Ein Attentat auf den gesunden Menschenverstand – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (17. August 1941)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 549 – 554)


Nein, dazu hätten sich Mr. Churchill und Mr. Roosevelt nicht auf dem Atlantik zu treffen brauchen, um dieses Zettelchen Papier zu beschreiben. Das ist zu dürftig, um eine Weltsensation, geschweige denn Geschichte daraus zu machen. Und Mr. Attlee konnte am Mikrophon noch so laut schreien: außer den direkt und persönlich interessierten dicken Plutokraten, angstbibbernden Juden und sorgengeplagten Bolschewiken hat kein Mensch ernsthaft zugehört.

Der Mann von der Straße in London hatte in seiner Naivität angenommen, Mr. Churchill, der Tausendsassa, bringe eine Kriegserklärung Roosevelts mit nach Hause; und nicht dieses fade Gewäsch, diese danebengegangene Wilson-Kopie! Es ist zu dumm, und man kann es schon verstehen, daß, wie Radio New York auch dem Trompetenlärm mitzuteilen wußte, die Leute in London sehr enttäuscht waren. Fein hatte man sich das im Lager der Plutokratie ausgedacht. Militärisch und wirtschaftlich sieht man keine Chancen mehr. Die drohend angekündigten Invasionspläne der Engländer bei Beginn des Ostfeldzuges sind in nichts zerflossen. Wo die britischen Flieger über den Kanal einfliegen, holen sie sich blutige Köpfe. Und unterdes zerschlagen die deutschen Armeen in gigantischen Schlachten die sowjetische Wehrkraft.

Da mußte etwas geschehen, um das ungeduldig werdende englische Volk zu beruhigen, und so kam man auf den pfiffigen Gedanken, wenigstens propagandistisch einen Ausbruchsversuch aus der hoffnungslosen Lage zu unternehmen. Hier habt ihr das Resultat: Wilson redivivus! Wohl selten sah die Geschichte ein Dokument von der Geistes- und Phantasiearmut wie das, das die beiden Obermatadore der Weltplutokratie auf der »Potomac« entwarfen.

Die Absicht ist zu klar, als daß sie noch einer Erläuterung bedürfte. Sie wird auch ganz offen und unumwunden eingestanden. „Dieses neue Programm gibt dem deutschen Volke Gelegenheit, ein ganz neues Leben zu beginnen“, erklärt Radio Boston mit einer dummdreisten Offenherzigkeit. Und dieses neue Programm, nach dem wir ein neues Leben beginnen sollen, sieht ungefähr folgendermaßen aus: Zuerst versichern uns die Verfasser der Erklärung Churchill und Roosevelt, also die Herren zweier Weltimperien, die im Reichtum ersticken und nur einen Bruchteil der ihnen zu Gebote stehenden Rohstoffe überhaupt gebrauchen oder ausbeuten können, großzügigerweise, daß sie keinen Erwerb territorialer oder anderer Art anstreben. Das kommt uns so vor, wie wenn ein Multimillionär feierlich erklärt, einem Habenichts und armen Schlucker nicht auch noch seine letzte Hose abnehmen zu wollen. Im Gegenteil, sie werden sich bemühen, den Genuß aller Staaten, großer oder kleiner, des Zutritts zum Handel und zu den Rohstoffen der Welt zu fördern -man verzeihe den schlechten Stil, er stammt nicht von uns, sondern von der »Potomac« – die sie für ihre wirtschaftliche Prosperität benötigen. Mehr noch, sie wünschen die vollste Zusammenarbeit zwischen allen Nationen auf wirtschaftlichem Felde zustande zu bringen mit dem Ziel, allen verbesserte Arbeitsbedingungen, wirtschaftlichen Fortschritt und soziale Sicherheit zu gewährleisten.

