Das Tor zum neuen Jahrhundert – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (28. September 1941)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 584 – 589)


„Auch ich wußte nie genau, wohin, und konnte an das Große nie glauben. Aber nun habe ich alles gesehen und frage schon heute an: sollte ich am Leben bleiben, ob Ihr mich dann annehmt in der großen deutschen Arbeiterpartei. Sollte ich fallen, so falle ich gern für Deutschland und bin überzeugt in allem.“

So schreibt der Soldat Josef Zezetka aus Donawitz an den Ortsgruppenleiter seines Heimatortes. Er war früher ein überzeugter und radikaler Kommunist. Ähnliche Briefe sind im Verlaufe der letzten drei Monate zu Millionen von der Ostfront in die Heimat gegangen. Sie geben dem deutschen Volke ein Bild von den Mühsalen und Strapazen des Ostfeldzugs, von seinen Gefahren und physischen und seelischen Belastungen, aber auch von der festen und durch nichts zu brechenden Siegeszuversicht unserer Soldaten, wie es eindringlicher keine Propaganda, kein Wort- und kein Bildbericht vermitteln könnte. Wenn die feindliche Lügenhetze nicht müde wird, uns vorzuwerfen, wir gäben dem deutschen Volke in unseren Darstellungen einen falschen oder doch unvollständigen Eindruck von den Kämpfen im Osten, so wird sie am besten und schlagkräftigsten durch die Briefe unserer Soldaten widerlegt. Sie schreiben aus der spontanen Eingebung ihres unmittelbaren Erlebens heraus, meistens an Menschen, die ihnen nahestehen und denen gegenüber sie deshalb schon kein Blatt vor den Mund zu nehmen brauchen. Sie schildern die Dinge vollkommenen objektiv und ungeschminkt. Sie lassen weder etwas weg noch fügen sie etwas hinzu. Sie sind die zuverlässigsten Kronzeugen für die Richtigkeit unserer Darstellung von dem gigantischen Ringen, das in diesen Wochen im Osten zwischen Europa und seiner gefährlichsten und teuflischsten Bedrohung ausgefochten wird.

Es gibt Leute, die die Tragweite dieser militärischen Operationen nur entfernt richtig einzuschätzen vermögen. Sie sehen sie in den Dimensionen, die sie gewohnt sind, und legen deshalb auch die Maßstäbe daran an, die ihrem eigenen Vorstellungsvermögen entsprechen. Daß es sich dabei um einen Weltkampf von bisher noch nicht dagewesenen Ausmaßen handelt, will ihnen nicht in den Sinn. Daß der Bolschewismus sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Kräften gegen seine Vernichtung zur Wehr setzt, daß es hier um Sein oder Nichtsein des einen oder des anderen geht, das können sie nicht begreifen. Man muß sich einmal vor Augen halten, was geschehen wäre, wenn der Führer der sowjetischen Gefahr nicht zuvorgekommenen wäre, um zu wissen, was auf dem Spiele stand. Unsere Soldaten sind Zeugen dafür, was Moskau wollte und plante. Sie haben mit eigenen Augen gesehen wie weit die bolschewistischen Vorbereitungen zur rücksichtslosen Vernichtung Deutschlands und damit Europas schon gediehen waren. Und wenn sie durch unmittelbare Berührung mit dem Sowjetsystem sich auch noch ein Bild verschaffen konnten von dem wahren Zustand, in dem das Volk im Paradies der Arbeiter und Bauern lebt, so vermag man die Bedeutung dieser Tatsache in ihrer Auswirkung für die Zukunft überhaupt noch nicht zu übersehen. So wie es nach dem Polenfeldzug in Deutschland keine Debatte mehr über die Judenfrage gibt, so wird es nach dem Ostfeldzug in Deutschland keine Debatte mehr über die Frage des Bolschewismus geben. Sie schmilzt dahin im Feuer einer bewaffneten Auseinandersetzung, die mehr ist als ein Feldzug oder auch ein Krieg, die ein geschichtliches Schicksalsringen in des Wortes umfassendster Bedeutung darstellt.

