Besuch aus USA – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (9. Februar 1941)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 385 – 390)


Mr. Churchill spielt den Bärenführer. Er führt Mr. Hopkins, den Abgesandten des amerikanischen Präsidenten Roosevelt, von einer englischen Stadt zur anderen und schiebt Propaganda. Er zeigt ihm die durch die deutschen Vergeltungsangriffe zerstörten Gebiete, einerseits um auf die amerikanischen Tränendrüsen zu drücken, andererseits um die Notwendigkeit einer schnellen, ja unverzüglichen Hilfeleistung seitens der Vereinigten Staaten ad oculos zu demonstrieren. Und siehe da, aus den Ruinen der Industrieviertel in den großen Städten strömen plötzlich und ganz spontan die Proletarier, Männer, Frauen und Kinder, in Scharen heraus und rufen dem dicken, alten Herrn mit der Zigarre freundliche Aufmunterungsworte zu, wie etwa, „Nur weiter so“ oder „Uns macht das fast gar nichts“; worauf Mr. Churchill das Haupt entblößt und ganz unmotiviert ein dreifaches Hoch auf Roosevelt ausbringt, in das die Menge, wie Reuter hinzufügt, donnernd einstimmt. Was wiederum Mr. Churchill zu der Erklärung anfeuert: „Ich weiß, daß wir Siegen werden ich weiß nur noch nicht wie.“

Das ist der ganze Churchill. Hier kann man ihn, wenn man keinen Kleister in den Augen hat, wie auf einer Röntgenplatte ins Innere schauen. Hier steht er vollkommen demaskiert vor uns, dieses seltsame Gemisch aus Dilettantismus, Großsprecherei und Lügenhaftigkeit, ein politischer Edelkomparse in des Wortes wahrster Bedeutung. Er hat für seine weitere Kriegführung amerikanisches Material nötig; nicht nur das, er macht von seiner prompten Lieferung an England seine höchste Entscheidung darüber abhängig, ob die USA. noch das Recht haben, sich zur Demokratie zu rechnen. Was demokratisch ist, bestimmt bekanntlich London ganz allein. Vor allem und zuerst aber ist es demokratisch, England zu helfen, wenn es sich in Not befindet. Lord Halifax, der neue britische Botschafter in USA. teilte schon gleich nach seiner Ankunft auf amerikanischem Boden Fleißzensuren aus. Zuerst pöbelte er Oberst Lindbergh, der bekanntlich nach bestem Wissen und Gewissen nur für amerikanische Interessen eintritt, maßlos an, und dann tat er in seinen Ansprachen und Interviews so, als wenn es die selbstverständlichste Sache von der Welt sei, daß die Vereinigten Staaten Großbritannien aus der Patsche helfen. Niemand in USA würde gefragt, als England dem Reich den Krieg erklärte. Aber daß die Staaten London den Krieg bezahlen, ihn das fehlende Kriegsmaterial zuschießen, daß sie dabei großzügig auf die Begleichung der Weltkriegsschulden verzichten, um sich nun mit flammender Begeisterung in neue Schulden hineinzustürzen, die ebenfalls niemals beglichen werden können, darüber redet man in London eigentlich gar nicht mehr. Das ist eben demokratisch. Ja, dazu sind die Staaten moralisch verpflichtet, wenn sie überhaupt noch zu den zivilisierten Nationen gerechnet werden wollen.

Wie England siegen wird, das weiß Mr. Churchill noch nicht Wir könnten uns auch nicht vorstellen, welche Gründe er dafür anführen wollte. wenn er nicht gleich das Bedürfnis hätte, von der ganzen Welt ausgelacht zu werden. Er hat das auch nicht gewußt, als er darauf drängte, daß England dem Reich den Krieg erklärte. Hauptsache Krieg, das andere wird sich schon finden. Das mag stimmen, wenn man schwache Völker und kurzsichtige Regierungen vor den Läufen hat. Bei uns wird sich ganz etwas anderes finden, als was Mr. Churchill sich vorstellt. Und was die begeisterten Proletariermassen anlangt, die ihn in den zerstörten Industriestädten anstacheln, nur so weiterzumachen die Plutokratie möglichst zu schonen und alle Lasten des Krieges auf die Schultern der Armen abzuwälzen, die Verwüstungen in London und den andern übervölkerten Gebieten gar nicht so ernst zu nehmen, sondern zu Siegen, wenn man auch nicht weiß wie, nun, wir haben zwar niemals viel von der politischen Urteilskraft des englischen Volkes gehalten, aber den Bären soll Mr. Churchill anderen aufbinden, nicht uns.

