Polna 1898/99.

Marie Klima. 

Den beiden Ritualmorden von Polna der Jahre 1898/99 war ein unaufgeklärt gebliebener Blutmord in 
demselben böhmischen Kreise Tschaslau wenige Jahre früher vorangegangen. 1894 war in dem Hause des 
Juden Bretter in Kolin ein nichtjüdisches Dienstmädchen, die Hlawin, "verschwunden". Nach etwa einem 
Monat wurde ihre Leiche am rechten Eibufer aufgefunden. Sie war nicht aufgedunsen, obwohl sie angeblich 
vier Wochen im Wasser gelegen haben sollte; alle Anzeichen deuteten darauf hin, daß der Körper in 
entblutetem Zustand im Wasser geworfen worden war. 

(Bericht des Abgeordneten Schneider im Österreichischen Reichsrat vom 10. November 1899.) 

Vier Jahre später, am 17. Juli 1898, wurde die Tochter des Kleinhäuslers Franz Klima aus Ober-Wieschnitz 
bei Polna, die 23jährige Marie Klima, ermordet, die Leiche aber erst am 27. Oktober 1898 aufgefunden, so 
daß die weiteren Erhebungen, insbesondere über den oder die Mörder außerordentlich erschwert wurden. 
Marie Klima hatte sich am 17. Juli, einem Sonntag, an einem Ausflug in den sogenannten Herrschaftswald 
beteiligt und blieb seit jenem Tage wie vom Erdboden verschwunden. Am 27. Oktober 1898 fand der 
Herrschaftsjäger Chalupa unter einem Reisighügel die Leiche, die mit dem Kopf nach unten lag, die Arme 
waren weit ausgestreckt, die Füße gewaltsam emporgezogen, die Fersen dem Rücken zugekehrt. - Wir 
werden sehen, daß diese Umstände auch - bei der Behandlung des folgenden Mordfalles von größter 
Bedeutung sein werden! 

Ende Mai 1899 fand ein Bauer unweit der Mordstelle im Moos versteckt ein Messer, später würden Fetzen 
von Kleidungsstücken, der Marie Klima gehörig, aufgefunden. Sie deuteten darauf hin, daß sie dem Opfer 
vom Körper gerissen wurden. Die von einer Gerichtskommission eingeleiteten Untersuchungen verliefen 
ohne jedes Resultat. Die Verdachtsmomente verdichteten sich zwar auf Grund mehrerer Zeugenaussagen 
immer mehr gegen einen der zahlreichen jüdischen Bewohner des Ortes, den jüdischen Vaolabunden 
Leopold Hilsner, mit dessen Person wir uns näher zu befassen haben werden. Doch verfolgten die 
zuständigen Instanzen in Polna und Kuttenberg unverständlicherweise die Angelegenheit nicht weiter, 
obwohl unterdes ein neuer, völlig gleichgearteter Mordfall, nur wenige Meter von der ersten Mordstelle 
entfernt, die Bevölkerung in größte Bestürzung und Erregung versetzt hatte. 



Leopold Hilsner. 

Dieser 23jährige, schon äußerlich typische Vertreter des Ostjudentums, galt im böhmischen Bezirksstädtchen 
Polna als arbeitsscheuer, verkommener Bursche, der jedoch immer reichlich mit Geldmitteln versehen war, 
über deren Herkunft er keine bestimmten Angaben machen konnte. Mit seinem Bruder Itzig und seiner 
Mutter hauste er in den Kellerräumen der verwahrlosten Judenschule in Polna, die gleichzeitig als Synagoge 
diente. Die "Wohnung" der Hilsners ähnelte - nach dem richterlichen Haussuchungsprotokoll vom 13. April 
1899 - "mehr einer Höhle, als einer menschlichen Behausung". Zwei Räume fand der Richter mit 
Menschenkot (!) angefüllt. Die alte Hilsner "verdiente" ihren Lebensunterhalt dadurch, daß sie alte Kleider 
erbettelte und weiterverkaufte. Wiederholt war Hilsner trotz seiner Jugend mit den Gerichten in Konflikt 
gekommen. Bisweilen ging er "auf Wanderschaft", d. h. als Angehöriger des jüdischen Bettel roletariats zog 
er bettelnd umher und - wie sich sein Biograph Nußbaum beschönigend ausdrückt - "hier und da wohl auch 
eine Arbeit annehmend". So war auchkurze Zeit nach der Ermordung der Marie Klima Hilsner plötzlich 
"verreist", erst viele Wochen später kehrte er nach Polna zurück. 




Hilsner ist nachweislich auch in Wien gewesen. Möglicherweise hat er hier schon die Beziehungen zu seinen 
geheimen, dank des Schlendrians der behördlichen Erhebungen auch unentdeckt gebliebenen Auftraggebern 
angeknüpft. Wenn dieser Vagabund wieder in der Heimat war, trieb er sich meist in den Wäldern der 
Umgebung umher und belästigte junge Mädchen, die nach ihrer Arbeitsstätte gingen - der Prototyp des 
Rasseschänders! Wie später vor Gericht festgestellt wurde, hatte er ein junges Mädchen, die in Polna 
wohnhafte Dienstmagd Anna Benesch, unter dem Versprechen, sie zu heiraten und sich taufen zu lassen, in 
schamloser Weise mißbraucht. Als sie sich endlich seinen Klauen entzog, verfolgte er sie mit Drohbriefen, 
deren einer später im Gerichtssaal vorgelesen wurde. Verschiedene Zeugen bekundeten, daß Hilsner schon 
als ganz junger Mensch in aller öffentlichkeit Mädchen verfolgte und handgreiflich belästigte. Als die 
Nachforschungen nach der am 17. Juli 1898 ermordeten Marie Klima über lange Zeit ohne Erfolg blieben, 
rief ein anderes junges Mädchen, die Agnes Hruza, in Gegenwart von Zeugen einmal instinktiv aus: "Es ist 
möglich, daß Hilsner sie ermordet hat. Er ist ihr immer nachgegangen!" - Sie konnte nicht wissen, daß sie 
bereits als nächstes Ritualmordopfer ausersehen war. 



Agnes Hruza. 

Die kaum 19jährige Näherin Agnes Hruza ging täglich von Klein-Wieschnitz, einem nur durch Felder und 
dichten Waldstreifen, den sogenannten Brezinawald, von Polna getrennten Dörfchen nach ihrer Arbeitsstätte 
in Polna. In diesem Landstädtchen im Kreis Tschaslau (Böhmen) lebten damals unter den knapp 5000 
Einwohnern über 200 Juden, vorwiegend in einem besonderen Bezirke, der "Judenstadt". Am 29. März 1899 
machte sich das Mädchen abends gegen sechs Uhr auf den Heimweg, blieb aber seitdem verschollen. Der 
Bevölkerung bemächtigte sich eine ungeheure Erregung, war doch vor acht Monaten erst die Marie Klima 
spurlos verschwunden. Die Judenschaft verharrte in einer aufreizenden Gleichgültigkeit. Da entdeckte drei 
Tage später, am Karsonnabend (!) 1899, ein Gendarmerieaufgebot das furchtbare Verbrechen: Am Rande 
des Brezinawaldes, nur sechs Meter vom Fußweg entfernt, stieß man, unter dichtem Gestrüpp und frischem 
Reisig versteckt, auf die Leiche der Agnes Hruza, die, nur mehr mit Kleiderfetzen bedeckt, einen 
grauenerregenden Anblick bot. Sie wies, ähnlich wie die wenige Monate vorher aufgefundene Marie Klima, 
Bauchlage auf, über den Kopf war ein Stück Hemd gezogen. Eine tiefe Strangulationsfurche an der rechten 
Halsseite zeigte an, daß über den Kopf des Opfers nach Straßenräuberart ,eine Schlinge geworfen war. Auf 
der linken Halsseite verlief diese Furche in eine furchtbare klaffende Wunde, die nach Art des 
Schächtschnittes von rechts unten schräg nach links oben in Ohrrichtung verlief und alle Weichteile bis zur 
Wirbelsäule durchtrennt hatte. Der Kopf lag auf den gekreuzten Händen. Die Beine waren in den Knien 
scharf schrägwinklig gebeugt, Blutspuren waren sonderbarerweise nur in ganz unbedeutendem Umfang zu 
finden. Um den Fundort herum waren die fehlenden Kleidungsstücke der Ermordeten in eigentümlicher 
Weise nach allen Richtungen hin verstreut. In unmittelbarer Nähe fand man ein großes Stück grober 
Leinwand, in deren Mitte sich eine blutige Stelle so zusammengelegt fand, als habe jemand ein blutiges 
Messer abgewischt! 