Da stehen wir nun da in unserer ganzen Blöße, wir Erzreaktionäre, die wir seit 1918 mit allen nur erdenklichen legalen und illegalen Mitteln versucht haben, die armen Engländer und ausgehungerten Amerikaner von den Rohstoffen der Welt abzuschneiden, wir Überplutokraten, die wir die wirtschaftliche Prosperität der anderen Völker verhinderten, wir Rückschrittler, die wir Mr. Churchill und Mr. Roosevelt dauernd in den Arm fielen, wenn sie sich anschickten, verbesserte Arbeitsbedingungen zu schaffen und wirtschaftlichen Fortschritt und soziale Sicherheit zu gewährleisten. Wir hatten nämlich seit 1917 die Macht und die Möglichkeit, alles das zu verwirklichen, was die Sieger von damals heute wieder einmal versprachen. Deutschland ist das Karnickel. Ihm ist alles Unglück der Welt zu verdanken; und darum hat auch England uns im Herbst 1939 den Krieg erklärt, um endlich, endlich der Welt Frieden, Wohlstand und wirtschaftliche und soziale Sicherheit zu bringen, und die beiden Menschheitsbeglücker auf der »Potomac« schreien nur deshalb so laut, weil sich das bis jetzt noch nicht genügend herumgesprochen hat. Sie proklamieren die Freiheit der Meere, weil Deutschland bekanntlich bei jedem Konflikt den Gegner mit der Hungerblockade zu bedrohen und seine Macht über die Ozeane zu terroristischen Zwecken zu mißbrauchen pflegt. Und deshalb fordern sie Entwaffnung, natürlich nur unsere Entwaffnung, da sie ja ihre Waffen bekanntlich nur dazu verwenden, Glück und Heiterkeit zu verbreiten, z. B. in Indien oder in Palästina oder sonstwo in der Welt, soweit sie unter ihrer Botmäßigkeit steht. Und da sie leider nicht in der Lage sind, uns die Waffen abzunehmen, fordern sie uns freundlich auf, sie doch bitte selbst abzugeben, damit sie dann in aller Seelenruhe auch an uns mit dem Werk des Friedens beginnen können. Sie sind sich zwar noch nicht ganz im klaren darüber, wie dieses Friedenswerk im einzelnen aussehen soll. Die einen meinen, das Reich müßte wieder in etwa vierzig Fürstentümer aufgeteilt, die anderen meinen, es müßte an seine Nachbarn meistbietend versteigert, der amerikanische Jude Kaufman gar schlägt vor, die ganze erwachsene deutsche Bevölkerung müßte sterilisiert werden. Aber das kann man ja noch überlegen, wenn wir nur einmal aufhören wollten, dauernd mit der Maschinenpistole zu spielen.

Das ist das neue Leben, das wir beginnen sollen. Hier haben die Demokratien, wie man in London mit Recht bemerkt, auf dem Gebiet der Moral die Initiative ergriffen. Nun wissen wir also, woran wir sind. Das deutsche Volk braucht nur das auszuführen, was ihm die Weltbeglücker von der »Potomac« raten: Leg‘ die Waffen nieder, Michel, die Schieber und Juden sind es satt, Angst vor dir zu haben. Sie wollen mit der Sterilisierung anfangen.

Wie trostlos muß es in den Gehirnen der Verfasser dieser Erklärung aussehen! Hält man uns wirklich für so abgrundtief dumm, daß man im Ernst annimmt, wir würden auf diesen selten plumpen Bluff hereinfallen? Glaubt man in der Tat, man brauchte nur ein Papierchen mit hohlen, antiquierten Phrasen zu beschreiben, und das Theater von 1918 wiederholte sich in einer Situation, in der wir eben dabei sind, im Bolschewismus den letzten noch möglichen Festlanddegen Englands zu zerbrechen? Wir hatten von der Zusammenkunft Churchill-Roosevelt nicht allzu viel erwartet, wir haben auch den ganzen darum aufgezogenen Propagandarummel bei Gott nicht ernst genommen; aber daß ihr Ergebnis so dürr, so dumm und so steril sein würde, das haben wir uns denn doch in unseren kühnsten Träumen nicht auszumalen gewagt.

Nun erwarten die beiden Lautsprecher der Plutokratie wohl noch, daß ganz Europa ihnen beseligt zu Füßen sinkt. Sie kommen uns vor wie zwei Conférenciers in einem Kabarett, die sich einen Witz erzählen, der schon beim Bau der Cheopspyramide als veraltet zurückgewiesen wurde, und nun gespannt ins Parkett hinablauschen: kein Aas rührt eine Hand, nicht eine Miene verzieht sich auch nur zu einem Lächeln, einer schaut den anderen verblüfft und betroffen an und denkt: Nanu?, und im Raume verbreitet sich eine lähmende, peinliche Stille. Bis ein Besucher anfängt zu lachen, und dann stimmt sein Nebenmann mit ein, und bald wird der ganze Saal von einem homerischen Gelächter erschüttert. Man amüsiert sich über die beiden Conférenciers, nicht über ihren Witz. So wird das den Churchill und Roosevelt in den nächsten Tagen ergehen. Noch hat die Welt sich nicht wieder ganz gefaßt. Ein jeder denkt noch: Nanu? Keiner kann es für möglich halten, daß das alles sein soll. Man erwartet doch wohl nicht von den Völkern, daß sie dieses Wilson-Plagiat für Ernst nehmen sollen. Etwas mehr hätte man sich schon anstrengen können. Einfach nur in die Schublade greifen, den alten verstaubten Weltkriegstrick herausholen und ihn mit der Miene eines Biedermannes als neu ausgeben, das ist denn doch ein starkes Stück. Dieses Attentat auf den gesunden Menschenverstand kann doch unmöglich uns gelten. Sie werden’s nicht glauben, wir sind wirklich nicht so dumm.

