Was denkt sich Churchill eigentlich? – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (28. Dezember 1940)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 346 – 350)


Kürzlich ist auch auf dem deutschen Buchmarkt unter dem Titel „Selbstbildnis eines Gentleman“ der Roman eines Engländers mit Namen Macdonell in Übersetzung erschienen, den man gelesen haben muß, wenn man das Wesen und die Seele der heute auf den britischen Inseln und im englischen Weltreich regierenden plutokratischen Herrenschicht ganz verstehen will. Man wird dieses Buch nicht aus der Hand legen, ohne auf das tiefste erschüttert zu sein. Ja, ein Mensch, der sich noch einen letzten Rest von natürlichem moralischem Empfinden bewahrt hat, kann es überhaupt nur in Etappen verdauen. Soviel Frivolität, soviel kaltschnäuziger Zynismus, soviel aufreizende Verachtung von Anstand, Sauberkeit des Denkens und Handelns und soviel empörende Heuchelei ist darin enthalten.

Man könnte ihm auch den Titel „Selbstentlarvung der britischen Plutokratie“ geben. Es ist einfach grauenhaft. Eine schlimmere sittliche Verwilderung in gesellschaftlichen, geschäftlichen und politischen Dingen läßt sich überhaupt gar nicht denken. Dieses Buch würde, von einem Deutschen in Deutschland über eine deutsche Führungsschicht geschrieben, bei uns wahrscheinlich zu einer ganz schweren Erschütterung des öffentlichen Lebens führen. In England dagegen macht das gar nichts aus. Man kann es sich leisten; die Plutokratie ist so alleinherrschend, daß sie gar keine Rücksicht mehr auf die misera plebs zu nehmen braucht. Sie enthüllt bereits ihre geheimsten Praktiken, ein Beweis dafür, daß sie den Höhepunkt ihres Siegeszuges längst überschritten hat und schon auf dem rasenden Weg nach unten ist.

Diese Plutokratie hat den Krieg gewollt, sie hat ihn vorbereitet, erklärt und führt ihn heute auch durch. Niemand hatte ein Interesse daran als sie allein. Er war für die Aufrechterhaltung ihrer schrankenlosen Kapitalsherrschaft nötig, und darum kam er auch.
Was weiß diese stupide Herrenschicht von Danzig, vom Korridor, was von dem leidenden deutschen Volkstum oder von der dynamischen Kraft einer neuen nationalen Idee? Das sind ihr alles böhmische Dörfer. Das nationalsozialistische Reich fing an, ihr und ihren Interessen lästig, ja gefährlich zu werden. Es suchte Ideen zu kolportieren und Pläne zu verwirklichen, die vielleicht die Macht des Geldes über die Menschen brechen konnten. Da war Gefahr im Verzuge, und deshalb mußte gehandelt werden, so meinte man, ehe es zu spät war.

Es gab darum auch gar keine Möglichkeit, diesen Krieg zu vermeiden. Wir hätten mit Engelszungen reden, wir hätten uns bis zur nationalen WürdeIosigkeit demütigen, wir hätten auf unsere elementarsten Lebensrechte verzichten können — dieser Krieg kam, weil wir überhaupt da waren, weil unsere bloße nationale Existenz von 86 Millionen eine Bedrohung für die unter Londons Führung stehende Weltplutokratie darstellte, weil schon in unserer Lehre von der Gemeinschaft und der Unterordnung des Geldes unter die Wirtschaft und der Wirtschaft unter das Volk eine Häresie gesehen werden mußte, über die man den Bannfluch zu schleudern und die man bei der ersten besten Gelegenheit mit Feuer und Schwert auszurotten hatte.

Das ist die britische Plutokratie. Und ein Musterexemplar aus der Kollektion echt englischer Gentlemen ist ihr gegenwärtiger Sprecher Winston Churchill. Man kann die zwiespältige Erscheinung dieses Mannes nur verstehen, wenn man die Kreise kennt, die ihn stützen. Es sind heute nicht einmal mehr ausschließlich Cityleute, in deren Gehirnen es wahrscheinlich langsam zu dämmern beginnt und die zu erkennen anfangen, was Churchill England am Ende kosten wird. Hinter ihm stehen vor allem die Juden, deren Geschäfte er Zeit seines Lebens führte und betrieb und die an ihn ihre letzte Hoffnung geklammert haben, stehen die Bankrotteure und Hasardeure, die in das Geschäft Krieg schon so viel hineinsteckten, daß sie wie Glücksspieler in Monte Carlo auch den letzten Einsatz wagen wollen, um vielleicht doch noch die Riesensummen, die sie bereits verloren haben, wieder zurückzugewinnen, und steht der kleine Kreis von Vabanquepolitikern vom Schlage eines Eden, Duff Cooper u. ä., die genau wissen, daß ein verlorener Krieg das Ende ihrer politischen und geschäftlichen, wenn nicht gar auch ihrer physischen Existenz bedeutet, das sie solange wie möglich hinauszuzögern versuchen.