Der Obduktionsbefund der Gerichtsärzte Dr. Michalek und Dr. Prokes gab neben furchtbaren Einzelheiten 
als Todesursache Verblutung an, obwohl, wie erwähnt, nur geringfügige Blutspuren aufzufinden waren. 
Das Blut mußte also in einem Gefäß gesammelt worden sein. Bei der Marie Klima wie in diesem Mordfall 
waren die Knie scharf gebeugt worden, um nach dem Urteil der Sachverständigen den letzten Blutstropf en 
auslaufen zu lassen. Bei der Verhandlung gab Dr. Michalek an, daß die Hruza "am oberen Teil und unteren 
Teil des ganzen Körpers wie aus Wachs war" (stenographischei Bericht) 1). Die klaf fende Halswunde 
konnte nur mit einem starken und langen Messer ausgef ührt worden sein - wie überhaupt das Verbrechen 
mit ungewöhnlicher Grausamkeit begangen worden war. Einer der üblichen Mordfälle: 
Sittlichkeitsverbrechen, Lust- oder Raubmordschieden nach dem inneren und äußeren Leichenbefund aus. - 
"Die Hruza war unterschnitten wie ein Stück Vieh", meinte das Volk! 

Zwingende Verdachtsgründe führten bereits am ersten Osterfeiertag 1899 zunächst zu einem Hausverhör 
Hilsners. So hatte er schon seit langem, wie mehrere Zeugen bekundeten, seinem Opfer planmäßig 
nachgestellt. Da er sich in Widersprüche verwickelte, veranlaßte der örtliche Gendarmeriepostenführer 
Klenovec im Einverständnis mit dem Stadtrate die Verhaf tung Hilsners. Klenovec erhielt daraufhin von 
dem jüdischen Fabrikanten Sim aus Deutsch-Schützendorf ein "Angebot" von 25 000 fl., wenn es ihm, dem 
Wachtmeister, gelänge, den "wahren Täter zueruieren" (Nußbaum, S. 64). - Klenovec bildete sich über den 
Auftrag des Juden seine eigene Meinung und erstattete Anzeige... 

Als Untersuchungsrichter wurde ausgerechnet der katholisch getaufte Jude Reichenbach eingesetzt, der 
nichts Eiligeres zu tun hatte, als Hilsner wieder auf freien Fuß zu setzen, er nahm nicht einmal ein Protokoll 
mit ihm auf! 

 

Etwa eine Woche nach Auf findung der Leiche schrieb der tschechische Redakteur Jaromir Husek an den 
(antisemitischen) Abgeordneten Schneider 2) in Wien folgenden Brief: 

"Sehr geehrter Herr! In Polna wurde ein 19jähriges Mädchen, Agnes Hruza, von einem Juden ermordet. 
Nachdem dort ein jüdischer Richter 3) ist, so machte er jetzt schon Versuche, die ganze Geschichte 
totzuschweigen. Der jüdische Mörder wurde gesehen von Frau Hruza 4), Gemahlin des 
Gemeindevorstehers, und war das ein gewisser Leopold Hilsner, 22jähriger Jude. Der Jude hat die Frau 
ergriffen, und nachdem er gesehen hat, daß das nicht dieselbe ist, auf die er wartete, hat er sie losgelassen 
und gleich darauf wurde die ledige Agnes Hruza ermordet. Der Jude wurde infolge Drängens aller Leute 
verhafiet, aber von dem jüdischen Richter bald losgelassen. Bitte bei dem Justizminister gleich 
einzuschreiten, damit eineunparteiische Gerichtskommission mit der Sache betraut werde, sonst ist der 
jüdische Richter imstande, alle Spuren des Mörders zu vertilgen und ihm zu helfen; wir haben schon viele 
Beispiele seiner schreienden Parteilichkeit. Ich habe das in der 'Ceske Zajmj' veröffentlicht, die Nummer 
wurde aber wie gewöhnlich konfisziert, deshalb habe ich keinen We-, als mich an Sie zu wenden und um 
energisches Einschreiten zu bitten. Gefahr im Verzuge! Jaromir Husek. " 

Der Abgeordnete veranlaßte die Veröffentlichung des Briefes in den beiden einzigen deutschen Wiener 
Tagesblättern, in der "Deutschen Zeitung" und im "Deutschen Volksblatt" und die Weiterleitung an den 
Justizminister Ruber. 

Nach langer Zeit erst wurde aber doch noch die Inhaftierung Hilsners angeordnet - auf jeden Fall hatte der 
Mörder genügend Zeit gefunden, die Spuren seines Verbrechens zu verwischen. Daraufhin wanderten die 
Juden Polnas und der Umgebung massenhaft aus, meist nach Prag und Wien! Die Bevölkerung boykottierte 
die jüdischen Geschäfte, die Polnaer städtische Sparkasse entzog Juden den Kredit. In einer in der Nähe 
Polnas gelegenen, meist von Deutschen bewohnten Gemeinde, wurde schließlich der letzte Jude unter 
Musikbegleitung zum Tor geschafft! Auf die Frage eines Berichterstatters, ob Polna durch den Wegzug der 
Juden wirtschaftlich geschädigt werde, zog der Bürgermeister Sad-it den treffenden Vergleich: "Es ist gerade 
so, als wenn ein Mensch die Krätze los wird" (Nußbaum, S. 37). 



Die fünftägige Schwurgerichtsverhandlung in Kuttenberg 

(12./16. September 1899). 

Hilsner leugnete vor dem Schwurgericht zu Kuttenberg zunächst alles. Er verstieg sich sogar zu der 
Behauptung, daß er die Ermordete überhaupt nicht gekannt habe. Die Verhandlung, die größtes Aufsehen 
erregte, ergab des weiteren die aufschlußreiche Tatsache, daß Hilsner den Mord mit zwei weiteren 
auswärtigen jüdischen Komplizen ausgeführt haben mußte. Dieses Mordgesindel war erst kurz vor dein 
Verbrechen in Polna aufgetaucht, hatte in der Winkelherberge der Judenschule, bei der keinerlei 
Meldungsvorschriften beachtet wurden, Unterschlupf gefunden, und war ebenso spurlos wieder 
verschwunden. 

