Aus dem Lande der unbegrenzten Möglichkeiten – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (25. Mai 1941)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 486 – 491)


Es ist augenblicklich sehr schwer, sich mit der amerikanischen öffentlichen Meinung vernünftig auseinanderzusetzen. Sie befindet sich in einem Zustande der Hysterie, der jede fruchtbare Diskussion nahezu unmöglich macht. Drüben jenseits des großen Teiches treibt eine gewissenlose Clique von Juden, Kapitalisten, Rüstungsindustriellen, Bankiers und Zeitungsmännern ihr Unwesen, die ihre vornehmlichste Aufgabe darin erblicken, das USA.-Volk, das, wie tausend eindeutige Feststellungen ergeben haben, gar keinen Krieg will, dennoch mit List und Tücke in den Krieg hineinzumanövrieren. Dazu ist diesen Großverdienern jedes Mittel der Hetze, der Lüge und der Verleumdung recht. Wir wollen uns erst gar nicht mit den mit dieser widerwärtigen Aufgabe beschäftigten Juden unterhalten. Ihre Motive sind zu durchsichtig, als daß sie überhaupt einer Erörterung bedürften. Sie hassen einfach das nationalsozialistische Deutschland, weil es ihren Glaubens- und Rassegenossen ihre Privilegien genommen hat, und sie wünschen nichts sehnlicher, als daß die USA. in den Krieg eintreten, um nach besten Kräften daran mitzuhelfen, diese alten Privilegien wiederherzustellen.

Aber das hat ja bekanntlich gar nichts mit den USA.-Interessen zu tun; das ist eine reine Getto-Angelegenheit, und jeder amerikanische Bürger müßte es sich, wenn er noch klar bei Verstand ist, auf das entschiedenste verbitten, daß Juden in dieser Sache überhaupt mitreden, weil sie in jedem Sinne Partei sind.

Nun gibt es aber zweifellos in den USA. noch eine ganze Reihe von Männern, die sind Stockamerikaner und plädieren trotzdem dafür, daß die Vereinigten Staaten auf Englands Seite in den Krieg eintreten. Die einen geben das ganz offen zu, die anderen wagen es aus Angst vor der öffentlichen Meinung, der gegenüber sie sich mehr oder weniger gebunden haben, nur erst versteckt anzudeuten. Zu dieser letzteren Kategorie gehört der Präsident Roosevelt selbst. Zwar hat Frau Roosevelt kürzlich in einer Rede versucht — in USA. spielen die Frauen bekanntlich eine große Rolle in der Politik, was, wie dies Beispiel wieder beweist, nicht immer von Vorteil für das Wohl eines Landes zu sein braucht —, ihren Mann von dem schmählichen und beleidigenden Verdacht zu reinigen, er habe vor seiner Wahl des öfteren öffentlich seine feste Absicht kundgetan, die Vereinigten Staaten aus dem Kriege herauszuhalten. Auf die Frage, ob der Präsident sein Versprechen einlösen werde, gab sie zur Antwort, er hätte nie etwas Derartiges versprochen. Dieser Versuch, ein gegebenes Wort unausgesprochen zu machen, ist etwas daneben gelungen, denn wenn Worte überhaupt einen Sinn haben, dann läßt sich an diesen, die der Präsident am 24. Oktober 1940 in Philadelphia sprach, in keiner Weise herumdeuteln. Er erklärte dort:

„Jeden Tag meines Lebens werde ich nur für den Frieden arbeiten. Ich gebe Ihnen die feierlichste Versicherung, daß kein Geheimvertrag, keinerlei geheime Verpflichtungen, keinerlei geheime Abmachungen und kein geheimer Bund irgendwelcher Art direkt oder indirekt mit irgendeiner Regierung, Nation oder irgendeiner Partei oder Teil der Welt existiert, um dieses Land in den Krieg zu ziehen oder aus irgendeinem anderen Grunde, was auch nur immer sein könnte. Wir werden an keinem auswärtigen Krieg teilnehmen und werden nicht unsere Armee, Flotte oder Luftmacht entsenden, um sich im Ausland außerhalb der amerikanischen Republiken zu schlagen. Für den Frieden habe ich gearbeitet, und für den Frieden werde ich alle Tage meines Lebens arbeiten.“

