konstantinopel und Alexandrien Befehle, dem Fanatismus im 
Orient zu steuern; selbst die Regierung des Großherrn zu Konstantinopel zeigte sich geneigt, die Sache in 
Betracht zu ziehen, obgleich die Beratung von wenig Erfolg war" 41). 

Die Führerrolle in dem nun einsetzenden Kesseltreiben gegen den Untersuchungsrichter Ratti-Menton 
wurde dem österreichischen Konsul in Damaskus, Merlato, zugewiesen, obwohl er einmal, wenigstens zu 
Beginn des Prozesses, ganz anderer Meinung war. Merlato selbst ist wiederum dem österreichischen 
Generalkonsul, dem Juden Laurin, unterstellt. Die Kontrolle über beide scheint ein ganz zweifelhaftes 
Individuum, der Jude Isaak Piccioto aus Aleppo, seines Zeichens ebenfalls österreichischer Generalkonsul 
und - wie einwandfrei festgestellt werden kann - ein Onkel eines der Ritualmörder gleichen Namens, 
ausgeübt zu haben. "Die Juden Österreichs, und an ihrer Spitze Rothschild, traten handelnd auf und flehten 
ihre gerechte und väterliche Regierung nicht umsonst um Hilfe in dieser betrübten Angelegenheit an. Wir 
sehen von nun an den österreichischen Generalkonsul in Alexandrien und den Konsul desselben Staates in 
Damaskus auf das eifrigste bemüht, die Angelegenheit auf den Status der Gerechtigkeit und Menschlichkeit 
zurückzuführen. ... Auch der preußische Konsul nahm sich der Verfolgten mit Wärme an. 

Der plötzliche Meinungsumschwung Merlatos und seine geradezu verbissene Kampfesweise gegen seinen 
französischen Kollegen sind also durchaus nicht zufälliger oder persönlicher Natur; auch er war nur ein 
Werkzeug in jüdischen Händen! Die letzten Aufschlüsse aber vermittelt uns Peter Deeg in seinem erst in 
jüngster Zeit erschienenen Werke "Hofjuden" 42). Wir erfahren da, daß der Pariser Botschafter Österreichs, 
Graf Apponyi, den Wiener Rothschilds stark verpf lichtet war. Unter dem 6. Juli 1840 schrieb jener unter 
Bezugnahme auf den Ritualmord von Damaskus an Salomon Rothschild, Wien: "Was die Angelegenheit 
Ihrer armen Glaubensgenossen in Damaskus betrifft, so werde ich die deshalb an mich zu gelangenden 
Befehle und Aufträge mit dem auf richtigen Wunsche vollziehen, dieser Sache nützlich zu sein." - Um 
diese Dinge dürfte selbst nicht einmal Merlato, der dann als Sturmbock vorgeschickt wurde, gewußt haben! - 

Zur Revision seiner Ansichten benötigte Merlato wunschgemäß nur wenige Wochen. Berichtet er noch unter 
dem 28. Februar 1840 an den Generalkonsul Laurin in Alexandrien aufs höchste entrüstet über die linfamen 
Juden, acht an der Zahl", die den "unglücklichen Greis abschlachteten und sein Blut auffingen", so erstattete 
er am 23. März 1840 demselben k. k. Generalkonsul in Alexandrien Bericht über das Ergebnis seiner an Ort 
und Stelle aufgenommenen "gewissenhaftesten Nachforschungen". Diese gingen dahin, daß der Pater und 
sein Diener nicht etwa von Juden in den Hinterhalt gelockt und dann überwältigt wurden, sondern auf einem 
sehr besuchten (!) Platz der Stadt mit Muselmanen der niedrigsten Klasse, dem gemeinsten Gesindel" 
(iusulmani della piü bassa e piü impertinente canaglia) eine schwere Schlägerei hatten, in deren Verlauf die 
beiden Vermißten sehr wohl hätten beseitigt werden können. - Davon abgesehen, daß ein schon etwas 
unsicher gewordener Greis, der meist nur noch in Begleitung seines Dieners ausging, kaum noch das 
Bedürfnis nach einer soliden Rauferei in sich verspürte, hätte es doch dem Berichterstatter ein Leichtes sein 
müssen, Zeugen dieses so öffentlichen Geschehens herbeischaffen zu können, doch hierüber verliert Merlato 
in seiner wortreichen Epistel kein Wort! Auffallend ist, daß sich der österreichische Konsul in ganz 
besonderem Maße des Angeklagten Piccioto annimmt und energisch dessen sofortige Freilassung fordert. - 
Den Schlüssel zu diesem Verhalten haben wir bereits geliefert! In einem ergänzenden Bericht werden - von 
den üblichen Angriffen auf Ratti-Menton abgesehen - die "armen Israeliten" bedauert: "Die Israeliten haben 
in dieser Stadt Qualen ausgestanden, die nur von diesen Parias der Erde ohne eine furchtbare Reaktion zu 
ertragen sind. Zu jeder Stunde dringt der französische Konsul mit den hochfahrendsten Manieren in jedes 
Haus, die geachtetsten Namen unter den Juden, ein Vermögen, das aus der reinsten Quelle herrührt, die 
des Mitleids würdigste Schwäche, nichts wird geachtet..." 43) 

Am 25. April 1840 beglückte Merlato auch seinen (jüdischen) Schwiegervater, den Herrn Premuda in 
Triest, mit einem jüdisch abgestimmten Schreiben, das dieser sofort an die Presse weiterleitete. Merlato 
versicherte, daß er lediglich aus "Philanthropie" sich um die unglücklichen Juden kümmere, die dafür "seinen 
Namen segneten und für ihn zu Gott beteten, wie andererseits "der gemeine christliche Haufe (Ja turba 
cristiana)" ihn "mit Flüchen überhäufe". Zu den des Mordes überführten zähle man auch den Isaak di 
Piccioto, "den Neffen unseres Generalkonsuls in Aleppo". 

Der k, k. Konsul suchte Trost in geistvoller Umgebung; am Ort befände sich ein geistreicher deutscher (lies 
jüdischer) Schriftsteller, der seine, Merlatos, Ausführungen für die "Augsburger Allgemeine Zeitung" 
übernehmen wolle. Außerdem beabsichtigte ein "protestantischer Missionar" - es ist Pieritz! - eine 
Denkschrift über die Judenverfolgungen von Damaskus und "mehrere Gelehrte" Veröffentlichungen "zum 
Frommen der Menschheit" herauszugeben. 

Der österreichische Generalkonsul in Alexandrien, Laurin, selbst Jude, verwertete die ihm zugestellten 
"Erhebungen"; in einem Bericht aus Alexandrien vom 31. März 1840 kann er schon seinen ersten Erfolg 
versuchen 44), indem es ihm glückte, bei dein Vizekönig von Ägypten, Mehemed Ali, vorstellig zu werden, 
um "das Nötige einzuleiten". Laurin ersuchte "dienstfreundlich, einen kräftigen Befehl bei dem 
französischen Ministerium zu erwirken, damit der französische Konsul in Damaskus, Graf de Ratti- 
Menton, der durch sein Benehmen die türkischen Behörden zu Gewaltmitteln veranlaßte, endlich 
zurechtorewiesen werde"... Dies sei um so dringender, da die "Mißstimmung der nichtjüdischen 
Bevölkerung sehr leicht in eine förmliche Judenverfolgung in Palästina ausarten könne. - Tatsächlich hatte 
Jakob Rothschild, der Bruder des Salornon Rothschild, in Paris bei König Louis Philipp die sofortige 
Entlassung des unbequemen Konsuls durchzusetzen versucht! 

Am 4. April 1840 heißt es: "Mehrere im Prozesse angeführte Umstände bestärken mich (Lanrin) mehr und 
mehr in der bereits ausgesprochenen Meinung, daß die Anschuldigung eines rituellen Mordes keinen legalen 
Grund hat... ich bin überzeugt , daß die Presse einen Schrei des Entsetzens erheben wird...", und weiter, unter 
dem 6. April 1840, findet sich folgender inhaltsschwere Satz verzeichnet: "Ich habe mit dem Pascha 
gesprochen, es wird mit den Verhören eingehalten werden. Es ist damit viel gewonnen." 

"Diese Einschreitwag von selten Europas haben die tiefgebeugten Brüder im Orient ermuntert, einen Schritt 
bei ihrer Regierung zu tun", schrieb der "Orient" am 30. Mai 1840; diese tiefgebeugten Brüder richteten nun 
an den Vizekönig von Ägypten, Mehemed Ali, eine Petition 45) "Zugunsten der verfolgten Glaubensbrüder 
zu Damaskus". Diese lautet im Auszug: "Die israelitische Nation (!) hat keinen Fürsten, keinen Staat; ihr 
Ruhm ist vorn Altertum begraben, ihre Nationalität ist erloschen. Religion beherrscht das Gewissen, aber sie 
trennt Nationen nicht. Die Israeliten von Damaskus sind Ihre Kinder, denn Gott hat sie Ihrer Regierung 
anvertraut. Sie werden von Bosheit verleumdet und von Grausamkeit unterdrückt. Der Name Mehemed Alis 
tönt laut durchs Weltall, denn in der einen Hand hält er den Ruhm, in der anderen die Gerechtigkeit. Die 
Hebräer von Damaskus werden eines schrecklichen Verbrechens angeklagt, eines Verbrechens, welches der 
Vernunft, ihren religiösen Grundsätzen, der Wahrheit und noch mehr der Geschichte widerspricht. Das 
Volk Israel ist zwar unglücklich, aber ihr Charakter in der Trübsal staunenswert gewesen, und Männer wie 
Ew. Hoheit, die Gott mit Genie begabt, bemitleiden sie, aber verachten sie nicht. Ew. Hoheit, wir verlangen 
keine Gnade für unsere Glaubensbrüder - wir verlangen Gerechtigkeit. Ihnen allein hat Gott die Gewalt über 
dieses unglückliche Volk anvertraut, und Sie allein haben das Recht, sie zu beherrschen. Es gilt eine alte 
Religion, welche man zu beschmutzen wünscht, und es scheint, Gott habe Ihnen einen noch größeren Ruhm 
aufbehalten - der Befreier einer unterdrückten Nation zu sein." 

Mehemed Ali gab daraufhin Befehl, zunächst 800 Mann Truppen nach Damaskus zu senden, "um die Ruhe 
unter den dortigen Christen aufrechtzuerhalten" 46) - in späteren Rituahnordprozessen wurden ebenfalls 
ganze Bataillone, ja sogar Kriegsschiffe aufgeboten, um die nichtjüdische Bevölkerung zu "befrieden"! 

Die Konsalarvertretungen der übrigen Mächte schlössen sich dem Vorgehen des österreichischen Konsuls an; 
die Vertreter der deutschen Staaten bekamen jüdischerseits das Zeugnis ausgestellt, daß sie "im schönsten 
Lichte erschienen seien". Ganz besonders aber wird der preußische Konsul in Beirut gelobt, der sich "bei 
dieser Gelegenheit als der würdige Stellvertreter eines Nachfolgers des Großen Friedrich bewährte, indem 
er seine edlen Bemühungen zur Rettung der Verfolgten mit denen des österreichischen Konsuls vereinigte". 
Dieser Vertreter Preußens an dem wichtigsten Platze Syriens erzeigte Aen Israeliten viele Wohltaten" und 
versicherte ihnen, "sie sollten sich vor niemandem fürchten; er sei willig und bereit, jedem zu dienen, der den 
Namen Jude trage". Zum Dank dafür wird er "zu den Frommen unter den Völkern der Welt" gezählt, und 
"alles nur in der Welt mögliche Gute" soll ihm erwiesen werden, wie auch "sein Name bei aller Welt zu 
rühmen ist, auf daß alle Völker wissen mögen, daß Israel noch nicht hilflos, und daß es dankbar ist gegen 
seine Wohltäter" 47). 

Was es aber mit diesen Vertretern der europäischen Staaten im Orient letztlich für eine Bewandtnis hatte, 
erkannte die "Allgemeine Zeitung "48} unter Berücksichtigung französischer Berichte ßehir deutlich, indem 
das Blatt zu der Überzeugung gekommen war, daß Aie Anklagen gegen den französischen Konsul alle aus 
jüdischer Quelle kämen", da "so wohl Herr Merlato als die meisten anderen Konsuln in Syrien, 
namentlich die von Rußland, Dänemark, Preußen usw. Juden seien..." 

