Das Experiment zur Erforschung der Gaskammertemperatur

Insbesonders im Rahmen des vertiefenden Holocaustunterrichts an Grund- und Hauptschulen sowie an weiterführenden Schulen und selbst in der Erwachsenenbildung bis hin zu Universitäten und naturwissenschaftlichen Forschungsstätten und auch in der Industrie und insbesonders auch der Weltraumtechnik sowie in der Militärtechnik bietet dieses grundlegend erkenntnisschaffende einfache Experiment ein umfassendes universell anwendbares Wissens- und Erkenntnispotential.

Ohne Übertreibung darf gesagt werden, es ist das wichtigste Experiment seit Menschengedenken und selbst die Erfindung des Rades oder sogar die Mondlandung versinken dagegen im Schatten der Bedeutungslosigkeit.

In dem nachfolgenden Experimentiervorschlag kann nämlich die Höhe der Gaskammertemperatur der Größe nach eigenständig leicht ermittelt werden!

Man benötigt hierfür nur:

1. Ein zylindrisches Testgefäß. Je nach Meßort kann dies eine Maß Bier sein, ein Glas Kölsch, eine entetikettierte Konservendose für Pfirsiche oder Ravioli, ein Kaffee-Pot oder ähnliches. Die Raviolidosen von Aldi erwiesen sich in gewisser Weise fast als ideal, da sie stapelbar sind und man sich damit auch höhere Testgefäße durch zusammenleimen oder zusammenlöten leicht herstellen kann. Ideal sind Testgefäße mit einem Durchmesser von ca. 15 cm und etwa einem Verhältnis von Höhe zu Durchmesser von ca. 2-4. Dies entspricht ungefähr der originalen Geometrie. Jedoch ist dies keine Bedingung, da die Abweichungen vom Ideal nur kleiner völlig unbedeutender Korrekturen bedürfen, die man vernachlässigen kann und höchstens von theoretischem Interesse sind. Überhaupt kommt es beim Experiment auf keinerlei Genauigkeit an, weil das Ergebnis in jedem Fall überzeugend sein wird.

2. Ein Temperaturmeßgerät. Ein Doppel-Digitalthermometer mit leitungsgebundenem Außenfühler mit einer Auflösung von 0,1°C, wie es in Baumärkten oftmals preiswert angeboten wird ist hierbei ideal. Mit dem Außenfühler wird die Flüssigkeitstemperatur des Testgefäßinhalts gemessen. Mit dem anderen Thermometer wird die Raumtemperatur gemessen. Wenn der Testraum ein Backofen ist, genügt die Temperaturanzeige des Backofens, wenn das Thermometer diesen Bereich nicht mehr anzeigen würde. Natürlich können auch andere geeignete Thermometer zum Einsatz kommen.

3. Eine Uhr. Mit der Uhr wird gemessen, wie lange es dauert, bis die Testgefäßtemperatur sich um einen bestimmten Betrag geändert hat. Bei der Zeitdauermessung sollte man die Zeiten beim Umspringen der Digitalanzeige nehmen, da diese Zeitpunkte recht definiert sind. Ansonsten wird die Zeitdauermessunsicherheit erheblich größer als der Meßzyklus des Digitalthermometers sein.

4.a) Nach Möglichkeit eine Küchenwaage zum Wiegen des leeren Testgefäßes und des vollen Testgefäßes, falls man von der Maß Bier oder der Ravioli Konservendose abweicht und deshalb die Wärmekapazität des betriebsbereiten Testgefäßes selbst bestimmen möchte.

4.b) Ein Schneiderbandmaß oder einen Zollstock oder ein gutes Augenmaß zum Bestimmen der Testgefäßabmessungen, um die wärmeübertragende Oberfläche des Testgefäßes bestimmen zu können. Dieses Meßmittel kann auch die Küchenwaage ersetzen, wenn man damit das äußere Volumen des Testgefäßes bestimmt. Man macht keinen großen Fehler, wenn man bei der Wärmekapazitätsberechnung das gesamte Volumen als Wasser annimmt.

