Im Gelächter der Welt – Aufsatz von Dr. Joseph Goebbels (16. Februar 1941)

Dr. Joseph Goebbels

(Entnommen aus: „Die Zeit ohne Beispiel“ von Dr. Joseph Goebbels, Seite 391 – 395)


Die englische Nachrichten- und Propagandapolitik hat augenblicklich einen sehr schweren Stand: Deutschland gegenüber muß sie die Dinge weiß in weiß, und USA. gegenüber muß sie sie schwarz in schwarz malen.

Man kann deshalb verstehen, daß sie, zudem noch genährt und befruchtet von der geradezu hysterischen Angst der wahren Kriegsschuldigen, von einem Extrem ins andere fällt. Vor uns tut sie so, als hätte London die Absicht, den weiteren Verlauf des Krieges sozusagen mit der linken Hand zu erledigen. Die militärischen Erfolge Englands in Afrika — übrigens peripherische Vorgänge, die das endgültige Schicksal des Inselreiches nicht im geringsten aufhalten können, — hätten eine entscheidende Wendung der ganzen strategischen Position Großbritanniens herbeigeführt. Jetzt gelte es nur noch, den Winter durchzuhalten — vor einigen Monaten hieß es, man
brauche nur noch den Herbst zu überstehen, weil im Winter bekanntlich General Nebel den Engländern zu Hilfe eilen werde —, dann wolle man im Frühjahr mit Gottes und der Vereinigten Staaten Hilfe die glorreiche englische Offensive beginnen. Man verrät uns zwar nicht, wo und wann diese stattfinden soll, aber das kann man ja verstehen, weil es sich dabei um ein militärisches Geheimnis handelt. Wir forschen auch gar nicht danach. Der Führer hat nur in seiner letzten Sportpalastrede eventuelle nähere Angaben erbeten, um die ganze Prozedur dieser doch einigermaßen schwierigen Operation etwas zu vereinfachen; er wolle dann das Gebiet, in das die Engländer einzurücken gedächten, räumen, damit sie ungehindert nach Europa hereinkämen: das Weitere werde Sache der deutschen Wehrmacht
sein. Wie man sieht, ist London uns gegenüber also nicht gerade mit Bescheidenheit gesegnet. Die dortigen Tamboure der Propaganda tun was fürs Geld und strapazieren das Kalbfell, daß es nur so eine Art hat.

Ganz anders im Gegensatz dazu USA. gegenüber. Da möchte man am liebsten in eine Art von Dauerschluchzen ausbrechen. Die eingebildetsten Lords aus den ältesten englischen Häusern, in denen es sonst zum guten Ton zu gehören pflegt, auf die Parvenüs aus New York, Boston und Washington mit hochmütiger Verachtung herabzuschauen, sind sich heute nicht zu gut dazu, in USA. um
Hilfe betteln zu gehen, und zwar so dringend, als stände Großbritannien morgen schon vor dem totalen Zusammenbruch. Dementsprechend ist auch das Bild, das sie von der Lage Englands entwerfen. Da wird in beweglichen Tönen Klage geführt über die furchtbaren Verheerungen, die in den englischen Industrie- und Handelszentren durch die deutschen Vergeltungsangriffe angerichtet worden sind. Die vornehmen Herren aus der City schreiten im Büßergewand einher und treiben vor aller Öffentlichkeit eine Art von schamloser Selbstkasteiung. Sie weinen bitterlich über ihre bisherigen Versäumnisse in der Vorbereitung des Krieges, den sie so frivol und leichtfertig vom Zaune gebrochen haben, und flehen die Vereinigten Staaten händeringend an, ihnen diesmal doch noch einmal zu Hilfe zu kommen und ihre guten Dollars in eine Sache hineinzustecken, die, wenn auch aussichtslos, so doch moralisch sei, und tapfer zu tun, was Gott selbst, der ja bekanntlich auch ein echter Engländer ist, ihnen im Interesse und zur Erhaltung der Demokratie befiehlt.

