„Erkläret mir, Graf Oerindur . . .“ – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (17. Juni I939)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 169 – 176)

Am 15. März dieses Jahres errichtet das Reich ein Protektorat über Böhmen und Mähren. Es geschieht das in der schmerzlosesten Weise unter weitest gehender Schonung nationaler und völkischer Eigenheiten des tschechischen Volkes. Man war sich von vornherein im klaren darüber, daß das in der näheren und weiteren Folgezeit zu einigen Schwierigkeiten führen würde, diese Schwierigkeiten aber billigerweise in Kauf genommen werden müßten angesichts der Tatsache, daß nur auf diese Weise Frieden und Ordnung im mitteleuropäischen Raum geschaffen werden könnten.

Im übrigen sind diese Schwierigkeiten von gar keinem Belang. Jedenfalls können sie nicht im entferntesten verglichen werden mit den Schwierigkeiten, denen England in seinen Protektoratsgebieten seit Jahren und Jahrzehnten begegnet. Es blieb bekanntlich der britischen Politik vorbehalten, Völker in Protektoraten durch Bombenangriffe auf wehrlose Dörfer und öffentliche Auspeitschung von Kindern für die Größe und das Prestige des englischen Weltreiches zu begeistern. Solcherlei Mittel einer politischen Kriegführung waren bisher immer noch das edle Vorrecht der humanitären britischen Politik; für Deutschland dagegen bestand und besteht keinerlei Veranlassung, den Blutspuren des englischen Imperialismus nachzugehen.

Es kann auch keine Rede davon sein, daß der Führer durch die Errichtung des Protektorates über Böhmen und Mähren ein gegebenes Wort gebrochen habe. Niemals hat er England als Schiedsrichter oder gar als Gendarm in Mitteleuropa anerkannt. Und genau so, wie wir Deutschen uns nicht um das Vorgehen Englands etwa in Palästina bekümmern, genau so kann es nicht Sache der britischen Politik sein, sich in die Interessengebiete des mitteleuropäischen Raumes hineinzumischen, da sie London, schlicht und gerade herausgesagt, nicht das geringste angehen.

Da gerade von Palästina die Rede ist, so muß festgestellt werden, daß hier ein vaterlandsliebendes Volk brutal unterdrückt und langsam ausgerottet wird, zur höheren Ehre des Judentums, das England sich als internationalen Bundesgenossen für alle Bedarfsfälle erhalten möchte.

Die Errichtung des deutschen Protektorats über Böhmen und Mähren wurde von London als Kampfansage aufgefaßt. Der englische Ministerpräsident Chamberlain erklärte im Unterhaus, daß damit die Münchener Abmachung hinfällig geworden sei. In seiner Rede vom 17. März in Birmingham brachte er zum Ausdruck, daß, „wenn es so leicht sei, gute Gründe zu finden, um so feierliche Verpflichtungen zu ignorieren, die wiederholt gegeben worden seien, wie weit könne England sich auf andere Versicherungen verlassen, die von den gleichen Kreisen gegeben werden ?“ Das heißt rund heraus gesagt, daß England zur deutschen Politik kein Vertrauen mehr hat; die politischen Kreise in London dürfen sich nicht wundern, wenn diese Feststellung ein entsprechendes Echo in Berlin findet. Im übrigen kann von feierlichen Verpflichtungen, die seitens Deutschland gegeben worden sein sollen, überhaupt nicht die Rede sein.

Das ist aber auch nicht der eigentliche Grund, der die englische Politik zu dieser Kursdrehung veranlaßt hat. Im Gegenteil 1 London sah nun nach der Errichtung des Protektorats über Böhmen und Mähren den Augenblick für gekommen an, eine Politik auch öffentlich zu vertreten, die im geheimen schon seit der Wiedereinführung Deutschlands in das internationale Kräftespiel von England aus betrieben worden war, eine Politik der Einkreisung, die darauf hinauslaufen sollte, Deutschland mit einem Wall von Feinden zu umgeben, um es allmählich moralisch, wirtschaftlich und politisch auszuhungern. Diese Politik war bis zum März dieses Jahres in der geschicktesten Weise getarnt worden. Jetzt glaubte man, es sich leisten zu können, sich zu ihr auch öffentlich zu bekennen.

