England und seine Plutokraten – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (5. Januar 1941)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 359 – 363)


Man könnte das englische Regierungssystem eine als Demokratie getarnte Plutokratie nennen. Das heißt, man versucht, den Anschein zu erwecken, als herrsche das Volk, in Wirklichkeit aber regiert das Geld. Und zwar das Geld im weitesten Sinne: der Besitz, die Landmagnaten, die Grubenbarone, die City und die Juden. Sie haben das Land und darüber hinaus das Empire fest in ihrer Hand. Für das Volk bedienen sie sich aus Tarnungsgründen demokratischer Spielregeln, wie Parlament, Wahlen, freie Meinungsäußerung, Freiheit der Presse usw. Aber auch der Gebrauch dieser Spielregeln wird nur von ihnen bestimmt. Es handelt sich um ein paar Dutzend Familien, die einen märchenhaften Reichtum ihr eigen nennen. Dahinter steht eine größere Schicht von Bürgertum, die von den von den Tischen der Reichen herabfallenden Brosamen lebt, und die breite Masse des Volkes, die in einer für uns gänzlich unvorstellbaren Armut dahinvegetiert. Die plutokratische Herrenschicht hat natürlich — wie das immer bei so unsozial geschichteten Staatssystemen der Fall ist — nichts verabsäumt, das sogenannte Volk möglichst dumm und unaufgeklärt zu halten. Nirgendwo auf der Erde ist die Vorstellungswelt des Mannes von der Straße so veraltet, so primitiv und von so engem Horizont wie in Großbritannien. Der Durchschnittsengländer hat überhaupt keine Ahnung von den beispielsweise geographischen Gegebenheiten auf dem Kontinent, ganz zu schweigen von den damit zusammenhängenden volkstums- und rassepolitischen Problemen. Die sind ihm böhmische Dörfer. Während der tschechischen Krise erschien in dem bekannten Londoner Witzblatt „Punch“ eine Karikatur, auf der ein Mann von seiner Frau ausgeschimpft wurde, weil er zu lange einem Redner im Hyde-Park zugehört hatte, worauf er zur Antwort gibt, das sei gar nicht so zwecklos gewesen, denn er wisse nun, daß die Tscheche-Slowakei keine Blume, sondern ein Land sei.

Ein Witz ist bekanntlich immer nur ein Witz, wenn ihm wenigstens ein Kern von Wahrheit oder Möglichkeit zugrunde liegt. So auch hier.

Die Engländer sind gar nicht das hochentwickelte, politisch reife Volk, als das sie auf dem Kontinent so gern angesehen werden. Sie beweisen nur in den kritischen Augenblicken ihrer Geschichte einen gewissen Instinkt für das Notwendige und Gegebene, haben aber ansonst nicht einmal eine blasse Vorstellung von den Problemen, die die Welt bewegen.

Die Plutokratie hat dieses System der Volksverdummung durch die Demokratie so eingespielt, daß sie kaum Angst zu haben braucht, eines Tages entlarvt zu werden. Sie kann sich deshalb schlechterdings auch alles leisten. Es passieren in diesem Kriege in England Dinge, die in jedem anderen Lande die Volksseele zum Kochen bringen und einen Sturm der Empörung und Entrüstung entfachen würden. In England schüttelt man das ab wie Wasser von einer Teerjacke. Neutrale Zeitungen berichten beispielsweise, daß die Londoner jeunesse dorée bei den letzten Bombenangriffen, bei denen Feuer und Vernichtung auf die britische Hauptstadt herniederregneten, in den bombensicheren Unterständen der großen Luxushotels weitergetanzt habe, daß jetzt unter diesem Auswurf ein moderner Swing, der sogenannte Bomber-Swing, die große Mode sei, daß nie in diesen Kreisen so flott und so amüsant gelebt worden sei wie jetzt, wo London fast allnächtlich den pausenlosen furchtbarsten Luftangriffen ausgesetzt ist. Man halte dem die Elendsbilder gegenüber, die selbst englische Zeitschriften aus den Londoner U-Bahn-Schächten bringen: Menschen, Männer, Frauen und Kinder zu Tausenden und aber Tausenden zusammengepfercht, fast übereinander liegend, verkommend in Schmutz und Elend, ein Inferno menschlichen Leids, und stelle sich vor, was in einem Lande mit hochentwickelter sozialer Moral bei ähnlichen Zuständen geschehen würde. Es fällt nicht schwer, sich das auszumalen. Aber man muß das alles wissen und in Rechnung stellen, um England und seine vermutliche Widerstandskraft richtig einzuschätzen.