5. Ersatzweise, wenn man weder Thermometer noch eine Uhr noch eine Küchenwaage noch ein Schneiderbandmaß zur Hand sind, genügt auch der geglückte Schluck aus einer Maß Bier oder einer Halben oder einem Glas Kölsch. Wenn das Bier schmeckt, weiß man auch, wie hoch die Gaskammertemperatur gewesen sein muß. Dies weiß man allerdings nur nach intensiver Anwendung “innerer” Logik.

Experimentdurchführung:

Die Durchführung des Experiments ist einfach. Nachdem man untenstehende testspezifische Größen ermittelt hat (cTest und TestFläche), mißt man die Umgebungstemperatur und die Testgefäßanfangstemperatur. Bei Temperaturmessungen muß man immer einige Zeit warten, bis der Sensor die Temperatur auch richtig anzeigt.

Die Gefäßtemperatur wird sich während der Messung ändern. Zunächst wartet man, bis die Thermometeranzeige sich stetig mit der Zeit gleichmäßig ändert. Wenn man meint, dies sei nun der Fall, notiert man sich den Temperaturwert und den Zeitpunkt und auch die zugehörige Umgebungstemperatur. Das Experiment ist nun gestartet.

Nach einiger Zeit, wenn die Gefäßtemperatur sich ausreichend stark geändert hat und man eine sichere Temperaturänderung glaubt ermitteln zu können, bei der Maß Bier dürfte dies ca. 1 °C Änderung seit Start sein wenn die Temperaturdifferenz zwischen Umgebung und Maß ca. 10 °C beträgt, notiert man die Zeit und auch die Raumtemperatur. Das Experiment ist damit bereits beendet und die Auswertung kann beginnen.

Während des Experiments sollte die Flüssigkeit soweit möglich leicht gerührt werden.

Es werden nun folgende Versuchsgrößen Größen ermittelt:

1. Mittlere Umgebungstemperatur
Das ist dann (Tumgebung zum Startzeitpunkt + Tumgebung bei Versuchsende) / 2

2. mittlere Testgefäßtemperatur
Das ist dann (TTestgefäß zum Startzeitpunkt + TTestgefäß bei Versuchsende) / 2

3. Dann bestimmt man die mittlere große Temperaturdifferenz dTgroß
Das ist mittlere Umgebungstemperatur minus mittlere Testgefäßtemperatur

4. Dann bestimmt man die kleine Temperaturdifferenz dTklein
Das ist die Differenz zwischen Testgefäßtemperatur bei Versuchsende minus Testgefäßtemperatur bei Versuchsstart

5. Dann berechnet man die Meßzeit als Zeitdifferenz zwischen Testende und Teststart

Auswertungsrechnung:

Das wesentliche Maß an diesem Zyklon B Kochtopf des Zeugen Kula ist die Zyklon B Granulatschichtdicke von 25 mm.

Die physikalischen Eigenschaften von Zyklon B sind dank einer sowjetisch-polnischen Untersuchung von 1944 bekannt. Anhand der mitgeteilten Daten können auch weitere Daten für das Zyklon B ermittelt werden. Insbesonders ist dies das Schüttvolumen für 1 kg Zyklon B, welches dann auch 1 kg Blausäure enthält, welche letztlich in dem Behälter des Herrn Kula verdampft werden muß. Das Schüttvolumen beträgt 3,61 Liter und daher sind bei 25 mm Granulatschichtdicke mHCN = 6,925 kg/m² Blausäure zu verdampfen.

Blausäure hat eine Verdampfungswärme von hv = 996000 J/kg. Daher muß je Quadratmeter wärmeübertragende Behälterblechoberfläche

Verdampfungswärme JeFläche = mHCN x hv

Festwert:

VerdampfungswärmeJeFläche = 6,925 kg/m² x 996000 J/kg = 6897500 J/m²

zum vollständigen Verdampfen der Blausäure zugeführt werden.

