Krieg in Sicht? – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (25. Februar 1939)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 39 – 47)


Wer in diesen Tagen und Wochen die ausländische Hetz- und Lügenpresse durchblättert, könnte leicht auf den Gedanken kommen, daß Europa am Rande eines neuen Weltkrieges steht. Dabei ist es allgemein bekannt, daß sich in der internationalen Lage selbst seit der Führerrede vom 30. Januar vor dem Deutschen Reichstag nichts Wesentliches geändert hat. Der Führer hat in dieser Rede zwar die deutschen Kolonialforderungen aufs neue erhoben. Aber das ist kein Moment, das eine allgemeine Nervosität erzeugen könnte. Daß Deutschland seine Kolonien zurückfordert, ist wohl männiglich bekannt, und daß diese Forderung noch einmal von der autoritativsten Stelle aus vor dem deutschen Volk und vor der ganzen Welt erhoben worden ist, erhärtet nur noch mehr die Tatsache, daß das Reich keineswegs gewillt ist, von ihr abzulassen. Das aber mußte von jedem Vernünftigen und billig Denkenden erwartet werden. Auch daß mittlerweile im Spanienkonflikt ein grundlegender Wandel eingetreten ist, kann den Kenner der Dinge nicht überraschen. Es mußte das über kurz oder lang eintreten, und die Demokratien haben nur wieder einmal, wie bei allen großen weltpolitischen Vorgängen der vergangenen Jahre, das zweifelhafte Vergnügen, hinter der Entwicklung herhinken zu müssen.

Wozu also der Lärm? Was wollen diese Demokratien eigentlich? Man könnte fast auf den Gedanken kommen, als erheben sie sporadisch ein lautes Geschrei, um damit gewisse Minderwertigkeitskomplexe abzureagieren. Das wäre verständlich; denn sie haben in den letzten Jahren, wie man so sagt, immer zwischen den Stühlen gesessen. Sie nahmen Deutschland nicht ernst, als der Führer am 30. Januar I 933 an die Macht kam. Sie gingen weder auf seine Friedensangebote ein, noch ließen sie sich dazu herbei, die von ihm erhobenen, durchaus billigen und gerechten deutschen Rüstungsforderungen überhaupt nur zu diskutieren. Sie erlebten dann, daß Deutschland seine Wehrfreiheit proklamierte, das Rheinland wieder militarisierte, den Anschluß Österreichs an das Reich durchführte und die sudetendeutsche Frage löste. Sie schrien zwar immer Zeter und Mordio, bevor die Aktionen vollzogen wurden, aber nach ihrem Vollzug fanden sie sich damit ab.

Was Italien betrifft, so mobilisierten sie den ganzen Völkerbund, um eine Lösung der Abessinienfrage zu verhindern. Sie haben sich auch damit nur eine weltgeschichtliche Blamage geholt. In der Spanienfrage standen sie eindeutig auf seiten der rotspanischen Usurpatoren, und sie müssen nun zu ihrem Schmerz erleben, daß Franco seine Gegner Schlag um Schlag niederwirft; jetzt wieder veranstalten sie einen geradezu entwürdigenden, lächerlichen Wettlauf um die Anerkennung des nationalen Spanien.

Es fehlt also, wie man sieht, den westeuropäischen Demokratien offenbar an dem nötigen Instinkt, um die internationale Lage richtig beurteilen zu können. Denn die Probleme, die gelöst werden mußten, wurden niemals mit ihnen, sondern zum Teil ohne sie und zum Teil gegen sie gelöst. Aber was die Hauptsache ist, sie sind gelöst worden; und zwar sind sie gelöst worden, weil es die innere Dynamik der europäischen Situation erforderte.

Die Demokratien hätten das alles viel billiger haben können, und zwar dann, wenn sie rechtzeitig begriffen hätten, worum es sich dabei überhaupt handelte, und die Machtstellung der autoritären Staaten richtig eingeschätzt hätten. Das aber war keineswegs der Fall und scheint auch heute noch nicht der Fall zu sein. Nun mit einem Male erheben sie ein großes Kriegsgeschrei. Sie erklären, ihre Völker müßten ungeheure nationale Opfer auf sich nehmen, um ihre Rüstung in Ordnung zu bringen, damit sie sich nicht weiterhin die Übergriffe der autoritären Staaten gefallen zu lassen brauchten.