Die beim Rabbiner von Polna, Dr. Goldberger, bedienstete Marie Pernicek gab vor Gericht an (Protokoll 
30 vom 29. Juli 1899), daß am Tage nach der Ermordung. der Hruza ein fremder "krummer" Jude von 
unheimlichem Aussehen, länglichem, pokkennarbigem Gesicht und dunklem Vollbarte - er wird von dieser 
Zeugin konform anderer Zeugenaussagen sehr detailliert beschrieben - bei ihrem Dienstherren zu Mittag 
gegessen habe und sehr verhungert gewesen sei. Die., Frau Rabbiner ließ das Mädchen das Sofa, auf dem 
dieser "krumme" Jude gegessen hatte, abwaschen, "damit, die Kinder nicht krank würden, da der Fremde die 
blauen Blattern gehabt hätte!" 

Nach einer anderen Stelle führte diese Zeugin dann noch weiter aus, sie habe während ihrer sechsjährigen 
Dienstzeit bei dem Rabbiner Goldberger regelmäßig vor dem Osterfeste Wein vorgesetzt bekommen; sie sei 
dann wie bewußtlos eingeschlafen; am nächsten Morgen sei sie ganz schwach gewesen und habe an den 
Armen zahlreiche Stichstellen bemerkt. Das Mädchen nahm an, daß man sie zur Ader gelassen habe! 

Selbstverständlich leugnete vor Gericht auch Rabbiner Goldberger alles, obgleich die Pernicek erklärte, ihre 
Aussagen beschwören zu wollen. 

Das weitere Schicksal dieser Zeugin dürfte als Beweis der Richtigkeit ihrer schwerwiegenden Aussagen 
gelten. Zunächst wurde sie von Goldberger fristlos entlassen; die Not zwang sie, bei einem anderen Juden in 
Stellung zu gehen. Schon nach wenigen Tagen wurde sie unter schweren Vergiftungserscheinungen in das 
Deutschbroder Krankenhaus eingeliefert. Der nichtjüdische Chefarzt, der sich der Bedauernswerten sofort 
annahm, wurde durch einen fingierten Telephonanruf über Land geholt, der ihn vertretende jüdisclie 
Assistenzarzt beförderte sein Opfer in kürzester Zeit zu Tode! Die gerichtliche Obduktion ergab Luftembolie 
sowie Zerstörung der Magenwände durch Säuren. Die Zeugin Marie Pernicek war das Opfer jüdischer 
Feme geworden! Das Ausgabenbuch der jüdischen Kultusgemeinde zu Polna verzeichnet für diesen Tag 
folgenden Eintrag: "Heute einem Frommen für ein gottesdienstliclies Werk geschenkt 500 fl." -"Das 
gottesdienstliche Werk war die Beseitigung der Zeugin!" (Karl Holz). Vor Gericht sagte dann weiter die 
Mutter der Ermordeten, die Häuslerin Maria Hruza, aus, daß in ihrer Wohnung in Wiesclinitz unbekannte 
Männer, angeblich aus Wien und Prag, erschienen seien unter dem Vorwand, fertiggestellte Kleider ihrer 
Tochter zu besichtigen. Dabei fixierten sie ihre Tochter scharf und äußerten, sie sei groß und stark - ein 
Beweis, daß das Verbrechen, seit langem geplant, systematisch vorbereitet und auf Befehl einer jüdischen 
Zentrale dann ausgeführt worden warl Sehr geschickt hatte man sich u. beiden Malen des stets 
geldbedürftigen, verkommenen Vagabunden Hilsner bedient. - Der Rabbiner von Polna hatte zwei Tage vor 
dem Morde zur Mutter Hilsners geäußert: "Ihr Sohn ist noch zu Großem auserwählt!" (Aussage der Zeugin 
Anna Pokorna.) 

Am Tage vor der Tat (28. März) bemerkten Zeugen bei Hilsner in einem Lederfutteral ein langes und breites 
sogenanntes Schächtmesser. Auf Befragen, was er damit anfangen wolle, antwortete er ausweichend. Am 
Vorabend des Verbrechens begegnete Hilsner auf dem Ringplatz der Zeugin Josepha Vytlacil. Er machte 
zunächst einige auf die Agnes Hruza bezügliche Redensarten und fragte dann die Zeugin, ob sie sich fürchte. 
Auf deren verneinende Antwort erklärte der Jude, auch er fürchte sich nicht und zog dabei ein größeres 
Messer ein Stück aus einem Lederfutteral, das er in der inneren Rocktasche trug. Die Zeugin führte aus, daß 
sie Messer wie Futteral beim Scheine der Laterne deutlich gesehen habe. 

Dieses Messer ist ihm von außerhalb zugestellt worden. Hilsner selbst benahm sich während der 
Verhandlung in Kuttenborg überaus frech und anmaßend, seiner selbst bzw. der generellen Un-' terstützung 
des Weltjudentums völlig sicher. Der Redakteur des Wiener "Deutschen Volksblattes", Hanns Arnold 
Schwer, dem wir im wesentlichen die schriftliche Niederlegung des Prozesses an Hand stenographischer 
Aufnahmen verdanken, bezeichnete seinerzeit Hilsner als den "Prototyp eines Quaijüngeis, jener frechen 
arroganten Judenbuben, die wir ja auch in Wien sattsam kennengelernt haben" 5). 

Das Auditorium bestand zu einem Drittel aus Pressejuden, deren unverschämte Zwischenrufe zu 
wiederholten Malen den Prozeßverlauf, insbesondere nicht genehme Zeugenaussagen, zu stören versuchten. 
Daß Gericht wurde - nach bewährter jüdischer Taktik - buchstäblich Tag und Nacht mit telephonischen und 
telegraphischen Anfragen, mit Briefen und Interpellationen bestürmt. Weltjudenpresse und Weltjudenfinanz 
arbeiteten fieberhaft, Landtagssitzungen wurden einberufen. Um den Mordveidacht von Hilsner und die 
Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit von einem Ritualmord noch in letzter Minute ablenken zu können, 
ersann die jüdische Verteidigung unter reichlicher Verwendung von Bestechungsgeldern das skrupellose 
Verfahren, den in einer Prager Irrenanstalt internierten Buchbindergehilfen Janda aus Polna, dessen Über 
zehn Tage protokollarisch aufgenommener Krankheitsbefund zweifelsohne schwere Geisteskrankheit ergab, 
von anderer (!) Seite über Nacht für normal zu deklarieren, so daß tatsächlich seine Verhaftung und 
anschließende Einlief erung nach Kuttenberg erfolgte, um ihn des Mordes zu überführen! Da man aber beim 
besten Willen mit diesem Geisteskranken nichts anfangen konnte, wurde der für "gesund" erklärte Janda 
umgehend wieder der Irrenanstalt übergeben. (Aus der Rede des Landtagsabgeordneten Dr. Baxa im 
böhmischen Landtage zu Prag vom 17. Mai 1899.) In diesem Treiben behielt jedoch der 
Gerichtsvorsitzende, Präsident Dr. Jezek, in überlegener Ruhe die Nerven, so daß diese infamen Manöver, 
wenigstens bis zur Urteilsverkündung, erfolglos blieben. Selbstverständlich ließ auch der jüdische 
Verteidiger Aurednicek alle Register seiner Talmudkniffe spielen, seinen Rassegenossen zu retten. Seine 
Ignoranz, mit der er die Gutachten der beiden Mediziner zu entkräften suchte, rief lediglich Heiterkeit 
hervor! 