Was kann man mit diesen Daten nun anfangen? Nun, wir können damit ermitteln, wie hoch die Gaskammertemperatur gewesen sein muß, um die Juden innerhalb der bezeugten Tötungszeiten töten zu können! Damit man nichts glauben muß, kann man einfach ein entsprechendes Experiment machen. Da zumindest in Deutschland eine Maß Bier ein allgemein verbreitetes Gut ist und dessen wesentliche äußere Abmessung, der Durchmesser, größenordnungsmäßig mit dem Zyklon B Behälter des Herrn Kula übereinstimmen, bietet sich eine Maß Bier für die Ermittlung der Gaskammertemperatur geradezu von selbst an.

Eine typische Oktoberfest Maß Bier

hat eine wärmeübertragende Oberfläche von

TestFläche = 0,0792 m²

(ohne Boden, aber mit oberer Stirnfläche gerechnet, Maß sollte auf einer Isolierung entsprechend 10 Bierdeckeln stehen). Die aktive Wärmekapazität des Glases (ohne Henkel) beträgt 974 J/K und wenn die Maß 4 mm bis zum Rand mit Wasser gefüllt ist, beträgt die gesamte Wärmekapazität der gut gefüllten Maß

cTest = 6095 J/K

Auf Genauigkeit kommt es nicht an, wer es besser weiß, soll eigene Zahlen verwenden.

Die auf die wärmeübertragen Oberfläche bezogene Wärmekapazität der Maß beträgt daher

cTestJeFläche = cTest / TestFläche

Speziell:

cTestJeFläche = 6095 J/K / 0,0792 m² = 76950 J/m²K

Wir können nun das Verhältnis der beiden flächenbezogenen Werte Verdampfungswäme des Kochtopfs zur Wärmekapazität der Maß bilden und erhalten den Wert

Allgemein:

**************************************************************** Gefäßfaktor = VerdampfungswärmeJeFläche / cTestJeFläche ****************************************************************

Speziell Im Falle der vollgefüllten Maß Bier/Wasser:

Gefäßfaktor = 6897500 J/m² / 76950 J/m²K = 90 K

Das bedeutet, wenn die hinter der wärmeübertragenden Maßoberfläche stehende gesamte “Wärmemasse” um 90 K erwärmt wird, wäre auch die hinter derselben Oberfläche stehende Zyklon B Menge entsprechend einer Schichtdicke von 25 mm bzw. die darin enthaltene Blausäure vollständig verdampft worden.

Damit haben wir eine Vergleichsgrundlage geschaffen, welche den Ansprüchen eines jeden wissenschaftlich orientierten deutschen Stammtisches genügt.

Bei anderen Gefäßen als die Maß Bier bestimmt man nur cTest und TestFläche und bestimmt damit den anderen Gefäßfaktor. Der Rest ist dann identisch. Für eine Raviolidose beträgt z.b.

TestFläche = 0,0449 m² und cTest = 3612 J/K.

Wenn wir nun die Gaskammertemperatur ermitteln wollen, brauchen wir also nur die Zeit messen, bis die vollgefüllte Maß Bier/Wasser sich um 90 K erwärmt hat. Jedoch steht die Maß meist in einem Raum, der nur normale Umgebungstemperatur hat und daher niemals dieser Wert erreicht werden wird. Aber wir können logisch schlußfolgern.

Wenn zwischen Raum und Maß Bier eine Temperaturdifferenz von dTgroß herrscht und die Maß Bier sich in innerhalb der Messzeit um dTklein erwärmt hat, muß für alle vorkommenden Werte dies konstant sein:

Allgemein:

**************************************************************** Gaskammerkonstante = Gefäßfaktor x Meßzeit x dTgroß / dTklein ****************************************************************

Speziell für die volle Maß:

Gaskammerkonstante = 90 K x Messzeit x dTgroß / dTklein

Dies gilt natürlich nur für diejenigen Fälle, wo dTgroß tatsächlich “groß” gegen dTklein ist. Also etwa für ein Verhältnis dTgroß / dTklein > 5 oder identisch dTklein / dTgroß < 0,2.