Das kam vor allem zum Ausdruck in den darauffolgenden Verhandlungen Englands mit den verschiedensten Staaten, um sie zum Beitritt in die von London geplante antideutsche und antiitalienische Einkreisungsfront zu bewegen. England suchte nach alter, wohlbewährter britischer Nationalsitte einen Festlandsdegen, dessen Aufgabe es sein sollte, im Interesse des Britischen Weltreichs die so berüchtigte balance of power in Europa, die angeblich von Deutschland gestört worden war, wiederherzustellen.

England geht bei der Werbung von Bundesgenossen mit der bekannten britischen Brutalität nach dem Grundsatz vor: Wer nicht für mich ist, der ist wider mich. Es schwenkt dabei natürlich den Weihrauchkessel und murmelt fromme Gebete, hüllt sich in Phrasen von Moral, Zivilisation und Humanität, versucht, sich ein politisches Alibi zu verschaffen, um für einen eventuellen Ernstfall die Schuld der Gegenseite zuschieben zu können. Diese englische Taktik ist uralt und in Europa so hinreichend bekannt und durchschaut, daß es sich erübrigt, darüber überhaupt ein Wort zu verlieren.

In dieser Situation wird die Frage Danzig akut. Der Vorschlag des Führers zur Lösung der Danziger und der Frage einer Autobahn durch den Korridor war ein durchaus loyaler und für alle Beteiligten akzeptabler. Es wäre auch zweifellos in dieser Angelegenheit zu einer Einigung zwischen Berlin und Warschau gekommen, wenn nicht London sich in der dreistesten und störendsten Weise in diese Verhandlungen eingemischt hätte. Diese Einmischung bestand nun nicht darin, in Warschau zur Vernunft zu mahnen, sondern im Gegenteil der polnischen Politik sozusagen einen Blankowechsel auszustellen, demzufolge die Entscheidung über Krieg und Frieden in die Hand der Warschauer Straße gelegt wurde. Chamberlain erklärte am 3. April, daß Frankreich und Großbritannien Polen sofort zu Hilfe kommen würden, wenn die Unabhängigkeit des polnischen Staates bedroht werden sollte, und er habe keinen Zweifel daran, daß das polnische Volk Widerstand leisten würde, wenn irgendein solcher Versuch zur Bedrohung gemacht werden sollte. Da zur polnischen Unabhängigkeit ausdrücklich auch Danzig einbezogen wurde, hieß das nicht mehr und nicht weniger, als die polnische Politik zu einer Aggression aufzufordern, die zu den schwersten internationalen Erschütterungen führen müßte.

Die polnischen Chauvinisten haben die Sprache Londons auch sofort verstanden. Sie ergingen sich in einer bramarbasierenden Klopffechterei, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellte. Es ist eine fatale Aussicht für den Frieden und die Sicherheit Europas, sich vorzustellen, daß eine eventuelle Katastrophe in der Hauptsache von Warschauer Elementen ausgelöst werden kann, die nicht im mindesten in der Lage sind, ihre Tragweite auch nur annähernd zu überschauen.

Was aber bekümmert das London? Die britische Politik ist offenbar entschlossen, aufs Ganze zu gehen. Sie versucht die Völker mit dem heuchlerischen Vorwurf zu düpieren, Deutschland habe die Absicht, die ganze Welt zu unterjochen. Davon kann selbstverständlich keine Rede sein. Der Machtzuwachs, den das Reich in den vergangenen sechs Jahren zu verzeichnen hatte, erstreckt sich ausschließlich auf die deutsche Interessensphäre. Er hat mit Imperialismus nicht das geringste zu tun. Und England sollte nicht mit Steinen werfen, da es selbst im Glashaus sitzt, Es war deshalb selbstverständlich, daß das Reich die Londoner Kampfansage nicht unbeantwortet lassen durfte.