Die vielgerühmte englische Zähigkeit ist ein Gemisch aus kaltherzigem brutalem Zynismus der führenden Herrenschicht und stumpfsinniger Unbeweglichkeit der breiten Volksmassen. Überlegungen, die bei anderen Völkern spontan einzusetzen pflegen, werden beim englischen Volk nur sehr spät angestellt, dann aber häufig auch, wie die englische Geschichte das vielfach beweist, um so radikaler und durchgreifender. Die Männer, die heute England regieren, werden sich deshalb wohl auch im klaren darüber sein, daß sie um Kopf und Kragen spielen. So auch nur läßt sich ihre so frech zur Schau getragene Arroganz erklären. Sie ist nichts anderes als Angst vor den kommenden Dingen. Diese Herren Plutokraten wissen ganz genau, daß sie den Krieg militärisch nicht mehr gewinnen können. Was sie von kommenden englischen Offensiven schwafeln, ist nur Schaumschlägerei. Sie sind eifrigst auf der Suche nach einer verwundbaren Stelle in der psychologischen Haltung der Gegenfront, und wo sie eine solche zu entdecken glauben, stoßen sie gleich aus vollen Kräften zu. Sie lassen dabei in ihrer panischen Angst schon jedes psychologische Fingerspitzengefühl vermissen. So eilig haben sie es, daß sie gänzlich unüberlegt den Gegner, den sie gewinnen wollen, mit dem Holzhammer auf den Kopf schlagen. Aus der Sicherheit auch unserer seelischen und geistigen Situation heraus ist das manchmal außerordentlich amüsant zu beobachten.

Die Engländer haben von unserem Achsenfreunde auf einem ganz am Rande liegenden Kriegsschauplatz, der für die Endentscheidung von keinerlei Bedeutung sein kann, Gebiete zurückerobert, die sie, als die Italiener sie ihnen abnahmen, als gänzlich wertlose Wüste bezeichneten. Sie lohne kaum zu verteidigen, sagten sie damals. Dann aber warfen sie all ihre verfügbaren Kräfte an diese Stelle, um in ihrer furchtbaren Bedrängnis wenigstens irgendwo zu einem Prestigeerfolg zu kommen. Es versteht sich am Rande, daß sie aus dieser für den weiteren Kriegsverlauf vollkommen untergeordneten Angelegenheit einen historischen Sieg machen, der alle bisherigen Siege der Weltgeschichte weit in den Schatten stellt. Gönnen wir ihnen das. Sie haben bisher in diesem Krieg sowieso so wenig Grund zur Freude gehabt.

Das aber läßt Mr. Churchill nicht ruhen. Er bindet sich gleich einen Rüssel vor und gebärdet sich dann erfolgreich als Elefant im Porzellanladen. In einer Rundfunkrede appelliert er an das italienische Volk, genau so wie er am Anfang des Krieges an das deutsche Volk appelliert hat, und fordert es auf, das zu tun, was vor allem in einer solchen Situation nur Verräter zu tun pflegen, nämlich die Fahne im Such zu lassen und zum Feind überzulaufen. Er tut das mit einer geschichtlichen Begründung, die in Italien und in Deutschland jeder Knabe aus der vierten Volksschulklasse widerlegen könnte. Er setzt also in seiner insularen Borniertheit bei denen, die er verwirren will, eine historische Bildung voraus, die beim englischen Volk zwar zutrifft, bei den Völkern der Achse aber nur mitleidig belächelt werden kann.