Diese internationalen Herren einigten sich schließlich auf die Formel, daß Aer österreichische Generalkonsul 
den Vorschlag macht, den schwebenden Prozeß den Händen der türkischen Justiz (Sherif-Pascha) zu 
entnehmen, und ihn einer Kommission aus vier europäischen (lies: jüdischen) Konsuln zu übergeben, 
welchen vier deutsche, 'Kriminalisten' zur Herausstellung des Faktums beigegeben werden sollen" 49} - Mit 
anderen Worten: Der NichtJude Ratti-Menton war auszuschalten! Ehe man jedoch diesen Plan durchsetzen 
konnte, trat ein Ereignis auf Rhodos ein, das geeignet schien, gerade in diesen kritischen Tagen die jüdische 
Regie durcheinanderzubringen. 



Rhodos. 

Wie erst im Verlaufe einiger Wochen bekannt geworden war, war um die Zeit der jüdischen Ostern 1840 
ein etwa zwölfjähriger Griechenjunge aus dem Dorfe Triande auf Rhodos spurlos verschwunden. Das Kind 
war von seiner Mutter zu einem Kaufmann geschickt worden, um Garn einzukaufen. Seit dieser Zeit blieb es 
vermißt. Am nächsten Tage erstattete die Mutter Anzeige bei dem türkischen Gouverneur der Insel, Jussuf 
Pascha. Dieser ließ in dem betreffenden Orte sofort Haussuchungen vornehmen, jedoch ohne Erfolg. 
Schließlich meldeten sich zwei Zeugen, die an dem fraglichen Tage den vermißten Knaben beobachtet 
hatten, wie er mit einem der Vorsteher der Judengemeinde, Stambuli, um irgend etwas feilschte und 
sodann in dem Haus des Juden verschwand. 

Stambuli wurde vorgeführt. Er begann ein großes Wehklagen, daß er von nichts wisse; er versuchte, ein 
Alibi zu stellen, was mißlang. Immerhin hatte man so viel erfahren, daß an dem fraglichen Tage kurz vor 
Ostern drei fremde Juden durch Triande in Richtung Rhodos gekommen waren. 

Es gelang einem Polizeiaufgebot, diese drei Juden ansfindig zu machen. Sie wurden vor den Gouverneur 
gebracht und in Gegenwart mehrerer ausländischer Konsuln vernommen. Sie wußten ebenfalls von nichts. 
Der Rabbiner von Rhodos, Jakob Israel, gab auf Vorhaltungen die Erklärung zu Protokoll, daß keins der 
jüdischen Gesetze und Religionsbücher ein derartiges unnatürliches Opf er verlange, wie man die Juden 
beschuldigen wolle: "Wir sind auch keineswegs eines solchen Verbrechens fähig, wir wären unwürdig, 
Gottes Kinder zu sein, wenn wir der Regierung durch unser Betragen den geringsten Anlaß zur 
Unzufriedenheit geben könnten." - Hier unterbricht ihn einer der anwesenden Konsuln mit den Worten: 
"Schweige, wir haben dich nicht rufen lassen, um deine scheinbare Rechtfertigung oder weitläufigen 
Explikationen anzuhören, sondern wir wollen kurz und bündig wissen, wo sich das griechische Kind 
befindet!" Auch der Rabbiner aber versichert, daß er "von nichts wisse". 

Auf Anordnung des Paschas wurde das Judenviertel von Rhodos nunmehr durch ein Militäraufgebot 
abgeriegelt, um die Möglichkeit zu haben, eine genaue Liste der anwesenden Juden aufstellen und ihre 
Häuser durchsuchen zu können. Selbstverständlich erhob sich ein großes Wehgeschrei über diese 
"empörende Gewalttat". Nach den vorgenommenen Erhebungen wurden Vertreter der mohammedanischen 
Bevölkerung, ein Zivilrichter und mehrere ausländische Konsuln zur Beschlußfassung zum Pascha beordert; 
festgestellt wurde, daß ein Griechenjunge, auf den die Beschreibung der Mutter zutraf, in dem Judenviertel 
beobachtet worden war. Daraufhin befahl der türkische Gouverneur, daß die Absperrung des Judenviertels 
solange aufrechterhalten bliebe, bis das Kind, das ja nicht spurlos verschwunden sein könne, aufgefunden 
worden sei. 

Unterdessen hatten jüdische Agenten auf Rhodos vorgearbeitet; sie berichteten nach London an einen 
gewissen Davis über die "Verleumdungen und Grausamkeiten", denen die Juden auf Rhodos ausgesetzt 
seien. Davis überreichte "mit den angesehensten Juden Londons, Rothschild an der Spitze," der englischen 
Regierung umgehend ein Memorandum, "worin er diese um Schutz gegen die Gewalttaten und 
Eigenmächtigkeiten," denen die Juden in Rhodos ausgesetzt seien, ersucht und mit jüdischer Frechheit eine 
strenge "Untersuchung" forderte. Tatsächlich erhielt der englische Gesandte in Konstantinopel durch Lord 
Palmerston den Befehl zugestellt, "sich der bedrängten Juden anzunehmen"! 

In jenen Tagen erschien nun "zufällig" ein "Finanzdirektor" aus Konstantinopel, um die fälligen Steuern in 
Empfang zu nehmen. Bald enthüllte er seine eigentliche Mission, indem er das abgeriegelte jüdische Viertel 
besichtigte und sich nach der Ursache dieser Maßregel erkundigte. Er forderte sofortige Aufhebung der 
Sperre, andernfalls er sich gezwungen sehen würde, sogleich nach Konstantinopel zu berichten. Der Pascha 
gab nach und verfügte die Aufhebung des Belagerungszustandes; die verdächtigen Juden wurden jedoch 
weiterhin in Einzelhaft behalten und in Gegenwart einiger Konsuln wiederholten Verhören unterzogen, die 
außerordentlich widerspruchsvoll verliefen. Unterdessen war der Großrabbiner von Konstantinopel 
benachrichtigt worden; er verhandelte mit der ".Hohen Pforte" und erreichte, daß die Mutter des Kindes 
sowie drei mit der Klage beauftragte Griechen und eine jüdische Abordnung nach Konstantinopel bestellt 
wurden. Hierselbst "verausgabten die jüdischen Abgeordneten 150 000 Piaster" 50). Vierzehn Tage nach der 
Abreise dieser Deputation wurden auf höhere Weisung hin unter Umgehung des Statthalters von Rhodos 
die noch in Haft befindlichen Juden auf freien Fuß gesetzt. An die türkischen Richter aber erging auf 
Betreiben der engUschen Gesandtschaft in Konstantmopel die geheime Anweisung, den beschuldigten 
Juden ein "freisprechendes Zeugnis" auszustellen und dieses Urteil dem Lord Ponsonby zukommen zu 
lassen, obwohl die Mutter des vermißten Kindes und die Kläger vor den türkischen Behörden dieselben 
belastenden Umstände zu Protokoll gegeben hatten wie auf Rhodos. Lord Ponsonby "präsentierte aber dem 
versammelten Divan durch seinen Vertreter die schriftliche Unschulderklärung der Juden". - "So, nun 
erwartet man- - schrieb der jüdische Berichterstatter des "Orient" 51) unter dem 8. Juli aus Konstantinopel - 
"umgehend die Sentenz, die ich aus erster Hand erhalten und Ihnen dann sofort überschicken werde. Zugleich 
hat der hier seit mehr denn einem Jahr anwesende Herr v. Rothschild aus Paris und London die Sache, wie 
ich sie Ihnen hier geschrieben, vor kurzem dein Fürsten Metternich nach Wien geschickt. Gegen die 
betreffenden Konsuln wird nicht eher von ihren Regierungen eingeschritten werden, bis das Urteil in dieser 
Angelegenheit von der Hohen Pforte gesprochen ist, was, wie ich Ihnen zuverlässig versichern kann, ganz 
zugunsten der Juden zu Rhodos ausfallen wird". 

Der Oberste Gerichtshof zu Konstantinopel gab denn auch die "Unschuld der Juden zu Rhodos" in einer 
öffentlichen Erklärung bekannt. Die Juden wurden "von den Beschuldigungen eines Kinderraubes und 
Kindermordes ganz freigesprochen, und als Entschädigung wurden ihnen einige Vorteile zugestanden... 
diejenigen, die sie unrechtmäßigerweise verklagt, haben die Entschädigung zu zahlen..." - Wir können uns 
denken, worin diese Vorteile bestanden. 

Die Mutter wurde unverrichteter Dinge wieder nach Rhodos geschickt, ohne ihr überhaupt die Möglichkeit 
zu weiteren Nachforschungen zu lassen. War es schon ein schlimmes Vergehen, als Konsul über Juden mit 
zu Gericht gesessen zu haben - worauf der obige Bericht ja deutlich anspielt -, wieviel mehr mußte dann eine 
schlichte und vor allem schutzlose Frau aus dem Volke befürchten, von der jüdischen Rache getroffen zu 
werden, wenn sie das Verbrechen beging, sich weiter um ihr Kind zu kümmern. In einem späteren 
Ritualmordprozeß in Ungarn 52) mußte die hinfällige Mutter eines geschächteten vierzehnjährigen Mädchens 
durch Gendaimerie vor jüdischer Verfolgung und Belästigung beschützt werden! Aber rühmen wir uns nicht, 
daß derartige skandalöse Zustände auf deutschem Boden in diesem Jahrhundert "des Lichts" unmöglich 
gewesen wären - wir werden noch zu der beschämenden Feststellung gelangen müssen, daß es daselbst um 
die Sache des Volkes noch schlimmer bestellt war! 

Die gerichtlichen Erhebungen in Rhodos waren im Gegensatz zu denen in Damaskus im Keime erstickt 
worden; Jussuf-Pascha war Jörmlich degradiert" und durch einen judenhörigen Nachfolger ersetzt worden. 
Die Bevölkerung, seit Jahrhunderten über das spurlose Verschwinden von Kindern nie mehr zur Ruhe 
gekommen, wußte aber, wo auch in diesem Falle die Mordpest zu suchen war. In dem oben zitierten 
"Situationsbericht- eines jüdischen Berichterstatters aus Rhodos findet sich demzufolge auch der sehr 
bemerkenswerte Passus, daß Juden, wenn sie sich keinen Mißhandlungen aussetzen wollen, sich nicht vor die 
Tore der Stadt wagen dürfen". - Das waren immerhin sehr bedenkliche Momente, welche die sorgfältig 
gehüteten und beschützten jüdischen Positionen an jenen Gestaden zu erschüttern vermochten. "Das sind 
betrübende Zeichen der Zeit, solche Vorgänge reißen oft in wenigen Tagen einen jahrelangen Bau 
über den Haufen", schrieb stirnrunzelnd der "Orient" im Sommer dieses Jahres! 

Es mußte etwas geschehen, um zu verhindern, daß "aus den einmal aufgeregten Leidenschaften noch weit 
Schlimmeres entsprieße" 53) - zudem war Sherif-Pascha in Damaskus trotz aller Vorstellungen und 
Drohungen auf dem besten Wege, die überf ührten Mordbuben in die Gefilde ihrer Erzväter befördern zu 
lassen! 



Neue "Interventionen". 



"Mit einem Eifer und einer Selbstverleugnung, die in unserer merkantilisch-diplomatischen Zeit zu den 
größten Seltenheiten gehören, strebten viele Edle in Israel rastlos dahin, den Verfolgten, womöglich Hilfe zu 
verschaffen..." 

"Die in der Geschichte des merkwürdigsten Volkes der Erde ewig denkwürdigen Bestrebungen und 
Bemühungen der Familie von Rothschild sind dankend zu erwähnen. Noch gestatten uns verschiedene 
Verhältnisse und Rücksichten nicht, alle die hochherzigen Opfer und erfolgreichen Schritte herzuzählen, 
denen unsere unglücklichen Brüder in den einst dem Zepter Davids unterworfenen und jetzt unter 
barbarischem Drucke seufzenden Gegenden so sehr viel verdanken... Aber die Zeit wird kommen, wo die 
Geschichte, nicht bloß der Israeliten, sohdern selbst der Menschheit in ihren ewig dauernden Annalen jene 
herrlichen Taten erzählen und ihnen ein unverwüstliches, unsterbliches Denkmal setzen wird..." Nun, da der 
Jude L. H. Loewenstein in seinen "Damascia" 54) so großzügig ist und auch der übrigen Menschheit 
gestattet, die "herrlichen Taten" seiner Glaubensgenossen zu erzählen, halten wir die Zeit für gekommen und 
unterziehen uns dem unbescheidenen Unterfangen, jenen Häuptern Alljudas ein "unverwüstliches Denkmal" 
zu setzen. 