Dementsprechend sind auch die Dimensionen, in denen es sich abspielt. Es mag verständlich erscheinen, daß ihre Größe und Wucht dem Zeitgenossen überhaupt jede Vergleichsmöglichkeit nimmt. Es wirkt aber geradezu lächerlich, wenn ausländische, vor allem neutrale Beobachter daran die Sonde ihrer Kritik nach dem Zentimetermaß ihrer eigenen provinzialen Begrenztheit anlegen. Wenn beispielsweise Züricher oder Berner sogenannte Militärschriftsteller mit dem Horizont eines Quartaners erklären, die Operationen im Osten ständen in keinem Verhältnis zu dem Raum, den es zu bezwingen gelte, so kann dem doch immerhin entgegengehalten werden, daß sich dabei Vernichtungsschlachten abspielen in einem Gelände, das großer ist als die Schweiz. Aber was gelten unseren Kritikern in dieser Zeit ohne Beispiel Zahlen oder Raumdimensionen! Wenn im Weltkrieg bei einer Gefangenenzahl von hunderttausend die Schulen und Fabriken schlossen und acht Tage lang geflaggt und mittags geläutet wurde, so erscheint uns selbst das heute fast gänzlich unverständlich. Und doch stellt ein solcher Sieg auch jetzt immer noch dasselbe dar wie damals. Wie damals, so werden auch heute solche militärischen Erfolge errungen mit einem seelischen und körperlichen Aufwand der beteiligten Truppenteile, den sich der Laie überhaupt nicht vorstellen kann. Jeder Sieg von Format wird mit Schweiß und Blut erkämpft, und während wir in der Heimat Tag für Tag und Stunde um Stunde unserem Beruf und unseren Geschäften nachgehen, lebt uns die Front ein Heldentum vor, das mit Worten gar nicht beschrieben werden kann. Man sieht in der Wochenschau deutsche Soldaten über grundlose Wege durch knietiefen Schlamm und Schlick unentwegt vorwärtsmarschieren. Stukaflieger stoßen auf feindliche Linien und Verbindungswege herab. Schützen knien an einer Straßenseite geduckt und warten auf ein leise geflüstertes Wort, um sich durch bellendes Maschinengewehrfeuer zwanzig Meter nach vorn zu arbeiten. Pioniere hängen fast bis an den Hals mitten im Strom, um einen entscheidenden Brückenschlag im Artilleriefeuer des Feindes kaltblütig zu Ende zu führen. Mit entblößtem Oberkörper stehen Kanoniere an ihren Geschützen und senden ihren Tod und Verderben bringenden Granathagel in die Reihen des Gegners hinein. Wir sehen Flieger und Schützen, Pioniere und Kanoniere in einer Gefechtspause fast totenähnlich in einem Straßengraben oder an eine Häuserwand gelehnt liegen zu einer Viertelstunde traumlosen Schlafes. Und wieder heißt es sich aufmachen, die bleierne Müdigkeit überwinden, fliegen, marschieren, Brücken schlagen und feuern, dem Feind auf den Fersen bleiben, damit er sich nicht aufs neue setzen kann.

Im OKW.-Bericht heißt es dann nur, daß die Operationen ihren planmäßigen Verlauf nehmen; und hin und wieder schmettern im Rundfunk die Fanfaren, wir alle halten den Atem an, ein Sieg ist vollendet, vor dessen Weite und Größe alle bisherigen Vorstellungen verblassen.

Unsere neutralen Kritiker haben gut reden. Sie wären mit ihrem gesamten literarischen und gesellschaftlichen Anhang vermutlich kaum in der Lage, auch nur ein sowjetisches Dorf zu erobern. Ihre gespreizte Besserwisserei steht ihnen um so schlechter zu Gesicht, als sie damit ja keine Gefahr laufen, solange die deutsche Wehrmacht durch ihren heldenmütigen Einsatz Europa und damit auch sie beschützt. Sie würden vermutlich nicht lange mehr Gelegenheit haben, überhaupt Militärkritik zu üben, wenn die deutsche Wehrmacht nur beiseite träte und dem Bolschewismus, mit dem, wie die Erfahrung lehrt, nur sie allein fertig zu werden in der Lage ist, das Feld freigäbe. Die Sowjets würden ihnen sicherlich die klugen Köpflein, die so viel wissen und so viel Gescheites zur Lage zu bemerken haben, zur Lage zu bemerken haben, in einem kurzen Prozeß herunterschlagen. Die Intelligenz in den Oststaaten soweit sie noch vorhanden ist, kann ein Liedlein davon singen. Sie ist durch Schaden klug geworden Aber die sogenannte Intelligenz in Zürich, Bern und Stockholm hat nur zum Teil Nutzen daraus gezogen. Der Haß gegen den Nationalsozialismus hat ihr die Augen verklebt. Sie ist nicht nur nicht objektiv, sie ist im höchsten Maße voreingenommen, um keinen härteren Ausdruck zu gebrauchen Sie redet so viel von europäischer Kultur und Zivilisation. Jeder im Osten kämpfende deutsche Soldat tut heute mehr dafür, als sie mit ihrem ganzen literarischen Gewäsch, das sie ja auch wieder nur von sich geben kann, weil eben dieser selbe deutsche Soldat schützend sein Schwert über sie hält. So und nicht anders ist das.

