Konitz 1900

Ende April des Jahres 1900 - also noch im Jahre des Hilsner-Prozesses -ist folgender öffentlicher Anschlag 
zu lesen: 

"Mord in Konitz. Zwanzigtausend Mark Belohnung sind seitens des Herrn Ministers des Innern derjenigen 
Privatperson zugesagt, welche die für die Ermittelung des oder der Mörder des Obertertianers Ernst Winter 
entscheidenden Angaben macht. Die Entscheidung über die Auszahlung der Belohnung behält sich der Herr 
Minister vor. - Marienwerder, den 27. April 1900. 

Der Regierungspräsident. " 

Da die Mörder Juden waren, brauchte sich der Herr Minister über die Ausschüttung dieser Prämie keinerlei 
Sorgen machen! 

Im Hochsommer desselben Jahres schrieb eine jüdisch-liberale Zeitung, daß die chinesischen Wirren den 
Antisemiten sehr ungelegen kämen, weil dadurch die Konitzer Mordgeschichte in den Hintergrund 
gedrängt und allmählich in "Vergessenheit" geraten würde. An einem Verstummen der öffentlichen 
Erörterungen mußte allerdings dem Judentum sehr viel gelegen sein! 

Da das Ermittlungsverfahren zu einem öffentlichen Skandal ausgeartet war, bildete sich in Konitz Ende 
November 1900 eine "Vereinigung zur Aufklärung des Konitzer Mordes", unterzeichnet von den 
katholischen und evangelischen Geistlichen und den Stadträten des Ortes sowie mehreren Landtags- und 
Reichstagsabgeordneten 1). In einem Aufruf dieser Vereinigung hieß es, daß es "immer noch möglich 
erscheint, daß der geheimnisvolle Mord Aufklärung und Sühne findet." - Einstweilen wurde zur Selbsthilfe 
aufgefordert: "...und da vorläufig, zu befürchten ist, daß die Bürokratie in Deutschland immer weiter mit 
jüdischen und jüdischrechtlichen Anschauungen und Ideen angefüllt werden wird, so muß zur Selbsthilfe 
geraten werden. Der Konitzer Mord legt in erster Linie die Sorge um das Wohl unserer Kinder uns ans Herz. 
Sind die Christenkinder noch vor dem Abschlachten sicher? Wo die Macht des Staates versagt, da maß die 
Hilfe aus dem Schöße der Familie sich herausbilden. Auch an die Geistlichen, an die Lehrer, an die 
Hausväter wenden wir uns." 

Es wurden im Anschluß hieran folgende Ratschläge gegeben: "Die Eltern mögen rechtzeitig ihre Kinder mit 
dem Schicksal des Gymnasiasten Winter bekannt ma*Chen. Unsere Kinder werden sich darin schon von 
selbst hüten, mit jüdischen Kindern Freundschaft zu schließen und jüdische Häuser allein zu betreten. Die 
Geistlichen und Lehrer mögen die Landbevölkerung, namentlich die jungen Knechte und Mägde warnen. In 
der Umgegend von Konitz haben sich noch in den letzten Jahrzehnten Fälle ereignet, wo 
Dienstmädchen, die in jüdischen Familien dienten, plötzlich spurlos verschwanden. Bei Abschluß von 
Geschäften, wobei das Betreten jüdischer Häuser unvermeidlich ist, nehme man einen Begleiter mit..." "Ist 
ein ähnlicher Mord wie in Konitz und Xanten geschehen, so sollen die christlichen Einwohner des Ortes 
sofort zu einem Rechtsschutzverein zusammentreten, der ganz offen mit der Verfolgung der Mörder sich 
befaßt, Geldmittel sammelt und nach Möglichkeit verhindert, daß 'wieder nichts herauskommt'. Der 
Rechtsschutzverein hat sowohl mit der Presse sich in Verbindung zu setzen, als auch die Bevölkerung der 
Gegend eindringlich vor Zusammenrottungen und Belgefliung von Gewalttätigkeiten zu warnen; letztere 
nützen nur den Mördern und ihren Helfern." 

Die Macht des Juden war vollkommen: Die gerichtlichen Instanzen versagen, die Presse dient eindeutig 
jüdischen Interessen oder verhält sich zumindest indifferent - so fanden sich mutige und 
verantwortungsbewußte Männer zusammen, erließen einen Aufruf und mußten um private geldliche 
Unterstützung bitten, um doch noch ein Verfahren gegen jüdische Mörder zustande zu bringen - deutsche 
Menschen wußten sich nicht mehr anders zu helfen, als daß sie zur Selbsthilfe schritten! 

Ein Mitglied des Deutschen Reichstags, der deutschsoziale antisemitische Abgeordnete Liebermann von 
Sonnenberg, veranlaßte eine Zusammenstellung authentischen Materials durch einen erfahrenen 
Kriminalisten. Zu Beginn des Jahres 190 1 konnte der Öffentlichkeit das Ergebnis dieser Untersuchungen 
vorgelegt werden, das um so bedeutungsvoller sein mußte, als "das jüdische Verwirrungskomitee auch 
neuerdings wieder emsig bei der Arbeit ist" - wie Liebermann von Sonnenberg eingangs vielsagend 
betonte. Der Abgeordnete gab den Rat, in allen deutschen Gauen Volksversammlungerr mit dem Thema 
"Konitz" zu veranstalten und von dort aus Petitionen an den Reichskanzler, den Reichstag' den preußischen 
Justizminister und den Kaiser zu senden. Das Gewissen des deutschen Volkes dürfe nicht eher zur Ruhe 
kommen, bis der Konitzer Blutmord gesühnt sei! 

Wir wollen uns im wesentlichen an die Lieberrnann von Sonnenbergsche Veröffentlichung halten, da sie 
außerordentlich sorgfältig ausgearbeitet wurde - ohne allerdings ihr Ziel, die restlose Aufdeckung des 
Blutverbrechens, zu erreichen. Immerhin scheint diese, von der deutschnationalen Verlagsanstalt in Berlin 
herausgegebene Arbeit dem Judentum reichlich unbequem geworden zu sein, so daß sie immer seltener 
wurde, um schließlich ganz zu verschwinden! 



Ernst Winter. 

Der Ermordete, der achtzehnjährige Gymnasiast Ernst Winter (geboren am -27. September 1881 in dem 
Kirchdorf Prechlau bei Konitz, Westpreußen) besuchte seit dem Jahre 1894 das Gymnasium zu Konitz und 
wohnte hier in Untermiete. Sein Vater war Bauunternehmer in Prechlau. Ernst Winter war überall beliebt, 
von frischem, lebenslustigem Wesen und sehr stattlichem und kräftigem Körperbau. Er galt als der beste 
Turner des Gymnasiums, und auch in den Wissenschaften hatte er ein sehr gutes Zeugnis erhalten. In der 
Tanzstunde hatte Ernst Winter die Töchter der Juden Tuchler und Caspary in Konitz kennengelernt. Diese 
scheinen den Auftrag gehabt zu haben, den Gymnasiasten Winter in Konitz festzuhalten. Des weiteren 
machte der Umstand, daß Winter nicht aus der Stadt selbst stammte, ihn als Opfer besonders geeignet, da die 
Nachforschungen nach einem verschwundenen auswärtigen Schüler erst zwei bis drei Tage später zu 
erwarten waren, wie es ja auch tatsächlich eingetroffen ist. Auf jeden Fall wurde Winter seit längerer Zeit 
planmäßig in seinen Lebensgewohnheiten überwacht. Am Sonntag, dem 11. März 1900, am Mordtage, 
besuchte Winter vormittags die Kirche. Von da begab er sich in den Zigarrenladen von Fischer; einige Zeit 
plauderte er mit dem Geschäftsinhaber, schlenderte dann den Markt entlang nach seiner Wohnung beim 
Bäckermeister Lange zum Mittagessen. Um ein Uhr ging er in sein Zimmer, das er mit noch zwei 
Gymnasiasten teilte; er erzählte ihnen beiläufig, daß er nachmittags zu einem Geburtstage eingeladen sei. 
Eine Stunde später verließ er das Haus, um nicht mehr zurückzukehren. Zeugen haben ihn letztmalig noch 
vor dem Hause des jüdischen Händlers Caspary gesehen - seitdem ist er lebend nicht mehr erblickt worden. 

Am Montag, dem 12. März, nachmittags erhielt der Bauunternehmer Winter in Prechlau die Nachricht, daß 
sein Sohn Ernst seit Sonntagnachmittag vermißt würde. Er fuhr umgehend nach Konitz und erstattete dem 
ersten Bürgermeister Deditius als zuständigem Polizeichef Anzeige. Die Polizei unternahm jedoch nichts. 
Der Vater mußte sich deshalb selbst auf die Suche nach seinem spurlos verschwundenen Sohne begeben! 
Mit Unterstützung des Bäckermeisters Lange wurden auch die Ufer des an die Stadt grenzenden Mönchsees 
abgesucht. Am Nachmittage des 13. März bemerkten die Suchenden, daß die Eisdecke an der städtischen 
Spüle, in deren unmittelbarer Nähe sich die Synagoge befand, an einer Stelle auffällig zerschlagen war. Man 
fuhr mit einem Stock unter das Eis und brachte ein großes, in Packpapier eingeschnürtes Paket zum 
Vorschein. Nach Entfernen des Papieres fand man einen sorgfältig in Packleinewand eingenähten 
Gegenstand. Die Nähte wurden aufgetrennt, und zum Vorschein kam der Rumpf eines jungen Mannes ohne 
Kopf und Hals, ohne Arme, nur der Oberkörper bis unter die Rippen, das Rückgrat war durchsägt. Der Vater 
Winter erkannte an bestimmten Merkmalen den Oberkörper seines Sohnes. Schließlich sperrte die Polizei 
ab. Als erste nahmen der Gerichtsarzt, Sanitätsrat Dr. Müller, Staatsanwalt Settegast und Bürgermeister 
Deditius den grausigen Fund in Augenschein. Zeugen bemerkten, daß von der gegenüberliegenden Synagoge 
aus ein Jude den Vorfall die ganze Zeit aufmerksam beobachtet hatte und erst verschwand, als sich die 
Aufmerksamkeit auf ihn lenkte. 

Das Interesse der Polizei wurde nunmehr reger - nachdem zwei wertvolle Tage vergangen waren! Sie fischte 
noch die beiden unteren Teile des Oberkörpers aus dem See. Die Leichenteile wurden nach dem Städtischen 
Krankenhause überführt. Am Donnerstag, dem 15. März, also vier Tage nach dem Mord, wurde am Tore des 
evangelischen Kirchhofes der rechte Arm gefunden. Einige Privatpersonen boten der Polizei ihre guten 
Jagdhunde zum Aufsuchen der noch fehlenden Körperteile an. Polizeichef Deditius lehnte ab. Die Herren 
machten sich daraufhin allein mit ihren Hunden auf die Suche. Tatsächlich wurde so an einer anderen Stelle 
des Mönchsees der rechte Oberschenkel gefunden, von dem am Knie der Unterschenkel kunstgerecht 
abgetrennt worden war. 

Vier Wochen später, am 15. April 1900, am ersten Osterf eiertage, wurde am anderen Ende der Stadt in den 
Wiesen beim Stadtwald, durch spielende Kinder der noch erkennbare Kopf des Gymnasiasten mit Halsteilen 
entdeckt. Eine zahlreiche Menschenmenge geleitete den grausigen Fund nach dem Krankenhause - die 
übrigen Körperteile des Ermordeten blieben unentdeckt. 

Die Aufregung in der Stadt wuchs - aus den bekannt gewordenen Tatsachen zog man Schlüsse auf den Tatort 
und die Täter; nur die Behörden merkten noch nichts. Die Bevölkerung sprach unverhohlen ihre Überzeugung 
aus: Es soll nichts herauskommen! 

Ende März, zwei und eine Iialbe Woche nach dem Verbrechen, erschien der Polizeikommissar Welin aus 
Berlin, um die Konitzer Polizei auf die richtige Fährte zu bringen. Mitgebracht hatte er die Überzeugung, 
daß die Mörder keinesfalls unter den Juden zu suchen seien. Monatelang vernahm er Zeugen, um einen 
nichtjüdischen Einwohner des Mordes überführen zu können. Zeugen, die sich gegen Juden äußerten, 
wurden durchweg schlecht behandelt - man erinnere sich nur an Xanten und Skurz -, grob angefahren und 
solange in ein Kreuzverhör genommen, bis Wehn glaubte, daß sie sich in Widersprüche verwickelt hätten; 
damit war dann der betreffende "Fall" abgetan! Die nichtjüdische Bevölkerung des Ortes faßte ihre 
höchsteigene Ansicht über die Tätigkeit dieses Kommissars summarisch dahin zusammen, daß dieser Beamte 
einen jeden NichtJuden a priori für höchst unglaubwürdig, dagegen jeden Juden für einen sehr 
wahrheitsliebenden und anständig denkenden Menschen hieltl Sein Vorgehen erregte demzufolge in der 
Bevölkerung maßlose Erbitterung. Kommissar Wehn hat - dafür stand der betreffende Zeuge zur Verfügung 
- einen Konitzer ehemaligen Polizisten, der infolge seiner großen Erfahrungen zur Kriminaluntersuchung 
noch herangezogen wurde, bei der ersten Besprechung gefragt: "Herr Kollege, wie denken Sie über die 
Angelegenheit?" Alsdieser darauf von Spuren sprach, welche auf die Juden hinwiesen, erklärte Welm: "Sie 
glauben auch, dieJuden könnten die Mörder sein? Dann können wir nicht zusammen arbeiten." Tatsächlich 
wurde der Polizist nicht mehr hinzugezogen! 