Zunächst wäre in die Annalen der Geschichte einzugraben, daß Aie Zurückhaltung und Umsicht der Hof- und 
Geschäftsmänner Rothschild plötzlich vor dem Gedanken verschwand, daß Gott sie darum mit großen 
Schätzen und so vielem Einflüsse gesegnet, um den leidenden Brüdern helfend und rettend zur Seite stehen 
zu können". Aus allen Gegenden der Welt, wo Juden saßen, liefen "Hilferufe" bei den Rothschilds ein: 
"Rettet, rettet unsere unglücklichen Brüder zu Damaskus und auf Rhodos!" - Dann müssen wir die auch für 
unsere Tage noch sehr interessante Feststellung treffen, daß "in England sich ein schöner und löblicher 
Geist bekundete, der geschichtlichen Wert hat und ein Heilmittel für die schweren Wunden war, welche der 
Ehre des Jahrhunderts geschlagen wurden". In welcher Form sich dieser historisch wertvolle, löbliche 
Geist offenbarte, erwiesen die zahlreichen "Meetings" (Versammlungen), zu denen sich "Christen" in großer 
Zahl einfanden, um "über die zugunsten der Unglücklichen von Damaskus zu ergreifenden Mittel zu 
beratschlagen" - wir werden an anderer Stelle diese "Christen" näher betrachten; vorausschicken wollen wir 
nur, daß der Knoblauchgeruch das Taufwasser sieghaft durchdrang; dann aber nahm auch der Lord-mayor 
von London höchstselbst "den lebhaftesten Anteil an den hochherzigen Entschlüssen und Schritten des edlen 
Sir Moses Montefiore, eines nahen Anverwandten der Familie von Rothschild". - Dieser "Sir" war sogar 
bereit, "sein ganzes Vermögen, ja selbst sein Leben für seine unterdrückten Glaubensbrüder im Orient 
aufzuopfern" und - was für ihn als Juden noch mehr besagen wollte - er hat die Absicht geäußert, wie ehedem 
die Kreuzritter - dieser Vergleich ist tatsächlich gebraucht worden! -einen Nachen zu besteigen und über das 
Wasser nach den Gestaden des Heiligen Landes zu segeln! - Das Parlamentsmitglied Sir Robert Peel "und 
Konsorten" setzten ihren "Parteistreit beiseite" und unterstützten den Lord Palmerston in seinen 
diplomatischen Bestrebungen, den Juden in Syrien zu helfen. Dann müssen wir noch der "Londoner Society" 
des getauften Rabbiners Georges Wildon Pieritz gedenken, "die ihre Stimme zur Verteidigung der Unschuld 
vernehmen ließ" - und wir haben die beste "englische" Gesellschaft vorgestellt: "Dreimal glückliche 
Britannia, wieviel beneidenswerter als Deine mächtigen Flotten machen Dich Deine Bürger, Dein 
Parlament, Deine Meetings! Beate popule, cui haec sunt!" 55) 

Fehlt nur noch Cremieux - aber auch er, "der Göttliche", erschien: "Von jetzt ab ward London recht 
eigentlich der Herd der Humanitätsfrage, und sogar Cremieux kam über den Kanal herüber, um hier, wo 
menschliches Wohl und Wehe weit stärker zum Handeln trieb, als in Frankreich, zu wirken..." 56) Am 
15. Juni 1840 trat die Versammlung des "Committee of British Jews" ("Komitee der britischen Juden") in der 
neuen Synagoge Great St. Helens zu London zusammen 57). Beschlossen wurde 

1. "Nachdem diese Versammlung mit besonderer Aufmerksamkeit verschiedene Briefe aus dem Orient 
vernommen hat, welche die Notwendigkeit einer ferneren Einmischung der europäischen Israeliten 
zugunsten ihrer verfolgten Brüder in Damaskus dartun, und da dieselbe in Erfahrung gebracht hat, daß das 
israelitische Zentralkonsistorium in Paris Herrn Ad. Cremieux vermocht hat, als sein Abgesandter die Sache 
der angeklagten Juden in Aamaskus zu verteidigen; ist 

2. die Versammlung überzeugt, daß es höchst zweckmäßig wäre, wenn einige Herren von Rang, und 
Talent abgesandt würden, um mit Herrn Cremieux gemeinschaftlich zu operieren. 

3.Die Versammlung ist ferner überzeugt, daß Sir Moses Montefiore, vermönle seiner hohen Moralität, 

seines Eifers und seines Einflusses, ganz besonders dazu geeignet sei, die Juden Englands am Hofe des 
Paschas von Ägypten zu repräsentieren und unsere verfolgten Brüder im Orient zu verteidigen, und ersucht 
denselben daher dringend, die erwähnte Mission anzunehmen; sowie die Versammlung 
ferner auch Sir Montefiore ermächtigt, jeden juristischen oder sonstigen Beistand 
mitzunehmen, um den Zweck seiner Sendung zu fördern; 

5. daß eine Subskription... zur Bestreitung sonstiger vorkommender Ausgaben eröffnet und die 
eingehende Summe zur Verfügung des Sir Moses Montefiore gestellt werde; 

6. daß Herr Baron Lionel v. Rotliscliild 58) angewiesen werde, die eingehenden Beträge zu empfangen; 

7. daß am Dienstag, dem 23. dieses Monats, um 4 Uhr in der großen Synagoge, Dukes-Place, eine 
öffentliche Versammlung stattfinde... sowie, daß am nächsten Sabbat in den verschiedenen Synagogen eine 
diesbezügliche Bekanntmachung erlassen werden soll." 

Die Versammlung drückte am Ende "tiefgerührt von dem Edelmute, der Humanität und dem Eifer" ihrem 
Oberhaupte Montefiore "den wärmsten Danlr," aus. "Zum Schlüsse eröffnete Montefiore die angeregte 
Subskription, indem er außer der Selbstdeckung seiner persönlichen Reisekosten noch 100 Pfd. zeichnete, 
welcher Summe seine Gattin ebensoviel beisetzte. Die drei jungen Herren Rotliscliild beteiligten sich jeder 
mit 200 Pfd., Herr Isaak Cohen 100 Pfd. usw. Dem Beispiel der Londoner Juden folgten unmittelbar darauf 
die zu Manchester, und in einem dort gehaltenen Meeting, dem sich alle christlichen Fabrikanten, 
Kaufleute und Gelehrten anschlössen, wurden 800 Pfd. Sterl. gezeichnet." 59) - Ein herrliches Schauspiel: 
Die nichtjüdische "Intelligenz" trägt ihr nicht unbescheidenes Scherflein zur "Erlösung" jüdischer Verbrecher 
bei! Freilich: "Solch edles Beispiel wirkte gewaltig, die Teilnahme für die unglückliche jüdische 
Bevölkerung in Damaskus griff um so mehr um sich, als einerseits diese Tragödie schon nicht mehr 
vereinzelt dastand, sondern auch an anderen Orten, zumal in Rhodos, ähnliche Vorgänge sich gezeigt und 
mit Fanatismus ausgebeutet worden waren um so mehr geschah von anderer Seite. Lauter und immer lauter 
schrie das englische Unterhaus für die Israeliten um Hilfe." 60) 

Einen Tag vor der Hauptversammlung der Londoner Juden findet am 22. Juni 1840 eine Unterhäussitzung 
statt, deren Protokollauszug schlaglichtartig die Umtriebe hinter den Kulissen erhellt. Sir Robert Peel, "die 
Anwesenheit des Lord Palmerston wahrnehmend" 61), bringt in dieser Sitzung die "vielbesprocchene 
schmähliche Judenverfolgung in Damaskus" zur Sprache, "deren er schon freitags vorher Erwähnung getan 
hatte".. Dieser Abgeordnete erstattete dem Unterhaus denselben Greuelbericht, den Merlato und Pieritz von 
Ende April bis Ende Mai dieses Jahres schon einmal in auffallender Übereinstimmung in die Welt gesetzt 
hatten. Sir Robert Peel erwartete nunmehr das Einschreiten Englands, "obwohl er wisse, daß dies nicht 
offiziell stattfinden könne; doch der Respekt vor England und der Einfluß seiner Regierung seien 
hinreichend, "um von jenem Einschreiten, selbst in beschränktem Maße, die segensreichsten Folgen zu 
erwarten.". Die Juden Englands, wie die aller Länder, würden fest darauf vertrauen, daß Englands 
Dazwischenkunft "zur Entdeckung der Wahrheit" führen Werde, wenn sich die Anklage als unbegründet 
ausweisen sollte. Der "Sekretär der auswärtigen Angelegenheiten", Palmerston, entgegnete hierauf , daß 
"der Gegenstand, auf den der hochachtbare Baronet soeben das Haus aufmerksam gemacht, schon vor 
längerer Zeit zur Kenntnis der Regierung gebracht worden sei, die keinen Augenblick verloren habe, um die 
geeigneten Maßregeln zu ergreifen". Er, Palmerston, habe dem Obersten Hodges, Generalkonstil in 
Alexandrien, Weisung erteilt, die ganze Angelegenheit Aer ernstesten Aufmerksamkeit des Paschas von 
Ägypten anheimzustellen". Die unglücklichen Angeklagten müßten entschädigt werden, sofern dies 
überhaupt noch möglich sei. 

Hierauf bemerkte der Abgeordnete O. Connel, "das beste Mittel, die Juden von den auf sie geworfenen 
Schandflecken zu reinigen, wäre, die in England ansässigen in jeder Hinsicht den übrigen Bürgern 
gleichzustellen. Er wünsche zu wissen, ob es die Absicht der Regierung sei, ein Gesetz vorzuschlagen, das 
die völlige Gleichstellung der Juden bezwecke". - Die "Affäre Damaskus" sollte also zu einem 
hochpolitischen "Geschäft" ausgeschlachtet werden! Loewenstein gibt zu diesen Ausführungen seinen 
aufschlußreichen Kommentar, aus dem hervorgeht, daß Palmerston "ganz offen zugegeben habe, daß die 
bürgerliche Gleichstellung der Israeliten mit ihren christHchen Mitbürgern eine von der Vernunft und der 
Gerechtigkeit gebotene Maßregel sei" .... 

Lord Ashley schloß sich seinem Vorredner an und erklärte nur noch, er habe Briefe aus dem Orient erhalten, 
welche "Gelderpressungen als den einzigen Zweck der gegen die Juden verübten Greueltaten bezeichnen". - 
Wir sehen, es geht Schritt für Schritt zum Heile Judas vorwärts - es kommt aber noch besser! 

Am 23. Juni werden die Juden Londons zu einer "Gemeindeversammlung" in der großen Synagoge zu 
London (Dukes-Place) zusammengetrommelt. Den Vorsitz führte Sir Moses Montefiore, "Ritter," "Präsident 
des Londoner Comitös der britischen Judendeputation", als Vertreter Frankreichs sind der "Vizepräsident des 
Zentralkonsistoriums der französischen Israeliten", der Advokat Cremieux, als Vertreter der Juden 
Deutschlands der Rabbiner Löwe erschienen! 

Zunächst wurde mit wärmster Dankbarkeit der hilfreichen Dazwischenkunft des Obersten Hodges, "Konsuls 
I. M. in Alexandrien", des Fürsten Metternich, "Durchlaucht", des österreichischen Konsuls Merlato in 
Damaskus, des österreichischen Generalkonsuls in Alexandrien, Laurin, gedacht, auch wurde "die Energie, 
die Herr James v. Rothschild zur Unterstützung der unglücklichen Glaubensgenossen aufwandten", dankend 
anerkannt. Diese Generalversammlung beschloß "nach Prüfung der vorgelegten Dokumente die Herren 
Cremieux und Montefiore als Vertreter der Israeliten" nach Syrien zu senden. Der französische 
Ministerpräsident Thiers, der den französischen Konsul für Damaskus vor den unflätigsten Angriffen zu 
schützen, versuchte, wurde von einem Versammlungsreclner "vor dem Forum des zivilisierten Europa des 
Mangels an Menschlichkeit" beschuldigt! 

