Wer will den Krieg? – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (1. April 1939)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 90 – 96)


In gewissen Zirkeln des europäischen Westens wird augenblicklich von einem kommenden Krieg gesprochen, als sei das das Selbstverständlichste von der Welt. Auch das ist ein Charakteristikum der Demokratie. Das, was man fürchtet, wird beredet, und mit lautem Geschrei sucht man sich einer herannahenden Gefahr, die man selbst heraufgeführt hat, zu entziehen. Man gleicht damit jenem Knaben, der furchtsam durch einen finsteren Wald geht und vor lauter Angst ständig ruft: „Ich habe keine Angst!“

Die demokratischen Kriegshetzer verbreiten damit allerdings allmählich eine Atmosphäre in Europa, die zu den schwersten Besorgnissen Anlaß gäbe, wenn die autoritären Staaten nicht rechtzeitig durch eine sehr solide Aufrüstung dafür gesorgt hätten, daß sie von der Demokratie nicht überfallen werden können. Die Kriegspsychose, die gerade in den letzten Wochen in London, Paris und New York verbreitet worden ist, überschreitet das Maß des auch in der Demokratie Zulässigen bei weitem. Das hat schon dazu geführt, daß man in Amerika bei Gelegenheit der Übertragung eines harmlosen Hörspiels im Rundfunk in der Tat einen Angriff der Marsbewohner auf den amerikanischen Kontinent in breitester Öffentlichkeit für bevorstehend gehalten hat. Soweit also haben es diese skrupellosen Kriegs- und Panikmacher schon gebracht. Wenn auch die von ihnen verbreitete allgemeine Psychose manchmal geradezu kindische Formen annimmt, so kann es doch nicht bezweifelt werden, daß ihr eine gewisse Gefahr innewohnt. Es ist deshalb notwendig, daß man beizeiten die Urheber dieser gewittrigen Atmosphäre beim Namen nennt, damit die Völker im Bedarfsfall wissen, woran sie sich zu halten und wem sie das für sie daraus erwachsende Unglück zu verdanken haben.

Es ist im übrigen durchaus verständlich, daß in den Demokratien so viel vom kommenden Krieg geredet wird. Das ist gewissermaßen Ausnuß des schlechten Gewissens, das die Demokratie sehr mit Recht hat.

Im Hintergrund dieser panikartigen Kriegsfurcht steht der Versailler Vertrag, der im Sommer 1919 dem deutschen Volk aufgezwungen wurde. Er hatte keinen anderen Zweck, als Deutschland machtpolitisch aus dem Kreis der großen Nationen auszustoßen und es ringsum an seinen Grenzen mit politischen Spannungen zu umgeben, von denen man hoffte, daß sie das Reich in ständiger Unruhe halten würden. Wenn ein in der Weltgeschichte abgeschlossener Vertrag den Namen Friedensvertrag gänzlich zu Unrecht trägt, dann ist das der Versailler Vertrag. Er hat weder den Frieden gebracht noch ihn gewollt. Im Gegenteil war er seiner ganzen Anlage nach dazu angetan, an allen Fronten rings um Deutschland jedes auch nur denkbare Feuer wachzuhalten, damit man es im Bedarfsfall hochblasen konnte. Man wollte durch Konservierung und Neuschaffung aller möglichen und unmöglichen künstlichen Gegensätze Europa in einer ewigen Nervosität erhalten, und da Deutschland bei diesen Gegensätzen ständig der Leidtragende war, konnte man sich der eitlen Hoffnung hingeben, es für die nähere und weitere Zukunft im Spiel der Mächte gänzlich zu inaktivieren.

