Die abgehackten Kinderhände – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (24. Juni 1939)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 181 – 187)


Die Engländer sind in der ganzen Welt bekannt dafür, daß sie in politischen Dingen keinerlei Hemmungen haben: Allerdings beherrschen sie dabei meisterhaft die Kunst, ihre Skrupellosigkeit als Moral zu tarnen. Das ist ihnen durch eine jahrhundertelange Übung schon so in Fleisch und Blut übergegangen, daß es gewissermaßen ihre zweite Natur darstellt und sie es selbst überhaupt kaum noch merken.-Sie betreiben dieses Geschäft mit frommen Augenaufschlägen mit einem so tierischen Ernst, daß sie am Ende selbst davon überzeugt sind, die patentierten Inhaber der politischen guten Sitte zu sein. Sie geben ihre Heuchelei nicht einmal untereinander zu. Es kommt niemals vor, daß ein Engländer etwa zum anderen sagt: „Na, wir wollen uns doch selbst nichts vormachen“, und ihm mit den Augen zuzwinkert oder das bekannte Augurenlächeln lächelt. Sie tun nicht nur so, als wenn sie die Frömmigkeit und die Moral in Erbpacht genommen hätten – nein, sie glauben das auch. Das ist einerseits das Belustigende, andererseits aber auch das Gefährliche an dieser Sache.

Man muß also auf dem Quivive sein, wenn man mit ihnen fertig werden will. Sie haben auch die Welt überhaupt nur erobern können, weil sie keinen ebenbürtigen Gegenspieler fanden. Wir Deutschen beispielsweise waren ihnen zwar oft in der Entwicklung der europäischen Geschichte der letzten dreihundert Jahre machtmäßig gewachsen, aber im politischen Instinkt und in der hemmungslosen Ausnutzung aller gebotenen nationalen und internationalen Chancen waren wir ihnen meistens unterlegen. So konnte sich bei den Engländern auch der Glaube und die unerschütterliche Überzeugung festsetzen, daß die Beherrschung der Erde durch Großbritannien der sichtbarste Ausdruck einer höheren göttlichen Weltordnung sei. Wer sich ihnen bei der Eroberung und Verteidigung des Empire in den Weg stellte, wurde rücksichtslos niedergeboxt; wenn es sich eben machen ließ, nach den hergebrachten Spielregeln, wenn es anders nicht ging, auch durch einen gelegentlichen Tiefschlag. Da waren dann plötzlich die Engländer, die sich sonst so viel auf ihre Ritterlichkeit zugute halten und das Wort vom fair play dauernd im Munde führen, plötzlich alles andere als fair. Wir haben ein Beispiel dafür am Ende des Krieges und in den Jahren von 1919 bis 1933 am eigenen Leibe zu verspüren bekommen.

Wir Deutschen sind demgegenüber erst seit ein paar Jahren ein politisches Volk. Und daß wir es geworden sind, darin erblickt England heute die große europäische Gefahr. Vor dem Kriege war das ganz anders. Da konnte England mit Deutschland umspringen, wie es wollte; da waren wir ein harmloses Bürgervolk, das Wirtschaft betrieb, sich nach besten Kräften sein nationales Leben sicherte, der Welt ihre Dichter, Musiker und Denker schenkte und keine Ahnung davon zu haben schien, daß es noch andere Völker gab, die nur die erste beste Gelegenheit abwarteten, um Deutschland k. o. zu schlagen.

Die Seele dieser Unternehmung war England. Es gab den Anlaß, den Anstoß und auch die Auswirkung dazu. Der Krieg selbst traf Deutschland vollkommen unvorbereitet, ein Beweis mehr dafür, daß wir ihn nicht gewollt hatten. Und dann ging England in Fahrt. Die englische Kriegspropaganda hat eine ganze Welt gegen uns aufgewirbelt. Man hatte das den Engländern gar nicht zugetraut. Sie wir au c h für den Kenner genial erdacht und virtuos durchgeführt. Sie beschränkte sich auf wenige, aber zugkräftige Schlagworte. Diese wurden mit einer so satanischen Bosheit durch die ganze Welt geschleudert und so systematisch in die Gehirne von Hunderten von Millionen Menschen eingepaukt, daß sich am Ende die Völker willen- und widerspruchslos der Magie dieser Massenhypnose ergaben.