Montefiore erklärte, daß er mit Cremieux hinüberfahren werde. "Wir gehen, um die Forderungen der 

Menschlichkeit zu verteidigen, die in unseren verfolgten und leidenden Brüdern verletzt ist; wir gehen, um 
das dunkle Gewirre teuflischer Taten aufzuhellen, die Verschwörung zu entdecken und die Verschworenen 
zu beschämen... noch mehr, wir wollen versuchen, den östlichen Regierungen aufgeklärtere Grundsätze 
der Gesetzgebung und Rechtspflege einzuflößen; ich hoffe, daß unsere Bemühungen mit Erfolg gekrönt 
sein werden... Leben Sie wohl, meine Herren! Ich bete zu dem Gott unserer Väter, daß Er unsere Schritte 
leite... So blicke ich auf meine Rückkehr in der gewissen Hoffnung, Ihnen dann sagen zu können, daß der 
Richter der Welt unserer Sache den Sieg verliehen, Könige und Herrscher unter Seinen Willen gebeugt 
hat..." - Die Protokolle notieren an dieser Stelle: "Große Bewegung herrschte beim Schlüsse dieser Rede!" 
Abschließend wurde der en-lischen Regierung für die "schnelle Intervention zugunsten der unglücklichen 
Brüder im Orient" gedacht und "ein Gebet für den hochherzigen Pilger (gemeint ist Montefiore!) und seine 
Gefährten" abgehalten. "Hilf ihm erreichen seinen heil'gen Zweck! Amen! Laß ihn nicht leer zurück, zu 
seinen Sendern kommen! Amen! Führ' ihn froh und freudig wieder in die Heimat! Amen! Auch seine edle 
Gattin und alle, die sich ilun anschließen... Amen Sela!" 62) 

"Nachdem Montefiore sich bei der Königin von England beurlaubt (!) und von derselben auf das 
Huldvollste empfangen worden... reiste er am 27. Juni, von seiner Gattin und seinen Mitpilgern, dem 
Orientalisten Dr. Loewe, einem gelehrten Deutschen (Juden), dem Untersheriff Wire und dem Arzte Dr. 
Madden begleitet, auf einem von der Königin ihm zur Verfügung gestellten Dampfboote von London 

nach Boulogne ab"; von da "eilten die Boten eines mitleidigen Europa" nach Paris, hier wurden sie aber 
durch Besprechungen mit j ührenden Politikern" auf gehalten. In Marseille traf die Reisegesellschaft mit dem 
"feurigen Cremieux", welcher in Begleitung des "Orientalisten" und früheren Hauslehrers der 
Rothschilds, Munck, vorausgeeilt war, zusammen. Die französische Regierung hatte zur Überfahrt nach 
Alexandrien ein "Regierungsdampfboot" zur Verfügung gestellt! 63} 

Dies waren aber nur die "Häupter" der jüdischen Reisegesellschaft, tatsächlich bestand diese aus einem 
ganzen Gefolge von Dolmetschern, Schreibern, verschiedenen "Spezialisten" und einem Troß von allerdings 
nichtjüdischen Bediensteten, die das zweifelhafte Vennügen hatten, auf diese Reise mitgenommen zu 
werden ! 

"So reiset denn glücklich, Ihr hochherzigen Sachwalter der großen Sache der Menschlichkeit und der 
Vernunft! Möge Euer feuriger Mut und das Licht Eurer Vernunft und Beredsamkeit triumphieren über die 
niederträchtige Bosheit und den finsteren Fanatismus der Feinde! Verkündet uns, daß die zertretene 
Unschuld endlich Recht und Anerkennung gef unden hat!" So rief ihnen Jud Loewenstein noch aus 
Deutschland nach! 

Dieser "zertretenen Unschuld" nahmen sich nun nach der Abreise der Häupter Judas nicht nur Aie 
israelitische Bevölkerung der verschiedenen Länder an", sondern auch "rein christliche Korporationen" 64) 
fühlten sich verpflichtet, für die "unglücklichen Waisen" einzutreten - bleibt nur zu untersuchen, wie hoch 
der Prozentsatz der NichtJuden dieses vorbeugend als rein christlich, also scheinbar nichtjüdisch deklarierten 
Unternehmens zu veranschlagen ist. Sehr hoch war er nicht! 

Die Abgesandten Israels waren in Paris, als über 200 "bedeutende christliche Kaufleute, Banquiers, Beamte 
und Gelehrte der City von London" am 3. Juli ds. J. in London eine öf fentliche Versammlung einberiefen, 
"um ihren heißen Anteil in Hinsicht der grausamen Bedrückungen der Juden" demonstrativ zu bekunden. 
Auch der Lordmayor von London hatte sein Erscheinen zugesagt. Eine Anzahl Personen dieses "großen 
christlichen Meetings", die "der weite Saal in der Egyption Hall, Mansion House 65), kaum zu fassen 
vermochte" , sind uns namentlich überliefert. Wir treffen da, zu geben, den Lemmö um nur eine ganz 
bescheidene "Auslese" zu geben, den Lemme "und Comp.", Lewis Lloyd, Masterman, den Abel Smith, 
Colmann, Schaezler "und Comp.", den Udadelizen Freudenteil "und Comp.", Schunck-Souchay "u. Comp.", 
Suse und Sibeth, den Godefroy und Simson, den Benjamin Greene, den Jeremias Bryant, David 
Salomons, Samuel Garney, Turnbull und Gurtis "und viele andere angesehene Banquiers und Kaufleute 
der City", und wissen sofort Bescheid - fast schon im voraus können wir den Verlauf der Sitzung festlegen! 

Ein ungeheurer Wortschwall erhebt sich, aus dem wir nur die interessantesten Brocken herausnehmen. 

Der Vizepräsident nahm sich in seiner Begrüßungsrede "die Freiheit zu sagen, daß nach seiner Meinung die 
Juden von Damaskus in ihren Handlungen ebenso achtungswert und lobenswert seien als die, welche unter 
uns in England wohnen". Von diesen nun "erlaube er sich allerdings zu sagen, daß keiner unserer Mitbürger 
eifriger bemüht sei, Humanität zu fördern. Armen und Bedrückten zu helfen, Literatur und Wissenschaft zu 
begünstigen (Beifall), daß sich auch Christen dieser Wohltaten erfreuten.... Um die Hochachtung zu zeigen, 
welche man ihnen zolle, führe er nur an, daß Mr. Salomons kürzlich zu einem der höchsten Amter berufen 
worden sei. Er könne noch andere Männer der jüdischen Nation anführen, welche zur Ehre und Wohlfahrt 
der Stadt London beigetragen hätten, und er brauche nur den Namen Rothschild anzuführen, einen Namen, 
der so lange dauern werde, als die Stadt London selbst" (Lauter Beifall). Sodann kam der Greuelbericht des 
"Rev. Mr. Pieritz" zur Verlesung, der verschiedene Anträge zur Folge hatte. 

Dr. Bowring "trat auf" und führte aus, er habe "die Ehre, einige der Verhafteten persönlich zu kennen". - "Ich 
hoffe, daß die Leiden, welche die Juden in Damaskus erdulden mußten, dazu dienen werden, die Lage der 
Juden in der ganzen Welt zu verbessern. Ihr Charakter kann freilich schon gar nicht mehr besser sein, 
und es steht zu hoffen, daß die Gerechtigkeit, welche wir ihnen im Osten verschaff en werden, im Westen 
widerhallen wird" (Lauter, anhaltender Beifall). 

J. Morrison tritt auf: "...denn ich kann den Charakter der Juden nichtnoch mehr lobend erheben; aber so 
lange ich lebe, habe ich kein ehrbareres, nützlicheres und patriotischeres Volk kennengelernt, als die Juden 
(Beifall). Sie sind es daher wohl würdig, daß wir uns lebhaft für ihre Wohltat bemühen..." 

Samuel Capper fährt fort: "England hat sich noch nie so bereit gezeigt, die leidende Menschheit von dem 
schmachvollen Einflüsse der Grausamkeit, Verfolgung und der Tortur zu befreien (Hört!). Es war erfreulich 
zu sehen, daß Männer wie Lord Palmerston und Sir Robert Peel sich der guten Sache annahmen." 

Mr. O'Connell wurde schon "bei seinem Auftreten mit lautem Enthusiasmus empfangen". Dieser Beifall war 
durchaus verdient, denn der Redner entwickelte in "glänzender Rhetorik" die lapidaren Sätze: "Ist nicht ein 
Jude ein Muster in jeder Beziehung des Lebens? Sind sie nicht treue Freunde? 66) Sind sie .nicht 
redlich, fleißig? Es beweist dies alles, wie unwahrscheinlich die Klage gegen die Juden ist.. . Der Ruf möge 
gehen von einem Ende der britischen Insel bis zum anderen" (Hört! Hört! Beifall). 

Daniel Hearne, "katholischer Priester von St. Patricks" und Alexander Munro, "Pfarrer der schottischen 
Peterskirche", bewiesen "die Nichtigkeit der Beschuldigung gegen die Juden mit zahlreichen Zitaten aus der 
Bibel". Sie hoffen, "daß dem Volke Israel ein freundliches Morgenrot lächeln werde"... 

John Birt, "Prediger an der Baptisten-Kapelle Yorkstreet, will "besonders die unveräußerlichen 

Menschenrechte im allgemeinen" gewahrt wissen. Ihn würde es "besonders freuen, unsere jüdischen Brüder 
völlig emanzipiert zu sehen"... 

Der Lordmayor "versicherte der Versammlung aufrichtig und wahrhaft, daß es ihm das größte Vergnügen 
gewährt habe, diese Gesellschaft zusammenberufen zu haben, und er fühle wohl, daß man den begangenen 
Greueltaten ein Ende machen müsse" 67). Auch der Vizepräsident bedankte sich höflichst für die Einladung. 
Darauf trennte sich die geistige Elite Britanniens. 

Und der eigentliche Zweck dieser Theaterveranstaltung? - Das erfahren wir völlig eindeutig: "Die Beschlüssi 
dieses Meetings wurden durch den Lordmayor sowohl Lord Palmerston, als auch den auswärtigen 
Botschaftern kommuniziert. Die Gesandten Hannovers, Sachsens, Portugals, der Vereinigten Staaten, 
Spaniens, der Türkei, Hollands und Preußens antworteten in den verbindlichsten Ausdrücken und mit der 
größten Teilnahme an dem Gegenstand der Beratungen.... Ja, der niederländische Gesandte fügte sogar die 
Abschrift eines Schreibens bei, welches Sr. Majestät Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Baron 
Verstolk van Soelen bereits am 5. Mai an den niederländischen Geschäftsträger in Konstantinopel erlassen 
hat, und dessen Inhalt überzeugen konnte, daß die niederländische Regierung bereits ihre Teilnahme für die 
Unglücklichen erwiesen habe." 68} 

Die Kunde der Londoner "Generalversammlung" drang also, nach obiger Notiz, auch nach Amerika! Am 19. 
August dieses Jahres fand in Neuyork eine "israelitische Versammlung rücksichtlich der Damasker 
Angelegenheiten" statt 69). Ein Bericht "über die Resultate dieser energischen Versammlung ist an den 
Lordmayor von London, als Präsident des im Mansion House gehaltenen Meetings, gerichtet worden". Der 
Präsident der Neuyorker Judenversammlung "fühlte den Drang, seinen Schmerz darüber auszusprechen, daß 
man in einem so aufgeklärten Jahrhundert irgendeiner Religionspartei so abscheuliche Gebräuche 
zuschreiben konnte". Er habe "Mit großer Genugtuung bemerkt, daß mehrere europäische Regierungen 
bemüht gewesen sind, den in Damaskus angewandten grausamen Maßregeln Einhalt zu tun und habe mit 
großer Freude erfahren, daß dies teilweise gelungen sei. Er wünsche lebhaft, daß das Mitgefühl und die 
tätige Intervention der Regierung der Vereinigten Staaten einer so edelmütigen Anstrengung nicht fremd 
bleiben möge..." 

Am 27. August fand eine ähnliche "Versammlung" in der Synagoge Mikveh Israel in Philadelphia statt... 

Die europäische Judendelegation fand also in Syrien ein wohlvorbereitetes Feld vor; ihre Aufgabe bestand 
eigentlich nur mehr darin, daß sie 1. die persönlichen Verhandlungen mit den Regierungsstellen 
aufzunehmen, 2. den Einfluß Sherif -Paschas auszuschalten und 3. reichlich Bestechungsgelder fließen zu 
lassen hatte! 