Mr. Willkie, Roosevelts Gegenkandidat bei der letzten amerikanischen Präsidentenwahl war auch zu Gast in London. Es versteht sich am Rande. daß der gerissene Alte ihn gleich nach seiner Ankunft in die Mache nahm. Mr. Churchill schickte ihm sofort vier Stahlhelme zum Schutz gegen deutsche Luftangriffe, lud ihn ins Unterhaus wo man eigens zu Ehren des hohen amerikanischen Gastes eine gestellte Debatte über die Freiheit der Presse abhielt – mit dem Resultat übrigens, daß die englischen kommunistischen Zeitungen verboten wurden, was wiederum Ausdruck einer höheren Demokratie ist, die wir Wilde nur nicht begreifen wollen -, und schleppte ihn ansonst von Lunch zu Lunch und von Dinner zu Dinner. Als Mr. Willkie eines Nachmittags ins Savoy-Hotel zurückkehrte, passierte etwas Unvorhergesehenes und durchaus Programmwidriges: die Halle des vornehmen Luxushotels war angefüllt mit laut schreienden und gestikulierenden Arbeiterfrauen, die Plakate trugen mit der Inschrift: „Schluß mit dem Krieg für die Reichen, bei dem die Armen hungern müssen“ Wie gesagt, das war nicht eingerechnet. Darum quittierte das Reuterbüro diesen peinlichen Zwischenfall etwas pikiert mit der wahrhaft entwaffnenden Bemerkung, Mr. Willkie habe die Frauen selbstverständlich kaum eines Blickes gewürdigt.

Man gebe sich die Mühe, diese Szene einmal mit veränderten Vorzeichen auf Deutschland zu übertragen ein maßgebender Mann aus USA, weilt zum Studium deutscher Kriegsverhältnisse in Berlin und erlebt in der Halle eines unserer großen Hotels einen derartigen Vorgang. Unsere Phantasie reicht nicht aus die Berichte wiederzugeben, die das Reuterbüro darüber in die Welt funken würde. Auf diesem Gebiet sind wir nur Anfänger. Wenn die englischen Lügenblätter in Mailand und Turin, wo rein gar nichts passiert ist, Volksaufstände erfinden, bei denen, vier italienische Generale und ungezählte Soldaten den Tod finden, die niedergeschlagen werden von deutschen Truppen, die weder in Mailand noch in der näheren oder weiteren Umgebung überhaupt vorhanden sind, was erst würde man dort aus einem Zwischenfall machen, der wie der im Savoy-Hotel tatsächlich einen Wahrheitskern besitzt! Geschieht so etwas allerdings in London, dann ist das natürlich ganz etwas anderes. Da würdigt man eine Szene, die sonst und vor allem bei uns den Anbruch einer Revolution anzukündigen pflegt, kaum eines Blickes.

Daß die britische öffentliche Meinung, die ja unter der Fuchtel des großen und erfahrensten Lügners der neueren Geschichte steht, sich so bloßstellt, ist verständlich und kann nicht mehr weiter wundernehmen. Was sollen sich auch die Schreiberseelen in der „Times“ und im „Daily Telegraph“ anderes abquälen? Das Wasser steht ihnen bis zum Halse. Sie müssen sich weiter durchschwindeln, wenn sie nicht wollen, daß man ihnen die Bude überm Kopf anzündet. England ist im Krieg, und zwar in einem, in dem seine ganze imperiale Existenz auf dem Spiele steht. Da pflegt man in der Wahl seiner Mittel nicht allzu wählerisch zu sein, und das geht uns auch nicht besonders viel an. Jedes Volk frißt so viel an Lügen, wie es verdauen kann, und der Magen des britischen Volkes ist da durch Überfütterung in den vergangenen Jahrhunderten an Riesen-Portionen gewöhnt. Die USA.-Presse dagegen müßte, wenn sie wirklich amerikanischen Interessen dienen wollte, solchen Meldungen gegenüber eine größere Vorsicht walten lassen. Wir wollen gar nicht erst den Versuch machen, die Hintergründe aufzudecken, warum, sie das augenblicklich nicht tut. Es stände sonst zu befürchten, daß wir ein Höllenkonzert über uns heraufbeschwörten. Denn jenseits des Großen Teiches pflegt man deutschen Ansichten gegenüber, sie mögen noch so bescheiden vorgebracht werden, empfindlich, ja überempfindlich zu sein, wogegen man sich zum Ausgleich dafür das Recht herausnimmt, alles in Deutschland, Personen, Zustände, Vorgänge und Meinungen a priori abzulehnen und nach Bedarf und Laune mit wechselnder Tonstärke anzupöbeln. Es gehört schon ein Riesenmaß an Geduld und Langmut dazu demgegenüber unentwegt zu schweigen.