Folgender Verlauf einer Zeugenvernehmung dieses Kommissars mag als typisch herausgestellt werden: Eine 
Frau Borchardt wollte vor Wehn Aussagen über ein von ihr gehörtes Gespräüh der jüdischen Familie 
Meyer, Konitz, den jungen Winter betreffend, machen. Am Ende des Protokolls schrieb Wehn eigenhändig, 
daß die Zeugin schließlich ihre ganze, soeben gemachte Aussage widerrufen habe. Diese Zeugin wurde aber 
später nochmals, in der Schwurgerichtsverhandlung gegen den Arbeiter Masloff 2) vernommen. Dabei 
erklärte sie höchst erstaunt, daß es ihr seinerzeit gar nicht eingefallen sei, ihre Aussage zu widerrufen. Herr 
Wehn habe sie lediglich gefragt, ob sie ihm genau den Tag des gehörten Gespräches angeben könne. Dies 
habe sie verneint, habe aber sofort hinzusetzen wollen "den Tag kann ich nicht angeben". Aber schon bei 
dem Worte "Nein" sei Herr Wehn aufgesprungen und habe sie angeschrien: "Wenn Sie also nichts wissen, so 
machen Sie, daß Sie hinauskommen." - Trotz dieser Praktiken kam man nicht weiter; etwas Positives wollte 
Wehn aber doch erreichen - zur Entlastung der Konitzer Juden. So gelangte er plötzlich zu der Ansicht, daß 
nur Homosexuelle den Mord begangen haben könnten. Geschickt wußten die Juden den Verdacht auf einen 
jungen Schneidermeister zu lenken, dessen vor Jahresfrist verstorbener Vater der einzige offene Antisemit in 
Konitz gewesen war - Grund genug, nun seinem Sohne alle Schändlichkeiten zuzutrauen. So schrieb der 
Jude Klausner in seinem Blatte, der "Israelitischen Wochenschrift" (Nr. 27, 1900) ausdrücklich: "in Konitz 
liegen die Dinge für die Antisemiten noch schlimmer. Hier ist der Verdacht berechtigt, daß der Mord von 
vornherein geplant und ausgeführt ist mit der Absicht, ihn den Juden in die Schuhe zu schieben. Das ganze 
Verhalten der antisemitischen Wortführer und der antisemitischen Presse zwingt zu dieser Annahme... 
Autisemitentum und Verbrechertum sind insofern identische Begriffe, als es wohl Verbrecher geben mag, 
die keine Antisemiten sind, Antisemiten aber, die keine Verbrecher sind, nicht geben kann. Der Staat ist 
bisher noch nicht zu der Erkenntnis gelangt, daß er diesem besonderen Verbrechertum besondere 
Aufmerksamkeit zu schenken, Ursache habe. Er läßt es vielmehr mit anscheinend unerschöpflicher Langmut 
gewähren." 

Der junge Schneider wurde aber mit seinen sichtbaren und unsichtbaren Gegnern bald fertig. Er konnte 
nachweisen, daß er am Mordtagt bis in die Nacht mit mehreren Herren eine Ver-nügungsfahrt nach außerhalb 
gemacht hatte. Auf seinen Antrag wurden afle diese Zeugen von dem Untersuchungsrichter des 
Amtsgerichtes zu Konitz eidlich vernommen, und er hatte Ruhe vor weiteren Diffamierungen. 

In die Zeit der Tätigkeit dieses höchst sonderbaren Kriminalkommissars fiel das Begräbnis des ermordeten 
Gymnasiasten. Am 22. Mai hatte die Staatsanwaltschaft die gefundenen Körperteile freigegeben. Am 
Sonntag, dem 27. Mai 1900 geleitete eine vieltausendköpfige erregte Menschenmenge die Überreste nach 
dem Grabe auf dem evangelischen Friedhof zu Konitz. Winters Begräbnis wurde jüdischerseits als 
"Tierschau" bezeichnet! (Nach der "Germania" Nr. 127, 6. Juni 1900.) 

Um diese Zeit erschien zur weiteren Unterstützung der Polizeikräfte der Polizeiinspektor Braun, ebenfalls 
aus Berlin. Er teilte mit Wehn die Ansicht, daß die Juden als Täter ausscheiden, übertraf aber an 
RücLichtslosigkeit seinen Berliner Kollegen bei weitem. Braun schrieb seinerzeit wörtlich: Jon der für das 
ganze Christentum beschämenden, während der Ermittlungen von Fanatikern oder Ignoranten erhobenen 
Blutbeschuldigung - Ritualmord - als Motiv sehe ich selbstverständlich ab, da eine solche nur der Bosheit 
oder finsterstem Aberglauben entspringen kann." - Nach diesem Leitgedanken richtete er seine Handlungen 
ein, die zu den schmählichsten judenfreundlichen Manövern gehören. Braun stellte nach eifrigem 
Aktenstudium eine förmliche Anklageschrift gegen den deutschen Fleischerobermeister und Konitzer 
Stadtverordneten Hoffmann und dessen vierzehnjährige (!) Tochter zusammen und überreichte sie der 
Staatsanwaltschaft in Konitz. Der Erste Staatsanwalt Settegast beantragte die Eröffnung der 
Voruntersuchung gegen Hoffmann und die Verhaftung desselben! Der Untersuchungsrichter Dr. 
Zimmermann eröffnete die Voruntersuchung, nachdem der bisherige langjährige, anscheinend für nicht 
ganz "zuverlässig" befundene Untersuchungsrichter Rat Schulze plötzlich nach Danzig geschickt worden 
war. Inspektor Braun erklärte, er werde den Fleischermeister Hoffmann und seine Tochter sehr bald zum 
Geständnisse des Mordes bringen, und es begann das beschämende Treiben gegen einen alteingesessenen 
und angesehenen Konitzer Bürger und Stadtverordneten, das in ganz Deutschland größte Empörung 
hervorrief. 

In seiner Verteidigungsschrift 3) schilderte Hoffmann eingehend, wie Juden und ihre Helfer ihn durch eine 
künstliche Agitation zum Mörder stempeln wollten. Die Braunsche Anklageschrift war ja auch tatsächlich 
nur ein Niederschlag dessen, was die Juden schon lange vorher gegen die Familie Hoffmann ausgesonnen 
und verbreitet hatten: Hoffmann habe den Winter mit Totschlag bedroht! Dieser Behauptung lag lediglich 
folgender nichtige Vorfall zugrunde: An einem Abend des Winters 1899/1900 stand die Tochter Anna mit 
zwei jungen Leuten vor der Tür des väterlichen Geschäftes, das sich im belebtesten Teile der Stadt befand. 
Hoffmann gefiel das nicht, und er rief seine Tochter herein. Die beiden jungen Männer sollen von 
Hoffmann als Lümmel bezeichnet worden sein - jedenfalls entfernten sie sich hierauf sofort -, einer von 
ihnen soll der junge Winter gewesen sein. Ein Lehrer Winters, ein Gymnasialprofessor, bekundete, daß er 
am Abend des 1 1. März, also am Mordtage, gegen einhalb acht Uhr den furchtbaren Schrei eines Menschen 
von der Synagoge her vernommen habe. Hieraus zog Braun die folgenden scharfsinnigen Schlüsse: Neben 
der Synagoge befand sich der Wagenschuppen Hoffmanns; in diesem Schuppen haben zwischen sieben und 
acht Uhr abends Winter und die vierzehnjährige Anna Hoffmann unsittlichen Umgang gehabt, der Vater 
Hoffmann hat sie überrascht, ein großes Fleischermesser gezogen und dem. Winter den Kopf abgeschnitten! 

Nun hatte aber peinlicherweise Hoffmann keinerlei Veranlassung gehabt, seine Tochter zu suchen, da sich 
dieselbe in der fraglichen Zeit in der elterlichen Wohnung befand! In seiner Verteidigungsschrift sagte 
Hoffmann an der entscheidenden Stelle: "...meine Tochter machte noch einen Gang in die Stadt, war aber 
vor sieben Uhr schon wieder zu Hause, um das Abendbrot zu bereiten... Wir, d. h. ich, meine Tochter und die 
anderen Familienmitglieder aßen gegen einhalb acht Uhr zusammen Abendbrot. Meine Tochter setzte den 
Lehrlingen nach acht Uhr das Abendbrot hin. Seitdem sind wir alle ununterbrochen zu Hause geblieben und 
schlafen gegangen. Ich bemerke, daß ich selbst aus meiner Wohnung mich nicht gerührt habe." Obwohl 
Zeugen diese Angaben bestätigen konnten, wurde gegen Hoffmann seitens der Staatsanwaltschaft die 
Anklage wegen Totschlags erhoben und die gerichtliche Voruntersuchung und sofortige Verhaftung 
angeordnet. 

Welche Intrigen außerdem hinter den Kulissen gespielt haben, um das Vorgehen gegen Hoffmann zustande 
zu bringen, ist vollständig nie ans Licht gekommen. Bekannt wurde nur, daß Braun fortgesetzt mit einem 
jüdischen Agenten in Konitz, namens Rauch, in Beziehungen gestanden hat. 

Der deutsche Teil der Bevölkerung kam jedenfalls von sich aus zu der Überzeugung, daß "die NichtJuden in 
Preußen nur noch als Staatsbürger zweiter Klasse betrachtet werden" (Liebermann von Sonnenberg). 

Die große Erbitterung gegen die Behörden, die schließlich tumultuarische Formen annahmen, war nicht zum 
kleinsten Teil daraus zu erklären, daß fast alle Aussagen von NichtJuden als unglaubwürdig, die jüdischen 
Aussagen stets als einwandfrei angesehen und demzufolge verwertet wurden! 

Wie ging aber die Verhaftung Hoffmanns vor sich? 

Er selbst schrieb darüber: "Am Dienstag, dem 29. Mai 1900 haben die beiden Polizeikommissare aus Berlin, 
Braun und Wehn, nachdem sie zuvor eine sehr eingehende Haussuchung bei mir abgehalten hatten, mich 
und meine vierzehnjährige Tochter nach dem Polizeibüro gebracht und uns beide beschuldigt, den Mord an 
dem Gymnasiasten Winter verübt zu haben. Die beiden Kommissare stellten dabei die Behauptung auf, ich 
hätte am 11. März abends gegen sieben Uhr meine Tochter vermißt, hätte sie gesucht und in dem neben 
meiner Eismiete am Mönchsee gelegenen Wagenschuppen getroffen, wie sie mit dem Gymnasiasten Winter 
Umgang hatte. Aus Wut darüber hätte ich den Winter gewürgt und erstochen. Diese ungeheuerliche 
Beschuldigung wurde mir vorgehalten. Meiner Tochter gegenüber haben diese Beamten dasselbe Märchen 
vorgetragen und meine Tochter sogar überreden wollen, daß schon alles entdeckt sei, sie solle es nur 
gestehen, dann werde mich, ihren Vater, eine mildere Strafe treffen." 
 

Die Tochter, noch ein Kind, sollte zu einer unwahren Bezichtigung des eigenen Vaters gepreßt werden! 

In Wirklichkeit waren die Vorgänge noch viel skandalöser: 

HoffMann und seine Tochter wurden wie Verbrecher behandelt! Die Tochter wurde getrennt vom Vater 
von acht bis ein Uhr in einer Polizeiwachtstube unter Aufsicht eines Polizisten gefangen gehalten und ist 
zweimal zum Verhör herausgeholt worden. Es war aber von ihr weiter nichts herauszubekommen gewesen 
als: "Aber mein Gott, ich weiß doch von nichts, ich kann doch nichts sagen!" - Hoffmann wurde indessen 
wieder zurück in seine Wohnung geführt, um bei einer neuen, eingehenden Durchsuchung zugegen zu sein. 
Hierauf mußte er den Beamten nach dem etwa 200 Schritte entfernt liegenden Schuppen bei der Synaoge 
folgen. Dann wurde Hoffmann, umringt von einem PoUzeiaufgebot, mitten durch eine große 
Menschenmenge wieder nach der Wache transportiert, um dort einem Kreuzverhör unterzogen zu werden! 

Unterdessen hatte sich die Konitzer Bevölkerung auf dem Markt vor dem Polizeibüro zusammengerottet und 
nahm eine bedrohliche Haltung ein. Unter diesen Umständen erschien es dem Inspektor Braun ratsam die 
Verhaftung nicht länger aufrechtzuhalten, und er entließ Vater und Tochter. 

Über den weiteren Verlauf des Tages, der eine Schmach kaiserlicher Justiz bedeutete, schrieb Hoffmann in 
seiner angegebenen Schrift: "Am Abend desselben Tages verbreiteten die Juden und Judengenossen in der 
ganzen Bevölkerung, daß ich in der Nacht verhaftet werden sollte. Mir und meinen Freunden war klar daß 
man damit absichtlich Unruhen in der Nacht hervorrufen wollte, was auch geglückt ist. Bisher hatten nur 
einige unreife Burschen in der Dunkelheit bis zehn Uhr 'Hepp, Hepp' in den Straßen gerufen, und dann und 
wann eine Fensterscheibe heimlich ein-eworfen. Auf di6 Nachricht von meiner Verhaftung versammelten 
sieh aber einige tausend erwachsene und meist verheiratete Männer ganz freiwillig, um den durch eine 
Verhaftung meiner Person gegen de Gesamtheit der Christen beabsichtigten Schlag zu verhindern. Ein jeder 
der Tausenden von ernsthaften Männern, welche die Straßen und Plätze füllten, war sich bewußt, daß er 
ebensogut, wie ich heute, schon morgen vor den Herrn Braun als Mörder hingestellt werden konnte. 
Offen wurde den Gendarmen entgegengerufen: 'Unsere Kinder schlachten die Juden, unsere Gräber schänden 
die Juden, und jetzt sollen noch mehr Christen tot, geschlagen werden!' Ruhig stellten die Verheirateten sich 
vor die Gendarmen hin und forderten sie auf, auf sie loszuschlagen. So kann nur ein Volk sich verhalten, 
welches aus innerster Überzeugung von meiner Unschuld durchdrungen ist, und die Ungeheuerlichkeit, mich 
als einen Mörder hinzustellen, tief empfindet." 