Ansonsten müßte man etwas mehr Mathematik in die Formel mit hineinpacken und dann reicht der Bierdeckel nicht aus. Wenn man die Meßzeit in Minuten gemessen hat, hat die Gaskammerkonstante die Einheit K*Minute, also Kmin.

Anhand der im Experiment ermittelten Gaskammerkonstante kann dann die Gaskammertemperatur ermittelt werden, welche mindestens nötig war, um die Blausäure innerhalb der Tötungszeit zu verdampfen. Da man Tote nicht töten kann, muß die Verdampfung der Blausäure spätestens mit dem Todeszeitpunkt abgeschlossen sein. Ansonsten hätte man versucht Tote noch mehr zu töten. Ein sinnloses Unterfangen.

Die Formel lautet dann allgemein:

**************************************************************** Gaskammertemperatur = 26°C + Gaskammerkonstante / Tötungszeit ****************************************************************

oder umgestellt auch:

**************************************************************** Tötungszeit = Gaskammerkonstante / (Gaskammertemperatur – 26°C) ****************************************************************

Je nach Zeugenaussage vaiierte die Tötungszeit zwischen “augenblicklich” bis maximal 20 Minuten.

Damit wären wir bei einem sehr wichtigen Zwischenergebnis angelangt. Mit der Maß Bier ist nun bewiesen, daß der Holocaust stattfinden konnte. Alles war nur eine Frage einer ausreichend hohen Gaskammertemperatur.

Anhand des Ergebnisses wird man selbst leicht erkennen können, weshalb keine Spuren der Vergasungen gefunden werden können. Desweiteren geht aus dem üblichen Tötungszeitbereich hervor, daß die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Gaskammern praktisch nur davon abhing, wie schnell die Juden die Juden in die Gaskammern hineinbitten konnten und daraus ergibt sich auch die genaue Opferzahl der von den Juden ermordeten Juden.

Man kann auch rechnen, welcher Anteil der Blausäure nach einer bestimmten Zeit bei einer bestimmten Gaskammertemperatur bereits verdampft ist:

Anteil = (Gaskammertemperatur – 26°C) * Zeit / Gaskammerkonstante

Und wenn man wissen will, welche Gesamtmenge dies bei einer bestimmten eingesetzten Zyklon B Menge ( =Blausäuremenge) ist, rechnet man

Gesamtmenge = Anteil * Zyklon B Menge


Weitere Betrachtungen, welche jedoch wirklich nur für Interessierte interessant sind:

Man kann damit Fälle durchspielen wie “was wäre wenn…”. Alle bei diesen nachfolgenden Betrachtungen eine Rolle spielenden Größen haben keinerlei Einfluß auf die oben ermittelte Gaskammertemperatur. In der Gaskammertemperaturberechnung tauchen diese Größen nämlich gar nicht auf. Das ist sehr, sehr wesentlich!

Wenn man wissen will, wieviel von der Gesamtmenge Blausäure zu einem bestimmten Zeitpunkt von den Juden eingeatmet worden sein muß, kann auch dies ermittelt werden. Dazu muß man nur abschätzen, wieviel ein Mensch in 1 Minute atmet (etwa 0,02 m³/min) und wieviele Juden in der Gaskammer sind und wie groß das freie Gaskammervolumen ist. Dies ist natürlich nicht mehr für den normalen wissenschaftlichen Stammtisch geeignet, weil man dafür einen Taschenrechner braucht. Ein Bierdeckel reicht nur als Zwischenspeicher. Nachfolgend kann man mit einer Zyklonmenge von z.B. 6 kg versuchsweise rechnen. HCN bedeutet Blausäure.