Ebensowenig kann es ein Mißverständnis geben über das, was er am 30. Oktober 1940 in Boston sagte:

„Wir bewaffnen uns nicht zu dem Zweck eines Kampfes oder einer Intervention in einem fremden Streit. Ich wiederhole: Wir werden uns nicht an fremden Kriegen beteiligen, noch unsere Armee oder Marine zum Kampf in fremde Länder außerhalb Amerikas senden. Ich versichere den Vätern und Müttern noch einmal, daß ihre Jungen nicht in einen fremden Krieg geschickt werden.“

Das ist sehr klar und deutlich, ja, es heißt wohl nicht zu viel sagen, wenn man behauptet, daß Roosevelt gar nicht wiedergewählt worden wäre, wenn das amerikanische Volk gewußt hätte, daß er nach seiner Wahl so ungefähr das Gegenteil von dem tun würde, was er vor seiner Wahl versprochen hat. Der Präsident selbst muß also heute, wie man nach Lage der Dinge verstehen wird, etwas vorsichtig operieren. Er kann nicht, wie die Knox und Stimson und Ickes oder gar wie die jüdischen Interessenten, auf die Pauke schlagen, in das Kriegshorn blasen oder den moralischen Heldentod auf dem Schlachtfeld der Rüstungspapiere suchen.

Er schickt seine Familie vor. Von den militanten Anwandlungen seiner Frau sprachen wir schon. Nun sind da noch ein paar Söhne, die der kriegerische Ehrgeiz ihres Vaters auch nicht ruhen läßt. Sie schmeißen sich, wie sie gehen und stehen, in Uniform und stellen ihre wertvollen Dienste uneingeschränkt dem Vaterlande zur Verfügung. Der ältere, Jimmy mit Namen, wird, wie sich das für einen Präsidentensprößling in einer Demokratie geziemt, gleich ohne jede militärische Ausbildung zum Major ernannt und soll vor Ausbruch des Südostfeldzuges als Beobachter seines Vaters nach Belgrad gehen. Leider kommt ihm die Waffen- ^ etwas zuvor, worauf er zum verflossenen König von Griechenland nach Kreta eilt, um ihm in feierlicher Weise einen Brief seines Vaters zu überreichen. Der Brief wird auch noch zu allem Überfluß veröffentlicht, und eine erstaunte Welt, die etwa erwartet hatte, sie fände darin eine Aufstellung der Flugzeuge, Tanks, der leichten und schweren Geschütze, die die USA. Griechenland wenigstens hätte zur Hilfe schicken wollen, wenn die ganze Sache nicht so überraschend schnell vor sich gegangen wäre, entnimmt diesem merkwürdigen Schreiben nichts als Glückwünsche und Gebete, die der Präsident der Vereinigten Staaten sich zum Wohle und für die Zukunft Griechenlands zum Himmel emporzusenden bereit erklärt. Er schreibt dort wörtlich, in dem herrlichen Kampf für die Freiheit, den das griechische Volk auf sich genommen habe, begleiteten es alle seine Wünsche und alle seine Gebete. „Viel Glück für Sie und die Ihren!“ Worauf der ehemalige König Georg in die verabredete öffentliche Verzückung gerät und Jimmy Roosevelt seine Schritte zum Exkönig Peter von Jugoslawien lenkt.