In diesen kritischen Tagen hielt es das Stadtoberhaupt für ratsam, zu verreisen. Unter dem 5. Juni 1900 findet 
sich die Zeitungsmeldung: "Der Bürgermeister ist auf Urlaub gegangen." Erst einen vollen Monat später, am 
30. Juni, schloß der Untersuchungsrichter die Voruntersuchung. Die Braunsche Anklage brach in sich 
zusammen. Unter dem 19. Juli 1900 wurde dem Fleischermeister Hoffmann die Einstellung des Verfahrens 
amtlich mit-eteilt. Die vorn Konitzer Gericht niedergelegten Gründe des Einstellungsbeschlusses sollen der 
Wichtigkeit wegen in ihren wesentlichen Punkten wiedergegeben werden: 

"Nach dem ärztlichen Gutachten des Kreisphysikus Dr. Müller und des praktischen Arztes Dr. Bleske vom 
29. Juni 1900 ist die Ermordung des Gymnasiasten Winter zwischen drei und vier Uhr und bis spätestens 
einhalb fünf Uhr nachmittags erfolgt. Danach erscheint es aber völlig ausgeschlossen, daß der 
Angeschuldigte der Täter gewesen ist, weil der Angeschuldigte am Sonntag, dem 11. März 1900 sich 
nachmittags zunächst in der Kirche und sodann mit seiner Tochter Anna usw. in dem Hause der 
FleischerMeister Ziebarthschen Eheleute bis nach sechs Uhr aufgehalten hat. 

Überdies ist es nach dem Gutachten der Sachverständigen Dr. Müller und Bleske völlig ausgeschlossen, daß 
der Täter die Tat ohne Überlegung ausgeführt hat, vielmehr sprechen die Beschaffenheit der Leiche, die Art 
der Zerstückelung und die Art der Beiseiteschaffung der Leichenteile dafür, daß die Tat von mehr als 
zwei Personen und nach einem wohlüberlegten Plane ausgeführt ist. Der angeschuldigte Hoffmann kann 
daher auch aus diesem Grunde als Täter nicht in Frage kommen..." 

Die Episode Hoffmann in der Winterschen Mordtragödie hatte ihr Ende erreicht. Die tatsächlichen Sieger 
waren auch hierbei die Juden: war es ihnen auch nicht, wie im Jahre 1884 in Skurz, geglückt, einen ebenfalls 
unschuldigen, nichtjüdischen Fleischer auf die Anklagebank zu bringen, so konnten sie doch sagen: gegen 
keinen "von unseren Leuten" ist wegen des Mordes an Winter die gerichtliche Untersuchung eröffnet 
worden, wohl aber gegen einen Nicht Juden, die Behörden müssen also doch meinen, der oder die Täter 
können nur unter NichtJuden zu suchen sein. In diesem Sinne schrieben dann auch tatsächlich jüdische und 
judenhörige Zeitungen und Wochenblätter - vor allem aber hatte das Judentum einen wesentlichen Erfolg zu 
verzeichnen: Der Verdacht war von den eigentlichen Mördern für eine hinreichend lange Zeit abgelenkt 
worden, um die Spuren eines Blutmordes gründlichst verwischen zu können!



Die Mörder. 



Der Gerichtsbeschluß vom 19. Juli 1900 nahm mehrere Mörder an - das ist ohne Zweifel richtig gewesen. 
Um den jungen, außergewöhnlich kräftigen Winter derart zu binden und zu knebeln, um ihm bei 
lebendigem Leibe die Kehle durchschneiden zu können, bedurfte es einer größeren Anzahl von Menschen. 
Die Mörder müssen einen passenden Raum mit geeigneten Einrichtungen ausfindig gemacht haben, der hell 
erleuchtet werden konnte. Instrumente und ein Tisch mußten bereit sein, um den Körper des Opfers zerlegen 
zu können. Außerdem war Verpackungsmaterial für die Leichenteile zu besorgen. - Die Mörder hatten auch 
Helferslielfer in der Stadt Konitz. Das beweist die nachträgliche Verschleppung des Armes auf den 
evangelischen Kirchhof und des Kopfes in die Wiesensümpfe am anderen Stadtende. 

Auf Grund der Zeugenaussagen, die noch in einem besonderen Abschnitt näher behandelt werden sollen, 
läßt sich die Ermordung Winters in folgender Weise rekonstruieren: In den Tagen des 14., 15., 20. und 21. 
April 1900 hatten die Juden ihr Osterf est, dazu bedurfte es nichtjüdischen Blutes. Diesmal war Konitz 
ausersehen, das Schlachtopfer zu liefern und den Raum zur Schächtung zu stellen. Als in jeder Hinsicht 
geeignetes Lokal dazu wurde das Haus und der zur Zerlegung von Tierkörpern eingerichtete Keller des 
Judenmetzgers Adolf Lewy mit seinen doppelten Eingängen von zwei Straßenseiten bestimmt! Unter den in 
Konitz ansässigen Juden wurden nachweislich Geldsammlungen "zur Bestreitung der Unkosten" 
veranstaltet... 

Die Mörder kamen von allen Seiten nach Konitz. Aus Rußland kam ein Jude über Strasburg (Westpr.). Der 
Reiseweg mehrerer anderer russisch-polnischer Juden konnte nicht mehr festgelegt werden. Außerdem fand 
sich eine Anzahljüdischer Schächter aus verschiedenen Orten Westpreußens und Posens ein. Die russisch- 
polnischen Juden waren ebenfalls Schächter oder Kultusbeamte. Besonders ist ein Mann aufgefallen, der 
hinkte und Pockennarben im Gesicht hatte 4). Er schien nach den Ehrenbezeugungen, die ihm von anderen 
Juden erwiesen wurden, eine "Leuchte in Israel" zu sein. Schon von Sonnabend abend an hat ein Teil der 
Mörder sich unauf fällig durch die beiden Eingänge im Lewyschen Hause eingefunden und auf das 
Erscheinen des Schlachtopfers gelauert. Drei junge NichtJuden gingen nicht in die Falle; nur der harmlose 
und nichtsahnende Winter, der schon seit langem umgarnt wurde, betrat das Lewy sehe Grundstück am 
Sonntag etwa gegen sechs Uhr abends und wurde überwältigt! In geknebeltem Zustande ist er bis zu der 
etwas später vorgenommenen rituellen Abschlachtung, zu der sich alle Mörder bei Eintritt der Dunkelheit 
einfanden, aufbewahrt worden. Der Schächter hat mit einem Messer den Hals und die Halsadern unmittelbar 
am Rumpf durchschnitten. Nachdem das Blut vollständig aus dem Körper ausgelaufen war, wurde die Leiche 
völlig sachgemäß zerlegt. 

Gleichzeitig ist auch in der Synagoge etwas vor sich gegangen. In der Nacht vom 11. zum 12. März brannte 
daselbst zwischen elf und zwölf Uhr Licht, und man hörte dort Stimmengewirr. -Dasselbe war in Tisza- 
Eszlär bemerkt worden! - Die Mörder selbst haben sich im Laufe der Nacht und des folgenden Tages mit 
ihrer Beute, dem Blute Winters, wieder nach allen Richtungen hin von Konitz entfernt. 

Auffallend ist die Übereinstimmung des Winterschen Mordes mit dem im Jahre 1884 erfolgten Ritualmorde 
an dem Knaben Cybulla in Skurz: bei beiden Morden wurde die Auslösung der Oberschenkel mit größter 
Fertigkeit vorgenommen, genauestens übffeinstimmend ist auch die Öffnung der Bauchhöhle ausgeführt 
worden, und zwar in beiden Fällen mit einem Schnitte, der an der rechten Seite des Nabels vorbeigeführt ist; 
auch das Fehlen einzelner Leichenteile ist charakteristisch - diese bis in Einzelheiten gehenden 
Übereinstimmungen lassen die Annahme zu, daß beide Opfer von ein und derselben Person zerlegt 
wurden, die große Sachkenntnis und Erfahrung in der kunstgerechten Zerlegung des menschlichen Körpers 
besessen hat! 

Auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft nahmen die Berliner Ärzte Dr. Mittenzweig und Dr. Stornier in 
Konitz die Nachobduktion der Winterschen Leichenteile vor; beide Ärzte schlössen sich völlig den 
Konitzer Ärzten an, erweiterten aber ihr Gutachten in dem wesentlichsten Punkte: daß die Leichenteile 
völlig ausgeblutet waren! Die Berliner Ärzte stellten fest: 

1. daß die Tötung Winters durch Schnitt in den Hals und Schnitt durch die großen Halsgeläße geschehen 
ist, 

2. daß Winter seinen Tod durch äußere Verblutungaus den durchschnittenen Halsgefäßen gefunden hat, 

3. daß die Zerkleinerung des Körpers mittels Messer und Säge von kundiger Hand bewirkt wurde und

4. daß die vollständige Blutleere der Körperteile bereits vorhanden war, als die Teile eingepackt und in den 
See versenkt wurden. 

Aus diesem Befunde nahmen die Ärzte weiterhin an, der Tod von Winter sei in der Weise herbeigeführt 
worden, daß er anfänglich im ersten Akte durch Verschluß von Nase und Mund dem Ersticken 
nahegebracht wurde und daß ihm dann, im zweiten Akte, durch Halsschnitt und Blutentziehung das Leben 
genommen wurde! 

In einfache Worte gekleidet lautete das Gutachten im Kern dahin: Ernst Winter wurde sachgemäß 
geschachtet! 



Die Zeugen. 

Der Plan zur Abschlachtung eines Menschen in der Stadt Konitz und speziell im Hause des jüdischen 
Schächters Lewy ist zweifelsohne nach bestimmten Direktiven schon Monate vorher vorbereitet worden. 
Außer Winter hatte man drei junge Leite 5) als Opfer ausersehen und sie bereits umgarnt - instinktiv 
witterten sie aber Gefahr und entgingen der Schächtung. Es handelte sich um 

1. den Landwirt H. Der jüdische Kaufmann C. sagte im Januar zu dem unverheirateten Landwirt H., einem 
jungen Manne von blühendem Aussehen, nachdem er sich vorher erkundigt hatte, ob H. auch wirklich ganz 
gesund sei: "Sie haben gutes Blut, Sie sind gut dazu..."; auf die Frage des H., was denn das bedeuten solle, 
entgegnete C.: "Das Blut ist dieses Jahr teuer, das kostet uns eine halbe Million Mark;" 6) 

2. den Kaufmann S. in Zempelburg: Moritz Lewy besuchte in den Wochen vor dem Morde auffallend oft den 
jungen Kaufmann S. in Zempelburg, von dem die Lewys ein Fahrrad gekauft hatten. Der Jude erkundigte 
sich bei jeder Gelegenheit, ob S. auch ganz gesund sei, drängte sich an ihn heran, angebtich, um die 
beiderseitige Körpergröße aneinander zu messen und ersuchte ihn mehrmals dringend, nach Konitz zu 
kommen, um das Geld für das Fahrrad in Empfang, zu nehmen. - Geradezu unheimlich wirkt 

3. der Fall des Arbeiters Laskowski aus Frankenhagen: Acht Tage vor dem Morde an Winter hatte Moritz 
Lewy von dem Landwirte Grabowicz in Frankenhagen eine Kuh eingehandelt und dabei besonders dringend 
verlangt, daß ein junger und strammer Knecht, Tucchinski, die Kuh am Sonntag, dem 11. März, in Konitz 
abliefern sollte. Am Vormittage des Mordtages, am 11. März, als Winter noch nicht in die Falle gelockt war, 
fuhren die beiden jungen Lewys zum Bauer Grabowicz und hörten, daß nicht Tucchinski, sondern der 
Arbeiter Laskowski beauftragt sei, die Kuh nach Konitz zu schaffen. Die Lewys gaben sich nun die größte 
Mühe, eine Abänderung dieser Anordnung herbeizuführen, was jedoch nicht mehr ermöglicht wurde. Moritz 
Lewy erteilte dem Arbeiter die Weisung, das Tier lieber im Gasthaus einzustellen und sich dann den 
Treiberlohn abzuholen. Er sollte aber durch die hintere Hoftür kommen. Da Laskowski mit den 
Örtlichkeiten nicht vertraut war, betrat er versehentlich durch die Vordertüre das Lewysche Grundstück und 
entging so dem Schicksal, das wenige Stunden später dem Gymnasiasten Winter zugedacht war. Der 
Arbeiter Laskowski erklärte in seiner Aussage vor Gericht wörtlich: "...ich hatte dabei eine große 
Beklemmung, mir kam es so unheimlich vor, das ganze Gebaren der Lewys flößte mir ein Grauen ein, als 
ob sie mir Böses antun wollten. In der Stube (hinter dem Laden) hörte ich, daß der alte Lewy mit den übrigen 
sich murmelnd unterhielt. Ich hörte die Worte: Ist die Sache eingerichtet? ... Beine fesseln ... Mönchsee!' Als 
ich diese Worte hörte, befiel mich eine große Herzensangst. Ich wurde nun gefragt, ob ich verheiratet sei. Ich 
sagte ja, ich habe fünf Kinder. Ich hörte dann noch in der Stube die Worte: Bald zu kriegen sein ... möchte 
nicht lange dauern..." - Nur dem Umstand, daß plötzlich ein Kunde den Laden betrat, und so die Juden von 
ihrem Überfall abgehalten wurden, verdankte es Laskowski, daß er wieder lebend die Straße betrat! 

