Tisza-Eszlär 1882

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Im Jahre 1882 ereignete sich in dem weltabgelegenen ungarischen Dörfchen Tisza-Eszlär ein 
Ritualverbrechen, das insofern mit den zu Damaskus 1184o begangenen übereinstimmt, als ein Tatzeuge 
vorhanden war, der den grauenvollen Vorgang dieser Menschenschächtung von Anfang an beobachten 
konnte und wiederholt zu Protokoll gab. Man bezeichnete damals Tisza-Eszlär als den großen Wendepunkt 
in der Judenfrage Ungarns und Europas überhaupt - daß er es nicht geworden ist, ist nicht zum geringsten den 
Methoden der AJU. (AUiance Israffite Universelle) zuzuschreiben, die in dem bereits damals ungeheuerlich 
veriudeten Ungarn verhältnismäßig einfaches Arbeiten hatte. 

Ungarn wurde in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts von der schlimmsten Sorte- jüdischen 
Untermenschentums, den aus dem "europäischen Massen-Magazin des Judentum" 1), Galizien, 
einwandernden fanatisch-orthodoxen Chassiden 2) geradezu überschwemmt. Politische Wirren ermöglichten 
dem Gesindel ein unauffälliges Eindringen; wie sich diese Umstände auch in jenem Dorf an der Theiß 
auswirkten, wird noch zu behandeln sein. 

Am 8. April 1875 richtete im ungarischen Abgeordnetenhaus der Abgeordnete Victor Istöczy an das 
Ministerium eine Interpellation, in deren Begründung es hieß, daß in ganz Europa kein Staat existiere, in 
welchem das jüdische Element einen größeren Einfluß und eine größere Macht besitze als in Ungarn. Istöczy 
stellte folgende Fragen: "Hat die Regierung die Absicht, der Einwanderung der Ungarn überschwemmenden 
Juden einen Damm zu setzen? Würde sie einer friedlichen Bewegung zur Selbstverteidigung der 
einheimischen Bevölkerung Hindernisse in den Weg legen? Gedenkt sie überhaupt, der Judenfrage 
gegenüber Stellung zu nehmen, oder aber in ihrer Politik der vollständigen Neutralität und Gleichgültigkeit 
zu verharren?" 

Der ungarische Ministerpräsident Baron Bela Wenkheim antwortete hierauf: "Die Regierung ist keine 
Gegnerin irgendwelcher Bewegung, die eine ersprießliche Tendenz verfolgt; wohl aber wäre sie gezwungen, 
eine feindliche Stellung jeder Bewegung gegenüber einzunehmen, welche das friedliche Einvernehmen 
zwischen den im Lande befindlichen Kirchen und Konfessionen oder den zu denselben gehörenden Bürgern 
und die gegenseitige Achtung der bürgerlichen Rechte zu stören bestrebt ist. Da das Gesetz von 1867 die 
Gleichberechtigung der Israeliten mit allen übrigen Bürgern des Landes ausspricht, kennt die Regierung 
eine Judenfrage nicht, kann sie solche nicht kennen, und hat daher ihr gegenüber keinerlei Stellung zu 
nehmen..." 3) 

Sein in diesem Jahre antretender Nachfolger Präsident Koloman v. Tisza übernahm das Gedankengut seines 
Vorgängers zur vollsten Zufriedenheit des Weltjudentums! 

Zunächst soll die Tatsache festgestellt werden, daß dem Blutopfer des Jahres 1882 in jenen Gegenden eine 
ganze Kette ähnlich gearteter Verbrechen voranging, Verbrechen, die ebenso heimlich und ungesühnt 
vonstatten gingen wie die allgemeine, in dieser Zeit bereits beginnende, fast hoffnungslose Verjudung 
Ungarns. Nach den Mitteilungen v. Onodys gingen dem Ritualmord von Tisza-Eszlär folgende Blutmorde 
voraus: 

1. Am Vorabend des jüdischen Versöhnungsfestes (15. September) des Jahres 1875 waren zahlreiche, meist 
auswärtige Juden im Anwesen ihres Rass.egenossen Horowitz zu Zborö (im Säroser Komitat) versammelt, 
der Schächter war bereits hinzugezogen. Sie überfielen die ahnungslose sechzehnjährige Dienstmagd Hanna 
Zamba, warfen sie zu Boden, entkleideten sie und begannen unter Murmeln hebräischer "Gebete" mit den 
Zeremonien zur Schächtung. In diesem Augenblick hielt ein Fuhrmann vor dem Haus des Juden und forderte 
Einlaß, um einen verspäteten Handel abzuschließen. Die Juden stoben auseinander. Das zu Tode geängstigte 
Mädchen entkam, indem es durch einen hoch angeschwollenen Bach watete und so seine Verfolger 
abschüttelte. Auf seine Hilferufe eilten zwei Frauen herbei, die später diese Aussagen des Mädchens
beeideten. Infolge der ausgestandenen Todesangst erkrankte das Mädchen lebensgefährlich, im April 1876 
erlag dieses Opfer eines versuchten Ritualverbrechens dem Leiden. Auf dem Totenbette beschwor das 
Mädchen selbst noch einmal vor seinem Vater, der Schwiegermutter, dem katholischen Sakristan und 
mehreren Einwohnern des Orts die früher abgegebene Aussage, daß es am Vorabend des jüdischen 
Versöhnungsf estes im Jahre 1875 im Hause Nr. 165C zu Zborö der Schächter der dor.tigen jüdischen 
Kultusgemeinde in Gegenwart mehrerer Juden abschlachten wollte. 

Die Klage war beim Stuhlrichteramt eingereicht worden. Der völlig verschuldete, daher judenfreundliche und 
bereits vorher bestochene bzw. eingeschüchterte Stuhlrichter Winkler versuchte zunächst mit schönen 
Worten die Kläger zu beschwichtigen und von jedem weiteren Vorgehen abzuhalten; da dieser Versuch 
scheiterte, ging er zu Drohungen über, er werde die "Verleumder" einsperren lassen, da sie nicht imstande 
seien, ihre Beschuldigungen zu beweisen. Auf diese einfache Weise verlief die Untersuchung im Sande. Wie 
der ungarische Reichstagsabgeordnete v. Onody feststellte, hielt es dieser famose Herr überhaupt nicht für 
nötig, die Akten dem Bezirksgericht zu Szwidnik abzutreten, wie es seine Pflicht gewesen wäre. 

2. Zwei Jahre später, 1877, ereignete sich im Dorfe Szalacs in unmittelbarer Nähe des Ortes Per wo 1791 
gleichfalls ein Ritualverbrechen vorkam 4), ein Doppelritualmord an kleinen Kindern. In den Sterbematrikeln 
der Szalacser römisch-katholischen Kirche ist unter dem 13. Juni 1877 auf Blatt 70 des IL Bandes zu lesen: 
"Emerich, Sohn des weiland Peter Szabö und dessen Ehefrau Rosalie Keleman, neun Jahre alt, wurde 
ermordet und am 15. Juni 1877 durch den Pfarrer Franz Kubowits zu ewiger Ruhe bestattet. - Therese, Kind 
derselben Eltern, sechs Jahre alt, wurde ermordet und durch den genannten Seelsorger bestattet..." 

Hinter diesen nüchternen Notizen vermutet niemand ein Ritualverbrechen, und doch verhält es sich so: Die 
Pflegeeltern hatten am 13. Juni auf ihrem Feld zu tun und ließen die beiden Kinder bis zu ihrer Rückkehr bei 
ihrem jüdischen Schwager Josef Klee. Dieser schenkte den Kindern einige Kreuzer, mit der Weisung, sich 
etwas Zuckerzeug bei dem Kramjuden Ehrenfeld zu kaufen. Die Geschwister gingen gegen Abend zu dem 
Juden, von da ab blieben sie, trotz verzweifelten Suchens, verschwunden. 

Als der Kirchendiener des Ortes am nächsten Morgen zur Kirche ging, bemerkte er am Hause des Juden 
Alexander Ehrenf eld auffällige Blutspuren im Sande, die sich längs der Hofmauer bis zu einem etwa 50 
Schritt entfernten Wagenschuppen hinzogen. Des weiteren sagte der Kutscher des Ehrenfeld aus, er habe am 
Abend zuvor (13. Juni) die zwei Kleinen miteinander spielend in der Gewölbetür seines Dienstgebers sitzen 
sehen; gleichzeitig erzählte er, daß an demselben Abend und die ganze Nacht hindurch etwa vierzig fremde 
Juden sich im Hofe und im Hause des Ehrenfeld auf fällig zu schaffen machten und unaufhörlich aus- und 
eingingen . Nach drei Tagen verbreitete sich von der Wagenreinise herein penetranter Geruch. Die Leichen 
der beiden vermißten Kinder wurden in einer großen, nicht mehr im Gebrauch befindlichen Requisitenlade 
der Feuerspritze hineingezwängt aufgefunden. Die Juden brachten es durch irgendwelche Umtriebe dahin, 
daß die Leichenschau nicht der Bezirksarzt von Szekely-Hid, sondern der dortige jüdische Arzt vornahm. 
Die Kinderleichen hatten klaffende Schnittwunden am Halse, den Körpern war alles Blut entnommen 
worden. Als die Pflegemutter der Kinder, Anna Szabö, züi den Leichen geführt wurde, wurde sie von 
Krämpfen befallen, sie endete später im Wahnsinn. Der Schwager Josef Klee äußerte in der Nacht nach dem 
bestialischen Verbrechen zu seiner Frau: "Ich bedauere die armen Kinder; das Mädchen starb zwar gleich, 
aber der Knabe hatte einen langen Todeskampf." Diese Worte wurden von dem auf einer Bank unter dem 
geöffneten Fenster der Kleeschen Wohnung sitzenden Pferdeknecht vernommen. Josef Klee wurde verhaftet, 
bald aber wieder freigelassen, ohne daß die gerichtlichen Instanzen weitere Nachforschungen angestellt 
hätten. Das durch den Judenarzt abgefaßte Protokoll wurde geheimgehalten; der Stuhlrichter sagte jedoch 
jedem, der es hören wollte, ganz offen, daß beiden Kindern die Hälseklaffend durchschnitten und alles 
Blut den Körpern entnommen schien. 

3. Nicht weniger als drei ähnliche Fälle ereigneten sich mit derselben Rolle des Judenarztes 1879 zu Tällya 
im Zempliner Komitat, 1880 zu Komorn und 1881 zu Kaschau, wo die Tochter des Bindermeisters Josef 
Kocsis unter rätselhaften Umständen plötzlich verschwand und nach zwei Wochen in einem Brunnen 
abgeschächtet und ohne Blutgehalt vorgefunden wurde. Geza v. Onody konstatiert hierzu: "Auffallend und 
zugleich charakteristisch ist die Tatsache, daß sämtliche abhanden gekommenen Kinder den unteren 
Volksklassen angehört hatten, daher armer Leute Kinder waren, von denen die Juden voraussetzen konnten, 
daß ihr Verschwinden kein besonderes Aufsehen erregen werde. In keinem einzigen Falle verschwanden 
Kinder angesehener Familien, von denen anzunehmen war, daß sie, falls ihnen ein Kind abhanden käme, 
nach demselben die eifrigsten Recherchen anstellen würden." 

So waren in den Jahren 1878, 1879, 1880 und 1881 in der westungarischen Stadt Steinamanger regelmäßig 
vor den jüdischen Feiertagen oder vor dem Passahfest vier Mädchen nacheinander verschwunden, und 
zwar zwei bei Juden bedienstete Stubenmädchen, deren Eltern auf dem Lande wohnten, die Tochter .eines 
armen Schuhmachers und das achtjährige Töchterchen eines in jüdischen Diensten stehenden Kutschers, 
deren Spuren nie mehr aufgefunden worden sind. In allen vier Fällen war die gerichtliche Untersuchung 
sofort eingeleitet worden, begründeter Verdacht richtete sich gegen Juden, doch wurden die 
Untersuchungen ebenso rasch wieder als "gegenstandslos" niedergeschlagen! 

4. Im Jahre 1879 wurde aus Piros im Bätsch-Bodrogher Komitat folgender Fall berichtet: Der jüdische 
Großgrundbesitzer Hermann Großmann versuchte nachweislich, seit Monaten die fünf zehnjährige, auf 
fallend schöne und kräftige Tochter des Landarbeiters Peter Sipos in seinen Dienst unter allerhand 
verdächtigen Versprechungen zu locken, doch lehnten die Eltern rundweg ab. Da Großmann in jüdischer 
Aufdringlichkeit sein Anliegen immer von neuem vorbrachte und die Eltern des Mädchens die Rache des 
Juden fürchteten, willigten sie schließlich unter der Bedingung ein, daß ihre Tochter Lidi vorerst nur einen 
Monat als Dienstmagd in das Judenhaus eintreten sollte. Das war am 11. Oktober 1879. Vier Tage später 
erfuhren die Eltern durch Zufall, daß ihre Tochter verschwunden sei. In die Enge getrieben, erklärte der Jude 
Großmann plötzlich, die Leiche des Mädchens wäre "möglicherweise" in einem Abzweig des Franzen- 
Kanals, dem Türr-Kanal, zu suchen; am 21. Oktober, also eine Woche nach dem Verschwinden, wurde das 
Mädchen tatsächlich mittels eines langen Eisenrechens aus dem bezeichneten Kanalstück gezogen. Der 
Leichnam war nur mit einem kurzen Hemd bekleidet. Der Obduktionsbefund ergab, daß die Leiche 
unmöglich sechs Tage im Wasser gelegen haben konnte und Tod durch Ertrinken ausgeschlossen sei. Die 
Anwesenden kamen zu der Schlußfolgerung, daß die Lidi Sipos eines unnatürlichen Todes gestorben sei. 
Daraufhin wurde beim Bezirksrichter Peak zu Neusalz die Einleitung der Untersuchung beantragt, was dieser 
von sich aus rundweg ablehnte! Den Eltern wurde weiterhin die Herausgabe einer Kopie des ärztlichen 
Obduktionsbefundes verweigert. 

Der Kutscher des Juden äußerte vor Zeugen, sein Dienstherr habe ihn an dem fraglichen Tage (15. Oktober) 
unter einem fadenscheinigen Grunde nach Neusalz beordert. Als er nachts nach der Rückkehr die Pferde im 
Stalle ankoppeln wollte, hörte er im Keller unter dem Stallgebäude verdächtige Geräusche und Gepolter. Als 
er seine Wahrnehmungen noch in derselben Nacht dem Großmann mitteilte, sei dieser zusammengefahren 
und habe ihn angewiesen, sofort seine Schlafstätte aufzusuchen. Einige Tage später wurde der Kutscher aus 
dem Dienst entlassen. Die Landärzte, die die Obduktion vorgenommen hatten, erklärten den Tod des 
Mädchens folgendermaßen: Oberhalb des Nabels befand sich eine talergroße kreisrunde Wunde, unter 
der Nase war eine sehr tiefgehende Verletzung festzustellen; das Opfer sei wahrscheinlich an einem, an 
letzterer Stelle in das Fleisch getriebenen Haken aufgehangen, und aus der auffälligen Wunde am 
Nabel das Blut ausgesogen worden. 

Irgendein Schächtschnitt konnte nicht festgestellt werden -, daß trotzdem wiederum ein Ritualverbrechen 
vorlag, erhärtete der Fall eines Budapester Mädchens, dem noch vor Bekanntwerden des Tisza-Eszlärer 
Falles Blut abgezapft wrden war, nur mit dem Unterschied, daß dieses Opfer mit dem Leben davonkam. Die 
bei einem Juden im Budapester Judenviertel, der Theresienstadt, bedienstete Magd berichtete, daß sie 
unmittelbar vor dem Purimf este (14. Februar) mit einem Betäubungsmittel eingeschläfert worden sei 5), so 
daß sie erst nach einem vollen Tag wieder aufwachte. Nach ihrem Erwachen fühlte sie sich so "zerschlagen", 
daß sie kaum stehen konnte und empfand eigentümliche Schmerzen in den Gliedern. Als sie ihren Körper 
besah, fand sie am rechten Oberarm, am linken Oberschenkel und oberhalb des Nabels ähnliche runde, 
blutrote Flecken, in deren Mitte sich je eine kleine Öffnung befand. Sie vermutete, daß ihr die Juden während 
ihres todähnlichen Schlafes in großen Mengen Blut ausgesogen hätten und verließ deshalb sofort ihren 
Dienst. 

Die Haare der Leiche Lidis waren wirr durcheinandergerissen, zerzaust und mit Stroh aus dem Bettlager so 
vermischt, daß die beiden Leichenfrauen Mühe hatten, die Haare in Ordnung zu bringen. All dies läßt auf 
einen verzweifelten Kampf des in seinem Bett von jüdischem Mordgesindel Überfallenen Opfers mit den 
Mordbuben schließen. Der Bezirksrichter Peak vereitelte eine gerichtliche Untersuchung. 

Das von der Ortsbehörde ausgestellte Zeugnis über das Verschwinden und die Auffindung der Leiche der 
Lidi Sipos lautet: "Die unterfertigte Ortsbehörde bezeugt hiermit amtlich, daß die fünfzehnjährige Tochter 
Lidi des hiesigen Einwohners Peter Sipos, nachdem sie Am 11. Oktober 1879 in den Dienst des hier 
seßhaften Juden Hermann Großmann getreten war, am 15. Oktober desselben Jahres spurlob verschwand, 
und daß die Leiche derselben nach langem Suchen am 21.10. am Grunde des sogen. Türr-Kanals 
aufgefunden wurde. - Piros, 31. Mai 1882. Johann Feher m. p. Richter, Julius Zsigmond m. p. Notar, Georg 
Mayer m. p. Geschworener." 

5. Unmittelbar vor dem jüdischen Ostern des Jahres 1882 schickte der zu Koväcsi im Barser Komitat 
wohnende Jude Leopold Grünwald die bei ihm in Dienst stehende siebzehnjährige Barbara Kleemann, eine 
Zipser Sächsin, spät abends unter dem Vorwand in das benachbarte Dorf Peször, sie möge seine im dortigen 
Wirtshause liegen gebliebene Geldtasche heimholen. In der Gaststube des abseits stehenden Hauses waren 
nur zwei Gäste anwesend: der Bruder des Grünwald und der Schächter des Ortes. Das Mädchen, das eine 
Falle ahnte, wollte umkehren, doch ihr Dienstgeber, der ihr unmittelbar gefolgt war, versperrte ihr den Weg. 
Die drei Juden warfen das Mädchen zu Boden, entkleideten und fesselten es. Noch bevor sie ihr einen Knebel 
in den Mund stecken konnten, stieß das Mädchen einen gellenden Hilferuf aus. Ihre ältere, in diesem Gasthof 
dienende Schwester schlug die Tür ein und versuchte die Unglückliche zu befreien. Während des Tumultes 
schleppte sich das Opfer auf die Straße, wo, es von herbeieilenden Bewohnern aufgefunden wurde; die Retter 
stürzten sich sodann auf die Juden, die halbtot geprügelt wurden. 

Das Bezirksgericht zu Aranyos-Maröth sprach das Gesindel frei, da die angeklagten Juden sämtlich unter 
Eid (!) ausgesagt hatten, sie hätten die Barbara nur einer Leibesvisitation unterziehen wollen, da selbige 
ihrem Dienstherrn die Geldtasche entwendet habe! 

Vier Tage nach diesem mißlungenen Attentat fand der rituelle Opfermord in Tisza-Eszlär statt. 