Es waren im Grunde genommen nur ein paar Parolen, die England in die Welt streute. Es handelte sich um abgehackte Kinderhände, ausgestochene Augen, geschändete Frauen und mißhandelte Greise.

Der Effekt dieser monate- und jahrelang durchgeführten antideutschen Propagandakampagne war die Überzeugung in der ganzen Welt, daß das deutsche Volk ein Volk von Barbaren sei, daß es fernab jeder Zivilisation und jeder Humanität stehe und es deshalb eine moralische und kulturelle Pflicht aller Länder der Erde sei, Deutschland zu vernichten, seine Macht zu brechen, um damit überhaupt erst dem europäischen Kontinent und der ganzen Welt eine neue Basis des Friedens und des freundschaftlichen Zusammenlebens zu sichern. Das machte es den anderen Völkern leicht, sich England anzuschließen und gegen Deutschland in den Krieg einzutreten.

Uns Deutschen fehlte dafür aber auch jedes Verständnis. Wir standen der englischen Kampagne mit einer geradezu treuherzigen Doofheit gegenüber. Die guten deutschen Bürger schüttelten manchmal die Köpfe und fragten sich verzweifelt: Wie kann man nur so lügen? Die Rechnung mußten wir dann am Ende des Krieges bezahlen. England hatte in den letzten Kriegsmonaten dem deutschen Volk die Überzeugung einzuhämmern versucht, daß die alliierten Mächte überhaupt keinen Krieg gegen uns, sondern nur gegen unsere Regierung führten. Dem deutschen Volk wolle man, so behauptete die englische Kriegspropaganda, nichts Böses antun. Nur der Kaiser müsse weg, das monarchische Regime zu Fall gebracht werden; damit wäre dann auch der Weg freigelegt zu einer Verständigung der sonst in Krieg und Blut allmählich versinkenden europäischen Völker.

In dieser Situation proklamierte der amerikanische Präsident Wilson seine bekannten 14 Punkte. Ihr Inhalt war, kurz gesagt, daß man dem deutschen Volk keinen Frieden der Gewalt aufzwingen wolle, daß keine von den kriegführenden Mächten Reparationen zu zahlen habe oder sonstwie Schaden an ihrem Leben, an ihrer nationalen Ehre oder an ihrem nationalen Eigentum erleiden solle, daß die einzige Forderung der Entente darin bestehe, daß in Deutschland das kaiserliche Regime durch eine schwarzrotgoldene Republik abgelöst und damit ein Frieden der Ehre für alle möglich gemacht werde.

Diese dummdreisten Lügen wurden in der englischen Propagandaküche ausgebraut. Wilson war nur der Lautsprecher des Foreign Office. Und der gute, brave Michel glaubte, was ihm London auf dem Umweg über Amerika vorsetzte. Er fiel darauf herein. Er tat alles das, was England wollte und vorschlug, und mußte dann die Zeche begleichen.

Als im November 19 18 die Nachrichten von der deutschen Revolution nach England kamen, wollte man das in London zuerst überhaupt gar nicht glauben. Selbst die eingeweihtesten Kreise zweifelten an der Richtigkeit dieser Meldungen. Einer der maßgebendsten Männer des damaligen politischen England hat später unter vier Augen bekannt, daß Großbritannien zuerst starr vor Staunen gewesen sei, weil man es in London nicht für möglich gehalten hatte, daß das deutsche Volk auf diesen plumpen Schwindel hereinfiel.

Die Folgen waren katastrophal. Deutschland wurde seines nationalen Eigentums und seiner nationalen Ehre beraubt. Man entwaffnete es, nahm ihm dann seine Kriegs- und Handelsflotte sowie seine Kolonien. Man auferlegte ihm eine Reparationslast, die unerschwinglich war und deren eigentlicher Sinn und Zweck darin bestand, die deutsche Wirtschaft zu vernichten.