Der Floßmeister Steincke aus Prechlau, dem Geburtsort Winters, hatte im Oktober 1899 mit dem jüdischen 
Schächter Eisenstädt daselbst ein sehr auffälliges Gespräch. Er kaufte bei diesem Schächter Fleisch und kam 
dabei auf die Familie Winter zu sprechen. Als er meinte, der Gymnasiast Winter sei ein netter Bursche, sagte 
Eisenstädt: ja, der ist gut zum Schlachten!" Steincke antwortete darauf lachend: "Nun, dazu ist er doch zu 
jung, er hat doch keinFleisch!" worauf der Eisenstädt erwiderte: "Das schadet nichts, er gibt doch aber Blut! 
" An sich könnte man diese Äußerung lediglich als einen schlechten Scherz betrachten; ein ganz anderes 
Gesicht bekommt dieser Fall aber, wenn man bedenkt, daß Winter tatsächlich schon einige Monate später 
geschachtet wurde, und daß Eisenstädt am Schächttage, dem 11. März 1900, in Konitz selbst erschien und 
erst am Montag nach Prechlau zurückkehrte. Er brachte eine kleine Kiste sehr übelriechenden Inhaltes mit, 
die aber sofort verschwand, als Fremde darauf aufmerksam wurden! 

Auf Grund vereidigter Zeugenaussagen ließ sich weiterhin feststellen, daß, außer Eisenstädt-Prechlau, 
noch folgende auswärtige Schächter an der Ermordung Winters teilgenommen haben: 
1. der Bruder des Prechlauer Eisenstädt, der Schlochauer Schächter Eisenstädt, entfernte sich am Abend 
des 11. März aus dem katholischen Krankenhause (Borromäus-Stift) zu Konitz und blieb nachweislich, auf 
Grund der Eintragungen in den Stiftsbüchern, die ganze Nacht vom 11. zum 12. März fort! Einige Tage 
später verlangte er von den Schwestern des Stiftes eine Bescheinigung darüber, daß er die fragliche Nacht im 
Krankenhaus zugebracht habe (eidliche Aussage der betreffenden Ordensschwestern); 

2. der Schächter Hamburger aus Schlochau traf am 1 1. März mittags in Konitz ein, kehrte abends 8 Uhr 40 
mit Zug .212 nach Schlochau zurück, nahm dort einen Wagen, fuhr wieder nach Konitz zurück und hatte bei 
seiner Rückkehr am 12. März eine Kiste geladen, die dieser in der Nähe des Schlochauer Sees in den Wald 
schleppte. Nach einiger Zeit kam er ohne diese Kiste wieder und bestieg seinen Wagen in Richtung 
Schlochau; 

3. der Schächter Haller aus Tuchel traf mit dem Mittagszug am 11. März von Tuchel kommend in Konitz 
ein; 

4. der Schächter aus Czersk traf am 1 1. März in Konitz ein, ebenso 

5. der Schächter aus R. (Ortsname nicht ausgeschrieben!). Dieser hatte Vollbart, kehrte aber ohne Bart und 
mit einem großen blauen Fleck im Gesicht zurück. 

Einige Tage vor dem 1 1. März entstiegen fünf ausländische Juden in Konitz dem Mittagszuge. Sie wurden 
von dem Synagogendiener Nosseck auf dem Bahnhof auffallend ehrerbietig empfangen und zu dem 
jüdischen Kaufmann Lewinski, Konitz, gefahren. Weiterhin sind am 10. bzw. 11. März nachweislich über 
zehn ausländische Juden, wahrscheinlich jüdische Kultusbeamte, vor und in der Haustüre eines jüdischen 
Einwohners in Konitz bemerkt worden! 

Der Stationsassistent von Konitz sagte später ebenfalls unter Eid aus, daß noch niemals so viele Juden in 

den Ort gekommen seien als am Mordtage! 

Am Montag, dem 12. März, wurde von Zeugen bemerkt, wie der Konitzer Rabbiner Kellermann und der 
kurze Zeit später nach Amerika geflohene Konitzer Schächter, beide mit Zylinderhüten auf dem Kopf, in 
der Stube des Rabbiners ein Stück Fleisch (Leber?) besichtigten, darin mit einem Messer Einschnitte 
machten und mikroskopische Untersuchungen vornahmen. Es muß das eine Art Kulthandlung gewesen sein, 
weil der Schächter sonst schwerlich in der Stube seines "Vorgesetzten" den Zylinderhut aufbehalten haben 
würde; denn Aer Brauch, den Kopf in einem rituellen Raum oder bei einer rituellen Handlung bedeckt zu 
haben, ist ausgesprochen jüdisch" (Schwartz-Bostunitsch, "Die Freimaurerei", S. 137) 

Eine Schneiderin K. bekundete eidesstattlich, daß sie am Sonnabend, dem 17. März, unbemerkt Zeugin eines 
Gespräches zwischen Rabbiner Kellermann und einem anderen, ihr unbekannten, wahrscheinlich 
auswärtigen Juden, wurde. Sie hörte deutlich folgende Sätze: "Haben Sie sich etwas merken lassen?" - "Daß 
hier so viele Teufel herumkrabbeln?" - "Daß ja nichts herauskommt!" 

Auch Unterredungen anderer Juden hat man gehört, die auf eine weitverzweigte Mitwisser- und 
Mittäterschaft schließen lassen! 

Wie bereits erwähnt, wurde der rechte Arm des Ermordeten am 15. März auf dem evangelischen Kirchhofe 
und der Kopf am 15. April an den Wiesen am Stadtwalde aufgefunden. Nun wurde der jüdische Händler 
Israelski gesehen: am Morgen des 15. März gegen sechsein viertel Uhr, wie er mit einem Sacke, in dem sich 
ein länglicher Gegenstand nach Art eines Brotes befand, nach dem besagten Kirchhof ging, und um 
sechsdreiviertel Uhr, wie er mit dem zusammen. eroUten leeren Sacke zurückkam. - Am Karfreitag, dem 13. 
April, ist derselbe Jude gesehen worden, wie er mit einem Sacke, in dem ein runder Körper - wie etwa ein 
Kohlkopf - lag, in der Richtung nach dem Stadtwalde zu ging, und wie er nach einiger Zeit mit völlig 
beschmutzten Stiefeln und dem leeren Sacke unter dem Arme zurückkam. 

Israelski wurde wegen des letzteren Falles angeklagt, ist aber von den fünf Richtern der Strafkammer 
Konitz, unter denen sich der jüdische Landrichter Böhm befand, freigesprochen worden! - Die Frau des 
Israelski sagte zu dem Gerichtsdiener: "Die russischen Juden sind fort, und mein Mann soll jetzt der 
Sündenbock sein!" 

Der Hauptzeuge aber, der Arbeiter Masloff, befand sich um die Stunde des Verbrechens am Mordkeller und 
konnte das Treiben der Mörder außerhalb des Kellers aus eigener Anschauung beobachten. Seine am 8. Juni 
1900 vor dem Untersuchungsrichter beim Landgerichte Konitz, Dr. Zimmermann, abgegebenen 
gravierenden Aussagen sollen in ihren wesentlichsten Punkten wörtlich wiedergegeben werden. Masloff gab 
folgendes zu Protokoll: ..Am Sonntage, dem 11. März, gegen zehn Uhr abends, ging ich von der Wohnung 
meines Schwagers Berg allein nach Hause. In der Danziger Straße verlor ich den Pfropfen von meinem 
Schnupftabaksglase. Ich bückte mich danach, es war gerade vor einem Kellerfenster (des Lewyschen 
Grundstückes); ich hörte in dem Keller mehrere Stimmen, konnte jedoch nichts verstehen, auch nicht in den 
Keller hineinsehen, weil es vollständig dunkel war und das Fenster mir verhängt schien. Ich ging bis zum 
nächsten Fenster desselben Hauses, dieses war unverhängt. Durch dieses drang ein matter Lichtschein. Das 
Gespräch wurde im Keller weitergeführt; ich glaubte vielleicht aus der Hinterstraße mehr hören zu können 
und ging nach derselben. Ich bog bei Hoffmann 7) in die Mauerstraße ein und horchte an den einzelnen 
Torflügeln. Dort, wo ich hinter dem Torf lügel Stimmen hörte, kniete ich mich auf die Erde nieder und 
horchte. Ich hörte die Stimmen vieler Leute, dazwischen auch einen röchelnden Ton. Jedenfalls war es ein 
gurgelnder Ton. Nach ungefähr fünf Minuten wurde im Innern des Hofes eine Tür geöffnet, aus der 
Türöffnung trat ein Mann auf den Hof. Ich habe diesen Mann deutlich als denjenigen erkannt, den ich später 
als den alten Lewy kennenlernte. Lewy blieb mit vorgestrecktem Kopf, in lauschender Stellung, auf dem Hof 
stehen. Als Lewy ungefähr fünf Minuten so dagestanden hatte, kamen zwei andere Männer durch die 
Türöffnung. Während der alte Lewy und die beiden anderen auf dem Hofe standen, wurde weiter hinter 
ihnen noch von anderen Leuten gesprochen. Auch jetzt noch hörte ich das gurgelnde Geräusch..." 

Masloff wartete etwa anderthalb Stunden; nach einiger Zeit hörte dieses verdächtige Geräusch auf, das 
Stimmengewirr, das von vielen Personen herstammen mußte, dauerte aber an. "Plötzlich wurde der 
Torflügel geöffnet, und drei Leute traten heraus, zwei trugen ein Bündel, einer ging unmittelbar hinter 
ihnen; der eine der Bündelträger kann der Kneifer-Lewy (Spitzname des Sohnes Moritz Lewy) gewesen 
sein. Die Leute trugen an dem Bündel sehr schwer... Sie gingen die Rähmstraße entlang und bogen dort nach 
dem Mönchsee ab, wo der Weg nach der Spüle geht und wo später die Leichenteile gefunden worden sind..." 

Masloff hielt sich nun noch kurze Zeit auf dem Hofe auf: 

"...während ich auf dem Hofe war, drang aus dem Keller des Hauses Stimmengewirr, auch vernahm ich ein 
Geräusch, als ob im Keller gescheuert würde." - Masloff entfernte sich dann. 

Am Abend desselben Tages gegen elf Uhr haben mehrere Personen einen eigentümlichen Geruch wie von 
verbrannten Lumpen von der Synagoge her wahrgenommen. 

Zu derselben Zeit sahen diese Zeugen in der Synagoge ein sich bewegendes Licht. Als ein Zeuge diese 
Wahrnehmung dem Kommissar Wehn mitteilte, sagte dieser: "Da sehen Sie wieder, das alberne Vorurteil, 
das alberne Märchen... " 

Der jüdische Kaufmann Samuel Rosenthal aus Kamin, einem Städtchen in unmittelbarer Nähe von Konitz, 
sagte kurz nach der Ermordung Winters in Gegenwart von nichtjüdischen Zeugen: "Komme ich nach 
Konitz, dann gebe ich alle Personen an, welche beim Schächten des Winters dabei gewesen sind." - Am 
folgenden Tage beging Rosenthal angeblich Selbstmord... 

In Polzin (Pommern) wohnte ein Verwandter der Konitzer Lewys. Nachweislich war er am 11. März mit in 
Konitz anwesend. Bei seiner Rückkehr brachte er ein Fläschchen Blut mit. Er wurde nicht verhaftet! 

Am 11. Juni 1900 erhielt der Vater des Opfers in Prechlau einen Brief, dessen Handschrift auf einen 
"führenden" Konitzer Juden hindeutete - aber auch dieser Jude wurde unbehelligt gelassen! 

Der Brief , dessen Photokopie noch erhalten ist, hat nach Beseitigung zahlreicher Rechtschreibfehler 
folgenden Wortlaut: 

"An Herrn Winter in Prechlau. 

Da das Verfahren gegen H. (gemeint ist Hojfmann!) eingeleitet wird, so ersuchen wir Sie, zu schweigen, wir 
versichern Ihnen, daß der Mord nicht herauskommen wird. Es kostet uns die Sache schon 200 000 Mark. 
Wenn Sie, von heute ab gerechnet, mit Ihren Verdächtigungen gegen uns, die wir so handeln mußten, 
schweigen, so erhalten Sie auch noch 50 000 Mark. Wenn Sie schweigen wollen, so haben Sie umgehend in 
den 'Geselligen'-Graudenz die Worte 'Schweige, Winter' setien zu lassen, und die 50 000 Mark gehen Ihnen 
innerhalb eines Monats zu, und zwar aus verschiedenen Orten und verschiedene Summen, damit es nicht 
auffällt. Seien Sie endlich vernünftig, es ist Ihr Vorteil. - Wenn Sie mit diesem Schreiben wieder nach Konitz 
laufen, so erfahren wir... (unleserlich!) ... und Sie bekommen keinen Pfennig. Wir Juden haben es gemacht, 
wir mußten es aber tun, das sei Ihr Trost!" 


Auf Grund dieser vorstehend aufgezeigten Tatsachen, die nur einen Bruchteil der meist auch schon in den 
gerichtlichen Akten ermittelten Fälle bedeuteten, stellte der Vater des Ermordeten bei der Staatsanwaltschaft 
zu Konitz im November 1900 den Antrag, gegen den jüdischen Schächter Adolf Lewy und dessen Sohn 
Moritz wegen Beihilfe bei der Ermordung seines Sohnes das Strafverfahren einzuleiten. 