Was man nun dem englischen Volke selbst sagt, das hält so ungefähr die goldene Mitte zwischen dem, was man Deutschland und was man USA. gegenüber zu vertreten beliebt. Das ist ein ewiges Pendeln zwischen Furcht und Hoffnung. Wohl noch niemals in der Geschichte hat eine Führungsschicht im Kriege ein so schlechtes Gewissen ihrem eigenen
Volke gegenüber gehabt wie die augenblicklich in England am Ruder befindliche. Daher auch die geradezu gottserbärmlichen Selbstanklagen gegenüber den unbeschreiblichen sozialen Übelständen, an denen das Inselreich bis in den Kern erkrankt ist. Mit den
schmerzenden Peitschenhieben antiplutokratischer Empörungsausbrüche schlagen sich die edlen Lords, die nebenbei aus den Mietgeldern verwahrloster Londoner Slums Jahr für Jahr ungezählte Millionen herauspressen, gegenseitig die Rücken wund, und wenn man sie dabei
betrachtet, hat man eher den Eindruck, eine Schar mittelalterlicher Flagellanten vor sich zu haben, als die Auslese der englischen Hocharistokratie, die seit Jahrhunderten die Welt regiert.

Es wird auch höchste Zeit, daß sie etwas tun. Der würgende Druck der deutschen Umklammerung sitzt Großbritannien an der Kehle. Die deutsche Luft- und U-Boot-Waffe erledigt ein Transportschiff nach dem anderen aus den englischen Geleitzügen heraus. Die Rohstoffe und Lebensmittel auf den Inseln fangen an, knapp zu werden. Wohin soll das erst führen, wenn der Mai kommt und die Bäume und die Deutschen ausschlagen! Uns gegenüber erklärt man bieder und treu, was die Lebensmittelfrage anlange, so habe man bereits einen ebenso einfachen wie naheliegenden Ausweg gefunden. Die englischen Nahrungsmittelchemiker stellten eine Suppe her, die alle für die menschliche Ernährung notwendigen Vitamine enthalte. Man brauche sie nur zu essen, und der Hunger sei für zwölf Stunden wie weggeblasen. Ein gekaufter neutraler Journalist hat es probiert, und er wußte
Wunder darüber in seiner Zeitung zu berichten.

Sieh da, die Engländer! Seit Jahrzehntausenden quält sich die Menschheit um das tägliche Brot ab. Ungezählte Millionen sind im Laufe der Zeiten in Kriegen, Revolutionen, Pestilenzen und Katastrophen Hungers gestorben; aber niemals ist jemand auf den doch so simplen Einfall gekommen, auch dieses Süppchen zu erfinden, mit dem die Herren Engländer nun ihre leeren Mägen füllen, obschon doch bei ihnen, wie sie nicht müde werden zu betonen, keine Spur von Hungersnot herrscht, sondern nur die Lebensmittel gelegentlich
verknappt sind und selbst von ernsten Mangelerscheinungen überhaupt keine Rede sein kann. Wir auf dem Kontinent mühen uns im Schweiße unseres Angesichts ab, säen, mähen, ernten, dreschen und mahlen das Köm, bitten den lieben Gott um Sonnenschein und Regen, alles für das liebe tägliche Brot. In England macht man das mit einem Süppchen ab. Du hast es noch nicht ganz ausgelöffelt, und du fühlst die Lebenssäfte in dir hochsteigen, eine bis dahin ungekannte Kraft erfüllt dich; nimm also ein Schießgewehr in die Hand und besiege
die Deutschen!

Das alles ist so denkbar blödsinnig und albern, daß man manchmal annehmen möchte, die englische Propaganda würde von kompletten Narren gemacht. Für wie dumm miß man uns jenseits des Kanals halten, daß man glaubt, wir fielen auf solche Stupiditäten herein, und
wodurch haben wir das verdient? Es gibt auch bei uns noch Leute, die die Engländer nach alten, eingewachsenen Vorurteilen für wahre Ausbünde von Schlauheit und Gerissenheit halten. Wir müssen gestehen, daß wir, die wir uns doch Tag für Tag mit ihnen auseinanderzusetzen haben, bisher noch wenig davon zu merken bekamen. Manchmal landen sie einen Treffer, der so abgrundtief dumm und verblödet ist, daß wir im ersten Augenblick argwöhnen, es sei nur ein Köder, auf den wir hereinfallen sollen, und dann käme dahinter der Witz zum Vorschein. Es ist nie ein Köder, sondern immer nur eine stupide Dummheit, und der Witz ist weit und breit nicht zu entdecken. So erging es uns auch früher mit den Juden, als wir mit ihnen im Innern um die Macht kämpften. Auch die wurden von unseren Siebengescheiten immer für unüberwindlich klug und raffiniert
gehalten. Man sagte uns, auch wenn wir recht hätten, würden wir ihrer doch nicht Herr werden, weil sie zu schlau seien. Wir haben uns dadurch nicht beirren lassen, sondern zugepackt; und was ist von dieser vielgerühmten Schlauheit der Juden übriggeblieben?