Nachdem London sich anschickte, auf dem Wege von Beistandspakten mit den verschiedensten Völkern den Ring um Deutschland zu schließen, mußte Berlin zur Gegenaktion schreiten. Es braucht hier nur am Rande verzeichnet zu werden, daß auch der Appell des amerikanischen Präsidenten Roosevelt an den Führer und an Mussolini zu dieser Kategorie demokratischer Einkreisungsmanöver gerechnet werden muß, und daß das alles insgesamt ein rundes und nettes Bild eines Versuches darstellt, die beiden Achsenmächte zu isolieren und sie damit der militärischen, politischen und wirtschaftlichen Willkür der Demokratien auszuliefern.

Das Reich hat diesen Versuch durch Abschluß eines weitgehenden Bündnisses mit Italien beantwortet. Es liegt uns nichts ferner, als dem Londoner Einkreisungsplan gegenüber Angst zu empfinden. Wir wollen nur die Dinge beim Namen nennen.

Wenn London sich in diesen Tagen und Wochen sogar so weit erniedrigt, daß es unter dem staunenden Kopfschütteln von ganz Europa‘ ein allmählich auf die Nerven fallendes Liebeswerben um Moskau betreibt, so ist das wohl Beweis genug dafür, wie stark die Furcht und vor allem der Haß in den maßgebenden englischen politischen Kreisen gegen Deutschland und Italien sein müssen. Die edlen Lords des Oberhauses marschieren schon Arm in Arm mit den Sowjets, und der englische Ministerpräsident Chamberlain, der sich noch vor einem halben Jahre in ganz Europa als Vater des Friedens feiern ließ, erklärt nun im Unterhaus, daß, „wenn eine Methode gefunden werden könne, durch die die Mitarbeit und der Beistand der Sowjetunion beim Aufbau der Friedensfront gesichert werden könne, England das willkommen heiße“. Das gerade hatten wir hören wollen.

Die Mitarbeit und der Beistand der Sowjetunion beim Aufbau der Friedensfront ist in unseren Augen ein außerordentlich zweifelhafter. Wie dem aber auch sein mag, es liegt auf der Hand, daß es unsere publizistische Pfficht war, diese englischen Einkreisungsbestrebungen, die, wie gesagt, aufs Ganze gehen und vor keiner ideologischen Schwierigkeit zurückschrecken, gebührend an den Pranger zu stellen. Das und nichts anderes haben wir getan. Und nun mit einem Male wird man in London mobil. Man hatte vielleicht geglaubt, daß Deutschland die englischen Einkreisungsversuche genau so widerspruchlos hinnehmen würde, wie das das Vorkriegsdeutschland in den Jahren von 1908 bis 1914 getan hatte. Davon aber kann selbstverständlich keine Rede sein.

Wenn heute die maßgebenden Londoner Organe versuchen, den durch die deutsche Aufklärungspropaganda aufgehellten Tatbestand wiederum künstlich zu vernebeln, um England von dem Vorwurf der bewußten Einkreisung Deutschlands reinzuwaschen und dabei sogar auch noch an das deutsche Volk appellieren, so ist das ein fruchtloses Beginnen. Das konnte vor dem Kriege und konnte auch während des Krieges gelingen, das ist nach dem Kriege immer gelungen, bis der Nationalsozialismus in Deutschland die Macht übernahm. Der Nationalsozialismus aber ist nicht nur eine Äußerung der politischen Kraft, sondern auch eine Äußerung der politischen Intelligenz unseres Volkes.

Die englische sogenannte Aufklärungspropaganda, die in Wirklichkeit nur ein Vernebelungsmanöver ist, mußte mißlingen, und gerade deshalb schimpft man jetzt in London über die deutsche Propaganda. Denn die Welt fängt allmählich an aufzuhorchen. Man wird sich nach und nach des Wahnsinns bewußt, der von England gegen Deutschland betrieben wird. London ist bloßgestellt. Und wenn auch die Stimmen, die beispielsweise in Paris erstaunt fragen, warum der französische Soldat für Danzig sterben solle, nur vereinzelt sind, so geben sie doch zweifellos die Meinung eines großen Teils des französischen und wohl auch des englischen Volkes wieder. Das hindert natürlich die gewerbsmäßigen Kriegs- und Panikmacher nicht daran, weiter gegen die Achsenmächte zu hetzen und Lügen in die Welt zu setzen, die so kurze Beine haben, daß sie meistens bereits eine Stunde nach ihrer Entstehung schon eingeholt werden.