Das ist eine Logik, die wir nicht verstehen. Was soll das heißen? Man ist also offenbar entschlossen, die autoritären Staaten in einem geeignet erscheinenden Augenblick niederzuschlagen, wenn diese Rüstungen überhaupt noch einen Sinn haben sollen. Denn wir wollen ja bekanntlich von den Demokratien gar nichts. Wir haben mit ihnen keine Streitigkeiten auszumachen. Ein ideologischer Kreuzzug der autoritären Staaten gegen die Demokratien gehört in das Reich der Fabel. Wie kämen wir dazu, anderen Staaten den Nationalsozialismus oder den Faschismus aufzuzwingen, unter dessen geistiger und politischer Durchschlagskraft Deutschland und Italien so große Erfolge zu verzeichnen hatten! Andere Staaten mit Gewalt, List oder Tücke zu einem Staatsprinzip zu bekehren, von dem wir wissen, daß es die Völker innerlich stärkt und für ihren Daseinskampf gewappnet macht, besteht für uns keinerlei Veranlassung. Den Nationalsozialismus aus Deutschland nach Frankreich, England oder Amerika zu exportieren – da sei Gott davor!

Worin besteht dann eigentlich noch die Gefahr, die die autoritären Staaten angeblich für die Demokratie darstellen? Wir wollen sie nicht angreifen. Wir wollen sie nicht zum Nationalsozialismus bekehren. Und trotzdem bedrohen wir sie! Sie verlangen von uns eine Geste der Freundschaft oder der Bereitschaft zu internationaler Zusammenarbeit.

Nun heißt das, die Dinge auf den Kopf stellen. Die Demokratien haben Deutschland von 1918 bis 1933 in einer Art und Weise gequält, gedemütigt und gepeinigt, wie das in der Weltgeschichte einzig dastehend ist. Soweit Deutschland seine hoffnungslose Lage ändern konnte, verdankt es das ausschließlich seiner eigenen Kraft, dem Mut und der Weitsicht seiner Führung und der Disziplin und der Geschlossenheit seines Volkes. Die Demokratien aber haben nicht einen Finger gerührt, um uns in unserer verzweifelten Lage Erleichterung zu verschaffen. An wem also wäre es, eine Geste der Freundschaft oder der Bereitschaft zu internationaler Zusammenarbeit zu machen – an Deutschland oder an den demokratischen Staaten?

Sie wiegen sich in der Hoffnung, daß es irgendwann doch noch einmal gelingen könnte, Zwiespalt zwischen die deutsche Führung und das deutsche Volk zu säen. Das wäre auch die einzige Möglichkeit, Deutschland aufs neue niederzuschlagen und zu demütigen. Vor ein paar Tagen hat ein großes englisches Blatt bei der Besprechung der deutschen Nachrichtensendungen im englischen Rundfunk die Katze aus dem Sack gelassen. Das „News Chronicle“ schrieb am 20. Februar, daß es bei Fortsetzung dieser Sendungen möglich sei, „einen Keil zwischen das deutsche Volk und seine Herrscher, die es im dunkeln zu halten suchten, zu treiben“.

Das also ist gemeint! Und in dieser kühnen Hoffnung treffen sich die Feinde des deutschen Volkes im Ausland mit der kleinen Clique von Intellektuellen und gewerbsmäßigen Neinsagern im Lande selbst. Sie bilden, so hart dieses Urteil klingen mag, zusammen die Internationale der Reichsfeindschaft. Ob bewußt oder unbewußt, spielen sie sich gegenseitig in die Hände und betreiben gemeinsam die Geschäfte der Gegner des deutschen Volkes. Darum beispielsweise auch schwärmen die deutschfeindlichen Blätter in Paris, London und New York für Niemöller und für die Bekenntnisfront, darum nehmen sie die politischen Witzemacher in Schutz, darum plädieren sie für das Recht der freien Meinung und legen eine Lanze ein für den angeblich in Deutschland geschmähten und verfolgten Intellektuellen. Sie wissen schon, an wen sie sich wenden könnten, wenn es gegen die Freiheit, das Wohl und das Interesse des deutschen Volkes ginge.

Aber so leicht, wie sie es in der Vergangenheit hatten, haben sie es nun nicht mehr. Denn die Führung des Reiches steht auf der Wacht und ist entschlossen, radikal alle Tendenzen auszurotten, die der Freiheit und der Ehre des deutschen Volkes abträglich sein könnten.