Wir können zunächst das freie Luftvolumen Volfrei ermitteln (leere Gaskammer = 506 m³, Volumen eines 60 kg Juden 0,06m³), alles auf 1 Minute bezogen:

Volfrei = 506 m³ – 0.06 m³/Jude *Juden

Dann errechnen wir die Gesamtatemleistung aller Juden je Zeit (m³/min):

Gesamtatemleistung = Atmung x Juden

Nun ermitteln wir die Zeitkonstante Zk des Raumes (min):

Zk = Volfrei / Gesamtatemleistung

Die HCN Freisetzungsleistung PHCN beträgt (g/min):

PHCN = (Gaskammertemperatur – 26°C) x Zyklonmenge x 1000 g/kg / Gaskammerkonstante

Nun können wir die maximale HCN Konzentration HCNmax im Raum bestimmen, falls die Juden “ewig” leben sollten und die HCN Freisetzungsleistung konstant bleibt, ausgedrückt in Gramm/m³:

HCNmax = PHCN / Gesamtatemleistung

Die zeitliche Entwicklung der HCNkonzentration C_HCN im Raum sieht dann so aus (g/m³):

C_HCN = HCNmax x ( 1 – exp( – Zeit / Zk ))

Zu einem bestimmten Zeitpunkt ist so viel HCN in der Gaskammerluft (g):

HCNluft = Volfrei x C_HCN

Und in allen Juden ist soviel HCN enthalten (g):

HCNjuden = PHCN x Zeit – HCNluft

Und in einem Juden dann soviel:

HCNjude = HCNjuden / Juden

Die gesamte verdampfte Blausäuremenge beträgt dann (g):

HCNverdampft = HCNluft + HCNjuden

Je kg Jude sind dann soviel Milligramm HCN aufgenommen worden:

mgjekg = HCNjude/60 x 1000

Die untere Tödlichkeitsgrenze bei schneller Blausäureaufnahme beträgt 1 mg/kg. Normal rechnet man mit etwa 2,5 mg/kg.

Diese etwas umständliche Berechnung kann zeigen, was passiert, wenn etwa jemand glaubt, man könne die Juden auch bei niedriger Gaskammertemperatur vergiften und das restliche noch nicht verdampfte Zyklongranulat nach 3 Minuten einfach wieder an der Schnur hängend aus der Gaskammer hochziehen. Man wird sehen, daß dies nicht funktioniert.

A)

Zu obigem Experiment gehören noch folgende Aussagen zum Kochtopf:
Beschreibung des Kochtopfs:
*************
PARTIE MOBILE
MOVABLE PART

Coiffe en tôle
Metal cap

Intervalle separant le tube en tôle du 3ème tamis: 25 mm
Space between the metal tube and the third lattice: 25 mm

Troisième tamis intérieur à maille de 1 mm de côté
Third, innermost, lattice of 1 mm mesh

Tube en fine tôle zinguée de 15 cm de côté
Thin galvanized metal tube, 15 cm square

Source: Pressac, Jean-Claude, Auschwitz:
Technique and Operation of the Gas Chambers, Beate Klarsfeld Foundation, New York, 1989, p. 487.
**************
http://www.holocaust-history.org/auschwitz/intro-columns/

Das Maß “25 mm” ist hierbei das wesentliche Maß des Kochtopfs für alle Überlegungen. Dieses Maß ist die Schichtdicke des Zyklon B Granulats.

B)

Die wesentlichen Zyklon B Granulateigenschaften gehen aus einer Untersuchung einer russisch-polnischen Untersuchungskommission von 1944 hervor. Für das Experiment resultiert daraus dasSchüttvolumen von 3,61 Liter je kg Zyklon B. Dabei ist 1 kg Zyklon B identisch mit dem darin enthaltenen Blausäuremenge von 1 kg. Die Verdampfungswärme von Blausäure beträgt 996000 J/kg und der Siedepunkt 26°C.

C)

Dann sind noch die Tötungzeiten wichtig. Der Bereich umfaßt “augenblicklich” bis maximal 20 Minuten.