Churchill selbst hat niemals ein Hehl daraus gemacht, daß er diesen Krieg gewollt hat. Er ist sein Werk. Solange der Nationalsozialismus am Ruder ist, das heißt Deutschland wieder zur Selbstbesinnung gekommen ist, hat er ihn unermüdlich gepredigt. Man mag ihn einen Narren schelten, aber darin ist er konsequent geblieben. Er wollte und will Deutschland zerstören, ja, er gibt sich nicht einmal mehr die Mühe, das zu verschleiern. Er sagt es offen heraus, jedem der es hören will, und ohne Rücksicht auf die psychologische Wirkung beim Deutschen Volk. Die stellt er in seinem stumpfsinnigen Haß überhaupt nicht mehr in Rechnung. Er sieht deshalb auch nicht, wie gänzlich aussichtslos die Chancen seines Unternehmens sind. Seine politischen und militärischen Vorstellungen haben ihre Wurzeln im Weltkrieg, und so entwirft er ein Bild von der Lage, das 1918 vielleicht stimmen mochte, das aber 1940/41 gänzlich falsch, absurd und überhaupt undiskutabel ist. Wir könnten uns für unsere Interessen für die Kriegführung in England keinen besseren Premier wünschen als ihn. Seine Reden sind eine Fundgrube für politische Psychologie. Sie gleichen einander, wie ein Ei dem anderen. Wenn Reuter morgens mitteilt, daß er am Abend im Unterhaus spricht, dann machen wir uns manchmal den Spaß, uns auszudenken, was er wohl sagen wird. Es stimmt immer. Er kann auch gar nicht anders reden, als er spricht.

Da er den Krieg weiterführen will und auch weiterführen muß — denn er ist ja sein Werk, mit dem er steht und fällt —, und zwar ohne Rücksicht auf die tödlichen Wunden, die England Woche um Woche von der deutschen Wehrmacht geschlagen werden, kann er ja wohl schlecht seinen Zuhörern sagen, daß Großbritannien am Ende seiner Kraft sei, daß es nicht in der Lage wäre, noch lange die Schläge der deutschen Luftwaffe und Kriegsmarine auszuhalten, daß ihm der Weg nach Europa verschlossen bleibe, daß es lediglich hier und da Erfolge am Rande des kriegerischen Geschehens erringen könne, daß die aber für den weiteren Fortgang des Krieges keinerlei Bedeutung hätten, daß das britische Mutterland jedoch auf das tödlichste bedroht sei und eines Tages unter einer erdbebenhaften Erschütterung zusammenbrechen werde. Wie gesagt, so kann er nicht sprechen, weil das nicht mit der Folgerung, die er aus seiner Beweisführung zu ziehen gezwungen ist, nämlich daß England noch eine Chance zum Siege habe, übereinstimmt.

Also muß er, da die Folgerung für ihn feststeht, die Beweisführung, die er vorbringt, nach der Folgerung und darf nicht die Folgerung nach der Beweisführung ausrichten. Er befindet sich in der Rolle eines Managers, der seinem Boxer, obschon der bereits während der dritten Runde röchelnd am Boden lag und bis sieben ausgezählt wurde, in der Pause zwischen Gong und Gong Mut zuspricht, ihm gute Ratschläge erteilt, die vor Beginn des Kampfes angebracht waren, jetzt aber geradezu komisch wirken. So allein auch nur läßt sich die englische Kriegführung erklären. Warum greift die Royal Air Force deutsche Städte und zivile Ziele an, obschon Churchill doch wissen müßte, daß sie kaum Schaden damit anrichtet und jeder Angriff hundertfach vergolten wird? Ja, warum schlägt ein Boxer, der schon aus Augen, Nase und Mund blutet, der bereits taumelnd zwischen den Seilen herumirrt und gar keine Chance mehr zum Siege hat, immer noch, wenn auch mit ganz unüberlegten und ungefährlichen Schlägen auf den Gegner ein, obschon er weiß, daß er damit gar nichts anderes erreichen kann als höchstens den anderen so wütend zu machen, daß er ihm um so eher den betäubenden K. o. versetzt? Warum? Weil einem Boxer, auch wenn er sich selbst schon verloren gibt, gar nichts anderes übrig bleibt, als zu schlagen oder sich auszählen zu lassen. Es ist deshalb auch müßig zu fragen, was Churchill sich denn dabei eigentlich dächte. Wenn man im Ring herumtaumelt und kaum noch atmen kann, dann pflegt man im allgemeinen nicht mehr viel zu denken, als höchstens: Wie bringe ich es fertig, wenigstens noch ein paar Minuten auf den zitternden Beinen stehenzubleiben?