Wie weit diese internationale Hetze geht und zu welchen absurden Konsequenzen sie führt, das soll hier an einigen Beispielen dargelegt werden:

Am 13. Februar faßt die Jahreshauptversammlung des Jungkommunistischen Verbandes in New York eine Sympathieentschließung anläßlich des Todes des Papstes, in der erklärt wird, daß die Kommunisten ,,in dieser ernsten Zeit, wo unser gemeinsamer Feind, der Faschismus, den Frieden bedroht, der katholischen Jugend brüderlich die Hand bieten zur Erreichung der gemeinsamen Friedensziele religiöser, menschlicher Freiheit und Nächstenliebe“. Das ist zum Aufdenkopfstellen! Der atheistische, kirchen- und religionsfeindliche Bolschewismus fraternisiert mit der katholischen Kirche, nur weil er in ihr einen Feind der autoritären Staaten erblicken zu können glaubt.

Am 14. Februar meldet der Washingtoner Korrespondent der „London Times“, daß die deutschen Streitkräfte bis zum 6. März völlig mobilisiert sein würden. Es ist an dieser Meldung zwar kein Wort wahr, aber sie dient dazu, die internationale Hetze und Panikmacher einzuleiten.

Gleich darauf meldet die gesamte amerikanische Presse Truppenbewegungen an der Grenze Frankreichs, Ägyptens und Syriens.

Am 15. Februar erklärt der Vorsitzende des amerikanischen Militärausschusses, May, der Zeitpunkt sei nicht mehr fern, wo eine Invasion Amerikas möglich sei. Wenn die beiden verbleibenden Demokratien Europas, Frankreich und England, stürzten, würden sie zweifellos der Diktatur verfallen, in welchem Falle sie eine direkte militärische Gefahr für die westliche Halbkugel darstellten. Das ist originell und neuartig. Wenn der May kommt, schlagen also nicht nur die Bäume, sondern auch die Gehirne aus. Dieser Herr sieht offenbar weiße Mäuse. Er trifft sich dabei mit Charles Thomson, der am 31. Januar erklärte, daß Deutschland großes Interesse für die Loslösung des Staates Rio Grande do Sul von den Vereinigten Brasilstaaten zeige. Das ist auch nicht schlecht!

Der Republikaner Maaß behauptet im Marineausschuß des amerikanischen Abgeordnetenhauses, eine Information zu besitzen, wonach Deutschland auf einer der unter japanischem Mandat stehenden Karolineninseln einen Flugzeugstützpunkt einrichte, und der Kurzwellensender New York geht am 4. Februar gleich einen Schritt weiter und erklärt, Unterlagen dafür zu haben, daß Deutschland geheime U-Boot- und Flugzeugstützpunkte für deutsche und japanische U-Boote in Mexiko errichte.

Damit beginnt der Wahnsinn Methode anzunehmen. Es paßt dann durchaus in dieses Bild, wenn amerikanische Zeitungen zu behaupten wußten, daß Präsident Roosevelt am 31. Januar 1939 vor dem Senatsausschuß für das Heereswesen erklärt habe, im Kriegsfalle liege die – Grenze der Vereinigten Staaten in Frankreich. Das ist ja an sich nichts Neues; denn die Grenzen Englands liegen bekanntlich am Rhein und die Grenzen Frankreichs bekanntlich an der Weichsel. Unsere Festungswalle und die Stärke und Güte der deutschen Wehrmacht werden bei diesen kindischen und albernen Grenzfestlegungen überhaupt nicht in Betracht gezogen.

Der amerikanische Präsident Roosevelt soll in dieser Erklärung weiterhin behauptet haben, daß Südamerika und Nordamerika die nächsten Angriffsziele der autoritären Länder sein würden, wenn es ihnen gelungen sei, die europäischen Demokratien niederzuzwingen. Er dementiert zwar am 3. Februar diese geheim gemachten Mitteilungen vor der Öffentlichkeit und beschuldigt Senatoren und Zeitungsverleger der absichtlichen Irreführung und gemeinen Lüge. Aber immerhin nehmen die französischen Blätter die Gelegenheit wahr zu erklären, daß die Solidarität der Demokratien bestehen bleibe, oder, wie das „Petit Journal“ das zum Ausdruck bringt, daß die Sympathien Amerikas Frankreich und England gehören und daß Roosevelt nur erkannt habe, daß die öffentliche Meinung noch nicht reif sei für bindende Versprechungen der USA. gegenüber Europa.