Der Gerichtshof. 

Das Vorgehen des Untersuchungsrichters Dr. Zimmermann gegen den Fleischermeister Hoffmann wurde 
bereits ausf ührlicher behandelt; wie erinnerlich, hatte sich Ende Mai das Verfahren gegen Hoffmann als den 
mutmaßlichen Täter derart zugespitzt, daß die förmliche Voruntersuchung gegen dieses Opfer jüdischer 
Ablenkungstaktik eröffnet wurde! Nachdem aber das Verfahren hatte eingestellt werden müssen, wurde die 
Untersuchung unter der Bezeichnung "wintersche Mordsache" weitergefühxt. Da alle Spuren unabhängig 
voneinander völlig eindeutig auf das Haus des jüdischen Schächters Adolf Lewy hinwiesen, so hätte sich die 
gerichtliche Untersuchung bei aller Schonung des Judentums schließlich auch mit der Familie Lewy befassen 
müssen. Zur größten Überraschung von Stadt und Land schlug der Untersuchungsrichter Dr. Zimmermann 
Wege ein, die dem Empfinden des Volkes direkt entgegenlief en. So wurden, um nur einige besonders 
bezeichnende Kapitel dieses korrupten "Ermittlungs"-Verfahrens herauszustellen, mehrere Zeugen in 
rücksichtslosester Weise verhaftet, und zwar Zeugen, welche die Familie Lewy stark belastende Tatsachen 
eidlich bekundet hatten. 

a) Der Prozeß Speisiger. 

Dieses Schicksal traf zuerst den jungen siebzehnjährigen Präparanden Speisiger. Nachdem er insgesamt 
fünfmal - darunter dreimal eidlich - vernommen worden war, wurde er unter skandalösen Begleitumständen 
wegen angeblichen Meineides verhaftet. Die letzte Vernehmung vor dem Landrichter Zimmermann dauerte 
von morgens zehn Uhr bis abends zehn Uhr mit einer zweistündigen Pause, während welcher Speisiger im 
Gerichtsgebäude eingesperrt wurde! Im Laufe dieses ganzen Tages erhielt er keinerlei Nahrung und wurde 
schließEch nachts auf Anordnung Dr. Zimmermanns verhaftet! Am 6. Oktober - Speisiger hatte 
unterdessen ein volles Vierteljahr in Haft gesessen - wurde der Prozeß Speisiger vor der Strafkammer des 
Landgerichtes Konitz verhandelt; Speisiger wurde im Verlauf des Prozesses völlig rehabilitiert! Der als 
"Zeuge" vernommene Moritz Lewy wurde noch im Gerichtssaal wegen wissentlichen Meineides verhaftet! - 
Immerhin war es geglückt, einen unschuldigen jungen Menschen, der bald ein öffentliches Amt übernehmen 
sollte, aufs schwerste zu schädigen. Außerdem wurde dieses Opfer finanziell in keiner Weise entschädigt! 

b) Der Prozeß Masloff. Die außerordentlich wichtigen Wahrnehmungen des Arbeiters Masloff hätten für 
sich allein genommen genügt, die Lewys zu verhaften. Folglich mußte Masloff zum Schweigen gebracht 
werden, denn Bestechungen hatten keinen Erfolg gehabt! 

Zimmermann versuchte nun, den Belastungszeugen nach der ihm eigen-en Methode in stundenlangen, immer 
wiederholten Verhören zu zermürben. Auch hier wurde der Zeuge verhaftet, wiederum wegen Meineides! 
Um weitere Zeugen, die sich freiwillig zur Verfügung gestellt hatten, einzuschüchtern, ging man aufs Ganze. 
Die Mitglieder der Familie des Hauptbelastungszeugen wurden ebenfalls verhaftet! Der Erste Staatsanwalt 
Settegast erhob die Anklage wegen Meineides gegen: 

1. den Arbeiter Masloff, 2. die Frau Masloff, 3. die Schwester der Frau Masloff und 4. die Schwiegermutter 
des Masloff. 

Die Schwurgerichtsverhandlung gegen diese vier nichtjüdisehen Angeklagten spielte sich vom 26. Oktober 
bis 9. November 1900 vor dem Konitzer Schwurgericht ab. Von selten der Verteidigung wurde der Versuch 
gemacht, einen Teil der für die jüdische Täterschaft bei der Ermordung des Winter sprechenden 
Beweismaterials vorzubringen, und zwar mit überraschendem Erfolg; denn sowohl die Geschworenen als 
auch die Zuhörer gewannen die Überzeugung, daß der Mord nur von Juden zu rituellen Zwecken, und 
zwar nur in dem Keller des Schächters Lewy verübt sein konnte! 

Die Lokaltermine, einer am Tage und einer bei Nacht, ergaben, daß die von Masloff bekundeten 
Wahrnehmungen sehr wohl möglich waren - der von den Geschworenen abgegebene Spruch wurde von den 
Vertretern der Judenpresse umgefälscht und verdunkelt, so daß die Verteidiger der Familie Masloff sich 
gezwungen sahen, in einer Einsendung an das "Konitzer Tageblatt" die von den Geschworenen fürwahr 
erachteten Bekundungen der Masloffschen Eheleute zur Kenntnis der Allgemeinheit zu bringen 8). 

Nach dem Ausgang auch dieser Schwurgerichtsverhandlung - die Frauen wurden sofort, Masloff selbst 
später entlassen - konnte es keinem Zweifel unterliegen, daß, wenn die Behörden mit demselben Eifer, den 
sie gegen Belastungszeugen anwandten, die wirklichen Mörder und ihre Helfer verfolgt hätten, diese 
umgehend zur Aburteilung hätten kommen müssen. So aber hatten diese Machenschaften erreicht, daß unter 
nichtjüdischen Zeugen eine wahre Panik ausbrach - mußte doch jeder befürchten, daß ihm nach den 
bisherigen Vorgängen zumindest ein Meineidsverfahren angehangen werden würde - wenn nicht noch 
Schlimmeres, wie im Falle Hoffmann! 

Als wahrer Popanz trat der Untersuchungsrichter Zimmermann auf: in stundenlangen Sitzungen wurden die 
Zeugen, die er einmal in der Schere hatte, vernommen, bis sie sich völlig zermürbt und eingeschüchtert in 
vermeintliche Widersprüche verwickelt hatten und Zuchthaus bevorstand! 

Neben dem zuständigen Ersten Staatsanwalt Settegast trat der Oberstaatsanwalt Lautscli des 
westpreußischen Oberlandesbezirkes Marienwerder als Vertreter der Anklagebehörde auf. Auch für ihn galt 
der Satz: Nichtiuden sind verdächtige, Juden hingegen glaubhafte und ehrenwerte Zeugenl Im Prozeß 
Masloff leistete er sich an entscheidender Stelle das Stück, die ganze Familie Lewy als glaubwürdig zu 
bezeichnen, obwohl noch nicht drei Wochen vorher anläßlich des Prozesses Speisiger ein Mitglied dieser 
Bande, Moritz Lewy, der sogenannte "Kneifer-Lewy", wegen wissentlichen Meineides aus dem 
Gerichtssaal weg verhaftet worden war! Auch das Auftreten dieses Vertreters "deutscher" Justiz erregte den 
nichtjüdischen Teil der Bevölkerung zutiefst! Und das Ergebnis dieser gerichtlichen Bemühungen? 

Es war, obwohl die infame Taktik des ganzen, jüdisch-inspirierten Verfahrens darauf abzielte, nicht geglückt, 
einem NichtJuden das bestialische Verbrechen aufzuhalsen - es war aber auch gegen keinen Juden wegen 
des Mordes an Winter überhaupt eine Voruntersuchung eröffnet worden, und das war das Entscheidende, 
dies der eigentliche Triumph des jüdischen Einflusses und der Beeinflussung! Es treibt einem heute noch die 
Schamröte ins Gesicht, daß "deutsche" Richter, die aus ihrem Volke kamen und auf deutschen Hochschulen 
für ihren Dienst an ebendiesern Volke ausgebildet worden waren, bar jedes gesunden Empfindens und 
Verstandes dem Judengeist erlegen waren: Xanten, Skurz, Polna und Konitz bedeuten geschichtliche wie 
gerichtliche Tatsachen, die nicht weggeleugnet werden können! 

Man könnte diese Skandalverfahren begraben sein lassen, wenn wir als Angehörige einer ehedem 
geschlagenen und ausgebluteten Generation nicht erkennen würden, daß diese Vorgänge den kaum zwei 
Jahrzehnte später eintretenden moralischen Zusammenbruch vorbereiten halfen! 

Warum ist auch in Konitz nichts herausgekommen? - Die Antwort können wir nunmehr in einem einzigen 
Satz formulieren: weil damals nichts herauskommen sollte! 

Außer den erwähnten Kriminalkommissaren tauchten im Laufe jener denkwürdigen Monate noch eine Reihe 
hoher, sehr hoher Beamter und sehr gelehrter und geheimer Herren in Konitz auf, um in langen, sehr langen 
Konferenzen, die sämtlich hinter verschlossenen und bewachten Türen vonstatten gingen, den Fall zu 
"erörtern"! Was so unter der Hand den wesentlich ungelehrteren und weniger geheimen biederen Konitzer 
Bürgern verlautete, ging dahin, daß die Herren Ministerialdirektor Lucas, Geheimer Oberjustizrat 
Przewlocka, Geheimrat Maubach - natürlich sämtlich aus Berlin -, der Senatspräsident Hasenstein (siehe!) 
und der Oberstaatsanwalt Wulff aus Marienwerder (Westpreußen) sich der Meinung der Herren Deditius, 
Wehn, Braun, Zimmermann und Settegast stillschweigend anschlössen, d. h. daß nur das ganz 
"ungebildete Volk" die "mittelalterliche Mär" vom Blutmord sich zu eigen machen könne, während 
juristische Leuchten sich von dieser Befangenheit frei machten, das heißt nun wieder, eine jüdische 
Täterschaft von vornherein abzulehnen hätten! 

Man hatte sich dabei jenem erwünschten Stadium genähert, das ein jüdisches Organ in folgende Worte 
kleidete: "Die Untersuchung in Sachen der Mordaffäre Konitz kommt allem Anschein nach dem Abschluß 
immer näher. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sichein Kriminalfall (!) als Lösung ergeben, der lediglich 
durch die Art des Zuwerkegehens des Mörders und der an seine Person geknüpften Vermutungen und 
erregten Debatten ein gewisses Inter,esse beansprucht...", also ein Kriminalfall, der lediglich ein "gewisses 
Interesse" beanspruchte, war von diesem %tmord zu guter Letzt übriggeblieben! 



Deditius. 

Es ist in diesem Zusammenhang nötig, Person und Verhalten des Bürgermeisters von Konitz näher 
herauszustellen, um auch dessen unheilvollen Einfluß auf den Verlauf des Verfahrens aufzudecken. 
Deditius, früher Bürgermeister der schlesischen Stadt Strehlen, hatte sich daselbst durch seine allzu offen 
zur Schau getragene judenfreundliche Gesinnung mit der Zeit unmöglich gemacht und es vorgezogen, die 
westpreußische Stadt Konitz als Stadtoberhaupt zu beglücken. In den Händen dieses Mannes, der in seiner 
Eigenschaft als Stadtoberhaupt zugleich als Chef der Polizei fungierte, lag zu einem großen, wenn nicht 
entscheidenden Teil das Schicksal der Untersuchung, denn die Einleitung zur Entdeckung von Verbrechen 
lag den örtlichen Polizeibehörden ob, die selbständig vorzugehen befugt waren. 

Wie verhielt sich nun Deditius? - In ganz Konitz war man der Ansicht, daß, wenn dieser Herr sofort wirklich 
zweckentsprechende Maßnahmen eingeleitet haben würde, das Verbrechen umgehend aufgeklärt worden 
wäre! Praktische Vorschläge und Hilfeleistungen wurden ignoriert oder schroff zurückgewiesen. Die Stadt 
Konitz konnte - wie aus dem Stadtplan hervorgeht - nach ihrer ganzen einfachen und übersichtlichen Bauart 
(alte Stadtmauer, Lage an einem See usw.) mit denkbar geringem Aufgebot an Mannschaften ohne 
Hinzuziehungen auswärtigen Militärs gründlichst abgesperrt werden. Zu diesem Zwecke boten Feuerwehr, 
Krieg erverein, die Schützengilde und die Bürger des Ortes ihre Hilfe an: Deditius lehnte ab! 

Der nächste Schritt, die Haussuchungen, wurden, sofern es sich um jüdische Anwesen handelte, geradezu 
provozierend liederlich und oberflächlich durchgeführt! Als man nicht umhin konnte, auch das Lewy sehe 
Grundstück, die Mördergrube, zu besichtigen, gestattete man der Jüdin Lewy, die, sich angeblich unwohl 
fühlte, ruhig im Bett liegen zu bleiben, obwohl gerade dieser Umstand höchst verdächtig erscheinen mußte, 
konnte doch diese Jüdin äußerst belastendes Material verbergen! Bei später veranlaßten Haussuchungen 
wurde natürlich erst recht nichts gefunden, kann man doch die ersten, oberflächlichen "Besuche" geradezu 
als Warnungssignale bezeichnen! Wie erinnerlich, boten einige Konitzer Herren ihre guten Jagdhunde zur 
Hilfe bei Durchsuchungen, besonders zur Auf findiing der Körperteile des Ermordeten an: Deditius lehnte 
ab mit dem Hinweis, die Herren könnten ja selbst mit ihren Hunden in die Häuser gehen und suchen, wenn 
sie das durchaus wollten! - Man durfte annehmen, daß dem Bürgermeister die Bestimmungen über das 
Hausrecht noch gegenwärtig waren! - 

Derselbe Deditius schlug aber junge Leute, die ihrer Meinung anläßlich der Verhaftung Hoffmanns 
unzweideutig öff entlich Ausdruck gegeben hatten, höchst eigenhändig im Polizeigebäude mit der Peitsche, 
nachdem sie vorher wehrlos gemacht worden waren! Derselbe Deditius trug ungerÜgt persönlich höchst 
subjektive Bemerkungen eigenhändig in die Protokollierungen ein, anstatt diese Beurteilung den 
gerichtlichen Behörden zu überlassen! 

