Die Einkreiser – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (20. Mai 1939)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 144 – 149)


Seht, das sind die Kriegs- und Panikmacher in London, Paris und Washington!

Schaut sie euch genau an, wie sie in ihren Klubs, Freimaurerlogen und Judenbanken zusammenhocken und jenes Unheil ausbrüten, das über Europa hereinbrechen soll. Sie sind nicht einheitlich, weder in ihrem Aussehen noch in ihrem Auftreten. Ihr bemerkt unter ihnen die feudalsten Lords der englischen Gesellschaft neben urbanen Arbeiterführern, die vornehmsten Dandies Arm in Arm mit schmierigen Ostgaliziern, laut schreiende und aufgeregt gestikulierende Advokaten mit dicken, wohlgenährten Spießern, die eine pausbäckige Röte in ihren Gesichtern zur Schau tragen, feige, niederträchtige Juden und rachsüchtige Emigranten. Sie alle glauben, nun in trautem Verein ihre Rechnung mit Deutschland abmachen zu können.

Eine sonderbare und höchst merkwürdige Kumpanei! Menschen aus den verschiedensten gesellschaftlichen und sozialen Lagern, Repräsentanten weit auseinanderklaffender Weltanschauungen, die sich niemals zusammenfinden würden, wenn es nicht darum ginge, ein Land und eine Idee, die sie als ihren gemeinsamen Feind ansehen zu müssen glauben, aus dem Wege zu räumen. Sie sind jetzt nur noch darauf aus, Unfrieden zu stiften und die Völker, die ihnen leider noch allzuviel Gehör schenken, in eine nervige Hysterie und panische Furcht zu stürzen. Mit einem Propagandatrommelfeuer von niemals dagewesenen Ausmaßen suchen sie die Weltöffentlichkeit zu beeindrucken in der still genährten Hoffnung, daß eines Tages doch in dieser überhitzten Atmosphäre die Lunte in das Pulverfaß hineingeworfen werden könnte, ohne daß man festzustellen vermöchte, wer es getan hat. In dieser Atmosphäre bebender Unruhe reift ihr Weizen. Jedes Mittel ist ihnen recht, um zu dem so heißersehnten Ziel zu kommen. Sie säen Wind und wissen, daß sie Sturm ernten werden; und sie wollen das auch.

Man könnte vielleicht die Frage aufwerfen, warum sie von einem so infernalischen Haß gegen Deutschland und gegen den Nationalsozialismus erfüllt sind. Die Antwort auf diese Frage ist nicht allzu schwer: Sie hassen Deutschland, weil es ihnen im Wege steht. Deutschland und Italien sind die großen Proletarier unter den europäischen Völkern. Die Kriegs- und Panikmacher haben beide Nationen in Versailles ihrer elementarsten und vitalsten Lebensrechte beraubt. Sie wissen allzu gut, daß dieser empörende Zustand auf die Dauer unhaltbar ist. Denn immer lauter erhebt sich bei den Habenichtsen unter den Völkern der Ruf nach Erfüllung ihrer natürlichen Lebensansprüche, die sie längst schon den besitzenden Nationen gegenüber angemeldet haben. Das paßt den plutokratischen Staaten nicht in den Kram. Sie wollen keine Konkurrenz; ja, sie weigern sich sogar, Deutschland und Italien als gleichberechtigte Partner im internationalen Mächtekonzert anzuerkennen. Sie handeln diesen auf allen Gebieten ihres natürlichen Lebens so außerordentlich benachteiligten Nationen gegenüber genau so, wie Kapitalisten und Feudalisten besitzlosen Arbeitern gegenüber zu handeln pflegen. Es nutzt gar nichts, wenn man ihnen entgegenhält, daß sie von dem Unrecht, das sie beispielsweise Deutschland durch Wegnahme seiner Kolonien zufügten, keinerlei Vorteile haben. Es geht hier gar nicht um Vorteile oder Nachteile; es geht um ein kapitalistisches Prinzip. Sie wollen und brauchen deshalb auch gar keinen Nutzen aus diesem Raub zu ziehen; es genügt ihnen, daß sie ihn besitzen und er uns mangelt.