In Tisza-Eszlär war der ungarische Reichstagsabgeordnete Geza von öncdy begütert; ihm verdanken wir die 
genauenAufzeichnungen, die er an Ort und Stelle vornehmen konnte. Aber noch aus einem anderen Grunde 
wird die Arbeit Onodys besonders wertvoll: in seiner Eigenschaft als Abgeordneter wurde es ihm ermöglicht, 
die Akten der Voruntersucliung einsehen zu können. Davon hat er allerdings reichlich Gebrauch gemacht, 
so daß er Protokolle in ihrem vollständigen Wortlaut, sogar mit Angabe der Aktenzeichen, verwerten konnte. 
Seine Schrift, die unwiderlegbares Material zutage förderte, sollte die ganze Kulturwelt auf die ungeheure 
jüdische Gefahr aufmerksam machen. Sie erschien in ungarischer Sprache im Dezember 1882 unter dem 
Titel: "Tisza-Eszlär in der Vergangenheit und Gegenwart" - und war in kürzester Zeit, vom Juden aufgekauft, 
verschwunden. Dasselbe Schicksal widerfuhr der deutschen Übersetzung, die von seinem persönlichen 
Freund und Verbindungsmann zu deutschen Kampfgefährten, dein Ritter Georg von Marcziänyi 
vorgenommen wurde und schon im Juni 1883 in Budapest erscheinen konnte. Tatsächlich hat sich auch diese 
Übersetzung nur in wenigen Exemplaren, die überdies kulturhistorischen Seltenheitswert besitzen, erhalten, 
übrigens veröffentlichte Georg von Marcziänyi selbst noch während der gerichtlichen Voruntersuchung im 
Sommer 1883 eine Abhandlung über diesen Blutmord: "Esther Solymosi. Diese Publikation hatte die 
Aufgabe, die, jüdischen Machenschaften und Umtriebe aufzudecken, um ein geordnetes Gerichtsverfahren 
zustande zu bringen; auch diese Kampfschrift ist ins Deutsche übersetzt worden (M. Schulze, Berlin, 1882). 
Die Juden konnten den Veröffentlichungen der beiden Ungarn nichts entgegensetzen - um so intensiver 
arbeitete die jüdische Presse' um deren Wirkung abzuschwächen. 

Genau 50 Jahre später, 1932, gab der damalige Untersuchungsrichter, Dr. Josef Bary, der spätere Präsident 
des ungarischen Obersten Gerichtshofes, in Budapest seine Erinnerungen über diesen Prozeß in einem Bande 
von 612 Seiten heraus. Leider konnte sein "Tisza-Eszlärer Strafprozeß" bei Abfassung dieses Kapitels nicht 
mit herangezogen werden, da die Aufzeichnungen Barys nur ungarisch vorliegen ("A tiszaeszläri bünper" - 
Budapest, 1933). Eine deutsche Übersetzung wäre sehr zu wünschen, da zweifelsohne aufschlußreiches 
authentisches Material vorliegt! 

Der jüdische Verneblungskünstler Paul Nathan 6) - wir haben ihn bereits im Vorwort vorgestellt und 
werden uns mit ihm noch eingehend zu befassen haben -, hat sich auch dieses "Falles" angenommen - 
vorsichtshalber allerdings erst zehn Jahre später. Er durfte damit rechnen, daß das Gedächtnis der 
nichtjüdischen Menschheit, sofern es sich um deren ureigenste Belange handelte, ein sehr schlechtes war, 
denn die Darstellungen eines Onody und Marcziänyi waren beseitigt worden -, und Artikel des jüdischen 
Blätterwaldes überwucherten jede judengegnerisch eingestellte nationale Regung. 

1892 erschien zu Berlin "Der Prozeß von Tisza-Eszlär - ein antisemitisches Kulturbild" dieses Paul Nathan. 
Das 400 Seiten zählende Machwerk ist eine sophistisch-talmudistische Meister leistung; man kann sich 
mitunter eines Lächelns nicht erwehren, wie dieser Talmudjünger, der zudem noch von einer deutschen 
Universität (Heidelberg) mit der höchsten Würde ausgezeichnet worden war, die Wucht des Akten- und 
Tatsachenmaterials nachträglich umzufälschen beginnt und am Ende es so weit geschafft hat, daß der brave 
Leser, der von diesen infamen Absichten keine Ahnung hat und schließlich auch nicht haben kann, wiederum 
ein Beispiel mehr registrieren kann, wie sehr doch die armen und unschuldigen "Mitbürger mosaischer 
Konfession", von deren rastlosem Tätigkeitsdrang er sich doch täglich überzeugen konnte, unter den 
Verdächtigungen "antisemitischer Heißsporne" zu leiden hatten. So wettert auch Paul Nathan - man sieht ihn 
förmlich mit den Händen reden: "Ein ganzes Buch aber müßte geschrieben werden, um bis in alle 
Einzelheiten die abstoßende Korruption, die grenzenlose Verlogenheit, den blinden Haß, die turmhohe 
Frivolität da-rzutun, die seitens der Antisemiten unbedenklich angewandt worden sind, um ihre Anklage auf 
rituellen Mord nicht fahrenlassen zu müssen." 


Wir aber werden uns an die gerichtlich und historisch beglaubigten Tatsachen halten, wenn wir dabei auch 
Gefahr laufen, von jüdischer Unschuld durchaus nicht überzeugt zu werden, weil unsere "Geistes-Disposition 
das nun einmal verhinderf (Nathan in seiner "Vorrede", S. VI!) 

Tisza-Eszlär, ein bescheidenes, an der oberen Theiß gelegenes Dörfchen des Szaboleser Komitates in 
Ungarn, hatte vor dem Jahre 1848 kaum ein Dutzend Juden aufzuweisen, wenige Jahrzehnte später waren es 
bereits über 2oo, meist militärdienstflüchtige, mit Hilfe jüdischer Geheimorganisationen (Kahal) über die 
russische Grenze geschmuggelte Elemente, die nun "mit unermüdlichem Fleiße und nie erschlaffender 
Ausdauer am Werke der Ausbeutung und der materiellen wie moralischen Zugrunderichtung der 
nichtjüdischen Mitbürger arbeiten" (Geza v. Onody). 

Wie bereits erwähnt, war besonders das zwischen Donau und Theiß liegende Gebiet Ungarns einschließlich 
der Landeshauptstadt 7) von der widerwärtigsten Sorte, den kaftanbehangenen galizischen Juden, geradezu 
überschwemmt worden. J.G. Bogrow, selbst Jude, beschreibt in seinen zu St. Petersburg im Jahre 1880 
erschienenen "Memoiren eines Juden" 8) aus eigener Anschauung diese Sorte selbst wie folgt (S. 313): Jm 
düsteren, schmutzigen Vorzimmer... stand ein zerlumpter Jude von niedrigem Wüchse mit einem 
aufgedunsenen, runzlichen Gesicht, mit einem roten, mit grau gemischten Barte und langen, 
zusammengeklebten rötlichen Peies (Schläfen-"Locken"). Die Schöße seines übermäßig langen Kaftans mit 
Löchern und Rissen von jeder Größe und Form waren mit einer hielten Kruste getrockneten Straßenkotes 
verbrämt, welcher an den zerfetzten Rändern ganz eigenartige Troddel und Büschel bildete. Beim ersten 
Anblick mußte man diesen Menschen für einen Bettler der niedrigsten Gattung halten" - es war aber eine mit 
Vertrauensämtern ausgezeichnete Person! 

Das in unmittelbarer Nähe von Tisza-Eszlär gelegene Tisza-Lök hatte sich zu einer Art Klein-Jerusalem 
entwickelt, in dem die nichtjüdische Einwohnerschaft in des Wortes vollster Bedeutung in ihrer leiblichen 
wie geistigen Existenz bedroht war. Die Juden von TiszaLök standen unter ihren Glaubensgenossen im Rufe 
der "Heiligkeit" und unterhielten mit den Polnisch-galizischen Chassiden eine ununterbrochene und sehr rege 
Verbindung. Die Fäden aller ritualer Verbrechen in jenen Gegenden aber erstrecken sich über die Karpaten 
hinaus nach Galizien, wie ja auch die Befehlsstellen der Polnaer (1898/99) und Konitzer (.rgoo) Blutmorde 
nachweislich in jenem finstern und grauenvollen Ghetto Europas zu suchen sind, kann man doch geradezu 
von einem organisierten jüdischen Geheimdienst sprechen, der Zeit und Ort für eine Menschenschächtung 
festlegt, eine Judenabordnung zusammenstellt, die Schächter verschiedener Judengerneinden anweist und das 
Mordgesindel dann ebenso spurlos wieder verschwinden läßt. Klappt diese Regie aber durch 
unvorhergesehene Zwischenfälle, wie beispielsweise in Tisza-Esziär, nicht, dann tritt die Weltorganisation 
des Judentums, die AJU, deren Spezialgebiet die Niederschlagung von Prozessen wurde, um so erfolgreicher 
in Tätigkeit. Auf jeden Fall erschienen Durchführung des Mordes und Straflosigkeit der Mörder hinlänglich 
gesichert. 

Nach dem Mißerfolg zu Koväcsi im Barser Komitat war TiszaEszlär bestimmt worden, den Blutzoll zu 
liefern. 



Esther Solymosi. 



Am 1. April 1882 eilt am zeitigen Nachmittag durch die langhingestreckte Dorfstraße von Tisza-Eszlär die 
Bäuerin Andreas Huri und wendet sich nach allen Seiten, als suche sie etwas. Sie hatte die vierzehnjährige 
Esther Solymosi, deren Mutter, eine Witwe, in ihrer nächsten Nachbarschaft wohnte, zwischen elf und zwölf 
Uhr in einen am entgegengesetzten Ende des Dorfes befindlichen Kaufladen geschickt, um Farbe zu 
besorgen. Der Weg zu dem Krämer Kohlmayer führte das Mädchen an einer damals unbebauten, größeren 
Fläche, der Dorfweide, vorbei, an deren westlicher Seite, nahe des Theißdammes, sich ein isoliert stehendes, 
geräumiges Haus, die Synagoge, erhebt. Dieser Judentempel befand sich also nicht innerhalb der 
geschlossenen Reihe der dörf lieh en Anwesen, sondern auf freiem Gelände, war deshalb aus der direkten 
Nachbarschaft nie näher zu übersehen. Dieser Umstand ist wichtig und für die Wahl von Tisza-Eszlär zum 
Schächtort mitbestimmend gewesen! 

Das Mädchen benutzte als Heimweg die Straße bis zum Dammabzweig, von da ab einen Feldweg, der hart an 
der rückwärtigen Seite der Synagoge vorbeiführte, wahrscheinlich, um schneller nach Hause zu gelangen. 
Dies hat sie mit ihrem jungen Leben bezahlt. 

Nach Aussage des christlichen Krämers Josef Kohlmayer drängte die Esther während des Einkaufens sehr 
zur Eile, "denn sie müsse schnell nach Hause, da bis zum Abend das Haus frisch getüncht sein müsse". Das 
Mädchen packte die Farben zusammen und begab sich sofort auf den Heimweg. Kurz vor dem Abzweitraf 


die Esther ihre siebzehnjährige Schwester Sofie und erzählte ihr freudig, daß die Frau Huri, ihre Taufpatin, 
ihr ein neues Kleid und fünf Gulden versprochen habe, damit sie sich zu den Osterfeiertagen noch ein Paar 
Schuhe kaufen könne... Dann grüßte, sie'noch den vor seiner Mühle stehenden Ortsrichter Josef Papp und 
wechselte einige freundliche Worte mit ihm; er sah dem Mädchen noch nach, bis es in den Weg eingebogen 
war. 

Diese hier genannten und noch einige andere Zeugen gaben ihre Wahrnehmungen später unter Eid ab. 

Esther war und blieb wie vom Erdboden verschwunden. Frau Huri wurde unruhig, sie vermutete Esther 
zunächst noch auf dem Wege zum Krämer und trat dann bei deren Mutter ein. Die alte Frau Solymosi 
berichtete hierüber vor Gericht: "Schon nachmittags gegen zwei Uhr kam Frau Huri mit den Worten - Hat die 
Frau Gevatterin durch das Mädchen etwas aus dem Gewölbe (des Krämers) bringen lassen?' Die Mutter fährt 
sofort auf: 'Ist sie weg?' Frau Huri: 'Sie ist weg! Ich habe sie fortgeschickt, um Farbe zu holen..." 
(protokollarische Aussage). Damit begann die Tragik einer Mutter, die an dem furchtbaren Ende ihrer 
Tochter zerbrach. 



Die Mörder. 

Die Mutter suchte laut schluchzend ihre Tochter. Ihre Schwester, Frau Gabriel Solymosi, half ihr; sie suchten 
bis zum Sonnenuntergang... In unmittelbarer Nähe der Synagoge sprach sie die Frau des Tempeldieners 
Scharf scheinheilig an: "Was fehlt euch?" und ohne Antwort abzuwarten: "Ist die Esther verlorengegangen? 
Die ist nicht verlorengegangen. Möglicherweise hat sie das Fieber befallen, und sie liegt irgendwo." Jetzt 
kam auch Scliarf selbst zum Vorschein und mischte sich in das Gespräch. Die Mutter Esthers machte 
darüber am zweiten Verhandlungstag folgende Angaben: "Scliarf, der Tempeldiener, fragte mich, was mir 
fehle; ich konnte kein Wort sprechen, aber meine Schwester, Frau Gabriel Solymosi, erzählte ihm, daß die 
Huri das Mädchen ins Dorf geschickt habe, und daß man es seither nicht finde; darauf sagte er, man müsse 
nicht so traurig sein, auch in Nänäs war einälinliclier Fall, als er noch ein Kind war, auch damals 
verdächtigte man die Juden, man habe sogar in ihren Öfen nachgesucht..." Dieser jüdische "Trost" - man 
kann sich die abgefeimten Judengesichter heute noch vorstellen - bewirkte aber das Gegenteil: die Frauen 
wurden immer unruhiger, eine furchtbare Ahnung quälte sie. Auch der Jude Nathan weiß ganz genau, daß 
das Ehepaar Scharf mit seinem unüberlegten Gemauschele eine riesengroße Dummheit beging. Deshalb wird 
er in seinem Buche über Tisza-Eszlär an dieser Stelle recht sentimental, zu allen Zeiten ein wirkungsvolles 
Mittel, die Mitmenschen, in diesem Falle die nichtjüdischen Leser, zu veralbern: "Diese Szene, die sich bei 
hereinbrechender Abenddämmerung so friedlich vor dem Hause des Tempeldieners Scharf abspielte, war 
der Kern für die furchtbarsten Konflikte, für Konflikte, die die Ruhe von Tausenden stören sollten. Die 
beiden Solymosi gingen heimwärts; was in ihren Seelen vorging, wissen wir..." 

Ja, dieser Jude, alle Juden wußten es, nur nicht - der ungarische Staat, der bis zur Einleitung der gerichtlichen 
Untersuchung viele kostbare Wochen ungenutzt vergehen ließ! Diese Zwischenzeit aber wurde um so eifriger 
vom Judentum benutzt, um die ersten Abwehrmaßnahmen zu treffen, d. h. Verleumdungen auszustreuen, so, 
daß die Esther, von Natur ein leichtfertiges Wesen 9), an diesem Tage eben abgerückt sei. Bewußt oder 
unbewußt griff auch Nathan dieses "wertvolle" Gedankengut auf und schrieb weiter: "Das Verschwinden 
Esthers war schließlich gar kein seltenes Ereignis; es kommt häuf iger vor, daß ungarische Mädchen 
selbst auf Jahre hinaus sich heimlich entfernen..." 10) 

Später wurde das Judentum aggressiver; indem die gewöhnliche Taktik angewandt wurde, aus Klägern 
Angeklagte zu machen, sollte gegen die Witwe Solymosi und die Verbreiter der Nachricht vom Morde an der 
Esther eine Klage wegen "Ehrenbeleidigung" angestrengt werden! Es blieb aber bei diesen Drohungen, und 
es geschah- etwas anderes: wenn nämlich Fremde unvermutet in das Dorf kamen, wie beispielsweise in 
einem Falle k. k. Offiziere, um Mappierungsarbeiten zu verrichten, erschraken die Juden sofort heftig, 
steckten die Köpfe zusammen, flüsterten hebräisch untereinander, betrachteten ängstlich die Angekommenen 
und liefen aufs Gemeindeamt, um dort die Ursache der Ankunft der Fremden zu erforschen. Auf ihren 
Gesichtern war panische Angst zu sehen! (Geza v. Onody in seinem Buch über Tisza-Eszlär.) Schließlich 
erklärte Nathan die Mutter des Opfers in aller öffentlichkeit für "gekauft", um "Stimmung gegen den nicht 
unbedeutenden" jüdischen Volksteil zu machen: "Die Frau war arm, blutarm gewesen. Als ein trauriges 
Geschick ihre Tochter ereilt hatte und der Antisemitismus liebenden Herzens die Sache der Mutter zu der 
seinigen machte, da wendete sich auch das Schicksal des wertvollen Schützlings. Mildtätigkeit und 
Parteiinteresse riefen Sammlungen für die arme Witwe ins Leben... Irgendwoher strömten der alten 
Solymosi gewisse Unterstützungen zu." 

Die Mutter, vor Gericht darum befragt, versteht zunächst überhaupt nicht, was man von ihr will, dann aber 
weist sie entrüstet diese infamen Verleumdungen von sich - Nathan weiß es aber besser: "Diese Äußerungen 
(der Mutter) entsprachen nicht den Tatsachen. In Wahrheit hatte sich die Lebenslage der Frau Solymosi 
erheblich verbessert. Sie brauchte für ihren täglichen Unterhalt gar nicht mehr zu arbeiten... Sie war gut 
gekleidet, weit besser, als eine Tisza-Eszlärer Bäuerin sonst gekleidet zu sein pflegt; in ihrem Topf fehlte das 
Fleisch nicht mehr, und als sicherstes Symptom einer Wandlung in ihren Verhältnissen begann sich bereits 
der Neid der anderen Bäuerinnen des Theiß-Dorfes gegen sie zu richten... So sieht man, wie auch Gründe 
des äußeren Vorteils die Bäuerin fesselten... So triumphierte der weltliclie Vorteil!" 

So kann nur ein Jude schreiben! Eine Witwe, deren vierzehnjährige Tochter buchstäblich abgeschlachtet 
wurde, erfährt eine "sichtbare Wandlung in ihren äußeren Verhältnissen" - der Tod des eigenen Kindes wurde 
also zum "Geschäft", zu "äußeren Vorteilen" für die Hinterbliebenen! Das deckt sich übrigens völlig mit dem 
in Form eines Geschäftsbriefes abgefaßten "Angebot" an den Vater des gleichfalls geschächteten Ernst 
Winter aus Prechlau-Konitz 11), der für das Blut seines Sohnes mit 20 000 Mark "entschädigt" werden sollte. 

- der Tod des Kindes als Geschäft! 

Am 3. April, zwei Tage nach dem Verschwinden Esthers, erstattete die Mutter Anzeige beim 
Gerneinderichter Färkas zu Tisza-Eszlär; sie bat, daß die Synagoge untersucht würde. Färkas lehnte ab - was 
uns nicht mehr überrascht - mit der Begründung, daß er dazu keinesfalls ermächtigt sei und verwies die 
Mutter an den Stuhlrichter Eugen Järmy. Dieser wiederum gab der Frau Solymosi, als sie ihren Verdacht 
gegen die Juden wiederholte, zur Antwort: "Gute Frau, wie können Sie solches denken? Derlei kann 
heutzutage nicht mehr geschehen!" 12} Er erließ schließlich eine Kurrende, in der es hieß: "Der Frau 
Solymosi verschwand am 1. April zwischen 9 und 10 Uhr ihre 14jährige, weiter unten näher beschriebene 
Tochter." Das war zunächst alles! Die Familie des Tempeldieners Scharf aber wurde in der Folgezeit zum 
enfant terrible der jüdischen Regie. Wenige Tage nach dem Verschwinden der Esther erzählte der 
sechsjährige Sohn des Tempeldieners, Samu Scharf, seinen Spielgefährten einen sonderbaren Mordfall, den 
er von seinem großen Bruder gehört habe. Die elfjährige Elisabeth Soös gab in einem Protokoll diese 
Erzählung folgendermaßen wieder (Samu sagt zu den spielenden Kindern): "Der Vater hat das 
Christenmädchen in den Tempel hineingerufen und sie dort in einen Lehnstuhl niedersitzen lassen; Moritz 
hat ihre Hand gefaßt, der Vater ihren Kopf, der Schächter hat sie in den Fuß geschnitten, und darin trugen sie 
sie dorthin, wo der große Baum steht." Dabei zeigte Samu nach dem Friedhof hin! Die Mutter der kleinen 
Soös, Frau Andreas Soös, hat wenige Tage später als ihre Tochter von Samu selbst folgendes gehört 
(Protokoll): "Väterchen rief das ungarische Mädchen herein, band es, wusch es, und darauf hat der Schächter 

- Bäcsi -ihm den Hals abgeschnitten" und auch in dieser Version- "Väterchen hat von der Straße das 
ungarische Mädchen hereingerufen, Mutter hat ihm die Füße gewaschen, der Schächter hat ihm den Hals 
durchschnitten. Auch eine Henne hat der Bäcsi bei uns so geschlachtet." 

