Danzig vor der Entscheidung Rede vor der Danziger Bevölkerung (17. Juni 1939)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 177 – 180)


Ich komme aus dem Reich, um euch die Grüße des Führers und des deutschen Volkes zu überbringen. Ich stehe hier auf dem Boden einer deutschen Stadt, vor mir Zehntausende deutscher Menschen und ringsum ungezählte Zeugen deutscher Kultur, deutscher Sitte, deutscher Art und deutscher Baukunst.

Ihr Danziger sprecht die deutsche Sprache wie wir im Reich. Ihr entstammt derselben Rasse und demselben Volkstum. Ihr seid mit uns in einer großen Schicksalsgemeinschaft verbunden; ihr wollt deshalb heim zum Reich. Eure Entschlossenheit zur Rückkehr zur großen Mutter unseres gemeinsamen Vaterlandes ist stark und unüberwindlich. Nur eine mißgünstige, neiderfüllte und verständnislose Welt kann den Versuch machen wollen, sich diesem unaufhaltsamen Drang von Volk zu Volk zu widersetzen.

Über Nacht ist nun eure Stadt zu einem internationalen Problem geworden. Ihr habt das vorher gar nicht gewußt und auch gar nicht gewollt. Was ihr immer wolltet was ihr heute wollt und was ihr in aller Zukunft wollen werdet, ist klar: ihr wollt zum großen deutschen Reich gehören. Euer Wille ist verständlich, klar, eindeutig und, wie ich an eurer Haltung feststellen kann, unerschütterlich.

Ihr habt das Pech, daß eure schöne deutsche Stadt Danzig an der Weichselmündung liegt; und nach der Warschauer Theorie gehören Städte an Flußmündungen immer zu den Ländern, durch die diese Flüsse fließen. Darum gehört zum Beispiel auch Rotterdam zu Deutschland, da es an der Rheinmündung liegt und der Rhein ein deutscher Strom ist.

Diese Beweisführung ist, wie ihr zugeben werdet und wie die Welt auch weiß, lahm, und sie entbehrt nicht der Komik. Darüber ist man sich selbstverständlich auch in Warschau klar. Und weil man dort weiß, daß man unrecht hat ` deshalb schimpft man.

Die polnischen Scharftnacher fordern neuerdings von Deutschland Ostpreußen und Schlesien. Polens demnächstige Grenze soll nach ihnen die Oder sein. Man wundert sich, warum sie nicht die Elbe oder gar den Rhein für sich reklamieren; denn da treffen sie sich dann gleich mit ihren neuen Bundesgenossen, den Engländern, deren Grenze bekanntlich auch am Rhein liegt. Die polnischen Chauvinisten erklären, sie wollten uns Deutsche in einer kommenden Schlacht bei Berlin zusammenhauen. Ich brauche darüber überhaupt kein Wort zu verlieren. Zum Zusammenhauen gehören zwei, einer der zusammenhaut und einer, der sich zusammenhauen läßt. Wohin ich auch blicke, ich entdecke augenblicklich weder den einen noch den anderen, wenigstens soweit dieses Ereignis sich bei Berlin abspielen soll.

Darum nehmen wir im Reich, wie ihr das wohl auch tun werdet, diese polnischen Großsprechereien nicht ernst. Sie sind gewissermaßen politische Pubertätserscheinungen, die nach einer gewissen Zeit wieder von selbst vergehen.

London will, wie der englische Außenminister Lord Halifax vor einigen Tagen noch vor dem Oberhaus erklärte, die Danziger Frage in freundschaftlichen Verhandlungen beigelegt wissen. Darum hat auch England Warschau einen Blanko-Wechsel zur Verfügung gestellt und macht augenblicklich dcn Versuch, das Reich und Italien einzukreisen, um die Politik von 1914 aufs neue aufzunehmen. Aber man irrt dort, wenn man glaubt, ein schwaches, ohnmächtiges, bürgerliches Deutschland vor sich zu haben. Das nationalsozialistische Reich ist nicht schwach, sondern stark. Es ist nicht ohnmächtig, es besitzt vielmehr augenblicklich die imponierendste Wehrmacht der Welt. Und es wird auch nicht von feigen Bourgeois regiert, sondern von Adolf Hitler geführt.

Deshalb halten wir die Redensarten in Warschau und London für lauter Klopffechtereien, die mit vielen Worten den Mangel an Macht und an Entschlossenheit verbergen sollen.

Und was bekümmert das euch? Ihr Danziger wollt heim zum Reich. Aus der spontanen Begeisterung, die ihr mir, als dein Abgesandten des Führers entgegenbringt, spricht die blutsmäßige Verbundenheit des Danziger Volkes mit unserem Großdeutschen Reich, mit unserer deutscheu Heimat, spricht aber auch die Entschlossenheit, komme was kommen mag, dem gemeinsamen Vaterland unverbrüchlich die Treue zu halten.

Es ist nicht das erste Mal, daß ich euch so vor mir sehe. Vor meiner Erinnerung ziehen vorbei die großen Reichsparteitage, das Sängerbundes und das Deutsche Turn- und Sportfest in Breslau und nicht zuletzt mein vorjähriger Besuch bei euch. Ich will damit nur sagen, daß euer Gefühl der Zusammengehörigkeit mit dem Reich nicht neueren Datums ist, wie

das die englische oder französische Presse euch zu unterstellen beliebt, sondern seit dem Tage in euch lebendig ist, an dem euch das schwere Unrecht der Trennung vom Reich angetan wurde.

Seid nun überzeugt, daß jeder in Deutschland eure Wünsche kennt, diese Wünsche im tiefsten Herzen teilt und mit der gleichen unbedingten Treue zu euch steht, mit der ihr dem Großdeutschen Reich anhängt.

Was wir also im Reich wollen, das ist ebenso klar, wie das, was ihr wollt. Der Führer hat es in seiner letzten Reichstagsrede ganz unmißverständlich zum Ausdruck gebracht, als er sagte: „Danzig ist eine deutsche Stadt und sie will zu Deutschland.“ Das sollte die Welt doch, wie man meinen möchte, verstanden haben. Und die Welt müßte auch aus vergangenen Erfahrungen wissen, daß der Führer keine leeren Worte spricht. Sie befindet sich jedenfalls in einem sehr gefährlichen Irrtum, wenn sie glaubt, daß er vor Drohungen zurückschreckt oder vor Erpressungen kapituliert. Davon kann überhaupt keine Rede sein.

Darum dürft ihr, deutsche Männer und Frauen von Danzig, getrost in die Zukunft schauen. Das nationalsozialistische Reich steht an eurer Seite, wie ihr zu ihm steht.

Die ganze Welt schaut nun voll Spannung auf diese nächtliche Volkskundgebung, die ihr auf diesem weiten Platz veranstaltet. Es gibt in Paris und in London eine kriegshetzerische Lügenpresse, die behauptet, ihr wolltet gar nicht heim zum Reich. Ihr habt ihr am heutigen Abend die richtige Antwort gegeben. Ich nehme sie als Vertreter des Reiches mit tiefem Dank entgegen.

Ich bin gekommen, um euch in eurer Entschlossenheit zu bestärken, und nun habt ihr mich bestärkt. Und so fordere ich euch denn auf; auch in Zukunft mutig, tapfer und aufrecht zu bleiben. Deutschland ist überall da, wo Deutsche stehen, also auch bei euch.

So laßt uns denn in dieser festlichen Stunde aus tiefem und übervollem Herzen rufen:

Es lebe unser Führer!   Es lebe unser deutsches Danzig!    Es lebe unser Großdeutsches Reich!


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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