Wir wissen also, woran wir sind. In einer lichten Stunde entrüstet sich der Londoner „Daily Expreß“ darüber, wer denn eigentlich diesen Unsinn, in der ganzen Welt nach Grenzen Umschau zu halten, aufgebracht habe, und erklärt in diesem Zusammenhang: ,,Wo befinden sich eigentlich Englands Grenzen? Im Empire! Da gibt es viel, was unsere Aufmerksamkeit erheischt!“

Dem kann man nun zweifellos ohne Vorbehalt zustimmen; es ist so, und die Demokratien täten gut daran, sich um sich selbst und um ihre eigenen Angelegenheiten zu bekümmern, als dauernd ihre Grenzen mitten durch deutsches Land zu legen, und damit ein Volk und eine Nation zu provozieren, die in Frieden leben wollen, keineswegs aber gewillt sind, sich ihre Existenzrechte abschneiden zu lassen.

Diese Existenzrechte beziehen sich selbstverständlich auch auf die deutsche Kolonialforderung. Wenn Anfang Februar im englischen Unterhaus eine sogenannte Kolonialliga gegründet wird, so kann das für uns vollkommen uninteressant sein. Von Belang wird das erst, wenn diese Kolonialliga, wie Reuter meldet, erklärt, es sei ihre besondere Aufgabe> ,,der Öffentlichkeit in England die menschlichen, moralischen und politischen Einwände gegen jegliche Zugeständnisse der deutschen Kolonialforderungen auf Kosten britischen Kolonial- oder Mandatsgebiets klarzumachen“. Gegen die politischen Einwände wollen wir gar nichts sagen. Aber menschliche oder moralische Einwände gegen die deutschen Kolonialforderungen der englischen Öffentlichkeit klarmachen zu wollen, ist, gelinde gesagt, eine dreiste Unverschämtheit, vor allem in einer englischen Öffentlichkeit, die doch, wie man annehmen müßte, über die englische Kolonialgeschichte und ihre menschlichen und moralischen Methoden hinreichend im Bilde sein müßte.

Der englische Arbeitsminister Brown erklärt am 13. Februar, daß, falls England seinem Wege treu bleibe, es dort ein freies Volk mit einem freien Parlament geben werde, wenn die neuerstandenen Diktaturen im Staube zusammengebrochen seien. Das mit dem Staub ist gut; noch besser wäre es, wenn besagter Arbeitsminister sich der Mühe unterziehen wollte, zuerst einmal den Staub von den eingewachsenen englischen Vorurteilen abzuwischen. Denn dann bestände offenbar eine bessere Möglichkeit, in Europa zu einem vernünftigen Gespräch zu kommen.

Was sollen überhaupt die englischen Rundfunksendungen in deutscher Sprache? Hat das „News Chronicle“ recht, wenn es behauptet, sie hätten die Aufgabe, einen Keil zwischen die deutsche Regierung und das deutsche Volk zu treiben? Wenn ja, werden wir entsprechend darauf reagieren, und zwar gründlich. An Möglichkeiten dazu fehlt es uns keineswegs. Man muß der „Daily Mail“ beipflichten, wenn sie sich in ihrer Auslassung vom 15. Februar auf das schärfste gegen diese in England beliebten Methoden der Rundfunksendungen wendet. Sie entrüstet sich über die fetten Burschen des englischen Rundfunks, die versuchen, England graulen zu machen. Es handle sich dabei um die Nachrichtenleute, die das Land mit der Überzeugung ins Bett schicken, daß eine Katastrophe unmittelbar bevorstehe. Diese fetten Burschen kennen wir aus der deutschen Vergangenheit. Sie sind, wenn es ernst wird, niemals in der Gefahrenzone zu sehen; sie richten nur die Suppe an, die die Völker dann auslöffeln müssen.

Dabei ist ihnen jedes Mittel recht. Die blödeste, dümmste und albernste Tendenzmeldung muß dazu herhalten, die öffentliche Meinung zu verwirren und mit steigender Nervosität zu erfüllen. Sie berichten von beginnendem Separatismus in Tirol und Vorarlberg zugunsten eines Anschlusses an die Schweiz. Der Führer habe zahlreiche Offiziere und Mannschaften zur Ausbildung im modernen Kolonialkrieg nach Abessinien geschickt. Von deutschen Luftstützpunkten in Neuguinea könnten die australischen Städte an der Ostküste in wenigen Stunden erreicht werden und seien so einem Massenangriff ausgesetzt. Deutschland eröffne auf südafrikanische Neger einen propagandistischen Großangriff; allein innerhalb der Johannisburger Goldminen seien 400 Deutsche eingesetzt, um schwarze Minenarbeiter gegen britische Ausbeutung aufzuhetzen.