Nach Abschluß des Beweisverfahrens, nach fünf stürmischen Vehandlungstagen, die Hilsner erdrückend - 
belastet hatten, wies der Privatanwalt der Familie Hruza, der vorhin erwähnte Dr. Baxa, in seiner 
aufsehenerregenden Rede 6), die auch heute noch als grundlegend bezeichnet werden kann und 
aufschlußreich zu lesen ist, nach, daß, gestützt auf die medizinischen Sachverständigengutachten, als Motiv 
des furchtbaren Verbrechens einer der üblichen Mordfäfle ausscheide. Die Mörder hätten auch dieses Mal, 
wie in einer ganzen Reihe vorhergegangener Fälle, damit gerechnet gehabt, unentdeckt zu bleiben. Agnes 
Hruza sei eine Märtyrerin gewesen. Der Mörder habe nicht das Leben des Mädchens, nicht seine 
unbedeutenden Habseligkeiten, nicht seine Ehre gewollt, sondern das Blut, das peinlichst gesammelt worden 
sei. "Aus dein Saale des Kuttenberger Kreisgerichtes gellt es heute hinaus in alle Gaue, daß unter der 
menschlichen Gesellschaft Menschen wohnen, welche nach dem Blute ihrer Mitmenschen verlangten." - 
Hiermit traf dieser unbestechlich gebliebene Anwalt den Kern. Es sei Pflicht der Behörden und des Staates, 
Pflicht der ganzen Menschheit überhaupt, festzustellen, wer diese Verbrecher sind, um das furchtbare 
Geheimnis zu lüften! Polna sei nicht das Ende, sondern erst der Anfang einer Untersuchung, Licht in dieses 
furclitbare Gelieimnis zu bringen, damit die ganze niclitjüdisclie Mensclilieit aufatmen könne! 

Wie sehr das internationale Judentum diese Schlußansprache gef ürchtet hatte, mag daraus hervorgehen, daß 
kurz vorher die Parole ausgegeben worden war, die Rede mit Beifallskundgebungen zu begleiten, um eine 
Räumung des Saales zu veranlassen. Infolge der Disziplin des nichtjüdischen Teiles des Auditoriums 
scheiterten diese Versuche. Der mit 15 000 fl. honorierte Verteidiger Aurednicek beschränkte sich nach den 
entwaffnenden Ausführungen Dr. Baxas darauf, die Annahme eines Ritualmordes abzuschwächen, indem er 
auf päpstliclie Erlasse verwies, die diese Morde als unwahrscheinlich bezeichnen! 

Das Urteil des Gerichtshofes vom 16. September 1899, das Hilsner zum Tode durch den Strang verurteilte, 
wurde von der vor dem Kreisgericht in Kuttenberg erregt wartenden und nach Tausenden zählenden 
Menschenmenge mit brausender Zustimmung aufgenommen, aber nicht nur, weil ein Jude abgeurteilt 
worden war, sondern einer dieser verwünschten "Deutschen" wie ja der tschechische Antisemitismus jener 
Zeit eine höchst eigenartige Verquickung mit antideutscher Einstellung eingegangen war, da ja Juden, die 
überdies "deutsche" Namen trugen und sich der deutsühen Sprache, meist allerdings in einem geradezu 
grotesken Kauderwelsch bedienten, eben als jüdische Rasse nicht klar erkannt worden waren. "Die 
natürlichen rassischen Abwehrinstinkte des (tschechischen) Volkes waren noch nicht zum klaren 
Bewußtsein gekommen." 7) 

Im Österreichischen Reichsrat führte der Abgeordnete Schneider in der Sitzung vom 10. November 1899 im 
Hinblick auf die von den Juden unter deutschem Aushängeschild inszenierten kriminellen Umtriebe u. a. 
folgendes aus: jm Namen meiner Partei und im Namen aller meiner Wähler von Wien, aller Österreicher und 
Deutschen verwahre ich mich auf das allerentschiedenste dagegen, daß wir Deutschen mit den Juden 
verwechselt werden, oder daß die Juden überhaupt als Deutsche angesehen werden. 

Es ist notwendig, daß dies einmal klar gesagt wird, damit der Friede zwischen den Nationalitäten und die 
Verständigung unter den Nationalitäten Platz greifen könne, denn solange dieser Unterschied nicht 
zwischen uns und den Juden gemacht wird, wird es den Juden immer gelingen, die Völker zu verhetzen..." 



Ein Ritualmörder schien für immer unschädlich gemacht. Hilsner hatte sich völlig gleichgültig verhalten, er 
wußte bereits, daß es zu seiner Hinrichtung niemals kommen würde! 

Hatte das Judentum schon während der Voruntersuchung, ganz besonders dann aber im Verlauf des 
Prozesses, als Hilsner mehr und mehr des Mordes überführt wurde, mit allen Mitteln versucht, den Ausgang 
des Verfahrens zu beeinflussen, zumindest aber keinesfalls den Verdacht eines Ritualverbrechens 
aufkommen zu lassen - man war durch frühere gleichgeartete Verbrechen noch zu stark belastet -, so wurden 
jetzt Denunziationen von unglaublicher Dreistigkeit inszeniert, um das für das Judentum höchst fatale 
Geständnis des Ritualmörders aus der Welt zu schaffen und schließlich Hilsner als Ehrenmann zu 
deklarieren. Eine ganz zweifelhafte Rolle hatte schon während der Voruntersuchung der jüdische 
Untersuchungsrichter Reichenbach gespielt. Dieser Jude hatte es fertiggebracht, den verhafteten Hilsner 
zunächst wieder auf freien Fuß zu setzen, bis seine endgültige Sicherstellung doch noch erfolgen mußte. 
Zeugen, die sich freiwillig gemeldet hatten, um in der Mordaffäre wichtige Angaben und Daten 
niederzulegen, sind von ihm angeschrieen und zur Tür hinausgewiesen worden. Andererseits befleißigte er 
sich den Polnaer Juden gegenüber eines geradezu provozierenden Entgegenkommens. Einer der 
Hauptbelastungszeugen, der Schuhmachergehilfe Franz Vesely in Polna, erhob während der 
Schwurgerichtsverhandlung in Kuttenberg den schwerwiegenden Vorwurf, daß seine protokollarisch 
aufgenommenen Aussagen nachträglich gefälscht wurden. - Getreu dem jüdischen Prinzip: nicht der Mörder, 
sondern der Ermordete bzw. dessen Angehörigen sind schuldig, konnte es derselbe Reichenbach noch nach 
Verkündigung des Urteils wagen, die infolge des furchtbaren Schicksalsschlages schwer herzleidend 
gewordene Mutter der Agnes Hruza, sowie die Schwester und den Bruder, den Maurer Johann Hruza, des 
gräßlichen Mordes zu beschuldigen. Der Umstand, daß Agnes infolge ihrer kümmerlichen wirtschaftlichen 
Verhältnisse ihre Stelle in einer Nähstube in Polna aufgeben und sich nach außerhalb als Magd verdingen 
wollte, wurde jüdischerseits dahin ausgelegt, daß sie zu Haus Streitigkeiten gehabt habe, die allmählich 
derartige Formen angenommen haben könntenm (!), daß sich die Familie des Mädchens habe "entledigen" 
wollen! Beim Leichenbegängnis seiner Schwester soll der Johann Hruza die eine Hand "auf fällig erweise 
immer in der Tasche getragen haben" (Nußbaum, Seite 86). Diese Hand sei "zerkratzt" gewesen - diese 
unwahre Behauptung mußte allerdings bald zurückgenommen werden -, auch habe die Mutter einen blauen 
Fleck gehabt! Man näherte sich der Masaryk scheu Konstruktion: Das Mädchen war nicht am Fundorte 
seiner Leiche, sondern anderswo gemordet, dann in ein Vehikel verpackt und herausgefahren worden! - Und 
die Tatsache des Hals Schnittes? Dieser ist erst später an der Leiche vorgenommen worden, "um die Juden 
eines Ritualverbrechens zu bezichtigen!" (Masaryk und Bulova.)