Das italienische Volk hat es nicht nötig, von uns vor englischen Beleidigungen geschützt zu werden. Das hat die italienische öffentliche Meinung in den letzten zwei Wochen Mr. Churchill gegenüber so ausgiebig selbst besorgt, daß dem gar nichts mehr hinzuzufügen ist. Uns interessiert hier nur noch die psychologische Seite dieser Angelegenheit. Dieser dicke Zyniker mit dem unausstehlichen Stummel in der breiten Visage, dieser Freund der Juden und Schirmherr der Plutokraten, dieses millionenschwere Stück Versager, dieser politische und militärische Dilettant, den England sich zum Premier bestellt hat, um diesmal nur ja nicht seinen vollkommenen Ruin zu verpassen, wagt es, einen Mann vom geschichtlichen Format des Duce als Signor Mussolini anzuflegeln. Er erbittet sich die Hand des italienischen Volkes selbst zur Mithilfe bei der Aufgabe, Italien wieder in den Zustand eines nationalen Museums, geeignet für den Besuch englischer Gouvernanten, aber nicht für große Weltpolitik, zurückzuführen, aus dem der Faschismus es in einer einmaligen historischen Leistung herausgehoben hat. Er streicht die beleidigenden Sanktionen des Abessinien-Krieges, die dieses selbe Volk für englische Interessen aushungern sollten, mit einer souveränen Handbewegung weg, rechnet sich die Italien von seiten Englands zugefügten nationalen Demütigungen sogar noch als Aktivposten an, beleidigt die italienische Wehrmacht so gründlich und so niederträchtig, wie man das, wenn man ein Volk in Raserei bringen will, überhaupt nur tun kann, und glaubt dann, die Italiener würden nun und eben deshalb mit fliegenden Fahnen zu ihren alten Todfeinden überlaufen. Uns Deutsche sucht er gegen Italien und die Italiener gegen das Reich aufzuwiegeln. Das ist so durchsichtig, so plump, so stümperhaft, das ist eine so ausgemachte Schülerarbeit auf dem Gebiet der Propaganda, daß man nur sagen kann: echt englisch.

Man komme uns nicht und sage, die Herren britischen Plutokraten seien gute Psychologen. Wir haben bisher noch nichts davon bemerkt. Sie haben uns im Weltkrieg nur überrunden können, weil sie in Deutschland auch nicht die Spur einer Gegenwehr fanden. Unsere politische Führung war damals noch dümmer als die englische, und diese hat nur gesiegt nach dem Sprichwort, daß unter Blinden der Einäugige König ist.

Es wäre Mr. Churchill zuviel Ehre angetan, seinem plumpen Verführungsversuch am italienischen Volk gegenüber die Solidarität der Achse und die seelische Festigkeit des deutschen wie des italienischen .Volkes noch einmal zu betonen. Er würde das auch gar nicht verstehen und, verstände er es doch, nicht wahrhaben wollen. Es paßt nicht in seine trügerische Rechnung hinein. Auf solchen Faktoren der inneren Uneinigkeit und Zwiespältigkeit bei den Völkern der Achse baut er ja seine Siegeschancen auf. In seinem stumpfsinnigen Gehirn malt sich das Bild eines Europa ab, das nicht mehr existiert, das einmal da war, eine bequeme Kolonie englischer Machtgelüste, die man in ihren einzelnen Teilen klug gegeneinander ausspielen mußte, deren oberster politischer und militärischer Grundsatz nach englischer Auffassung die „balance of power“ hieß, womit man sie um so gefahrloser beherrschen, terrorisieren, bevormunden und ausplündern konnte.

Dieses Europa ist dahin. Eine neue Ordnung ist auf unserem Erdteil im Werden. Der Kontinent wird englandfrei, nicht englandhörig sein. Deutschland und Italien haben sich in Europa und für Europa gefestigt, gestählt und konsolidiert. Sie werden Großbritannien besiegen, weil sie die Jüngeren, die Besseren und auch die Würdigeren zum Siege sind. Mr. Churchill kann daran nichts mehr ändern. Ihm bleibt nur noch übrig, zu warten und zuzuschauen.

Er will das nicht glauben; wir aber werden es ihm beweisen.


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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