Wenn einer die halbe Erdoberfläche besitzt, dann tut er sich leicht, überlegen zu sein. Er erdrückt den anderen dann einfach durch sein Gewicht. Aber die Geschichte beweist, daß am Ende doch immer das mechanische Gewicht vom Gewicht der geistigen Überlegenheit
aufgehoben wird. So ist das auch hier. Man darf nur nicht müde werden, sondern muß dem Gegner unentwegt an der Klinge bleiben. Solange der deutsche Spießer feige und devot dem Juden zu Füßen lag, konnte er ihn natürlich nicht überwinden. Als wir ihn jedoch anfaßten
und ihm nicht mehr von der Pelle wichen, zeigte sich bald, daß seine gespielte geistige Superiorität nur Schein war und demgemäß auch seine Macht wie Zunder auseinanderfiel.

Das ist beim Engländer genau so. Nicht umsonst nennt man ihn den Juden unter den Ariern. Nimmt man ihn eines Tages mit harter und rauher Hand in die Mache, dann wird er sich als ein Koloß auf tönernen Füßen erweisen. Es ist gar nicht denkbar, daß es anders wäre. Es stellt auch keinen Gegenbeweis dar, wenn man die Tatsache ins Feld führt, daß England schon einige Jahrhunderte als Weltmacht besteht. In dieser Zeit kommt es nicht so sehr darauf an, wieviel Geschichte man hinter sich, sondern wieviel Geschichte man vor sich hat, und das wird nicht nur von der Beharrungskraft eines Volkes, sondern auch und mehr noch von seinem revolutionären Lebenswillen entschieden.

Da sind wir England überlegen, ganz abgesehen von der besseren Staats- und Volksorganisation, der größeren Zahl, der besseren Bewaffnung und militärischen Ausbildung und den an allen Fronten günstigeren Positionen und Chancen. Wir besitzen einen Führer, der bisher immer noch die richtige Karte zog. Warum sollte er diesmal die falsche ziehen? England besitzt einen Premierminister, der bisher immer nur Niederlagen einstecken mußte. Warum sollte er ausgerechnet jetzt, wo Großbritanniens Lage hoffnungslos ist, sein Volk zum Siege führen? Lebten wir auf einem anderen Planeten, wo man von den europäischen Wirren nichts weiß, und man hielte uns die Fotografien beider Männer vor und fragte: „Wer wird siegen?“, wir wüßten sofort Bescheid. Es kann da gar keinen Zweifel geben.

Seht euch einmal diesen Churchill genau an! Goya sagt irgendwo, es gebe Menschen, deren Physiognomie das Schamloseste ihrer ganzen Erscheinung sei, und es wäre gut, wenn die, die ein so unglaubliches und lächerliches Gesicht hätten, es in die Tasche steckten. Dem haben wir in diesem Falle kaum noch etwas hinzuzufügen. Es ist, als habe der große Spanier dabei den augenblicklichen englischen Premierminister vorweggenommen. Wenn wir den Zynismus zu malen hätten, wir würden sein Gesicht zum Modell nehmen. Er liebt es
manchmal, in seinen Reden Gott zum Zeugen anzurufen. Es klingt in seinem Munde wie Blasphemie. Dieser frivole alte Sünder wird einmal als Totengräber des englischen Empire in die Geschichte eingehen, eine Rolle, um die ihn keiner seiner Landsleute beneiden wird.

Aber was geht das uns an! Wenn England sich vor ihn stellt, so geht der Weg nur über dieses Opfer zu seinem Verführer. Und er muß weg, wenn die Welt ihren Frieden haben will. Es bleibt uns also keine andere Wahl, als zu kämpfen und zu siegen. Was das englische Volk dann mit ihm machen wird, das ist seine Sache. Vielleicht zwingt
man ihn nach dem Kriege, noch einmal alle Reden, die er während des Krieges gehalten hat, zur Verlesung zu bringen. Er erfreute sich dann der originellsten Todesart, die je einem Sterblichen zuteil wurde: er würde im Gelächter der Welt ertrinken.


Weitere seiner Aufsätze und Reden sind >>>HIER<<< zu finden.


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