Man versuchte, sich für ein paar Tage damit Mut zu machen, daß man erklärte, Überschwemmungen am Rhein hätten einen großen Teil des Westwalles weggespült. Es ist uns zu albern, auf diese kindischen Lügen überhaupt zu reagieren. Der Westwall ist dazu bestimmt, ganz anderen Belastungen standzuhalten als einem gelegentlichen Hochwasser. Die Kreise in London und Paris, die dieses Märchen aufbrachten, glauben auch im Ernst selbst nicht daran. Sie wollen sich und ihren Völkern nur Korsettstangen einziehen. Sie reden von einem Nervenkrieg, der ausgebrochen sei, und behaupten, daß sie ihn diesmal gewinnen würden. Sei es mit dem Nervenkrieg, wie es wolle. Jedenfalls sind solche hysterischen Äußerungen der Angst und der Panik kein sehr überzeugender Beweis dafür, daß man in London und Paris im Vollbesitz der Nervenkraft ist.

In dieser Situation ergreift Lord Halifax noch einmal vor dem Oberhaus das Wort. Seine Rede ist außerordentlich charakteristisch für die englische Mentalität. Lord Hallfax wäscht, wie Pilatus, seine Hände in Unschuld und fragt ganz naiv: Was ist denn eigentlich Einkreisung?

Während vor einigen Tagen ein polnischer General noch erklärte, die polnische Armee werde nicht enttäuschen, und nach dem siegreichen Krieg würden die Polen den Frieden in Deutschland, und zwar in Berlin, diktieren, sagt derselbe Lord Halifax, der durch Englands Beistandserklärung für Polen solche rednerischen Extratouren überhaupt erst möglich gemacht hatte, „daß sich ein wirklich gefährliches Element in der gegenwärtigen Lage ergebe, das darin besteht, daß das deutsche Volk als Ganzes zu der Schlußfolgerung kommen könnte, daß Großbritannien jeden Wunsch aufgegeben hätte, mit Deutschland zu einer Verständigung zu kommen, und daß jeder Versuch hierzu ein für allemal als hoffnungslos ausgeschaltet werden müsse“.

Allerdings, allerdings! So denken in der Tat große Teile des deutschen Volkes. Sie haben die britische Politik durchschaut. Und wenn Lord Halifax weiter erklärt, „wenn etwas sicher sei, dann ist es das, daß England und Frankreich und die Länder, mit dnen sie konsultiert haben, niemals einen Angriffsakt begehen oder den Versuch machen werden, die Unabhängigkeit und Sicherheit irgendeines Staates zu unterminieren“, so fragen wir in aller Bescheidenheit, warum denn England überhaupt einen Einkreisungsring um Deutschland gelegt hat, oder doch zu legen versucht? Warum England überhaupt Polen Mut zuspricht, sich möglichst chauvinistisch zu gebärden, um damit die europäische Atmosphäre weiter zu verwirren und systematisch zu vergiften? Wenn Lord Halifax damit schließt, daß „England weit von dem Wunsche entfernt sei, Deutschland auf wirtschaftlichem Gebiet Schwierigkeiten zu machen, denn es wisse, daß ein wohlbestelltes Deutschland für Europa gut ist“, so verstehen wir nicht, was Lord Halifax denn überhaupt an der nationalsozialistischen Politik auszusetzen hat; denn die nationalsozialistische Politik läuft ja darauf hinaus, Deutschland wirtschaftlich ein größeres Betätigungsfeld zu erschließen und es zu jenem wohlbestellten Lande zu machen, das Lord Halifax selbst als für Europa gut ansieht. Nein, nein! So einfach wird es der englischen Politik nicht gemacht, sich von dem Vorwurf der bewußten und systematischen Einkreisung Deutschlands und Italiens reinzuwaschen. Ein Alibi für London müßte schon stichhaltiger sein, daß die Öffentlichkeit ihm Glauben schenken könnte.