Das war wenige Tage, nachdem Esther Solymosi verschwunden war. Später sind dem Ehepaar Scharf die 
Plaudereien ihres Sprößlings zu Ohren gekommen. Sie haben ihn verwarnt. Am 2. Mai (1882) ruft Samu: 
Jetzt sage ich nicht, was mein Vater mit dem Mädchen getan hat." 13) 

Von diesem 2. Mai sprach außerdem die 23jährige Elisabeth Tanyi in der öffentlichen Verhandlung 14): "Ich 
trieb gegen Abend die Gänse heim, da stellte sich der kleine Samu aus dem Tempel vor uns hin. Ich sagte 
ihm: Geh von meinen Gänsen weg, sonst kriegst du Schläge!' Da sagte Samu: Dann will ich Ihnen erst recht 
nicht erzählen, was der Vater mit dem ungarischen Mädchen getan hat!' Ich fragte ihn, was denn das sei? Da 
sagte er: 'Jetzt sag' ich's erst recht nicht!'" - 

Am 4. Mai, also über einen Monat nach dem Verlust ihres Kindes, sprach die Mutter nochmals bei dem 
Gemeinderichter von TiszaEszlär, Gabriel Färkas, vor. "Am 4. Mai kam die Solymosi wieder zu mir und 
sagte, sie hätte keine Ruhe..." 15) Sie verwies auf die Aussagen des Samu Scharf. Färkas lehnte wiederum ab. 
Er sei daf ür nicht zuständig. Der Stuhlrichter beauftragte schließlich den Ortsrichter, die Zeugen doch 
einmal zu vernehmen. Volle 36 Tage nach dem Verschwinden Esthers wurden so die ersten 
behördlichen Ermittlungen angestellt! 

Die Protokolle wurden der Staatsanwaltschaft nach Nyiregyhäza übermittelt; Mitte Mai stellte diese den 
Antrag auf Einleitung der Untersuchung; das gesamte bisherige Aktenmaterial wurde an das 
Untersuchungsgericht übermittelt. Mit der Führung der strafgerichtlichen Untersuchung wurde der Notar des 
Nyiregyhäzaer Gerichtshofes, Josef Bary, betraut, nachdem der ursprünglich zu dieser Aufgabe bestimmte 
Untersuchungsrichter, der mit schweren Geldverlegenheiten zu kämpfen und Juden zu seinen 
Hauptgläubigern hatte, in Disziplinaruntersuchung geraten war und sich das Leben genommen hatte. 

Am 19. Mai trifft Bary am Tatort ein. über die Familie Scharf wird Präventivhaft verhängt. An demselben 
Tage plaudert der sechsjährige Samu vor dem Untersuchungsrichter aus (Protokoll): "Der Vater rief die 
Esther herein, und sie kam in die Wohnung. Der Vater stopfte ihr ein weißes Stück Leinwand in den Mund, 
darin wuschen sie sie in der Mulde, und ein großer Jude schnitt sie mit einem langen Messer so in den Hals, 
daß ihr der Kopf abfiel. Er hatte nur einen einzigen Sclinitt an ihr gemacht... Dann faßte man die Esther an 
und trug sie durch den Hausflur nach dem Tempel hin. Sie hatten sie an den Händen, den Füßen und am 
Kopfe gefaßt, und zwar: Abraham Braun und sein Sohn, Samuel Lustig und sein Sohn und Moritz. Es waren 
viele dabei... !" 

Am 20. Mai nahm Bary das erste Verhör mit dem vom Samu genannten Bruder, dem sechzehnjährigen 
Moritz, auf. Moritz Scharf gab einleitend an, daß am Sonnabend vor dem jüdischen Ostern, am 1. April, im 
Hause des Jakob Süßmann die Wahl des neuen Schächters stattgefunden habe. Die Esther will er nicht 
einmal dem Namen nach gekannt haben; seine Ausführungen erschienen in diesem ersten Verhörsprotokoll 
derart gekünstelt und widerspruchsvoll, daß er in Haft behalten wurde. Der Untersuchungsrichter ließ 
außerdem eine Anzahl Juden verhaften. Da die Räume des bescheidenen Gemeindehauses zu einer 
gesonderten Unterbringung der Verhafteten nicht ausreichten, erklärte sich der Sicherheitskommissar 
Andreas Recsky bereit, den jüngsten, Moritz Scharf, vorläufig in seinen Amtsräumen zu Nagyfala 
unterzubringen. Von seinen Glaubensgenossen gesondert, brach Moritz plötzlich in der ihm fremden 
Umgebung zusammen und erklärte noch an demselben Abend dem Kommissar, ein volles Geständnis 
ablegen zu wollen; er machte bis ins einzelne gehende Angaben über das rituelle Verbrechen und die Mörder; 
auf Grund seiner Aussagen konnten vier Juden des Mordes, fünf weitere der Beihilfe angeklagt werden. Das 
Geständnis des Moritz Scliarf, das am Abend des 21. Mai vor dem Kommissar Recsky und dem 
Protokollführer des Untersuchungsrichters, Koloman Pezely, abgelegt wurde, lautet wörtlich 16): 

"Estlier Solymosi kam am Samstag gegen 12 Uhr mittags auf Aufforderung meines Vaters auf ihrem 
Heimwege aus Eszlär-Altdorf in unser Haus. Mein Vater rief sie mit dem Bemerken herein, sie solle den 
Leuchter vorn Tisch nehmen. Estlier Solymosi hatte, als sie mit meinem Vater in unser Haus hineinkam, ein 
abgetragenes, weißiarbiges Tuch auf dein Kopfe, ein rotfarbiges Tuch um den Hals und trug eine Art 
weißfarbige, Jacke und einen - wenn ich mich recht erinnere - blauf arbigen Rock. Daß das Mädchen Esther 
hieß, weiß ich daher, weil mein Vater sie. so anredete. Die Dienstgeberin des Mädchens war Frau Andreas 
Huri, denn die Mutter hatte siei gefragt, bei wein sie wohnte, und sie sagte mit Namen, daß sie bei Frau 
Andreas Huri wohne. Von Gesicht sah die Esther fast so aus, wie ihre Schwester Sophie. Esther stellte die 
Leuchter, sowie sie dieselben von unserem Tisch fortgenommen hatte, auf Geheiß meines Vaters auf den 
Kommodenkasten hinauf. Als das Mädchen vom Sessel herunterstieg, schickte man aus dem Tempel einen 
jüdischen Bettler 17} um das Mädchen herein. Der jüdische Bettler faßte das Mädchen an der Hand und 
lockte es mit sich in den Tempel hinaus. Dort im Flur des Tempels faßte der hochgewachsene, braune 
jüdische Bettler das Mädchen an und warf es zur Erde. Da begann das Mädchen zu wehklagen und zu 
schreien, aber die bereits anwesenden Schächter von Tegläs und Tarczal drückten das Mädchen rasch auf 
den Boden nieder, und der von Tiszla-Lök gekommene Schächter Salomon Schwarz schnitt dem Mädchen 
den Hals durch und ließ das Blut in einen roten, irdenen Teller fließen; als der Teller mit Blut vollgeflossen 
war, goß er das Blut in einen Topf. 

Ich war bei dem Vorgange nicht im Tempel, sondern habe von außen durch das Schlüsselloch der 
Tempeltüre zugesehen. Mein Vater war nicht dort, sondern war in unserem Hause. Als man das Mädchen in 
den Tempel hineingef ührt hatte, hat man die Tempeltür von innen versperrt. Im Tempel waren außer den 
oben Erwähnten zugegen: Samuel Lustig, Abraham Braun, Lazar Weißstein und Abraham Junger. Das 
Mädchen hatten sie zuvor bis aufs Hemd entkleidet, und dann brachte ihm der Schächter den Schnitt bei; das 
Mädchen war barfuß. Als es sich nicht mehr regte, banden sie ihr den Hals mit einem Fetzen zusammen und 
kleideten sie dann wieder an. Die Schächter haben das Mädchen angefaßt, der jüdische Bettler hat sie 
entkleidet; als sie tot war, hat sie gleichfalls der jüdische Bettler wieder angekleidet. Nach dem Vorfall ging 
ich zu meinem Vater und zu meiner Mutter in unser Zimmer hinein und erzählte ihnen, daß man das 
Mädchen umgebracht habe; da verbot mir die Mutter, irgend jemandein davon zu sprechen." - Auf die 
Frage Recskys: "Weiß dein Vater, daß man das Mädchen umgebracht hat?" antwortete er: "Er weiß es, denn 
ich habe es ihm erzählt, daß man das Mädchen umgebracht hat!" - "Das habe ich ohne jeden Zwang 
ausgesagt. - Moritz Scharf m. p." 

Dieses Protokoll, das gegen zehn Uhr abends abgeschlossen worden war, wurde noch in der Nacht durch 
einen reitenden Boten dem Untersuchungsrichter Bary zugestellt; kurz nach Mitternacht traf Bary in 
Nagyfalu in den Diensträumen Recskys ein. Moritz Scharf wurde zum zweiten Male vernommen. Da die 
Judenpresse Widersprüche in den Protokollen bemerkt haben will und daraus die Haltlosigkeiten der 
Aussagen des Moritz Scharf konstruierte, soll auch das zweite, noch in derselben Nacht durch den 
Untersuchungsrichter selbst aufgenommene Protokoll in seinem vollständigen Wortlaut wieder veröffentlicht 
werden 18). 

Am 22. Mai sagte Moritz Scharf als Zeuge vor dem Untersuchungsrichter in Tisza-Eszlär noch folgendes 
aus: "Um 1 Uhr kam der fremde Bettler (Wollner) und sagte mir, ich solle die Synagoge zuschließen. Als ich 
dies tun wollte, sah ich, daß soeben die drei fremden Schächter Lustig, Braun, Weißstein nach Hause gingen. 


Damals war die Leiche nicht mehr in der Vorhalle, auch war keine Blutspur mehr wahrzunehmen. Ich weiß 
nicht, wo sie das Mädchen verborgen haben. In der Synagoge war es nicht, denn sie hätten es nur bei der 
Thora verstecken können. Als ich aber nachmittags in dem Kasten nachsah, war dort nichts zu sehen. Im 
Hofe hätten sie sie nicht vergraben können, denn dort hätte ich es sehen müssen, sie haben sie also nur in die 
Theiß tragen können. Nachmittags und abends sah ich keinen Wagen bei der Synagoge, vielleicht war einer 
nach 10 Uhr abends, als ich mich schlafen legte" in der Nähe. Damals befanden sich noch in der Synagoge: 
Lichtmann, Rosenberg, Süßmann, Romer, Einhorn und mein Vater. Wann sie weggegangen, weiß ich nicht. 
Ich glaube, daß die Leiche nicht durch die Tür, weit in der Nähe Gänse gehütet wurden, sondern durch das 
Fenster der Vorhalle 19} hinausgetragen wurde." 

In dem am 23. Mai 1882 vor dem Nyiregyhäzaer Gerichtshofe zur Authentikation des Geständnisses 
aufgenommenen Protokoll erklärte schließlich Scharf, nachdem er vom Präsidenten des Gerichtes auf die 
Folgen einer falschen Zeugenaussage aufmerksam gemacht worden war, daß er die in der Nacht vom 21./22. 
Mai in Nagyfalu und an demselben Tage (22. Mai) vor dem Untersuchungsrichter Bary in Tisza-Eszlär 
abgelegten Geständnisse in ihrem ganzen Umfange aufrecht erhalte, bestätige und immer bereit sei, auf 
seine Aussage einen Eid abzulegen. Seine Geständnisse habe er ohne jeden psychischen und moralischen 
Zwang abgelegt, und daß er am 20. Mai vor dem Untersuchungsrichter die Sache nicht so vorgetragen bzw. 
geleugnet habe, sei aus Furcht vor seinen Angehörigen geschehen. 

Überprüfen wir die gravierenden Aussagen Scharfs, deren geradezu ungeheure Bedeutung Bary sofort 
erkannt hatte - gingen doch nun nicht nur dieser Blutmord, sondern zahllose andere jener Gegend endlich 
ihrer Aufklärung entgegen -, so ergaben sich folgende Momente, auf die dann die öffentliche 
Gerichtsverhandlung zukommen mußte: 

1. Am Tage der Ermordung Esthers war die Schächterwahl. 

2. Das Mädchen wurde auf dem Rückwege von ihrem Einkauf gegen zwölf Uhr mittags in das neben der 
Synagoge befindliche Haus des Tempeldieners Scharf gelockt. 

3. Aus diesem Hause wurde das Kind durch einen jüdischen Bettler in die unmittelbar daneben befindliche 
Synagoge geführt. 

4. Mehrere dort bereits anwesende Schächter überwältigten das Mädchen. 

5. Der Schächter aus Tisza-Eszlär, Salomon Schwarz, schachtete die Esther. 

6. In der Synagoge waren noch mehrere andere Juden anwesend. 

7. Die Eltern des Zeugen Scharf waren Mitwisser. 

8. Nach dem Verbrechen erschienen gegen fünf Uhr nachmittags noch zahlreiche andere Juden. 

9. Die Leiche des Mädchens wurde spurlos beseitigt, wahrscheinlich in die Theiß versenkt. 

10. Drei fremde Juden waren bereits am Vortage des Verbrechens nach Tisza-Eszlär gekommen und hatten 
im Hause des Tempe ' Idieners Unterschlupf gefunden. 

Soweit die Beobachtungen des jungen Scharf. Wir müssen nun feststellen, was das Gericht damit anfing 

Der Gerichtshof. 

Wie erwähnt, hatte die alte Frau Solymosi am 3. April Anzeige beim Gemeinderichter erstattet; da dieser 
nichts unternahm, wiederholte die Mutter einen vollen Monat später am 4. Mai ihre Anzeige. Am 19. Mai, 
also nunmehr anderthalb Monat nach dem Verlust ihres Kindes, erschien der Untersuchungsrichter Bary, der 
sich nunmehr allerdings um so energischer der Sache annahm. Diese Verschleppungstaktik, die in allen 
Ländern geradezu chronisch auftrat, wenn das Judentum die Fäden bereit, gesponnen hatte, war Gegenstand 
einer Interpellation des Abgeordneten Istöczy, die dieser am 24. Mai 1882 im ungarischen Reichstag an den 
Justizminister Dr. Pauler richtete: "Im Anschluß an das, was mein Abgeordneten-Kollege Geza von Onody 
in der gestrigen Sitzung bezüglich des in Tisza-Eszlär in der Synagoge unmittelbar vor den jüdischen 
Osterfeiertagen durch den jüdischen Schächter Salomon Schwarz ermordeten Mädchens Esther Solymosi 
sagte, frage ich den Herrn Minister: 




1. Haben Sie Kenntnis davon, daß der Stuhlrichter des oberen Dadaer Bezirkes im Szabolcser Komitat, dem 
die Mutter des ermordeten Mädchens den Fall meldete, anstatt den Fall pflichtgemäß zum Gegenstand 
einer Voruntersucliung zu machen, die Mutter an den Gerichtshof in Nyiregyhäza wies, daß dieser die 
Mutter wieder an den Stuhlrichter wies, und daß Stuhlrichter und Gerichtshof aus der Sache eine ganze 
unmotivierte Kompetenzfrage machend, deshalb die Untersuchung erst nach Wochen eingeleitet wurde? 

2. Beabsichtigen die Herren Minister wegen dieser auffallenden Pflichtversäumnisse den erwähnten 
Stuhlrichter und die betreffenden Mitglieder des Gerichtshofes zur Verantwortung zu ziehen? 

3. Beabsichtigen Sie bei der, zufolge der obwaltenden Umstände unbereclienbaren Tragweite der Sache, 
dieselbe mit Aufmerksamkeit zu verfolgen und darüber zu wachen, daß trotz der jetzt in Bewegung 
gesetzten großen jüdisclien Geldmittel der schuldige Jude oder die schuldigen Juden ihre gerechte Strafe 
erhalten?" 

Da Istöczy in der Begründung seiner Interpellation von einer jüdischen Rasse spricht, erhält er vom 
Ministerpräsidenten und Führer der herrschenden judenliberalen Partei, dem Freimaurer Koloman von 
Tisza, dessen Machenschaften den Verlauf des Prozesses schließlich maßgebend beeinflußten, eine scharfe 
Abfuhr. Tisza entgegnet: "Meine erste Bemerkung ist die, daß es völlig unstatthaft ist, von irgendeiner Rasse 
oder Konfession in unserem Vaterlande zu sagen, daß sie niedrig sei und volle Verachtung verdiene..." So 
weit war die Verjudung Ungarns in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts schon vorgeschritten, daß 
von einer verdorbenen jüdischen Rasse nicht gesprochen werden durfte! 

Wir verstehen nun die folgenden Ereignisse besser. 

Das Amt des öffentlichen Anklägers versah zu Beginn der Staatsanwalt Melchior Both. Am 18. Mai 1882 
war das Verfahren an das zuständige Gericht geleitet worden, am 3. Juni desselben Jahres erschoß sich Both. 
Georg Ritter von Marcziänyi deutet diesen, seinerzeit größtes Aufsehen erregenden Zwischenfall in seinem 
Buche (Seite 19) wie folgt: Jiner der wichtigsten Momente der gerichtlichen Voruntersuchung war der in den 
ersten Tagen des Juni erfolgte Selbstmord des gewesenen Staatsanwaltes von Nyiregyhäza, Melchior Both, 
der sich nach Ankunft des in Sachen der Untersuchung dorthin gereisten Oberstaatsanwaltes von Kozma 
eine Kugel durch den Kopf jagte. Es erwies sich, daß Both schon seit langem mit den dortigen Juden- 
Matadoren in innigstem Verkehr stand. Nach Ruchbarwerden des rituellen Mordes fanden unter den 
dortigen Juden geheime Geldsammlungen statt, das Volk munkelte, dieselben hätten den Zweck, den 
Gerichtshof zu bestechen. Tatsache ist, daß Both alles anwandte, um die ganze Mordaffäre im Keime zu 
ersticken..." 

Das war Both. 

Als zweiter Staatsanwalt fungierte Ladislaus Egressi-Nagy; er wurde bald infolge schwerer Zerwürfnisse 
mit dem allerdings ebenso unbestechlichen wie energischen Untersuchungsrichter Bary von seinen 
Funktionen in diesem Prozesse entbanden. 

Auch der Oberstaatsanwalt von Kozma schien seiner Sache bald nicht mehr ganz sicher zu sein; es müssen 
hier Dinge gespielt haben, die nicht völlig geklärt worden sind. Bezeichnenderweise wandte sich der 
Oberstaatsanwalt in seiner kritischen Lage nicht etwa an den durch seine sachliche und unbestechliche 
Haitun- bekannten und deshalb von der Judenmeute und ihren Helfern umgangenen und verleumdeten 
Justizminister Pauler, sondern an eine jüdischinspirierte und deshalb einflußreiche Journalistenelique in 
Budapest, den sogenannten "Jökai-Klub", der über den Herrn Oberstaatsanwalt freudig bewegt ein 
Gutachten abgab; in demselben hieß es wörtlich 20: "In Anbetracht dessen, daß der Herr Oberstaatsanwalt 
Alexander Kozma auf einer langjährigen öffentlichen Laufbahn in seinem angesichts der öffentlichkeit 
verflossenen Leben niemals Grund dazu lieferte, der ihn auch nur im entferntesten der Bestechlichkeit (!) 
verdächtigen könnte, spricht das Schiedsgericht aus: Herr Szabö hat den Herrn Oberstaatsanwalt Kozma mit 
einer solchen unwürdigen Verdächtigung angetastet, welche das Gericht 21) in entschiedener Weise 
verdammt und als vollkommen grundlos erklärt." 

Situation: Ein Oberstaatsanwalt muß sich den ganz öffentlichen Vorwurf gefallen lassen, daß auch er 
jüdischem Gold erlegen ist. Nun wird dieser Angreifer nicht etwa gestellt, sondern man sucht Hilfe bei einem 
allerdings sehr einflußreichen Judenverein, der sich selbst als "Gericht" bezeichnet und läßt sich von diesem 
jüdischen Areopag ein Attest auf Unbestechlichkeit ausstellen! Das hätte in einem Witzblatt stehen können - 
wenn diese Dinge nicht so trostlos gewesen wären; denn diese Rehabilitierung wurde nun in der jüdischen 
Presse ausposaunt - und der Kampf gegen den "antisemitischen Aussatz" erhielt neuen Auftrieb, und das 
wiederum wirkte sich bestimmend auf den Prozeßverlauf aus! 