Es war alles in bester Ordnung: Diese "Enthüllungen" hatte der JudeReichenbach begierigaufgegriffen. Er 
veranlaßte inbrutaler Weise bei der Familie Hruza eine Hausdurchsuchung, Wände wurden abgekratzt, 
Dielen aufgerissen, Kleider konfisziert, um Blutspuren zu entdecken! Die Angehörigen der Ermordeten 
wurden tatsächlich verhaftet! Nach ihrer Verhaftung erbrach der Schächter von Polna das Anwesen der 
Hruzas, um mit einem Pinsel und Rinderblut nachträglich "Blutspuren" anzubringen (protokollarische 
Zeugenaussagen!). 

Die Frau, des Maurers Hruza, die ihrer Niederkunft entgegensah und deren Zustand infolge. der furchtbaren 
Aufregung stark angegriffen war, verfiel, als ihr Mann von den Landgendarmen abgeführt wurde, in 
Krämpfe. Am Abend bringt sie ein Mädchen zur Weit, am Morgen sind beide, Mutter und Kind, tot - auch 
sie sind Opfer jüdischer Feme gewordent Die Judenzeitungen brachten bereits Schlagzeilen: "ffilsner ist 
unschuldig oder: "Eine tierhafte Mutter meuchelt ihr eigenes Kind!" - Auch die Mutter der unglückseligen 
Esther Solymosi war ja des Totschlages an ihrem Kinde bezichtigt worden! 

Die Tageszeitungen, die in sachlicher Weise über den Polnaer Prozeß berichteten oder das brutale 
Verhalten des Juden Reichenbach angeprangert hatten, wurden in der rücksichtslosesten Weise konfisziert 
und zu hohen die Geldstrafen verurteilt, während judenfreundliche Presse unbehelligt Fälschungen über 
Fälschungen oder unverschämte Beleidigungen selbst der Geschworenen und des Gerichtes veröffentlichen 
durfte. - "Die neuesten Ereignisse, welche sich in dieser Affäre abspielen, sind geradezu geeignet, die 
österreichische Justiz auf den Kopf zu stellen" - das ist das Thema einer Interpellation einiger Abgeordneten 
an den k. u. k. Ministerpräsidenten Graf Clary in der Sitzung des Prager Abgeordnetenhauses vom 21. 
Oktober 1899. Der Vertreter der Anklage, Staatsanwalt Dr. Schneider-Swoboda, Kuttenberg, wurde im 
Anschluß an den Hilsnerprozeß wegen "unrichterlichen Verhaltens" amtsenthoben und strafweise mit 
halbem Ruhegehalt pensioniert. Der Reichsratsabgeordnete Prof. Schlesinger machte deshalb dem 
Justizminister gegenüber geltend, daß folglich kein Jude mehr von einem Richter verurteilt werden dürfe..., 
daß das Judentum über den Gerichten stehe und ihm unangenehm gewordene Richter zu stürzen vermöge..., 
daß die höheren Gerichtsbehörden, sich zum Schergendienst der Judenführer herabgewürdigt hätten... 
(Eingabe an Se. Exzellenz den Herrn Justizminister vom 25. Oktober 1899). Ebenso erging es dem 
Gerichtsvorsitzenden in Kuttenberg, Kreisgerichtspräsident Hofrat Dr. Jezek. Eine verleumderische, rein 
tendenziöse Anzeige einiger Rabbiner aus Brunn, Prag und anderen Orten beim Justizministerium in Wien 
genügte, daß gegen einen bewährten und hochangesehenen Richter wegen angeblich nicht objektiven 
Verhaltens das Disziplinarverfahren eingeleitet wurde! Des weiteren wurde ihm der Vorwurf gemacht, die 
Anwesenheit des "Mob" (gemeint war der nichtjüdische, sich meist aus hohen und höchsten Kreisen 
zusammensetzende Teil des Publikums!) im Gerichtssaal geduldet zu haben! "Angesichts dieses 
himmelschreienden und gesetzwidrigen Vorganges des k. k. Justizministeriums... stellen die Gefertig ten die 
Anfrage: Wie kann das Justizministerium diese seine ungesetzlichen Vorgänge rechtfertigen...?" 
(Interpellation der Abgeordneten Breznovsky und Genossen vom 26. Oktober 1899.) 



Die Schwurgerichtsverhandlung von Pisek 

(25. Oktober/14. November 1900). 

Der Körper der Hruza war vollkommen ausgeblutet aufgefunden worden; da am Tatort selbst keine 
Blutlache festzustellen war, mußte das Blut wie bei einem geschächteten Tiere aufgefangen worden sein. 
Wohin aber war es gekommen? Zwei Zeuginnen beobachteten am Mordtage, den 29. März 1899, wie ein 
Jude (der sogenannte "krumme" Jude, einer der unbekannt gebliebenen Komplizen Hilsners) aus der 
Wohnung des Polnaer Rabbiners Goldberger in höchster Aufregung ein in Wachsleinwand verpacktes 
Gefäß von etwa sechs Liter Inhalt trug. Etwa eineinhalb Monate nach dem Mord - also Mitte Mai - 
beschlagnahmte die Post ein für den Rabbiner Goldberger in Polna von dem jüdischen Kantor Moriz 
Kurzweil in Goltsch-Jenikau aufgegebenes Päckchen, das als "Parfümsendung" deklariert worden war. Die 
Sendung enthielt jedoch ein in stark parfümierte Watte verpacktes Fläschchen, das mit braunroten 
Kügelchen, allem Anscheine nach pulverisiertem Blut, angefüllt war. Das Bezirksgericht in Polna sandte, 
um ganz sicher zu gehen, den höchst verdächtigen Inhalt zur Analyse nach Prag ein; das Ergebnis der 
Untersuchung wurde aber niemals übermittelt! Bereits damals, um die Jahrhundertwende, war die 
medizinische Fakultät mit Juden stark durchsetzt. 

Der Judenverteidiger Aurednicek hatte vor mehreren Zeugen sich dahin geäußert, daß das Urteil gegen 
Hilsner vom Kassationshofe in Wien aufgehoben und ein weiteres Verfahren gegen denselben nicht mehr 
stattfinden werde! Erwähnt sei in diesem Zusammenhang, daß Aurednicek in Begleitung des Rabbiners von 
Kuttenberg beim Kaiser in Wien vorstellig geworden war. So sicher war das Judentum im alten Österreich 
seiner Sache, daß es selbst ein nach langwieriger Verhandlung ausgesprochenes TodesUrteil gegen einen 
Rassegenossen als nicht realisierbar betrachtete! Was nützte dann schon ein in der Interpellation vom 21. 
Oktober 1899 von einigen mutigen Abgeordneten formulierter Antrag, daß "geeignete Vorsorge getroffen 
werde, daß beim Kassationshofe getaufte und ungetaufte Juden keinen Einfluß auszuüben vermögen!" 