Es ist deshalb verständlich, daß die deutsche Presse auf diese Ausführungen Lord Halifax‘, die in den Handlungen der englischen Politik keinerlei Begründung finden, sauer reagierte. Sie hat mit Recht gefordert, England solle zuerst einmal Beweise für die hier von Lord Halifax vertretene Meinung liefern. London brauche nicht zu versuchen, der deutschen Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen, denn dafür wären wir Deutsche durch bittere Erfahrungen in der Vergangenheit zu gescheit geworden. Auf so etwas fallen wir nicht mehr herein.

Wir gestatten uns deshalb, die Frage aufzuwerfen, welchem London wir glauben sollen. Dem, das durch eine systematische Einkreisung Deutschlands und Italiens den Krieg vorbereitet, oder dem, das in seinen öffentlichen Verlautbarungen vom Frieden redet? Wir sehen vorläufig nur rings um uns herum den infamen Versuch, Deutschland und Italien von allen Völkern zu isolieren. Wahrscheinlich doch zu dem Zweck, um im geeigneten Augenblick über die beiden Achsenmächte herzufallen. Daß das auch dann noch mit dem ganzen Zeremoniell demokratischer Humanität vor sich gehen wird, darüber sind wir uns durchaus im klaren. Und ebenso genau wissen wir, daß die Engländer, wenn sie es könnten, in Deutschland einmarschieren, uns zu Boden werfen und uns dann vielleicht noch auffordern würden, mit ihnen zu beten und den Herrn zu preisen, der alle irdischen Dinge so weise lenkt. Aber so dumm sind wir nicht mehr.

Wir hielten es für viel ehrlicher, wenn London ganz offen heraus erklärte: Wir hassen euch Deutsche, ihr fangt an, uns lästig zu fallen, wir wollen euch einkreisen, um euch zu vernichten. Denn die Engländer tun das ja. Warum also reden sie vom Frieden? Warum wollen sie vor uns in Frömmigkeit erscheinen und beten? Das hängt uns allmählich zum Halse heraus.

Die Londoner Presse erklärt, sie erwarte eine.Antwort von Deutschland. Wir stellen darauf die Frage: Worauf? Auf die Taten Londons haben wir bereits geantwortet. Sollen wir auch noch auf seine Worte antworten ? Dann müßte London wenigstens die Worte den Taten oder doch die Taten den Worten angleichen. Wir wollen nur Klarheit. Das deutsche Volk will sie auch, es will wissen, woran es ist.

London aber versucht immer noch Tintenfisch zu spielen, und das paßt uns nicht. Darum wäre es uns sehr angenehm, wenn Lord Halifax nicht nur in Worten, sondern auch in Taten Farbe bekennen würde. Wem sollen wir Vertrauen schenken? Dem Redner oder dem Einkreiser? Er sagt, England wolle den Frieden mit Deutschland, es wäre bereit, alle von uns vorgebrachten Forderungen zu diskutieren und sie einer erträglichen Lösung zuzuführen. Daneben aber legt es rings um Deutschland einen bewaffneten Wall, der doch offenbar dazu bestimmt ist, unser Land einzuschnüren. Hier klafft die Differenz. Und da wir zu oft in der deutschen Nachkriegspolitik auf Worte hereingefallen sind, halten wir uns vorläufig einmal an die Taten.

Wir reagieren sauer, wenn man uns düpieren will. Aber darüber hinaus interessiert uns, abgesehen von den Taten und von den Worten, doch das, was Lord Halifax und was die englische Regierung wirklich denken. Sie täten also gut daran, uns einen brauchbaren Leitfaden zur Erkenntnis der englischen Politik zu geben. Vielleicht kommt Lord Halifax in seiner nächsten Rede vor dem Oberhaus auch einmal darauf zu sprechen.

Heute stehen die englischen Worte und die englischen Taten in diametralstem Gegensatz, und deshalb richten wir an ihn die freundliche Bitte:

„Erkläret mir, Graf Oerindur, diesen Zwiespalt der Natur.“


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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