Zur Abrundung dieses Bildes soll noch kurz der Fall einer Zeugenvernehmung gestreift werden, der als 
typisch zu bezeichnen ist. — Ein angesehener und ehrenhafter Konitzer Bürger machte am Mordtage und am 
Tage darauf sehr erhebliche Wahrnehmungen, die sich auf die Anwesenheit polnischer Juden, Schächter 
und Rabbiner in der Stadt Konitz wie auf eine Mitwisserschaft mehrerer Konitzer Juden bezogen. Er 
erzählte seine Wahrnehmungen am Stammtisch, ein Zuhörer meldete das Gehörte dem Gericht. Der 
betreffende Bürger wurde als Zeuge vorgeladen. In der Zwischenzeit von nur wenigen Tagen hatte der 
geheime jüdische Nachrichtendienst, der jeden Zeugen mit größter Aufmerksamkeit verfolgte und sodann 
entsprechend zu behandeln versuchte, davon erfahren. Die Juden drohten mit wirtschaftlichem Ruin, 
verschiedene Aufträge, die der Zeuge vordem von jüdischer Seite erhalten hatte, wurden mit nicht 
mißzuverstehenden Anspielungen entzogen, alles wurde versucht, dem Manne zu schaden. Auf dem 
Polizeibüro wurde er von Deditius und dem berüchtigten Kommissar Wehn gemeinschaftlich vernommen; 
der Bürgermeister suchte ihm, diesmal in geschickt-jovialer Weise, klarzumachen, daß seine 
Wahrnehmungen doch auf Täuschungen beruhen könnten, ohne daß der Zeuge überhaupt bis zum Ende 
vernommen wurde! Diese gemütliche Behandlung der Angelegenheit beruhigte jedoch das Gewissen dieses 
Konitzer Bürgers nicht, und er sprach weiter. Nun aber fuhr Wehn schweres Geschütz auf, erklärte 
kurzerhand den Zeugen für befangen, seine Aussagen für widerspruchsvoll und durchaus unglaubwürdig! 
Der Zeuge merkte kaum, was niedergeschrieben wurde und nahm lediglich die Überzeugung mit nach Hause, 
daß Aussagen gegen Juden die erwartete Würdigung bei der Behörde nicht fänden und überdies sehr 
gefährlich würden... 



Der gute Wille einiger pflichtbewußter Konitzer Beamten, die auch einmal das Judentum einer näheren 
Betrachtung unterziehen wollten, war nach diesen schlimmen Erfahrungen merklich gedämpft und 
schließlich ganz erlahmt. Noch aber blieben einige beherzte deutsche Männer, wie der eingangs erwähnte 
antisemitische Reichstagsabgeordnete Liebermann von Sonnenberg, der den Mut besaß, den Konitzer 
Blutmord auch im Reichstag - allerdings ergebnislos - zur Sprache zu bringen, was ihm nicht vergessen 
werden soll 9), und jener allerdings nur noch kleine Teil der Presse, die ihren nüchternen Verstand und ihre 
deutsche Eigenart noch nicht verloren hatte. 

Höchst bemerkenswert erscheint da ein Artikel der "Germania" vom 6. Juni 1900 (Nr. 127), der ins Schwarze 
traf und demzufolge ein allgemeines Judengeheul ("Berliner Tageblatt") zur Folge hatte. Er soll unter 
Auslassung unwesentlicher Stellen in seinem Wortlaut wiedergegeben werden. - Die "Germania" schrieb: 
"Bald ist ein Vierteljahr verflossen, seitdem der Rumpf des ermordeten Winter in dem Mönchsee gefunden
worden ist, und noch immer ist der Mörder nicht entdeckt, und es hat den begründeten Anschein, als ob er 
auch nicht entdeckt werden wird. Die gegenwärtigen, höchst sonderbaren Umstände veranlassen uns, die 
Mordgeschichte einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Die Angst und die Sorge für das Leben unserer 
Kinder drückt uns die Feder in die Hand. Wir wissen wohl, daß der Staat Morde nicht verhindern kann, wir 
wissen aber auch, daß er die Pflicht hat, den Mörder zu suchen und zu strafen und dadurch vorbeugend das 
Leben seiner Untertanen, auch der Christenkinder, zu schützen. Können wir nach den vorliegenden 
Ergebnissen in Skurz und Xanten und nachdemheutemutmaßlichzuerwartendenErgebnisin Konitz noch das 
Vertrauen haben, daß Morde an Christenkindern bestraft und gesühnt werden? Von Anfang an hat die 
Untersuchung einen höchst merkwürdigenVerlauf genommen; nachallem, was bisher darüber bekannt und 
auch in der Presse unter ausdrücklicher Anf ührung von bis heute unwidersprochen gebliebenen Tatsachen 
berichtet worden ist, liißt das Untersuchungsverfahren eine merkwürdige Abneigung gegen energische 
Schritte erkennen, sobald diese sich gegen die Juden richten." - Und weiter: "Auffallend ist die Behandlung 
aller Personen, die sich zu Aussagen meldeten, die Juden zu belasten, auf fallend die Denunziationen oder 
versuchte Schädigung aller, die uneigennützig auf amtliche Aufforderung zur Aufklärung beizutragen 
suchten; auffallend die liebenswürdige Behandlung der schwerbelasteten Juden; auffallend das 
Entgegenkommen gegen fremde Sendlinge, die im Interesse der beklagten Juden der Sache eine andere 
Wendung zu geben suchen. Nun hat die Sache die Wendung bekommen, daß dem allgemein geachteten 
christlichen Fleischer Hoffmann unter Annahme unsinniger Motive der Mord zur Last gelegt wird. 
Auffallend ist das um so energischere Vorgehen gegen Hoffmann, auffallend die Gründlichkeit der bei ihm 
vorgenommenen Haussuchung, auffallend die Energie und Ausdauer, mit der Hoffmann und Tochter 
verhört worden sind. Sind die belasteten Juden und Judentöchter auch so angefaßt worden?" "Die 
vorgekommenen Ausschreitungen sind in erster Linie auf das Konto der Juden - die Schlochauer Juden 
nannten Winters Begräbnis 'Tierschau' -, in zweiter Linie auf das Konto der Polizei zu setzen. Nun bemüht 
man sich in Konitz, eine antisemitische Agitation zu entdecken. Wenn dieselbe, die ja nicht unerlaubt ist, 
vorhanden ist, so sind Juden und Polizei ihre Förderer, die nicht imstande sind, die Früchte ihrer Tätigkeit 
zu erkennen und sie darum anderen in die Schuhe schieben wollen. Wir haben hier offen und klar die 
Situation zu zeichnen versucht; das Resultat der ganzen Sache ist bisher leider objektiv eine Untergrabung 
des Rechts - bewußtseins und der Rechtssicherheit, sowie des Glaubens an die Unparteilichkeit der 
Justiz im Volke! Man gebe sich nicht der Hoffnung hin, daß die Sache sich totbluten könne, daß sich die 
Konitzer mit einer Erledigung ä la Skurz zufrieden geben werden. Der Mord muß gesühnt werden. Und 
wenn die Staatsregierung darauf Wert legt, daß die Bevölkerung wieder Vertrauen gewinnt, dann ist es 
notwendig, daß den bisher mit der Untersuchung betrauten Personen, alle insgesamt, dieselbe aus den 
Händen genommen wird, vor allem den Berliner Kommissaren..." 

Das in München erscheinende "Deutsche Volksblatt" schilderte unter dem 17. Juni 1900 in einem Artikel: 
"Der große Tote von Konitz" eingehend die Situation in Konitz und das Begräbnis des Opfers, dann hieß es 
am Schlüsse: "In Konitz ist ein Bataillon Soldaten eingetroffen, das mit Kolben und Bajonetten das 
'verdammte Nest' wohl zur Ruhe bringen wird. Es herrscht Ruhe! Die Ruhe des Kirchhofs! -Wer ist nun der 
große Tote in Konitz? Ist es Winter? Nein, er nicht. Der andere, ein ungleich Größerer, den sie dort begraben 
haben: Es ist der Glaube an Recht und Gesetz im Volke." 

Die Liberte, das führende Blatt der französischen Schweiz, schrieb Anfang Januar 1901: "Der berüchtigte 
Mord von Konitz ist noch nicht gesühnt. Wenn er ohne Sühne bleibt, so wird der Glaube des deutschen 
Volkes an dem hebräischen Blutritual sich verstärken in demselben Maße, wie das Vertrauen in die Justiz 

sich vermindert..." 

Und Theodor Fritsch urteilte 191 1 im "Hammer" 10): "Der Mord ist bis heute unaufgeklärt geblieben... Die 
Vorgänge bei dem Prozeß waren so absonderlicher Art, daß man sa gen muß: die Behörden haben 
geradezu verzweifelte Anstrengungen gemacht, um die Schuldigen nicht zu finden." 

Diese Pressestimmen gaben lediglich die Stimmung eines Volkes wieder, das seine Kinder schütz- und 
wehrlos jüdischen Schüchtern ausgeliefert sah; sie wiederholen letztlich dasselbe, was schon bei der 
Betrachtung der Ritualmorde von Damaskus festgestellt werden Jkonnte: "Die Gerechtigkeit hatte ihren Gang 
aufgegeben." 



Im September 1901 wurde das Verfahren gegen die Lewys überhaupt eingestellt; im Juni 1902 wurde die 
Beschwerde des Vaters des Winter vom Oberlandesgericht Marienwerder endgültig verworfen "und damit 
auch die Blutbeschuldigung gegen die Juden" (Jüdisches Lexikon III), und im Oktober 1903 wurde 
schließlich der im Prozeß Speisiger wegen wissentlichen Meineides verhaftete und igoi zu vier Jahren 
Zuchthaus verurteilte Moritz Lewy "begnadigt"! Das jüdische Lexikon (III, 842/843) registriert 
abschließend: "Die Wahrheit über die Ermordung des Winter ist, trotzdem von der Staatsanwaltschaft eine 
Belohnung von 20 000 Mark ausgesetzt wurde, unaufgeklärt geblieben. Infolge des Anwachsens der 
antisemitischen Stimmung in Konitz im Zusammenhang mit dieser Mordsache verließen viele Juden die 
Stadt." - Das stimmt, denn bis zum Jahre 1903 wanderten nicht weniger als 130 Juden aus Konitz aus... 

Eine Jüdin aber wußte um das Schicksal Winters besser Bescheid als die "Sachbearbeiter" des "Falles 
Konitz": Unter der Überschrift "Ritualinord nach 38 Jahren aufgeklärt" berichtete der Dresdner 
"Freiheitskampf" in seiner Nr. 349 vom Jahre 1938: "Dirschau, 18. Dezember 1938. - Der Mord an dem 
Gymnasiasten Ernst Winter in Konitz, der um die Jahrhundertwende in Deutschland und in der ganzen Welt 
der mysteriösen Umstände wegen, die die Tat begleiteten, riesiges Aufsehen erregte und eine Welle vom 
Empörung auslöste, ist jetzt, nach 38 Jahren, überraschend aufgeklärt worden. Beim Entrümpeln des Bodens 
eines Hauses, das seit 1900 in jüdischem Besitze war, entdeckte man den Brief einer Mitwisserin des 
Verbrechens, aus dem einwandfrei hervorgeht, daß Ernst Winter einem jüdischen Ritualmord zum Opf er 
fiel. " - Der Jude Hartwig hatte um die Jahrhundertwende in Konitz dieses Anwesen gekauft. Der Brief, der 
bei der Entrümpelung des Hausbodens durch einen glücklichen Zufall gef unden wurde, lautet: "Ernst 
Winter ist in Konitz geopfert worden, wehe Israel, dreimal wehe, wenn es das Blutopfer nicht läßt. Paria 
bleiben wir, solange es bleibt. Es ist doch Mord! ... Eine Jüdin und Mitwisserin, aber eine unglückliclie. M 
1900." 

1884: Skurz, 1891: Xanten, 1898 und 1899: Polna, 1900: Konitz - fünf Ritualmorde auf deutschem Boden, 
fünf blühende Menschenleben, unter ihnen zwei Kinder, verbluteten unter den Händen jüdischer Schächter, 
fünf Ritualmorde blieben ungesülint, denn man kann ja selbst die gemütliche Haft eines Hilsner nicht als 
Sühne empfinden. Was aber ungesühnt blieb, das konnte scliließlicli für erlaubt gelten und durf te 
wiederholt werden! 

Oder soll es nur Zufall sein, daß nach den jüdischen "Erfolgen" in Skurz und Xanten innerhalb dreier Jahre 
drei Ritualmorde geschahen? 