Der ist zwar noch ein Knabe, und nur deshalb kann er so dumme Fragen stellen, wie, ob die Vereinigten Staaten ihm Flugzeuge zum Wiederaufbau der jugoslawischen Luftwaffe liefern würden; worauf Jimmy Roosevelt ihm prompt und naßforsch erklärt: „So viele, wie Euer Majestät wünschen.“ Nun wird der Oberprimaner Peter Karageorgewitsch doch so viel Verstand besitzen, um einzusehen, daß es für seinen verflossenen Staat besser gewesen wäre, vor dem Kriege wirklich einige Dutzend Flugzeuge von den USA. zu erhalten, als nach dem Kriege von Jimmy Roosevelt so viele versprochen zu bekommen, wie er wünscht. Ob er dieser Ansicht auch Ausdruck verliehen hat, verschweigt der Chronist. Er weiß aber zu berichten, daß Jimmys jüngerer Bruder, John mit Namen, vor Neid erblaßte, als er von dem heroischen und gefährlichen Leben seines älteren Bruders vernahm und spontan den Entschluß faßte, es ihm gleichzutun und sich im Dienst am Vaterlande zu verzehren. Er werde nun auch, so erklärte seine Mutter, die militärische Uniform anziehen. Er habe sich entschieden, daß die Welt, in der Hitler siegreich sei, nicht die Art Welt sei, in der er leben wolle. Zwar könne er seiner Kurzsichtigkeit wegen nicht der kämpfenden Truppe beitreten, aber nach Rücksprache mit seinen Eltern habe er einen Abendkursus im Versorgungswesen mitgemacht, und anschließend werde er zum Marineoffizier ernannt werden. Sie, Frau Roosevelt, also wolle trotz aller verständlichen und naheliegenden Bedenken den amerikanischen Müttern, die sich seltsamerweise immer noch dagegen sperrten, ihre Söhne zur höheren Ehre der britischen Plutokratie und der USA.-Rüstungsindustrie auf ihnen vorläufig noch gänzlich unbekannte Schlachtfelder zu schicken, ein edles Beispiel geben und sich nunmehr auch ihren zweiten Sohn vom blutenden Mutterherzen reißen, um ihn einem Abendkursus im Versorgungswesen zur Verfügung zu stellen.

Nun mag das mit der Kurzsichtigkeit stimmen. Das hat der Junge vom Vater geerbt. Aber daß der hoffnungsvolle John Dienst bei einem Abendkursus im Versorgungswesen mitmacht, diese Tatsache wird vom amerikanischen Volk wohl kaum als ausreichender Grund angesehen werden, dem Herrn Vater seine gänzlich unzweideutigen Wahlversprechungen zu vergessen und mit lautem Kriegsgeschrei in die englische Pleite hineinzuspringen. Das anzunehmen verbietet uns schon der Respekt vor dem gesunden Menschenverstand des USA.-Bürgers.

So muß also der sorgengequälte Herr Papa nach handfesteren Argumenten suchen; und die sind ja auch jederzeit auf der alten Anti-Nazi-Walze zu finden. Erst schickt er einmal seine wilden Männer vor, während er sich selbst vorläufig schlau im Hintergrunde hält. Die Knox und Stimson und Ickes legen feierlich die Schwurhände auf die Aktienpakete und geloben vor Gott und aller Welt, daß sie gewillt und entschlossen seien, amerikanisches Blut, soweit damit nicht etwa ihr eigenes gemeint sei, in beliebiger Menge auf dem Altar der Demokratie zu opfern. Wenn einer bescheiden dagegen zur Vernunft mahnt, so wird er als Vaterlandsverräter und Defaitist angeprangert. Behauptet einer, die USA. seien auf einen Krieg gar nicht vorbereitet, dann ist er ein von Deutschland bestochenes Nazisubjekt; er mag sonst geleistet haben, was er will, er wird öffentlich verfemt, seine Bücher auf den Index gesetzt, aus den Bibliotheken verbannt oder gar verbrannt, er kommt in keiner maßgebenden Zeitung mehr zu Wort, spricht er in öffentlicher Rede, dann schickt man ihm den Janhagel der Straße auf den Hals, alles im Zeichen der Demokratie, der Freiheit der Meinung und des Gewissens, die angeblich in Deutschland unterdrückt und verfolgt werden und für deren Rettung jeder echte Amerikaner allezeit bereit sein muß, sein Blut zu verspritzen.