Dieser Versuch ist nun offenbar mißlungen. Wäre in Deutschland die Demokratie nicht überwunden worden, so hätte er gewiß zum Ziele geführt. Daraus auch ist es zu erklären, daß der demokratische Westen, der doch sonst für jede in Deutschland tätig werdende Opposition das weiteste Verständnis hat, sich im Falle des Nationalsozialismus von Anfang an, auch als er noch in der Opposition stand, ablehnend verhielt. Als der Führer und bekannte Nationalsozialisten von der demokratischen Republik mißhandelt, verfolgt und in die Gefängnisse geworfen wurden, hat niemand in London und Paris jenes humanitäts- und mitleidgefüllte Herz zu Worte kommen lassen, das man heute so gern etwa einem obstruierenden Pfarrer oder einem herumstänkernden Intellektuellen in Deutschland mit einer so verdächtigen Bereitwilligkeit offeriert. Das liegt daran, daß man von der nationalsozialistischen Opposition mit Recht nichts anderes glaubte erwarten zu dürfen, als daß sie, zum Zuge gekommen, das deutsche Volk einigen und das Reich wieder in das Spiel der Mächte zurückführen würde.

Das ist nun geschehen, und die vorauszusehenden Folgen außenpolitischer Art sind auch prompt eingetroffen. Der Versailler Vertrag liegt zerrissen am Boden. Von seiner weiteren Aufrechterhaltung kann überhaupt keine Rede mehr sein; mehr noch, Europa beginnt sich unter der geistigen Führung des nationalsozialistischen Deutschland und des faschistischen Italien in seiner Gesamtheit neu zu ordnen und zu orientieren. Die jungen Völker dieses Erdteils haben in kühnen Revolutionen ihr nationales Dasein auf eine feste Basis gestellt, und damit sind auch in ihren eigenen Ländern jene subversiven Kräfte ausgeschaltet worden, die bis dahin das politische und wirtschaftliche Leben Europas maßgeblich bestimmten.

In den Demokratien allerdings sind diese Kräfte noch am Ruder, und daraus ergeben sich Reibungspunkte und Zündflächen, die, wollte man die Interessen der Länder und Völker allein zu Worte kommen lassen, zwar überhaupt nicht ins Gewicht fallen würden, im gegenteiligen Falle aber von einer verhängnisvollen Tragweite sein können.

Die Kräfte, die in Deutschland und Italien aus dem öffentlichen Leben ausgeschaltet wurden, sind internationalen Charakters. Sie können sich auf ihre geistige Brüder- und Vetternschaft in London und Paris eher verlassen als auf irgendeine Mithilfe im eigenen Volke. Sie haben niemals ein Vaterland, das Deutschland oder Italien heißt, gekannt, ja sie haben das, wo es irgendwie in Frage kam, auch offen zum Ausdruck gebracht und danach gehandelt. Sie kannten und kennen nur eine Internationale. Diese Internationale unterscheidet sich entsprechend den verschiedenen Schattierungen dieser Kräfte in äußeren Nuancen; im Wesen aber ist sie immer dieselbe. Es ist eine Internationale der Zersetzung, der kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zerstörung und daraus folgend der allgemeinen Anarchie.

Judentum, Marxismus und Freimaurerei würden nach Lage der Dinge die Nutznießer einer von dieser Internationale bestimmten Entwicklung sein. Zum Teil gehört dazu auch ein gewisser politisierender Klerus, der zwar Gott laut und vernehmlich im Mund führt, in Wirklichkeit aber höchst irdische und manchmal auch sehr sündhafte Ziele verfolgt.