In seiner letzten Sportpalastrede hat der Führer nur am Rande bemerkt, daß er die Vereinigten Staaten nicht fürchte, und gleich war der Teufel los. Man gab sich vielfach gar nicht die Mühe, seine Rede zur Kenntnis der Leser der freiesten Demokratie der Welt zu bringen. Man lehnte sie nur ab, man charakterisierte sie als Drohung und erging sich in unflätigen Beschimpfungen und nicht wiederzugebenden Verbalinjurien. Man irrt allerdings drüben, wenn man glaubt, wir ließen uns dadurch aus der Ruhe bringen. Wir nehmen das nur Zar Kenntnis. Der Führer hat keinen Zweifel darüber gelassen, daß das Reich sich auf alle Eventualitäten vorbereitet hat Wenn die Presse der USA. plötzlich daraus eine Drohung machen will, so ist das ihre Sache. Sie beweist damit nur, daß ihr eine wirkliche Drohung lieber gewesen wäre, um den gewünschten Effekt beim amerikanischen Volk zu erzielen, als diese nüchterne Feststellung einer einfachen und klaren Tatsache.

Sei dem, wie ihm wolle, Mr Churchill und seine Plutokratenclique werden ihrem verdienten Schicksal nicht entgehen. Sie stellen zwar mit gespielter Erleichterung fest, daß die Führerrede im Sportpalast nur defensiven Charakter gehabt habe. Sie schlagen also seine Warnungen und Prophezeiungen in den Wind und steigern sich in eine künstliche Siegeszuversicht hinein. Aber das tat ja Monsieur Daladier nach der Sportpalastrede des Führers vom 30. Januar 1940 auch so. Mit welchen Folgen für Frankreich, das zu beschreiben ist nicht mehr Sache der Zeitungen und Rundfunksender, sondern Sache der Historiker. Wir haben einen langen Atem. Wir haben schon so oft in der Vergangenheit unserer Bewegung und in der neueren Geschichte des Reiches einige Zeit auf große historische Erfolge gewartet und unterdessen dafür kämpfen und arbeiten müssen, daß wir gar nichts Besonderes mehr dabei finden, auch nicht, wenn unsere Gegner, auf die wir eben anzulegen im Begriff sind, die kurze Galgenfrist, die ihnen dabei noch verbleibt, dazu ausnützen, uns ein letztes Mal anzupöbeln, uns als schwach und säumig hinzustellen und sich an ihrer sinkenden Sonne zu sonnen. Das ist einer Henkersmahlzeit zu vergleichen, die man jedem Verbrecher gönnt, bevor er hingerichtet wird.

Darum wollen wir uns auch darüber gar nicht ärgern, das schadet nur unserer Gesundheit und unserem guten Aussehen. Wir wollen unseren Gegnern in dieser Zeit mit Güte und Nachsicht nahen. Sie haben es nötig, heute mehr denn je. „Höflich bis zur letzten Galgensprosse sagte einmal Bismarck, aber gehängt wird doch.“ So auch hier. Sie mögen in London ruhig ihr Narrentheater für die Galerie weiterspielen; eines Tages wird ein zuckender Blitz in ihre ganze Flitter- und Kulissenwelt hineinschlagen. Sie haben dann wenigstens keine Ausrede mehr, daß sie das nicht gewußt hätten. Alle Gegner, die wir vernichteten, wurden vorher noch einmal vom Führer gewarnt und hatten demgemäß auch die Möglichkeit zur Umkehr, ob sie nun Brüning oder Schuschnigg, Benesch oder Beck, Daladier oder Reynaud hießen. Sie haben nicht hören wollen, so mußten sie denn fühlen.

Mr. Churchill ist auch einer dieser unbelehrbaren Halbstarken. Er hat, wie seine Vorgänger, offenbar keinen anderen Ehrgeiz, als in die Reihe der Gescheiterten einzutreten. Dem Mann kann geholfen werden. Er mag sich heute drehen und winden, wie er will, es hilft ihm nichts mehr. Ob er auf den Winter oder auf den Frühling, auf Frankreich oder USA., auf General Hunger oder auf General Revolution wartet, er wartet vergebens. Sein Urteil ist geschrieben und gesiegelt.

Unter den gedämpften Applaus der ihm hörigen Londoner Presse versehrt er eben seine Henkersmahlzeit, und dann wird es vollstreckt werden.


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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