Mr. Willkie, der uns nach seiner furchtbaren Blamage mit seiner Abstammung und den Gründen der Auswanderung seiner Urgroßeltern aus Deutschland öffentlich versprochen hatte, sich aus der Politik zurückzuziehen und sich wieder dem noch einträglicheren Geschäft der Aufsichtsrattätigkeit in den Banken der Wallstreet und den Rüstungswerken des Landes zuzuwenden, macht plötzlich wieder kehrt und erscheint erneut auf dem Kampfplatz des politischen Meinungsstreites in der verlockenden Hoffnung, dem Anerkennungsscheck für den großartigsten Wahlbetrug der modernen Geschichte vielleicht noch eine Null anhängen zu können. Und nun rast der See. In dem allgemeinen Lärm kann Mr. Roosevelt es sich ruhig leisten, auch selbst wieder einmal das Wort zu ergreifen. Er hat zwar fürs erste seine große politische Rede abgesagt, aber nun wirft er sich auf die Wirtschaft. Die Demokratie allein sei in der Lage, einen konstruktiven Plan für den Wiederaufbau der internationalen Handelsbeziehungen aufzustellen, die durch die Maßnahmen der autoritären Staaten so sehr in Unordnung geraten seien. Der Welthandel in der von den totalen Mächten beherrschten Welt würde nur die Waffe für eine neue Aggression werden und nicht dem Allgemeinwohl dienen. Amtliche und halbamtliche deutsche Erklärungen bewiesen, daß jene Länder die Unterwerfung der Welt auf ihre Fahnen geschrieben hätten, die den Welthandel zum eigenen Vorteil streng kontrollieren würden.

Und da reißt denn glücklich auch uns der Geduldsfaden. Ein Mann, der es in einer dreimaligen Amtsperiode unter den günstigsten ökonomischen Bedingungen im reichsten Lande der Erde, das seit einem Menschenalter weder Krieg noch Revolution kannte, nicht fertigbrachte, die Arbeitslosenzahl auch nur auf zehn Millionen herunterzudrücken, hat die Stirn, ein System der wirtschaftlichen Unfähigkeit zu bezichtigen, das die Führung des Volkes unter den ungünstigsten Bedingungen übernahm, in einem der ärmsten Länder der Erde, das zudem noch durch Revolution und Krieg aufs schwerste erschüttert war, und dennoch in einigen Jahren die Arbeitslosigkeit restlos überwunden hat. War die allgemeine Wirtschaftskrise vorhanden, als wir an die Macht kamen, oder haben wir sie verursacht ? Diese Frage beantworten heißt, Mr. Roosevelt das Urteil sprechen. Aber es hat keinen Sinn, mit ihm zu rechten. Er sagt das, was er für seine Zwecke braucht. Er sucht auf Um- und Schleichwegen an sein Ziel heranzukommen. Wir haben ihm keinen Grund zum Ärgernis gegeben, also muß er sich einen erfinden.

Und so wird denn unter seiner wohlwollenden Duldung und Förderung der nordamerikanische Kontinent in jene Hysterie und Panik versetzt, die den Absichten der Kriegshetzerclique dienlich sind. Amerika ist wieder einmal das Land der unbegrenzten Möglichkeiten geworden. Man hört drüben vor lauter Lärm sein eigenes Wort nicht mehr. Und Mr. Churchill hat seine Freude daran; ob mit Recht oder mit Unrecht, das ist noch nicht ganz klar zu ersehen. Nur ein Kaffeesatzdeuter kann genau voraussagen, wer im Duell zwischen England und USA. der Betrüger und wer der Betrogene sein wird. Aus Idealismus und aus Liebe zur Demokratie rührt keiner von beiden auch nur einen Finger. Jeder verfolgt seine egoistischen Ziele. England will den Krieg gewinnen, und die USA. wollen das britische Weltreich bei seinem Zusammenbruch soweit wie eben möglich beerben. Beide tun dabei so, als wären wir gar nicht vorhanden und nur reine Luft. Sie werden wieder von uns Notiz nehmen müssen, früher vielleicht als sie ahnen.

Lassen wir ihnen also das Vergnügen. Eines Tages wird England sein Desastre erleben, und dann finden auch die unbegrenzten Möglichkeiten der USA. ihre Begrenzung: wenn sie nämlich versuchen wollten zu retten, was reif zum Sturz und nicht mehr zu retten ist.


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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