Mittlerweile war es Anfang August geworden. Der Gott Israels hatte seine Kinder, wie ehedem durchs Rote 
Meer, so jetzt fortschrittlicherweise auf einem Regierungsdampfboot sicher übers Mittelmeer nach 
Alexandrien geleitet, "florch, von der fernen Küste Europas rauscht ein fliegendes Dampfschiff daher; es 
naht, majestätisch läuft es ein in den Hafen, wo einst die Fahrzeuge Salomos aus dem fernen Ophir ankamen; 
es berührt den geweihten Boden des heiligen Landes... Aus den hohen Regionen blickt ein verklärter Geist... 
Der alte Ahn hat seinen Enkel willkommen gebeißen..." 70} 

Das Schiff spie die Judenfracht aus, die sich in den umliegenden Hotels komfortabel einnistete - der "alte 
Ahn" konnte zweifelsohne mit seinen "zivilisierten" Enkeln recht zufrieden sein! Ein Bericht aus 
Alexandrien vom 6. August 1840 lautete 71): "Sir Moses Montefiore u. Hr. Cremieux sind am 4. August 
mit zahlreichem Gefolge, welches zwei Hotels fast ausschließlich besetzt, hier angelangt und werden gegen 
Ende dieses Monats ihre Reise nach Damaskus fortsetzen, um, wie bekannt, zugunsten der so gräßlich 
mißhandelten Juden Schritte zu tun, und diese Sache neuen Untersuchungen zu unterwerfen. Eine gestern 
stattgehabte Unterredung des Sir Moses mit dem Pascha ist dem Wunsche des Ersteren nicht entsprechend 
gewesen. Der Pascha hat erklärt, daß ihm die Dazwischenkunft von Rechtsgelehrten in dieser Angelegenheit 
nicht angenehm sei, und dem Sir Moses eine weitere Antwort in einigen Tagen zu geben versprochen." 72) 

Das klingt etwas nach Hinauswurf; der alte Mehemed Ali ist anscheinend über diese jüdische Anmaßung 
selbst erschrocken gewesen. Doch die Sache war schlau angefaßt - einer der Oberjuden flog hinaus - am 
nächsten Tage schon ließ sich Cremieux beim Pascha von Ägypten vorsichtshalber durch einen Mr. 
Cochelet "einführen" - und hatte mehr Glück: "Hr. Cremieux begrüßte ihn mit der Anrede, wie erfreut er sei, 
einen Mann zu sehen, auf den Orient und Okzident jetzt die Blicke gerichtet haben, und entlockte dadurch 
dem Greis ein zufriedenes Lächeln... worauf dann im Nebenzimmer der übliche Kaffee angeboten, nach der 
Sitte aber von den Besuchern nicht angenommen wurde..." 73) 

Unter dem 26. August, also drei Wochen nach der ersten Be~ gegnung mit Mehemed Ali, wußte man aus 
London (!) zu berichten, daß "die Maßregeln, welche gegenwärtig in Verbindung mit Sir Moses 
Montefiores Mission im Fortschritte begriffen sind, nicht ohne Erfolg bleiben werden..." 74) 

Der Erfolg konnte ja auch nicht ausbleiben; wenn wir Vergleiche zu dem Aufenthalt der Judendeputation von 
Rhodos in Konstantinopel ziehen, die ja in kürzester Zeit eine Bestechungssumme von 150 000 Piaster 
verausgabte, dann dürften auch in Alexandrien Rothschild sehe Gelder die Revision des Urteils 
letztinstanzlich erleichtert haben. Ende August hielt man nunmehr die Zeit für gekommen, ein Gnadengesuch 
einzureichen; Montefiore und Cremieux hatten "mehrere Audienzen bei Mehemed Ali; sie sind von 
demselben auf das Wohlwollendste empfangen worden. Die Herren Montefiore und Cremieux hatten ein 
Gnadengesuch für die Juden in Damaskus bei Mehemed Ali einbringen wollen; dies war unnötig, denn der 
Pascha hat sie Yor Eingang des Gesuches begnadigt..." 75) 

"Alexandrien. - Ich teile Ihnen ein Dokument mit, das in Europa Aufsehen erregen wird, es ist der am 30. 
August 1840 von Mehemed Ali an Sherif -Pascha, Gouverneur von Damaskus, erlassene Befehl, durch 
welchen dem seit sechs Monaten so oft besprochenen Prozesse plötzlich ein Ende gemacht wird. Er lautet 
wörtlich folgendermaßen:

Ferman Mehemed Ali's, in Betreff der Juden von Damaskus 76). 

Man hat Mir eine Darstellung der H. H. Moses Montefiore und Cremieux vorgelegt, die ihre Bitten und ihre 
Hoffnung enthält. Sie wurden von der ganzen Bevölkerung mosaischer Religion in Europa an Uns 
abgeschickt und flehen Uns an, die Befreiung aller ihrer Religionsgenossen zu verfügen, welche verhaftet 
sind, und die Ruhe derer zu sichern, die infolge der über das Verschwinden (!) des Paters Thomas und seines 
Dieners Ibrahim anhängig gewordenen Untersuchungen die Flucht ergriffen haben. Und weil Wir ihrer 
großen Bevölkerungszahl wegen es nicht für ratsam halten, ihr Ersuchen zurückzuweisen, so befehlen 
Wir, daß alle Juden, weiche eingekerkert sind, in Freiheit gesetzt werden; was diejenigen betrifft, welche 
ihren Herd verlassen haben, so will Ich, daß ihnen die größte Sicherheit zur Heimkehr gewährt werde. 
Jeder von ihnen soll seinem Gewerbe oder Handel wieder nachgehen und sich wie früher seinen gewohnten 
Arbeiten überlassen können. Ich will, daß sie gegen jede Anfechtung in gänzlicher Sicherheit seien. Dies ist 
Unser Wille." 

Der jüdische Berichterstatter aus Alexandrien kommentiertdann diesen Entscheid wie folgt: "Es geht aus 
diesem Dokumente deutlich hervor, daß durch die bloße Anwesenheit und durch den moralischen Einfluß 
der von den europäischen Juden hierher gesandten Deputation den unglücklichen Gefangenen das Leben 
gerettet wurde, und die Juden können sich für ihren löblichen Eifer hinlänglich belohnt fühlen, obgleich sie 
für die ihnen angetane Schmach keine vollkommene Genugtuung erhalten haben. . .. Den jüdischen 
Abgeordneten muß man das Zeugnis geben, daß sie keine Mühe sparten, um Mehemed Ali zu einer 
regelmäßigen Untersuchung und einer gesetzmäßigen Prozedur zu vermögen. Mehemed Ali erkannte auch 
recht gut die gerechten Forderungen der beleidigten Juden...." 

In dem Edikt Mehemed Alis ist keine Rede von einer etwa nachträglich erwiesenen Unschuld oder 
ungerechten Behandlung der Angeklagten, kein Wort über etwaige unterlaufene Fehler in dem 
Prozeßverfahren, hatte doch noch in der Kammersitzung vom 10. Juli 1840 der französische 
Ministerpräsident Thiers auf Anfrage hin seine mehrfach abgegebene Erklärung wiederholt, daß, nachdem er 
das gesamte Untersuchungsverfahren sorgfältigst studiert habe, er keinen Anlaß gefunden habe, dem 
französischen Konsul als Untersuchungsrichter einen begründeten Vorwurf zu machen! 

Die Verbrecher ließ man lauf en, und die zu Beginn des Untersuchungsverfahrens Entflohenen wurden 
förmlich zur Rückkehr eingeladen! 

Als Mehemed Ali seinen Beschluß dem wartenden Cremieux mitteilte, rief dieser aus: "Ew. Hoheit sind in 
diesem Augenblicke groß wie Napoleon!" - Was aber die Oberhäupter Judas nicht hinderte, denselben schon 
kurze Zeit später als "geächteten Rebell" zum alten Eisen zu werfen, weil man ihn nicht mehr brauchte! 

"Am Sonnabend morgen widerhallten die drei Synagogen Alexandriens von Segenswünschen für Mehemed 
Ali..., auch Österreichs wurde dabei besonders gedacht, des Kaisers, des Fürsten Metternich, sowie der 

Herren Laurin und Merlato, wie denn überhaupt alle Agenten dieser Macht uns auf bewunderungswürdige 
Weise unterstützt haben." - Natürlich ward auch England "der Zoll unserer Dankbarkeit entrichtet" 77). 

Trotzdem war der Advokat Cremieux mit dem Wortlaut des Freilassungsbefehls nicht restlos zufrieden; er 
äußerte die Absicht, vom Pascha noch zu verlangen, die auf Blutschuld lautende Anklage für eine 
Verleumdung erklären zu lassen - auch diese "Ehrenerklärung" wurde erreicht! 

"Unsere projektierte Reise nach Damaskus ist übrigens, seitdem die Gefangenen sich auf freiem Fuß 
befinden, nicht mehr eigentlich nötig", schrieb Cremieux abschließend aus Alexandrien - Juda hatte einen 
glänzenden Triumph errungen! 

"Die Juden wurden schließlich vor allem durch die Intervention Englands, Österreichs und auch des 
preußischen Konsuls in Alexandrien befreit." 78) 

Wenige Jahre später schrieb einer der besten Kenner des Talmud und der jüdischen Welt überhaupt, der 
ehemalige, später zum Christentum übergetretene Rabbiner Simon Drach über Damaskus die folgenden 
inhaltsschweren Sätze: "Die Mörder des Paters Thomas, ihres Verbrechens überführt, sind doch durch die 
Anstrengungen der Juden aller (!) Länder der Rache entzogen worden; das Geld hat in diesem Falle die 
größte Rolle gespielt." 79) 

"...und weil die Kinder Israels aus Europa nach Ägypten gehren kamen, ist ein dichter Schleier über diese 
blutige Szene gezogen worden. " 80) 

"Die Gerechtigkeit hatte ihren Gang aufgegeben." 81)



Die Wahrheit wird aber heute noch verkündet durch eine schlichte Grabplatte in der Kirche der Kapuziner zu 
Damaskus, auf deren Friedhof die Überreste des Paters Thomas beigesetzt wurden. Die in arabischer und 
italienischer Sprache abgefaßte Grabinschrift lautet: 

Qui riposano leossa del P. Tomaso da Sardegna, Missionario Apostolico Cappuccino, assassinato dagli 
ebrei il giomo 5 di febbraio del 1840. 

Hier ruhen die Gebeine des apostolischen Missionars P. Thomas aus Sardinien, der am 5. Februar 1840 von 
den Juden ermordet wurde. 

Die Judendeputation hielt sich noch einige Zeit im Orient auf. Man mußte die Gelegenheit wahrnehmen. Im 
Einvernehmen Mit dem Vizekönig von Ägypten, Mehemed Ali, wurden in Kairo und Alexandrien 
Judenschulen gegründet, die dann in späteren Jahren durch die Alliance Israelite Universelle in Hunderten 
von Orten des nahen Orients planmäßig ausgebaut und laufend mit hohen Beträgen unterstützt wurden 82), 
um die politische Zusammenfassung der Juden Ägyptens, Syriens und der Türkei geistig und 
wirtschaftlich vorzubereiten; als letztes Ziel einer politischen Zentralstelle schwebte diesen Juden schon 
damals in allerdings noch unklaren Umrissen die Schaffung eines unabhängigen Territoriums vor. Es ist 
durchaus möglich, daß die Streitigkeiten zwischen Mehemed Ali und der Pforte, die im Jahre 1840 ihren 
Höhepunkt erreicht hatten und mit der Niederlage des ersteren endeten, durch diese mit allen Wassern 
gewaschenen politischen Hochstapler künstlich geschürt worden sind in der Hoffnung, dabei diesen Zielen 
näherzukommen! Verdächtig jedenfalls ist die lange Aufenthaltsdauer der Jüdischen Oberhäupter im Orient. 
- Montefiore ist auch in Konstantinopel erschie, neu - worauf noch zurückzukommen sein wird. Wie aus 
einem höchst aufschlußreichen, in Kairo am 2. Oktober 1840 aufgegebenen Briefe des jüdischen, an der 
königlichen Bibliothek zu Paris angestelltenOrientalisten Munck an seine Mutter hervorgeht, hatten die 
jüdischen Kinder in diesen Judenschulen bezeichnenderweise außer Hebräisch noch Arabisch, Französisch 
und Italienisch, sowie Geographie und Arithmetik zu lernen; die nötigen Talmadunterweisungen rundeten 
dann die Ausbildung jener gefürchteten jüdischen Elemente ab, die systematisch den gesamten 
Umschlagverkehr Orient-Okzident in ihre Hand brachten, den europäischen Staaten die 
Konsularvertretungen, stellten und sich damit in die Sphäre der hohen Politik eingeschaltet hatten. 
Selbstredend sind diese Gefahren von den Regierungen der einzelnen Länder nicht erkannt worden bzw. 
durften sie nicht erkannt werden. In der Folgezeit leisteten diese jüdischen Konsuln dem Judentum auch bei 
der Niederschlagung weiterer Ritualmordfälle wertvollste Dienste - das in den Judenschulen investierte 
Judengeld hatte sich durchaus bezahlt gemacht. Es ist eine Ironie der an schlechten Witzen so reichen 
politischen Geschichte, daß die im Anschluß an die beispielsweise in London veranstalteten "christlichen" 
Meetings eingenommenen Kollekten unter anderem auch diesen Talmudschulen überwiesen worden sind! 