Auf die "Nichtigkeitsbeschwerde" des jüdischen Verteidigers hatte der Kassationshof in Wien ein 
"Obergutachten" der tschechisch-medizinischen Fakultät in Prag eingefordert. Diese - wir wissen um die 
Universitätsgutachten jener Jahre, wenn wir uns an vorhergegangene Prozesse erinnern, schon Bescheid - 
mußte zwar ebenfalls feststellen, daß die Halswunde, voUführt'mit einem scharfen Instrumente, die tödliche 
Verletzung war, und daß Selbstmord oder Mord an einem anderen Orte aber von vornherein ausscheiden, in 
dieser Hinsicht läge der Fall so klar, daß eine Beweisführung unnötig sei. Der Täter stand - wir zitieren 
wörtlichl - "in dem Moment, wo er den Schnitt führte, hinter Agnes Hruza; eine Situation, in welcher der 
Schnitt vollführt werden kann", über das Opfer sei zuvor eine Schlinge geworfen worden. In diesen Punkten 
stimmte das Fakultätsgutachten völlig mit dem Gutachten der Gerichtsärzte überein; konnten diese aber an 
Ort und Stelle nur ganz geringfügige, eng begrenzte Blutspuren, die mehr Blutspritzern ähnelten (Dr. Prokes, 
nach dem Verhandlungsstenogramm), feststellen, so glaubten die Prager Professoren, obwohl sie das 
nachträglich festzustellen gar nicht mehr in der Lage waren, daß das aufgefundene Blut dem mutmaßlichen 
Blutverlust entspräche, und das Gutachten der Gerichtsärzte unzutreffend sei (Nußbaum, Seite 2). Denn: 
"an positivem Wissen und kritischen Fähigkeiten mangelt es aber nur gar zu häufig besonders den lokalen 
ärztlichen Gutachtern... Oft sind es einfache Landärzte, die, von den Fortschritten der ärztlichen 
Wissenschaft abgeschnitten, eine Praxis in derberem Stile führen und für schwierigere gerichtsärztliche 
Fälle auch nicht im entferntesten die nötige Sachkunde besitzen, die allerdings hier nur der Spezialist für 
sich in Anspruch nehmen kann; man hat sie (die Landärzte) von Gerichts wegen ausgewählt, weil andere 
nicht zu bekommen waren..." (Nußbaum, Seite 52). Denken wir an die vorhergegangenen Prozesse: 
"ungebildete" Beamte, die so derb waren, auf Juden hinweisende Sparen zu verfolgen, wurden ebenso rasch 
abgelöst wie "einfache", "primitive" Landärzte, die festgestellt hatten, daß ein unter furchtbarem Halsschnitt 
geendeter menschlicher Körper ausgeblutet war! 

Der Kassationshof in Wien hob das Kuttenberger Urteil vom 16. September 1899 auf und verwies nach 
Jahresfrist den Prozeß vor das Schwurgericht in Pisek (25. Oktober/14. November 1900). Hier in Pisek nun 
war "offiziell die Annahme eines Ritualmordes ausgeschlossen, folglich hatte das Schächtmesser keinen 
Sinn mehr" ... "Alles in allem: Die Annahme, daß Hilsner an der Agnes Hruza einen Ritualmord begangen 
haben könnte, ist schlechthin absurd. Das gab der Staatsanwalt, wenn auch erst in Pisek - nicht minder 
übrigens vor dem Kassationshof - ausdrücklich und uneingeschränkt zu. Aber welches Motiv sollte Hilsner 
zu der entsetzlichen Tat bewogen haben?" - heuchelt Nußbaum weiter 8j. 

Auch das Motiv des Verbrechens erschien durch das Fakultätsgutachten bereits vorgezeichnet 9): "Die 
Beweggründe konnten verschiedene sein. Auch die Möglichkeit ist zu berücksichtigen, daß der Mord und die 
Manipulation (!) mit der Leiche... die Tat eines von geschlechtlicher Perversität verfolgten Menschen ist." 

Das Mädchen fiel den "pervers-sadistischen" Neigungen irgendeines Wüstlings zum Opfer - auch der 
Gymnasiast Winter in Konitz wurde in demselben Jahre als Opfer perversen Umgangs hingestellt! - Dieses 
"Motiv" wurde in den Judenzeitungen gierig aufgegriffen! 

Nur hatte man sich verrechnet: Zwar wurde die Annahme eines Ritualmordes, da in Pisek das frühere, 
gerichtsärztliche Gutachten nach Eingang des Fakultätsgutachtens absolut ignoriert wurde, fallen gelassen- 
dies konnte das Judentun, zweifelsohne als Erfolg verbuchen. Aber diesem Gericht gelang die 
Beweisführung auch für den Mord an der Marie Klima. Leopold Hilsner wurde abermals, und zwar wegen 
erwiesenem zweifachen Mordes, zum Tode durch den Strang verurteilt! 

Auch vor dem Kreisgerichte zu Pisek hatte sich am 14. November 1900, dem Tage der Urteilsfällung, eine 
nach vielen Hunderten zählende Menge angesammelt. Die Geschworenen wurden jubelnd begrüßt. Als die 
Anwälte der Privatbeteiligten, Baxa und Pevny, erschienen, durchbrach die Menge - nach der 
zeitgenössischen Schilderung der Prager "Bohemia" - die Absperrung und bereitete ihnen einen jubelnden 
Empfang; man wollte die Anwälte auf den Schultern zu ihren Hotels tragen! Die beiden Verteidiger 
Hilsners, Aurednicek und Vodicka, konnten nur durch eine polizeiliche Eskorte vor Tätlichkeiten bewahrt 
werden. Bei ihrem Anblick brach die Menge in ohrenbetäubende "Nieder"-Rufe aus. Dasselbe widerfuhr, wie 
schon in Kuttenberg, den anwesenden Deutschen, insbesondere den deutschen Berichterstattern - vielleicht 
wußte man aber auch, daß Berichterstatter und Jude im allgemeinen identische Begriffe waren! - In den 
Höfen der beiden Kasernen stand Militär in Bereitschaft, im Kreisgerichtsgebäude selbst erschienen 
zahlreiche Offiziere. Den beruhigenden Worten Dr. Baxas gelang es, die Menge zu zerstreuen und nach 
kurzer Zeit die Ordnung wiederherzustellen. Aurednicek aber wurde künfthhin von seinen tschechischen 
Klienten gemieden und sah sich gezwungen, mit seiner Praxis nach Wien überzusiedeln! 





Der Mutter Hilsners aber erschloß sich ein neuer Erwerbszweig: sie begriff in rasseeigentümlichem Instinkt 
die nach der Verurteilung ihres einem "Justizverbrechen" erlegenen Sohnes Leopold geschaff ene Situation 
und betrieb - ein schwunghaftes Bettelbrief-Unternehmen! (Diese Bezeichnung stammt von A. Nußbaum selbst!) 



"Revision, Revision!" 