Vor dem Kriege war es in einem kleinen deutschen Land verboten, daß Landarbeiter Gardinen an ihre Fenster hingen, auch wenn sie sie selbst kauften. Das Recht, Fenster durch Gardinen zu verhängen, stand nur den feudalen Gutsbesitzern zu. Das ist eine Gesinnung, und diese Gesinnung charakterisieren wir mit dem Schlagwort Kapitalismus. Von dieser kapitalistischen Gesinnung sind die besitzenden Nationen heute Deutschland und Italien gegenüber erfüllt. Natürlich ist das in den Spalten ihrer Zeitungen und in den Reden ihrer Staatsmänner ausschließlich eine Sache der Moral. Sie unterdrücken ganze Länder und Erdteile, plündern wehrlose Völker, die sich einmal vertrauensvoll in ihre Hände gegeben haben, bis aufs Hemd aus, ihr ganzer Reichtum ist das Ergebnis dieser skrupel- und gewissenlosen Raubzüge. Und sonntags gehen sie dann in die Kirche und beten. Einige von ihnen sind besonders fromm. Man bekommt direkt einen moralischen Katzenjammer, wenn man sie an hohen Festtagen in den Gotteshäusern weinen sieht. Sie wandeln vor den Augen der europäischen Völker herum wie die harmlosesten und unschuldigsten Schäflein; inwendig aber sind sie reißende Wölfe.

Wir fragen die Weltöffentlichkeit: Was haben wir ihnen getan? Die Antwort kann nur lauten: Gar nichts! Wir sind nirgendwo ihren Interessen in die Quere gekommen. Schon die Tatsache, daß wir uns erlauben, überhaupt da zu sein, bringt sie in Zorn und Raserei. Es ist lästig, mitten in Europa ein Volk von 80 Millionen zu wissen, das fleißig, anständig, treu, tapfer und betriebsam ist., das sich auf ehrliche Weise seinen Lebensunterhalt verdienen will und deshalb in bescheidenem Umfang an den Reichtümer der Erde teilnehmen möchte. Sie erklären., wir wollten die ganze Welt erobern. Dabei befindet sich die Welt längst ausschließlich in ihrem Besitz. Sie führen dafür als Beweis an, daß wir das Rheinland militarisierten, Österreich und die Sudetenlande dem Reich wieder anschlossen, über Böhmen und Mähren ein Protektorat errichteten und das Memelland in die Arme Deutschlands zurückführten. Was geht das sie an? Wo stößt sich das mit ihren Interessen ? Haben wir mit der Militarisierung des Rheinlandes in ihre Hoheitsrechte eingegriffen? Sind Osterreich und die Sudetenlande mit Gewalt gezwungen worden, zum Reich zurückzukehren? War vielleicht die Errichtung des deutschen Protektorates über Böhmen und Mähren ein Vorbereitungsakt für den kommenden Krieg oder nicht vielmehr für den kommenden Frieden? Und gehörte nicht Memel nach seiner ganzen Struktur und nach der Zusammensetzung seiner Bevölkerung eindeutig und unbezweifelbar zu uns ?

Was haben England, Frankreich und gar Amerika in diesen Interessensphären überhaupt zu suchen? Täten sie nicht besser daran, sich um ihre eigenen Weltreiche zu bekümmern, in denen es wahrlich der Sorgen und Schwierigkeiten genug gibt ? Sie wissen das auch. Es hat gar keinen Zweck, ihnen das aufs neue erklären zu wollen. Sie geben sich nur den Anschein, als sähen sie das nicht ein; denn sie gebrauchen deutsche Angriffsabsichten für ihre infamen und hinterhältigen internationalen Zwecke.