Etwa Ende Oktober 1840 trennten sich Cremieux und Montefiore in Ägypten: Der "Advokat" reiste direkt 
zur "Berichterstattung" nach Europa zurück, während Sir Moses Montefiore in Konstantinopel auftauchte. 
Er hatte nach einer Meldung des "Journal des Debats" - "Bewohner von Damaskus und Rhodos mitgebracht, 
um eine Revision der dort erhobenen Anklagen gegen die Israeliten vor dem Tribunale des Großvezirs 
vornehmen zu lassen" - wohlgemerkt: Es ist nicht von einer Revision des Urteils die Rede, denn diese war ja 
längst zur Zufriedenheit des Weltjudentums erfolgt, sondern die Anklage als solche, das heißt, daß es 
überhaupt jemand gewagt hatte, die Mörder beim Namen zu nennen, sollte nachträglich für null und nichtig 
erklärt werden! "Pater Thomas soll, wie sich aus zuverlässigen Mitteilungen ergibt, gar nicht tot sein." - 
Dann heißt es in dem Bericht des Pariser Blattes weiter: "Sobald der politische Zustand Syriens es erlaubt, 
will er (Montefiore) sich nach Damaskus und Jerusalem begeben und sich daselbst niederlassen, wenn es 
ihm gelingt, eine Art Republik zu gründen. Lord Ponsonby machte ihm (Montefiore) einen Besuch..." 
Sehr interessant: England und Juda hatten schon damals in Palästina und Syrien dunkle Pläne; "diese 
Nachricht, die in ihrem Hauptteile auch anderweitig bestätigt wird, ist eine der bedeutendsten in der 
Damaskus-Geschichte" 83). 

"Das neugeborene Reich Mehemed Ali's droht zusammenzustürzen, die Küstenplätze Syriens und mit ihm 
also Palästina's sind schon im Besitz der Vier-Mächte, und Damaskus, der Schauplatz der traurigen 
Geschichte, hat sich bereits mit Aleppo für den Sultan erklärt. Mehemed Ali ist geächtet und als Rebell in 
den Bann getan, sein mühsam aufgebrachtes und geschaffenes Heer, die einzige Stütze und der einzige Kern 
seiner Macht, ist demoralisiert, und mit Freuden begeben sich die abgerissenen Provinzen und Nationalitäten 
unter den Schutz des Sultans..." Und dieser Sultan wurde nunmehr mit denselben widerwärtigen 
Schmeicheleien überschüttet, die erst wenige Wochen vorher sein großer Widersacher, der Vizekönig von 
Ägypten, mit "zufriedenem Lächeln" quittiert hattel Das Judentum witterte eine Erbschaft, denn, so heißt es 
wörtlich: "Auch die Juden Palästinas, Syriens und Arabiens sind eine schon in bezug auf ihre große Zahl 
höchst bedeutsame Nationalität in dem großen Reiche des Halbmondg". - Montefiore schien sich in jenen 
Tagen schon als Statthalter des Judentums in Syrien und Palästina gesehen zu haben; keinesfalls darf man 
aber diese frühen Montefiorischen politischzionistischen Bestrebungen in ihrer historischen Bedeutung 
unterschätzen! 84) 

Nach seiner endgültigen Abreise war der jüdische Einfluß "in dem großen Reiche des Halbmonds" durch 
einen ausdrücklichen Ferman 85) des Sultans Abdul Meschid so festgegründet, daß jene Gegenden des 
Orients, in denen das Menschenleben an sich schon für nichts galt, geradezu ein Dorado für zahllose 
Blutmorde wurden! 86) 

Anfang-Dezember langte der auf der Rückreise nach Paris befindliche Cremieux "nach einem endlosen 
Triumphzuge" in Wien an, wo er "mit Ehrenbezeugungen und natürlich insbesondere der israelitischen 
Bevölkerung überhäuft- wurde. Fürst Metternich und alle asiten Bekannten empf Ingen "den Verteidiger 
der gekränkten, mißhandelten Menschheit ... mit Auszeichnung". Die Wiener Judengemeinde veranstaltete 
S,ihm zum Dank im Hotel zum Römischen Kaiser ein Bankett, wie man hier nicht viele von gleicher Pracht 
gesehen". - "Der allgemeine Enthusiasmus teilte sich auch der jüdischen Damenwelt mit, welche durch das 
geschmackvolle Arrangement des Festes, welches insbesondere die F. F. Nanette Edle v. Wertheimstein, 
Louise Edle v. Wertheimstein und Regine Biedermann übernommen hatten..." 87) Jud Manheimer 
überreichte seinem Oberjuden "in goldenem, brillantbesetztem Futteral eine auf Pergament geschriebene 
Dankadresse seiner Gemeinde", die auch vorgelesen wurde. Der Bericht über diesen Empfang enthält so 
zahlreiche bezeichnende wie aufschlußreiche Einzelheiten, daß er in seinem ungekürzten Wortlaut im 
Anhang beigegeben werden soll! 88) Nachdem "mit großer Begeisterung Toaste auf den Kaiser und das 
gesamte Kaiserhaus, auf den Fürsten Staatskanzler (Metternich), die in der Sache der Gerechtigkeit und 
Menschlichkeit Beistand leistenden Konsuln der hohen Mächte ausgebracht, und das Fest so durch viele 
bedeutungsvolle Züge unauslöschlich in das Gemüt der israelitischeu Bevölkerung eingeschrieben war", 
reiste Cremieux Triumphator am 9. Dezember 1840 nach Paris ab. In Fürth wurde ihm sinnigerweise eine 
Prachtausgabe des Buches Esther überreicht89. In Frankfurt a. M. "beehrte Herr Cremieux auch unsere 
Bürgerund Realschulen mit seiner Gegenwart..." 

Aber auch Sir Moses traf nach längerem "diplomatischem" Aufenthalt in Konstantinopel wieder in London 

ein; ihm widerfuhr hier die einem Durchschnittsengländer unerreichbare Ehrung, Von der Königin persönlich 

empfangen zu werden. Paul Nathan erwähnte diesen Umstand, der allein schon Bände spricht, im Vorwort 

seines 1892 erschienenen talmudistischen Machwerkes über "Tisza-Eszlär" voll Stolz: "...so war es nur natürlich, daß Montefiore 

seiner Erfolge in Alexandrien und als ein besonderes Zeichen ihrer königlichen Gunst the privilege of 

bearing Supporters to bis arms." 

Cremieux wieder in Paris - Montefiore wieder in London, der Segen Jahwehs, den die Rabbiner in den 
Synagogen herabgefleht hatten, hatte sich doch bewährt! Beide waren als die ungekrönten Oberhäupter jenes 
Volkes zurückgekehrt, von dem der Jude Mendelssohn aus Paris in einem offenen Briefe als Epilog "dieses 
traurigen Schauspiels in Damaskus" schrieb 90): "Israel ist auch in unserem Jahrhundert, obwohl zerstreut 
nach allen Punkten des Erdballs, noch ein Volk! War es nicht, als ob der vergiftete Dolch jener Anklage nur 
einen Mann, nur ein Herz getroffen hätte? Bewiesen nicht jene Schreckensereignisse, daß ein 
zaubermächtiges Band sich von Pol zu Pol um uns unwiderlegbar schlingt? Wie eine einzige Stimme erhob 
sich Israel, vom Norden Deutschlands bis weit über das Weltmeer hin zum freien Amerika und verteidigte, 
stark in seinem Gewissen, die Reinheit des mosaischen Gesetzes." 

Die Saat geht auf. 

Damit nun die nichtjüdischen Völker, die ja auch noch bestanden, über diese "Reinheit des mosaischen 
Gesetzes" nicht zu sehr sich entsetzten, und da andererseits die ungeheure Erregung über die 
Ritualverbrechen von Damaskus in der gesamten Kulturwelt trotz des Aichten Schleiers, der über diese 
blutigen Szenen gezogen worden war", nie ganz zur Ruhe kommen wollte, gründeten bereits 1843 nach 
Amerika eingewanderte Ostjuden zunächst als eine Abwehrorganisation den Orden "Bne Briß" (JOBB.), der 
jedoch bald unter dem bekannten Deckmantel "rein humanitärer Ziele". "Menschheitsgedanken der 
Wohltätigkeit, Bruderliebe und Eintracht zu pflegen, unter strengster Wahrung treuester, vaterländischer 
Gesinnung" jüdische Weltpolitik 91) größten Stils trieb und in jüdischer Bescheidenheit die "zu befreiende 
und noch zu erobernde Welt" in 17 Distrikte einteilte 92). 

Auch in Deutschland, dem "Distrikt VIII", konnte sich diese jüdische Riesenorganisation, die gleich einem 
Polypen auf der Welt lastete, unter obrigkeitlicher Duldung mit zahlreichen Logen einnisten; seit igo6 
bestand zwischen dem Bne Briß und dem deutschen Freimaurertum ein "Freundschaftsverhältnis". 

Alljährlich verleiht der Orden eine goldene Medaille als höchste Auszeichnung an Männer oder Frauen, die 
im Verlauf des Jahres Aie wichtigste Tat im Interesse des Judentums" vollbrachten. Zu den Dekorierten 
gehörte beispielsweise der nordamerikanische Präsident Taft, der die Juden als die "Aristokratie des 
Menschengeschlechtes, als ausgezeichnete Staatsbürger und beste Republikaner" bezeichnet hatte. 
Selbstverständlich erhielt auch der gegenwärtige Präsident der Vereinigten Staaten, Roosevelt, von einem 
würdigen Gremium den höchsten Hebräerorden überreicht! 93) 

Es ist nun sehr interessant festzustellen, daß der Orden Bne Briß bis auf unsere Tage aufs engste mit dem 
1860 in Paris gegründeten jüdischen Weltbund der "AUiance Israölite Universelle" (AJU.) 
zusammenarbeitete; besonders bei Niederschlagung von Ritualmordprozessen zeigte sich die geradezu 
erdrückende Machtstellung dieser ungeheueren überstaatlichen, mit reichsten Geldmitteln ausgestatteten 
jüdischen Verf ilzung, wie andererseits die völlige Ohnmacht der maßgebenden staatlichen Organe, die 
zudem meist noch von Finanzjuden abhängig waren, um so erschütternder in Erscheinung treten mußte! 

Drei Jahre nach den Blutmorden von Damaskus und Rhodos wurden fast gleichzeitig aus Korfu, wiederum 
aus Rhodos und mehreren anderen Orten Blutmorde an Kindern berichtet 94). 

Aus neuerer Zeit liegen folgende Verbrechen vor: 

1880 töteten Juden in Alexandrien das Kind eines Schif fskapitäns von der Insel Cypern in Abwesenheit des 
Vaters. Dem Kinde war durch Offnen der Venen das Blut bis auf den letzten Tropfen entzogen worden. 
Dem Vater wurde nicht gestattet, nach Alexandrien zurückzukehren, um sein Kind zu bestatten. Die 
jüdischen Verbrecher wurden außer Verfolgung gesetzt 95). 

1881 schachteten Juden wiederum in Alexandrien Anfang April ein Kind, den griechischen Knaben 
Evangelio Fornarachi. Der am Meeresstrande aufgefundene blutleere, zerstochene und einer Wachsstatue 
ähnliche Leichnam wurde von den Eltern mehrere Tage lang aufgebahrt, was Anlaß zu einem Aufruhr gegen 
die Juden gab. Mehrere tausend Soldaten aus Kairo setzten die Stadt in Belagerungszustand. Obwohl das 
Verbrechen offen lag, wurde von einer internationalen Kommission der Konsuln von Frankreich, 
Deutschland, Italien, Österreich und Griechenland nur "die Möglichkeit des Mordes" ausgesprochen und die 
des Mordes dringend verdächtige Familie Baruch in "provisorische Freiheit" gesetzt! 96) 

Edouard Drumont berichtet in seinem Werke "La France juive" 97) aus dem Ghetto von Koustantinopel 
folgende Blutmorde an nichtjüdischen Kindern: 

1882 wurde zu Balata ein Kind in ein jüdisches Haus gelockt; mehr als 20 Leute sahen es hineingehen. Am 
folgenden Tage fand man den blutleeren Körper im Goldenen Hörn. Die Folge war ein Volksaufstand. Ganz 
kurze Zeit später ereignete sich ein ganz ähnlich gelagerter Fall in Galata. Serouios, der angesehenste Anwalt 
der griechischen Gemeinde, richtete eine Bittschrift an die Vertreter der christlichen Mächte Europas in 
Konstantinopel, um Gerechtigkeit zu erlangen. Die von Juden bestochene türkische Polizei ließ die Akten 
verschwinden; das ökumenische Patriarchat erklärte mittels bestochener Ärzte "auf einen Wink von oben" die 
Mutter des gestohlenen und geschächteten Kindes für "geistesgestört" und setzte ihr mit jüdischem Geld eine 
"Pension" als "Entschädigung" für ihr Kind aus! 