 

Im Vollgefühl der Macht Alljudas kommentierte hierzu Paul Nathan äußerst auf schlußreich: "In einem 
Lande mit parlamentarischer Regierung (!) ist die Presse eine hervorragende Macht, und bei einer Nation 
wie der ungarischen, hat das Wort gewisser (!) Männer eine Bedeutung, die gar nicht zu vergleichen ist 
mit der Erkenntnis eines königlichen Gerichtshofes, und sei es selbst ein verurteilendes... Solche (!) 
Männer vermögen in der Tat endgültig für die ganze Nation einen Verleumder zu brandmarken und eine 
grundlos verdächtigte Ehre wiederherzustellen. Nachdem dies geschehen, zögerte die gesamte ungarische 
Presse keinen Augenblick, ihren Abscheu vor den Ehrabschneidern auszudrücken. Die Angelegenheit war 
erledigt (!), und mit Ausnahme einer kleinen Schar Aussätziger der Nation wagt niemand ferner 
dergleichen. Angriffe, deren Zweck klar, deren Ziel aber unerreichbar war." 

Unter diesen Auspizien konnte der Prozeß nunmehr beginnen. Er geriet aber wider Erwarten wiederum ins 
Stocken - es klappte, wie gesagt, die Regie nicht ganz. 

Kozma blieb zwar, aber er beging einen taktischen Fehler. Der Nachfolger Nagys wurde der 
Vizestaatsanwalt Koloman von Soös, ein Mann des Oberstaatsanwaltes; ihm ging ein allzu judenfreundlicher 
Ruf voraus, so daß er auf dem heißen Boden von Nyiregyhäza nicht lange Fuß fassen konnte. Er ging 
ebenfalls. 

Am 11. Oktober und am 15. November 1882 wurde im ungarischen Parlament über die Delegierung eines 
neuen Gerichtshofes verhandelt. Die Regierung lehnte dies ab. 

Jetzt erschien Staatsanwalt Ernerich Havas. Unterdessen war es Winter geworden. Am 29. November sollte 
der Tag des Gerichtes sein. Unter diesem Datum erhält der Oberstaatsanwalt Kozma eine dringende Eingabe 
von Havas, in der dieser um eine "Enthebung von den staatsanwaltlichen Funktionen bei der Affaire von 
Tisza-Eszlär" bittet, da der Herr Justizminister gegen ihn eine "strafgerichtliche Untersuchung wegen 
Anwerbung falscher Zeugen und Mißbrauchs der Amtsgewalt" eingeleitet habe. Auf das Verfahren 
gegen Havas soll hier nicht näher eingegangen werden. Es verlief ebenfalls sehr trübe. Sein Nachfolger 
wurde der "Ober-Staatsanwalts-Substitut" Eduard von Szeyffert, also nunmehr der fünfte Staatsanwalt, der 
abgesandt wurde! 

Bis zum tatsächlichen Beginn des Prozesses floß noch viel Wasser die Theiß hinab. Dafür erscheint diese 
Zwischenzeit angefüllt mit Vorkommnissen, die auf die Taktik des jüdischen Kampfes ein 90 bezeichnendes 
Licht werfen, daß wenigstens die wichtigsten, in ihrer zeitlichen Reihenfolge zusammengestellt, aus 
planmäßig herbeigeführter Vergessenheit in neuer Beleuchtung erstehen sollen. 



Die Umtriebe bis zum Beginn der Hauptverhandlung. 

Schon vor Beginn des eigentlichen Prozesses gab es eine Reihe von Beleidigungsklagen und Duellen, die, 
weil unwesentlich, zu übergehen sind. 

Bereits im April 1882 tauchen in allen Bezirken Ungarns die ver,ch.iedensteii Gerüchte auf, wie: Esther 
Solymosi sei hier und da gesehen worden - eine Verwechslung sei ausgeschlossen; da man das Mädchen aber 
trotzdem nicht herbeischaffen konnte, ließen die Juden tote Esthers in reicher Zahl auftauchen. Auch dieser 
Nachrichtenschwindel verfing nicht; er hatte höchstens erreicht, daß sich die Ermittlungen im Kreise drehten. 
Wie dann später, 1891 auf Korfu. und 1900 in Konitz, bewirkten diese plumpen Manöver aber Unruhe und 
starke antisemitische Strömungen in der Bevölkerung, die fürs erste durch das Erscheinen voll Militär 
niedergehalten werden konnten; doch die örtliche jüdische Regie hatte diesmal versagt. Nunmehr hielt die 
"AUianüe Israelite Universelle" die Lage der Juden in Ungarn für so bedenklich, daß zu ihrer Entlastung 
etwas geschehen mußte. Diese Offensive sollte das jüdische Gold vorbereiten, indem zunächst eine "Prämie" 
von 5000 fl. zur Herbeischaffung des Mädchens ausgeschrieben wurde. Dann erhielt der Jude Josef 
Lichtmann in Tisza-Eszlär den Auftrag, der Mutter Solymosi einen Betrag von lOOOfl. zu "bieten"" wenn 
sie ein anderes Mädchen anstatt ihrer Tochter annehme. Dies geschah mit den Worten: "Wenn das 
Mädchen zum Vorschein käme, wie gut wären Ihnen 1000 fl., und diesen Betrag können Sie von uns gleich 
erhalten." Als dieser Jude dann wegen Bestechungsversuches zur Verantwortung gezp n wurde, leugnete er 
natürlich alles ab und gab nur so viel zu, daß er nicht von 1000, sondern nur von 300 fl. gesprochen habe, 
welche die Frau in dein Falle bekommen würde, wenn es ihr gelingen sollte, die verschwundene Esther zur 
Stelle zu bringen. 

Einen ähnlichen Bestechungsversuch unternahm eine Jüdin, die sich der Mutter Esthers mit den Worten 
näherte: "Liebe Frau Solymosi, wieviel Geld würden Sie nicht erhalten, wenn Ihre Tochter wieder zum 
Vorschein käme." - Acht Jahre später schrieb man einem Vater, dessen achtzehnjähriger Sohn unter dem 
Schächtmesser polnischer Juden zum Verbluten gebracht worden war, indem jener mit 5o ooo Mark 
"entschädigt" werden sollte: "...Seien Sie endlich vernünftig, es ist Dir Vorteil." 22) 

Die alte Frau Solymosi war aber ebenfalls "unvernünftig", beförderte die Juden entrüstet aus ihrem 
bescheidenen Häuschen hinaus und erstattete Anzeige. Beide Bestechtingsversuche lassen die schon früh 
festgelegte Absicht erkennen, eine falsche Esther unterzuschieben. Etwa Mitte Juni dieses Jahres entfernte 
sich der Schächter aus Tisza-Eszlär nachdem er mit Bestimmtheit zu wiederholten Malen versichert hatte, in 
drei Tagen würde die Leiche der Esther zum Vorschein kommen. Damit wird nun der tollste, Schwindel 
inszeniert, den die jüdische Internationale in derartigen Prozessen jemals unternommen hat. 

Am 18. Juni 1882, also 79 Tage nach dem Verschwinden des Mädchens, wurde etwa 20 km unterhalb Tisza- 
Eszlär eine weibliche Leiche durch die Strömung der Theiß an Land geworfen. Flößer, die in der Nähe 
anlegten, zogen den Leichnam, der sich in den Weidenbüschen verlangen hatte, auf das Land und 
verscharrten ihn, ohne daß sie den Behörden davon Mitteilung gemacht hätten. Durch einen Flurschützen 
verbreitete sich aber die Kunde hiervon schneller als erwartet von Dorf zu Dorf und kam auch zu Ohren des 
Untersuchungsrichters Bary. Dieser aber ist hellhörig geworden. Mit derselben Entschlossenheit, wie die 
Vernehmung der Zeugen durchgeführt wurde, veranlaßte er, daß noch am Abend des 18. Juni sich der 
Bezirksarzt Dr. Kiß an den Fundort der Leiche begab: Kiß verfügte über die sofortige Öffnung der Grube; in 
einer Tiefe von 2,5 Klaftern wurde in der Tat die aus dem Wasser gezogene Leiche vorgefunden; sie wurde 
oberflächlich besichtigt, ohne aus der Grube gehoben zu werden. Die eingehende Untersuchung bzw. die 
Obduktion wurde bis zur Ankunft des Gerichtshofes aufgeschoben. An der Grube wurden Wachtposten 
zurückgelassen. Bereits in den Mittagsstunden des neuen Tages, ehe überhaupt die Behörden eingetroffen 
waren, "strömten aus allen Richtungen der Windrose von fernen Gegenden, aus Entfernungen von 15-20 
Meilen, Massen von Juden am Theißufer zusammen und triumphierten unter lauten Verwünschungen der 
Christen, und besonders der bösen Antisemiten, über den neuesten Erfolg Israels, gleich einem über der 
Maulwurfsleiche sich versammelnden Rabenschwarm. Diese Szene war sehr interessant und wäre würdig 
gewesen, um durch den Pinsel des Malers verewigt zu werden" 23). - Die Budapester und Wiener 
Judenblätter wimmelten von Telegrammen, die alle die Unterschrift des Dr. Heymann-Levy, eines der 
jüdischen Verteidiger, trugen." 24) 

Noch bevor jemand die durch bewaffnete Polizisten bewachte Leiche sehen konnte und die gerichtliche 
Agnostizierung vor sich gegangen war - das erste, am 19. Juni morgens ein Uhr verfaßte Protokoll des 
Bezirksarztes war noch auf dem Wege zum Gericht -, "posaunten es die in allen Richtungen gleich 
Telegraphenstangen aufgestellten Judenposten triumphierend nach allen Gegenden aus: Esther Solymosis 
Leiche sei in unverletztem Zustand aufgefunden worden. Groß war die Freude, das Gejauchze, die 
Schadenfreude, der Hohn und Spott, mit dem die beschämten Antisemitenfreunde überschüttet wurden, über 
deren angebliche Blamage Israel jetzt seine schamlosen Orgien feiern zu können glaubte" 25). 

Es ist wichtig und muß festgehalten werden: Der jüdische Nachrichtendienst "wußte", daß die, immerhin go 
km von Tisza-Eszlär entfernt aufgefundene Leiche die der vierzehnjährigen Solymosi war! 

Am 19. und 20. Juni wurde unter Zuziehung des Gerichtes am Fundorte eine neuerliche Besichtigung 
vorgenommen; der mit einer Schlammkruste überzogene Leichnam wurde mit Wasser begossen, und zum 
Vorschein kam eine weibliche Person, die sorgfältig mit den Kleidern der Vermißten angetan war. Stück für 
Stück wurde von der Mutter Solymosi als ihrer Tochter gehörig bezeichnet; was aber darunter zum 
Vorschein kam, war nicht das vierzehnjährige Bauernmädchen. Es ist erschütternd zu lesen, wie die Frau 
Solymosi diese, untergeschobene Leiche aufmerksam betrachtet, als hoffe sie doch noch, ihre Tochter vor 
sich zu haben, dann aber kurz und bestimmt erklärt: "Das ist nicht die Esther!" 

Voneinander getrennt und unter Aufsicht wurden dann die Geschwister, die nächsten Anverwandten, die 
Nachbarn, der Pfarrer, der Lehrer des Ortes und schließlich noch einmal die Mutter der Vermißten vorbeigef 
ührt: Ihre Aussagen lassen sich auf einen Nenner bringen: was da liegt, ist eine völlig fremde Person! 

Diesen Vernehmungen der Zeugen parallel gingen die medizinischen Erhebungen; am Fundort waren 
gleichzeitig die vom Gericht bestimmten Ärzte Dr. Trajtler, Dr. Kiß, Dr. Horväth und Geza v. Keri 
erschienen. Diese vier Sachverständigen nahmen noch am 19. bzw. 20. Juni je ein Protokoll über den 
äußeren und inneren Befund der Leiche auf. 

Dem äußeren Befund entnehmen wir folgende wichtige Einzelheiten (Obduktionsprotokoll vom 19. Juni 
1882, nachmittags): 

1 . Die Haare erscheinen abrasiert.

2. Das Gesicht ist eingefallen, es ist keinerlei Abwetzung vorhanden, noch sind irgendwelche Zeichen einer 
äußeren Verletzung zu finden. 

3 . Der Hals ist unverletzt. 

4. Die Brust ist abgemagert. 

5. Die Hände sind auffallend klein und schön. Die Nägel fallen besonders dadurch auf, daß dieselben schön 
entwickelt und sorgfältig gepflegt sind. 

6. Die Füße sind klein und zart. Ihre Form läßt schließen, daß dieselben immer mit Schuhen bekleidet waren. 

Die innere Untersuchung (Obduktionsprotokoll in Fortsetzung vom 20. Juni 1882, vormittags) ergab u. a. die 
wichtige Feststellung, daß die Lungen an ihren Oberflächen mit stark vorspringenden höckrigen Luftblasen 
bedeckt und blutarm waren. In der oberen Spitze der rechten Lunge wurden Tuberkeln und eine 
muskatnußgroße, mit Eiter gefüllte Höhle (Kaverne) gefunden. 

Auf die für die weiteren Ermittlungen wichtigen Fragen des Untersuchungsrichters Bary verfaßten die 
sachverständigen Ärzte ein Gutachten. Das Resultat ihrer Untersuchungen, das für die Baryschen 
Erhebungen richtungweisend wurde, läßt sich abschließend unter Fortlassung der eingehenden 
Begründungen dahin zusammenfassen: 

1. Die Leiche ist nicht das Opfer eines Erstickungstodes im Wasser, sie wurde schon als Leiche in das Wasser geworfen. 

2. Die Leiche ist höchstens zehn Tage alt. (Legt man die Aussagen des Moritz Scharf zugrunde, so war 
Esther Solymosi vor etwa elf Wochen ermordet worden!) 

3. Die Leiche hat nicht länger als drei bis vier Tage im Wasser gelegen. 

4. Die Leiche ist die einer achtzehn-, oder wahrscheinlich sogar zwanzigjährigen Person. 

5. Die Leiche ist nicht die eines Mädchens, sondern einer Person, die einen ausschweifenden Lebenswandel 
geführt hat. 

6. Die unmittelbare Todesursache war Schwindsucht. 

7. Die Leiche weist keinerlei Spuren äußerer Verletzungen, welche Blutungen kätten verursachen können, 
auf. Der Fleischverlust am rechten Arm spricht dafür, daß die Leiche mittels Strickes abgeschleppt wurde. 

8. Die Form der Füße und Hände, die sorgfältige Pflege derselben sprechen dafür, daß die Person bei 
Lebzeiten keiner gröberen Arbeit nachgegangen ist, sondern jener Klasse angehört hat, "welche sich nicht 
mit gröberer Handarbeit beschäftigte". 

Auf Grund dieses Befundes, an dessen Abfassung vier Ärzte beteiligt waren, legte Bary seine weiteren 
Ermittlungen fest. Er ging von der Annahme aus, daß ein ebenso schamloser wie raffinierter 
Leichenschmuggel vorliegen mußte - und hatte damit vollen Erfolg! Er ließ bereits an, den folgenden Tagen 
sämtliche Theißflößer festsetzen; eine große Zahl von ihnen wurde, da sie von vornherein infolge der 
derzeitigen Position ihrer Fahrzeuge als Komplizen nicht in Frage kommen konnten, sofort wieder auf freien 
Fuß gesetzt. Einer der in Haft behaltenen Flößereiunternehmer war Jankel Smilovics, ein Jude. In die Enge 
getrieben und der überlegenen Methodik des Richters nicht gewachsen, bequemte er sich am 26. Juni - 1882 
zu Aussagen folgenden Inh altes: Am 6. Juni traf Jankel Smilovies einen anderen Sühnorrer, den Amsel 
Vogel. Dieser eröffnete ihm eine Möglichkeit, "viel Geld zu verdienen", wenn er es übernähme, mit seinen 
Flößen eine Leiche bis unterhalb Tisza-Eszlär hinabzuführen. Als weiterer Komplize wurde der Jude 
David Hersko gewonnen - das Kleeblatt war fertig! 

Am io. Juni (am 20. Juni erklärten die Ärzte, daß die Leiche höchstens zehn Tage alt sei!) begab sich 
Smilovics einer Verabredung gemäß nach der Fähre zu Tisza-Szeut-Martön; dort warteten bereits zwei 
Juden, der Martin Groß und der Ignaz Klein, mit einem Wagen und übergaben ihm einen in ein Hemd 
gekleideten weiblichen Leichnam. Smilovics verschob seine unheimliche Fracht an den David Hersko weiter, 
zugleich mit der Instruktion, daß unterhalb Tisza-Eszlär ein Bauernweib warte und Kleider für die 
Leiche übergeben werde. - Alles ging planmäßig. Die Leiche wurde mit Hilfe der "Bauernfrau", die sich 
später als die Jüdin Großmann aus Tisza-Eszlär entpuppte, bekleidet und dann ins Wasser geworf en. Der 
nichtjüdische Flößer Csepkanics war auf dem letzten der Flöße. Er bemerkte unterhalb Tisza-Eszlär 
plötzlich, wie ein Körper, den er aber nicht genau erkannte, die Theiß abwärts gegen sein Fahrzeug trieb, 
dann unter diesem verschwand, jenseits wieder auf tauchte und nunmehr vom Winde gegen das jenseitige 
Ufer gelenkt wurde. Dort blieb der Gegenstand in den Weidenbüschen hängen und ließ sich nunmehr als 
menschliche Leiche erkennen. 

Die Sachen der geschächteten Esther waren also am Tatort sorgfältig aufbewahrt worden. Tatsächlich konnte 
die Mutter des Kindes am 19. Juni jedes einzelne Kleidungsstück ihrer Tochter wie dererkennen. 
Vergegenwärtigen wir uns die Zeugenaussagen des jungen Scharf, so wurde das Opfer bis aufs Hemd 
entkleidet ("...ich sah, daß Esther im Hemd auf der Erde lag, während ihre Kleider sich auf dem Tisch 
befanden"). Das Hemd wurde natürlich stark mit Blut durchtränkt, war also nicht Inehr zu gebrauchen, wenn 
man sich nicht verraten wollte. Auf irgendeine Weise mußte aber ein neues Hemd beschafft werden; ein 
Talmudhirn schaff te auch hierin Rat, wie aus einer vor Gericht abgegebenen Aussage der alten Solymosi 
hervorging: es kam da eine gewisse Roth (Jüdin) zu ihr und bat sie aufdringlich um ein Hemd der Esther 
oder doch nur um einen Streifen davon; denn diese Dinge seien notwendig, um von einer Wahrsagerin 
Aufschluß über den Verbleib des Mädchens zu erlangen! So verfuhr dieses jüdisch-galizische Gesindel mit 
dieser alten Frau ! 

Leider war es nicht möglich gewesen, die Herkunft des fremden Leichnams festzustellen; es sind 
verschiedene Hypothesen aufgestellt worden. Überprüft man jedoch alle Anhaltspunkte, die die Aussagen der 
jüdischen Leichenschmuggler sowie die Beschaffenheit des toten Körpers ergaben, so stammte dieser 
entweder aus einem Seziersaal oder von einem Judenfriedhof. Es ist bekannt, daß die orthodoxen Juden die 
rituelle Gepflogenheit haben, den Jüdinnen nicht nur bei ihrer Verheiratung, sondern auch nach ihrem Tode 
die Haare peinlichst abzurasieren, und dies war bei dem Leichnam gründlich besorgt worden. 

Der äußerlich auffallend gepflegte (kosmetische Eingriffe), sonst aber in jeder Hinsicht um so verwahrlostere 
Körper dürfte letzte Mutmaßung stützen - auf jeden Fall gehörte er nicht einem blühenden, unberührten 
vierzehnjähxigen Bauernmädchen! 

Tatsächlich konnte das Untersuchungsgericht Ende Juni 1882 konstatieren, daß zumindest die Spuren dieses 
neuerlichen Verbrechens nach der, Landeshauptstadt Budapest führten. Zur Verhaftung von etwa 30 daselbst 
"hochangesehenen Juden" - unter ihnen befand sich eine jüdische medizinische "Kapazität" - sollte 
geschritten werden, um damit den letzten Beweis dieser ungeheuerfich verfilzten jüdischen 
Verbrecherorganisation zu liefern - konnte man doch zuletzt sogar Verbindungen zu Wiener Juden 
feststellen -, da verhinderte der Ministerpräsident Tisza, der eigens seinen Erholungsurlaub auf seinem 
Landsitz in letzter Minute unterbrach, daß der Justizminister Dr. Pauler dem Gerichtshof zu Nyiregyhäza 
die dazu erf orderlichen Anweisungen erteilte... 