Aber dieses Vorgehen der alliierten Mächte hatte auch sein Gutes; denn es schloß in sich die große Lehre für die politische Reife der deutschen Nation. Sein Effekt war nicht nur einerseits die Verelendung des deutschen Volkes, sondern andererseits auch die Wiedergeburt der deutschen Nation im Nationalsozialismus. Sein Kampf richtete sich im tiefsten Kern gegen den Versailler Vertrag, seine innen- und außenpolitischen Nutznießer, und endete damit, daß die Kräfte, die im Innern den Versailler Vertrag verschuldet und unterschrieben hatten, beseitigt wurden und die Mächte, die ihn von außen aufrechterhalten wollten, vor die Frage gestellt waren, entweder dieses Schanddokument gutwillig zu beseitigen oder von einem wieder mächtig gewordenen Deutschland vor fertige Tatsachen gestellt zu werden.

Die deutsche Nation, die als das Ergebnis der nationalsozialistischen Umformungs- und Erziehungsarbeit heute als neuer Träger des deutschen Nationalbewußtseins in den Kreis der anderen Großmächte tritt, ist eine gänzlich andere als die von 1914 und vor allem als die von 1918. Das deutsche Volk ist in diesem Umschmelzungsprozeß politisch geworden. Würde es heute noch bürgerlich regiert, so wäre es zweifellos wieder in Gefahr, auf den plumpen Schwindel hereinzufallen, der genau nach dem Muster des Krieges aufs neue von London inszeniert wird. Denn England versucht heute wiederum dasselbe, was es während des Krieges mit so großem Erfolge versucht hat. Der jetzige Schwindel des englischen Propagandakampfes gegen Deutschland ist genau so plump, genau so dreist und genau so frech wie damals. Man will uns wieder ein mal für dumm verkaufen. Allerdings schätzt man dabei in London das deutsche Volk von heute ungefähr so ein, wie man das deutsche Volk von 1914 und vor allem das deutsche Volk von 1918 mit Recht eingeschätzt hat. Und hier liegt der große Fehler der englischen Rechnung.

Wenn beispielsweise heute englische Zeitungen ganz offen und unverblümt zugeben, daß es die Aufgabe der englischen Propaganda sei, einen Keil zwischen das deutsche Volk und seine Führung zu treiben, so hört das nicht nur England, sondern auch das deutsche Volk; und das deutsche Volk hört das nicht nur, sondern es zieht daraus auch seine Folgerungen. Das also ist Sinn, Ziel und Zweck dieses englischen Propagandakampfes! Man möchte die Nation von Hitler trennen. Man begründet das selbstverständlich wieder mit heuchlerischen und gleisnerischen Argumenten, genau so wie man die Trennung des deutschen Volkes vom kaiserlichen Regime in der schwersten Schicksalsstunde der deutschen Nation mit ähnlichen Phrasen begründet hat. Man erklärt heute, Deutschland müsse wieder in den Kreis der gesitteten Nationen zurückkehren. Wer hustet da? In den Kreis der gesitteten Nationen, die wir im Verlauf der vergangenen 25 Jahre kennengelernt haben? jener gesitteten Nationen, die in Deutschland auch lange noch nach Beendigung des Krieges Millionen von Müttern und Kindern verhungern ließen, die Neger als Kulturträger an den Rhein schickten, die Schlageter erschossen, die unsere Kolonien stahlen, die Deutschland auspreßten bis aufs Blut und alle, auch die heiligsten uns gegebenen Versprechungen zynisch und kaltlächelnd brachen, als das deutsche Volk auf ihre Verlockungen hereingefallen war ?

Damals war es leicht, die deutsche Nation zu verführen. Heute aber reagieren wir Deutschen sauer. Und da wir uns mittlerweile die geeigneten Mittel und Möglichkeiten geschaffen haben, um dem von London inszenierten Lügenfeldzug wirksam entgegenzutreten, fängt nun die englische Propagandamaschine wieder an, auf Hochtouren zu laufen. Sie überschüttet die Öffentlichkeit mit Alarmnachrichten über Alarmnachrichten. Mit der scheinheiligsten Miene schleudert man ungezählte Lügen in die Welt hinein. Man berichtet von Rebellionen unter deutschen Truppenteilen, von Aufständen und Streiks in Arbeitervierteln, ständig zunehmenden Zerwürfnissen zwischen den einzelnen Klassen unseres Volkes, von Anarchie im Protektorat, man stellt sich mit vielsagender Sympathie auf die Seite eines kleinen Klüngels von opponierenden Geistlichen und macht die Sache einer Handvoll nörgelnder Intellektueller zur Sache Englands und zur Sache der gebildeten Welt.