In diesem trauten Verein der Weltpanikmacher darf die mit Recht so beliebte Madame Tabouis vom Pariser „Oeuvre“ natürlich nicht fehlen. Sie hört bekanntlich das Gras wachsen. Sie weiß nicht nur, was die maßgebenden Männer in den autoritären Staaten untereinander besprechen, sondern sie schaut vermittels eines eigens dazu konstruierten Röntgenapparates in ihre Gehirne hinein und weiß sogar, was sie denken.

So berichtet sie, daß die Mobilmachung der deutschen Luftstreitkräfte bereits zu 95 vH. vollzogen sei. Am 10. Februar habe das Reich Rekruten einberufen, und am 18. würden die 25 bis 30jährigen einberufen.

Es ist an all diesem Unsinn natürlich kein Wort wahr, wie ja die Tatsachen beweisen. Aber es wäre wohl angebracht, daß gegen solche gewissenlosen, schreibenden Frauenzimmer exemplarischere Strafen angewandt würden, als daß sie nur von ihrer eigenen Regierung gerügt werden.

Daß besagte Madame Tabouis in einem englischen Blatt behauptet, Italien sei immer mehr unter die deutsche Vorherrschaft geraten, ist zu plump und zu dumm, als daß man dem noch eine Beachtung schenken könnte. Wenn sie erklärt, es stehe außer Zweifel, daß Deutschland bereit sei, gegen Italien vorzugehen, so kann man nur sagen: Nachtigall, ich hör‘ dir trapsen.

Diese Beispiele sind nur eine kleine Blütenlese. Sie könnten beliebig erweitert werden. Die Völker selbst werden in furchtbarste Unruhen und Nervenkrisen hineingestürzt, nur damit verantwortungslose Journalisten etwas zu schreiben haben und ebenso verantwortungslose Staatsmänner die Augen ihrer Völker mit boshaften Schlagworten von den innerpolitischen Sorgen ab- und zu angeblichen außenpolitischen Gefahren hinlenken können.

Dieser ganze Unrat kommt aus einer einzigen Quelle. Die Hintermänner dieser Hetze sind uns wohl bekannt. Sie sind in den Kreisen des internationalen Judentums, der internationalen Freimaurerei und des internationalen Marxismus zu suchen. Aber es fehlt ihnen, wie immer, an der nötigen Phantasie, um wenigstens geschickt zu lügen. Man merkt die Absicht, und man wird verstimmt. Sie wollen uns nervös machen und werden durch ihr eigenes Geschrei nur selbst nervös.

Demgegenüber gibt es für das deutsche Volk nur eine Parole: auf den Führer schauen und die Lügen unserer Gegner mit souveräner Verachtung strafen. Es ist nicht das erstemal, daß die internationale Weltverschwörung Deutschland durch Vergiftung der öffentlichen Meinung Schaden zuzufügen versucht. Solange das Reich keine einheitliche und klare Führung besaß, kam man mit solchen Taschenspielerkunststückchen zum Ziele. Heute ist das anders. Das Land schaut voll starken Vertrauens auf seinen Führer. Es ist der festen Überzeugung, daß er im Streit der Meinungen die deutschen Lebensrechte unerbittlich und tapfer verteidigen wird. Diese Lebensrechte stehen unserem Volke so gut zu wie jedem anderen Volke. Die Zeit, in der die Völker so von oben herab in Besitzende und Besitzlose eingeteilt wurden, ist vorbei. Wir haben keine Lust, uns für Ewigkeit zu den Besitzlosen rechnen zu lassen. Im übrigen aber wollen wir den Frieden.

Wenn kürzlich ein maßgebender Franzose uns die Frage vorlegte, ob es denn nicht schon zu spät sei, um Europa innerlich zu beruhigen, so können wir darauf nur zur Antwort geben: Es ist für den Frieden niemals zu spät. Man muß den Frieden nur unterbauen, und zwar nicht mit Phrasen, sondern mit Tatsachen.

Auch für die Herbeiführung dieser Tatsachen ist es nicht zu spät. Aber es wird allmählich Zeit. Darum täten die Demokratien gut daran, mit sich selbst zu Rate zu gehen und zu überlegen, wie man die drängenden politischen Probleme Europas einer vernünftigen Lösung zuführen könnte.

Sie würden damit nicht nur Deutschland, sondern auch ihren eigenen Völkern einen großen Dienst erweisen. Denn die Völker wollen den Frieden. Auch das deutsche Volk will ihn. Aber es will dazu noch etwas mehr, was die anderen Völker schon längst besitzen: die Sicherung seines nationalen Lebens und Gerechtigkeit.


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