Wer uns unbewaffnet sehen will, muß sich schon der kleinen Mühe unterziehen und uns die Waffen abnehmen. Von uns zu verlangen, daß wir das selbst tun sollen, das ist eine Blödelei, die schon polizeiwidrig ist. Das haben wir einmal gemacht, im November 1918. Aber da war das deutsche Volk noch ganz gutgläubig und naiv. Da hatte es selbst eine dumme und die Feindseite eine kluge Führung, während das heute umgekehrt ist. Da konnte man uns wirtschaftliche Prosperität versprechen und das Reich in das Chaos der Inflation und der Arbeitslosigkeit hineinwerfen. Da konnte man uns einen Weg zu den Rohstoffen der Welt zusagen und das deutsche Volk zu einem Habenichts degradieren. Da konnte man uns den Himmel auf Erden vorgaukeln und in der Tat die Hölle bescheren. Aber doch heute nicht mehr! Das gibt’s nur einmal. Daß die Weltschieber der Plutokratie den Führer und sein System hassen, das leuchtet uns ein und ist uns absolut erklärlich. Er hat eine Gesellschaftsform errichtet, in der Ordnung, Sauberkeit und Klarheit herrschen. Er baut einen Volksstaat auf, der sozial gegliedert ist, in dem das Geld der Wirtschaft und die Wirtschaft den Menschen dient.

Auf der Gegenseite ist es umgekehrt. Darum verfolgt sie uns auch mit ihren ewigen Neid- und Minderwertigkeitskomplexen. Darum hat sie Deutschland den Krieg erklärt. Darum ergeht sie sich in ihren stillen Stunden in blutrünstigen Rachephantasien gegen uns Darum möchte sie uns vernichten, mit Stumpf und Stiel ausrotten, daß nicht einmal der Name von uns übrig bliebe, damit sie wieder in aller Seelenruhe die Völker unterjochen und ausplündern kann, ohne befürchten zu müssen, daß ihnen irgendwo und irgendwann einmal ein Helfer und Beschützer erstehe. Diese fetten Schieber und ihre journalistischen Lakaien fühlen ihr Verhängnis herannahen. Sie sehen keinen Ausweg mehr, um der militärischen Umklammerung zu entgehen. Sie haben nun alles aufgeboten, was sie aufbieten können. Keine Bundesgenossenschaft war ihnen zu schmierig und zu korrupt, sie griffen mit beiden Händen zu, um ihr nacktes Leben und ihren Besitz zu retten. Für was haben sie nicht schon in den vergangenen zwei Jahren in ihren Kirchen und Kathedralen, die sie zu Kaschemmen ihrer Heuchelei profanierten, um Gottes Segen gebetet! Es hat ihnen nichts genutzt. Sie sind mit ihrem käuflichen Anhang geschlagen und geprügelt worden, wo sie sich stellten. Ihr reaktionäres Weltgebäude ist ins Wanken geraten. Sie fühlen sich nicht mehr sicher unter seinem Dach Nun, da sie in der Stunde, da der Weltbolschewismus, ihr letzter Waffengenosse, im Begriff steht, sein Debakel zu erleiden, keinen mehr finden, der ihnen die Kastanien aus dem Feuer holt, nun wenden sie sich in ihrer Verzweiflung an uns selbst. Mit kindischen und verlogen-sentimentalen Phrasen nebeln sie sich ein, spielen sie vor unseren sehenden und wissenden Augen Versteck, tun sie so, als wären sie die harmlosesten Menschheitsbeglücker, die die Welt je sah, und fordern uns gnädigst auf, das zu tun, was sie selbst nicht fertiggebracht haben und niemals fertigbringen werden, nämlich uns selbst das Fell über die Ohren zu ziehen.

Wir könnten ihnen, wenn wir das wollten, die gebührende Antwort auf ihr dummdreistes Ansinnen durch die Millionenmassen unseres Volkes geben lassen. Wir tun das nicht. Sie sind es nicht wert. Sie verdienen eine solche Antwort nicht. Sie würden sie auch nicht respektieren, da sie als echte Demokraten vor allem Respekt haben, nur nicht vor dem Volk. Diese Kriegs- und Inflationsschieber, diese fetten Kapitalisten und devoten Judendiener, diese Wortbrüchigen an ihren eigenen Wahlversprechungen verdienen nur, daß das deutsche Volk verächtlich vor ihnen ausspuckt und wieder an sein Werk zurückkehrt:

So wollen wir arbeiten und kämpfen, bis die Menschheit von dieser Gottesgeißel befreit ist.


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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