War es nur der Besonnenheit nichtjüdische, Männer zu verdanken, daß Juden ungeschoren blieben, so 
benahm sich um so aufreizender das Judentum, an ihrer Spitze der Oberrabbiner Güdemann in Wien. Er ließ 
in der österreichischen Hauptstadt und in allen größeren Städten der Monarchie in Hunderttausenden von 
Exemplaren ein mehrsprachiges Flugblatt verbreiten, in dem er die NichtJuden "im Namen Christi und der 
Jungfrau Maria" beschwor, die Entlassung des braven, unschuldigen Hilsner zu fordern! Er besaß die 
unfaßbare Frechheit, am Ende dieses Ergusses wörtlich zu schreiben: "Wenn Ihr noch Christen sein wollt, 
denkt an Eure Mutter Maria, der man auch einen Sohn ans Kreuz schlug! Auch der armen Mutter will man 
ihren Sohn Leopold Hilsner hinmorden! Christentum, jetzt zeige, daß Du Tat und nicht nur Wort bist!" - Wir 
haben keinen Hirtenbrief ausfindig machen können, der diese Gotteslästerung brandmarkte. Die Kirche 
schwieg dazu. Um so heftiger war das Trommelfeuer der Weltpresse. In den Parlamenten kames zu Tumulten 
und Skandalszenen. Richter und Staatsanwälte jedoch waren unbestechlich geblieben und standen zu ihrem 
Urteilsspruch. In dieser kritischen Situation erstand dem Judentum der Retter: der Halbjude Thomas Garrigue 
Masaryk, weiland Professor an der Prager Hochschule und Führer der tschechischen Volkspartei, verfügte 
seit jeher über intime Beziehungen zum Judentum; während seiner Wiener Studentenzeit hatte er in der 
hauptsächlich von Juden bewohnten Leopoldstadt gehaust und war schließlich Hauslehrer der jüdischen 
Familien Schlesinger und Stern geworden (A. Rosenberg, "Protokoll der Weisen von Zion"); vorw egend 
verkehrte er in einflußreichen jüdischen Kreisen, denen er zu besonderem Dank verpflichtet war. - Also der 
geeignete Mann, sich des "Falles" im Sinne Judas anzunehmen. Obwohl er weder am Tatort der furchtbaren 
Verbrechen war, noch die aufschlußreichen Gerichtsverhandlungen erlebt hatte, "analysierte" er den Polnaer 
Mord in einer Broschüre, um, wie es in deren Vorwort hieß, die "Schande, die die tschechische Presse durch 
Annahme eines Ritualmordes über Böhmen und Osterreich gebracht habe, möglichst gutzumachen" 
("Münchener Neueste Nachrichten", 8. November 1899, Seite 2). Er schrieb weiter: "Ich gebe es offen zu, 
daß die Verurteilung Hilsners mich tief berührt hat. Mich, der ich für das Übervolk der Juden, das sich von 
den anderen Völkern stets durch seine hohe Ethik unterschied, eine schwärmerische Neigung und Liebe 
empfinde... Anklage, Zeugen, Richter und Ärzte sind der Suggestion des Ritualmordes zum Opfer gefallen. 
Wenn aber selbst Hilsner den Mord begangen hätte, was ich niemals glauben werde, so ist dies noch lange 
kein Ritualmord, sondern ein Akt der Selbstwehr, die spontane Explosion jenes aufgespeicherten Leides 
und jener Qualen, die dem Volke der Juden seit Jahrhunderten in grausamster Weise zugefügt worden sind." 
- Er brachte es fertig - was schon der Untersuchungsrichter Reichenbach versucht hatte -, nunmehr als 
Ergebnis seiner "Untersuchungen" die Mutter der Ermordeten zu beschuldigen! Masaryk schloß: Jür den 
unschuldig zum Tode verurteilten Hilsner fordere ich Revision! Daß diese Revision kommen wird, daran 
zweifle ich nicht!" 

"Revision, Revision, so schreit, wie im Dreyfuß -Prozeß, jetzt auch im Mordprozesse von Polna die ganze 
Judenbande und ihre Helfer. Ein Judenknecht, Professor Masaryk in Prag, hat eine Broschüre voll der 
verlogensten Darstellungen über den Ritualmord von Polna verfaßt, aus welcher das Münchener Organ der 
AUiance Israelite, die 'Neuesten Nachrichten', einen Auszuo, veröffentlichen. Während dies Blatt alle 
seitherigen Nachrichten über den Prozeß ganz versteckt unter dem Striche brachte, widmet es dem 
Masarykschen Schandwerke den breitesten Raum, denn die Judenlügen sollen unter das Volk gebracht 
werden!" 10} 

Diese denunziatorische Agitationsschrift Masaryks wurde von der internationalen Weltjudenpresse 
begeistert aufgegriffen und auszugsweise an allen großen Plätzen: in Wien, Berlin, Paris, London, 
Budapest, Neuyork veröffentlicht; die nachträgliche Beschlagnahme dieses inf amen Pamphletes konnte 
daran nichts mehr ändern. Die "Münchener Neuesten Nachrichten", neben dem "Berliner Tageblatt" das 
damalige einflußreiche Organ der AIU. für Deutschland, druckten aus dieser Broschüre eine volle Seite ab! 
Theodor Fritsch schrieb in seinem "Handbuch der Judenfrage": "Auf alle Prozesse der Welt, die einem Juden 
gemacht werden, suchte sie (die AIU.) bestimmenden Einfluß zu gewinnen. Wie eine unsichtbare Kraft war 
sie überall spürbar... " 

Als "Ergänzung und Vertiefung" seiner Broschüre folgte im Jahre des Piseker Urteilsspruches das Buch 
Masaryks: "Die Bedeutung des Polnaer Verbrechens für den Ritual-Aberglauben. " Es steht da zum 
Beschluß: "Ich wollte diese Polnaer Studien mit dem Wunsche beschließen, sie würden zur Ausrottung des 
Ritualaberglaubens beitragen. Während meiner Arbeit ist es mir immer klarer und klarer geworden: der 
Ritualaberglaube ist geradezu eine Anklage gegen das böhmische Volk. Die Juden Böhmens und der 
böhmischen Länder überhaupt gehören zur Elite nicht nur des österreichischen, sondern des Judentums 
überhaupt. - Wie kann man ihnen den barbarischen Ritualmord imputieren! Und wenn diese so gebildeten 
und moralisch hochstehenden Juden Böhmens - wenn sie auch nur eine Ritualmord-Sekte in ihrer Mitte 
hätten - wie barbarisch müßten da nicht die allgemeinen Kulturzustände von uns Christen sein, in denen eine 
solche Sekte sich hätte entwickeln und erhalten können?! Je mehr man über den Ritualaberglauben 
nachdenkt, um so absurder und für unser Volk gefährlicher muß er erscheinen. Den kulturellen, religiösen, 
medizinischen und juristischen Schandfleck von Kuttenberg kann nur eine energisch geführte sachliche 
Revision des Prozesses beseitigen!" 

"Drei berühmte Rechtsgelehrte, die Strafrechtslehrer Professoren Geh. Justizrat Dr. Franz von Liszt (Berlin), 
Professor Dr. G. Stoß (Wien) und der ehemalige Präsident des Ober-Landgerichtes von Wien, Exzellenz Dr. 
von Krall, sprachen sich für die Notwendigkeit der Revision des Prozesses aus, ... der bedeutende 
Rechtsanwalt Dr. Nußbaum in Berlin und Professor G. Masaryk in Prag weisen in inhaltsschweren 
Büchern die Unhaltbarkeit des Urteilsspruches nach, auch der tschechische Dichter Machar tritt für Hilsner 
ein. ... Im Abgeordnetenhaus richtet der bekannte gewissenhafte Reichsratsabgeordnete Dr. Julius Ofner - 
ebenfalls ein bedeutender Rechtskundiger - mit Genossen am -28. Jänner 1907 eine durch ihren Inhalt und 
Fassung geradezu glänzende Interpellation an den Justizminister um Wiederaufnahme nach § 36-9 StPO.; 
am 26. Mai 1907 hielt der kühne Rechtsanwalt der Mutter Hilsners, Dr. Elbogen, einen zündenden Vortrag 
im Verein zur Abwehr des Antisemitismus hierüber, am 8. März 1908 einen neuerlichen im Sophiensaal vor 
einem großen Publikum, welches durch ein distinguiertes, vom Verein 'zur Abwehr' eingesetztes Komitee 
eingeladen war, nachdem im Dezember 1907 ein von ihm verfaßter Appell an das öffentliche Gewissen, in 
Form einer Majestätseingabe, durch die 'Neue Freie Presse' allen Lesern als Beilage übermittelt worden 
war." 11) 

Damit haben wir wieder einmal die gute Gesellschaft Europas vorgestellt! 