Aber das zieht nicht mehr. Unser Volk ist durch die nationalsozialistische Schule hindurchgegangen. Wir stehen den britischen Unverschämtheiten nicht mehr harmlos und naiv gegenüber. Wir wehren uns, und wir gehen nach alter nationalsozialistischer Sitte dagegen zum Gegenangriff über. Und zwar wenn schon, denn schon! Unser Gegenschlag ist massiv und trifft ins Schwarze. Wenn man uns mit der Dreckschleuder entgegentritt, dann fechten wir nicht auf dreißig Meter Entfernung Florett. Wir haben uns im Laufe der Jahre auch ein dickes Fell zugelegt. Wir sind keine überfeinen Ästheten, die Zustände bekommen, wenn der politische Trubel anfängt. Und das ärgert unsere Alten.

Die politisch so erfahrenen englischen Propagandisten sehen nun zum ersten Male im europäischen Kräftespiel einen Gegner auftauchen, mit dem sie bisher glaubten, überhaupt nicht rechnen zu brauchen. Sie sind nun auch in diesem Punkte, in dem sie früher die unbestrittenen Meister waren, von uns überrundet worden. Die nationalsozialistische Bewegung hat ihre Kenntnis propagandistischer Abwehr und vor allem propagandistischen Angriffs auf die deutsche Nation übertragen. Von der Propaganda verstehen wir Deutschen nun auch einiges. In unserer Kampfzeit war sie unsere einzige Hilfe. Unsere innerpolitischen Gegner hatten die absolute Macht, und wir haben sie trotzdem nach einigen Runden zu Boden geworfen. Heute sind wir nicht mehr so wehrlos, wie wir damals waren. Heute besitzen wir als Nation die imponierendste Wehrmacht der Welt. Dazu vertreten wir eine Idee, sind wir erfüllt von der Kraft einer heiligen Überzeugung und verfechten wir eine Propaganda, die auf das Ziel losgeht, in der Erfahrung geübt und im Kampf gehärtet, mit Freude und innerer Begeisterung die Waffen des Geistes führend.

Die abgehackten Kinderhände in neuer Auflage vermögen beim deutschen Volk und auch beim größten Teil der Welt keinen Eindruck mehr zu erwecken. John Bull ist durchschaut. Die Völker der Erde wissen, woran sie sich zu halten haben. Und vor allem England möge sich seine Bundesgenossen suchen wo auch immer, aber nicht im deutschen Volk. Da wird ihm nur ein dröhnendes Gelächter zur Antwort werden. Und man muß deshalb den Propagandaroutiniers, die im Dunstbereich des Foreign Office in London ihr trübes Handwerk üben, den guten Rat geben, die alten Ladenhüter in die Ecke zu stellen und sich bessere Lügen auszudenken, mit denen es sich auseinanderzusetzen überhaupt verlohnt.

Wenn die Engländer es auf einen Machtkampf mit Deutschland ankommen lassen wollen, so haben sie es nicht mit dem Führer oder mit einer führenden Schicht zu tun, dann tritt ihnen das geschlossene 80-Millionen-Volk der Deutschen entgegen. Sie täten also gut daran, sich andere Wege der Auseinandersetzung als die des bewaffneten Konflikts zu suchen. Es würde das einmal zu gar keinem Erfolge führen und zum zweiten die akute Gefahr heraufbeschwören, daß Großbritannien sein Weltreich verlöre. Darum tut man London nur einen Gefallen, wenn man ihm den guten Rat gibt, sich mehr in Realismus zu üben, eine größere Klarheit in der Beurteilung Deutschlands obwalten zu lassen, mit Phrasen und leeren Drohungen Schluß zu machen und den Tatsachen, den harten und unabänderlichen, in die mitleidlosen Augen hineinzuschauen.


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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