So blieben diese letzten Zusammenhänge ebenso ungeklärt wie die Frage, was mit der Leiche des Mädchens 
nach der Schächtung am 1. April geschehen ist. Aber auch hier haben wir einen Hinweis wenigstens: Noch 
vor Inszenierung des Leichenschmuggels zogen Fischer unterhalb Tisza-Eszlär eine kopflose, bereits stark in 
Verwesung übergegangene und daher unkenntliche weibliche Leiche aus dem Fluß. Der in Tisza-Eszlär 
ansässige ungarische Magnat Onody konnte nachträglich feststellen, daß diese Fischer, sobald sich das 
Gerücht von ihrem Funde verbreitete, von erwiesenermaßen jüdischer Seite bestochen wurden, den Körper 
nicht den Flurschützen zu übergeben, sondern an einer genau vereinbarten Stelle zu verscharren. Es mußte 
aber einiges durchgesickert sein, denn der Nyiregyhäzaer Gerichtshof beschloß, an einem bestimmten Tage 
eine Exhumierungskommission nach dem betreffenden Orte zu schicken. Der jüdische Nachrichtendienst 
hatte Lunte gerochen, denn noch bevor die Kommission an Ort und Stelle anlangte, waren schon die Juden 
Heymann-Levy, Flegmann und Lichtmann erschienen. Was sie in diesem äußerst kritischen Moment daselbst 
sich zu schaffen machten, ist unbekannt geblieben; bekannt wurde nur, daß die Abgesandten des hohen 
Gerichtshofes vor einer frisch ausgeworfenen leeren Grube standen... 

Die jüdische Regie beg-nügte sich aber mit diesen Erfolgen nicht, sie wollte nunmehr "amtlich", d. h. 
journalistisch, die Blutbeschuldigung entkräften. Auf Korfu übernahm im Jahre 1891 der Berichterstatter des 
"Berliner Tageblattes", Dr. Barth, diese glänzend honorierte "Mission", die dank des Störungsfeuers der 
"Kreuzzeitung" mißlang. Auch in Ungarn hat man das versucht. Der Redakteur der jüdischen Prager "Politik" 
mit dem allessagenden Namen Puffke-Lipnitzki erhielt die Aufgabe, im Krakauer, natürlich ebenfalls 
jüdischen "Csas" eine Artikelserie über Tisza-Eszlär zu schreiben. Der Abgeordnete Onody urteilt in seinem 
Buche (Seite 179) über diese Ergüsse: "Der Artikel-Zyklus ist ein Meisterstück der exquisitesten Sorte, ein 
Meisterstück, wie es nur ein von der raffiniertesten Malice der Talmudmoral durchgeistertes Gehirn zu 
schaffen vermag." 



Als Ausgangspunkt seiner "Ausführungen" benutzte Lipnitzki "Informationen," wie er sieerhalten hat: "Es ist 
unmöglich, von den Juden anzunehmen, daß sie inmitten des vom Geiste der Aufklärung und des 
kulturellen Fortschrittes durchwehten 19. Jahrhunderts eine" solchen Mord, dessen man sie 
beschuldigt, verübt hätten: Esther Solymosi ist wahrscheinlich durch die Antisemiten ermordet 
worden! " 

Da haben wir's - es wiederholt sich alles: "Aufklärung", "Kultur" und möglichst noch "Humanität" als 
Waffen in jüdischen Händen, um nichtjüdischen Wirtsvölkern die gräßlichsten Verbrechen unterschieben zu 
können! 

Auch dieser Prager "Redakteur" erschien wie sein Kollege Barth an Ort und Stelle; nur mit dem Unterschied, 
daß der Berliner Kollege von einem Erzbischof in aller Form empfangen, Puffke aber von einem, 
"ungebildeten" Bauernweib zur Tür befördert wurde! Puffke-Lipnitzki versuchte die Mutter Solymosi in ein 
Gespräch zu ziehen. Er ließ durchblicken, daß, wenn sie ihm einige gewünschte Angaben zu machen bereit 
wäre, sie sich "etwas verdienen" könne. Seine Unverschämtheit ging so weit, der Mutter für einige Halme 
Stroh aus dem Bett ihrer gemordeten Tochter 5 fl. zu "bieten"! Die teuflische Absicht war klar: frohlockend 
hätte dann seine "Presse" in alle Welt hinausposaunt, die Mutter verkaufe sogar das Stroh aus dem Bett ihres 
Kindes für sündhaftes Geld als "Andenken", um sich an dem Tode ihres Kindes noch nachträglich zu 
bereichern - wir erinnern uns, daß auch Paul Nathan schon festgestellt hatte, Aaß sich in Wahrheit die 
Lebenslage der Frau Solymosi erheblich verbessert hatte..." 

Die alte Solymosi aber, die "gleich beim Eintritt desselben (Puffke-Lipnitzki) mit dem Instinkt des 
Mutterherzens erkennend, wer und welch ein Individuum ihr gegenüberstehe" 26), warf den jüdischen 
Kulturträger des 19. Jahrhunderts hinaus; dafür wurde ihr dann auch in dessen Artikeln eine sehr hohe 
Anerkennung ihres makellosen Charakters zuteil, indem sie als "ehrlose und böse Frau" bezeichnet wurde! 
Um vor weiteren jüdischen Zudringlichkeiten geschützt zu sein, mußte das Anwesen der Solymosi 
polizeilich überwacht werden. Diese skandalösen Vorgänge fanden Widerhall auch in Deutschland. 

Am 4. Juli 1882 sprach Dr. Henrici, der als einer der ersten antisemitischen Redner - er hatte 1881 die erste 
rassenantisemitische Volksversammlung in Berlin einberufen - in einer großen Anzahl von Versammlungen 
bereits ungeheures Aufsehen erregt hatte 27), auch in Berlin im "Sozialen Reichsverein": "Der kleine Ort in 
Ungarn ist ein Wendepunkt geworden für die ganze Antisemitenbewegung, vielleicht bildet er den 
Grenzstein für Israel... Falls diese Leute des rituellen Mordes überwiesen werden, haben alle Völker die 
heiligste Pflicht, uns vor einem Gesindel zu schützen, das uns nicht nur wirtschaftlich, sondern vielleicht 
auch in Wirklichkeit schachtet. Dieser kleine Ort (Tisza-Eszlär) wird vielleicht das Ende für Israel werden. 
Feigheit und Blutdurst sind Charaktereigentümlichkeiten der Juden zu allen Zeiten gewesen. Ein nationaler 
Selbstmord würde es sein, wenn wir nicht öffentlich dagegen protestieren würden, daß Glieder der Nation, 
welche in Ungarn vor dem Blutgericht stehen, in der Amtsrobe auf einem deutschen Richterstuhl sitzen 
und den Deutschen aburteilen dürfen..." 

In einer anderen Versammlung forderte Henrici unter stürmischem Beifall sofortige Amtsenthebung der 
jüdischen Richter - "auch in Berlin kann das passieren, was in Ungarn ans Licht gezogen worden ist! Man 
möge nur einmal die Statistik der Verschwundenen prüfen und sehen, zu welcher Jahreszeit die 
meisten Kinder abhanden kommen! (Zuruf: Passah!) Mag es biegen oder brechen, wir weichen und 
wanken nicht, bis wir den Fuß vom Nacken heruntergestoßen, bis wir die Juden mit ihrem blutigen 
Schächtermesser niedergeworfen haben in den Staub, in den sie gehören..." 

In einer an die Regierung zu richtenden Petition sollte Polizeiaufsicht über die jüdische Bevölkerung, ganz 
besonders aber über die Synagogen gefordert werden. Um die Bevölkerung aufzuklären und aus ihrer 
Gleichgültigkeit aufzurütteln, wurde eine große Anzahl Flugblätter über diesen Blutmord verbreitet, da die 
"deutschen" Zeitungen die Annahme diesbezüglicher Erklärungen verweigert hatten! 

Dem "Vorsitzenden der Berliner jüdischen Gemeinde", dem Bankiuden und "Königl. Kommerzienrat" 
Meyer-Magnus, gingen diese "Extrablätter" so stark auf die Nerven, daß er sich beim Preußischen 
Innenminister von Puttkamer beschwerte. Dessen Antwortschreiben soll als geradezu symbolhaftes 
Zeitdokument in seinem Wortlaut wiedergegeben werden: 

"Berlin, den 13, Juli 1882. 
Ministerium des Innern. 

Ew. Hochwohlgeboren 


danke ich verbindlichst für die mittelst gefälliger Zuschrift vom 23. V. Mts. erfolgte Zusendung des 
Extrablattes, welches sich auf den bekannten Fall des Verschwindens einer christlichen Einwohnerin in 
Tisza-Eszlär bezieht. 

Ich befinde mich hinsichtlich der Verurteilung dieses nach Form und Inhalt gleich verwerflichen 
Machwerkes in vollkommener Übereinstimmung mit Ew. Hochwohlgeboren und unterschätze auch 
keineswegs die Gefahren, welche eine Verbreitung solcher Preßerzeugnisse unter den jetzigen Verhältnissen 
im Gefolge haben kann. 

Nach den von mir angeordneten Ermittlungen ist übrigens auch in dem in Rede stehenden Fall von der 
hiesigen Polizeibehörde insofern durchaus korrekt verfahren worden, als dieselbe sofort die dieserhalb 
erforderlichen Anträge bei der Königf. Staatsanwaltschaft gestellt hat. Von letzterer ist bereits gegen den 
verantwortlichen Redakteur Anklage wegen Vergehens gegen § 166 des Strafgesetzbuches erhoben und 
gleichzeitig die Beschlagnahme des Extrablattes beantragt worden... ich benutze die Gelegenheit, Ew. 
Hochwohlgeboren meiner vorzüglichsten Hochachtung zu vernichtern. 

(gez.) V. Puttkamer. 

An den 

Königl Geheimen Kommerzienrat und Vorsitzenden 

Des Vorstandes der jüdischen Gemeinde 

Herrn Meyer-Magnus, 

Hochwohlgeboren, 
Hier-W. Bellevuerstr. 8. " 



Der hochwohlgeborene Meyer "der Große" aber und seine befrackte Gaunerbande konnten sich schmunzelnd 
die Hände reiben. Bald aber sollten sie wieder Gelegenheit haben, sich zu ärgern, - diesmal nachhaltiger! 
Führende Männer der antisemitischen Bewegung, unter ihnen der obengenannte energische Dr. Henrici, 
ferner Otto Glagau, dessen "Kulturkämpfer" das Verdienst hatte, nicht nur die Praktiken der jüdischen 
Börsenhyänen und Gründungmühwindler schonungslos aufgedeckt, sondern auch die ungeheuerlichsten 
Freyel, die Blutmorde, klar erkannt und einem geruhsamen Bürgertum als Tatsachen hingestellt zu haben, 
traten zur Bildung einer antijüdischen Alliance zusammen, der auch Antisemiten aus Osterreich und Ungarn 
angehörten. Diese antijüdische Alliance berief den ersten antisemitischen Kongreß auf den 11. und 12. 
September nach Dresden ein. Die Leitung hatte Otto Glagau. Max Liebermann von Sonnenberg, der 
spätere Reichstagsabgeordnete, auf dessen Anregung hin das Tatsachenmaterial des im Jahre 1900 zu Konitz 
erfolgten Blutmordes veröffentlicht wurde, Dr. Ammann, der Gründer des "Sozialen Reichsvereins", Dr. 
Hentschel, Hofprediger und Reichstagsmitglied Stöcker, der Gründer der Christlichsozialen Partei (1878), 
"ein blendender Redner sowohl auf der Kanzel wie in der Volksversammlung" 28), das spätere 
Reichstagsmitglied Prof. Paul Förster, mit seinem Bruder Bernhard - Verfasser der sogenannten 
"Antisemiten-Petition" vom Jahre 1881, Ruppel, Pickenbach, Ernst Schmeitzner, bekannt durch seine 
"antisemitischen Monatshefte", das Mitglied des ungarischen Reichstages Istöczy, dessen "Manifest an die 
Regierungen und Völker der durch das Judentum gefährdeten christlichen Staaten" angenommen wurde, und 
Ivan von Simönyi seien als die führenden Köpfe dieses Kongresses genannt. 

Auf deren Einladung hin sprach auch der ungarische Reichstagsabgeordnete Geza v. Onody am 10. 
September 1882 in Dresden über das in seiner Heimat verübte Ritualverbrechen und über das Treiben der 
Alliance Israölite Universelle in Ungarn. Das von seinem Landsmann Abränyi nach Angaben der Mutter und 
Verwandten entworfene Bild der Ermordeten war im Versammlungsraum aufgestellt. Es ist dasselbe, 
welches Onody in seinem Buche veröffentlichte. Noch zehn Jahre später brachte dieser Umstand den Juden 
Nathan derart in Harnisch, daß er das Mädchen als Freudenmädchen bezeichnet; er schreibt auf Seite 39 
seines Buches: "...man behauptete, daß es das Porträt einer Nyiregyhäzaer öffentlichen Schönen sei, und 
wirklich, wer durch die breiten Gassen des genannten ungarischen Städtchens schritt, dem zeigte dann wohl 
ein Eingeborener ein kurz geschürztes hochgewachsenes Mädchen mit lose geschlungenem, blauem Tuch um 
den entblößten Hals, die, obgleich sie nicht geschachtet war, und obgleich sie immer noch einem 
einigermaßen einträglichen Gewerbe nachging, trotzdem das Urbild der gemalten Esther gewesen sein 
sollte. Der Name jener war Ludowika Marossek... Diese gemalte Esther Solymosi, die ein 
Freudenmädchen war, hatte also die Büsten gekrönter Häupter im sich 29), und zu diesem Bild blickten die 
Häupter der Partei, würdige Pastoren und große Männer angeblich gläubig auf und -hörten einer erläuternden 
Deklamation des Abgeordneten Onody zu... Die Frivolität der Szene ist einzig; eine Schar Männer in reifern 
Alter, zum Teil in bedeutenden Stellungen, die die Augen der Öffentlichkeit auf sich gelenkt haben, die 


vorgeben, an der sittlichen' Wiedergeburt der Gesellschaft zu arbeiten, und die hohe politische Probleme 
lösen wollen, diese Leute andachtsvoll vor dem Bild einer - Hure - versammelt..." 

Wenige Tage später sprach Onody in Berlin in der ersten Massenversammlung der Antisemiten über Tisza- 
Eszlär. Darüber gab das "Deutsche Tageblatt" unter dem x6. September 1882 folgenden Stimmungsbericht: 
"Die gewaltige Aufregung, in welche die Bevölkerung unsere Hauptstadt durch den von den Juden an der 
unglücklichen Esther Solymosi begangenen rituellen Mord versetzt worden ist, das hartnäckige Schweigen 
der jüdisch-fortschritt Presse über den Vorfall, endlich die Nachricht, daß der ungarische 
Reichstagsabgeordnete für Tisza-Eszlär, Herr von Onody, am Donnerstagabend in Berlin erscheinen wird, 
um mi einer großen Volksversammlung über das entsetzliche Verbrechen an Hand amtlichen Materials 
einen umfassenden Bericht zu erstatten, hatte eine ungeheure Menschenmenge nach dem Versammlungslokal 
gelockt. Es gestaltete sich denn auch jene Verhandlung zu einer großartigen Demonstration gegen das 
Judentum. Wir wünschten, unsere verehrten jüdischen Mitbürger hätten aus dem Munde des unantastbaren 
Ehrenmannes die authentische Wahrheit über das Verbrechen vernehmen können..." 

Das Auftreten Onodys in Deutschland hatte - wie selbst Nathan zugeben muß - zweierlei erreicht: 

1. "Die vorher schwankende Fabel des Mordes hatte eine feste Gestalt angenommen - der Antisemitismus 
schwamm wieder obenauf " und 

2. "Onody hatte sich persönlich in Ungarn wie in Deutschland und mit ihm der Antisemitismus beider 
Länder für den rituellen Mord engagiert." 

Mit diesen Erfolgen, die selbst ein jüdischer "Intellektueller" herausstellte, konnte fürs erste der Ungar 
zufrieden sein! 



Wie hatten sich die Dinge in dessen Heimat weiter entwickelt? Auch in Ungarn war die antisemitische 
Strömung im Anschwellen begriffen. Mochte das Gericht seine Entscheidung so oder so treffen - das Volk 
war davon überzeugt, daß es durch den jüdischen Fremdkörper nicht nur wirtschaftlich, sondern im 
buchstäblichen Sinne des Wortes zum Verbluten gebracht wurde. Was von Zeitungsberiühten zu erwarten 
war, wußte man - waren doch Jude und Redakteur schon damals in Ungarn identische Begriffe geworden[ 
Die Alliance Israffite, jene Dachorganisation des Weltjudentums, muß aber einen Wink gegeben haben; denn 
zu der gleichen Zeit, als in Deutschland antisemitische Redner auftraten und Flugblätter verbreitet wurden, 
trat in Budapest am 5. Juli 1882 plötzlich und entgegen aller sonstigen Praktiken in aller Stille und 
Heimlichkeit eine Generalversammlung der Rabbiner unter Vorsitz der Oberrabbiner Menachem Itatz und 
Leopold Lipschitz zusammen. Es wurden ausnahmsweise keine tönenden "Resolutionen" gefaßt, aber 
ausgebeckt wurde etwas ganz Abgefeimtes! Die Rabbiner schrieben Briefe - schon damals wurde diese "stille 
Propaganda" geübt -, aber nicht etwa planlos an irgendwelche Leute des Auslandes, sondern an sehr bekannte 
internationale "Kapazitäten die fast ausschließlich der theologischen Fakultät (!) ihrer Universitäten 
angehörten, und ersuchten diese, Gutachten über die Möglichkeit ritueller Morde abzugeben bzw. diese 
"historisch zu beleuchten". Mit großem Geschick verstand man es, .neben Freimaurern auch die getauften 
Rassegenossen unter den "christlichen" Theologen ausfindig zu machen! Diese Gelehrten, an die nun 
plötzlich diese Aufforderung herantrat, hatten höchstwahrscheinlich noch keinen blutleeren geschächteten 
Menschenkörper, wie weiland ihr Kollege D. Johann Eck im 16. Jahrhundert, in Augenschein nehmen 
können — sie werden sich vielleicht erst darüber informiert haben, was unter einem Ritual- oder Blutmord zu 
verstehen ist - mit Ausnahme ihrer getauften Kollegen! 

Ihre Antwortschreiben sind demzufolge mitunter auch sehr gewunden abgefaßt, man gewinnt bald den 
Eindruck: die "Kollegen mosaischer Konfession" sollen irgendeine Erklärung erhalten, damit sie sich nicht 
weiter aufregen und im übrigen: es ist schmeichelhaft und ehrenvoll zugleich, von einer gelehrten 
Rabbinerversammlung des Auslandes um ein begutachtendes Schreiben angegangen zu werden, also darf 
man als Träger eines anscheinend doch recht bekannten Namens keinesfalls enttäuschen. Unter diesem 
Gesichtspunkt sind diese an die beiden oben genannten rabbinischen Obergauner und ihre Beauftragten auch 
tatsächlich abgegangenen Antwortschreiben mit zu bewerten! 

So schrieb die theologische Fakultät der Universität zu Amsterdam: "Einem Beschluß der am 5. Juli d. J. in 
Budapest abgehaltenen Rabbinerversammlung hat die theologische Fakultät es zu verdanken, daß Ihrerseits 
auch an sie die freundliche Aufforderung ergangen ist, in betreff einer alten, aufs neue gegen die Juden 
erhobenen Anschuldigung eine Erklärung abzugeben... dem Urteile alter Sachverständigen beipflichtend, ist 
auch sie von der Überzeugung durchdrungen, daß eine gesetzliche Vorschrift, durch eine Mordtat erworbenes 
Menschenblut zu rituellen Zwecken zu verwenden, in den Religionsbüchern der Juden keineswegs 
enthalten ist. . . " 



Die theologische Fakultät der Universität zu Kopenhagen entkräftete "diese törichte, aus blindem 
Fanatismus liervorgegangene Erfindung" damit, indem sie daran erinnert, "mit wie großer Strenge das 
Mosaische Gesetz den Menschen den Genuß des Blutes verbietet; nach diesem Gesetze würde derjenige, 
welcher die obige, den Juden vorgeworfene Untat beginge, aus der religiösen Gemeinschaft der Juden 
ausgeschlossen werden und schweren Strafen verfallen (!). Voll berechtigt ist daher die Klage und der 
Unwille der Gesamtheit der Juden darüber, daß man gegen sie eine Beschuldigung erhebt, die, so oft sie auch 
erhoben worden ist, doch niemals aucli nur im geringsten begründet worden ist..." 