Bezüglich der Tötungszeiten siehe neben den Aussagen von R. Höß und R. Böck z.B.: Schwurgericht Hagen, Urteil vom 24.7.1970, Az. 11 Ks 1/70, S. 97 (5 Minuten);

Final Trial Brief of the Prosecution, nach U. Walendy, [I]Auschwitz im IG-Farben-Prozeß, Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, Vlotho 1981, S. 47-50 (3 bis im Extrem 15 min);

E. Kogon, H. Langbein, A. Rückerl et al., Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas, S. Fischer Verlag, Frankfurt 1983, ubiquitär (sofort bis 10 min., seltener bis 20 min.);

J. Buszko (Hg.), Auschwitz, Nazi Extermination Camp, 2. Aufl., Interpress Publishers, Warschau 1985, in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Auschwitz, S. 114 + 118 (wenige Minuten);

H.G. Adler, H. Langbein, E. Lingens-Reiner (Hg.), Auschwitz, 3. Aufl., Europäische Verlagsanstalt, Köln 1984, S. 66, 80 + 200 (wenige bis 10 Minuten);

Hamburger Institut für Sozialforschung (Hg.), Die Auschwitz-Hefte, Band 1, Beltz Verlag, Weinheim 1987, S. 261ff., 294 (augenblicklich bis 10 min.);

C. Vaillant-Couturier, IMT, Bd. VI, S. 216 (5 bis 7 Minuten);

M. Nyiszli in: G. Schoenberner (Hg.), Wir haben es gesehen, Fourier, Wiesbaden 1981, S. 250 (5 min.);

C.S. Bendel, in: H. Langbein, Menschen in Auschwitz, Europaverlag, Wien 1987, S. 221 (Ende der Opferschreie nach 2 min.);

S. Broad in: B. Naumann, Auschwitz, Athenäum, Frankfurt/Main 1968, S. 217 (4 min.), nach 10-15 min Türöffnung:

A. Rückerl, NS-Verbrechen vor Gericht, 2. Aufl., C.F. Müller, Heidelberg, 1984, S. 58f.; K. Hölbinger in: H. Langbein, Der Auschwitz-Prozeß, Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt/Main 1965, S. 73 (1 min.):

R. Böck, ebenda, S. 74 (Nach Türschluß 10 min schreiende Opfer, anschließend Türöffnung);

H. Stark, ebenda, S. 439 (10-15 min. schreiende Opfer);

F. Müller, ebenda, S. 463 (8-10 min.);

E. Pyš, ebenda, S. 748 (nach einigen Minuten Anschalten des Ventilators);

K. Lill, ebenda, S. 750 (ein paar Sekunden nach Zyklon-B-Einwurf ein Schrei, ein paar Minuten danach quoll Qualm aus dem Schornstein);

Protokoll des Gutachtens von Prof. Dr. G. Jagschitz, 3.-5. Verhandlungstag der Strafsache Honsik, 29.4., 30.4., 4.5.1992, Az. 20e Vr 14184 und Hv 5720/90, Landgericht Wien, S. 443 (2-3 min);

Dokument 3868-PS, IMT-Band 33, S. 275ff., zitiert nach L. Rosenthal, “Endlösung der Judenfrage”,Massenmord oder “Gaskammerlüge”?, Verlag Darmstädter Blätter, Darmstadt 1979 (3 bis ausnahmsweise bis zu 15 min);

R. Höß, in: M. Broszat (Hg.), Kommandant in Auschwitz, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1958 (30 min für Gesamtprozedur, einschließlich Lüftung);

.


.

Im Dezember 2013 erklärten sich einige unabhängige deutsche Hausfrauen bereit, in ihrem Backofen ein Experiment zur Ermittlung der Gaskammertemperaturhöhe durchzuführen.
Dies war die Experimentieranleitung:

Hast Du einen Backofen? Dann kannst Du einmal ein einfaches Experiment machen. Nimm eine leere Konservendose mit ca. 800 ml Inhalt. Also Spaghetti Bolognese oder irgendetwas ähnliches in dieser Größenordnung. Fülle die Dose bis zu Rand mit Wasser voll, wiege das Wasser vorher ab und miß die Temperatur des Wassers und stelle sie in Deinen Backofen, den Du bereits 1/2 Stunde auf Maximaltemperatur gut vorgewärmt hast.