Wir haben die Überzeugung gewonnen, daß alle diese Blutmorde nach ganz bestimmten Anweisungen 
einer jüdischen geheimen Zentrale, einer obersten Stelle, erfolgten! Von Polna liefen die Fäden über 

Prag nach Wien, von Konitz infolge seiner besonderen Lage direkt nach Polen - dem Ghetto dieser inf 
ernalischen Pest! Es unterliegt gar keinem Zweif el, daß das hinkende und pockennarbige jüdische Scheusal 
des Polnaer Prozesses personeneins ist mit dem hinkenden, affenartigen Juden, der auch in Konitz sowohl 
wegen seiner besonderen Häßlichkeit als der ihm erwiesenen Ehrenbezeugungen auffiel. Dieser Jude, den der 
Schneider Josef Strnad aus Polna in seiner protokollarischeu Zeugenaussage 11) sehr anschaulich 
beschrieb: "...auf einmal bemerkte ich einen fremden Juden auf uns auf der Straße zukommen, und als ich 
sein Gesicht erkennen konnte, trat ich zu Cink und sagte: 'der hat ein Gesicht wie ein Affe'... Dieser Jude 
hatte einen hellen längeren Rock, schwarzen Hat und dunkle Hosen. Von Statur war er ziemlich groß, das 
Gesicht hatte einen finsteren Ausdruck, sein schwarzer Vollbart war von mittlerer Länge, den rechten Fuß 
zog er hinter sich nach..." ist ein hoher jüdischer Kultusbeamter, der Verbindungsmann gewesenl Hätten die 
Behörden in Polna oder Konitz blitzschnell zugegriffen, dann wäre dieses Reptil, das sich von der 
sachgemäßen Durchführung der rituellen Abschlachtung der Opfer überzeugte bzw. selbst Hilfsstellungen 
leistete, an Ort und Stelle verhaftet und zur näheren Betrachtung eingeliefert worden, und man hätte dann den 
Schlüssel zu dem Geheimnis finden können! 

Aber wir haben ja das System der staatlichen Maßnahmen kennengelernt - denn auch hierbei handelt es sich 
um ein System, um einen bis in Einzelheiten inspirierten Plan! Denken wir nur an Skurz und Konitz: Auf 
dem Schauplatz der Tat erscheint, nachdem viel kostbare Zeit verstrichen ist, ein Polizeibeamter aus Berlin, 
der den lokalen Behörden die ermittelnden Schritte abnimmt. Die verfassungsmäßigen Behörden, als 
Staatsanwalt, Gericht und örtliche Polizei, fungieren allerdings weiter; aber tatsächlich verschiebt sich der 
ganze Schwerpunkt der Untersuchung und gelangt in die Hände der Berliner Kommissare. Skurz hatte 
seinen Höft und Konitz seinen Wehn und Braun. Tatsächlich und objektiv betrachtet, hat die Tätigkeit 
dieser Herren, namentlich in der so wichtigen ersten Zeit nach der Auf findung der Leichenteile, eine feste 
Schutzwand dargestellt, hinter der die jüdischen Mörder und ihre Assistenten Zeit und Möglichkeit fanden, 
die Spuren ihrer Täterschaft zu verbergen! Und gar Polna! Auf eigene Faust nahm der Postenführer Josef 
Klenovec den Mörder Hilsner fest - aber der Jude Reichenbach setzte Hilsner, seinen Rassegenossen, 
wieder auf freien Fuß... 

In Skurz und Konitz wurden deutsche Fleischer des grauenhaften Verbrechens beschuldigt und unter 
unglaublichen Umständen in Haft genommen. Der unbemittelte Fleischer Behrendt, Skurz, saß ein volles 
Jahr unschuldig in Untersuchungshaft und wurde dadurch wirtschaftlich ruiniert, der Fleischer Hoffmann 
wurde zusammen mit seiner Tochter einem schamlosen Verhör unterzogen und sollte wenigstens gesellschaf 
tlich geschädigt werden - was aber ins Gegenteil umschlug! Der Jude dagegen, als Mitglied der herrschenden 
Kaste und von dieser beschützt, blieb unantastbar!

Im alten Rom klagte der Philosoph Seneca: "Die Sitten dieses verruchtesten Volkes sind schon so erstarkt, 
daß sie in allen Ländern sich verbreitet haben; den Siegern haben die Besiegten ihre Gesetze auf 
gedrüclit." 12) 

Dasselbe wiederholte sich im 20. nachchristlichen Jahrhundert: der arische Mensch war Opfertier 
geworden! 

Aber schon zeigten sich hoffnungsvolle Ansätze einer Reaktion. Wir erinnern uns an die tapfere Rede des 
Anwaltes Dr. Baxa im Polnaer Prozeß, die erstmalig nach den Motiven der furchtbaren Tat forschte. Noch 
vor dem gerichtlichen Ermittlungsverfahren boykottierte die Bevölkerung spontan jüdische Geschäfte. 
Entscheidend wirkte aber Konitz, denn die Erregung des Volkes hatte ihren Höhepunkt erreicht. Ist es nicht 
als eine Warnung aufzufassen, wenn die ehedem jüdisch redigierten "Dresdner Neuesten Nachrichten" 
anläßlich des Prozesses Masloff unter dem 13. November 1900 schrieben: "...die Anwesenheit des Militärs 
hielt jedoch einmal die Neigung (!) zu Tumulten im Zaum, andererseits ist an Stelle der lauten Aufregung (!) 
eine stille, aber darum nicht weniger intensive Erbitterung getreten; namentlich auf dem Lande gärt es, wie 
alle Kenner der westpreußischen Verhältnisse versichern, nach wie vor ganz gewaltig." Der 
Reichstagsabgeordnete Liebermann von Sonnenberg aber wurde zum Anwalt der deutschen Sache. Er 
schrieb im Dezember des Jahres 1900: "Das Gewissen des deutschen Volkes darf nicht zur Ruhe kommen!" 
Am 7. Februar 1901 brachte er den Konitzer Blutmord im Reichstag zur Sprache 13). Die Jereinigung zur 
Aufklärung des Konitzer Mordes" 14) wurde von deutschen Stadträten, Pfarrern, Landtags- und 
Reichstagsabgeordneten in Konitz ins Leben gerufen, die erste praktische Maßnahme, die "Selbsthilfe zum 
Schutze unserer Kinder" wurde streng im Rahmen des Gesetzes propagiert. Vereinzelt regte es sich nun auch 
im deutschen Blätterwald: Die Artikel der "Germania" und des "Deutschen Volksblattes" wurden schon 
zitiert. 

Im Jahre 1902 stürzt sich die Judenmeute auf die "Staatsbürgerzeitung"; ihr Verleger Bruhn und der 
Redakteur Böttger wurden wegen im Anschluß an die "Wintersche Mordsache" erschienener "beleidigender 
Artikel" zu Gefängnisstrafen verurteilt - beide zo-,en aber nichtsdestoweniger 1903 in den Reichstag ein und 
wirkten jüdischen Interessen entgegen. 

So gibt Willi Buch in seinen bereits oben zitierten Aufzeichnungen folgendes anschauliche Bild aus der Zeit 
der Jahrhundertwende: "Der Ritualmord von Konitz hatte heftige Wellen geschlagen... Die antisemitische 
Bewegung war eine richtige Volksbewegung mit all ihren Vorzügen und Schwächen geworden. Die 
Judenfrage war Gesprächsstoff und hielt die Gemüter in Aufregung. Es gab keine Versammlung, die nicht bis 
auf den letzten Platz gefüllt war... Es ging, durch die fast nie fehlenden Gegner bedingt, meist sehr lebhaft 
zu..." Und an anderer Stelle: "Es ist überaus bezeichnend, daß es keine Reformbestrebung seit etwa 1900 gab, 
die nicht in irgendeiner Beziehung zum Antisemitismus stand." - Es war die Zeit, da Edouard Drumonts 
Jerjudetes Frankreich" in 142. Auflage erschien, nachdem man sich vergeblich bemüht hatte, den Verfasser 
in einem Duell zu beseitigen, und Henri Desportes sein "Geheimnis des Blutes bei den Juden aller Zeiten" in 
Paris (Savine) unter skandalösen Begleitumständen veröffentlichte! Dar, waren immerhin Vorkommnisse, die 
geeignet waren, das Gefühl einer absoluten Sicherheit der jüdischen Herrschaft zu erschüttern: Juda wurde 
auf deutschem Boden vorsichtiger - was aber nicht besagen soll, daß es auf die weitere Durchführung von 
Menschenschächtungen verzichtet hätte! Denn daß sich unter der unverhältnismäßig großen Zahl der jährlich 
als "vermißt" bezeichneten Einwohner auch Opfer eines solchen Verbrechens befinden können, ist für den 
nicht ausgeschlossen, der diesen jüdischen Fanatismus als historisches Faktum erkannt hat 15). 

So berichtete der "Hammer" Theodor Fritschs unter der Überschrift: "Rätselhafte Morde und Verschwinden 
von Personen" zu wiederholten Malen von Fällen, deren Aufklärung und weitere Verfolgung niemals 
vorgenommen wurden. Aus den Notizen des "Hammers" wollen wir nur diejenigen herausgreif en, die 
zumindest den starken Verdacht eines Ritualverbrechens aufkommen lassen. 

1910, am 29. Dezember, verschwand spurlos die bei dem jüdischen Rittergutsbesitzer Salomons in 
Nassenheide bei Stettin bedienstete Helene Brix am vorletzten Tage ihres dortigen Dienstverhältnisses. Erst 
am 22. Januar 1913, also nach über drei Jahren, wurde ihr verstümmelter Leichnam im Sumpfe am 
Neuendorfer See aufgefunden. Kopf und Arme der Leiche fehlten; der Vater des Mädchens, der nach der 
Besichtigung die Leiche als die seiner Tochter anerkannte, machte geltend, daß die Unterkleider fehlten, 
obwohl die Eltern noch mit Bestimmtheit wußten, daß ihre Tochter diese getragen habe. Nachträglich 
entsann man sichdes Umstandes, daß am Tage nach dem Verschwinden seiner Tochter der Vater Brix eine 
Nachsuche durch einen Polizeihund veranstalten wollte, was aber vereitelt wurde, da Salomons versicherte, 
es wäre soeben ein Telegramm angekommen, wonach sich Helene in Altdamm befände. Diese Angabe, 
deren Überprüfung viel kostbare Zeit erforderte, erwies sich nachträglich als unwahr. Salomons verkaufte 
bald nach diesem Vorfall sein Gut und tauchte in Berlin unter 16). 

1911 diente bei dem jüdischen Fabrikanten Hirsekorn in Schönlanke die Bauerntochter Olga Hagel aus 
Radolin. Anfang September dieses Jahres besuchte sie ihre Eltern und beschwerte sich in bitteren Worten 
über das Verhalten des Juden ihr gegenüber. Sie bat die Mutter, sie doch aus dieser Stellung wieder 
fortnehmen zu wollen. Die Mutter hielt es für angemessen, daß ihre Tochter wenigstens bis zum Ende des 
Jahres ausharre; mit diesem Bescheid kam das Mädchen zurück - wenige Tage später "verschwand" es, ohne 
daß die Eltern benachrichtigt worden wären! Am 8. September endlich bequemte sich der Jude, die Polizei zu 
benachrichtigen; am 12. September wurde die Leiche des Dienstmädchens von einem Besitzer aus dem 18 
Kilometer entfernt liegenden Breitensteiner See gezogen. Die Röcke waren über dem Kopf 
zusammengedreht, an der linken Schläfe klaffte eine fingerlange Wunde. Erst am siebenten Tage nach der 
Auffindung der Leiche fand die gerichtsärztliche Obduktion statt. Der Körper enthielt keinen Tropfen 
Blut, das ärztliche Gutachten verneinte Selbstmord. Die Staatsanwaltschaft von Schneidemühl nahm - trotz 
der fingerlangen Wunde - trotz der zusammengedrehten Röcke und trotz der Blutleere des Körpers 
nichtsdestoweniger Selbstmord an und verfolgte die "Sache" nicht weiter. 

1912, am ersten Pfingstfeiertag, wurde früh dreieinhalb Uhr in Posen vor der Haustür des Hauses Schulstraße 
3/4 die Leiche des sechzehnjährigen Kaufmannslehrlinges Stanislaus Musial aufgefunden. Der Schädel war 
zertrümmert. Die linke Schläfe war von mehreren Messerstichen durchbohrt worden, beide Handgelenke 
waren an der Innenseite durchschnitten, eine Hand war fast vollständig abgetrennt. Die Leiche war blutleer 
und äußerlich sorgfältig abgewaschen. Auch die Kleider wiesen nur geringe Blutspuren auf. Weiterhin wurde 
festgestellt, daß der Ermordete in unbekleidetem Zustand abgeschlachtet, dann flüchtig angezogen und an,die 
Fundstelle niedergelegt worden war. Musial war bei dem Konfektionsjuden Max Hirsch in Posen in 
Stellung gewesen, über sein Verschwinden brachte das Posener Judenblatt, die "Posener Neuesten 
Nachrichten' , folgenden Skandalbericht: Der Lehrjunge habe am Tage vor Pfingsten von seinem Lehrherrn 
über 500 Mark erhalten, um diesen Betrag einzuzahlen. Musial habe sich vermutlich (!) mit dem Gelde einen 
schönen Tag gemacht und sei dann in die Hände einer Dirne gefallen und mit Hilfe eines Zuhälters 
abgeschlachtet wordenl - Einen derartigen Unrat konnte tatsächlich nur ein jüdischer Schreiberling 
verspritzen! Die sofort angestellten Erhebungen er 'gaben, daß der Ermordete nicht einen Pf ennig erhalten 
hatte, sondern von seinem Chef, dem Juden Hirsch, lediglich einen Brief mit der Weisung ausgehändigt 
bekam, diesen nach Wilda , einem Posener Vorort, zu bringen. Nach den bisherigen Erfahrungen dürften wir 
mit der Annahme ]kaum fehlgehen, daß das Opfer in Befolgung seines Auftrages in ,eine vorbereitete Falle 
geschickt worden ist! Tatsächlich wurde in Verbindung damit das jüdische Ehepaar Szafranski aufs 
schwerste beschuldigt und in Untersuchungshaft genommen. Die Staatsanwaltschaft entließ jedoch das 
Ehepaar bald wieder, da "die Untersuchung nichts Belastendes ergeben habe". 