Auch die theologischen Fakultäten zu Leiden und Utrecht sind "nach ihrer Kenntnis der Mosaischen und 
Talmudischen Gesetze" völlig davon überzeugt, daß "beide einer Verwendung von Menschenblut nicht im 
mindesten Vorschub leisten, und noch, viel weniger dieselben vorschreiben". - So waren diese 
Fakultätsgutachten beschaffen! 

Leider ist auch ein Paul de Lagarde in völliger Arglosigkeit auf dieses jüdische Schwindelmanöver 
eingegangen und hat demzufolge von jüdischen Schmierfinken seinen Namen noch Jahrzehnte später 
mißbrauchen lassen müssen! Auch er dankt in seinem Antwortschreiben aus Göttingen vom 7. Oktober 1882 
Aer verehrlichen Rabbinerversammlung für das Vertrauen, welches wohldieselbe mir (P. d, Lagarde) durch 
die Auf forderung zu erkennen gegeben hat". Des weiteren gibt aber Lagarde zu verstehen, daß er die 
"gewünschte historische Beleuchtung" der (Ritualmord-) Beschuldigung zu liefern usw. aus Zeitmangel 
außerstande sei... "Sollte es der verehrlichen Rabbinerversammlung aber zweckdienlich erscheinen, daß ich 
in irgendeiner gerichtlichen Verhandlung als Zeuge (!) dafür auftrete... so bin ich dazu bereit." 

Der Ordinarias an der Universität Straßburg, Nöldeke, wettert, sichtlich ungehalten aus seiner 
Sommerfrische im Schwarzwald (10. August 1882): "Es ist traurig, daß immer noch Veranlassung ist, die 
von der Bosheit und Unwissenheit gegen die Juden erhobene Anklage, daß dieselben zu irgendeiner 
religiösen Feierlichkeit Menschen- bzw. Christenblut gebrauchen, ernsthaft zurückzuweisen. Die Anklage ist 
aber ganz grundlos; ja solche Greuel sind allen Grundsätzen des Judentums durchaus zuwider (!). 
Juden, die so etwas begangen hätten, müßten unbedingt aus der religiösen Gemeinschaft des Judentums 
ausgeschlossen werden..." - Derselbe Nöldeke gab dann auch im Xantener Ritualmordprozeß sein 
"Gutachten" ab - wir sind hiermit schon vorbereitet! Ganz offensichtlich aber weiß der "Lic. theol. und 
Titularprofessor" August Wünsche, als getaufter Jude ausgerechnet Oberlehrer an einer Mädchenschule in 
Dresden 30), worum es dem Judentum zu tun ist. Am, Ende seines auch sonst recht herzlichen Schreibens 
(31. Oktober 1882) an den Oberrabbiner Lipschitz in Budapest heißt es: "Möge es einem hohen Gerichte 
gelingen, auch über die Tisza-Eszlärer Affaire Licht zu verbreiten und die Unschuld der angeklagten 
Juden recht bald nachzuweisen, damit nicht der böse Geist der antisemitischen Bewegung neue Nahrung 
zum Unheil des Zusammenlebens von Christen und Juden daraus ziehe!" 

Mit diesen "christlichen" Zeugnissen konnten die jüdischen Auftraggeber allerdings sehr zufrieden sein! 

Diese gutachtlichen Äußerungen, insgesamt 22 an der Zahl - unter ihnen befinden sich auch die Gutachten 
der Professoren Delitzsch (Jude!), Leipzig, und Strack, Berlin -, wurden sorgfältig gesammelt und in Berlin 
im Dezember 1882, also noch vor Beginn des Ritualmordprozesses in Ungarn, unter der 
Sammelbezeichnung: "Christliche Zeugnisse gegen die Blutbeschuldigung der Juden" herausgegeben 31). 

Es liegt auf der Hand, daß Juda verstanden hat, aus den Beiträgen seiner ehrenamtlichen christlichen 
Mitarbeiter das nötige Kapital zu schlagen. Nimmt doch der Gießener Universitätsprofessor Stade in seinem 
Antwortschreiben diese jüdischen Absichten - ohne daß er sich dessen vielleicht bewußt geworden ist - 
geradezu vorweg, wenn es in seinem Briefe heißt: "Der Ausgang der Untersuchung in der Tisza-Eszlärer 
Affaire mag sein, welcher er will: so viel steht von vornherein fest, daß derselbe weder gegen die jüdische 
Religion noch gegen den jüdischen Volkscharakter wird verwendet werden dürfen. Taten wie die, welche 
dem dortigen Schächter Schuld gegeben wird, sind dem letzteren fremd und werden von der ersteren 
verabscheut." 

Über Onody ergoß sich in derFolgezeit der jüdische Presseunrat kübelweise. Mit einem dieser jüdischen 
Schmierfinken machte der ungarische Magnat allerdings kurzen Prozeß; einen Juden zu fordern, hieße 
diesem zuviel Ehre antun. So holte sich Onody den Korrespondenten des jüdischen "Wiener Extrablattes" 
mit der Karbatsche aus dessen Hotelzimmer. Der Presseiude zog es daraufhin vor, noch mit dem 
Vormittagszuge abzureisen... 

Aber die anderen Federn schrieben weiter... Diese bescheidenen Männer waren die Berichterstatter der 
grroßen (jüdischen) ungarischen und österreichischen Blätter, sie waren das Organ, durch das die 
Zivilisation hinabblickte... Man hielt dort die Karbatsche für die mächtigste der Waffen, und man erfuhr 
daß die Feder noch mächtiger war... Die Presse fällte ein Vernichtungsurteil, und die Antisemiten fühlten, 
daß eine neue größere Macht als die eigene ihren Einzug gehalten hatte. Diese stolzen Hochvermögenden 
waren unterlegen. . ." 

So schrieb kaum zehn Jahre später Paul Nathan, und er mußte es ja schließlich als "Mann vom Fach" 
wissen! 

Dieselbe Zermürbungstaktik wurde in der Zwischenzeit auf den Untersuchungsrichter Josef Bary und den 
Vertreter der nationalen Presse Ungarns, Verhovay, angewandt. Selbst der Justizminister Pauler blieb nicht 
verschont. Der Ministerpräsident Tisza hatte die Angewohnheit angenommen, seine Anweisungen unter 
Umgehung des Justizministeriums den Staatsanwälten direkt zukommen zu lassen... Onody, Bary, 
Verhovay und Pauler standen durch. Man mußte mit gröberem Geschütz kommen. 

Onody war wirtschaftlich nichts anzuhaben, aber Verhovay, der Redakteur des nationalen Blattes 
"Függetlenseg", stand vor dem Zusammenbruch. Seine Freunde halfen ihm weiter. Bary, der das wichtige 
Aktenmaterial verwaltete und trotz aller Interventionen und Intrigen die Untersuchungen energisch 
weitertrieb, nicht wich und wankte, konnte ja schließlich radikaler beseitigt werden. Auch das wurde 
versucht. Der Darstellung des Kampfgefährten Onodys, des Ritters Georg von Marcziänyi 32), entnehmen 
wir, daß schon am 14. Juli 1882 ein Überfall auf Bary geplant war. Der im Wagenschuppen schlafende 
Kutscher des Untersuchungsrichters untersuchte, durch das anhaltende Gekläff des Hofhundes munter 
geworden, das Grundstück. In der Nähe des Wohnhauses, im Innern des Hofes, bemerkte er drei Personen, 
die augenscheinlich als Wachen aufgestellt worden waren; sie gaben nach der Straße Zeichen. Im Flur zu den 
Zimmern Barys traf der Kutscher auf zwei Kaftanjuden, die, mit Revolvern bewaffnet, sich in auffallender 
Weise an der Eingangstür zu schaffen machten. Auf Anruf eilte die ganze unheimliche Rotte den 
Hofeingängen zu. Zwei Kaftanjuden schwangen sich, von dem nachsetzenden Hund verfolgt, über den 
Gartenzaun, dabei entfiel ein Bund Nachschlüssel. In der Nähe der Hundehütte wurde bei Tagesanbruch ein 
Stück Fleisch gefunden, das der Hund aber nicht angenommen hatte. Die chemische Untersuchung ergab, 
daß es mit Arsenik vergiftet war! 

Nach diesem Vorfall wurde der Untersuchungsrichter bei seinen Gängen und Fahrten von Geheimpolizisten 
begleitet, sein Haus Tag und Nacht überwacht. - Soweit im wesentlichen der Bericht Marcziänyis! 

Dieses Attentat auf Bary war mißglückt - weitere schienen aussichtslos. Blieb noch der 
Hauptbelastungszeuge, der sechzehnjährige Moritz Scharf! 

Auf Antrag des Untersuchungsrichters war Scharf jun. in Schutzhaft genommen worden, da er sich selbst 
vor seinen Rassegenossen nicht mehr sicher fühlte! Später, vor Gericht, erklärte dieser Zeuge, darüber 
befragt: "Man sagte mir, daß sie Mich taten würden, weil ich die Wahrheit gesagt habe..." - In dem 
Beschluß des Untersuchungsrichters vom 27. Mai 1889 heißt es wörtlich: "...mit Rücksicht ferner darauf, 
daß es nach dem Zeugnis der Zeitungen publik geworden ist, daß er (Scharf jun.) über seine 
Glaubensgenossen belastende Aussagen gemacht, wonach man bei der gereizten Stimmung seiner 
Glaubensgenossen... fürchten kann, daß ihn dieselben mißhandeln oder sich bestreben werden, ihn zu 
verderben 33) und von ferneren Depositionen abzuhalten - in Anbetracht dessen wird dem Moritz Scharf 
besonders in seinem eigenen Interesse und zur vollkommenen Wahrung seiner Person... gestattet, bis 
zur weiteren Verfügung in den amtlichen Lokalitäten zu verbleiben und sich im Gefängnishofe frei 
aufzuhalten. " 

Scharf war also in das Komitatshaus nach Nyiregyhäza gebracht worden; daselbst verblieb er bis in den 
August des nächsten Jahres, nicht als Gefangener, sondern als ein unter polizeilichem Schutz stehender 
Zeuge, der sich im übrigen frei bewegen durfte, in den Familien der dortigen Gerichtsbeamten verkehrte, 
anständig verpflegt und bekleidet wurde und sogar Privatunterricht erhieltt Was haben nun die 
Judenzeitungen, ihnen voran der "Pester Lloyd", nicht alles zusammengelogen -. Scharf wäre in einem 
Schweinestall untergebracht und sadistisch mißhandelt und schließlich dem Wahnsinn nahegebracht worden 
- man erkennt hier schon die Absicht, die späteren Aussagen des Scharf als die eines Geistesgestörten zu 
bezeichnen - was man ja auch tatsächlich versucht hat! 

Wie notwendig der polizeiliche Schutz in Nyiregyhäza war, geht daraus hervor, daß zu wiederholten Malen 
Anschläge auf diesen Zeugen geplant waren. Der Kastellan Henter, dem Moritz Scharf übergeben worden 
war, hat dann auch darüber vor Gericht aufschlußreiche Mitteilungen machen können. Auf dieselben näher 
einzugehen, würde hier zu weit führen. 

Diese lebenden Zeugen hatte man nicht zum Schweigen bringen können - aber noch blieb das Protokoll der 
vier Ärzte vom 20. Juni 1882, das die schamlosen Umtriebe der jüdischen Regie aufdecken half, bestehen 
und konnte damit dem Judentum noch recht ungünstige und unberechenbare Momente bringen. Diese Gefahr 
hat man auch ganz klarerkannt, denn bereits fünf Tage nach der ersten Obduktion der angeschwemmten 
Frauenleiche stellte der jüdische Anwalt Heumann bei Gericht den Antrag auf Exhumierung und 
neuerliche Selition der Leiche, die diesmal von "Autoritäten" vorgenommen werden sollte, da 
"augenscheinlich Unregelmäßigkeiten und Gesetzesverletzungen" vorgekommen seien. Diese unverschämte 
Eingabe wurde jedoch zurückgewiesen, und es entbrannte in der Folgezeit ein Kampf um die Auslieferung 
der Leiche, in dem der Gerichtshof unterlag. Am 7. Dezember, also fast ein halbes Jahr nach der Bestattung, 
fand tatsächlich die Exhumitrung statt, diesmal in Gegenwart der drei Budapester professoralen "Autoritäten" 
Scheuthauer, Mihälkovics und Belki. Sie erklärten, daß ihnen am Ort die nötigen wissenschaftlichen 
Hilfsmittel fehlten und beantragten die Überführung der Leiche nach Budapest. Der Gerichtshot willigte 
schließlich ein, daß ein Teil der Leiche dahin überführt würde. Obgleich sich der Körper, wie aus dem 
Exhumierungsprotokoll vom 7. Dezember 1882 selbst hervorgeht, in einem grauenvollen Zustand der 
Auflösung befand, der jede Agnoszierung ausschloß, und die "an der Hüfte und im Kniegelenk stark 
eingebogene Leiche bei dem Versuche der Streckung in Stücke zerfiel" 34), gelang diesen Wunderärzten das 
Meisterstück, "auf mühsamen Umwegen" 35) nach Jangen, doch notwendigen Abschweifungen mit Bezug 
auf frühere Ausführungen" 36) die Identität Esther Solymosis mit der angeschwemmten Leiche zu 
"beweisen"! Das Gutachten der Vertrauensärzte des Gerichtshofes' also die Arbeit von vier Ärzten, sollte 
dadurch "entkräftet" werden, daß diesen Ärzten "Mangel an Fachwissen und Lässigkeit in der Erforschan - 
der nötigen Tatsachen" vorgeworfen wurde, wie ja mit der rasseeigentümlichen Bescheidenheit in dem neuen 
Gutachten der Herren Universitätsprofessoren ferner auch geschrieben wurde: - . . und es ist keine 
Unbescheidenheit, wenn wir in unseren Spezialfächern einen umfassenderen Blick, ein feineres Gefühl für 
den Zusammenhang anscheinend einander fernstehender Gegenstände uns zutrauen, als den ärztlichen 
Vertrauensmännern des löblichen Nyiregyhäzaer Gerichtes, die wackere Heilärzte sein mögen, aber 
keine Spezialisten der hier in Frage kommenden Fächer sind." 

Der umfassende Blick und das feine Gefühl dieses famosen Gremiums sind allerdings staunenAwerte 
Eigenschaften gewesen, die es ermöglichten, aus dem Teil eines geborstenen und län 'gst in Verwesung 
übergegangenen Leichnams den Körper eines vierzehnjährigen und dazu noch ganz bestimmten Mädchens zu 
rekonstruieren; diese absonderlichen Fähigkeiten auserwählter Kapazitäten eines ebenso auserwählten 
Volkes ließen selbst dem Gerichtshof der ungarischen Kreisstadt die Haare zu Berge stehen! Er ordnete die 
Streichung einer Anzahl den gerichtlichen Fakten geradezu ins Gesicht schlagenden lügenhaften Stellen 
dieses professoralen Gutachtens an und traf gleichzeitig die Entscheidung, den Bericht der drei Professoren 
und die einbehaltenen Reste des exhumiArten Körpers dem ungarischen Landessanitätsrat zur 
letztinstanzlichen Überprüfung zuzustellen. 

Dieses Superarbitrium wiederholte in den wesentlichsten Punkten die Ergebnisse des ersten 
gerichtsärztlichen Gutachtens und rief, wie Georg von Marcziänyi feststellen konnte, "in den Kreisen der 
Judenschaft größte Bestürzung hervor". Über die Mitglieder des ungarischen Landessanitätsrates ergoß die 
Judenpresse aber eine wahre Sintflut von Verdächtigungen und Verwünschungen! 

Nichtsdestoweniger wurden nach Abschluß dieser Untersuchungen die Akten der Oberstaatsanwaltschaft 
zuceschickt; der Oberstaatsanwalt Szeyffert, dem gewiß keine antisemitischen Neigungen unterstellt werden 
konnten, übernahm die Ausstellung der Anklageschrif t und übermittelte sie dem Gerichtshof zu 
Nyiregyhäza. 



Die Schlußverhandlung in Nyiregyhäza. 

Am 19. Juni 1883 begann die große Schlußverhandlun-, nachdem sie mehrfach vertagt worden war. Die 
Untersuchung hatte über vierzehn Monate gedauert. Angeklagt waren fünfzehn Juden, und zwar 

a) wegen vorsätzlichen Mordes die Schächter Salomon Schwarz und Leopold Braun, der Lehrer (Kantor) 
Abraham Buxbaum und der Vagabund Hermann Wollner, "Bettler ohne bestimmten Wohnort, bereits 
vorbestraft", 

b) wegen Teilnahme am Mord: der Tempeldiener Joseph Scharf, der Grundstücksbesitzer in Tisza-Eszlär 
Adolph Junger, der Arbeiter Abraham Braun, der Kaufmann Samuel Lustig, der Pächter Lazar Weißstein und 
der Beschneider Emanuel Taub, 

c) wegen des Vergehens der Vorschubleistung, "weil sie bestrebt waren, die Untersuchung gegen die 
obigen Angeklagten durch Hilfeleistung zu vereiteln", die fünf am Leichenschmuggel beteiligt gewesenen 
Juden: die Flößer Amsel Vogel und David Hersko, ferner Jankel Smilovics, Martin Groß und Ignaz Klein. 


Ihnen standen nicht weniger als fünf, größtenteils jüdisch-freimaurerische "prominente" Verteidiger zur 
Verfügung; zwei Verteidiger waren Mitglieder des ungarischen Reichstages, die aus dem Grunde mit zur 
"Verteidigung" bestimmt worden waren, weil sie infolge ihrer Mandate in Verbindung zur "großen Politik" 
standen ! 

"Es handelt sich um eine Angelegenheit, die bis zu einem gewissen Grade folgenschwer für ein paar 
Millionen Menschen werden konnte; unter diesen Umständen kann man behaupten, daß die Zahl von fünf 
Verteidigern nichts weniger als eine zu große war." 37) - Zunächst wurden 80 000 fl. zur Bestreitung der 
"kleineren Auslagen der Verteidiger- flüssig gemacht 38). Beim Juden Guttmann, dem Obmann der 
Israelitischen Allianz (AIU.) in Wien, war ein eigener Telegraphenapparat aufgestellt worden. Zwischen 
Nyiregyhäza und den Wiener Juden war somit eine eigene Telegraphenverbindung hergestellt, so daß die 
Juden von jedem Wort, das gesprochen wurde, direkt und aufs schnellste verständigt wurden, ohne daß die 
Außenwelt, nicht einmal die Behörden, etwas erfahren konnten. - "Soll es einmal ein Christ verlangen! Ich 
frage Sie, meine Herren Minister, ob Sie ihm dies gewähren würden! Ich glaube nicht..." (Der Abgeordnete 
Schneider im österreichischen Reichsrat am io. November 1899.) 

Die Vernehmung von 138 Zeugen stand in Aussicht. Präsident des Gerichtshofes war Franz von Kornis, als 
Staatsanwalt fungierte der mehrfach erwähnte Eduard von Szeyffert. Er hat ganz bestimmte Instruktionen 
nach Nyiregyhäza mitbekommen. Über diesen Mann war die Judenpresse des Lobes voll; auch Paul Nathan 
stellt ihm ein recht gutes Zeugnis aus - was schon alles sagt! Er schreibt: "Diese schwierige Aufgabe löste 
Eduard von Szeyffert mit vollendetem Takt und erntete dafür die uneingeschränkte Anerkennung der 
gebildeten (lies jüdischen!) Welt, und was dasselbe sagen will, den tödlichen Haß, der Antisemiten..." 39) 
Um so zynischer, ohne eine Spur von Mitleid, wird durch diesen Juden die Mutter des Opfers dargestellt: 
"Die alte Solymosi war eine hochaufgeschossene, magere, knochige Frau von eckigen Körperformen. 
Während der öffentlichen Verhandlungen erschien sie im Sitzungssaal dunkel gekleidet, und auch das gelbe 
pergamentene, ausdruckslose Gesicht rahmte ein schwarzes Kopftuch ein. Es hatte etwas seltsam 
Trauriges, diese mumienhaften Züge zu betrachten. Keine Piegung war an diesem Gesicht zu bemerken, 
und das einzige, was zu leben schien, waren ein Paar kleine blaue Augen, die gleichzeitig so stupid und so 
abergläubisch gläubig in die Weit blickten. Kein Zweifel: der Grundzug des Charakters dieser 
bedauernswerten Frau war eine Mischung von hartherziger unerschütterlicher Gläubigkeit an Gott und den 
Aberglauben. Es mußte leicht sein, in ihr die Vorstellung zu erwecken, daß sie ein Werkzeug Gottes sei. 
Wenigstens glaubte sie sich in ganz besonderen Beziehungen zum Höchsten. Von Gott kommen ihr die 
Ideen über das Ende ihrer Tochter..." 40) - Das konnte ein Jude im Jahre 1892 im wilhelminischen 
Deutschland des Gottes-Gnadentums schreiben! 