Im übrigen begehen wir Deutschen allzu leicht den Fehler, weil wir selbst soviel denken, anzunehmen, daß auch unsere Gegner soviel dächten. Das ist aber keineswegs der Fall. Wir wissen das ja aus der Vergangenheit. Wie oft sind wir früher gefragt worden: Was denkt
sich denn eigentlich Herr Brüning oder Herr Schuschnigg oder Herr Benesch oder Herr Beck oder Herr Reynaud? Weil sie für unsere Begriffe so gänzlich abrupt und unüberlegt handelten, waren wir leicht geneigt zu vermuten, daß sich irgend etwas ganz besonders
Intelligentes dahinter verberge, das wir zwar noch nicht kannten, das aber eines Tages in die Erscheinung treten würde; weil wir uns nämlich gar nicht vorzustellen vermochten, daß man so dumm sein konnte. Und wenn wir sie dann besiegt hatten, wenn sie zerschmettert zu unseren Füßen lagen, wenn wir dann die Möglichkeit bekamen, ihre Dokumente und Akten zu studieren, die Protokolle ihrer Konferenzen zu durchprüfen, dann stellten wir immer wieder mit nicht geringem Erstaunen fest, daß sie gar nichts gedacht, daß sie einfach von der Hand in den Mund gelebt, daß sie auf der Stelle getreten, ihre Verlegenheiten nur diskutiert, aber nicht gelöst und im übrigen auf ein Wunder gewartet hatten. Bei Schuschnigg, Benesch, Beck und Reynaud hieß dieses Wunder England; bei Churchill heißt es USA. Man glaubt gar nicht, mit wie wenig Intelligenz diese plutokratische Welt regiert wird.

Darum ist es an der Zeit, sie so einzuschätzen, wie sie das verdient. Sie hat sich selbst so entlarvt, daß wir nur auf ihre eigenen Zeugnisse zu verweisen brauchen, um sie hinreichend zu charakterisieren. Es ist dabei nichts wegzulassen und auch nichts hinzuzufügen. Wir haben auch gar keinen Grund, uns von ihren Rodomontaden irreführen zu lassen. Das sind nur Angstrufe der Verzweiflung. Es ist kein Zeichen von Mut, durch einen finsteren Wald zu gehen, und aus Furcht laut zu schreien. In der Kriegführung wie in der Politik entscheiden am Ende nicht die lärmenden Worte, sondern nur die harten Tatsachen. Und die stehen auf unserer Seite, ausnahmslos. Wir haben in den vergangenen zwanzig Jahren zuviel ähnliche Situationen wie die jetzige mitgemacht, um nicht ganz genau zu wissen, wie und wo das endet. Darum soll Mr. Churchill reden, der Führer aber handelt. Und eines Tages wird dann die Rechnung gelegt; dann wird sich zeigen, was Churchill sich eigentlich gedacht hat. Dann sind Schaum und Traum zu Ende.

Dann hat die harte Wirklichkeit wieder das Wort, auch für England.
Es sollte uns wundem, wenn wir ihn dann nicht in die Reihe derer stellen könnten, die wir besiegten, die auch immer den Mund so voll nahmen, solange sie überhaupt noch auf den Beinen standen, um sich dann eines Tages ganz plötzlich hinzulegen und sich auszählen zu lassen. Gesagt hatten sie sehr viel, gedacht aber nur sehr wenig. Keiner von ihnen ist seinem Schicksal entronnen. Es erreichte sie immer in dem Augenblick, in dem die Situation reif dazu und ihre geschichtliche Stunde gekommen war.


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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