1883 Ritueller Mord in Galata. Der Polizeichef in Pera und der Polizeikommissar in Galata wurden 
bestochen und verhinderten die Untersuchung. Die Zeitung "Stambul", die energisch gegen die Schuldigen 
aufgetreten war, wurde mit 140 000 Fr. zum Schweigen gebracht. 

1885 wurde in Mit-Kamar in Ägypten ein junger Kopte anläßlich des jüdischen Osterfestes geschachtet 
98). 

1890 Am Ostermontag (!) dieses Jahres wurde seit neun Uhr morgens der Knabe Henry der französischen 
Familie Abdelnour in Damaskus vermißt. Der Verdacht fiel auf eine Jüdin, doch wurde der Mutter 
verwehrt, ihr Kind daselbst zu suchen. Statt dessen ordneten die türkischen Behörden Haussuchungen bei der 
Mutter und ihren Nachbarn an, unter dem Vorwand, das Kind würde von den Angehörigen versteckt 
gehalten, um die Juden des Kindesraubes beschuldigen zu können! Am 21. April 1890 erschienen 
Beauftragte der Behörden, mit der Weisung, die in der Nähe befindlichen Brunnen abzusuchen, ob das Kind 
nicht etwa ertrunken sei. Die Beamten begaben sich, ohne erst die Brunnen anderer Häuser zu besichtigen, 
sofort nach einem Wagenschuppen am Eingang des Judenviertels. Dort befand sich ein seit langem 
unbenutzter, mit einem schweren Stein verschlossener Wasserschacht. Die Beamten stellten 
Verwesungsgeruch fest, die Leiche des Kindes wurde aus dem Brunnen gehoben! Da Stiefel und Kleider 
verkehrt angezogen waren, wurde ein Verbrechen vermutet und die Autopsie angeordnet. Die in das Militärh 
ospital überführte Kindesleiche wurde von zwanzig Militär- und Zivilärzten untersucht. Das Resultat lautete: 
Das Kind wurde in den Brunnen geworfen, nachdem ihm aus der Pulsader der rechten Hand das Blut 
entzogen worden war. Die Ärzte amputierten daraufhin den Arm bis zum Ellbogen und präparierten ihn. 
Plötzlich forderte ein Vertreter der Behörde, ein wall (Amtsvorsteher), den Bericht der Ärzte an. Die 
Zivilärzte wurden von ihm mit den Worten entlassen: "Wir bedürfen Ihrer Dienste nicht mehr, gehen Sie jetzt 
hinaus, und kommen Sie nicht mehr herein!" 

Am folgenden Tage erklärten die Militärärzte, daß aus dem Arm kein Blut entzogen wurde, das Kind sei in 
den Brunnen gefallen und ertrunken! Das Kind wurde in der Naclit nach dieser Erklärung - ohne daß seine 
Angehörigen benachrichtigt worden wären - buchstäblich verscharrt. An seinem Grabe wurden Wächter 
aufgestellt, die jedem den Zugang verwehrten! Der Gouverneur von Damaskus bedrohte die Familie des 
Kindes mit Gefängnis bzw. sofortigem Exil, wenn sie den Verdacht aussprechen würde, daß das Kind von 
Juden ermordet worden sei! Daraufhin wandten sich die Angehörigen an die französische Regierung, den 
Fall zu untersuchen. Ein offener Brief einer Verwandten des Opfers wurde seinerzeit in der Pariser Zeitung 
"Le peuple" veröffentlicht - ohne jeden Erfolg! - Der "Fall" war im Sinne Judas "liquidiert" worden! 99) 

1891 Am 27. Juni dieses Jahres wurde in der Nähe von Mustaplia Pasclia aus dem Fluß die Leiche eines 
achtjährigen Mädchens gezogen, welche nach Aussage des untersuchenden Arztes etwa 20 Tage im Wasser 
gelegen hatte. Dieselbe wurde als das Kind einer in der Stadt wohnenden christlichen, griechisch-orthodoxen 
Familie erkannt, und der griechische Fleischer Steplianos erklärte, das Kind sei genau nacli der bei den 
Juden übliclien Metliode des Scliäclitens getötet worden. Zwei Tage später, am 29. Juni, wurde auch der 
christliche Fleischer ermordet und in einem Sack eingeschnürt an dem Ufer des Flusses gefunden, und die 
Untersuchung der Leiche ergab, daß der Fleischer durch Stiche mit breitem Schächtermesser getötet 
worden wart 

Die Leitung des Mordprozesses wurde dem Militärgouverneur übertragen. Fünf jüdische Schächter und vier 
jüdische Kultusbeamte wurden als des Mordes verdächtig verhaftet. Um die Bevölkerung zu "befrieden", 
wurde jede Menschenansammlung in der durch Militär stark besetzten Stadt streng untersagt. Ein christlicher 
Geselle des Schächters David legte ein umfassendes Geständnis ab. Er gab zu Protokoll, daß er beauftragt 
gewesen sei, den Fleischer Stephanos in das Haus des David zu rufen, und daß dann sofort sechs Juden über 
diesen herf ielen und ihn niederstachen. Er habe dann die Leiche, nachdem sie in einen Sack eingenäht 
worden war, nach dem Fluß schaffen müssen, wof ür man ihm fünf Pfund bezahlte. - über die weiteren 
Erhebungen verlautete nichts 100). 

1892 Zur Zeit des jüdischen Ostern lockte in Port-Said der 85jährige jüdische Vorbeter Carmona das 
vierjährige Griechenmädchen Helene Vasilios in sein Haus, was auch von mehreren Zeugen beobachtet 
worden war. Carmona sah sich gezwungen, sein Haus von einer Anzahl Griechen und der Mutter des 
verschwundenen Kindes durchsuchen'zu lassen. Nach langer Zeit entdeckte man ein kleines, nach dem 
benachbarten Judentempel zu gelegenes dunkles Verließ. Da dies angeblich nicht geöffnet werden konnte, 
wurde die Türe eingeschlagen, und man erblickte, nachdem der Raum notdürftig erhellt worden war, in der 
Ecke kauernd ein altes Judenweib, das die bereits schwerverletzte Kleine, der Mund und Augen verbunden 
waren, zu verbergen suchte. Die Wut der Volksmenge kannte keine Grenzen. Die Alte wurde geschlagen, 
daß sie bewußtlos liegen blieb; das Kind erlag bereits zwei Tage später den ihm mit einem schartigen 
Instrument beigebrachten Verletzungen. Der Aufruhr unter der griechischen Bevölkerung wurde durch 
ägyptisches und englisches Militär im Keime erstickt. 

Trotzdem entsandten die Juden von Port-Said eine Deputation nach Kairo, um bei der Regierung darüber 
Beschwerde zu führen, daß ihnen kein ausreichender Schutz zuteil würde und daß der Untersuchungsrichter 
für die Griechen Partei nähme, indem er mehrere bei den Unruhen beteiligte Griechen aus der Haft entlassen 
habe! 

1892 Am Sonnabend vor Ostern versuchte ein Jude imStadtteil Galata von Konstantinopel einen 
Griechenjungen von der Straße weg zu entführen. Dies war jedoch von anderen Kindern beobachtet worden, 
die ihre Eltern benachrichtigten. Der Kinderräuber konnte gestellt werden. Polizei brachte ihn in Gewahrsam, 
wo er im Beisein des Redakteurs des offiziösen türkischen Blattes "Saadet" vernommen wurde. Auf Befehl 
der Zeitungszensur aber durfte kein Lokalblatt diesen jüdischen Entführungsversuch erwähnen! 

Mehrere Jahre früher war von Juden der Sohn eines Setzers der bereits genannten Zeitung "Stambul" entführt 
worden; das Blatt hatte darüber berichtet und wurde nunmehr auf Befehl der türkischen Behörden für die 
Dauer von drei Monaten beschlagnahmt und dann von einem jüdischen Redakteur weitergef ührt! 101) 

Die Empörung der türkischen, mohammedanischen wie christlichen Bevölkerungsschichten hatte sich infolge 
dieser Vorfälle bis zur Siedehitze gesteigert, hier und da kam es zu Zusammenstößen mit jüdischen 
Elementen, die im Vollgefühl ihrer unumschränkten Macht provoziert hatten. Der griechische Erzbischof von 
Brussa, Nathanael mit Namen, erteilte seinen Schäflein am 15. April 1893 einen geharnischten 
"Hirtenbrief", in dem es unter anderem hieß 102): "...Diese unsinnige Behauptung (betr. Blutmorde), die 
durch Böswillige Verbreitung gefunden, hat die Bevölkerung... gegen die Juden aufgereizt, von denen 
mehrere mißhandelt wurden" - nicht ein einziger Jude war also getötet worden, während allein im 
vergangenen Jahrzehnt Dutzende, ja vielleicht Hunderte von wehrlosen jüdischen Opfern verschwunden 
waren, ohne daß ein "Hirtenbrief" dazu Stellung genommen hättel Es heißt dann weiter: "...diese Gewalttaten 
haben sich an anderen Orten unseres Sprengeis wiederholt. Diese barbarische Handlungsweise hat uns mit 
großem Schmerz und Bekümmernis erfüllt... Nichts ist weniger übereinstimmend mit dem Geiste unserer 
Religion, als der Rassenhaß (siehe!) und der blinde Fanatismus, die die niederen Leidenschaften des 
Volkes aufreizen. Daher, und weil wir die Behauptung, daß die Juden christliche Kinder abschlachten, um sie 
zu geheimem Ritus zu verwenden, als unsinnig und verrückt beurteilen, raten wir auch väterlich, euch jeder 
Gewalttat gegen die Juden zu enthalten. Die Zuwiderhandelnden werden sich von uns eine Rüge und von 
der kaiserlich türkischen Regierung Strafe zuziehen... Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes 
Kinder heißen." - Geistliche und weltliche Obrigkeit Hand in Hand zum Schutze der jüdischen Mordpest! 
Die Saat eines Montefiore und Cremieux-Smeerkopp hatte hundertfältige Frucht getragen! Wie hieß doch 
dieser Erzbischof? Vielleicht war er aus jenen Judenschulen des Orients hervorgegangen! 

Aber nicht nur der Orient hatte diesen Blutzoll in der Folgezeit zu liefern; wie sicher das Judentum in diesem 
lichtvollen Jahrhundert der "Menschlichkeit, Zivilisation und Humanität" geworden war, zeigen am 
eindrucksvollsten die aktenmäßig belegten Fälle, die der jüdische Würgengel zur Verhöhnung aller 
menschlichen Kultur und jedweden menschlichen Zusammenlebens den Staaten Europas auferlegte. Von 
dieser Schmach blieb auch das Land der Dichter und Denker nicht ausgenommen; was sich das jüdisch- 
galizische Gesindel in Verbindung mit seiner freimaurerischen Hilistruppe hier leisten durfte, übersteigt 
schlechterdings menschliches Vorstellungsvermögen! 

Zunächst haben wir jedoch noch die Zustände in dem nächst Polen und Rumänien am stärksten verjudeten 
Lande Europas, in Ungarn, näher zu betrachten! 



1} Der Psychologe und Naturforscher Heinrich Schubert erwähnt in seiner "Reise nach Palästina" den 
Pater als großen Menschenfreund und Gelehrten. 

2) A. V. Morell: "Die arabischen Aktenstücke über die Ermordung des P. Thomas und seines Dieners in 
Damaskus in das Deutsche übersetzt nach der wörlliehen Übertragung im "L'Univers", Nürnberg, Leonhard 
Schräg 1843. Diese deutsche Übersetzung besteht nur noch in einzelnen Exemplaren! 

3) s. S. 4oof 

4) Die Angaben über die Verwendung des Blutes sollen in einem eigenen Kapitel behandelt werden (s. S. 400 
/■)■ 

5) "Außer der Religion", sie haben sich durch ihre Aussagen außerhalb des Judentums gestellt, sie sind 
vogelfrei geworden. Man vergleiche das "hors de loi" der französischen Revolution! 