An sich würden diese Kräfte von gar keinem Belang sein, wenn sie es nicht immer wieder mit raffinierter Schlauheit verständen, sich der nationalen Instinkte der Völker zu bedienen, um sie gegeneinander zu hetzen. Die Völker selbst wollen zweifellos keinen Krieg. Es hat sich, seitdem Adolf Hitler die Macht in Deutschland übernahm, in Zusammenhang mit dem Reich in Europa nichts ereignet, was irgendwie Anlaß zu einem neuen Kriege hätte geben können. Denn was kann es im Ernst einen Durchschnittsengländer oder einen Durchschnittsfranzosen bekümmern, ob Österreich seinen Anschluß vollzieht, ob das Sudetenland zum Reich zurückkehrt oder ob Deutschland mit Zustimmung Prags ein Protektorat über Böhmen und Mähren errichtet? Der Mann von der Straße in Paris und London weiß meistens nicht einmal, wo besagte Länder auf der Landkarte überhaupt zu suchen sind. Während der tschechischen Krise erschien in einem bekannten Londoner Witzblatt eine Karikatur, auf der ein englischer Kleinbürger im Hydepark einem politischen Wanderredner zuhört und dafür von seiner Frau eine Strafpredigt erhält; worauf er die klassische Antwort gibt, es sei gar nicht so zwecklos gewesen, daß er einen Augenblick stehenblieb, denn nun wisse er, daß die Tscheche-Slowakei nicht eine Blume, sondern ein Land sei. So ungefähr malen sich in den Köpfen des Durchschnittsfranzosen oder des Durchschnittsengländers die mitteleuropäischen Probleme ab.

Hier also könnte sich von den Völkern aus keinerlei Kriegsgefahr entzünden. Wo also vom Krieg geredet wird, muß dieses Thema angeschnitten worden sein von Cliquen und Zirkeln, die an einem Krieg Interesse haben. Und zwar haben sie Interesse am Krieg, weil sie hoffen, durch einen Krieg auch in den autoritären Staaten wieder in ihre alten Machtstellungen hineingehoben zu werden. Darum verbreiten sie die Kriegspsychose. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß es in London und in Paris Cliquen gibt, die den Krieg um des Krieges willen wollen. Kürzlich noch ist in der englischen Öffentlichkeit mit großem Aufwand die Notwendigkeit eines Anti-Hitler-Blocks, der sich quer durch ganz Europa ziehen sollte, dargelegt worden. Wir Deutschen können uns also ungefähr vorstellen, was man mit uns machen würde, wenn wir nicht bewaffnet und gerüstet wären.

Es versteht sich am Rande, daß diese allgemeine Kriegspsychose einen machtvollen Auftrieb von seilen des demokratischen Amerika erfährt. Es ist ein offenes Geheimnis, daß der amerikanische Präsident Roosevelt eine große Anzahl jüdischer Ratgeber um sich versammelt hat. Man kann sich denken, was die ihm in die Ohren blasen. Aber was hat das mit dem amerikanischen Volk zu tun? Dazu kommt noch, daß die in den demokratischen Staaten am Ruder befindlichen Gruppen überhaupt nicht in der Lage sind, eine rein realistische und nüchterne Interessenpolitik zu führen, da sie sich ständig gezwungen sehen, mit einem Auge nach der innerpolitischen Opposition zu schielen, die auf der Wacht steht, um sie im geeignet erscheinenden Augenblick zum Sturz zu bringen.

Wo sind wir Deutschen beispielsweise in den vergangenen sechs Jahren den wohlverstandenen Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika in die Quere gekommen ? Was kann es Amerika bekümmern, wie die Grenzen in Mitteleuropa gezogen sind? Trotzdem erlebt gerade in Amerika die Kriegshetze ihre tollste Blüte.

Es bedarf nicht übermäßig vielen Verstandes, um daraus zu schließen, daß es irgendeine anonyme Macht geben muß, die hinter all dem steht. Und sie hat sich auch schon so weit decouvriert, daß sie selbst von einem Laien mühelos erkannt werden kann. Es ist dieselbe Macht, die uns Nationalsozialisten in unserer Kampfzeit in Deutschland gegenüberstand und die keine Mittel unversucht gelassen hat, uns am Vollzug der Dinge zu hindern.

