Die nationalsozialistische Revolution – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (1943)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Ich kämpfe! – Die Pflichten des Parteigenossem“ von Hermann Liese, Seite 370 – 374)


Die Revolution, die wir gemacht haben, ist eine totale. Sie hat alle Gebiete des öffentlichen Lebens erfaßt und von Grund auf umgestaltet. Sie hat die Beziehungen der Menschen untereinander, die Beziehungen der Menschen zum Staat und zu den Fragen des Daseins vollkommen geändert und neu geformt. Es war in der Tat der Durchbruch einer jungen Weltanschauung, die 14 Jahre lang in der Opposition um die Macht gekämpft hatte, um dann unter ihrer Zuhilfenahme dem deutschen Volk ein neues Staatsgefühl zu geben. Das, was sich seit dem 30. Januar 1933 abgespielt hat, ist nur der sichtbare Ausdruck dieses revolutionären Prozesses. Hier aber hat die Revolution an sich nicht begonnen. Sie ist damit nur zu Ende geführt worden. Es handelte sich um den Daseinskampf eines Volkes, das nach seinen alten Lebensformen und überwundenen Anschauungen sonst reif gewesen wäre für den Zusammenbruch.

Revolutionen haben ihre eigene Gesetzlichkeit und auch ihre eigene Dynamik. Wenn sie eine bestimmte Phase ihrer Entwicklung überschritten haben, entziehen sie sich der Macht der Menschen und gehorchen nur noch dem Gesetz, nach dem sie angetreten sind. Es liegt im Wesen jeder echten Revolution, daß sie auf das Ganze geht und keine Kompromisse kennt. Entweder hat sie die Absicht, bis zum letzten Ziele durchzustoßen, dann wird sie von Dauer und Bestand sein, oder aber sie begnügt sich mit halben Erfolgen, dann wäre es besser, sie würde überhaupt nicht gemacht. Revolutionen beschränken sich niemals auf das rein politische Gebiet; sie greifen von da über auf alle anderen Bezirke menschlichen Zusammenlebens. Wirtschaft und Kultur, Wissenschaft und Kunst bleiben davon nicht verschont. Es ist Politik in einem höheren Sinne, als wir ihn gemeinhin verstehen.

Jede Revolution hat ihre Tendenz; sie hat ein Ziel, das sie verficht und dem sie mit leidenschaftlichem Bemühen zustrebt. Sie wird nicht Ruhe geben können, bis dieses Ziel erreicht ist; und ist es erreicht, dann muß sie eifersüchtig darüber wachen, daß es ausgebaut und gesichert wird. Hier aber wird das Wort Tendenz in eine höhere Bedeutung hineingehoben, als es sie im trivialen Sinne genießt. Tendenz an sich ist weder gut noch böse und weder bejahens-, noch verneinenswert. Es geht immer um das Ziel, das sie will. Seine Größe gibt auch der Tendenz ihre Größe, und seine Bedeutungslosigkeit läßt auch sie zum bloßen Schemen verblassen. Revolutionen, die eine Umwälzung größten historischen Ausmaßes vollziehen, verfechten eine Tendenz, deren Größe dementsprechend ist. Sie muß bejaht werden, wenn man die Revolutionen bejaht. Verneint man sie, dann stellt man sich nicht gegen die Tendenz, sondern gegen die Revolution selbst und wird früher oder später in ihrem Strudel untergehen.

Der Sinn der Revolution, die wir gemacht haben, ist die Volkwerdung der deutschen Nation. Diese Volkwerdung war zweitausend Jahre lang die Sehnsucht aller guten Deutschen. Man hatte sie auf gesetzmäßige Weise oft genug versucht; jeder dieser Versuche war fehlgeschlagen. Erst in diesem heißen Ausbruch der nationalen Leidenschaft unseres Volkes wurde sie möglich. Ihr Vollzug war um so mitreißender, spontaner und wilder, je länger man versucht hatte, sie durch künstliche Staudämme aufzuhalten. Was von oben nicht gekonnt und meistenteils auch nicht gewollt wurde, das haben wir von unten praktisch durchgeführt. Das deutsche Volk, einst das zerrissenste der Welt, durch Parteien und Meinungen fast atomisiert, in seine Bestandteile aufgelöst und damit zur weltpolitischen Ohnmacht verurteilt, seit 1918 ohne Waffen, und was schlimmer noch war, ohne Willen, sich unter den anderen Völkern zu behaupten, erhob sich in einer einzigartigen Demonstration seines nationalen Kraftgefühls und vollzog damit eine Einigung, die bis dahin nur von wenigen starken, gläubigen Menschen für möglich gehalten, von allen anderen aber als unwahrscheinlich gegen jede Erfahrung und Lehre der Geschichte verstoßend, belächelt und abgelehnt wurde.

Wir können heute die historische Tragweite dieses Volkswerdungsprozesses überhaupt noch nicht überblicken. Wir selbst, die wir ihn vorbereitet haben, stehen vor ihm in staunender Bewunderung, ohne uns seiner Größe und seiner in die Zukunft hineinwirkenden Bedeutsamkeit überhaupt bewußt zu sein. Wir haben durch unsere Revolution eine Vergangenheit deutscher Ohnmacht überwunden, das deutsche Volk hat sich in ihr selbst wiedergefunden, sie hat dem deutschen Wesen einen neuen Charakterzug aufgeprägt. Man wird für alle Zukunft von Deutschland nicht reden können, ohne von ihr auszugehen.


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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