Nun mischen sie sich ungerufen in die Auseinandersetzung des Reiches mit Polen über Danzig und über den Korridor ein. Jedermann weiß, daß Danzig deutsch ist. Der polnische Außenminister hat es selbst in seiner letzten Sejmrede ausdrücklich zugegeben- jedermann weiß, daß Deutschland eine exterritoriale Verbindung zwischen dem Reich und Ostpreußen nötig hat. Diese beiden Fragen wären auch gelöst worden, wenn die Friedensmacher in London, Paris und Washington nicht dazwischengetreten wären. Und sie sind nicht etwa dazwischengetreten, um Polen zur Vernunft zu ermahnen; im Gegenteil, ihre Aufgabe bestand ausschließlich darin, Polen gegen das Reich scharf zu machen, um an dieser Spannung vielleicht doch noch den großen Brand entzünden zu können.

Wir ersparen es uns, auf die jüngsten politischen Exzesse in der polnischen Öffentlichkeit noch einmal einzugehen. Polen ist in dieser Auseinandersetzung von sekundärer Bedeutung. Die randalierenden Studenten und Journalisten in Warschau sind ja nur die Lautsprecher der Londoner und Pariser Diplomatie. Diese radaulustigen Elemente machen gewissermaßen an der Hand der beiden westlichen Großmächte Ausflüge in das Gebiet der hohen Politik. Sie werfen nun plötzlich gänzlich neue, völlig undiskutierbare und geradezu provozierende Grenzfragen auf. Sie wollen das Reich bis zur Oder zurückdrängen, nachdem sie uns, wie sie erklären, bei Berlin zusammengehauen haben. Es ist uns zu dumm, auf diese kindischen rhetorischen und publizistischen Übungen überhaupt noch einzugehen. Es handelt sich dabei in Warschau offenbar um politische Säuglinge, die man trockenlegen muß, oder um Publizisten in den Kinderschuhen, denen es gut täte, wenn man ihnen einmal die Hosen strammzöge. Ihr provozierendes Auftreten ist von minderem Belang. Mehr aber interessiert uns, wie man in London und Paris darauf reagiert. Wenn ein maßgebender Franzose den Mut hat, öffentlich zu erklären, die Franzosen wollten nicht für Danzig sterben, so ist er als Rufer in der Wüste zu betrachten. Sonst gießt man in Paris und London nur Öl ins Feuer.

Was würden beispielsweise die Franzosen dazu sagen, wenn die deutsche Presse die Forderung erhöbe, die deutsche Grenze über Elsaß und Lothringen und bis in die Champagne hinaus auszudehnen, und als Mittel dazu eine Schlacht bei Paris prophezeite, bei der die Franzosen von uns zusammengehauen würden? Nach den gegebenen Machtverhältnissen hätten wir Deutschen den Franzosen gegenüber mindestens ebensoviel Grund, uns in solchen treibhausartig aufgekeimten Fieberphantasien zu ergehen, wie etwa die Polen uns gegenüber. Wir tun das nicht nur nicht, sondern wir schweigen ostentativ zu diesen schreienden Exzessen der polnischen Öffentlichkeit. Aber wir können nicht schweigen zu der bewußten und gewollten Provokation, die London und Paris uns dadurch anzutun versuchen, daß sie diese Exzesse decken und sogar noch künstlich steigern und schüren. Was kümmern uns die armseligen Schreiberlinge in den Warschauer Redaktionsstuben! Sie sind ja nur die Werkzeuge der Pariser und Londoner Politik. Dort sitzt die Zentrale der Reichsfeindschaft. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschland einzukreisen. Natürlich geschieht das unter Gebet und mit laut hergeleierten moralischen Sprüchen; in der einen Hand schwenken diese Plutokraten den Rosenkranz, und in der anderen halten sie für den Bedarfsfall die Dreckschleuder bereit. Sie erklären, sie wollten Deutschland kein Leid zufügen, es müßte nur in den Kreis der gesitteten Nationen zurückkehren. Was sie schon so unter Gesittung verstehen! Wir haben einen Anschauungsunterricht darüber beim Vorgehen Englands gegen Palästina bekommen. Sie sind heute nur noch von dem einen Gedanken beseelt, einen Ring um Deutschland zu legen, den sie dann fester zuziehen können, um das Reich darin zu erdrücken.