Die nichtjüdische Bevölkerung hatte nach jahrzehntelangen Erfahrungen darüber ihre eigenen Ansichten, 
indem sie zu dem wirksamsten Kampfmittel, dem Boykott jüdischer Geschäfte, schritt. Dieser latente 
Antisemitismus hatte im Verlaufe zweier Menschenalter durch eine ganze Kette unaufgeklärt gebliebener 
höchst verdächtiger Mordfälle imnier wieder neuen Auftrieb erhalten, sodaß sich der jüdische 
Bevölkerungsanteil in der Provinz Posen vom Jahre 1835 bis etwa 1912 von 54 auf 15 je Tausend allmählich 
verringert hatte 17). 

1913, am 27. Januar, lockte ein Fremder in Preußisch-HoUand den fünfjährigen Jungen Walter Schikowski 
zum sogenannten Lindenberg; gegen sechs Uhr abends fand ein Rechnungsf ührer in Weeskenhof an der 
Crossener Landstraße im Rinnstein das bewußtlose, vor Kälte fast erstarrte Kind mit schwersten 
Verletzungen auf, und brachte es sofort zum Arzt. Wieder zu sich gekommen, erzählte der Kleine, daß ein 
fremder Mann ihm zunächst den Oberkörper entblößt habe, dann, als er sich zur Wehr setzte, sei er zu Boden 
geworfen und mit einem Messer gestochen worden. Von da ab wußte das Kind nichts mehr. Hals und 
Unterleib wiesen mehrere Schnittwunden auf. Alle Anzeichen sprachen dafür, daß dem Opfer Blut 
entnommen werden sollte. Die behördlichen Ermittlungen verliefen im Sande. 

1913, am 31. März (!), lockte auf dem Jahrmarkt zu Lobsens (Kr. Wirsitz) ein etwa 45 Jahre alter jüdischer 
Händler ein sechsjähriges Mädchen, Agnes Kador, an sich und verschwand mit ihr. Am 2.2. April fand man 
die blutleere Leiche mit durchschnittenem Hals in den Wiesen bei Lobsens. Die in größter Aufregung 
befindliche Bevölkerung sprach öffentlich von einem neuerlichen Blutmord. Am Tage der Entführung waren 
in der näheren Umgebung des Ortes zahlreiche fremde, meist polnisch sprechende Juden bemerkt worden. 
Die Zeitungen deuteten vorsichtig an, für die Annahme eines Verbrechens fehlten alle Spuren... Sie erklärten, 
von einem Blutmord könne keine Rede sein, da an der Leiche keine ernstlichen Verletzungen (trotz des 
Hals Schnittes!) gefunden worden seien. Die Behörden unternahmen nichts, das Vorkommnis aufzuklären. 
Die erste Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft von Schneidemühl über das Verschwinden des Kindes 
erfolgte erst vierzehn Tage nach dem Vorfalle 18). Ein auf den Fall Lobsens bezügliches "Eingesandt" 
("Hammer", Nr. 264, Seite 335) sprach davon, daß anfangs der achtziger Jahre auf der Stubbenwiese bei 
Ascherbude an der Ostbahn, zwischen Filehne und Schoenlanke, das Hütemädchen des Försters Bohne mit 
durchschnittenem Hals vöUig entblutet auf dem Bauche liegend aufgefunden wurde. Des furchtbaren 
Verbrechens ist damals fälschlicherweise ein Wilddieb beschuldigt worden. 

In der ersten Hälfte des Jahres igi3 brachten allein die Hannoverschen Zeitungen etwa ein Dutzend ominöser 
Meldungen über das spurlose Verschwinden von Jugendlichen und Kindern; damit waren diese "Fälle" 
erledigt: "Mehr hört und liest man nicht davon... Es scheint sich also hier um Geschehnisse zu handeln, von 
denen die öffentlichkeit so wenig wie möglich zu wissen braucht. Man fragt sich: Wo bleibt der 
Staatsanwalt? Fast nie erfährt man von der Sühne solcher Bluttaten oder von weiteren Aufklärungen der 
Vorgänge. Ist da nicht etwas faul im Staate?" 19) 

In der ersten Aprilhälfte (!) 1913 wurden die Bedienstete Luise Schmidt aus Hannover, der Knabe Waßmann 
aus Elze (Hildesheim) und der Arbeiter Julius Schiefelbein aus Niederfinow vermißt. Der Leichnam des 
letzteren wurde im Finowkanal bei Eberswalde geborgen. Die ärztliche Untersuchung stellte nicht weniger 
als fünfzehn Messerschnitte fest. Die Affäre wurde um so geheimnisvoller, als vier maskierte Männer den 
Versuch unternahmen, die Leiche des Schiefelbein zu Stehlen, um dadurch vielleicht die Spuren des 
Verbrechens zu beseitigen. Auch in diesem Falle wurde über die weiteren Untersuchungsergebnisse nichts 
bekannt! 

Weiterhin wurde am ersten Pf ingstfeiertag 1913 in Berlin die zerstückelte Leiche des zwölfeinhalbjährigen 
Knaben Klähn aufgefunden. Der Täterschaft hatte sich der Diener Josef Ritter verdächtig gemacht, der bei 
den Juden Guttmann in Stellung gewesen war. Auffällig war, daß auch dieses Verbrechen wie dasjenige an 
dem Lehrling Musial, sich in der Nacht zum ersten Pfingstfeiertage ereignete! 

In der Frühe des 14. Juli 1913 wurde in Ludwigshafen auf dem hinter dem Kr ankenhause befindlichen 
Gelände ein Sack mit der zerstückelten Leiche eines Mädchens gefunden. Der Kopf war vom Rumpf, die 
Beine vom Körper getrennt; der Körper selbst war vollständig aufgeschnitten, so daß Herz, Lunge und Leber 
sichtbar wurden. Die Körperteile waren kunstgerecht zerlegt worden, so daß es den Anschein hatte, als habe 
ein Operateur gearbeitet. Das Opfer muß in einem geschlossenen Raum zerstückelt worden sein. Blutspuren 
fehlten völlig. Die Ermordete wurde später als die zwölfjährige Elma Kelchner aus Ludwigshafen 
agnosziert. 

Diese wenigen Fälle lassen zur Genüge erkennen, daß bis in die neueste Zeit unheimliche Kräfte am Werke 
waren, die sich erdreisten konnten, der nichtjüdischen Menschheit nach wie vor einen Blutzoll abzufordern, 
ohne daß sie selbst jemals zur Rechenschaft gezogen worden wären. Das Judentum hatte sich so weit 
"emanzipiert, daß es sich vermöge eigener Geheimgesetze außerhalb des gültigen Rechtes stellte und in 
dieser behördlich anerkannten Sonderstellung sich den Wirkungen des allgemeinen Rechtes zu entziehen 
verstand; Rechtsbewußtsein und Staat wurden dadurch allerdings in ihrem Lebensnerv getroffen! 

Waren nun aber einmal alle Begleitumstände so gelagert, daß unbedingt die jüdische Mordpest gefaßt werden 
mußte, um zu vermeiden, daß das Volk zur Selbsthilfe schritt, dann wiederholten sich in konzentrierter Form 
alle jenen Machenschaften, wie wir sie in den vorhergegangenen Ritualmordprozessen kennengelernt haben. 

Auf russischem Boden rollt letztmalig vor Ausbruch des Weltkrieges ein Drama ab, das als ein blutiges, 
schicksalhaftes Zeichen noch in letzter Stunde vermocht hätte, den für ihr Volk verantwortlichen 
Staatsmännern über eine riesengroße drohende Gefahr die Augen zu öffnen; man wollte oder durfte nichts 
sehen - und lieferte sich damit selbst den jüdischen Schächtern aus!



1) Flugblatt im Anhang beigegeben. Siehe S. 434 f. 

2) Siehe weiter unten! 

3) Serteidigungssehrifi des Fleischermeisters Hojfmann in Konitz" (deutschnat. Verlagsanstalt in Berlin). 

4) Vgl Polna! 

5) Ihre Namen wurden in der Veröffentlichung nicht ausgeschrieben. 

6) siehe später das Kapitel über den jüdischen Bluthandel! 

7) Das Grundstück des ursprünglich des Mordes bezichtigten Hoffmann grenzte an das Lewysche. 

8) Flugblatt 92 der ehemaligen Deutschnationalen Buchhandlung und Verlagsanstalt Berlin NW 52, betitelt: 
"Jetzt, Herr Staatsanwalt (Settegast), walten Sie Ihres Amtesl - Erklärung der Verteidiger im Meineidsprozeß 
Masloff. " 

9) Liebermann von Sonnenberg (t. 8. September 1911 in Berlin) war als Führer und Begründer der 
deutschsozialen Partei 1890 in den Reichstag gewählt worden, nachdem er 1885 seinen Abschied als aktiver 
Offizier genommen hatte. Als erster Antisemit war Dr. Otto Böckel, "der hessische Bauernkönig-, 1887 in den 
Deutschen Reichstag eingezogen, nachdem er von den hessischen Bauern in Marburg -Kirchhain gewählt 
worden war. Gerade das Land Hessen war in einem derart erschreckenden Maße von Juden ausgewuchert 
worden, daß Bismarck schon 1847 im Vereinigten Landtage die Sprache darauf gebracht hatte. Auch 
Liebermann (Wahlkreis Fritzlar-Homberg) war neben einigen anderen Antisemiten von hessischen Bauern 
gewählt worden. Sein großes Ziel war: Politisierung der politischen Parteien und Gruppen in antijüdischem 
Sinne. -1893 waren bereits sechzehn antisemitische Abgeordnete im Reichstag vertreten. 

Über die Geschichte der antisemitischen Bewegung geben die im Deutschen Volksverlag, München, 
erschienenen Auffeichnungen eines alten zeitgenössischen Kämpen, Willi Buch, wertvollste Aufichlüsse: "50 
Jahre antisemitische Bewegung", München, 1937. - Leider ist es uns infolge Raummangels nicht geglückt, 
anläßlich der 30. Wiederkehr des Todestages Liebermann von Sonnenbergs einen auch nur kurzen Aufsatz in 
der großen deutschen Presse unterzubringen; wir haben uns aber vorgenommen, sein unermüdliches Wirken 
und seinen beispielhaffen Einsatz im Kampf gegen jüdische Überwucherung in einer besonderen Abhandlung 
später zu würdigen! 

10) Nr. 215 (1. Juni 1911). 

11) protoill 31 vom 28. Juli 1899. 

12) Seneca, philosophus ed. Bipont. 1782, Bd. IV, S. 423. 

13) Um Wiederholungen zu vermeiden und andererseits die Ausführungen Liebermanns, die ein 
Zeitdokument allerersten Ranges bedeuten, nicht zu zerpflücken, soll seine Rede im Zusammenhang nur unter 
Auslassung zu weit wegführender Stellen als Anhang beigegeben werden. Es empfiehlt sich aber, diese Rede 
eingehend zu lesen! Der vollständige Wortlaut ist jedermann zugänglich in den "Stenographischen Berichten 
über die Verhandlungen des Reichstages" - X. Legislaturperiode. II. Session. 1900/1902, Band II, Berlin, 
1901. 

14) Siehe Anhang! S. 435f

15) Eine Zu sammenstellung aus der amtlichen Kriminalstatistik ergibt, daß in Deutschland allein in den 
Jahren 1890 zu 1892 über 100 Morde ungesühnt blieben, d. h. die Täter konnten nicht ermittelt werden! 

Der "Weltbund Kinderdank" zu Berlin, der es sich zur Aufgabe gestellt hatte' den in den Jahren nach dem 
Weltkrieg immer zahlreicher verschwindenden Kindern und Jugendlichen, besonders Mädchen, 
nachzuforschen, veröffentlichte seinerzeit eine Liste von nicht weniger als sechzehn um Ostern 1919 
verschwundenen Kindern und Jugendlichen, von denen später ein etwa siebzehnjähriges Mädchen als 
Leiche, die bedenkliche Symptome aufwies, aufgefunden wurde. 

Theodor Fritsch schrieb dazu: "wenn auch einzelne Fälle eine andere Erklärung zulassen: zwingt nicht das 
zahlreiche Verschwinden von Kindern in einem engen Zeitraum - um Ostern - zu der Annahme einer 
einheitlichen Ursache? Zieht man weiter den Zustrom ostjüdischer, fanatisch religiöser Elemente in 
Betracht, dazu die Beweise aus früheren Zeiten, so liegt ein schwerbelastendes Verdachtsmaterial vor!" - 
"Gerichtet wird nie mehr ein Jude im Jahrhundert des Lichts" hatte schon Athanasius Fern, hoher 
katholischer Würdenträger, festgestellt... 

16) "Hammer", Nr 264 (1913), Seite 323. 

17) "Hammer" Nr. 263 (1913), Seite 298. 

18) "Hammer", Nr. 263, Seite 298. 

19) "Hammer", Nr. 263, Seite 305: "Rätselhafte Morde und Verschwinden von Personen. "

Ein Gedanke zu “Konitz 1900

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