Die Juden sind schuld! Wenn einmal in Europa in einer schwarzen Stunde ein neuer Krieg ausbrechen sollte, so müßte dieser Ruf über unseren ganzen Erdteil erschallen. Die Juden sind schuld! Sie wollen den Krieg, und sie tun alles, was in ihren Kräften steht, um die Völker zum Krieg zu treiben. Sie selbst glauben, nicht Opfer, sondern Nutznießer eines solchen Krieges zu werden. Darum entfalten sie in der ganzen Welt diese infernalische Hetze gegen Deutschland und Italien und fordern einen Kampfblock der demokratischen gegen die autoritären Staaten. Daraus auch sind ihre kindischen Versuche zu erklären, Italien von Deutschland zu trennen und die Achse Berlin – Rom zu zerstören. Mussolini hat ihnen in seiner jüngsten Rede vor den Schwarzhemden in Rom eine unzweideutige Antwort gegeben. Heute schon können die demokratischen Versuche, eine von England ausgehende Hitlerstop-Bewegung ins Leben zu rufen, als vollkommen gescheitert angesehen werden. Die Demokratie hat mit ihren politischen Plänen kein Glück mehr. Sie ist auch mittlerweile reichlich alt geworden, und es ist deshalb erklärlich, wenn ihre eigenen Völker allmählich anfangen, diese morbide Staats- und Gesellschaftsform zu durchschauen und entsprechend einzuwerten.

Die alten Römer hatten in ihrer Rechtspflege einen Grundsatz, den Schuldigen zu finden, der ein beredtes Zeugnis für ihren gesunden Menschenverstand ablegte. Es hieß im Zweifelsfalle immer: Cui bono? Der ist wahrscheinlich der Schuldige, der einen Nutzen davon haben könnte. Verfährt man bei der Frage nach einem kommenden Krieg nach diesem Grundsatz, so kommt man zweifellos zu der Antwort: Nutzen davon haben nur die Kräfte des Internationalismus. Die Juden hoffen, dadurch in Deutschland und Italien ihre alten Machtstellungen wieder zurückzuerobern; die Freimaurer sind von ähnlichen Wünschen erfüllt, und die Bolschewisten geben sich der Illusion hin, einen neuen Weltkrieg zu einer kommunistischen Weltrevolution ausweiten zu können.

Darum machen wir Front gegen diese Kräfte des Internationalismus, und deshalb lassen wir kein Mittel unversucht, die Völker über die furchtbare Tragweite des Wirkens dieser subversiven Mächte aufzuklären. Die autoritären Staaten wollen nichts anderes als die Verwirklichung ihrer Lebensrechte. Das will Deutschland, und das will Italien. Kein anständiger Engländer oder Franzose wird unseren jungen Völkern diese Zugeständnisse verweigern können. Es erhebt sich also hier die Frage, warum denn die Demokratie nichts tut, um durch Taten die Erhaltung des europäischen Friedens zu gewährleisten. Sie wartet fast fatalistisch auf ihr Schicksal. Es wird ihr vielleicht einmal, wenn sie in ihrer Lethargie verharrt, von ihren eigenen Völkern bereitet werden.

Wir aber lassen nicht davon ab, Europa zur Vernunft aufzurufen. Denn schließlich muß man doch endlich einmal damit anfangen, den letzten Krieg und seine furchtbaren Folgen zu überwinden und das Schanddokument von Versailles gänzlich zu liquidieren. Die Völker warten darauf, nicht nur das deutsche, auch das englische und das französische Volk. Wenn in London und Paris kleine Konventikel glauben, daß es vielleicht doch noch gelingen würde, einen Keil zwischen die deutsche Führung und das deutsche Volk zu treiben, so ist diese Hoffnung eine gänzlich trügerische. Es bleibt somit nichts anderes übrig, als sich mit den gegebenen Realitäten abzufinden. Und die lauten: Ein kommender Krieg wäre die schwerste Erschütterung der europäischen Kultur. Also bleibt uns und allen Wohlgesinnten in allen Ländern nur eine Wahl: den unabänderlichen Tatsachen fest in die Augen zu schauen, berechtigte und unabdingbare Lebensansprüche junger und aufstrebender Völker zu erfüllen und damit praktische Wege zu einem wirklichen Frieden zu beschreiten.


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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