Was erst würden sie mit uns machen, wenn wir nicht bis an die Zähne bewaffnet und gerüstet wären! Das deutsche Volk müßte jede Stunde dem Führer auf den Knien danken, daß er diese Entwicklung nicht nur vorausgesehen hat, sondern auch für diesen Fall rechtzeitig vorsorgte. Denn heute haben die englischen Einkreiser kein bürgerliches Deutschland mehr gegenüberstehen wie 1913 und 1914. Alles, was zur Verteidigung unseres Vaterlandes notwendig und überhaupt nur möglich war, ist getan worden. Das deutsche Volk kann ganz beruhigt sein. Und es ist das auch. Die Londoner Einkreiser würden, das wissen wir alle, auf Granit beißen, wenn sie uns angriffen. Und das wissen sie hoffentlich selbst auch. Wenn nicht, so sei es ihnen hiermit noch einmal zu allem Überfluß gesagt. Unsere deutsche Wehrmacht steht fest. Ein Wall aus Beton und Stahl schützt unsere Grenze im Westen. Er erhebt sich wie eine uneinnehmbare Mauer an den Toren der Sicherheit unseres Landes.

Demgegenüber sollen die Einkreiser in London weiterhin von deutscher Aggression schwätzen, die nicht vorhanden und nicht geplant ist. Sie mögen angebliche Grundsätze des Rechts, der Humanität und der Zivilisation ins Feld führen; wir kennen diese gleisnerische Melodie noch aus dem Herbst 1918. Wir fallen nicht ein zweites Mal auf solche Sirenengesänge herein.

Und schaut sie euch einmal genau an, diese Pioniere des internationalen Rechts, der Humanität und der Zivilisation! Aus ihren mitleidlosen und harten Gesichtern leuchtet nur der kalte Haß. Sie würden ganze Völker und Erdteile vernichten, wenn sie es könnten; aber sie können es nicht mehr! Das Reich hat einen Riegel davorgeschoben. Sie stehen heute vor der stärksten Militärmacht der Welt; und daher ihre Wut, weil ihnen im nationalsozialistischen Deutschland und im faschistischen Italien Gegenspieler erstanden sind, mit denen sie rechnen müssen, die ihnen nicht nur machtmäßig, sondern auch ideen- und willensmäßig überlegen sind.

Die von London geplante Einkreisung Deutschlands vermag uns deshalb nicht zu schrecken. Wir haben keine Angst. Das Gefühl der Furcht ist im deutschen Volke vollkommen unbekannt. Das Reich hat seinerseits die entsprechenden Vorbereitungen längst getroffen.

Wir appellieren auch gar nicht an die Vernunft der Kriegs- und Panikmacher; wir appellieren nur an die Vernunft der mit ihnen gesegneten Völker. Wir betonen noch einmal, daß es unserer Ansicht nach in Europa kein Problem gibt, das einen Krieg notwendig machte. Der Führer will den Frieden. Aber er will einen Frieden, in dem die deutschen Lebensrechte gesichert und geachtet sind.

Sollten die Einkreiser in London es trotzdem fertigbringen, die Geister ihrer Völker endgültig zu verwirren, dann werden wir dafür sorgen, daß diese Völker auch zu wissen bekommen., wo die Schuldigen zu suchen sind. Es wird dann zweifellos das erste Strafgericht über sie selbst hereinbrechen.

Aber noch ist genug Hoffnung vorhanden., daß die Vernunft unter den Völkern zurückkehrt und Europa sein schwerstes Verhängnis erspart bleibt. Was wir daran tun können, soll getan werden.


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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