Nach 5 Minuten nimmst Du die Dose wieder heraus, rührst kurz mit dem Kochlöffel um und mißt die Temperatur des Wassers. Alles natürlich mit einem Digitalthermometer, wo Du auf 1/10 °C genau ablesen kannst ( 10 € Thermometer mit Außensensor reicht aus).

Anschließend kannst Du das Experiment auswerten. Die Auswertung wird Dir zeigen, wieviel Blausäure in derselben Zeit in dieser Backofenhitze von vielleich 200 – 250 °C je Quadratmeter Kochtopfoberfläche verdampft worden wäre. Und Du wirst meine Worte bestätigt finden: Die Gaskammertemperatur muß vieeeeeel höher gewesen sein als Deine Backofentemperatur!

Die Auswertung können wir hier machen, wenn Du Deine Daten bekannt gibst:

1. Anfangstemperatur des Wassers
2. Endtemperatur des Wassers
3. Backofentemperatur (was Du eingestellt hast)
4. Wassergewicht
5. Leeres Dosengewicht
6. Zeit im Backofen (die 5 Minuten)
7. Dosenumfang (oder Durchmesser)
8. Dosenhöhe
**********************************

Ich vergaß leider noch zu sagen, daß die jeweilige Dose vom Etikett befreit werden sollte. Entsprechend niedrig waren dann auch die damit hochgerechneten Gaskammertemperaturen.

Dieses Experiment beinhaltet nur den äußeren Wärmewiderstand, ähnlich wie das Experiment zur Maß Bier. Das Experiment betrifft also nicht die im Artikel “Gaskammertemperatur” behandelten inneren Wärmewiderstände. Die Gesamttemperatur wird also immer höher als denen in der Versuchsauswertung genannten Temperaturen sein.

Dennoch sind die Ergebnisse aufschlußreich.

Dazu ein paar Daten nach einer Feuerwehrformel, welche die Überlebenszeit in Minuten = 5.E+7 / T^3.4 (T in °C) abhängig von der Temperatureinwirkung beschreibt:

200°C: 45 Sekunden (Backofen)
300°C: 11 Sekunden
400°C: 4 Sekunden
500°C: 2 Sekunden
600°C: 1 Sekunde, dunkelrote Flammen
700°C: 0,6 Sekunden
800°C: 0,4 Sekunden
900°C: 0,3 Sekunden
1000°C: 0,2 Sekunden, gelbe Flammen
1400°C: 0,06 Sekunden, großer Explosionsblitz

Allgemein entspricht dies einer nicht mehr abführbaren Wärmebelastung der Haut von ca. 40000 J/m². Bei den “niedrigeren” Temperaturen kann die Haut noch einige Zeit durch das Blut gekühlt werden, aber diese Kühlkapazität ist dann auch recht schnell erschöpft und das Blut ist dann bereits so warm (>42°C), daß die Eiweißstoffe denaturiert werden, was einer Formveränderung und damit Funktionslosigkeit entspricht. Damit tritt der Tod ein.

Diese Feuerwehrformel ist natürlich nur für Menschen anwendbar, wie die Auswertung der Hausfrauenexperimente zur Gaskammertemperatur doch recht eindrucksvoll zeigen wird:

Zum Vergrößern anklicken

https://www.dropbox.com/s/ntxp3lvbqb7y2y0/versuchsergebnissebackofen.PNG

Eine neuerlich semiprofessionell durchgeführtes Experiment mit einer vollständig bedeckelten ALDI 200 g Erdnußdose (im Deckel war nur ein 2 cm großes Loch zum Herausholen der Erdnüsse) im 213 °C heißen Backofen ergab eine Gaskammerkonstante von 9740 K x Minute. Nach 5 Minuten hatte sich die Dose samt Wasser mit cTest = 1506 J/K und TestFläche = 0,03167 m² von 15,1°C auf 29,3 °C erwärmt gehabt.