Die Anklage stützte sich im wesentlichen auf die protokollarischen Aussagen des sechzehnjährigen Sohnes 
Moritz des Tempeldieners Joseph Scharf vom 21. /22. Mai 1882. Auch in der öffentlichen 
Gerichtsverhandlung wiederholte Moritz Scharf seine vor dein Untersuchungsrichter bereits abgegebenen 
Wahrnehmungen fest und sicher. Bereits am ersten Verhandlungstagkain es zu heftigen Auftritten: "Als 
Moritz Scharf die Geschichte des Mordes erzählt hatte, da begann der angeklagte Vater gegen den Knaben 
fast zu rasen; es waren furchtbare Szenen, als die zum Teil greisen Männer dem Jungen gegenüber standen, 
den sie als den einzigen Urheber all ihren Unglückes ansahen." 41) - Der alte Scharf versuchte plötzlich, 
sich auf den Sohn zu stürzen, wurde aber von dem Gefängniswärter wieder in die Anklagebank 
zurückgedrängt. Jeder der Angeklagten wurde aufgefordert, zu den Aussagen des Zeugen Stellung zu 
nehmen. Der jüdische Lehrer Buxbaum tobte: "Nicht wahr ist's, was dieser da spricht, dieser Hund, dieser 
Lauskert!" - Moritz ruhig: "Auch Sie waren zugegen, als die Esther ermordet wurde!" - Buxbaum: "Um 
wieviel Uhr war es?" - Moritz: "Zwischen elf und zwölf Uhr." - Buxbaum, außer sich: "Ich war dort? Pfui!" 
(Spuckt dem Moritz Scharf ins Gesicht.) 

Diese Auftritte wiederholten sich an den folgenden Verhandlungstagen und nahmen immer schärfere Formen 
an. Am achten Verhandlungstag wurde Moritz von dem jüdischen Verteidiger Heumann darüber befragt, 
warum er immer nur unter Bewachung ausgegangensei;Moritzantwortetehierauf: "Weil die Juden mich 
töten würden, weil ich die Wahrheit gesagt habe..." - "Wenn du keine solchen Lügen 'gebellt' 42) hättest, 
dann wären wir nicht hier", konstatierte Scharf Vater an einem anderen Tage resigniert. - "Aus einem ganz 
anderen Grunde konnte man dies (die Untersuchung) nicht beendigen", verteidigte sich der Sohn. Darauf ein 
Judenverteidiger, "Ich frage den Zeugen Moritz Scharf, warum die Untersuchung nicht beendigt werden 
konnte und aus weichem Grunde dieselbe dreizehn Monate dauerte." - Der Judensproß erteilte ihm eine 
Abfuhr: "Aus dem Grunde, weil die in Tisza-Eszlär zurückgebliebenen Juden eine Leiche mit den Kleidern 
der Esther Solymosi bekleideten!" 

Moritz rannte, nachdem er Zeuge der furchtbaren Vorgänge in der Synagoge geworden war, zu seinen 
Eltern, um ihnen seine Wahrnehmungen, die er aus eigener furchtbarer Anschauung gemacht hatte, zu 
berichten. Präsident Kornis: "Was hast da gesprochen, als die Eltern bei Tisch saßen?" - Moritz: "Ich habe 
den Fall erzählt welchen ich gesehen habe." - Präsident: "Was war die Antwort?" - Moritz: "Meine Mutter 
sagte, daß ich schweigen soll!" Der kleine Samu aber hatte einiges aufgeschnappt und ausgeplappert, 
dadurch war der Stein ins Rollen gekommen! 

Paul Nathan glossiert die Aussagen seines aus der Art geschlagenen Stammesgenossen: ".Du lieber Himmel, 
ein Mord kann einem doch schließlich das Mittagsmahl nicht verderben, wenn man einen gesunden Appetit 
hat... Die Familie verzehrt also in Frieden ihr Mahl, und als angenehme Tischunterhaltung berichtet 
Moritz von dem kleinen Scherz, den er soeben mit angesehen hat... Nun ist das Mittagsbrot vorüber; Vater, 
Mutter, Sohn hatten bisher keine Veranla ssung gehabt, des kleinen Mordes wegen aufgeregt zu sein; sie 
werden sich auch weiter in ihrer Sabbatstimmung, nicht haben stören lassen... Es ist ein wahrhaft 
idyllischer Mord, der sich abgespielt hat, ohne ängstliche Vorbereitungen, ohne vorsichtiges Abwägen 
vertraut man ganz ausschließlich der gütigen Fügung alles an. Würde ein Aufschneider an geeigneter Stelle 
in einer Operette einen Mord in der Art von Moritz Scharf schildern, so bräche man in helles Lachen aus." 
- Das ist der "Schriftsteller" Paul Nathan! 

Auf Vorhalte seines Vaters ("man sagte mir, daß dir eine Schweinswurst besser schmecke als das koschere 
Essen" 43)) erklärte schließlich Moritz, daß er kein Jude mehr sein wolle, er habe einen Abscheu vor der 
jüdischen Religion bekommen... Er könne sich den Mord an der Esther nur so erklären, daß die Juden nach 
den Satzungen ihrer Religion so handeln müßten 44). Der Bruder der Ermordeten, Johann Solymosi, 
bemerkte am Abend nach dem Verschwinden der Esther, wie eine große Anzahl Juden, unter ihnen 
zahlreiche fremde, aus dem Tempel kamen und zum Juden Lichtmann gingen. Erst nach Mitternacht wieder 
verließen sie truppweise dessen Anwesen und bewegten sich vorsichtig nach dem Tempel. 

Frau Bätori und ihre Tochter Sophie bemerkten, daß am Abend des 1 . April bis in die späte Nacht Licht in 
der Synagoge 45), in deren Nähe sie wohnten, brannte, was sonst nicht zu geschehen pflegte. Noch um 
Mitternacht sei der hintere Teil des Tempels hell erleuchtet gewesen. 

Am 16. Verhandlungstag gab die Bäuerin Cseres aus Tisza-Eszlär ihre Wahrnehmungen zu Protokoll: "In 
der Nacht, in welcher die Esther verschwand, war bei uns großer Lärm... ich sah zum Fenster hinaus und sah 
viele Juden kommen und gehen. Später kam der Jude Großberg, rang die Hände und rief: "Gott, was haben 
wir getan, was haben wir angerichtett" Ein fremder Jude, seinem Äußeren nach ein galizischer, antwortete 
dem Großberg: "Fürchten Sie nichts, es wird daraus gar nichts entstehen!" 

Die Zeugin Sipoß, die zur Zeit des Verschwindens der Esther bei Großberg bedienset war, sagte aus, daß an 
jenem Abende zahlreiche Juden im Großbergschen Anwesen gewesen seien, die sich erregt in jüdischem 
Jargon unterhalten hätten; verstanden habe sie kein Wort. Als sie ins Zimmer trat, habe die alte Großberg sie 
sofort wieder hinausgewiesen mit der Bemerkung, man habe "etwas" zu besprechen. 

Weiterhin wurde einwandfrei festgestellt, daß die Juden Schwarz, Braun und Buxbaum bereits am 31. 
März, einen Tag vor der Ermordung Esthers, im Orte eingetroffen waren und bei dem bisherigen 
Schächter Taub bzw. bei Jakob Süßmann Quartier bezogen hatten. 

Moritz Scharf ha tte vor Gericht seine Aussage wiederholt, daß er den Mord durch das Schlüsselloch der 
inne.-en Synagogentür beobachtet habe; auf die Frage des Präsidenten, wie lange er sich das mit angesehen 
habe, antwortete der Zeuge: "Dreiviertel oder auch eine Stunde." Untersuchungsrichter Bary hatte 
unmittelbar nach dem Verhör des Moritz an Ort und Stelle die Probe angestellt, ob er das, was er bezeugte, 
auch tatsächlich hatte sehen können: es war der Fall. Das Ergebnis wurde an Ort und Stelle protokolliert. 
Nunmehr nahm der Gerichtshof unter Assistenz der Staatsanwaftschaft und der Verteidigung eine 
Cberprüfung in dieser Sache vor; Moritz und sein Vater wurden mitgenommen. Und siehe da: durch das 
Schlüsselloch war fast gar nichts zu sehen; nur in der Mitte des Raumes war ein schmaler Streifen von etwa 
einem halben Meter zu überblicken! Der Zeuge hatte in den Protokollen angegeben, daß er nur ein wenig 
gebückt durch das Schlüsselloch geblickt habe, es sei ganz gut gegangen. Jetzt aber wurde festgestellt, daß 
das Schlüsselloch nur 85 cm über dem Boden lag, was bedingte, daß Moritz nur ganz zusammengekauert 
und nur weuige Minuten lang hindurchblicken konnte; er behauptete aber, wie aus dem Protokoll über diese 
Lokalbesichtigung hervorgeht, daß er sich damals, als ihn Bary hergeführt habe, nicht so bücken brauchte. 
Das wesentliche Ergebnis dieser Lokalinspektion lautete: "...Es wurde ferner festgestellt, daß Moritz Scharf 
die Szene bei der Augenscheinnahme nicht gesehen hat." Einer der jüdischen Verteidiger bemerkte: "Mit 
dieser Besichtigung des Tatortes hätten wir die ganze Sache eröffnen sollen, dann hätten wir nicht fünf 
Wochen lang zu verhandeln brauchen!" 

Die Verteidigung hatte sich wohlweislich gehütet, eine Lokalinspektion zu einem früheren Termin 
anzusetzen, denn in der Zwischenzeit wurde dieses ominöse Synagogenschlüsselloch in ganz raffinierter 
Weise so versetzt, daß dann bei der später vorgenommenen Besichtigung auch Ungarns Oberstaatsanwalt, 
als er durch dasselbe guckte, seiner eigenen Äußerung nach tatsächlich "nichts sah"! 46) 

Blieb noch das Gutachten des Landessanitätsrates über den angeschwemmten Leichnam zu entwerten, um 
auch die wegen Leichenschmuggels inhaftierten Juden auf freien Fuß setzen zu können. 

Auf der Suche nach einer "europäischen Kapazität", deren Name allein alle bisherigen Gutachten aufheben 
konnte, entschied man sich für den Prof essor und Direktor des pathologischen Instituts an der Universität 
Berlin, Rudolph Virchow, der noch dazu den Vorzug hatte, nebenamtlich als liberal-"fortschrittliches" 
Reichstagsmitglied zu fungieren. In seiner "gutachtlichen Äußerung über die Obduktionsverhandlungen in 
dem Tisza-Eszlärer Kriminalfall" voin 15. Juni 1883 sprach Virchow, "der große Judenfreund" 47), dann 
tatsächlich das letztewort, indem er die "Unglaubwürdigkeit des Obduktionsprotokolls der Herren Dr. 
Trajtler und Kiß voin 19. und 20. Juni 1882 in ein helles Licht" rückte, obwohl er auch nicht einen 
Leichenteil vorgelegt bekommen hatte, sondern lediglich auf den Äußerungen der Budapester Experten fußen 
konnte. Damit fiel auch das Superarbitrium des Landessanitätsrates vom 16. März 1883! 

In den Motiven des Urteils erster Instanz hieß es dann auch: "Das sind solche Indizien, welche mit Rücksicht 
darauf, daß der Sanitätsrat die seinem Gutachten zugrunde liegende Motivierung nicht mitteilte, man sonach 
nicht wissen kann, auf Grund welcher anatomischen Daten derselbe in der Bestimmung des wahrscheinlichen 
Alters der Leiche von den Gutachten der Professoren abwich, ferner mit Rücksicht darauf, da'ß die Leiche in 
den unangezweifelten Kleidern der Esther (!) gefunden wurde, die Annahme cestatten, daß die fragliche 
Leiche der Leichnam der Esther Solymosi sein konnte." 

Alles war in bester Ordnung: Die Vermißte war vom Wege abgekommen, - obwohl sie ja als Dorfkind und 
noch dazu am hellen Tage mit Steg und Weg vertraut war -, in die Theiß gefallen und nach Monaten als 
wohlerhaltener, gepflegter Leichnam in tadellos geordneten Kleidern angetrieben worden. ... 

Unbeeinflußbar aber wie am ersten Tage war in diesen Umtrieben die Mutter des Opfers geblieben; sie hatte 
auf alle Fragen geantwortet: "Gerichtsherren, mein Mutterherz sagt mir, daß die Juden, die auf der 
Anklagebank sitzen, meine Tochter gemordet haben. Die Juden sind zu mir gekommen und haben mir eine 
große Summe Geld angeboten, wenn ich diese Stimme meines Herzens zum Schweigen bringen würde - ich 
kann es nicht..." (H. Desportes, p. 239). 

Man hatte es mit dem Urteilsspruch plötzlich überstürzt eilig: Alle Angeklagten wurden freigespronhen, 
sofern sie durch die lange Untersuchungshaft wirtschaftliche Schäden erlitten, hatten, hatte der Staat alles 
zu begleichen! "Nach großen Mißgriffen und Irrungen ließ der Nyiregyhäzaer Gerichtshof die 
Gerechtigkeit frei walten, ja, er verschmähte es, selbst nur den Schatten eines Verdachtes auf die 
unschuldig Eingekerkerten zu werfen." 48) 

Der Gerichtspräsident Kornis richtete an das hohnlächelnde Mordgesindel abschließend die folgenden 
"versöhnenden Worte": "Ich muß Sie ermahnen, daß Sie, zu Ihrem häuslichen Herd und zu Ihren christlichen 
Mitbürgern zurückkehrend, Ruhe und Bescheidenheit mitbringen und sich jeder solchen Provokation 
enthalten, welche zur Aufreizung der ohnehin erregten Gemüter und zur Störung des friedliehen 
Zusammenlebens führen könnte. Die ausgestandenen Vexationen und Leiden (!) mögen Sie nicht dem 
Richter, noch dem Gerichtshofe noch endlich einzelnen Mitbürgern zuschreiben, sondern dem 
Zusammentreffen der Umstände. Sie mögen sich mit dem Schicksal befreunden, das sich oft schonungslos 
und schwer in den Lebensweg stellt und welchem auszuweichen oft bei der größten Reffitlichkeit und 
Anständigkeit fast unmöglich ist." 49) Für die Mutter des Opfers aber hatte niemand ein Wort des Trostes 
übrig; im Gegenteil, sie war jüdischen Schmähungen und Verdächtigungen noch während der 
Gerichtsverhandlung hilflos preisgegeben; nach ihren eigenen Angaben hatten die Juden noch zuletzt 
behauptet, sie habe die Esther mißhandelt, deswegen sei. dieselbe ins Wasser gegangen. ... Noch zehn Jahre 
später konnte Paul Nathan sie aufs unf lätigste bespeien! 

"Es beschleicht den Menschen ein unheimliches Grausen, wenn er das Verhalten des Judentums in dieser 
cause celebre ruhig überblickt: die Juden, die fortwährend mit Phrasen über Humanität, Aufklärung, 
Menschenrechte, Toleranz usw. herumwerfen, die sich mit tollkühnem Zynismus in allen Fällen, wo man 
sie gerechterweise angreift, auf das Gesetz, auf dasselbe Gesetz berufen, das sie am meisten verhöhnen und 
mit Füßen treten, diese Juden begehen zuerst einen grausamen rituellen Mord, leugnen denselben feige mit 
frivoler Stirn, reißen mit dem Schmerze der gramgebeugten Mutter unf lätige Zoten, mißhandeln 
dieselbe unter gleisnerischen Ausflüchten, führen das Gericht irre, schneiden die sorgsam gesponnenen 
Fäden der Untersuchung hinterlistig entzwei, graben gleich Hyänen halbvermoderte Leichen aus ihren 
Gräbern, vertauschen dieselben, ziehen falsche Tote in die Gewänder der Geschächteten, betrügen sich 
gegenseiti um den ausgedungenen Sündenlohn, schicken Todesdrohungen an die ihres Amtes waltenden 
Richter, planen Attentate auf dieselben, um die ihnen gefährlichen Gerichtsakten in ihre Gewalt zu 
bekommen, und werden schließlich, als ihnen dies alles nichts hilft und Sich der eiserne Ring immer mehr 
zusammenzieht, zu Leichenschändern in des Wortes ekelhaftester, widerlichster Bedeutung, um die über die 
Juden dräuend heraufziehenden Gewitterwolken zu verscheuchen! Die, ist ihre Humanität, ihre Aufklärung, 
ilu"e Moral, die sie so gleisnerisch verkünden, auf deren aus Lug und Trug gebildetem Postulat stehend, sie 
die Vermessenheit haben, für religiöse Toleranz zu eifern, um Toleranz für Religionsbräuche, wie deren einer 
im rituellen Opfermord von Tisza-Eszlär an das Tageslicht getreten ist..." 50) 

Die beiden höheren Instanzen bestätigten das freisprechende Urteil in vollem Umfange. Wie auf ein Zeichen 
verschwanden daraufhin sämtliche beschuldigten Juden sofort aus Ungarn; Moritz Scharf, der "Verräter", 
ging als Diamanteuschleifer nach Amsterdam; die Herren Verteidiger aber blieben im. Lande und nährten 
sich weiterhin "redlich". Einer der ersten "Verteidiger", der Freimaurer Karl Eötvös, vor Prozeßbeginn 
bereits mit einer "Abschlagszahlung" von 80 000 fl. Honoriert, wurde ungarischer Großgrundbesitzer... 



Epilog. 

Die Freisprechung der Angeklagten hatte in, ungarischen Volk eine ungeheuere Empörung ausgelöst. Eötvös 
und sein guter Freund, der Oberstaatsanwalt Szeyffert, mußten unter den Verwünschungen der Bevölkerung 
und von einem Steinhagel verfolgt kurz nach dem Urteilsspruch in überstürzter Hast und in geschlossenem 
Wagen Nyiregyhäza verlassen. In allen größeren Städten des Landes, besonders in Preßburg, Kaschau, 
Odenburg, in Budapest und am Gerichtsorte selbst kam es zu schweren Zusammenstößen, Judenläden 
wurden gestürmt, in den Komitaten gingen einzelne jüdische Anwesen in Flammen auf. Jedoch brachten alle 
diese Dinge nur Wasser auf die Mühlen Judas... Am 11. September 1883 sprach der bereits erwähnte 
Hofprediger Stöcker in einer Versammlung seiner christlich-sozialen Partei in Berlin über den Ausgang 
dieses Prozesses, er sagte daselbst u. a. 51): "Der Prozeß von Tisza-Eszlär ist entschieden, die Angeklagten 
wurden freigesprochen... Tüchtige Juristen, darunter zwei Staatsanwälte, haben mir versichert, vor dem 
Prozesse hätten sie an die Unschuld der Angeklagten geglaubt, nach der Entscheidung aber glaubten sie an 
ihre Schuld; persönlich hielten sie sich von der Schuld der Angeklagten völlig überzeugt." 

"Ich war einige Zeit nach dem Urteilsspruch im. Lande, und ich habe, keinen Menschen gefunden, der den 
geringsten Zweifel an der Schuld der Angeklagten gehabt hätte..." schxieb 1889 Edouard Drumont in seinem 
Vorwort zu dem "Geheimnis des Blutesvon Henri Desportes! 

Die Bäuerin Cseres sagte anläßlich ihrer Vernehmung in der öffentlichen Verhandlung aus, daß es "in Tisza- 
Eszlär verbreitet war, daß die Christen verlieren und die Juden gewinnen"; die Dorfbewohner hätten sich 
zusammengerottet und die jüdischen Machenschaften erregt besprochen, schließlich seien sie, nur durch 
Militär zur Ruhe gebracht worden. - Ihr unverbildeter Instinkt hatte ihnen gesagt, daß gewisse Mächte am 
Werke waren, auch diesen Richterspruch zu beugen! 