Diese jüdisch-freimaurerischen Kräfte hatten, wenn sie auch aus gewissen Gründen während beider Prozesse 
nicht voll zur Entfaltung gekommen waren, so doch nachher vollen Erfolg zu verzeichnen. Wenn wir auch 
über die Einzelheiten heute nicht Mehr unterrichtet sind, so wurde Hilsner tatsächlich zunächst zu 
lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt! Hier hatte er es nicht schlecht. Er, der Analphabet, bekam eine 
sogenannte "Intelligenz-Zelle" angewiesen und koschere Kost vorgesetzt. Ab und zu empfing er 
Mädchenbesuch. Daß es aber überhaupt eine Instanz gewagt hatte, den jüdischen Vagabunden und 
Ritualmörder Hilsner zu verurteilen, hat den Berliner Juden Nußbaum tief gekränkt. In abschließender 
Betrachtung beider "Fälle" Hruza/Klima schrieb er 1906 in seiner wegen "des wissenschaftlichen Gehaltes 
der Darstellung" durch den schon oben genannten Franz v. Liszt mit einem "Geleitwort" ausgestatteten 
"kriminalpsychologischen Untersuchung" des Polnaer Ritualmordprozesses wie folgt: Jm ganzen muß man 
den Hilsner-Prozeß den traurigsten Verirrungen der modernen Strafrechtspflege beizählen. Unter den 
Ritualmordprozessen, denen er trotz des abweichenden Etiketts unbedingt zugehört, ist er der 
beklagenswerteste deshalb, weil er allein zu einer rechtskräftigen Verurteilun- des Beschuldigten geführt hat. 
Die Justizverwaltung hat allerdings - ein deutliches Zeichen, daß sie dem Wahrspruch der Geschworenen 
mißtraute - das Urteil nicht vollstreckt, sondern den Doppelmörder zu lebenslänglichem Zuchthaus 
begnadigen lassen. Hilsner ist daher am Leben geblieben. Somit kann und muß ihm geholf en werden... 
Doch es handelt sich hier keineswegs nur um Hilsner. Ein Sieg der Gerechtigkeit würde weit über den 
Einzelfall hinaus ein leuchtendes Wahrzeichen bleiben: er würde die Rechtspflege in Zukunft vor gleichen 
Verirrungen bewahren helfen. Und vor allem: ein grauenvoller Justizirrtum ist begangen worden ihn zu 
sühnen, ist unabweisbare sittliche Pflicht." 

Neunzehn Jahre später, nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie, zahlte das "Übervolk der Juden" 
seinem Vertrauensmann den Judaslohn: Masaryk wurde als Hochgrad-Freimaurer Präsident der von Juden 
und Freimaurern aus der Taufe gehobenen tschecho-slowakischen Republik. Die Zeiten waren vorbei, wo die 
Prager Studenten gegen die Skandalschriften Masaryks noch demonstrieren konnten, so daß dieser seine 
Vorlesungen f ür längere Zeit abbrechen mußte; vergessen auch jener Zwischenfall etwa ein Jahr nach dem 
Polnaer Prozeß, als Masaryk in einer kleinen böhmischen Stadt, da man ihn erkannte, "gröblich insultiert" 
ward (Nußbaum, Seite 26). Masaryk kam nunmehr seiner "sittlichen Pflicht" nach: Eine der ersten "Taten" 
des neugebackenen Präsidenten war die Entlassung Hilsners aus dem Zuchthaus. Dieser erfreute sich bei 
bester Gesundheit, mit reichen Geldmitteln unterstützt, unter dem Pseudonym Heller noch ein Jahrzehnt der 
Freiheit. Die Inschrift seines "Ehrengrabes" auf dem jüdischen Zentralfriedhof in Wien lautet: "Leopold 
Hilsner (Heller), gestorben 8. Januar 1928 im 51. Lebensjahr. Als unschuldiges Opfer der Ritualmordlüge 
schmachtete er 19 Jahre im Kerker. " 


1} Vgl. Evangelio Fornachi, S. 126: "Einer Wachsstatue ähnlich. " 

2) siehe S. 182 u. S. 194. 

3) gemeint ist Reichenbac! 

4) muß heißen Vomela, Ehefrau des Gemeindevorstehers von Klein-Wieschnitz! 

5) Schwers Aufi.eichnungen bildet, u. W. die einzigen brauchbaren Unterlagen; daneben bestehen nicht 
weniger als sechs "Werke" jüdischer Verfasser, sowie eine Urkunden"bearbeitung- des Juden Maximilian 
Paul Schiff ("Der Prozeß Hilsner", Aktenauszug, Wien, 19o8) und die Auslassungen de Freimaurers Thomas 
Garrigue Masaryk, die sich auf ihre Weise des "Falles" annahmen, - sie sind sämtlich Schüler des, 
berüchtigten Paul Nathan! So schrieb der "Philosophieprofessor" Masaryk im Jahr 1899 die "Notwendig 
keit der Revision des Polnaer Prozesses" in überstürzter Eile zusammen, ob wohl er, wie er selbst zugibt, 
wederain Tatort noch am Orte der Gerichtsverhandlung jemals gewesen war, und 1900 "Die Bedeutung des 
Polnaer Verbrechens für den Ritual aberglauben" . Die beiden, 1900 und 1901 erschienenen Brosrhüren des 
Judenarztes J. Ad. Bulova, der übrigens das jüdische Mörderpa&r Moses und Gittel Ritter in Lutza schon 
"vertreten " hatte, sind so liederlich und vor allem konfus gearbeitet, daß sie selbst bei Rassegenossen nicht 
allenthalben anschlugen. 1906 erschienen "Der Polnaer Ritualmordprozeß - Eine kriminalpsychologische 
Untersuchung" des Berliner jüdischen Rechtsanwaltes Arthur Nußbaum, und 1911 - ebenfalls in Berlin - 
eine hilflose anonyme Broschüre. "Der Fall Hilsner - Ein europäisches Justizverbrechen. " 

6} Im Auszug als Anhang beigegeben! Siehe S. 432 f. 

7} Vgl, Dr. Fritz Karl Lehmann in seinem Aufsatz über den tschechischen Antisemitismus. ("Weitkampf', Nr. 
194, 1940.) 

8) Nußbaum, S. 126 bzw. S. 148. 

9) "Resume", Punkt 8. 

10) Aus einem Flugblatt der "Bayrischen Reformpartei". 

11) "Der Fall Hilsner" - "Ein europäisches Justizverbrechen" (Anonym, Berlin, 1911, S. 21).

Ein Gedanke zu “Polna 1898/99.

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