6 Mitgeteilt nach A. v. Morell, S. 29. 

7) Diese Übersetzung vom Jahre 1840 deckt sich inhaltlich völlig mit der Übersetzung kürzerer Stellen des 
Schulchan aruch (vgl. Choschen ha-mischpat 388, 10 und Hagah 388, 15) durch E. Bischoff: "Es ist auch 
heutzutage an jedem Orte erlaubt, den Angeber zu töten. Er hat sich von selbst dem Tode preisgegeben, " - 
"Es ist ein Gebot, ihn zu töten, und jeder, der ihn zuerst totschlägt, ist im Recht. " - "Wenn ein Jude 
nachweislich schon dreimal Juden denunziert hat, so hat man Mittel zu suchen, ihn aus der Welt zu 
schajfen... " 

8) Dieser Rabbiner war also bei beiden Schächtungen zugegen! Er übergab in beideri Fällen dem 
Oberrabbiner Antabli das in Flaschen gesainmelte Blut. 

9) Geza v. Onody, S. 133. 

10) lies: Steuereintreiber, Wucherer und Betrüger! 

11) Loewenstein: "Damaseia", S. 203. 

12) A. V. Morell, S. 63/64. 

13) "Damaseia" S. 118. 

14) "Der Orient", Nr. 21, 23. Mai 1840, S. 159. 

15) "Dem Fortschreiten des jüdischen Geistes in Geschichte und Literatur gewidmet. " 

16) "Der Orient", Nr. 34, S. 264. 

17) "Der Orient", Nr. 34, S. 264. 

18) Leipzig bei Adolf Frohberger, Druck C. G. Naumann, Leipzig. 

19) Dieser jüdische "Dreh" soll in einem besonderen Abschnitt behandelt werden. 

20) Emanuel Baumgarten. "Die Blutbeschuldigung gegen die Juden", 1883. 

21) Dresden bei Julius Naumann. 

22) s.S. 176. 

23) Man vergleiche nur die Kassenberichte der zahlreichen Missionsvereine, wie sie in den 
"Missionsblättern" veröffentlicht wurden! 

24) Aus dem "Missionslied" sei nur folgende Stelle zitiert: "...Kommt, die Scherflein auch zu legen zu dem 
Segen, der den Heiden bringen soll des Heilands Freuden. " Nach E. Bischoff, der diese Herren wie kein 
zweiter kannte - und durchschaute, war Delitzsch selbst geborener Jude (1813), der in der Leipziger 
Nikolaikirche getauft wurde und sich zeit seines Lebens als "fanatischer Judenfreund" betätigte. Seine 
Brüder hatten es vorgezogen, ungetauft zu bleiben (E. Bischoff: "Schulchan aruch", S. 138 und a.a.O.). 
Delitzschs Vater war Trödeljude, der "einen Handel mit alten Sachen, eine sog. Marchandiserbude" betrieb. 
"Mein Wohltäter von Jugend aufwar ein Jude namens Levy Hirsch, der mit uns in einem Hause wohnte und 
mit Büchern handelte... " ("Franz Delitzsch - Ein kurzes Lebensbild, von ihm selbst verfaßtin: "Friede über 
Israel!", 10. Jahrg., Nr. 1, Leipzig, 1913). - In demselben Traktat urteilt ein anderer Judenmissionar, P. v. 
Harling, über Franz Delitzsch als "Freund Israels": "...keiner hat so wie er den Pulsschlag jüdischen 
Lebens gefühlt und die Geistesart dieses merkwürdigen Volkes verstanden. Es war seine glühende Liebe zu 
Israel, ein geheimnisvoller, von Kind auf in ihm wurzelnder Zug zu diesem Volke... Er wurde wie ein 
Heiliger in Israel verehrt... " - Uns dünkt, so geheimnisvoll sind diese Zusammenhänge gar nicht! 

Auch nach der "Antisemitischen Correspondenz" vorn Jahre 1893 (S. 458) war Delitzsch Jude! 

Elisabeth Delitzsch widmete igio ihrem Großvater u. a. folgendes "Gedenkblatt" (in: "Franz Delitzsch als 
Freund Israels", S. 10/11): "Wie in unserer Zeit, so wurde auch in Professor Delitzschs Tagen das jüdische 
Volk des Ritualmordes beschuldigt. Voll heiliger Entrüstung trat da der Gelehrte für Israel ein und kämpfte 
mit den Waffen talmudischen Wissens gegen die 'Blutlügner', die es gewagt hatten, solch ungerechte 
Anklagen zu erheben. Der dankbare Sinn der Juden hat dem großen Freunde Israels sein mutiges Eintreten 
für die Wahrheit und für Israels Unschuld und Ehre nie vergessen. " 

25) Dieses über 400 Seiten zählende Buch ist seiner ganzen Anlage nach eine bestellte, von höchsten jüdisch- 
diplomatischen Kreisen inspirierte Arbeit, die in,merhin äußerst wertvolle Einblicke in die überstaatlichen 
Machenschaften der jüdischen Internationale gewährt. - Erschienen i84o im Verlag Lehrberger zu 
BödeJlieim. (Rödelheim bei Frankfurt a. M. war seit Mitte des 18. Jahrhunderts bevorzugter jüdischer 
Druckort!) 

26) Aufsatz Johann v. Leers im "Weltkampf ', Heft 190, Okt. 1939, S. 449. 

27) Der "Orient", Nr. 34, S. 264. 

28) Staufv. d. March, S. 135 (1933). 

29) Nürnberg, 1939. 

30) A. Fern. "Jüdische Moral und Blutmysterium. " - 5. Aufl. 1926. 

31) Walter Freund im "Hammer", Nr. 853/54 (1940) 

32) "Der Orient", Nr. 44. 

33) s.S. 174 f 

34) "Der Orient", Nr. 34, S. 264- - Der protestantische Bischof Dr. Dräseke, Magdeburg, war Freimaurer! 
(Vgl. F. A. Six: "Freimaurerei und Christentum", Hamburg, 1940, S. 66!) 

35) "Der Orient', Nr. 35, S. 272. 
36)"Damascia", 1840, S. 104. 

37) Nach Emanuel Baumgarten: "Die Blutbeschuldigung gegen die Juden - Von christlicher Seite beurteilt", 
S.45. 

38) "Damascia", S. 104. 

39) "Damascia", S. 109. 

40) Achille Laurent in seinem nachträglich vom Judentum aufgekauften Werke: "Affaires de Syrie Paris, 
1846, II, S. 355/356, zit. v. Gougenot des Mousseaux. 

41) "Der Orient", Nr. 35, S. 272. 

42) 1939, S. 389. 

43) "Damascia", S. 74. 

44) "Der Orient", Nr. 22, A. 168. 

45) "Der Orient", Nr. 22, S. 168/169. 

46) "Der Orient", Nr. 34, S. 272. 

47) "Damascia ", S. 52 (aus den "Archives Israkites " des Herrn Cahen). 

48) Jahrg. 1840, S. 1142 bzw. 1216 

49) "Der Orient", Nr. 35, S. 272. 

50) "Der Orient", Nr. 34, S. 257 

51) "Der Orient", Nr. 32, S. 248. 

52) Tisza-Eszlär, 1882, s. S. 168. 

53) "Der Orient", Nr. 30, 1840, S. 225. 

54) S. 133.

55) Loewenstein: "Damascia", S. 225 

56) "Der Orient", 1840, Nr. 35, S. 272. 

57) "Damascia", S. 189 

58) Sein in diesem bewegten Jahre geborener Sohn Nathaniel hat es zum Lord gebracht! 

59) "Der Orient", Nr. 35, S. 271. 

60) ebenda. 

61) "Damascia", S. 191; Sir Robert Peel war der ehemalige Ministerpräsident! 

62) "Damascia", S. 241. 

63) "Der Orient", Nr. 40, S. 311. 

64) Ebenda, Nr. 35, S. 272. 

65) Dieses Gebäude scheint das Traditionslokal fiir jeglichen Judenrummel geworden zu sein. So 
versammelte man sich 1882 hier wieder: "In einer unter Vorsitz des Lordmayors von London am 1.2.82 im 
ägyptischen Saale des Mansion-House abgehaltenen Meeting wurde der Beschluß gefaßt, England möge in 
Form einer Resolution seiner Befremdung und seinem Abscheu über den Ausbruch der russischen 
Judenverfolgungen und seiner Teilnahme fiir die 'armen, unschuldig verfolgten Juden' protokollarisch 
Ausdruck verleihen" (Gaza von Onody, "Tisza-Eszlär", S. 8). 

66) Pater Thomas war mit seinen Mördern ehedem befreundet gewesen! 

67) "Der Orient", Nr. 40, S. 310 f 

68) "Damascia", S. 225 und "Der Orient", Nr. 40, S. 311. 

69) "Der Orient", Nr. 43, S. 332. 

70) "Damascia", S. 142. 

71) "Der Orient", Nr. 36, S. 273. 

72) Ebenda, Nr. 37, S. 282. 

73) überreicht wurde eine "Adresse ", die ihres historischen Inhaltes wegen im Anhang beigegeben wird. - s. 
S. 419. 

74) "Der Orient", Nr. 38, S. 290. 

75) Nach einer Meldung des "Temps"; zit. im "Orient" unter dem 30.8.1840. 

76) Dieser Erlaß wurde der besseren Fassung wegen einer anderen, im gleichen Jahre erschienenen 
Publikation entnommen. 

77) Brief Cremieux' aus Alexandrien vom 26. 8. 1840. 

78) Paul Nathan: "Tisza-Eszlär". S. XXVI. 

79) Nach Rohrbacher, "Histoire de I'Eglise", Paris, 1852, Bd. 28, S. 684. 

80) Hamont, "L'Egypte sous Mehemed-Ali I", S. 71, zit, v. G. d. Mousseaux. 

81) Gougenot de Mousseaux. 

82) Cremieux verpflichtete sich, allein den von ihm in Kairo gegründeten Judenschulen jährlich 6000 Fr. zu 
überweisen! 

83) "Der Orient", Nr. 46, S. 353, 14 IL 1840. 

84) Mit Recht weist Walter Freund in seinem wertvollen Aufsatz im "Hammer" (Nr. 853/54) darauf hin, daß 
der (politische) Zionismus nicht erst mit dem berüchtigten Theodor Herzl beginnt! 

85) "Israelitische Annalen", Nr. 51 vom 18.12.1840. - Es handelt sich um den Ferman vorn 6.11.1840. "Die 
jüdische Nation soll beschützt und verteidigt werden; zu diesem Ende haben Wir bestimmte Befehle 
erlassen..." 

86) siehe die folgenden Ausführungen! 

87) "Israelitische Annalen", Nr. 51 (18.12.1840), S. 423. 

88) s. S. 420 f 

89) Auch die Aufenthaltsberichte der Zwischenstationen auf deutschem Boden sind im Anhang beigegeben! 

90) Brief vom 13.10.1840. "Der Orient", Nr. 47 (21.11.1840). 

91) Devise des Ordens: "Der Bne Briß hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Israeliten in einer Weise zu 
verbinden, in der die Entwicklan g der höchsten Interessen des Judentums am ehesten und allgemein 
ermöglicht wird." ("Allgemeines Handbuch der Freimaurerei", Band I.) 

92) Vgl. W. Freund: "USA. - Die Großen Unbekannten der amerikanischen Weltpolitik" , 1942. 

93) "American Hebrew", New York (30.Xn.l938). 

94) Hamont, "l'Egypte sous Mehemed-Ali, " Paris, 1843. 

95) Die Zeitung "Trompette" in Alexandrien vom 2.4.1881 sowie "Civiltä cattolica" vom Dezember 1881. 

96) "Civiltä cattolica", Dezember 1881. 

97) n, S. 412 (Paris, Flammarion, 1894). 

98) Henri Desportes: "Le myst. d. sang chez les Juifs de tous les temps." - Paris, Savine, 1889, S. 98. 

99) Aus einem Brief, veröffentlicht im "Volk". - Die Schrift H. Desportes': "Tue par les juifs - avril 1890 - 
histoire d'un meurtre rituel" (Paris, Savine, 1890, 60 S., 80), die anscheinend diesen Ritualmord von 
Damaskus ausführlich behandelt, konnte bei Abfassung dieses Abschnittes leider nicht mit berücksichtigt 
werden, da sie sich trotz eingehender Nachforschungen in Bibliotheken nicht mehr nachweisen läßt - sie ist 
verschwunden! Wir bitten aber private Besitzer dieser Schrift, uns diese zur Einsichtnahme, zugänglich 
machen zu wollen! 

100) "Kreuzzeitung", Nr. 393 (15.7.1891). 

101) Beide Fälle nach Mitteilung des "Osservatore Romano " vom 21.4.1892. 

102) "Österreichische Wochenschrift", 1893, Nr. 30, S. 563 f.

3 Gedanken zu “Damaskus 1840

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