Schon festere Gestalt nahmen diese Gerüchte an in einem "offenen Brief", den ein späterer Verteidiger des 
Mordgesindels, der Jude Bernhard Friedmann, an die großen ungarischen Judenblätter richtete. In diesem 
Brief vom ig. September 1882 hieß es u. a. wörtlich: "Man hält bezüglich des Ausganges der Untersuchung 
zweierlei für möglich. Man sagt, die Staalsanwaltschaft werde die Sache studieren, und nachdem es keine 
annehmbaren Beweise gibt, einfach die Einstellung des Prozesses beantragen. Dann sagt man aber auch, 
die Angelegenheit werde dem Vizenotär Bary abgenommen und geschickteren (lies jüdischen! d. V.), 
erfahreneren Händen anvertraut werden, damit die in der Untersuchung begangenen Fehler nach 
Möglichkeit repariert werden können." An anderer Stelle dieses Schreibens hieß es weiterhin: "Eine andere 
Frage, die jetzt gleichfalls zur Entscheidung kommen wird, ist die, ob, falls die königliche Staatsanwaltschaft 
eine Nachtrags-Untersuchung notwendig erachten sollte, mit derselben ebenfalls Bary betraut werden son, 
trotz. der zahlreichen Fehler, die er begangen, - oder ein anderer?" 

Bary hatte es aber verstanden, mit derselben Energie, die er während der Voruntersuchung angewandt hatte, 
sich auch weiterhin zu behaupten. So blieb dann tatsächlich nur die erstere der beiden von Jud Friedmann 
angeschnittenen Möglichkeiten offen. Dieser We. wurde eingeschlagen. Wer sind nun aber die großen 
unbekannten "Man", die dies schon alles fast ein volles Jahr vor der richterlichen Entscheidung wissen 
konnten? Paul Nathan kann zu einem Teil selbst zur Beantwortung dieser entscheidenden Frage 
herangezogen werden, indem er bei Behandlung des jüdischen Triumphes in Nyiregyhäza an einer Stelle 
seine talmudische Fuchsschläue außer acht läßt und schreibt 52): "Es fand sich in Ungarn eine Anzahl 
Menschen, die mit Mut und Genie den Kampf aufnahmen; sie allein wären freilich unterlegen; aber im 
Bunde mit der öffentlichen Meinung des gebildeten Europa siegten sie, und es triumphierte die 
Wahrheit." 


Das "gebildete Europa" kennen wir schon von Damaskus her: die goldene Internationale, die die "öffentliche 
Meinung" macht und den jüdischen "Sieg" vorbereitetl Es liegen uns heute aber konkrete Angaben darüber 
vor: Der Prozeß von Tisza-Eszlär wurde zu einem finanzpolitischem Maclitkampf zwischen jüdischer 
Hochfinanz und dem von ihr abhängigen Lande Ungarn, das bereits in den achtziger Jahren des vorigen 
Jahrhunderts an die internationale Hochfinanz schwer verschuldet war und gerade zu der Zeit, als das kleine 
Theiß-Dorf in aller Munde war, mit dem Hause Rotliscliild in Verhandlungen zur Regelung seiner mit einem 
übermäßig liolien Zinsfuß belasteten Staatsschulden stand. Die Durchführung dieser Rentenkonversion 
sollte dem wirtschaftlich schwer kämpfenden Lande eine jährliche Ersparnis von 2,5 Millionen Gulden an 
Zinsen bringen. Wenige Tage vor Beginn der Hatiptverhandlung in Nyiregyhäza sandte der Baron Albert 
Rothschild an den ungarischen Finanzminister Grafen Szapary eine geharnischte Depesche des Inhaltes, daß 
der überwiegend aus jüdischen Elementen bestehende Geldmarkt mit den ihm zur Verfügung stehenden 
Mitteln dahin wirken wolle, daß die ungarischen Staatspapiere auf ein Niveau herabgedrückt würden, das 
jenem der ungarischen Rechtsprechung entspräche." - Diese Depesche wurde auch in die Presse lanciert! 

Der Budapester Vertreter des Hauses Rothschild, der Jude Goldschmidt, sprach in den Tagen der 
Hauptverhandlung des Strafprozesses bei dem ungarischen Minister Baron Bela Orczy als Beauftragter der 
"AUiance Israelite" vor - nachdem sich bereits die "Anglo-Jewish-Association" in London in unerhörter 
Weise eingemischt hatte - und erklärte diesem kategorisch, man möge die Anklage gegen die Schächter 
fallen lassen. Des weiteren drohte er mit einer im englischen Parlament vorzubringenden Interpellation 
und stellte die unverschämte Forderung, daß der Freispruch der Angeklagten nicht erst im 
Instanzenwege, sondern sofort bei der erstrichterlichen Verhandlung zu erfolgen habe! 

Am 20. Juli 1883 erhielt Justizminister Pauler ein Teleoramm des Ministerpräsidenten Tisza, in welchem 
dieser seinen Justiz, minister auffordert, den Gerichtspräsidenten Kornis "streng zu kontrollieren und ihm 
gegebenenfalls Entlassung anzudrohen!" 

Das Blatt des Ministerpräsidenten nahm diese Inspirationen auf und schrieb: "Der Tisza-Eszlärer Fall 
kompromittiert Ungarn! Das Ausland weist mit Fingern auf Ungarn. Die Weltpresse stellt uns täglich an den 
Pranger. Das Urteil des Auslandes ist souverän, man kann dagegen an niemanden appellieren. Wer hat 
über Ungarn diese Schande gebracht? Diejenigen, die den Tisza-Eszlärer Prozeß gemacht haben! Wir fragen 
also bloß: Quo usque tandem? 53) und verlangen von 3enen hierauf keine Antwort in Worten, sondern in 
Taten." 

Dieses Kesseltreiben genügte dann auch, den völligen Urnfall des bis dahin sachlich gebliebenen 
Gerichtspräsidenten herbeizuführen und in, man möchte sagen, überstürzter Eile die bereits überführten 
Juden unter fast entschuldigenden Worten freizusprechen. Das Judentum hatte eine "moralische 
Genugtuung", der ungarische Staat aber eine jüdische Staatsanleihe erhalten! Wie aus den 
Tagebuchaufzeichnungen des Justizministers Pauler unter dem 26. September 1883 hervorgeht, forderte 
nach Abschluß des Prozesses der Finanzjude Goldschmidt im Auftrage der Rothschilds die Auszeichnung der 
Oberstaatsanwälte Kozma und Szeyffert. Karl Holz schrieb zu dieser Infamie: "Die beiden, im Dienste des 
Judentums gestandenen Staatsanwälte, die dem geraden Gange des Gerichtsverfahrens die größten 
Schwierigkeiten in den Weg gewälzt, die das Recht gebeugt hatten, sollten für diese Niedrigkeit von Seiner 
Kaiserlichen und Königlichen Apostolischen Majestät vor der ganzen arischen Welt zum Gaudium Israels 
ausgezeichnet werden!" 

Und das Judenblatt "Egyenlöseg" konnte es nach Abschluß des Verfahrens noch wagen zu schreiben: "Wäre 
es ein Wunder, wenn nach so vielem Entsetzlichen Europa sich von einer Nation abwenden würde, die so 
schwach war, dem Antisemitismus nicht Widerstand zu leisten?!" 



Sechzehn Jahre später, 1899, ereignete sich im österreichischen Reichsrat ein aufsehenerregender 
Zwischenfall, Der antisemitische Abgeordnete Schneider behauptete in einer längeren Rede, in der er u. a. 
auch auf den Blutmord von Tisza-Eszlär zurückgriff, der (1890) verstorbene ungarische Ministerpräsident 
Graf Andrassy habe seinerzeit auf Befragen selber zugegeben, daß in Tisza-Eszlär ein jüdischer Blutmord 
vorgelegen habe. Es entstand ein tumultuarischer Auftritt; die jüdischen Abgeordneten zetern: "Das kann 
man jetzt leicht sagen, da Andrassy tot ist. Zu wem hat er es gesagt?" - Da erhob sich der Abgeordnete Fürst 
Liechtenstein und stellte sachlich fest, daß in einem auf Tisza-Eszlär bezü ichen Gespräch zwischen ihm und 
Andrassy letzterer folgendes geäußert habe: "Jawohl, die Juden haben Esther Solymosi ermordet, aber 
wirkonnten das dochnicht zugeben, sonst hätte man am anderen Tage in Ungarn 17 000 Juden 
totgeschlagen -, und woher sollten wir dann das Geld 54) bekommen!" 


Da der Abgeordnete Liebermann von Sonnenberg 55) diesen Vorfall wiederum im Deutschen Reichstag 
am 7. Februar 1901 als politische Tatsache berichtete, über deren Tragweite er sich iin klaren sein mußte, 
haben wir keine Veranlassung, an der historischen. Echtheit des Ausspruches Andrassys zu zweifeln. 

Die verantwortlichen Männer eines Staates sahen also lieber zu, wie die Kinder ihres Volkes ungesühnt unter 
dem Schächtmesser galizischer Juden verbluteten, als daß sie auf von Judenbanken kreditiertes Geld, daß 
diese doch erst wieder aus ihrem Wirtsvolke herausgesogen hatten, verzichteten! 

Nach der Klassifikation Paul Nathans ist diese Kategorie von Leuten dein "gebildeten Europa" zuzurechnen. 
Wir werden noch reichlich Gelegenheit finden, dieses Europa einer eingehenden Betrachtung zu unterziehen! 



In diesem Zusammenhang soll als Nachtrag noch ein Ritualverbrechen erwähnt werden, das sich 1895 
ebenfalls auf ungarischem Boden ereignete. Am 6. September d. J. schickte frühmorgens in Garam-Kis- 
Sallo im Honter Komitat der Landmann Johann Baiars seine fünfeinhalbjährige Tochter Julislia mit einem 
Auftrag zu dem Schnapsjuden Ignatz Adler. Das Mädchen kam nicht zurück. Am 10. September, also kurz 
vor dem "großen Versöhnungstag", wurde die furchtbar verstümmelte Kindesleiche außerhalb des Ortes 
aufgefunden. - Die Juden hatten sich mit Jahweh "versöhnt"! 

Ein katholischer Geistlicher verfaßte darüber einen Bericht, in dem es in deutscher Übersetzung wörtlich 
heißt 56): "Die Haut von Kopf und Brust des Mädchens war abgeschunden. Die Schnitte eines langen, 
scharfen Messers waren zu erkennen. Der Körper war über und über mit Stichwunden bedeckt. Die 
Obduktion ergab, daß man das Kind mehrere Tage lang hungern ließ; dann begann die Marterung, die so 
geschehen sein muß, daß das kleine Mädchen an den Füßen Mittels Eisenhaken auf gehangen wurde und 
die Marter lebendig ausgestanden hat! 

Im Körper und Herzen des Opfers war kein Tropfen Blut zu finden. Weder auf dem Körper, noch an den 
Kleidern waren Blutflecken zu sehen. 

Zur Zeit, als das Mädchen verschwand, waren bei Ignatz Adler laut Behauptung vieler Zeugen auf drei 
Wagen Juden, darunter ein Schächter, angekommen." 

Die Juden blieben, wie immer in Ungarn, ungeschoren; der Jude Adler wurde lediglich gefragt, ob er einen 
Feind im Dorfe habe, worauf er einen reichen Bauern namhaft machte. Dieser und sein Sohn, ein Fleischer, 
wurden verhaftet, letzterer deswegen, weil bei ihm, wie es sein Beruf mit sich brachte, eine blutige Schürze 
gefunden wurde! Die gesamte Bevölkerung bezichtigte einmütig die Juden des Mordes. Wenn auch die 
beiden Inhaftierten bald wieder auf freien Faß gesetzt wurden, bewies der Vorfall doch, wohin Ungarn 
gekommen war. Ignatz Adler war überdies seiner Sache so sicher, daß er gegen den Geistlichen als "Hetz- 
Kaplan" und gegen das ungarische Blatt, das dessen Bericht gebracht hatte, Verleumdungsklage anstrengen 
konnte! Übrigens waren auch in Skurz (1884) und in Konitz (1900) nichtjüdische Fleischer dieser 
bestialischen Schächtungen bezichtigt worden; auch in diesen Beschuldigungen lag ein erprobtes System! 




1) Geza V. Onody in seiner Arbeit über Tisza-Eszlär, auf die noch ausführlich eingegangen werden soll. 

2) Horodezky (S. 180): "Der gaüzische Chassidismus stellt die konservativste Richtung überhaupt dar" 
("Religiöse Strömungen im Judentum" - Bern, 1920). 

3) Otto Glagau: "Kulturkämpfer", Berlin, 1880. - Die ungarische Presse unterschlug zum größten Teil die 
Reden Istöezys, überschüttete ihn mit Schmähungen und Verdächtigungen und suchte ihn nach bewährtem 
Muster als "geistesgestört" hinzustellen. - Im ungarischen Parlament galt Istöczy als das "enfant terrible, das 
die allerschrecklichsten und allergefährlichsten Dinge ausplaudert". Man war nach Kräfien bemüht, ihn am 
Reden zu verhindern, oder, wenn dies nicht gelang, seine Ausführungen durch tumultuarische Zwischenrufe 
unverständlich zu machen! (Otto Glagau.) 

4) s. S. 50. 

5) Vgl. den Fall der bei dem Polnaer Rabbiner Goldberger bedienstet gewesenen Marie Pernicek, s. S. 273. 

6) Paul Nathan (1857/1927) entstammte einer weitverzweigten jüdischen Bankiersfamilie, deren 
unglaublicher Aufstieg ein Musterbeispiel jüdischer Emanzipationspolitik darstellt! Nathans Vater, "ein 
Kaufmann mit künstlerischen Neigungen, mit starken spekulativen Interessen-, war der Typ des jüdischen 
Börsenschwindlers, der allerdings so stark spekuliert hatte, daß er, wenn man den Angaben des jüdischen 
Biographen Glauben schenken darf, sich selbst um "sein" Vermögen brachte. 

Sein Sohn Paul wurde in Berlin, Unter den Linden 18, geboren, in demselben Hause, aus dem - genius loci! - 
21 Jahre später der Jude Nobiling auf Kaiser Wilhelm I. schoß. Pauls Leben als "Historiker, Politiker, 
Journalist" war das des ewigen Juden. Zu seinem intimen Freundeskreis gehörten außer sämtlichen 
"führenden- jüdischen Politikern der deutsche Gelehrte Mommsen, in neuerer Zeit der jüdische "Dichter" 
Ernst Toller. Nach dem Zusammenbruch Deutschlands 1918 wurde P. Nathan der Gesandtenposten in Wien 
angetragen. Nathan lehnte aber ab, "da in Wien der Antisemitismus zu stark sei!" 

Der Jude Feder widmete 1929 Nathan eine eigene Biographie, die den bezeichnenden Titel trägt: "Politik 
und Humanität - Paul Nathan, ein Lebensbild. " - Wir werden noch Gelegenheit haben, die "Humanität" 
dieses "weisen in Juda" kennenzulernen! 

7) Budapest "besaß" nach den Angaben Onodys im Jahre 1840 7721, 1848 bereits 16 512 Juden, in wenigen 
Jahren also eine Steigerung von über 100%! Über die gegenwärtige Verjudung Ungarns bringen die 
"Weltkampf '-Hefie (Nr. 173 und 188) aufschlußreiche Angaben. Danach ist die Hauptpresse zu 80% jüdisch, 
sämtliche Handelszweige sind zu 80-90% in jüdischem Besitz, wobei sich die angeführten Prozentzahlen 
immer nur auf das Rasse Judentum beziehen! Tatsächlich kann man von einer ungarischen Wirtschafi wie 
Presse nicht mehr sprechen. Auf letzterem Gebiet scheint allerdings das neue ungarische Pressegesetz von 
1939 Wandlung schaffen zu wollen - wenn die Regierung dazu in der Lage ist. 

8) Enthalten in dem Brafmannschen "Buch vorn Kahal", herausgegeben von S. Passarge, Leipzig, 1928. 

9) Auch ein anderes Ritualmordopfer, den 18jährigen Gymnasiasten Winter, Konitz, hatte man als perversen 
Lebemann verleumdet (s. S. 296). Im weiteren Verlauf des Prozesses wurde die 14jährige Esther als 
Freudenmädchen bezeichnet! 

10) Tatsächlich verschwanden ungarische Mädchen spurlos - wenn man sich an die oben erwähnten Fälle 
erinnert! 

11) s.S. 311. 

12) Aussage des Stuhlrichters am 9. Verhandlungstag. 

13) Aussage der Frau Josef Päsztor. 

14) 3. Verhandlungstag. 

15) 26. Verhandlungstag (1883). 

16) Protokoll I, nachts in Nagyfalu von Peczely aufgenommen und Bary zugesandt mit dem Bemerken 
"höchst dringend" .

17} Der Betteljude Woliner! 

18) Protokoll II im Anhang, siehe Seite 426. 

19) Die Vorhalle der Synagoge war einer unbebauten, großen Fläche an der Theiß zugewandt, konnte 
deshalb nicht beobachtet werden. 

20) Veröffentlicht von Paul Nathan Seite 61. 

21) Gemeint sind die jüdischen Schreiberlinge! 

22) Siehe S. 311. 

23) V. Onody, Seite 172. 

24) Georg v. Marcziäny, Seite 22. 

25) V. Onody, Seite 172. 

26) V. Onody, Seite 180. 

27) vgl. Theodor Fritsch, Handbuch der Judenfrage, 1938, S. 526. 

28) Willi Buch, "Fünfzig Jahre antisemitische Bewegung", München, 1937. 

29) In dem Versammlungssaal befanden sich die Büsten der Kaiser von Deutschland und Österreich sowie 
des Königs von Sachsen! - Nathan wurde nicht Wegen Majestätsbeleidigung belangt! 

30) Rohling: "Polemik und Menschenopfer" 1883, Seite 4. 

31) Verl. Walther & Apolant, Berlin. 

32) Georg von Maroziänyi, "Esther Solymosi", Berlin, 1882, S. 30. 

33) Vgl. den Fall des Moses Abu-el-Afieh in Damaskus vom Jahre 1840! 

34) Paul Nathan, Seite 385, Anh. -Protokoll. 

35) Derselbe, Seite 393 Anh.-Gutachten. 

36) Derselbe, Seite 415: Anh.-Beantwortung. 

37) Paul Nathan, S. 54. 

38) Georg von Marcziää, S. 27. - Zu "Unterstützungsnvecken" hatte allein die Judengemeinde zu Frankfurt a. 
M. 80 000 Mark gesandt, die zu Berlin überwies 23 000 Mark; Paris und andere französische Städte 
schickten 55 000 Fr. (Nach H. Desportes, p. 235.) 

39) Paul Nathan, S. 64. 

40) Derselbe S. 104. 

41) Paul Nathan, S. 238. 

42) Moritz war zum Hund, also NichtJuden, degradiert worden! 

43) 2. Verhandlungstag. 

44) 8. Verhandlungstag. 

45) Auch nach dem Blutmord in Konitz brannte Licht in der Synagoge! - Siehe S. 310. 

46) Diese Feststellungen traf Onody. - Paul Nathan ging wohlweislich mit keinem Wort darauf ein! 

47) Otto Glagau, "Kulturkämpfer", Bd. X, 1885, S. 10. - In der jüdischen "Berliner Zeitung" (Nr. 149 v. J. 
1893) wurde Virchow als "Fürst der Wissenschaft" in übelster Weise beweihräuchert. Es heißt da: "Die 
Gelehrtenfigur in ihrer vollendetsten Gestalt verkörpert allein Virchow. In diesen durchsichtigen Zügen 
spiegelt sich die Arbeit durchwachter Forsrhemächte. Und wie sanfi und gedehnt die Worte auch über die 
weisheitsvollen Lippen fließen, das sarkastische Lächeln, das sie ständig umspielt, sagt es deutlich, daß von 
hier auch der scharfgespitzte Pfeil den Gegner trifft, so groß und stark er auch sei." - "Fürst" Virchow von 
Judas Gnaden gründete 1893 zusammen mit seinem "freisinnigen" Fraktionskollegen Rickert, auf den wir 
noch in anderem Zusammenhang zurückkommen müssen, den hochpolitischen "Verein zur Abwehr des 
Antisemitismus ". 

48) Paul Nqthan, Seite 362. 

49) Paul Nathan, Seite 363. 

50) Ritter Georg v. Marcziänyi in "Esther Solymosi", Berlin 1882. 

51) Nach dem Bericht des "Reichsboten " vom September 1883. 

52) Paul Nathan, Seite 366. 

53) wie lange noch ? 

54) geMeint ist die Anleihe! 

55) Siehe S. 318 u. 435 f 

56) "Deutsch-Soziale Blätter", Herausgeber Max Liebermann v. Sonnenberg, 10. Jahrg., Nr. 374, Lpz. Okt. 
1895.

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