Zum Vergrößern anklicken

https://www.dropbox.com/s/x57de3n2tgxgnhs/backofenerdnu%C3%9Floch.PNG

Quelle : https://gaskammertemperatur.wordpress.com/2014/10/18/das-experiment-zur-erforschung-der-gaskammertemperatur/

3 Gedanken zu “Das Experiment zur Erforschung der Gaskammertemperatur

  1. Zum Verbrennen braucht man erst einmal die Leichen! Und wenn die Leichen nicht mehr zur Verfügung stehen, braucht man auch kein Krematorium und dann erübrigt sich der Kohlebunker zum Verbrennen der nichtvorhandenen Leichen im nicht vorhandenen Krematorium.

    Aus dem letzten Experiment mit der Erdnussdose folgt eine Gaskammerkonstante von 9740 Kmin.

    Wenn man nur das Mittel der bezeugten Tötungszeit des Bestzeugen gemaß Prof. Jagschitz nimmt, das waren dann 2,5 Minuten, muß die Gaskammertemperatur mindestens 9740 Kmin/2,5min = 3896 K über der Blausäuresiedetemperatur gelegen haben. Dann haben wir eine Gaskammertemperatur von 3922 °C oder 4195 K.

    Bei dieser Temperatur verdampft ein Jude einschließlich seiner Knochen. Das mittlere Atomgewicht des Judengases beträgt dann, wenn man Disoziierung der Moleküle hierbei annimmt, 6,17.

    Bei 2000 Juden a 50 kg in der 506 m³ messenden Gaskammer herrscht dann in der Gaskammer ein Druck von

    p = 8314 / 6.17 * 4195 * 100000 / 506 = 1.11 GPa oder 11100 bar.

    Die nach innen sich öffnende gasdichte Tür kann gegen diesen gewaltigen Druck nicht geöffnet werden!

    Wann kann die Tür wieder geöffnet werden? Die Juden können gegen diese Tür höchstens eine Kraft von rund 5000 N aufwenden. Die Tür hat eine Fläche von 2 m² und dies entspricht dann einem Gegendruck von 2500 Pa.

    Die Tür kann daher erst wieder geöffnet werden, wenn der Gaskammerdruck auf 100000 Pa + 2500 Pa = 102500 Pa = 1,025 bar abgesunken ist.

    Dann beträgt die Gesamtmasse aller in der Gaskammer versammelten Juden

    100000 kg * 1,025 bar / 11100 bar = 9,2 kg.

    In der Gaskammer befindet sich daher zum Türöffnungszeitpunkt noch ein 9,2kg/50kg = 1/5 Jude.

    Wo ist nun die Leiche, welche das Sonderkommando herausschleppen könnte, mit dem Fahrstuhl ein Stockwerk höher fahren könnte und in den Ofen schieben könnte?

    Damit hat sich die Frage nach einem Kohlebunker bereits erledigt!

    Mit den Juden, welche durch die Dachluken die Gaskammern verlassen haben, hat sich auch die Blausäure verflüchtigt.

    Anhand der 2,5 Minuten Tötungszeit „sehe“ ich, das hierfür 0,8 kg Zyklon B benötigt wurden und demnach betrug die HCN-Menge in der Gaskammer zum Türöffnungszeitpunkt

    0,8 kg * 1,025 bar / 11100 bar = 7.4e-5 kg bzw. 74 Milligramm.

    Die HCN Konzentration betrug dann zum Türöffnungszeitpunkt 74 / 506 = 0,15 mgHCN/m³

    Der heutige MAK-Wert für HCN beträgt 2,1 mgHCN /m³.

    Das Sonderkommando mußte keine Gasmasken tragen und konnte auch Butterbrote gefahrlos essen.

    Die Gaskammer war judenrein, blitzblank und sauber und blausäurefrei und die nächste Teufelscharge konnte vom Sonderkommando hereingebeten werden.

    Oben wurden Brötchen gebacken während unten die Juden ihre Artgenossen doppelvergast haben.

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