Und es muß auch einmal gesagt werden, selbst auf die Gefahr hin, daß man damit in ein Wespennest hineinfaßt. Wir kennen diese sogenannte neutrale Intelligenz. Sie trägt ihren Namen ganz zu Unrecht. Sie hat die neue Zeit in keiner Weise begriffen. Sie schaut zurück statt vorwärts. Sie besitzt keine Vorstellung von dem, was war, und noch viel weniger von dem, was kommen wird. Sie möchte am liebsten nach dem. Kriege wieder da anfangen wo sie vor dem Kriege aufgehört hat. Ihre sterile Phantasie reicht nicht aus sich ein konstruktives Weltbild für die Zukunft auszumalen. Deshalb hält sie das Mögliche nicht für möglich, vom Unmöglichscheinenden ganz zu schweigen. Sie hat vor neun Jahren unseren innerpolitischen Sieg für ausgeschlossen erklärt, wie sollte sie heute unseren außenpolitischen und militärischen Sieg voraussehen und begreifen können! Sie kann nur durch Tatsachen überzeugt werden. Fehlen die auch nur für zwei Wochen, dann ist sie gleich bereit, ein ganzes neues Jahrhundert über Bord zu werfen. Sie durchforscht vergangene Zeiten mit wissenschaftlicher Gründlichkeit; unsere eigene Zeit ist ihr ein Buch mit sieben Siegeln.

Wenn in Deutschland einmal für vierzehn Tage die Kartoffeln knapp werden, dann glaubt sie im Ernst, das deutsche Volk stände im Begriff, Revolution zu machen. Fehlt der Kaffee oder das Bier oder die Zigaretten und stimmen die Bürger unseres Staates darob nicht gleich begeisterte Heilrufe an, dann entdeckt sie mit durchdringendem Blick schwerste Auflösungserscheinungen im deutschen Volksleben. Redet Mr. Churchill eine seiner dummen, aufgeblasenen, abgeschmackten Reden, dann horcht sie gespannt, wie die deutsche Nation wohl darauf reagieren mag. Sie reagiert gar nicht. Sie hört überhaupt nicht hin. Sie weiß genau, daß Mr. Churchill und seine Plutokratenclique unsere Vernichtung wollen; welche Gründe sie dafür angeben, das ist dem deutschen Volk gänzlich gleichgültig. Es geht seiner Arbeit nach und hilft dem Führer siegen.

Und läßt sich vor allem von niemandem und durch nichts den Blick für die Größe unserer Zeit trüben. Es weiß, daß wir nur durch Opfer und Entbehrungen sowie durch eine nationale Kraftanstrengung ohnegleichen der heimtückischen Bedrohung, vor die uns unsere haß- und neiderfüllten Gegner gestellt haben, Herr werden. Dazu ist es bereit. Wenn uns manchmal der Alltag mit seinen Muhen und Lasten schwerfällt, so ist das nur natürlich. Wer wollte sich dessen schämen? Und wer wollte bestreiten, daß wir alle dem Frieden mehr zugetan sind als dem Kriege, daß jeder von uns in seinen stillen Stunden für eine spätere glücklichere Zeit seine Pläne schmiedet, daß er das Leben erst recht in der Gefahr lieben gelernt hat, daß unsere Phantasie uns manchmal ein bezauberndes Bild von Ruhe und Wohligkeit, Glanz und Festesfreude vorgaukelt?

Aber was hat das mit Mr. Churchills Wunsch zu tun, daß wir schwach und feige würden und auch nur einen Augenblick die Möglichkeit ins Auge faßten, auf seine plumpen Verführungskünste hereinzufallen? Wir spucken ihm ins Gesicht. Er war seit jeher die Inkarnation des Hasses und des Vernichtungswillens gegen unser Volk. Wir wissen genau, was er uns, unseren Familien und unseren Kindern antun würde, wenn wir uns jemals in seine Gewalt begäben. Seine Juden haben es uns oft genug verraten, wenn die ohnmächtige Wut sie übermannte. Er kann uns also nichts vormachen. Und wenn engstirnige Kantönlipolitiker im Streit der Zeit laut und überlaut das Wort ergreifen, so erinnern sie uns an die Vertreter der Wirtschaftspartei oder des Christlich-Sozialen Volksdienstes früher im Reichstag, die auch, wenn wir mit dem Kommunismus um das zukünftige Gesicht des Reiches rangen, unter dem Gelächter des Hauses ihren Senf dazu gaben. Als dann die rote Front fiel, da waren auch sie vergessen und begraben.

Und die Zeit, die große, nie dagewesene, die Zeit ohne Beispiel ging weiter ihren ehernen Gang. Sie ist niemals stehengeblieben. Gerade heute wieder schreitet sie mit Riesenschritten der großen Zukunft entgegen. Wohl dem, der sich an ihre Fersen heftet: er wird einmal Zeuge sein in jener gesegneten Stunde, da sie das Tor aufstößt zu einem neuen Jahrhundert.


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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